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Man ist katholisch und ist es doch nicht. Die Gabe des Verstandes Iiegt brach,

#1 von esther10 , 04.11.2010 19:59

Als Paulus nach Ephesus kam, fragte er einige Jünger, ob sie den HI. Geist empfangen hätten. «Wir haben nicht einmal gehört, dass ein HI. Geist ist?» (Apg 19) Heute könnte Paulus an vielen Orten Ähnliches erleben. Man ist katholisch und ist es doch nicht. Die Gabe des Verstandes Iiegt brach, weil die materialistische Sicht die Christen umnebelt. Damit wird eine Unterscheidung der Geister — der guten und der dämonischen — unmöglich.

Es werde Licht!»

Schon einmal war es wüst und leer. Finsternis lag über dem Abgrund. Da schwebte der Geist GOTTES über den Wassern. Und es ward Licht — und Leben — und Fruchtbarkeit — und Ordnung — und Schönheit. Der erste Frühling kam. Der Schöpfungsbericht ist ein Pfingst-Evangelium. Der zweite Frühling kam im Urchristentum. An Pfingsten begann die junge Kirche zu knospen und zu blühen. Es ward Licht in der Finsternis des Heidentums.

Wann wird es wieder Frühling werden?

Wenn Macht und Weisheit der Menschen am Ende sind.
*
Wenn die gottlose Sintflut des Neuheidentums alles zu überspülen droht.
*
Wenn die Not unvorstellbar wird.
*
Wenn das göttliche Strafgericht unaufhaltsam wird.
*
Wenn die Christen vom Versagen ihrer Vernunft überzeugt sind und nach dem HI. Geist rufen.
*
Wenn der unbekannte Gott wieder sehnsüchtig herabgerufen und verehrt wird.
*
Wenn die Christenheit um die HI. Eucharistie —im Opfer und in der Kommunion— im Abendmahlssaal um Maria versammelt ist, wie am Vorabend des ersten Pfingstfestes.

Was versteht man unter den Bibelstellen, dass Sünden wider den HI. Geist nicht verziehen werden? (Mt 12,31; Mk 3,29; Lk 12,10; Hebr 6,5f+ 10,29)

Jesus hat von Sünden gesprochen, die „weder in dieser noch in der zukünftigen Welt nachgelassen werden und er nennt sie Sünden wider den Heiligen Geist. Voraussetzung für die Nachlassung einer Sünde ist die Reue. Ohne Reue gibt es keine Vergebung. Die Sünden aber, die der Herr als Sünden gegen den Heiligen Geist bezeichnet, schliessen die Reue aus. lhnen ist die vorsätzliche Unbussfertigkeit, der absichtliche und dauernde Widerstand gegen die göttliche Gnade gemeinsam. Es liegt also nicht an der mangelnden Barmherzigkeit GOTTES, wenn diese Sünden nicht vergeben werden, sondern im Wesen dieser Sünden. GOTT kann nicht verzeihen, weil der Sünder keine Verzeihung will, sondern vorsätzlich in der Unbussfertigkeit verharrt. Petrus Lombardus (t 1164) stellte einen Katalog von sechs solcher Sünden auf, die sich auch im Katechismus finden:

1. Vermessentlich auf GOTTES Barmherzigkeit sündigen (wenn man sich aus der Sünde nichts macht).

2. An GOTTES Barmherzigkeit zweifeln. Es ist die Gesinnung Kains: «Meine Missetat ist zu gross, als dass ich Vergebung erlangen könnte!»

3. Der erkannten christlichen Wahrheit hartnackig widerstreben. Es ist die Sünde der Pharisäer: «Ihr Halsstarrigen! Wie eure Väter, so widersteht auch ihr allezeit dem Heiligen Geist!»

4. Den Mitchristen um seine Gnade beneiden. Hier ist nicht einfach der Neid gegen den Nächsten um der Gnade willen gemeint, sondern der Neid und Widerwille gegen die Gnade selbst, der sich im Kampf gegen die Ausbreitung des Reiches der Gnade äussert.

5. Gegen heilsame Ermahnungen ein verstocktes Herz haben: «Sie verstopfen ihre Ohren um die Wahrheit nicht zu hören, und machen ihr Herz gleich dem Diamanten» (Sach 7, 11).

6. In der Unbussfertigkeit vorsätzlich verharren. Diese Sünde ist dann gegeben, wenn der ausdrückliche Vorsatz vorhanden ist, in der Sünde zu verharren.

Diese Sünden wider den HI. Geist kommen nicht mehr aus blosser menschlicher Schwäche oder mangelnder Erkenntnis, sondern aus einer bösen Gesinnung, aus einer Seelenhaltung, die sich ganz bewusst über Gottes Gnadenangebot und Anordnung hinwegsetzt. Hier sündigt man direkt gegen den Heiligen Geist, der ein Geist des Glaubens, der Furcht, der Hoffnung, der Liebe, der Reue und Bereitschaft zur Busse ist, und greift die Grundlagen des Heiles an. Menschen, die tatsächlich zu einem solchen Grad der Verkehrtheit und Bosheit gelangt sind, finden nur schwer zu einer wahren Bekehrung zurück. Sie haben ja den guten Geist, den Heiligen Geist selber aus sich vertrieben. Meistens ist dieser Zustand die Folge eines lasterhaften Lebens
.


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zuletzt bearbeitet 04.11.2010 | Top

RE: Man ist katholisch und ist es doch nicht. Die Gabe des Verstandes Iiegt brach,

#2 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 05.11.2010 10:55

Danke,liebe Traudel.


Hildegard Maria

RE: Man ist katholisch und ist es doch nicht. Die Gabe des Verstandes Iiegt brach,

#3 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 05.11.2010 11:24

Das nützlichste Werkzeug des Teufels


Aus: Der Engelsbote, Nr. 1-2001,

Es wurde verkündet, dass der Teufel mit seinem Geschäft aufhören wolle und all seine Werkzeuge demjenigen überlassen wolle, der genügend dafür zu zahlen vermochte.

An dem Tag, an dem der Verkauf vorgesehen war, wurden sie auf eine verlockende Art und Weise angeboten: Bosheit, Hass, Eifersucht, Sinnlichkeit, Betrügereien und noch vieles mehr. Alle diese unheilsamen Instrumente wurden angeboten, jedes mit einem Preisschild versehen.

Abseits davon befand sich ein auf den ersten Blick unauffälliges und harmloses Werkzeug. Es war sehr abgenützt, aber der Preis war viel höher als bei den anderen.

Jemand fragte den Teufel, was es sei.

„Es ist das Werkzeug der ENTMUTIGUNG“, lautete die Antwort.

„So, warum hast du es so teuer veranschlagt?“

„Weil es viel nützlicher als irgendein anderes ist“, sagte der Teufel.

„Mit diesem Werkzeug kann ich in jeden Menschen gelangen, und wenn ich erst einmal hineingekommen bin, dann kann ich ihn so manövrieren, wie es mir am besten gefällt.“

„Dieses Werkzeug ist sehr abgenützt, denn ich kann es fast für alle Menschen gebrauchen und kaum jemand weiß, dass es mir gehört.“

Es ist überflüssig hinzuzufügen, dass das Werkzeug wegen seines hohen Preises, den der Teufel für die MUTLOSIGKEIT verlangte, nie verkauft wurde.

Der Teufel ist immer noch der Besitzer und er benützt es noch immer weiter.

(Bekanntmachung, aus dem Französischen übersetzt)

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RE: Man ist katholisch und ist es doch nicht. Die Gabe des Verstandes Iiegt brach,

#4 von esther10 , 05.11.2010 12:03

Dämonische Verwandtschaft

Der Heilige Geist ist ein unbekannter Gott geworden, weil er von Geistern verdrängt worden ist. Nicht umsonst hat der grosse Papst Leo XIII. 1888 ein Gebet verfasst, das nach jeder stillen Hl. Messe verrichtet werden soll: «Der Satan und die bösen Geister schleichen zum Verderben der Seelen in der Welt umher...». Wer darüber spottet, studiere die Geschichte seit 1789, als die Sprache der Gotteslästerung offiziell wurde und Staatsverfassungen gebar, die jedem erlaubten, seinen Gotteshass über alle Medien gen Himmel zu schleudern. Der moderne Geist will das öffentliche Leben von allem Christlichen reinigen. Er hebt Jesus als Licht der Welt auf. Antichristentum auf allen Ebenen! Heute werden Künstler sogar staatlich um so eher gefördert und ausgezeichnet, je gotteslästerlicher ihre Werke sind. Und wie tobt erst der Kampf gegen das Werk Jesu, Seine Kirche. Der dämonische Geist ist antikirchlich, priesterfeindlich. «Wer Gott kennt, hört auf uns (die Kirche). Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. (1 Joh 4,6)


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RE: Man ist katholisch und ist es doch nicht. Die Gabe des Verstandes Iiegt brach,

#5 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 10.11.2010 07:54

Die heilige Messe im lateinischen tridentinischen außerordentlichen römischen Ritus im Bistum Speyer

...Brot vom Himmel hast Du uns gegeben, das allen Wohlgeschmack in sich enthält ... (Litanei von hl. Altarsakrament)
Letzte Änderung: 05.03.2010
Mundkommunion ... Gregorianischer Choral ... Liturgische Sprache
Neuer Anfang für eine alte Liturgie
Auszug mit Ergänzungen aus dem Pfarrbrief St. Gertrud
in Herzogenrath im Bistum Aachen

Am 7.Juli 2007 hat unser Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI, in seinem von ihm selbst verfassten Schreiben (motu proprio) „Summorum Pontificum“ den bis 1969 in der Kirche allgemein verbindlichen Ritus der Hl. Messe wieder dem allgemeinen Gebrauch geöffnet. Man nennt diesen klassischen römischen Ritus auch den „Tridentinischen Ritus“, weil er seine letzte große Reform durch den Konzil von Trient (1545 - 1563) erfahren hat. Im wesentlichen geht aber die Art und Weise (usus) die Heilige Messe nach dem tridentinischen Messbuch zu feiern, auf die Zeit Papst Gregors des Großen (590 - 604) zurück, ist also nahezu 1500 Jahre alt.


Nach der Liturgiereform im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil kam es bald zu Missbräuchen in der Ausführung der liturgischen Bestimmungen. Eine weit verbreitete Entsakralisierung in der Kirche war die Folge. Die Einheit der liturgischen Feier, wie sie bis dahin den Erdkreis umspannt hatte, wurde eingetauscht gegen oft subjektive und banale Formen. Die Entsprechung zwischen Glaubensgut und Glaubensfeier, die bis dahin die katholische Kirche zu einer Weltkirche gemacht hatte, wurde weitgehend zerstört oder verdunkelt. Während man vorher beim Besuch der Heiligen Messen einem verbindlichen Ritus begegnete, der von der Person des Priesters unabhängig, den erhöhten Herrn in den Mittelpunkt stellte, wurde in der liturgischen Praxis nun der Mensch und seine Ideen, vor allem aber die Personen des Priesters und der liturgisch Handelnden in den Mittelpunkt gerückt. Äußeres Merkmal dieser Entwicklung war die Zuwendung des Priesters während der Hl. Messe zur Gemeinde. Obwohl vom Zweiten Vatikanischen Konzil an keiner Stelle geboten (!), setzte sich die neue Zelebrationsweise durch. Vielfach wurde nun die Anbetung Gottes und die Ausrichtung von Priester und Gemeinde zu Ihm eingetauscht zu einem Dialog zwischen Priester und Gemeinde.

Der Einfluss der Konziltexte auf die Liturgiereform, über das Messbuch von Pauls VI hin zum heutigen vielfach Faktum gewordenen Missbrauch, ist dem aufmerksamen Beobachter nichts Überraschendes. Selbst wenn unser Papst Benedikt XVI im (motu proprio) „Summorum Pontificum“ die Einheit des Messbuchs von Pauls VI mit der tridentinischen Liturgie erklärt, bleiben angesichts der vielen Missbräuche Zweifel bestehen. Sehen wir uns die Erklärungen der Liturgiekonstitution (SC) von 1963 an:

»Die Riten mögen den Glanz edler Einfachheit an sich tragen und knapp, durchschaubar und frei von unnötigen Wiederholungen sein. Sie seien der Fassungskraft der Gläubigen angepasst und sollen im Allgemeinen nicht vieler Erklärungen bedürfen...« (SC 34)
Das ist zusammengefasst genau das Gegenteil was Liturgie im Wesentlichen ist.


Zum Wesen der Liturgie gehört die Erfahrung, dass sich über mir etwas wölbt, in das ich noch eindringen möchte, das meinen Verständnis nicht angepasst ist, sondern über mein Verständnis hinaus weist. Ich will die Erfahrung des göttlichen, das meinen Alltag eben nicht wiederholt.

Der kindliche christliche Geist will immer mehr über den Glauben erfahren, immer mehr in das Geheimnis des Gottmenschentums eindringen und erfahren. Das Bewusstsein der Einheit eines jeden Einzelnen, Glied im mystischen Leibe Christi zu sein, will der Christusliebende immer mehr vertiefen. Das Wesen der Liturgie ist, dass sie sich über das flache Verständnis des Menschen wölbt und dass sie sich gerade im langen Atem, beständiger Wiederholungen ergeht. Diesem Verständnis wird allein der tridentinische Ritus gerecht.

Ähnlich verhält es sich bei der Zulassung der Landessprache für die Liturgie. Auch hier schrieb das Konzil nichts vor, sondern gestattete lediglich den Gebrauch der Landessprache. Mit der Verständlichkeit der liturgischen Texte war neben dem Missverständnis des Wesens der Liturgie, ein Einfallstor für subjektive Veränderungen und Abweichungen von den verbindlichen Texten gegeben. Die Folge ist, dass heute in beinahe jeder Kirche der katholischen Welt, die Liturgie in verschiedener Weise gefeiert wird, daß sich nur wenige Priester treu an das Messbuch halten und damit das aufgegeben wurde, was man in jeder anderen monotheistischen Weltreligion bis heute findet: einen einheitlichen Ausdruck des gemeinsamen Glaubens. Denn auch Juden und Moslems kennen in ihren Gottesdiensten weltweit den verbindlichen Gebrauch des Hebräischen und Arabischen, was diesen Religion mittlerweile mehr internationale Identität verleiht als den katholischen Christen, die sich über 1000 Jahre weltweit in einer einheitlichen Liturgie beheimatet wussten. Regelmäßige Aufrufe des Heiligen Stuhls, die liturgische Ordnung zu wahren, gingen meist ins Leere.



Es war dann Joseph Cardinal Ratzinger, der seit dem Beginn der 1980er Jahre immer wieder einklagte, dass es zu einer liturgischen Erneuerung kommen müsse. Denn er sah als Präfekt der Glaubenskongregation nicht zuletzt das Glaubensgut in Gefahr, ist doch die Folge einer subjektiven Liturgie letztlich auch der subjektive und nicht verbindliche Glaube. Dabei betonte er stets die Wichtigkeit der Zelebrationsrichtung nach Osten bzw. zum Kreuz, in der die gemeinsame anbetende Haltung der Gläubigen und des Priesters - ähnlich einer Prozession - zum auferstandenen und erhöhten Herrn. Die missverständliche und polemische Rede von der Stellung des Priesters „mit dem Rücken zum Volk“ übersieht, dass das Zentrale der Liturgie nicht das Gespräch des Priesters mit der Gemeinde ist, sondern das gemeinsame Sprechen mit Gott, der daher auch die gemeinsame Zuwendung verlangt. Dies ist im Übrigen bis heute auch die Art und Weise der Ostkirche Liturgie zu feiern.


Bei den Bemühungen Cardinal Ratzingers um die Liturgie entwickelte er vor einigen Jahren bei einem liturgiewissenschaftlichen Kongress den Begriff der „Reform der Reform“. Darin forderte er eine Erneuerung der Liturgie der Kirche aus dem Geist der Tradition und die Neuentwicklung eines einheitlichen Ritus für die ganze Kirche. Statt vieler verschiedenen Wahlmöglichkeiten solle das Messbuch wieder verbindlicher werden und damit das wieder möglich werden, was die Kirche bis in die 1960er Jahre dahin stark gemacht hatte: das weltweite Beten der Christen in gemeinsamen und verbindlichen Formen, ausgerichtet auf Gott und in Sakralität, d.h. in äußeren Riten und Vollzügen, die die Heiligkeit Gottes und nicht die Begrenztheit des Menschen und seiner Meinungen durchscheinen lassen. Dabei sollte auch die lateinische Kultsprache und der Gesang des Gregorianischen Chorals, den das Konzil den „der Liturgie eigenen Gesang“ nennt, mehr Raum bekommen.


Im Zuge dieser Überlegungen und auch weil die Nachfrage nach seiner Zelebration weltweit vor allem unter jungen Leuten ansteigt, hat der Heilige Vater nun am 7.Juli 2007 die allgemeine Wiederzulassung des klassischen römischen Ritus verfügt. Er soll als außerordentliche Art und Weise (Usus extraordinarius) die Heilige Messe zu feiern gleichberechtigt neben dem neuen Ritus (Usus ordinarius) stehen. Jeder Priester hat weltweit die Möglichkeit ohne Sondergenehmigung (!) diesen Ritus zu zelebrieren und auch Gläubige dazu einzuladen.


Mit dieser Regelung will der Papst keineswegs hinter das Konzil zurück. Vielmehr ist dabei die Einsicht leitend, dass man zu keiner wirklich fruchtbaren liturgischen Erneuerung der Kirche kommen kann, wenn man den Ritus, in dem die Heilige Messe auf der ganzen Welt über 1500 Jahre gefeiert wurde, sozusagen ächtet und so tut, als hätte es ihn nie gegeben. Der Papst hatte schon in seinen Ausführungen als Theologe mehrfach betont, dass sich eine Institution wie die Kirche im Dialog mit anderen kulturellen Institutionen und auch mit den anderen Religionen unglaubwürdig macht, wenn sie plötzlich die äußeren Formen ihrer Gottesverehrung, die sie über Jahrhunderte geprägt und groß gemacht haben, die Kunst und Kultur, Missionare, Heilige und Märtyrer hervorgebracht haben, wegschließt und ihren Vollzug beinahe unter Strafe stellt.


Und also versteht der Heilige Vater die Wiederzulassung der klassischen römischen (tridentinischen) Liturgie nicht als ein Zurück in die Zeit vor dem Konzil, sondern - ganz im Gegenteil - als einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Liturgie am Beginn des Zweiten Jahrtausends. Die praktische Feier der „Alten Messe“ soll dazu verhelfen, die Wesensmomente der Liturgie - Heiligkeit, Objektivität - neu zu entdecken und die Tradition als Maßstab für eine Erneuerung der Liturgie zu verstehen. Denn das, was in der alten Liturgie galt, gilt prinzipiell auch für die nachkonziliare Liturgie. Es ist nur durch Missbräuche und Missverständnisse aus den Augen geraten. Daher soll durch Zelebration des alten Ritus ein neues Verständnis für den Sinn der liturgischen Handlung entstehen und eine Art Selbstreinigungsprozess eingeleitet werden, bei dem alle Gläubigen die Heiligkeit Gottes und Seiner verborgenen Gegenwart unter uns neu entdecken und für ihr Leben fruchtbar machen. Die Wiederzulassung der „Alten Messe“ ist also kein Abstandnehmen vom Konzil, sondern der Versuch des Papstes, nach einer 40-jährigen Geschichte von Missbräuchen und Missverständnissen, die Wurzeln der Liturgie der Kirche neu zu entdecken und sie für eine Liturgie der Zukunft fruchtbar zu machen.

Zwar sind die Reaktionen auf die Weisung des Papstes unterschiedlich und vielfach von Unverständnis und Polemik geprägt. Insgesamt ist jedoch schon in den ersten Wochen nach Veröffentlichung des Motu proprio weltweit das Interesse an der klassischen römischen Liturgie gestiegen und auch unter solchen Gläubigen wach geworden, die man bisher nicht zu den so genannten Traditionalisten zählen konnte. Nicht zuletzt hat man in den orthodoxen Ostkirchen die Initiative des Papstes gelobt, weil man in der klassischen Liturgie des Westen eine weitaus gleichberechtigte Entsprechung zur eigenen Liturgie und Spiritualität findet, als in einer Liturgie, die in der täglichen Praxis oft mehr einem protestantischen Gottesdienst ähnelt.


Darin bestätigt sich, dass der Heilige Vater nicht die Zeit vor dem Konzil wieder beleben will, sondern - im Gegenteil - das gemeinsame liturgische Erbe von Ost- und Westkirche in die Zukunft tragen möchte, also das Anliegen des Konzils einer wirklichen Erneuerung der Liturgie in ihrer Feier und im Bewusstsein der Gläubigen "nach vorne" bringen will.





Gregorianischer Choral
Nach Möglichkeit wird die Hl. Messe mit Gregorianischem Choral begleitet. Für die liturgische Ordnung der Messfeier im außerordentliche Form des römischen Ritus gilt ein eigener Kalender, der hier und da vom neuen Kalender abweicht.

Liturgiesprache
Die Liturgiesprache ist Latein. Für das Verständnis der lateinischen Texte liegen in der Kirche Heftchen mit einem deutsch-lateinischen Messverlauf aus. Zusätzlich wird es noch Übersetzungen der jeweiligen Tagesgebete geben. Die Wortverkündigung in Lesung und Evangelium wird in Deutsch erfolgen. Diese Möglichkeit hat der Heilige Vater eigens eingeräumt.


Mundkommunion

Die Heilige Kommunion wird im tridentinischen Ritus grundsätzlich als Mundkommunion gespendet, die man kniend an einer aufgestellten Kommunionbank empfängt. Die Spendung der Hl. Kommunion in die Hand ist daher grundsätzlich nicht gestattet, weil es nicht zu einer Vermischung der Riten kommen soll.

Wem das Knien beim Kommunionempfang nicht möglich ist, kann selbstverständlich auch stehend die Mundkommunion empfangen. Wer sich mit der Mundkommunion schwer tut, möge bedenken, dass sie eine zweifache Bedeutung hat: 1. wird bei ihr die Verunehrung von kleinen Partikeln des Allerheiligsten vermieden und 2. kommt in ihr eher zum Ausdruck, dass der Heilige Leib des Herrn nichts Gewöhnliches ist, das ich mir selbst nehmen kann, sondern etwas, das - als größtes aller Geschenke - mir vor dem höchsten Gott kniend gespendet wird. Ähnlich wird ja auch z.B. ein Verdienstorden nicht in die Hand des Ausgezeichneten überreicht, sondern ihm (passiv) umgelegt oder angeheftet.


Hildegard Maria

RE: Man ist katholisch und ist es doch nicht. Die Gabe des Verstandes Iiegt brach,

#6 von esther10 , 14.11.2010 08:18

Der moderne Geist will das öffentliche Leben von allem Christlichen reinigen. Er hebt Jesus als Licht der Welt auf. Antichristentum auf allen Ebenen! Heute werden Künstler sogar staatlich um so eher gefördert und ausgezeichnet, je gotteslästerlicher ihre Werke sind. Und wie tobt erst der Kampf gegen das Werk Jesu, Seine Kirche. Der dämonische Geist ist antikirchlich, priesterfeindlich. «Wer Gott kennt, hört auf uns (die Kirche). Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. (1 Joh 4,6)


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Die Kirche geht nicht unter....

#7 von esther10 , 07.12.2010 21:02

Kardinal Schönborn auf Bibel TV: Bevölkerungsmäßig ist Europa nach Schönborns Worten schon lange nicht mehr das Zentrum der katholischen Kirche.

Hamburg (kath.net)
Zwischen Glaube und Wissenschaft gibt es nach Ansicht des Wiener Erzbischofs, Christoph Kardinal Schönborn, keinen Konflikt. Wie Schönborn in einem Interview mit dem christlichen Fernsehsender Bibel TV sagte, tauchen Probleme immer nur dann auf, wenn es auf beiden Seiten zu Grenzüberschreitungen kommt, wenn z.B. Wissenschaft zur Ideologie würde. Wissenschaftliche Theorien, wie etwa die Evolutionstheorie, seien so lange gültig, wie sie das beste Erklärungsmodell bieten. Die Evolutionstheorie sei im Augenblick die einzige am Markt der Wissenschaft gültige und in vieler Hinsicht auch einsehbare Theorie. Man dürfe sie jedoch nie zum Dogma erheben.

Auf die biblische Schöpfungsgeschichte bezogen bedeute dies, man müsse den Text auf seine Glaubensaussage hin lesen. Wenn sich herausstelle, das Universum sei, wie in der heute gängigen Theorie festgestellt wird, 14 Milliarden Jahre alt, dann sei das zu akzeptieren. "Ich habe überhaupt kein Problem damit zu fragen, ob es jetzt, wie in der Schöpfungsgeschichte gesagt, sechs chronologische Tage waren", sagte der Wiener Kardinal. Es sei eine Abfolge von Gott gewollten, von Gott geschenkten Schritten, die man durchaus "Entwicklung der Schöpfung" nennen könne.

Zur Situation der Kirche erklärte Kardinal Schönborn in dem Gespräch mit Bibel TV: "Wir müssen nüchtern sehen, dass schon früher ganze Teile der Christenheit verschwunden sind: Nordafrika, Kleinasien, also die heutige Türkei, sowie große Teile des Nahen Ostens. Die Kirche wird aber nicht untergehen."

Bevölkerungsmäßig ist Europa nach Schönborns Worten schon lange nicht mehr das Zentrum der katholischen Kirche. Aber - so der Kardinal wörtlich: "Die Gräber der Apostel werden hoffentlich auch in Zukunft ein Herzstück der Christenheit sein." Der Grundwasser-Spiegel des Christentums sei nicht so weit abgesunken, dass dieser Quell nicht wieder fließen könne. "Eines ist sicher", sagte Kardinal Schönborn auf Bibel TV, "wir dürfen darauf hoffen, dass das Christentum auch bei uns wieder eine Blüte erlebt".


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zuletzt bearbeitet 07.12.2010 | Top

   

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