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Baden-Württemberg Wiederverheiratete: Vatikan stellt sich gegen Freiburger Praxis

#1 von esther10 , 30.10.2013 13:17

Baden-Württemberg Wiederverheiratete: Vatikan stellt sich gegen Freiburger Praxis

29.10.2013 | von Uli Fricker
SK Plus
Baden-Württemberg Wiederverheiratete: Vatikan stellt sich gegen Freiburger Praxis
Vatikan stellt sich gegen Freiburger Handreichung Umgang mit Wiederverheirateten wird zum Zankapfel Kein Verständnis für gelockerte Bedingungen


Späte Freuden ohne kirchlichen Segen? Alle Katholiken im Erzbistum dürfen die Sakramente empfangen – auch wenn sie geschieden sind und ein zweites Mal heiraten. Das ist die neue Linie in Baden wie auch in der Diözese Rottenburg. Bild: Gentili/ Fotolia


„Das ist ein Affront gegen den Erzbischof. Mir ist das Hemd näher als der Kittel.“ Mit diesen Worten kommentiert Pfarrer Peter Stengele (Kloster Hegne) die römischen Stellungnahmen der vergangenen Tage. Während das Erzbistum Freiburg versucht, Menschen nach einer Scheidung nicht wie Christen zweiter Klasse zu behandeln, weht aus Rom ein anderer Wind. Maßgebliche Kuriale wenden sich gegen die Freiburger Handreichung.

Freiburger Hemd oder römischer Kittel? Die neuen Richtlinien des Seelsorgeamtes gestalten die Lage für Katholiken, die zum zweiten Mal heiraten, barmherziger. Viele Pfarrer und erst recht Gläubige praktizieren längst, was die Handreichung von Anfang des Monats in eine schriftliche Form gießt: Sie erhalten Kommunion oder Krankensalbung, auch wenn sie ihre kirchlich geschlossene Ehe nicht mehr halten können und wollen.

Die Situation läuft auf einen Konflikt hinaus. Die Reaktionen aus dem katholischen Hauptquartier sind niederdrückend für Robert Zollitsch als verantwortlichen Bischof sowie für Andreas Möhrle – den Leiter des Seelsorgeamts im Ordinariat, das die vielzitierte Handreichung an die Pfarrer verteilt.

Die maßgebliche Instanz im Vatikan ist in diesem Fall Gerhard Ludwig Müller. Der ehemalige Bischof von Regensburg steht seit einigen Monaten der Glaubenskongregation vor (sein Vor-Vorgänger heißt Joseph Ratzinger). Müller kennt nicht nur die Situation in Deutschland genau. Er stellt sich auch mit Kräften gegen den Freiburger Ansatz einer neuen Seelsorge.
Er verteidigt den Ausschluss dieser Menschen von Kommunion und anderen Sakramenten. In einem Beitrag für die Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ meißelte er die alte pastorale Praxis erneut in Stein. Die Ehe sei eine „göttliche Norm, über die die Kirche keine Verfügungsgewalt hat“, schreibt der Präfekt in der Zeitung des Papstes. Unter Anspielung auf das Freiburger Experiment warnt er: „Dem wachsenden Unverständnis gegenüber der Heiligkeit der Ehe kann die Kirche nicht entsprechen durch pragmatische Anpassung an das vermeintlich Unausweichliche“. Sie solle an ihren Lehren festhalten, die für Müller unverrückbar sind, denn: „Ein müder Prophet sucht in der Anpassung an den Zeitgeist sein Heil.“

In Freiburg ist man von Müllers Sätzen kaum überrascht. Der Mann genießt den Ruf eines eisernen Präfekten, so kurz er auch im Amt ist. Er ist derjenige, der dem Limburger die Treue hält. Am Zustandekommen der Audienz für Franz-Peter Tebartz-van Elst dürfte er beteiligt gewesen sein. Ginge es nach Gerhard Müller, dann ist Tebartz-van Elst ein Bischof ohne Fehl und Tadel: Müller betrachtet die Affäre um dessen Bischofshaus als „Kampagne der Medien“, an der nichts dran ist.


Überraschend daran bleibt die harte Sprache, die der Präfekt wählt. Er hat auch schon anders argumentiert und war schon näher an den Menschen dran. 1995 dachte und schrieb der damalige Professor noch in eine andere Richtung: „Angesichts der in den Industrieländern erheblich gestiegenen Scheidungszahlen hat sich auch die Notwendigkeit einer Pastoral an Geschiedenen und wiederverheiratet Geschiedenen herauskristallisiert.“

Das letzte Wort steht noch aus
In Freiburg ist man wenig erbaut darüber. Robert Eberle, Sprecher des Erzbischofs, sagte: „Wenn verschiedene Dogmatiker und Kirchenrechtler im Vatikan mit Interviews und Zeitungsbeiträgen versuchen, Papst Franziskus in dieser wichtigen Seelsorgefrage festzulegen, werden wir das im Erzbistum Freiburg nicht kommentieren.“ Mit anderen Worten: Müllers Artikel im „Osservatore Romano“ wird in Freiburg noch nicht als letztes Wort aus der römischen Zentrale akzeptiert.Eberle wies auch den Eindruck zurück, Robert Zollitsch sei unter dem Druck aus Rom zurückgerudert. Das sei nicht der Fall, er stehe nach wie vor zur Handreichung. Die Rückmeldungen seien „positiv“, berichtet der Sprecher. Offenbar habe man etwas erlaubt, was schon lange in der Luft liege. Im Übrigen sei der neue Freiburger Weg „nahe an dem dran, was Jesus wollte“, da ist sich Robert Eberle sicher.Noch etwas nährt die Zuversicht in Freiburg: Auch der Papst hat den Umgang mit Geschiedenen auf seiner Agenda. Nicht nur in Europa, auch in seiner Heimat Argentinien stehen Geschiedene im Zwiespalt. Sie haben das Gefühl, dass sie nach ihrem privaten Zerwürfnis in der Kirche nicht mehr gerne gesehen sind – auch wenn sie weiterhin brav Kirchensteuer zahlen. Franziskus will diese Behandlung überdenken. Eine Synode auf weltkirchlicher Ebene soll die gängige Praxis angehen. Einiges spricht dafür, dass sich die Synode dem Problem öffnen und etwas ändern wird. Sonst bräuchte man keine Versammlung und könnte gleich alles beim Alten belassen.Die aktuelle Handreichung hat eine bittere Vorgeschichte: Freiburg hat (zusammen mit den Bistümern Mainz und Rottenburg) schon einmal einen Vorstoß unternommen, um geschiedene Katholiken in der Kirche zu halten. Der Vorstoß wurde 1994 zurückgewiesen. Zurück blieben gemischte Gefühle.Peter Stengele kämpft mit einem Priesterbündnis schon lange für den neuen Weg. Er ist sich sicher: Freiburg kann und wird den Schritt nicht zurücknehmen. Er und sein Bischof haben schon manche Meinungsverschiedenheit ausgefochten. Doch in diesem Punkt steht er voll hinter Zollitsch.


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