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Hoffe auf den Herrn

RE: Kinder und Jugendliche...Werden verführt auch in chr. Kreisen.

 von Hildegard Maria , 02.11.2010 23:58

Thema Mode: Vorangestellt sei ein Satz der hl. Katharina von Siena: "Genug des Schweigens, schreit mit hunderttausend Zungen, denn weil die Welt geschwiegen hat, ist sie verkommen." Oder wie der Engel zu Don Bosco sagte: "Predige immer und überall gegen die Sittenlosigkeit."

Einmütig sagen uns die Psychologen und Psychiater, "daß der ganze Körper der Frau, ausgenommen das Gesicht sowie Hände und Füße, den Mann sinnlich-sexuell erregt". Dies ist eine unbestreitbare Tatsache. Diese instinktiven Regungen hat Gott aus logischen Gründen in die Natur gepflanzt, um die Fortpflanzung und das Weiterbestehen des menschlichen Geschlechtes zu sichern.

Das Problem ist, daß der Herr im Evangelium sagt: "Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen." (Matth. 5,27-30). Der Herr hat das Ansehen keineswegs verboten. Vielmehr hat er verboten, die Frau, die nicht die eigene ist, mit unlauterer Absicht anzusehen.

Den heiligen Johannes Chrysostomus fragte einmal ein junger, lediger Mann: "Und wenn ich schaue, und habe unreine Wünsche, tue aber nichts Böses?" Und der hl. Johannes Chrysostomus antwortete: "Nun, wenn es so ist, bist du schon unter den Ehebrechern." Und der junge Mann fragte weiter: "Und wenn ich weiter schaue, aber nicht von der Begierde ergriffen werde?" Und der hl. Johannes Chrysostomus, Lehrer der Kirche, erwiderte: "Nein, auch diesen Blick straft der Herr; verlasse dich nicht auf diese Sicherheit, sonst fällst du in die Sünde. Denn wenn du so schaust, ein-, zwei- oder sogar dreimal, kann es sein, daß du dich der Sünde enthältst; aber wenn du es ständig tust, ist es ganz sicher, daß du von dem bösen Gelüst ergriffen wirst, weil nämlich weder du noch ich über der menschlichen Natur stehen."

Wenn der Herr somit den Mann bestraft, der mit böser Absicht eine Frau ansieht, was wird er von der Frau sagen, die alle möglichen Künste erfindet, um zu erreichen, daß der Mann sie in dieser Absicht ansieht?

Das Traurigste an dem Thema, das wir erörtern, ist, daß die Guten sich anstecken lassen oder sich schon angesteckt haben an der Blindheit der Welt, dieser unwahrscheinlichen Blindheit, die es nicht einmal mehr erlaubt, die wesentlichsten Wahrheiten des Evangeliums zu erkennen.

Der Herr sagt, daß Licht und Finsternis sich nicht vereinigen können, und es scheint, als ob es einigen mit Schläue gelungen wäre, beide zu vereinigen. Was denkt der Herr wohl wirklich von der gegenwärtigen Mode? "Es werden Zeiten kommen", sagte Jacinta von Fatima, "in denen die Moden Gott, unseren Herrn, sehr beleidigen werden."

Wenn der Mann, der mit begierlichem Blick eine Frau ansieht, in seinem Herzen schon Ehebruch begangen hat, was wird mit jener Frau geschehen, die entweder geradewegs diese Blicke des Mannes sucht oder die Männer zwingt, Wunder zu wirken, damit sie sie nicht auf diese Weise anschauen? Offensichtlich fallen alle Bannflüche, die es in diesem Abschnitt des Evangeliums gibt, nicht nur auf diejenigen, die durch das Ärgernis ins Straucheln kommen, sondern noch viel mehr auf jene, die Ärgernis geben.

Jemand wird fragen: Begeht die schlecht angezogene Frau eine Todsünde? Einige glauben, daß es nur eine Frage der Absicht ist. Ich sage immer, daß es nicht nur um die Absicht geht (die böse Wirkung bewußt wollen), sondern darum, ob man Kenntnis davon hat - auch nur vage - , daß einer oder eine das Böse verursacht hat, das entsteht; man sieht die böse Wirkung aufgrund der eigenen Schuld, ist aber nicht willens, davon abzulassen, obwohl man Bescheid weiß.

Das gegebene Ärgernis tritt in zwei Arten auf: als direktes und als indirektes Ärgernis.

Das direkte Ärgernis ist jenes, bei welchem die Person, die Ärgernis gibt, direkt sucht, daß der andere sündigt. Das heißt, sie führt die Gelegenheit herbei, daß der andere stolpert und in die Sünde fällt. Und dies, sagen die Moralisten, kann sie wünschen entweder aus Haß gegen die katholische Religion (teuflisches Ärgernis) oder weil es ihr irgendeinen Vorteil bringt, Nutzen oder Vergnügen (strikt direktes Ärgernis).
Aber neben dem direkten Ärgernis gibt es das indirekte. Es läßt sich so definieren: Die Sünde des anderen wird nicht beabsichtigt, ich suche sie nicht und will sie nicht, aber ich sehe voraus, daß sie aufgrund meines Verhaltens folgen wird.
Und hier ist der Schlüssel: Sah die Frau voraus, die dieses schamlose Kleidungsstück getragen hat, daß es zum Ärgernis führen würde, das heißt, daß es den Nächsten, der sie ansah, möglicherweise geistig ins Verderben stürzen würde? Es geht nicht um das Wissen, ob alle Männer, denen sie an jenem Abend begegnete, sündigten oder nicht. Es ist nicht wichtig, ob es eine attraktive oder wenig attraktive Frau war. Es handelt sich letztlich um folgendes: War die Person mit ihrem schlechten Verhalten die Ursache, war sie sich bewußt, was sie tat, und sah sie, mit ihrer unziemlichen Bekleidung, die mögliche schlimme, verderbliche Wirkung auf den anderen voraus?

Pater Noldin sagt über den Schmuck der Frauen:

A) In erster Linie ist die Absicht, mit der die Frau sich schmückt, zu berücksichtigen, jetzt abgesehen davon, ob der Schmuck dem Anstand entspricht oder nicht.

1. Wenn sie sich schmückt, um die Würde ihres Standes zu wahren, oder um dem Ehegemahl zu gefallen, oder um einen Bräutigam zu finden, oder um einen Makel des Körpers zu verdecken, oder um nationalem Brauch zu folgen, ist ihr Wollen sicherlich zulässig.

2. Wenn sie sich, leichten Sinnes, aus bloßer Eitelkeit schmückt oder entsprechend kleidet oder wenn sie einfach ihre Schönheit zur Schau stellen will, ist ihre Absicht leicht sündhaft (läßliche Sünde).

3. Wenn sie alles tut, um die Begehrlichkeit bei den Männern und die unreine Liebe zu wecken, ist ihre Absicht schwer sündhaft (direktes Ärgernis; Todsünde in bezug auf die Absicht, von der Kleidung abgesehen).

B) Was das Objekt (die Kleidung) betrifft, abgesehen von der Absicht der Person, die sie zur Schau stellt:

1. Wenn der Schmuck oder die Bekleidung ehrbar sind und dem jeweiligen Stand angemessen, nach der Sitte der Nation, der dortigen Bevölkerung oder der Stadt, sind sie auch zulässig. Dann sind die Trägerinnen nicht verpflichtet, einen den Anstand wahrenden Schmuck oder ein Kleidungsstück wegzugeben, auch wenn bestimmte Personen sich selbst durch sie zur Fleischeslust anregen lassen.

2. Wenn die Kleidung nicht der Sittsamkeit entspricht, wenn sie beispielsweise zu kurz oder zu dünn oder zu eng oder durchsichtig ist, handelt es sich immer um ein großes Ärgernis, um eine schwere Provokation, die andere im Nu zur Unzüchtigkeit verleiten kann.

Deshalb begehen jene, die solche Unsitten einführen, schwere Sünden, aber auch jene sündigen schwer, die sich bloß anpassen, denn damit vermehren sie die allgemeine Sittenlosigkeit.

Extracto en versión libre del libro "¿Existe el infierno?", de Juan Sánchez-Ventura Ferrer.
Apartado de Correos n. 839, E-50080 Zaragoza, Tfno: 976 / 22 78 34, Fax: 976 / 22 78 27

María Mensajera - http://www.geocities.com/mariamensajera/


Hildegard Maria

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Betreff Absender Datum
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