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Die Jungfrau von Guadalupe -Betrachtung des Gnadenbildes-

#1 von esther10 , 14.02.2016 12:42

So hat Papst Franziskus sich auch für die Mexiko-Reise ausdrücklich ein paar ungestörte Minuten vor der Jungfrau von Guade-
lupe erbeten. Heute Abend ist es dann so weit: Gegen Mitternacht (MEZ) - dort 17.00 Uhr - will er die Muttergottes-Statue krönen und anschließend die Hl. Messe feiern. Man lese Informatives ---
Auch dieses Video kann als Info hilfreich sein:



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Guadalupe: Gott, der Vater, liebt mit dem Herz einer Mutter


Die Jungfrau von Guadalupe

11/02/2016 00:00SHARE:

Seinen Mexiko-Besuch beginnt Papst Franziskus bei Unserer Lieben Frau von Guadalupe. Das Heiligtum der Muttergottes in Mexiko-City ist einer der größten christlichen Wallfahrtsorte der Welt: Bis zu 10 Millionen Menschen pilgern jährlich zur „Morenita“, der „kleinen Braunen“, wie die Gläubigen die Madonna von Guadalupe zärtlich nennen. Sie ist die Patronin nicht nur Mexikos: Papst Pius XII. ernannte sie 1945 nach dem Ende des II. Weltkriegs zur „Schutzherrin und Kaiserin der beiden Amerikas".

Unter allen Lateinamerikanern einschließlich Papst Franziskus genießt die Muttergottes von Guadalupe eine ungeheure Popularität. Bereits zweimal hat Franziskus ihr Fest im Petersdom mit einer Messe gefeiert und beim letzten Mal verkündet, er werde sie persönlich besuchen; das war am vergangenen 12. Dezember. Am 12. Februar nun trifft der lateinamerikanische Papst zunächst zum ökumenischen Zwischenstopp auf Kuba und wenig später in Mexiko City ein. Der Jungfrau Maria ist die 12 gewissermaßen eingeschrieben, erklärte uns der argentinische Theologe und Franziskus-Vertraute Carlos Maria Galli. 12, damit seien nämlich alle Christen gemeint, gebündelt in ihrem gemeinsamen Herzen: Maria.
„12 ist eine biblische Zahl, 12 Stämme Israels, 12 Apostel, die Jesus berief, und das Konzil lehrt uns, dass die 12 nicht nur die ersten, die von Jesus ausgewählt wurden, um die Kirche zu leiten, sondern sie waren der Beginn, der Same des gesamten Gottesvolkes. Und wenn ein Papst ein Land besucht, in diesem Fall das mexikanische Volk, ist das nicht bloß ein offizieller oder diplomatischer Besuch, oder ein Staatsbesuche – das alles zwar auch. Aber der Papst kommt als Bischof von Rom und als Hirte der Weltkirche. Er macht eine Pilgerfahrt zum Herzen des Gottesvolkes in den verschiedenen Kulturen, in diesem Fall eben das Volk, das in Mexiko pilgernd unterwegs ist.“

An diesem Punkt kommt Maria ins Spiel: sie bildet – sagt Carlos Maria Galli – das Bindeglied zwischen dem päpstlichen Mexiko-Besuch und dem von Franziskus ausgerufenen Jahr der Barmherzigkeit.

„In dem Bericht über die Jungfrau von Guadalupe, der erzählt, wie sie dem Indigenen Juan Diego erscheint, sagt sie zu ihm: hab keine Angst, denn ich bin da an deiner Seite, und bin ich denn nicht deine Mutter? Sie spricht mit ihm wie mit einem Sohn. Das ist der biblische Sinn des Wortes „.Barmherzigkeit“ – und das nähert den Besuch von Papst Franziskus an das Jahr der Barmherzigkeit an. Die Barmherzigkeit ist die herzinnerste Liebe einer Mutter zu ihren kleinen Kindern. Ich glaube, der Papst will uns zeigen, dass Gott, der Vater, uns liebt mit dem Herzen einer Mutter. Und das hat er ausgedrückt in der allerheiligsten Jungfrau. In der Jungfrau von Guadalupe fühlt das ganze Volk Lateinamerikas die herzinnerste Liebe der Muttergottes für alle ihre Kinder, und ganz besonders für ihre ärmsten und kleinsten. Sie ist die Mutter der Barmherzigkeit, die mitleidige Mutter, und ihr können wir uns immer nähern.“
(rv 08.02.2016 gs)

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Freitag, 12 Dezember 2014
Gedenktag Unserer Lieben Frau in Guadalupe



Unsere Liebe Frau von Guadalupe

Das Fest erinnert an die Marienerscheinung, die dem Indio Juan Diego (sein indianischer Name war Cuauhtlatoatzin=der wie ein Adler spricht), einem fünfundfünfzigjährigen Witwer, in Mexiko im Jahr 1531 zuteil wurde. Maria beauftragte ihn, vom Bischof in Ciudad de Mexico / Mexiko Stadt die Errichtung einer Kirche auf einem Hügel nahe der Stadt, auf dem zuvor ein Heiligtum der Azteken-Göttin Tonantzin gestanden hatte, zu erbitten. Juan Diego richtete den Auftrag aus, aber der Bischof - es war der Franziskaner Don Fray de Zumárraga - glaubte ihm nicht. Der Mann kehrte bekümmert zu dem Ort der Erscheinung zurück, wo die Jungfrau Maria bereits auf ihn wartete. Sie schickte ihn erneut zum Bischof, der ihm aber wieder nicht glaubte und um ein Zeichen bat, das Juan Diegos Bericht beglaubigen sollte. Bei einer weiteren Erscheinung wird Juan Diego von der Heiligen Jungfrau auf den Gipfel des Berges geschickt, wo er sie zuerst gesehen hatte. Und dort, wo nur Disteln, Dornen und Kakteen wachsen konnten, wuchsen die schönsten kastilischen Rosen. Juan Diego sammelte sie in seinem Umhang, Tilma genannt, und brachte sie darin auf Marias Aufforderung zum Bischof; als er aber den Umhang öffnete, war auf der Innenseite der Tilma ein Bildnis Mariens zu sehen, vor dem strahlenden Sonnenoval stehend, die Füße auf der Mondsichel, in goldenem Gewand und mit einem blauen Sternenmantel bekleidet. Diesem Wunder konnte der Bischof sich nicht verschließen. Das Heiligtum wurde errichtet, und bis heute wird dieses geheimnisvolle Bildnis in Mexiko verehrt. Das eigentliche Wunder aber geschah danach: Die Azteken Mexikos, von denen sich bis zu dieser Zeit nur wenige zur Religion der brutalen und goldgierigen spanischen Eroberer bekehrt hatten, ließen sich taufen und wurden Christen. Aber nicht nur Mexiko, ganz Lateinamerika bekehrte sich in der Folgezeit.

Warum aber nennt man dieses Bild "Unsere Liebe Frau von Guadalupe", obwohl es diesen spanischen Ortsnamen in Mexiko nicht gibt? Man vermutet, dass es eine Verballhornung des indianischen "Coatlaxopeuh" ("Besiegerin der Schlange") ist; so könnte sich die Jungfrau genannt haben, aber die Spanier konnten damit nichts anfangen. Da sie dieses Bildnis aber an ein Marienbildnis ihrer Heimat erinnerte (eine ganz ähnliche Darstellung, allerding als Skulptur, am Wallfahrtort Guadalupe), ersetzten sie das Wort durch das ihnen geläufige "Guadalupe".

Vieles an diesem Bild ist geheimnisvoll. Zunächst die Tatsache, dass der Untergrund Agavengewebe ist (die Tilma Juan Diegos), das normalerweise schnell verdirbt, in diesem Fall aber schon Jahrhunderte überdauert hat. Weiter kann man auf dem farbigen Bild keinen Farbauftrag feststellen. Woher kommt die Farbe? Astronomische Untersuchungen haben ergeben, dass das Sternenmuster auf dem Mantel der Jungfrau der Sternenkonstellation über Mexiko am 12. 12. 1531, dem Datum der Erscheinung, entspricht. Eine Untersuchung der Augen brachte zutage, dass in den Pupillen, wie in lebenden Augen, Spiegelungen zu sehen sind, und zwar von den Personen, die zugegen waren, als Juan Diego seine Umhang vor dem Bischof ausbreitete.

Papst Benedikt XIV. erklärte 1754 die Jungfrau von Guadalupe zur Patronin von Mexiko und zeichnete das Fest am 12. Dezember durch ein eigenes Messformular und Offizium aus. Papst Leo XIII. dehnte die Feier des Festes auf alle lateinamerikanischen Länder aus. In seinem Auftrag krönte der Erzbischof von Mexiko, Alarcón y Sanchez de la Barquera, das Gnadenbild am 12. Oktober 1895. Papst Pius X. erklärte die Heilige Jungfrau von Guadalupe zur Patronin Lateinamerikas, Pius XI. zur Patronin von (ganz) Amerika.



Vgl. Paul Badde, Maria von Guadalupe, Ullstein (Berlin und München), o.J.




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und die Spatzen
pfeifen lassen.
Don Bosco
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