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«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68

von esther10 , 13.09.2015 02:07

EVANGELIUM TAG FÜR TAG

«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68


Sonntag, 13 September 2015
24. Sonntag des Jahreskreis - Welttag der Kommunikationsmittel

http://vaticaninsider.lastampa.it/vatica...rancisco-43322/

Heute auch : Hl. Johannes Chrysostomus

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Cäsarius von Arles : „... der folge mir nach"

Die Texte des Tages als Audio

Evangelium nach Markus 8,27-35.
In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Unterwegs fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen?
Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten.
Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias!
Doch er verbot ihnen, mit jemand über ihn zu sprechen.
Dann begann er, sie darüber zu belehren, der Menschensohn müsse vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen.
Und er redete ganz offen darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe.
Jesus wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.



Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cäsarius von Arles (470-543), Mönch und Bischof
159. Predigt, 1,4-6

„... der folge mir nach"

Wenn der Herr uns im Evangelium sagt: „Wenn einer mir nachfolgen will, dann verleugne er sich selbst“, dann meinen wir, er fordere von uns etwas Schwieriges und wir denken, er lüde uns ein schweres Joch auf. Doch wenn er, der befiehlt, uns hilft, zu erfüllen, was er befiehlt, dann ist es nicht schwierig.


Wohin sollen wir Christus folgen, wenn nicht dorthin, wohin er gegangen ist? Aber wir wissen auch, dass er auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist: dorthin müssen wir ihm folgen. Wir dürfen uns ganz sicher nicht von der Hoffnungslosigkeit übermannen lassen, denn wenn wir auch nichts aus uns selbst vermögen, so haben wir doch die Zusage Christi. Der Himmel war weit weg von uns, bevor unser Haupt dorthin aufgefahren ist. Von nun an aber, wenn wir die Glieder des Leibes dieses Hauptes sind (vgl. Kol 1,18), warum die Hoffnung verlieren, in den Himmel zu kommen? Wenn es auch wahr ist, dass auf dieser Erde uns so viel beunruhigt und uns Leid verursacht, so folgen wir Christus, in dem das vollendete Glück ist, der höchste Friede und die ewige Ruhe.


Doch der Mensch, der danach verlangt, Christus zu folgen, hört dieses Wort des Apostels Johannes: „Wer sagt, dass er in ihm bleibt, muss auch leben und voranschreiten, wie er, Jesus, gelebt hat und vorangeschritten ist.“ (vgl. 1Joh 2,6). Du willst Christus folgen? Sei demütig, wie er es war. Du willst zu ihm gelangen in die Himmelshöhen? So achte seine Erniedrigung nicht gering.

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