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Kirchensplitter:

#1 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 14.11.2010 19:16

"Ich fürchte nur eines auf der Welt, und das sind die schlechten Katholiken." (Bernadette Soubirous)

Kirchensplitter:
"Moderne" Kirche?
Priestertum - Zölibat - Liturgie
Protestantismus
Krise der Theologie
Häresie



"Moderne" Kirche?
Eine "moderne Kirche" wollen sie, so modern wie Sandalen mit weißen Frotteesocken .....
Die neue deutsch-katholische Kirche:
Auf überregionaler Ebene ein Sozialkonzern;
vor Ort ein Gemeinde-Freizeit-Verein mit sonntäglichem heiter-besinnlichem Gemeindebeisammensein.

Journalist: "Was stimmt nicht in der Kirche?" - Mutter Teresa: "Sie und ich!"

Bußandachten: Flucht in die Anonymität?

Liturgischer Tanz: Im "Wiegeschritt" Hand in Hand um den Altar - und so die Kids aus den Techno-Discos locken? ...

Man darf die Menschen von heute nicht mit einer Soft-Version des Christentums abspeisen. Sie haben ein Recht auf Glauben pur.

Den Glauben dem "modernen Menschen" anpassen?

Im Gegenteil: den "modernen Menschen" endlich einmal vor den Glauben, den unverkürzten Glauben führen!

"Ein liberal verwässertes und ermäßigtes Christentum tut niemandem weh, nützt aber auch niemandem". (W. Kasper)


"Demokratisierung der Kirche" .....

.... widerspricht zwar dem Wesen der Kirche und ihren biblischen Grundlagen (Jesus hat die Herrschaft Gottes verkündet, nicht die Herrschaft des Volkes) - wenn es aber trotzdem sein muß, dann richtige, ordentliche Demokratie: Kein Einparteiensystem mit Alleinvertretungsanspruch einer Gruppe, sondern: Parteienspektrum, Wahlkampf, Waffengleichheit. Vor allem aber: keine Räteherrschaft .....
"Die Kirche ist keine Demokratie, weil sie einen Herrn hat" (Martin Niemöller).

"Die Kirche: das sind nicht die Gruppen, Verbände, Vereine; sobald der Sturm sich erhebt, werden diese mühsam aufgschichteten Haufen Laub und Spreu zersteuben.
Die Kirche: das sind die einzelnen in unsichtbar-unzerreißbarer Gemeinschaft; das ist der sich forterbende Auftrag des Felsens; der Meeresspiegel kann ihn wohl übersteigen, und er wird doch da sein".
(Reinhold Schneider, Verhüllter Tag, Köln und Olten 1954, 153.)

Priestertum - Zölibat - Liturgie
"Jungfräulichkeit ist die Kunst, sich in Gott zu verlieben" (Kamphaus).
Besser hieße es wohl (da die Initiative bei Gott liegt):
Jungfräulichkeit ist das Abenteuer, sich in Gott zu verlieben.
Zölibat ist ein Bund des Lebens mit Gott. (H. Spaemann).


Durch Abschaffung des Zölibats bekämen wir vielleicht mehr Gemeindevorsteher, aber nicht mehr priesterliche Berufungen; auf die aber kommt es an, und die müssen erbetet werden.

Im übrigen gilt:
Ein junger Mann fragt Sokrates: "Soll ich heiraten oder lieber ehelos leben?"
Sokrates antwortet: "Was du auch tust, du wirst es später bereuen....".


Das Zölibatsgesetz ...
... ist ein institutioneller Schutzraum für die priesterliche Ehelosgkeit;
so wie die Ehe ein institutioneller Schutzraum für Partnerschaft und Familie ist.


Das Priestertum ist in erster Linie:
sakramental zu verstehen,
als sakramentale Repräsentation Jesu Christi, des Ewigen Hohenpriesters.

"Auch wenn man alle Weihehandlungen an einer Frau vollziehen würde, sie wäre doch nicht Priester". (Thomas v. Aquin, S.th.Suppl. q 39 a 1)



Das Projekt der "Entklerikalisierung"
(übrigens Kern der Reformation);
eine diabolische Strategie nach dem altbewährten Prinzip: "Ich schlage den Hirten - dann zerstreuen sich die Schafe ...."
Der große Schwindel: die Schafe bräuchten keine Hirten.
Ganz drastisch aber heißt es beim hl. Pfarrer von Ars:
"Laßt ein Dorf 20 Jahre ohne Pfarrer und sie beten Tiere an ....".



Ein guter Prediger ....
.... ist ein gläubiger Prediger.
Wer vom Glauben an Christus erfüllt ist, hat etwas zu sagen nach dem Wort Jesu:
"Wovon das Herz voll ist, davon geht der Mund über".
So auch Paulus (2 Kor 4): "Wir glauben, darum reden wir" .....



Stichwort: Priesterlose Gottesdienste

Mit der systematischen Verdrängung des Priestertums und des Meßopfers wird der Lebensnerv der Kirche getroffen. Das Schlimme: die Leute merken das gar nicht mehr. Weil man vorher schon das Priestertum wie auch die Liturgie so ausgehöhlt und entsakralisiert hat, daß ihr Wert nicht mehr bewußt ist ....

Feminisierung der Liturgie

Wenn unsere Gottesdienste mehr und mehr durch feminine und infantile Ausdrucksfromen geprägt sind (Stichwort: Krabbel- und Kuschelgottesdienste), brauchen wir uns über das Fehlen der Männer nicht zu wundern. Männer bevorzugen im allgemeinen das Objektive, die klare Form.

"Lasset uns blättern" oder: die "Verliederung" des Gottesdienstes -
ein arabisches Sprichwort sagt: "Ist dein Gesang weniger schön als das Schweigen, dann verstumme!"


Zur Frage der Kelchkommunion

- Goethe, ein gewiß unverdächtiger Zeuge, äußert sich lobend zum Kommunionempfang der Katholiken: "So .... kniet er hin, die Hostie zu empfangen; und daß ja das Geheimnis dieses hohen Aktes noch gesteigert werde, sieht er den Kelch nur in der Ferne, es ist eine Himmelsspeise, die nach himmlischem Tranke durstig macht". (Dichtung und Wahrheit, 7. Buch)
Allgemeine Kelchkommunion birgt die Gefahr der "Entzauberung" des Allerheiligsten.



Übrigens:
Im Protestantismus ist der Gemeindekelch mittlerweile zum Problem geworden:
Frage der Hygiene; Ersetzen des einen Kelches durch viele Einzelbecher? Alkohol; Wein oder Traubensaft ?
Folge: ein großes Durcheinander in der Abendmahlspraxis. Die neutestamentliche Gestalt wird auch hier nicht gewahrt.



Problem des Protestantismus
Ihm ist von der Wurzel her der Spaltpilz beigegeben.
So wird konsequenter Protestantismus immer wieder zur Absonderung, zur Abspaltung, zum Sektierertum führen. Luther selbst wurde ja der Spaltreaktion (in Form der Wiedertäuferbewegung) nicht mehr Herr ...



Die Krise der Theologie
...besteht unter anderem in einer überzogenen Spezialisierung:
Die Einzeldisziplinen verselbständigen sich immer mehr; der Wissensstoff bläht sich auf, aber der Wissenszusammenhang geht verloren;
dieser Zusammenhang ist der Glaube der Kirche; denn Theologie ist Glaubenswissenschaft.
Zum Selbstzweck erhobenes Spezialistentum heißt:
Immer mehr über immer weniger wissen, bis man alles über nichts weiß ....



Häresie

"Der Begriff der Häresie geht aus der brüderlichen Liebe der Kirche und nicht aus Lieblosigkeit hervor. Nur wenn man dem anderen die Wahrheit nicht vorenthält, handelt man brüderlich mit ihm. Sage ich ihm nicht die Wahrheit, so halte ich ihn für einen Heiden. Sage ich dem Andersmeinenden die Wahrheit, so geschieht die Liebe, die ich ihm schulde". Dietrich Bonhoeffer (zit. Nach: HK 17 (1962/63),1)

"Die Macht der Bösen
lebt von der Feigheit der Guten"
(Don Bosco).


Hildegard Maria

   

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