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Gefahr eines neuen Babels

#1 von esther10 , 25.11.2012 10:03

Papstbotschaft zur Einheit
Gefahr eines "neuen Babels"
Papst Benedikt XVI. hat vor der Gefahr eines neuen Babels gewarnt. Die ständige Verbesserung der Kommunikation führe die Menschen paradoxerweise nicht zusammen und trage nicht zu einem besseren Verständnis in der Welt bei.



Papst Benedikt XVI. (© rv)
Im Gegenteil wüchsen Misstrauen, Verdacht, Angst und Bedrohung, sagte er am Sonntag bei der Festmesse im Petersdom. Dem gegenüber sei eine neue Einheit gefragt, die als Geschenk Gottes durch den Heiligen Geist komme. Benedikt XVI. rief dazu auf, die wachsende Entfremdung und Sprachlosigkeit in der Welt zu überwinden.

Pfingsten sei "das Fest von Einheit, Verständnis und menschlicher Gemeinschaft", führte Benedikt XVI. aus. Auch wenn die Welt zusammenwachse und geografische Distanzen gleichsam schrumpften, sei gegenseitiges Verstehen oft oberflächlich und schwierig. Der Dialog zwischen den Generationen werde mühsam und sei von Widersprüchen geprägt, die Aggressivität wachse und es komme zu Zusammenstößen, sagte der Papst. Jeder sei sich mit seinen eigenen Interessen der Nächste.

Papst warnt vor Grenzen der Forschung
Am ersten Pfingstfest seien durch die Herabkunft des Heiligen Geistes eine neue Einheit und ein neues Verständnis entstanden, betonte der Papst. Die babylonische Sprachverwirrung sei damit überwunden worden. Heute jedoch bestehe die Gefahr eines "neuen Babels". Der Fortschritt in Wissenschaft und Technik habe dem Menschen Macht gegeben, die Natur zu beherrschen, Elemente zu manipulieren und Lebewesen herzustellen, fast bis zum Menschen.

In dieser Situation scheine es überholt und nutzlos, zu Gott zu beten, weil man selbst das schaffen könne, was man wolle. Demzufolge seien "ein neues Herz und eine neue Sprache" gefragt, sagte der Papst.


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zuletzt bearbeitet 25.11.2012 | Top

RE: Gefahr eines neuen Babels

#2 von esther10 , 25.11.2012 10:04

Der Turm von Babel
Der Turm von Babel ist wohl eines der bekanntesten Bauwerke der Erde, auch wenn es kein heute lebender Mensch je zu Gesicht bekommen hat. Aber die Geschichte aus 1.Mose 11 ist wohlbekannt. Die Menschen beschlossen, einen Turm zu bauen, der bis an den Himmel reicht. Der Hintergedanke : "auf daß wir nicht zerstreut werden über die Erde". Es sollte also ein Bauwerk werden, daß eine Art religiöser und nationaler Identität schafft, ein Turm, zu dem alle aufblicken können und der allen so wichtig ist, daß keiner weggeht. "Wenn der Turm bis an den Himmel reicht, dann könnte man ja zu den Göttern gelangen" - so haben sie das wahrscheinlich geplant.

1.Mose 11,6-9 : Der HERR sprach : Siehe, sie sind ein Volk, und haben alle eine Sprache, und dies haben sie angefangen zu tun; und nun wird ihnen nichts verwehrt werden, was sie zu tun ersinnen. Wohlan, laßt uns herabfahren und ihre Sprache dort verwirren, daß sie einer des anderen Sprache nicht verstehen! Und der HERR zerstreute sie von dort über die ganze Erde und sie hörten auf, die Stadt zu bauen. Darum gab man ihr den Namen Babel (Anm:Verwirrung), denn dort verwirrte der HERR die Sprache der ganzen Erde und von dort zerstreute sie der HERR über die ganze Erde.

Babylon, die Rute Gottes
In der weiteren Geschichte wird Babylon dann zur Rute Gottes, um sein störrisches, ungehorsames Volk zu richten. Babylon führt Juda, das Südreich, den kläglichen Überrest des Volkes Israel in die Verbannung. Dabei zerstörten sie den Tempel und die Mauern Jerusalems, stahlen die Tempelgeräte und nahmen die Eliten des Volkes mit nach Babylon.
Babylon, die Ruine
Gott kündigt durch seine Propheten Gericht über Babylon an. Babylon soll völlig zerstört werden und wegen seiner zahlreichen Sündern auch nie wieder eine Rolle spielen.

Jesaja 13,19-20 Und Babel, die Zierde der Königreiche, der Stolz des Hochmuts der Chaldäer, wird sein wie die Umkehrung Sodoms und Gomorras durch Gott. Es wird niemals bewohnt werden und keine Niederlassung mehr sein von Geschlecht zu Geschlecht; und der Araber wird dort nicht zelten, und Hirten werden dort nicht lagern lassen. aber Wüstentiere werden dort lagern, und ihre Häuser werden voller Uhus sein; und Strauße werden dort wohnen und Böcke dort hüpfen; und wilde Hunde werden heulen in seinen Palästen und Schakale in den Lustschlössern. Und seine Zeit steht nahe bevor, und seine Tage werden nicht verlängert werden.

Jesaja 14,22-23 Und ich werde gegen sie aufstehen, spricht der HERR der Heerscharen, und werde von Babel ausrotten Namen und Überrest und Sohn und Nachkommen, spricht der HERR. Und ich werde es zum Besitztum der Igel machen und zu Wassersümpfen; und ich werde es ausfegen mit dem Besen der Vertilgung, spricht der HERR der Heerscharen.

Jeremia 51,43 Seine Städte sind zur Wüste geworden, ein dürres Land und eine Steppe, ein Land, worin niemand wohnt und durch das kein Menschenkind zieht.

Diese Prophezeihung hat sich genau so erfüllt. Viele meinen ja, Bagdad sei auf dem Gebiet der Stadt Babylon gebaut worden, aber das ist nicht richtig. Erwiesenermaßen lag die Stadt Babylon ca.90km südwestlich von Bagdad. die Ruinen sind gefunden und erforscht und das einzige, was von Babel außer Schutt übrig ist, ist ein riesiges Sumpfgebiet.
Die Zukunft Babels

Die Prophezeihungen und Gerichtsandrohungen sind erfüllt. Babylon ist zerstört. Doch im Neuen Testament taucht der Name Babylon plötzlich wieder auf. Nicht als Ereignis der Vergangenheit, sondern als Stadt in Gegenwart und Zukunft. Während die Deutung in 1.Petrus 5,13 noch sehr einfach ist (Hier wird Babylon als Tarnname/Schimpfname für Rom gebraucht) wird es in der Offenbarung sehr viel komplexer. In Kapitel 17 und 18 der Offenbarung wird Babylon, die große Hure dargestellt. Babylon wird restlos vernichtet. Es kann in der Offenbarung übrigens nicht um die geographische Stadt Babylon im Zweistromland gehen, auch die Phantasie der beiden Autoren der Romanreihe "Finale-die letzten Tage der Erde" (mehr Info ) geht da wohl mit ihnen durch, als sie behaupten, daß in (Neu-)Babylon der Antichrist regieren wird : Denn die Stadt Babylon zwischen Euphrat und Tigris ist bereits zerstört und es wurde prophezeit, daß sie nie wieder bewohnt wird (Jes.13,20 und Jer.51,43).

Zusammenfassung :

Babel war nicht die einzige Stadt, die von Gott für ihre Gottlosigkeit, ihre Dekadenz und ihren Eifer, ständig Unrecht zu tun, gerichtet wurde. Aber sie wurde zum Sinnbild für Sünde in gewaltigen Ausmaßen. Heute läßt Gott kein Feuer vom Himmel regnen wie auf Sodom und Gomorra. Heute sieht man kaum, daß Gott in die Weltgeschichte eingreift. Und doch tut er es. Gott, der HERR sieht, was in unseren Städten passiert und er wird es gewiß nicht ungestraft lassen. Er wird ein großes Strafgericht geben und es wird furchtbar werden für alle, die Gott nicht gehorcht haben.

Aber das darf keine Entschuldigung sein, sich aus der Welt zurückzuziehen und ein klösterliches Leben in der Wüste zu führen. In Jeremia 29,7 gibt der HERR dem Volk Israel die Anweisung "Sucht den Frieden der Stadt, wohin ich euch weggeführt habe". (siehe auch Röm.13; Mt.22,21; Tit.3,1; 1.Petrus 2)

Es ist unsere Aufgabe als Christen, das Evangelium in dieser gefallenen Welt zu verbreiten, damit noch möglichst viele Menschen gerettet werden. Aber NIE dürfen wir uns, oder das Evangelium, die Lehre Jesu Christi und der Apostel an die Menschen anpassen.

Im Turmbau zu Babel finden wir viele interessante Aspekte. So zum Beispiel die erste Satire in der Bibel :
Die Menschen bauen einen Turm bis an den Himmel und Gott muß herabsteigen um ihn anzuschauen. Aber so ist das mit menschlichen Aktivitäten : Uns kommen sie immer so groß vor, aber aus göttlicher Sicht sind sie oft unbedeutend, ja manchmal sogar einfach lächerlich. Im Turmbau zu Babel sehen wir den Machbarkeitswahn, der die Menschheit leider schon immer befallen hat : Damals der Turmbau, heute die Gentechnik. Immer alles unter Kontrolle bringen zu wollen, daß war die Grundlage für die Erbauung der chinesischen Mauer und die Entstehung des Römischen Reiches. Oder denken wir an die Titanic : Werftarbeiter hatten auf die Flanken geschrieben, daß nicht mal Gott dieses unsinkbare Schiff versenken könnte. Wenige Tage später spielte die Kapelle dann "Näher mein Gott zu dir..."

Auch das Internet ist für manche so ein Machbarkeitswahn : "Alles ist möglich, alle Fragen können beantwortet werden - durch das Internet". Das ist Quatsch. Selbst wenn wir alles vernetzen, jeden Kühlschrank, jede Kloschüssel und jede Kamera - wir werden auf die wichtigsten Fragen doch keine Antwort bekommen.
Nur in Jesus Christus gibt es auf alle Fragen eine Antwort, nur mit Jesus Christus macht alles einen Sinn, nur mit ihm als Kernstück paßt das Puzzle deines Lebens zusammen...

Persönliche Fragen :
Wo glaubst du, Gott nicht zu brauchen ?
Hat Gott deine persönlichen Pläne vereitelt ? Wie gehst du damit um ?
Wo in deinem Leben herrscht noch Verwirrung, weil du diesen Bereich deines Lebens ohne Jesus gestaltest ?


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