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Wenn der Mensch unsterblich wird

#1 von esther10 , 25.02.2011 19:32

Wenn der Mensch unsterblich wird ...
(news.stjosef.at) Unter der Heftüberschrift „2045 – The Year Man Becomes Immortal“ (2045 – das Jahr, in dem der Mensch unsterblich wird) bietet die aktuelle Ausgabe des TIME-Magazins (21. Februar 2011) eine Titelgeschichte von Lev Grossman. In der Darstellung geht es um jene utopisch wirkende Überzeugung der so genannten „Singularity“-Bewegung, wonach in nicht allzu ferner Zukunft der einzigartige („singuläre“) Moment in der Menschheitsgeschichte eintritt, dass Menschen und Maschinen (sprich Computer) in einer nicht näher definierten Weise „eins“ werden und damit die Spezies Mensch in der heutigen Form zu bestehen aufhört. Der Technik-Guru Raymund Kurzweil, Inhaber zahlreicher wissenschaftlicher Patente, meint, es komme aufgrund einer jetzt schon feststellbaren exponentiellen Zunahme an Wissen und künstlicher „Intelligenz“ um das Jahr 2045 zum Umschlag in eine regelrecht „übermenschliche“ Intelligenz. Der Mensch könne dann prinzipiell auch vom Computer abgelöst werden, der es perfekt verstehen würde, menschliches Denken zu simulieren und „Unsterblichkeit“ zu sichern.
Kommentar (Josef Spindelböck): In dieser utopischen Vision zeigt sich eine säkularisierte Form messianischer Erwartung. Nachdem man Gott den Abschied gegeben hat, tritt an seine Stelle der Mensch und wird schließlich durch den Computer ersetzt. Es handelt sich um nichts anderes als um die Abschaffung des Menschen! Eine derartige Konzeption lebt von der gnostischen Hybris, alles selbst in die Hand zu nehmen und eine neue Wirklichkeit ohne Gott zu erschaffen, bis schließlich auch der Mensch selbst wegrationalisiert wird. Was übrig bleibt, sind seelenlose Apparate mit höchster künstlicher „Intelligenz“, aber ohne die Fähigkeit geistiger Einsicht und personaler Liebe! Man mag sich damit trösten, dass dies nie wirklich so werden kann, schon allein aufgrund der metaphysischen Unmöglichkeit, dass aus einem unbelebten Ding (dazu gehört auch ein Rechner = Computer) etwas Lebendiges oder gar ein Wesen mit Bewusstsein entstehen könnte. In der monistischen Vorstellung des „neuen“ Materialismus lässt sich dies jedoch nicht ausschließen und verbindet sich, gestützt durch die Theorie des Evolutionismus, zu einem gleichsam unaufhaltsamen „Selbstläufer“. Dagegen lässt sich einwenden: Auch der beste Computer bleibt eine Maschine, die zwar fähig ist auf quantitativer Basis Berechnungen anzustellen, die aber dann versagt, wenn es um das nur einem geistigen Wesen mögliche Verstehen von Zusammenhängen geht, und die schon gar nicht zu wirklichen Lebensvollzügen fähig ist. Es wird immer vom Menschen abhängen, wie er mit dem Universalwerkzeug Computer umgeht und wie er diesen einsetzt – ob zum Fluch oder zum Segen! Das ewige Leben lässt sich – entgegen der Meinung der Singularitätstheoretiker – auf diese Weise sicher nicht erwerben oder gar „simulieren“.


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