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RE: http://liseschmitt.xobor.de/

 von Lydia Manuela , 06.11.2010 21:36

domradio - 06.11.2010 21:33:23
URL: http://www.domradio.de/benedikt/68986/eu...tt-oeffnen.html

6.11.2010
„Europa muss sich Gott öffnen“
Die Predigt von Papst Benedikt XVI. in Santiago de Compostela

Bei seinem Besuch im spanischen Jakobus-Wallfahrtsort Santiago de Compostela hat sich Papst Benedikt XVI. am Samstag grundlegend zur Bedeutung des Christentums für Europa geäußert. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) dokumentiert Auszüge der Predigt auf der Plaza del Obradoiro von Santiago in der vatikanischen Übersetzung.

(...) Von hier aus möchte ich als Botschafter des Evangeliums, das Petrus und Jakobus mit ihrem Blut bekräftigten, einen Blick auf Europa werfen, das nach Compostela pilgerte. Welche sind die großen Bedürfnisse, Ängste und Hoffnungen Europas? Was ist der besondere und grundlegende Beitrag der Kirche für dieses Europa, das in den letzten 50 Jahren einen Weg hin zu neuen Gestaltungsformen und Entwürfen zurückgelegt hat? Ihr Beitrag geht um eine Wirklichkeit, so einfach und entscheidend wie diese: Gott existiert, und er hat uns das Leben gegeben. Er allein ist absolut, er ist treue und unvergängliche Liebe, unendliches Ziel, das hinter allem Guten, hinter aller wunderbaren Wahrheit und Schönheit dieser Welt durchscheint - alles wunderbar, aber für das Herz des Menschen nicht genug. Dies hat die heilige Teresa von Jesus gut erfasst, als sie schrieb: „Gott allein genügt.“

Es ist eine Tragödie, dass sich in Europa, besonders im 19. Jahrhundert, die Überzeugung durchsetzte und verbreitete, dass Gott der Gegenspieler des Menschen und der Feind seiner Freiheit sei. Damit wollte man den wahren biblischen Glauben an Gott verdunkeln, der seinen Sohn Jesus Christus in die Welt gesandt hat, damit keiner zugrunde gehe, sondern alle das ewige Leben haben (vgl. Joh 3,16).

Gegenüber einem Heidentum, dem zufolge Gott den Menschen beneidet und verachtet, bekräftigt der Verfasser des Buches der Weisheit entschieden: Weshalb hätte Gott alles erschaffen, wenn er es nicht geliebt hätte, Er, der in seiner unbegrenzten Fülle keiner Sache bedarf? (vgl. Weish 11,24-26). Weshalb hätte er sich den Menschen offenbart, wenn er sie nicht hätte beschützen wollen? Gott ist der Ursprung unseres Seins und das Fundament und der Gipfel unserer Freiheit, nicht ihr Gegner.

Wie kann der sterbliche Mensch sich auf sich selbst gründen, und wie kann der sündige Mensch sich mit sich selbst versöhnen? Wie ist es möglich, dass über diese erste und wesentliche Wahrheit des menschlichen Lebens in der Öffentlichkeit geschwiegen wird? Wie kann das, was im Leben am meisten maßgebend ist, in die bloße Privatsphäre verwiesen oder in den Halbschatten verbannt werden? Wir Menschen können nicht im Finstern leben, ohne das Licht der Sonne zu sehen. Und wie ist es nun möglich, dass Gott, der Sonne des Verstandes, der Kraft des Willens und dem Magnet unserer Herzen, das Recht abgesprochen wird, dieses Licht anzubieten, das jede Finsternis vertreibt?

Es ist deshalb notwendig, dass der Name Gottes unter dem Himmel Europas freudig wieder erklingt; dass dieses heilige Wort nie achtlos ausgesprochen wird; dass es nie verdreht wird und für ihm fremde Zwecke verwendet wird. Es muss heilig ausgesprochen werden.
Es ist erforderlich, dass wir es so im täglichen Leben, im Schweigen der Arbeit, in der brüderlichen Liebe und in den Schwierigkeiten, die die Jahre mit sich bringen, wahrnehmen.
Europa muss sich Gott öffnen, muss ohne Angst heraustreten hin zur Begegnung mit Ihm, muss mit seiner Gnade für die Würde des Menschen arbeiten, die von den besten Traditionen erschlossen worden ist:

Neben der biblischen, die diesbezüglich grundlegend ist, sind dies die Traditionen der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit, aus denen die großen philosophischen und literarischen, kulturellen und sozialen Schöpfungen Europas hervorgingen. Dieser Gott und dieser Mensch sind es, die sich in Christus konkret und historisch kundgetan haben. Diesen Christus können wir auf den Wegen finden, die nach Compostela führen, da auf ihnen stets ein Kreuz ist, das an den Kreuzungen einen empfängt und einem die Richtung weist. Dieses Kreuz, Zeichen der höchsten Liebe, die bis zum äußersten ging, und deshalb Gabe und Vergebung zugleich, muss unser Leitstern in der Nacht der Zeit sein. Kreuz und Liebe, Kreuz und Licht sind Synonyme unserer Geschichte, weil sich Christus in dieser Geschichte annageln ließ, um uns das höchste Zeugnis seiner Liebe zu geben, um uns zu Vergebung und Versöhnung einzuladen, um uns zu lehren, das Böse durch das Gute zu besiegen. Hört nicht auf, die Lehre dieses Christus der Kreuzungen auf den Lebenswegen zu lernen. In ihm kommt uns Gott entgegen als Freund, Vater und Führer.

O gesegnetes Kreuz, leuchte immerzu in den Ländern Europas! Lasst mich von hier aus die Größe des Menschen verkünden und vor den Bedrohungen seiner Würde durch die Aberkennung seiner ursprünglichen Werte und Reichtümer, durch Ausgrenzung oder Tod, die den Schwächsten und Ärmsten zugefügt werden, warnen. Man kann Gott keine Verehrung erweisen, ohne den Menschen als sein Kind zu beschützen, und man kann dem Menschen nicht dienen, ohne zu fragen, wer sein Vater sei, und auf diese Frage Antwort zu geben.
Das Europa der Wissenschaft und Technologien, das Europa der Zivilisation und Kultur muss zugleich ein Europa sein, dass offen ist für die Transzendenz wie auch für die Brüderlichkeit mit den anderen Kontinenten, offen für den lebendigen und wahren Gott vom lebendigen und wahren Menschen her. Das ist es, was die Kirche Europa bringen will: auf Gott und auf den Menschen zu achten aus dem Wissen heraus, dass uns beides in Jesus Christus dargeboten wird.
(...)


Lydia Manuela

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http://kleinewelt.xobor.de/blog.html esther10 06.11.2010 16:51
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Papst Benedikt XVII in Spanien Lydia Manuela 06.11.2010 21:50
RE: Papst Benedikt XVII in Spanien peanutbecker 07.11.2010 20:18
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Papst Benedikt XVII in Spanien esther10 08.11.2010 01:00
 

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