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„Eine Kirche, die nicht mit ihrem Bischof vereint ist,krank...

#1 von esther10 , 17.01.2016 23:16

ZENIT deutsch

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„Eine Kirche, die nicht mit ihrem Bischof vereint ist, ist krank“
Katechese des Papstes bei der heutigen Generalaudienz

REDAKTION GENERALAUDIENZ
Die Generalaudienz von heute Vormittag begann um etwa 10.00 Uhr auf dem Petersplatz, wo Papst Franziskus mit Gruppen von Pilgern und Gläubigen aus Italien und allen Teilen der Welt zusammentraf.

In seiner in italienischer Sprache gehaltenen Rede setzte der Papst seine Katechesen-Reihe über die Kirche fort. Im Zentrum seiner Betrachtungen stand heute die Kirche als Hierarchie und heilige Mutter.

Nach einer Zusammenfassung seiner Ansprache in verschiedenen Sprachen endete die Generalaudienz mit dem Gesang des „Vater Unser“ und dem Apostolischen Segen.

Wir dokumentieren im Folgenden die Katechese des Heiligen Vaters in eigener Übersetzung.

***

Die Kirche als Hierarchie und heilige Mutter

Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

Wir haben die Worte gehört, die der Apostel Paulus an den Bischof Titus richtet. Wie viele Tugenden müssen wir Bischöfe doch besitzen! Wir haben es alle gehört, oder? Das ist nicht leicht, es ist gar nicht leicht, denn auch wir sind Sünder. Aber wir vertrauen uns euren Gebeten an, damit wir wenigstens diesen Dingen nahe kommen können, die der Apostel Paulus hier allen Bischöfen empfiehlt. Einverstanden? Werdet ihr für uns beten?

In den vorangegangenen Katechesen haben wir bereits Gelegenheit gehabt, hervorzuheben, wie der Heilige Geist die Kirche immer mit seinen Gaben reichlich erfüllt. Und in der Vollmacht und Gnade seines Geistes erweckt Christus auch verschiedene besondere Dienste, um die christliche Gemeinde als seinen Leib aufzubauen. Unter diesen Diensten kommt ein besonderer Stellenwert den Bischöfen zu. In den Bischöfen, denen die Priester und Diakone als Helfer zur Seite stehen, wird Christus selbst gegenwärtig und kümmert sich persönlich um seine Kirche, indem er ihr seinen Schutz und seine Leitung zukommen lässt.

1. Durch die Gegenwart und den Dienst der Bischöfe, der Priester und der Diakone können wir das wahre Gesicht der Kirche erkennen: sie ist Hierarchie und heilige Mutter zugleich. Denn in der Tat: Durch diese vom Herrn durch das Weihesakrament erwählten Brüder übt die Kirche ihre Mutterschaft aus: sie schenkt uns in der Taufe eine neue Geburt in Christus; sie wacht über unser Glaubenswachstum; führt uns in die Arme des Vaters zurück, damit wir seine Vergebung empfangen; bereitet uns den Tisch der Eucharistie, an dem sie uns mit dem Wort Gottes und dem Leib und Blut Jesu speist; und sie führt den Segen Gottes und die Kraft seines Geistes auf uns herab, wodurch sie uns in den Herausforderungen unseres Lebens stärkt und mit der Wärme ihrer Liebe umhüllt, besonders auch in den schwierigsten Momenten der Prüfung, des Leidens und des Todes.

2. Diese Mutterschaft der Kirche kommt besonders stark in der Person des Bischofs und in seinem Dienst zum Ausdruck. Denn wie Jesus die Apostel ausgesandt hat, um die Frohbotschaft zu verkünden und seine Herde zu weiden, so setzt Christus auch die Bischöfe als ihre Nachfolger ein, als Hüter der christlichen Gemeinden, Beschützer ihrer Glaubensreinheit und lebendes Zeichen der Anwesenheit des Herrn unter ihnen. Daher verstehen wir, dass es sich nicht um eine Ehre handelt; es ist keine Frage des Prestiges, Bischof zu sein. Das Bischofsamt ist keine Ehre, sondern ein Dienst. So hat Jesus es gewollt. In der Kirche darf es keinen Platz für weltliche Wertmaße geben. Das weltliche Wertmaß sagt uns: „Dieser Mann hat in der Kirche Karriere gemacht; er ist Bischof geworden.“ Nein, in der Kirche darf es keinen Platz für diese Denkweise geben. Das Bischofsamt ist ein Dienst, keine Ehre, mit der man sich rühmen kann. Bischof zu sein bedeutet, das Beispiel Jesu immer vor Augen zu haben, der als guter Hirte gekommen ist, um zu dienen und nicht, um bedient zu werden (vgl. Mt 20,28; Mk 10,45); er ist gekommen, um sein Leben hinzugeben für die Schafe (vgl. Joh 10,11). Die heiligen Bischöfe – und es gibt davon viele in der Kirchengeschichte, viele Bischöfe, die heilig sind – beweisen uns, dass man diesen Dienst nicht sucht, nicht verlangt, nicht kauft, sondern annimmt aus Gehorsamkeit, nicht um sich zu erheben, sondern um sich zu erniedrigen, wie Jesus, der sich „erniedrigte und gehorsam war bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“ (Phil 2,8). Es ist traurig, wenn man einen Menschen sieht, der nach der Bischofswürde trachtet, sich abmüht um sie zu erlangen und dann, wer er sie erreicht hat, nicht dient, sondern sich damit schmückt und nur für seine Eitelkeit lebt.

3. Es gibt noch ein drittes kostbares Element, das es sich lohnt hervorzuheben. Jesus hat die Apostel nicht einzeln berufen, sondern gemeinsam, um mit ihm, Christus, eine einzige Familie zu sein. So vereinen sich die Bischöfe unter dem Vorsitz des Papstes, der als Hüter und Garant dieser tiefen Gemeinschaft fungiert, die Jesus und seinen Aposteln so wichtig war. Wie schön ist es, wenn die Bischöfe gemeinsam mit dem Papst diese Kollegialität beweisen und sich Mühe geben, immer bessere Diener der Gläubigen und der Kirche zu sein! Wir haben das erst kürzlich wieder erlebt, während der Synode über die Familie. Denken wir an die vielen über die Welt verteilten Bischöfe, die, obwohl sie in unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Traditionen leben – neulich sagte mir ein Bischof, dass er mehr als 30 Flugstunden gebraucht hatte, um von dem Ort, an dem er lebt, Rom zu erreichen – sich als zusammengehörig fühlen, in Christus verbunden, und zugleich als die Bindeglieder ihrer jeweiligen Gemeinden untereinander. Im gemeinsamen Gebet für die Kirche hören die Bischöfe auf den Herrn und auf Seinen Geist und verpflichten sich, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten (vgl. „Gaudium et spes“, 4).

Liebe Freunde, all das lässt uns erkennen, warum die christlichen Gemeinden in ihrem Bischof ein so großes Geschenk sehen und sich berufen fühlen, eine tiefe und aufrichtige Gemeinschaft mit ihm zu gründen, angefangen bei den Priestern und Diakonen. Es kann keine gesunde Kirche geben, wenn die Gläubigen, Diakone und Priester nicht mit ihrem Bischof einig sind. Eine Kirche, die nicht mit ihrem Bischof vereint ist, ist krank. Jesus hat diese Einheit aller Gläubigen, auch der Priester und Bischöfe, mit ihrem Bischof gewollt. Diese Einheit stärkt in uns das Bewusstsein, dass im Bischof die Verbundenheit jeder einzelnen Ortskirche mit den Aposteln und mit allen anderen Gemeinden zum Ausdruck kommt. Alle Gemeinden sind mit ihren Bischöfen und mit dem Papst in der einen Kirche unseres Herrn Jesus vereint, die Hierarchie und heilige Mutter ist. Danke.

[Aus dem Italienischen übersetzt von Alexander Wagensommer]
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