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St. Michaels Blog

TEIL 1: VERGANGENE WIRTSCHAFTSKRISEN Krisen, Bankrotte, Kriege: „Das Unmögliche kann schnell wahr werden!“

 von anne , 05.10.2021 19:09

TEIL 1: VERGANGENE WIRTSCHAFTSKRISEN
Krisen, Bankrotte, Kriege: „Das Unmögliche kann schnell wahr werden!“

Längst schon beherrschen die Corona-Pandemie, Naturkatastrophen, militärische Konflikte, Bürgerkriege und Aufstände, die Flüchtlingskrise sowie globale Rezessionen unser Leben. Im 1. Teil unserer neuen „Wochenblick“-Reihe beschäftigen wir uns mit Wirtschaftskrisen aus der Vergangenheit, die nach wie vor so aktuell wie damals sind.

Schon seit vielen Jahren schöpfen Zentralbanken „gedrucktes“ Geld, dem keinerlei Wert hinterlegt ist, sozusagen aus dem Nichts. So hat sich seit 2008 die Zentralbankgeldmenge der EZB von 900 Milliarden Euro auf rund 6 Billionen (6.000 Milliarden) Euro erhöht! Die Inflationsrate steigt, aber eine noch größere Inflationsgefahr könnte nach Bewältigung der Corona-Pandemie drohen, wie der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn bereits Ende 2020 zu bedenken gab.
Daher könnte erneut ein Szenario wie vor fast 100 Jahren in der Weimarer Republik drohen. 1923 war der Staat pleite. Um dennoch den Zahlungsverpflichtungen (des Versailler Vertrags) nachzukommen, brachte die Regierung immer mehr Geld ohne materiellen Gegenwert in Umlauf. Dadurch geriet Deutschland in den Strudel einer Hyperinflation. Eine solche ist gegeben, wenn die monatliche Inflationsrate 50 Prozent (jährlich ca. 13.000 Prozent) beträgt. Bei der Hyperinflation 1923 betrug diese gar 100 Millionen Prozent. Preise und Löhne explodierten, während die Kaufkraft des Geldes drastisch sank.
Rücklagen und Ersparnisse, Erträge und Zinsen sowie Wechsel für die Kriegsanleihen wurden wertlos. Immobilienwerte stürzten ab. Grundnahrungsmittel wurden knapp oder unerschwinglich. Weitere Folgen waren Depression, Massenarbeitslosigkeit und politischer Radikalismus. Letztlich löschte die Hyperinflation das Eigentum der deutschen Mittelschicht aus. Der Gewinner war die Weimarer Republik.

Massive Neuverschuldung
Die Kriegsschulden betrugen nach der Kaufkraft des Vorkriegsjahres 1913 etwa 154 Milliarden Reichsmark. Während der Hyperinflation entsprachen diese lediglich einer Kaufkraft von 15,4 Pfennig! Die Pandemie hat zu einer massiven globalen Neuverschuldung samt Staatshilfen geführt. Auch in Europa. So weist Frankreich aktuell die EU-weit höchste Staatsverschuldung mit 2,74 Billionen Euro auf, gefolgt von Italien mit 2,65 Billionen Euro und Deutschland mit 2,36 Billionen Euro.
Wenn die Wirtschaftsleistung sinkt, die Steuereinnahmen weit unter den Basis-Ausgaben (z.B. Sozialleistungen, Krankensystem etc.) liegen, kann eine Staatspleite drohen. So wie 2001 in Argentinien. Dort kam es zu dem bis dahin größten Zahlungsausfall eines souveränen Staates. Bei dem Staatsbankrott wurden mehr als 140 Milliarden Dollar Anleiheschulden plötzlich wertlos. Die Regierung fror sämtliche Bankguthaben ein (der Peso war an den Dollar gekoppelt), die Währung wurde abgewertet und büßte bis zu 75 Prozent an Wert ein.

Immobilienblase platzt
Bargeld wurde knapp, Bankabhebungen wurden stark eingeschränkt. Die Immobilienpreise fielen bis zu 90 Prozent. Die Armutsrate explodierte auf 57 Prozent, die Arbeitslosenquote auf 24 Prozent. Soziale Unruhen folgten. Die Kriminalität stieg ins Uferlose. Auf den Straßen herrschte pure Anarchie. Die Ober- und Mittelschicht verlor fast alles. In einem Land, in dem noch wenige Jahre zuvor Wohlstand und Sicherheit galten, war das pure Chaos ausgebrochen! Die Vergangenheit hat gezeigt, wie eine Wirtschaftskrise durch das Platzen einer Immobilienblase entstehen kann. Nicht wenige Experten prognostizieren für Deutschland bereits ein solches Szenario. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage nach Wohneigentum und niedrigen Zinsen kommt es zu deutlichen Überbewertungen der Immobilien. Sinken die Immobilienpreise aufgrund des Erreichens des Höchstwertes, steigen die Zinsen oder die Arbeitslosigkeit, dann besteht die Gefahr, dass diese Blase platzt. Mit verheerenden Auswirkungen, wie etwa 2007 in den USA.
Damals verzockten sich die US-Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc. und andere Banken mit Immobilienkrediten (sog. „Subprime“-Krediten). Zuvor noch hatten sie ihnen Rekordgewinne beschert, waren jetzt aber nicht mehr ausreichend abgesichert und die Forderungen uneinbringlich. Die Immobilienblase platzte, der Häusermarkt kollabierte.

Eurorettung auf Bürgerkosten
Lehman Brothers musste Insolvenz anmelden, die einen Schuldenberg von rund 200 Milliarden US-Dollar hinterließ. Die Folgen entfachten die größte Finanzkrise der letzten Jahrzehnte, weil auch europäische Banken auf dem US-Immobilienmarkt spekuliert hatten. Diese waren gezwungen, ihre Vermögenswerte mit großen Verlusten zu verkaufen, um den Eigenkapitalpuffer zu verbessern. Staaten (und Notenbanken) retteten verschiedene Geldinstitute, wiederum andere gingen pleite.
2008 geriet die gesamte Eurozone samt dem Finanzsektor in existenzielle Schwierigkeiten. EU-Regierungen mussten Milliarden Euro aufwenden, um ihn zu retten, sodass aus privaten Schulden öffentliche wurden.
Der Zusammenbruch des Euro-Währungsraumes drohte. Die Arbeitslosigkeit stieg an, Steuereinnahmen sanken. Griechenland, Spanien, Irland, Portugal und Zypern wankten, wurden nur durch den europäischen Rettungsschirm (ESM) vor dem Kollaps gerettet. Wie immer zumeist auf Kosten der Sozialprogramme, die den einfachen Bürger betrafen. Und das mit Auswirkungen bis heute.

Den zweiten Teil des Krisen-Spezials lesen Sie nächste Woche.

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