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Mariä Lichtmess – Darstellung Mariens im Tempel

#1 von esther10 , 02.02.2018 09:33

Beitrag auf Tradition und Glauben

Mariä Lichtmess – Darstellung Mariens im Tempel
von Traditio et Fides
darstellung im tempel-1306



An 2.02. feiert die Kirche Mariä Lichtmess oder Darstellung Mariens im Tempel. Es ist der Tag der geistlichen Berufe und der Tag der Kerzenweihe. Beides hängt zusammen, wenn eine geistliche Berufung ist wie eine Kerze: sie leuchtet umso heller, je mehr sie sich verbrennt. Sie gibt Wärme, Licht und vertreibt die Dämonen der Luft, was uns die traditionelle Kerzenweihe lehrt, welche mit Exorzismen verbunden ist. Was hat denn die Kerze davon? Gar nichts. Sie wird weniger. Es ist wie beim Johannes dem Täufer, der über den Heiland sagte:

"Ich muss abnehmen, er muss aber wachsen" (Joh 3,30).

Gott ist das Maß, Gott ist das Ziel. Deswegen sind unsere äußeren Tätigkeiten und unsere Effizienz völlig gleichgültig. Sie sind ein wetltlich Ding, welches unsere Heiligung hindert. Geistliches Leben hat etwas mit Warten zu tun. Wie viele Jahrzehnte wartete Anna im Tempel, wie lange wartete Simeon? Gott hat ihnen etwas versprochen und sein Wort gehalten. Gott wartete bis diese beiden bereit waren Christus in den Händen zu halten. Gott hat sie darauf vorbereitet und gereinigt. St. Simeon durfte Christus in seinen Unterarmen halten (in ulnas suas), denn das Kind war schon größer, und lobte das Licht zur Erleuchtung der Heiden und der Juden. St. Simeon und Anna waren Kerzen, die sich verbrannten und bis zu Ende brannten. Sie dachten nicht:

Wie effizient bin ich? Wann ist es soweit? Kommt da was?

Der nachkonziliare Horizontalismus hat das Ordensleben zerstört, weil man aufhörte sich an Gott, der der ganz Andere ist (totum aliud), auszurichten und man begann an der Welt Maß zu nehmen, mit der man "Dialog pflegen" sollte. So wurden die menschliche Beliebtheit, Aktionismus und äußere Effizienz zum Zeichen einer wahren Ordensberufung. Das ist aber völlig falsch. Welt ist nicht Kirche, Kirche ist nicht Welt. In einem Orden oder als Priester soll man zuerst Gott leben, von Gott durchdrungen sein und somit ganz anderes als die heidnische Umgebung werden. Sind wir ganz anders, weil Gott-förmig, der nicht von dieser Welt ist, dann kommt die Welt nach und nach zu uns, um sich wirklich eines Besseren belehren zu lassen. Sie fragt uns:

"Wie finde ich das ewige Leben?"

und nicht

"Welche Geldanlage haben Sie denn?"

Wenn die Welt uns hasst, unser Leben absolut unsinnig findet, dann sind das die größten Komplimente. Findet man uns "nett", "ganz normal", "menschlich", von "dialogoffen" und "gesprächsbereit" ganz zu schweigen, dann ist das Höllenfeuer nicht weit, denn Christus hat uns deswegen gewählt, damit wir das Licht für diese Welt sind und nicht zur Dunkelheit in der Dunkelheit werden. Geistliche Berufe sind dazu da den besseren Draht zu Gott zu haben und von Gott her die Dinge und die Menschen zu beurteilen. Als DSDZ in die Kirche zur Abendmesse ging, dachte er, dass durch das Verlöschen des Lichtes der Kirche, durch das Ausbleiben der Tridentinischen Messe, des wahren Opfers Christi, die gesamte Welt in Dunkelheit gehüllt wurde. Die Mächte der Finsternis fühlen sich wohl, denn im Dunkeln ist gut munkeln und man hat nur Ersatzlichter mangels der Sonne. Es wird noch dunkler werden, unter Franziskus, und die wenigen Gläubigen werden wie versprengte Kerzen sein. Auch so klein werden sie ein wenig Licht und Wärme geben bis die bergolianische Polarnacht vorbei ist. Laden wir uns auf, solange wir können und werden wir zum Licht zur Erleuchtung der Heiden: innerhalb und außerhalb der Kirche. Amen.

https://traditionundglauben.wordpress.co...riae-lichtmess/


Fröhlich sein,
Gutes tun
und die Spatzen
pfeifen lassen.
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