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Kardinal Burke kritisiert Kardinal Marx

#1 von esther10 , 06.02.2016 16:27

Kardinal Burke kritisiert Kardinal Marx


US-Kardinal wirft Marx Aufweichung der katholischen Morallehre vor
Saint Paul - 05.01.2016
Bild Radio Vatican

US-Kardinal Raymond Burke hat Kardinal Reinhard Marx eine Aufweichung der katholischen Morallehre vorgeworfen. Marx hatte im Vorfeld der Familiensynode im Vatikan die Frage gestellt, ob sexuelle Handlungen unabhängig vom konkreten Lebenskontext beurteilt werden könnten.
Dazu sagte Burke im Interview mit der Zeitschrift "The Wanderer" (Montag): "Man kann moralische Wahrheiten nicht auf der Basis des Kontextes beurteilen."

Andernfalls, so Burke, könne man auch eine Abtreibung unter besonderen Umständen rechtfertigen. "Das ist simpel falsch", sagte Burke. "Wir sind gerufen, unseren katholischen Glauben heroisch zu leben. Auch der schwächste Mensch empfängt die Gnade von Christus, die Wahrheit in Liebe zu leben." Keineswegs könne die "objektive Moralität einer Handlung durch den gelebten Kontext irgendwie verändert werden", betonte der Kardinal, der bis November 2014 Leiter des obersten Kirchengerichts war, der Apostolischen Signatur.

Burke: Kein liberalerer Umgang mit Wiederverheirateten nach Synode

Im gleichen Interview sprach sich Burke für eine gründlichere Vermittlung der katholischen Ehelehre an der Basis aus. Es genüge nicht, nur generell auf päpstliche Lehrschreiben wie "Humanae vitae" (1968) oder "Familiaris consortio" (1981) zu verweisen, "wie man eine Fahne schwenkt". Wenn das Verständnis etwa für die kirchliche Absage an künstliche Empfängnisverhütung schwinde, liege es an den Klerikern, die Verkündigung zu Ehe und Familie zu betreiben, "als ob es zum ersten Mal geschieht".

Weiter widersprach Burke Interpretationen des Schlussdokuments der Familiensynode, die darin Ansätze zu einem liberaleren Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und deren Kommunionempfang sehen wollen. Eine Argumentation etwa mit individuellen Gewissensentscheidungen sei falsch und wecke falsche Erwartungen, sagte der Kardinal. (KNA)
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktue...t-kardinal-marx
http://www.welt.de/politik/deutschland/a...es-Leidens.html
http://w2.vatican.va/content/francesco/e...his_Exhortation

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Exil Malta? Endgültige päpstliche Säuberungsaktion gegen Kardinal Burke?
17. September 2014 39
Kardinal Burke ins Exil nach Malta
Kardinal Burke ins Exil nach Malta?
(Vatikan) Kardinal Raymond Leo Burke ging 2013 selbst als “papabile” ins Konklave. Zum Papst wurde nicht er gewählt, sondern der Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Mario Bergoglio. Daß die „Chemie“ zwischen Papst und Kardinal nicht stimmt, ist bekannt. Bereits im Dezember des Vorjahres wurde Kardinal Burke von Papst Franziskus „entmachtet“. Nun soll endgültig sein Kopf rollen.


Kardinal Burke stützt weltweit traditionsverbundene Gemeinschaften und Gläubige

Wie kein anderer Kardinal stützt Burke seit Jahren die traditionsverbundenen Gemeinschaften und Gläubigen weltweit. Eine Tätigkeit, die manch anderem mißfällt. Deshalb hat Kardinal Burke bei Papst Franziskus kein Stein im Brett. Der Argentinier kennzeichnete seinen Amtsantritt durch das Abwerfen aller sakralen Gewänder und Insignien, die er nur abwerfen konnte. Kardinal Burke hegt mit Bedacht und Respekt zur Sichtbarmachung der Sakralität gerade diese.

Die Folgen blieben nicht aus. Kardinal Burke gehört zu den „konservativen“ Opfern der päpstlichen Personalentscheidungen im Vatikan. Im vergangenen Dezember bestätigte Franziskus ihn nicht als Mitglied der Bischofskongregation. Dort hatte Burke in den Jahren zuvor unter Benedikt XVI. maßgeblichen Einfluß auf die Bischofsernennungen in den USA. Nicht ohne positive Auswirkungen. Ein Einfluß, der progressiven Kreisen ein Dorn im Auge war. Mit ihren Klagen und Wünschen fanden sie bei Papst Franziskus Gehör. Wenige Wochen vor seiner Nicht-Bestätigung hatte das Flaggschiff der progressiven katholischen Publizistik in den USA, der National Catholic Reporter (NCR) mit einer Kampagne den Kopf des amerikanischen Purpurträger gefordert. Die Anklage lautete: zu „konservativ“ und zu „traditionalistisch“.

Zu „konservativ“ und „traditionalistisch“ – Erste Degradierungen im Dezember 2013

Nur drei Tage später, am 19. Dezember entließ Papst Franziskus Kardinal Burke auch aus der Heiligsprechungskongregation. Es hieß, der Kardinal habe Einspruch gegen die wunderlose Heiligsprechung von Johannes XXIII. erhoben und sich damit den Plänen von Franziskus widersetzt.

Kardinal Burke erhob dennoch weiterhin seine Stimme. Er korrigierte den Papst mit großem Respekt, ohne ihn namentlich zu nennen. Das eklatanteste Beispiel war Burkes Widerspruch gegen den bereits berühmt-berüchtigten päpstlichen Ausspruch „Wer bin ich, um zu urteilen?“

Der Vatikanist Sandro Magister berichtet nun, daß Papst Franziskus über Burke so erbost sei, daß dessen endgültige Degradierung unmittelbar bevorstünde.

Unbestechlicher Jurist und makelloser Präfekt der Apostolischen Signatur

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Säuberungsaktion durch Papst Franziskus

Bereits in den ersten Monaten seiner Amtszeit sorgte Papst Franziskus für die Degradierung führender Kurienvertreter, die in ihrer theologischen und liturgischen Sensibilität Benedikt XVI. besonders nahestanden. Zu ihnen gehören Kardinal Mauro Piacenza, Kurienerzbischof Guido Pozzo und Kurienbischof Giuseppe Sciacca. Ihnen scheint demnächst der spanische Opus-Dei-Priester, Kurienerzbischof Celso Morga Iruzubieta zu folgen, der in seine spanische Diözese zweiten Ranges versetzt wird. Die Heimschickung von Kardinal Antonio Canizares nach Spanien ist hingegen bereits sichere Sache.

„Nun aber soll eine noch viel bedeutendere Enthauptung folgen“, so Magister. „Das nächste Opfer soll der amerikanische Purpurträger Raymond Leo Burke sein, der vom Präfekten des Obersten Gerichtshofes der Apostolischen Signatur zum pompösen, aber innerkirchlich an Bedeutung sehr bescheidenen Titel eines Kardinalpatrons des Souveränen Ritter- und Hospitalordens vom heiligen Johannes von Jerusalem von Rhodos und von Malta degradiert werden und damit dem derzeitigen Inhaber Kardinal Paolo Sordi, der das 80. Lebensjahr vollendet hat, nachfolgen soll.“

Daß Kardinal Burke einen schweren Stand unter Papst Franziskus hat, war nach dem Konklave schnell klar. Der argentinische Papst hält an Freunden gegen jede, auch berechtigte Kritik fest. Ebenso nachtragend scheint er jedoch zu sein.

Kardinal Burke mit 66 Jahren auch in nächstem Konklave möglicher „papabile“

Kardinal Burke ist erst 66 Jahre alt und daher im besten Alter für höchste kirchliche Ämter und realistischerweise „papabile“ auch in einem künftigen Konklave. Zum Kardinal wurde er 2010 von Benedikt XVI. erhoben. Zum Ärgernis jener progressiven Kreise, die ihn heute als „Reisenden in Sachen Tradition“ verspotten, vor allem aber wegen seiner Intelligenz und intellektuellen Redlichkeit, seiner Rechtgläubigkeit und Redegewandtheit fürchten.

Burke „ist eine sehr fromme Persönlichkeit“ und an ihm wird selbst von Kritikern „die seltene Tugend anerkannt, nie an Seilschaften mitgewirkt und Absprachen auf Gegenseitigkeit getroffen zu haben, um Beförderungen oder kirchliche Pfründe zu erhalten“, so Magister. Burkes scharfsinniges juristisches Denken und seine Unbestechlichkeit wird von niemandem bestritten, vielmehr von manchen gefürchtet.

Burkes Nein zu bischöflicher Nachgiebigkeit – Keine Kommunion für Politiker, die Abtreibung unterstützen

Kardinal Burke gehört zu den herausragenden Kirchenrechtsexperten der Katholischen Kirche, was ihm unter Benedikt XVI. die Ernennung zum Präfekten der Apostolischen Signatur einbrachte. Auch wenn nicht gewünscht, forderte er die Einhaltung des Kirchenrechts selbst dann ein, wenn andere Kirchenvertreter aus „klimatischen“ Gründen bestimmte Aspekte nicht betonen möchten. Das gilt etwa zum Canon 915 des Kirchlichen Gesetzbuches. Kardinal Burke beharrt auf der Unmöglichkeit, Politiker, die uneinsichtig und öffentlich die Abtreibung unterstützen, zur Kommunion zuzulassen. Er widerstand in dieser Frage öffentlich seinen beiden US-amerikanischen Mitbrüdern im Kardinalsrang Donald Wuerl von Washington und Sean Patrick O’Malley von Boston, die im Gegensatz zu Burke von Papst Franziskus an Bedeutung aufgewertet wurden.

Demonstrativ nahm Kardinal Burke bereits mehrfach am Marsch für das Leben in Rom teil und forderte alle Bischöfe auf, es ebenso zu tun, weil es heute dringender denn je das öffentliche Bekenntnis für das Lebensrecht ungeborener Kinder brauche. Eine Position, mit der er sich bei vielen Mitbrüdern im Bischofsamt nicht beliebt machte. Viele von ihnen im Westen haben sich mit dem gesetzlich erlaubten Kindermord als gesellschaftlich-politischem Tabu abgefunden, um nicht in Konflikt mit tonangebenden weltlichen Mächten zu geraten.

Burkes Kritik an „Evangelii gaudium“ und Widerstand gegen Kardinal Kaspers Ehe-Thesen

Kardinal Burke gehört zu den wenigen Kirchenvertretern, die öffentlich Kritik am Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium geltend machten, dem er wohl einen programmatischen Wert zuerkannte, nicht aber einen lehramtlichen. Ebenso gehört Kardinal Burke zu den entschiedenen Widerparten gegen die Thesen von Kardinal Walter Kasper zum Ehesakrament und dessen Bereitschaft, wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zuzulassen. Als Präfekt der Apostolischen Signatur ist Burke automatisch Synodenvater bei der bevorstehenden Bischofssynode. Seine Entfernung aus dem Amt würde ihn auch als Stimme auf der Synode ausschalten. Wenn nicht bereits 2014, so zumindest beim entscheidenderen zweiten Teil der Synode 2015.

Als Präfekt eines Gerichtshofs ist Burkes Denken nicht nur theologisch, sondern auch juristisch scharf geschult.

hier geht es weiter
http://www.katholisches.info/2014/09/17/...kardinal-burke/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL/CR


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zuletzt bearbeitet 16.03.2016 | Top

   

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