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Vom Baum des Lebens gegessen

#1 von esther10 , 28.12.2011 21:06

Vom Baum des Lebens gegessen
von Prof. Dr. phil. Max Thürkauf



Jerry Hall, Biomediziner an der Universität Washington, hat Chromosomen (Träger der Erbanlagen) einer befruchteten Eizelle geteilt und damit Embryonen mit gleichem Erbgut "produziert". In der Sprache der Naturwissenschaft nennt man diese Ungeheuerlichkeit "klonen". Das Wort Klon kommt aus dem Griechischen und heißt "Schößling", "Zweig", den z. B. Herolde oder Schutzflehende in der Hand trugen oder mit dem sich Bacchanten bekränzten. Im Neuen Testament erhielt dieser Begriff die Bedeutung von "Nachkommenschaft". Beim Klonen können aus einem Ei mehrere identische Embryonen entwickelt werden - zwei gleichartige Menschen können "das Licht der Welt" erblicken. Die hilflose Erklärung des amerikanischen Forschers, er habe mit seinem Tun eine Ethik-Diskussion in Gang bringen wollen, wird durch die Tatsache, daß eine Diskussion - nicht nur in Fachkreisen - schon über ein Vierteljahrhundert geführt wird, widerlegt.

1966 publizierten Robert Jungk und Hans Josef Mundt den Bericht über ein Symposium berühmter Biologen, darunter Nobelpreisträger, mit dem Titel "Das umstrittene Experiment: der Mensch - siebenundzwanzig Wissenschaftler diskutieren die Elemente einer biologischen Revolution - Modelle für eine neue Welt". Darin enthüllt der Nobelpreisträger für Medizin, Joshua Lederberg, seine Analyse des Menschen: "Jetzt können wir den Menschen definieren. Genotypisch jedenfalls besteht er aus einer 180 Zentimeter langen bestimmten molekularen Folge von Kohlenstoff-, Wasserstoff-, Stickstoff- und Phosphoratomen. Das ist die Länge der Desoxyribonukleinsäure, die im Kern des Ursprungseies und im Kern jeder reifen Zelle zu einer dichten Spirale gedreht ist, die fünf Milliarden Nukleotide lang ist." Was bei der Anwendung eines solchen Menschenbildes geschieht, zeigt das folgende Zitat: "Ein Gibbon ist dem Leben in einem schwächeren Schwerefeld, wie in einem Raumschiff, auf einem Asteroiden oder vielleicht sogar auf dem Mond, von vornherein offenbar besser angepaßt als der Mensch. Noch mehr gilt das für Affenarten mit Greifschwänzen. Durch Propfen von Genen könnten solche Eigenschaften auch der menschlichen Rasse angezüchtet werden."

Bei einem anderen Symposium für Molekularbiologie in New York 1974 erklärte der Nobelpreisträger für Medizin, Salvador Edward Luria: "Um den auf uns zukommenden Schwierigkeiten gewachsen zu sein, muß sich die Menschheit auf eine neue Wirklichkeit vorbereiten. In absehbarer Zeit wird es der Wissenschaft gelingen, dank genetischer Operationen Menschen in beliebig großen Serien mit ganz bestimmten erwünschten Eigenschaften zu erzeugen. Die menschliche Rasse wird sich bald vor die entsetzliche Verantwortung gestellt sehen, entscheiden zu müssen, was sie zu werden beabsichtigt."

Und ein paar Jahre später resümiert Werner Arber, ebenfalls Nobelpreisträger für Medizin: "Schließlich stellt sich die Frage, ob der Mensch genetisches Material verschiedenen Ursprungs nach seinem Belieben miteinander verknüpfen darf. Können dabei nicht vollkommen neue, bisher unbekannte Lebewesen entstehen? Der Forscher übernähme dabei die Rolle Gottes in der Schöpfungsgeschichte." Arbers treuherzige Behauptung, daß die genetische Forschung "von einer relativ kleinen Anzahl von Wissenschaftlern betrieben wird", die gezeigt haben, "daß sie gewillt sind, die ethischen Prinzipien der Menschheit zu beachten", ist durch das Experiment von Washington gegenstandslos geworden. Diesen Monstrositäten wird durch die Behauptung, dies alles werde im Dienste der Menschheit getan, die Krone aufgesetzt.

Die Unmenschlichkeiten der Gen-Manipulation übersteigen jene des Atomzeitalters um Größenordnungen, weil die Opfer sich gegen die Manipulationen nicht wehren können. Die bei den ins Auge gefaßten Menschenzüchtungen erforderlichen Eingriffe müssen nicht nur vor der Geburt, sondern sogar vor der Zeugung getätigt werden. Die Opfer der Atomenergie werden von den Technokraten im schlimmsten Fall zu Siechtum und Tod verurteilt. Die Opfer der Gen-Technologien hingegen können zu einem Leben verdammt werden mit einem Körper, den nicht sie, sondern die Technokraten um ihrer Machtansprüche willen wollen. Wer mit Genen heilen kann, kann mit Genen töten, und zwar auf viel grausamere Weise als mit allen bis jetzt bekannten Waffen.

In der modernen Biologie versteht man unter Vererbungslehre und Genetik leider ein und dasselbe. Genetik heißt hervorbringen oder erzeugen. Vererben hingegen bedeutet durch Vererbung empfangenes Eigentum. Und was unter Vererbung verstanden wird, zeigt eine weitere Bedeutung des Wortes: durch Los - also durch Fügung, durch Gottes Vorsehung - zugefallenes Eigentum. Wenn nun in der Biologie Vererbungslehre und Genetik gleichgesetzt werden, ist das von der Sprache her falsch, wodurch auch die daraus folgenden Handlungen verkehrt werden. In dieser Verkehrtheit gründen die Wurzeln der bedrohlichen Gefahren der Gentechnologie. Ein auf bloß biologische Hervorbringung reduzierter Vererbungsbegriff bedroht das Erbgut.

Wegen der Effekte, die bei den Genmanipulationen stets auftreten, verwechseln die Molekularbiologen Ursache und Wirkung. Sie meinen, die Gene seien die Ursache des Lebens. Aber wie das Werden aus einer Keimzelle beweist, sind die Gene Mittel und nicht Ursache des Lebens. Die Lebenskräfte - das Erbe - benützen die Gene zur Gestaltung der Lebewesen. Gewiß, beim Manipulieren der Gene geschieht immer etwas, aber der Effekt darf nicht mit der Ursache des Effekts verwechselt werden. leider ist die heutige Naturwissenschaft voll von solchen erkenntnistheoretischen Kurzschlüssen. Die Möglichkeit zur Manipulation von Leben darf nicht mit der Möglichkeit zur Hervorbringung von Leben durch die Mittel der Manipulation verwechselt werden. Die Genmanipulatoren können nur bereits vorhandene Lebewesen zerlegen und das genetische Material kreuzen, jedoch sind sie niemals in der Lage, Lebewesen aus Chemikalien hervorzubringen.

Der Zerfall der Sprache ist ein Merkmal für die Auflösung des Geisteslebens, wobei die Massenmedien als Zerfallsbeschleuniger wirken. Wo die Sprache zerfällt, werden die Begriffe nicht nur vernebelt und verkehrt angewendet, es entstehen auch unbegreifliche Unbegriffe. So wurde aus der Gleichsetzung von Vererbung und Genetik die Vorstellung von einer Reproduktion des Menschen. Der Unbegriff "Reproduktionsmedizin" ist an vielen Universitäten bereits zur Selbstverständlichkeit geworden, gemeint ist damit die im Zusammenhang mit der Menschwerdung im Mutterschoß stehende Medizin. Der mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnete Tierverhaltensforscher Konrad Lorenz hat mit seinem Bestseller "Das sogenannte Böse" den Kurzschluß vom Tier auf den Menschen salon- bzw. wissenschaftsfähig gemacht. Bereits vor zwanzig Jahren gab es an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH) ein "Institut für Tierproduktion": warum sollte es unter Anwendung der Lorenzschen Methode nicht demnächst ein Institut für Menschenproduktion geben? Durch das Experiment von Washington wurde vielleicht damit ein Anfang gemacht! Mit Genmanipulation langt der Mensch schamlos in den heiligsten Ort der Schöpfung: in den Mutterschoß. Die Rechtfertigung der Menschenzüchter erstaunt nicht: Sie wollen einen besseren Menschen machen.

Die Frage ist nun: Wie sieht dieser "bessere Mensch" aus? Wer wohl bleibt den Genmanipulatoren in ihrem Hochmut als Vorbild, wenn nicht sie selbst? Zu ihrer Verteidigung behaupten sie, ihre Züchtung sei nichts anderes als eine Entwicklung - Evolution - der Züchtungen, welche von den Menschen seit Urzeiten betrieben worden seien. In ihrem Eifer übersehen sie einen fundamentalen Unterschied: die klassische Züchtung beruht auf der Auswahl und Kreuzung von ganzen Lebensformen, das heißt von Geschöpfen, wie Gott sie uns in seiner allwissenden Weisheit über die Zusammenhänge zwischen seinen Geschöpfen mit dem Auftrag zur Gestaltung der Schöpfung geschenkt hat. Aus Gräsern und Kräutern haben wir Getreidesorten und Gartengemüse, aus Wildtieren unsere Haustiere gezüchtet. Die Ähre blieb Ähre, der Kohl blieb Kohl, und das Rind blieb Rind. Der Wille Gottes, der die Lebensformen geschaffen hat, wurde respektiert. Niemand kam auf den Gedanken, durch Kreuzung eines Schweines mit einer Kuh eine Schuh zu züchten oder eine Kübe aus Kohl und Rübe. Wenn es aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen doch versucht wurde (wie Stalin es von den Sowjetbiologen verlangte), so gelangen solche Kreuzungen ganz einfach nicht. Die Gesetze der Lebensformen sind eben nicht weniger streng als jene der Chemie und Physik.

Die Unwissenheit der Materialisten wurzelt in der Leugnung Gottes. Oder, was noch schlimmer ist: Für viele Menschen ist Gott so gleichgültig geworden, daß sie es nicht einmal mehr der Mühe wert halten, ihn zu leugnen. Warum soll jemand, der den Schöpfer nicht achtet, Ehrfurcht vor den Geschöpfen haben? Für ihn sind die Geschöpfe Gegenstände beliebigen Handelns. Ohne Glauben an Gott ist jeder Umweltschutz wirkungslos, weil der Sinn fehlt. Die Geschöpfe können nach Belieben und Gutdünken manipuliert und zerlegt werden. Die Zerlegung durch die Molekularbiologen ist bis ins Innerste der Geschöpfe vorgedrungen: in die Zellkerne der Lebewesen. Die Gene werden zerlegt und nach Belieben wieder zusammengesetzt. Nicht mehr durch Auswahl und Kreuzung der Ganzheit wird gezüchtet, sondern durch Zerlegung der Erbsubstanz und deren Manipulation. Darin besteht der fundamentale Unterschied gegenüber der seit Jahrtausenden getätigten Züchtung mit den von Gott geschenkten Lebensformen. Die Gentechnologen wollen vom "Baum des Lebens" essen (Gen 2,9), um zu werden wie Gott.

Die Trümmer des Materialismus werden der Acker für die Samenkörner der kommenden Kultur sein. Die Existenz dieses Samens wird von den Ideologen von links bis rechts geleugnet: die Wahrheit und Schönheit der christlichen Tugenden: des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Nach dem Untergang des Materialismus wird Korn für Korn dieses Samens aufgehen und in der materiellen Armut einer geistig und seelisch reichen, von unserer technokratischen Raubbauwirtschaft geplünderten Erde wachsen, bis in der kommenden Kultur die schönsten aller Blumen blühen und die köstlichsten Früchte der Liebe reifen: im verwirklichten Christentum. Für den Christen gilt es zu säen, die Saat zu hegen, jedoch nicht zu versuchen, an den Halmen zu ziehen


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RE: Vom Baum des Lebens gegessen

#2 von esther10 , 28.12.2011 21:09

Essen vom Baum des Lebens?

Bibelstellen: 1. Mose 3,22

Frage: Warum legte Gott so viel Wert darauf, Adam aus dem Garten zu entfernen, sodass er unter keinen Umständen von dem Baum essen konnte?

Weil er dann, wie es heißt, ewig gelebt hätte (1. Mo 3,22). Das heißt, der Tod hätte seinen Körper dann nicht mehr antasten können und er wäre dazu verdammt gewesen, für immer in seinem sündigen Zustand zu bleiben; körperlich außerhalb der Reichweite des Todes, aber geistlich tot und entfremdet von Gott.

Der Ausschluss Adams von dem Baum des Lebens sah wie ein weiteres Gericht aus, und so war es auch, aber er beinhaltete auch den Keim äußerster Segnung, insofern als der Tod zu der von Gott selbst bestimmten Zeit die Tür zum ewigen Leben werden würde. Wenn der physische Tod des Menschen nicht möglich gewesen wäre, dann wäre es Christus selbst durch die Menschwerdung nicht möglich gewesen, zu sterben, und folglich wäre für Adam der Ausweg aus seinem ruinierten Zustand für immer verschlossen geblieben. So früh schon diente das Gericht Gottes der Entfaltung Seiner Gnade und bahnte den Weg für den Höhepunkt der Zeitalter – den Tod Christi.
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[Übersetzung: Marco Leßmann]


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