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Heiliger Joseph - Patron der Sterbenden

#1 von Joseph ( Gast ) , 19.03.2019 12:51



Hast du, christliche Seele, nicht schon ein Bild von dem überaus glückseligen Hinscheiden des heiligen Joseph gesehen? – Himmlischen Frieden im Antlitz, ein seliges Lächeln um den Mund ruht der heilige Patriarch im Schoße Jesu, den er als Kind so oft auf seinen Armen getragen, an seine Brust gedrückt. Neben ihm kniet seine Braut, die gebenedeite Gottesmutter, die Hände zum Gebet gefaltet, die Augen auf ihren göttlichen Sohn gerichtet. Engel umschweben die heilige Familie, bereit, die Seele „des Gerechten“ in das Paradies zu begleiten. Und wenn du das Bild betrachtest, stieg nicht in dir der innige Wunsch auf: O daß ich doch auch eines so schönen, seligen Todes sterben könnte!
Du wirst, du mußt sterben, das ist gewiß. Ungewiß aber ist, wann? Wo? Und wie du sterben wirst. Mit Recht ergreift dich Furcht und Angst, wenn du lebhaft an jenen Augenblick denkst, wo deine Seele vom Leibe scheidet. Doch sei getrost, du wirst gut sterben, wenn du 1) dem heiligen Joseph nachfolgst, wenn du mit deinem Stand zufrieden die schönen Tugenden dieses großen Heiligen, besonders seine Demut, seine Reinheit, seinen Gehorsam, seine Geduld, seine Ergebung in Gottes heiligen Willen, seine Genügsamkeit, seine Zurückgezogenheit und seine Treue in Erfüllung der Pflichten seines Standes nachahmst, dann 2) Jesus und Maria recht innig liebst, wie Er und 3) Ihn zu deinem besonderen Beschützer und Beistand im letzten Augenblick deines Hinscheidens erwählst. – Rufe ihn daher alle Tage um eine glückselige Sterbestunde an und verrichte deshalb zu seiner Ehre vor dem Schlafengehen ein gewisses Gebet, unterlasse es aber keinen Tag. Das Gebet kannst du jedesmal schließen mit den drei schönen Schußgebetlein (siehe den Beitrag: Abendgebet für die Verehrer des Herzens Jesu):
Jesus, Maria und Joseph, Euch schenke ich mein Herz und meine Seele; Jesus, Maria und Joseph, steht mir bei in meinem letzten Streit; Jesus, Maria und Joseph, laßt mich mit Euch im Frieden sterben!
(Papst Pius VII. verlieh denen, welche diese Gebetlein reumütig und andächtig sprechen, einen Ablaß von 300 Tagen gemäß Dekret vom 28. April 1807.)
In eben dem Jahr 1867 gegen das Ende des Februar sah der Priester Chamonton einen jungen Menschen auf dem Sterbebett. Mit der Sorge für seine Seele betraut, stellte er ihn unter den Schutz des heiligen Joseph und erteilte ihm am 1. März die heilige Wegzehrung und letzte Ölung. Er unterzog sich zwar einigen Andachten, gab aber noch keine besonderen Beweise der Frömmigkeit und Liebe zu Gott. Acht Tage nach seiner Kommunion sagte er zu mir: „Ach, wie viele Ganden hat mir Gott in dieser Woche erwiesen; ich weiß nicht, wie ich ihm danken soll. Sein Leben floß nunmehr unter beständigem Beten hin; das Kruzifix in der Hand brachte er die lange Tage mit gebet und der Vorbereitung zum Tode zu. Wenn er auch manchmal seine Genesung hoffte, so dachte er nur auf Mittel, im Guten auszuharren. „Ach“, sagte er, die Hände faltend, „welche große Gnade hat mir der liebe Gott dadurch erwiesen, daß er mir diese Krankheit schickte; ich möchte gerne sterben, denn ich fürchte, ihn noch mehr zu beleidigen, wenn ich länger lebe.“ Er dachte sogar eine Wallfahrt zu Ehren der
heiligen Jungfrau zu machen und sehnte sich nach dem Augenblick, diese auszuführen. Er offenbarte die innigste Andacht zum heiligsten Altarssakrament und zur heiligen Jungfrau. Kaum waren einige Tage nach der letzten Kommunion verflossen, als er mich ganz treuherzig fragte: „Werden Sie mir bald wieder die heilige Kommunion reichen?“ O wenn doch die jungen Leute wüßten, wie stark man ist, wenn man kommuniziert hat. Obschon seine Leiden zunahmen, so schwand doch seine Geduld nicht; er stärkte sich sehr oft mit dem Himmelsbrot und erwartete mit Ergebung in den Willen Gottes seine Auflösung. Am Tage vor seinem Tode sagte er noch: „Wenn mich Gott zu sich rufen würde, wie glücklich wäre ich! Dann fügte er bei: „Ich bin sehr krank, ich werde die heilige Jungfrau im Paradiese sehen. Beten Sie für mich.“ Nach einigen Stunden verschied er am Fest des heiligen Joseph, am Mittwoch der Karwoche mit dem Kruzifix in den Händen und mit dem Ausruf: „O mein Jesus, ich sterbe für dich, wie du für mich gestorben bist. Mein Gott, ich werde dich von Angesicht zu Angesicht sehen.“ Gepriesen sei daher der heilige Joseph, der Patron der Sterbenden, unter dessen Schutz ich den Jüngling gestellt. (Chamonton, Abbé)
Der nämliche Priester schrieb an den Direktor des Propagateur: „Joseph D… von Rozeroy, im Kanton Jura, war in Folge seiner Trunkenheit dem Tode nahe. Seit einigen Jahren aus dem Gefängnis entlassen, hatte er länger als vierzehn Jahre den Empfang der heiligen Sakramente und alle religiöse Übung unterlassen. Für sein Seelenheil ließ sich kaum etwas hoffen. Als ich am 18. März zu ihm gerufen wurde, empfahl ich den Kranken dem heiligen Joseph. Ich wurde gut aufgenommen, und statt eines unbußfertigen Sünders, den ich zu treffen glaubte, fand ich eine Seele, die ganz vorbereitet war, die Tröstungen der Religion zu empfangen. Einen Augenblick später bezeigte er unter einem Strom von Tränen seine Dankbarkeit. Der liebe Gott wollte seine Tage verlängern, um ihn noch mehr zu reinigen. Während sechs Monaten bewies der Schützling des heiligen Joseph eine bewunderungswürdige Geduld und Ergebung. Am ersten Tage des Marienmonats verschied er unter den lebhaftesten Äußerungen des Glaubens und der Gottesfurcht.“

Aus: Georg Ott, Josephi-Buch oder: Die Macht der Fürbitte des heiligen Patriarchen Joseph, 1880, S. 312-313; S. 316-317
https://katholischglauben.info/heiliger-...der-sterbenden/

Joseph

   

Anneliese Michel - Luzifer und Judas Iskariot über Barbara Weigand
Der Tod des heiligen Joseph

Danke für Ihr Reinschauen und herzliche Grüße...
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