Herzlich Willkommen, hier in diesem Forum....http://files.homepagemodules.de/b531466/avatar-4dbf9126-1.gif

„Menschen alleingelassen“

#1 von anne ( Gast ) , 16.07.2020 09:37

„Menschen alleingelassen“
Corona-Krise: Ex-Ministerpräsidentin Lieberknecht macht Kirchen Vorwürfe
Deutschland

BERLIN. Thüringens ehemalige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat den Kirchen vorgeworfen, in der Corona-Krise ihre Pflicht gegenüber den Gläubigen vernachlässigt zu haben. Sie hätten in der schweren Zeit Hunderttausende Menschen alleingelassen, darunter Alte, Kranke und Sterbende. „Wo war da das Wort der Kirchen?“, kritisierte sie in der Welt.

Es sei nicht zwingend notwendig gewesen, die Gotteshäuser zu schließen. Auch wenn die Kirche dabei staatliche Maßnahmen umgesetzt habe, sei sie keine „zivilgesellschaftliche Organisation“, sondern den Menschen verpflichtet. „Sie meldet sich bei gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen immer zu Wort. Aber in der Corona-Krise war dazu nur Schweigen“, beklagte Lieberknecht.

Maßnahmen waren „unmenschlich“

Für Lieberknecht wäre das seelsorgerische Gespräch unter Berücksichtigung des Mindestabstands durchaus denkbar gewesen, doch selbst dazu sei es oft nicht gekommen. Auch habe wegen der Corona-Bestimmungen keine Aussegnung am Sterbebett stattfinden können. Menschen die Begleitung in den Tod zu verwehren, sei „unmenschlich“ gewesen, betonte sie.

Auch Fürstin Gloria von Thurn und Taxis hatte vergangene Woche die Gottesdienstausfälle während des Corona-Lockdowns kritisiert. Die Absagen seien „reine Schikane“ gewesen. Die Kirchen hätten in Kauf genommen, den Eindruck zu erwecken, eine heilige Messe sei verzichtbar. Dabei könne besonders in Krisenzeiten Sinn im Glauben gefunden werden.
+++++
Kommentare
K. Twiel sagt:
19. Mai 2020 um 11:42 Uhr
Wie viele Pfarrer und Bischöfe halten von der „Sakramentalisierung“ nicht mehr viel?

FritzH sagt:
19. Mai 2020 um 11:40 Uhr
Sorgen haben die Leute. Also, wenn ich einmal im Sterben liege, wird es mein allerletzter Wunsch sein, von dem Gerede eines Pfarrers genervt zu werden.

Epouvantail du Neckar sagt:
19. Mai 2020 um 9:26 Uhr
Letzte Ölung. Der Pfarrer und die Meßdiener in Gummisau.*

* so wurde bei der Bundeswehr der ABC-Vollschutz genant.

Franz sagt:
18. Mai 2020 um 20:36 Uhr
Na ,da staunt ein Bayer und Fan von Gloria aber über die Christine .Erst hilft sie unter tätiger Mithilfe der Kirchen ausgerechnet Herrn Ramelow auf die Sprünge und dann diese Schelte.Übermannen hier Schuldgefühle eine politisch gebeutelte Frau…oder einfach verdrehte Welt ,der allgemeinen Krise geschuldet.

AnnePetra Kant sagt:
18. Mai 2020 um 19:23 Uhr
Ich kann Frau Lieberknecht nur zustimmen.
Was die Kirchen sich in den letzten Wochen geleistet haben, das war nicht nur unchristlich, sondern
unmenschlich.
Gerade die alten Leute hätten den Zuspruch und die Betreuung durch ihre Pfarrer oder andere
Gemeindemitglieder dringend nötig gehabt. Die Alten, welche das Rückgrat der Kirchen in all den vielen vergangenen Jahrzehnte gebildet haben, wurden von ihren „Hirten“ schmählich im Stich gelassen. Auch gegen das strikte Besuchverbot durch nächste Angehörige hätten die Kirchen protestieren müssen.

Aber das ist inzwischen leider typisch für Kirchen – ob evangelisch oder katholisch:
Sie betreiben „Fernstenliebe“, n i c h t Nächstenliebe, wie es ihre Aufgabe ist.
Und sie betreiben Politik statt Seelsorge.
Deshalb ist unsere Familie schweren Herzens vor zwei Jahren aus der Kirche ausgetreten.
Wir wollten den Irrweg der Kirchen nicht länger finanziell unterstützen.
Mit unserem christlichen Glauben hat das nichts zu tun. Den leben wir weiter.

usalloch sagt:
19. Mai 2020 um 0:12 Uhr
“ Wer sich mit dem Zeitgeist vermählt, wird bald Witwer sein.” Es hat den Anschein, das die “Kirchen Fürsten” statt sich um die immer wenigen werdenden Gläubigen zu kümmern, dem Tanz um das goldene Kalb , sprich den staatlichen Zuwendungen, ihre Aufmerksamkeit schenken.

Ursel sagt:
19. Mai 2020 um 18:15 Uhr
Liebe Frau Kant, ich kann Ihnen nur aus vollem Herzen zustimmen.
An der Basis gibt es glücklicherweise noch ein wenig Leben, das den Namen „christliche Kirche“ verdient. Je höher die Ebenen der Kirchen sind, desto düsterer sieht es allerdings mit dem aus, was normaler Weise unter christlichem Glauben verstanden wird.
Überspitzt möchte ich sagen: Die Kirchen verkünden nicht mehr das Evangelium, sondern eine zeitgeistgemäße Morallehre, die herzlich wenig mehr mit Jesus Christus zu tun hat – auch wenn man seinen Namen rein äußerlich noch gern im Munde führt -, sondern mit reiner Unterweisung in politisch korrekter Gesinungshaltung.
Ihr werden dann dann die Etiketten „Nächstenliebe“ und „Kirche“ aufgeklebt, obwohl beide großen Kirchen längst zu Institutionen verkommen sind, die vornehmlich linksgrüne Politik als Gottes Willen verkünden und damit einen Etikettenschwindel betreiben, der zum Himmel stinkt.

AnnePetra Kant sagt:
19. Mai 2020 um 22:58 Uhr
Danke für Ihre freundliche Zustimmung, liebe Ursel.

Es tut mir in der Seele weh zu erleben, daß die Kirche, welche für meine Vorfahren
Heimat bedeutete, wieder einmal – wie so oft in ihrer Geschichte – dem Zeitgeist huldigt,
anstatt sich ihrer ureigensten Aufgabe, der Verkündigung des Evangeliums, zu widmen.

Inzwischen kenne ich nur noch eine einzige „Kirche“, nämlich die unsichtbare Gemeinschaft aller
Menschen auf der Welt, die sich wirklich zu Jesus Christus, dem auferstandenen Herrn, bekennen, sich nach ihm ausrichten und fest daran glauben, daß auch sie einmal zu ihm in den Himmel kommen – unabhängig davon, ob sie einer Kirche als Institution angehören bzw. welcher christlichen Gemeinschaft sie sich zugehörig fühlen.
Ich bin in der katholischen Kirche aufgewachsen u. möchte deshalb ihren, mir lieb gewordenen
Ritualen treu bleiben.
Es gibt aber auch andere Wege zu Jesus Christus. Sie alle haben ihre Berechtigung u. sollten einander respektieren, aber nicht unbedingt eine Einheit erzwingen zu wollen.
Gott allein kennt die Herzen seiner Gläubigen, und er weiß, wie er mit ihnen umzugehen hat. Davon bin ich überzeugt.

Alles Gute für Sie u. herzliche Grüße!

(zit)

anne

   

Das ist Fatima: Sechs Erscheinungen, drei Hirtenkinder, eine Botschaft für die ganze Welt
Mgr. Schneider über den Zweiten Vatikan: "Werfen Sie das Kind nicht mit dem Badewasser hinaus"

Danke für Ihr Reinschauen und herzliche Grüße...
Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen
Datenschutz