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Ein achtsamer Papst Franziskus mit Baby. Aufnahme vom 15. Oktober 2014.

von anne , 25.11.2021 14:02

Ein achtsamer Papst Franziskus mit Baby. Aufnahme vom 15. Oktober 2014.
Foto: Mazur/catholicnews.org.uk
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Von AC Wimmer

VATIKANSTADT, 01 January, 2021 / 6:25 AM (CNA Deutsch).-

Papst Franziskus hat zum Weltfriedenstag am heutigen Hochfest der Gottesmutter Maria veröffentlicht. Die Botschaft zum 1. Januar trägt den Titel "Die Kultur der Achtsamkeit als Weg zum Frieden".

Natürlich widmet sich die Botschaft der Pandemie: Die "große Covid-19-Gesundheitskrise" habe das Jahr 2020 geprägt, stellt der Papst eingangs fest.

"Meine Gedanken gehen insbesondere an die Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Apotheker, Forscher, Freiwilligen, Seelsorger und Fachkräfte in den Krankenhäusern und Gesundheitszentren, die unter großen Anstrengungen und Opfern – manche sogar bis hin zu ihrem eigenen Tod – hingebungsvoll ihren Einsatz geleistet haben im Bemühen, den Kranken nahe zu sein und ihre Leiden zu lindern bzw. ihr Leben zu retten."

Diese Krise habe viele andere Krisen verschärft, so der Pontifex. Aber sie stelle nun eine Gelegenheit dar, "die heute oft vorherrschende Kultur der Gleichgültigkeit, des Wegwerfens und der Konfrontation auszumerzen", meint Franziskus.

Im weiteren Dokument schlägt der Papst dann den Bogen von seiner Vision von Brüderlichkeit – die nun als "Geschwisterlichkeit" in offiziellen Übersetzungen ins Deutsche bezeichnet wird, aber auf Fraternité und Fratellit Tutti verweist – zur seinem Verständnis einer Kultur der Achtsamkeit.

"Eine Kultur der Achtsamkeit im Sinne eines gemeinsamen, solidarischen und partizipatorischen Einsatzes zum Schutz und zur Förderung der Würde und des Wohls aller, im Sinne einer Bereitschaft zur Aufgeschlossenheit, zur Aufmerksamkeit, zum Mitgefühl, zur Versöhnung und zur Heilung, zu gegenseitiger Achtung und gegenseitiger Annahme ist ein vorzüglicher Weg zur Schaffung von Frieden", schreibt Franziskus.

"In vielen Erdteilen sind Friedenswege erforderlich, die zur Heilung führen; es sind Friedensstifter vonnöten, die bereit sind, einfallsreich und mutig Prozesse zur Heilung und zu neuer Begegnung einzuleiten", zitiert der Papst seine Enzyklika Fratelli Tutti.

"In dieser Zeit" – fährt Franziskus fort – "in der das Boot der Menschheit, vom Sturm der Krise gebeutelt, auf der Suche nach einem ruhigeren und friedlicheren Horizont mühsam vorankommt, ermöglichen uns das Ruder der Menschenwürde und der 'Kompass' der sozialen Grundprinzipien einen sicheren und gemeinsamen Kurs."

Im Leben der frühen Christen bildeten die geistlichen und leiblichen Werke der Barmherzigkeit den Kern der Nächstenliebe; heute habe sich diese weiter entfaltet in Achtsamkeit als Förderung der Würde und Rechte von Personen, gegenüber dem Gemeinwohl und auch durch Solidarität sowie die Bewahrung der Schöpfung.

Um dies alles zu erlangen, ruft der Papst zu einer "Erziehung zu einer Kultur der Achtsamkeit" auf – in Familien, Schulen und durch das Vorbild guter "Religionsführer", so der Pontif
ex.

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