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Gedichte

#1 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 29.10.2010 11:20

O, die tiefe Liebe Jesu
Anbetungslied


1. O, die tiefe Liebe Jesu,
frei, unfaßbar mächtiglich,
rollet gleich dem weiten Meere
voll und segnend über mich.
Rings ergießt sich und umschließt mich
seiner Liebe reicher Strom,
führt mich vorwärts, führt mich aufwärts
bis zur Ruh' im Himmelsdom.

2. O, die tiefe Liebe Jesu
sei gerühmt von Ort zu Ort;
wie er liebet, immer liebet
ohne Wandel fort und fort!
Wie er uns so reich beschenket,
da er starb als Menschsohn,
wie er unser stets gedenket,
auch noch droben vor dem Thron.

3. O, die tiefe Liebe Jesu!
Niemand liebt so, Herr, wie du!
Sie ist mir ein Meer von Segen
und ein Port zu Süßer Ruh!
Oh, die tiefe Liebe Jesu
ist des Himmels Himmel mir.
Sie erhebt zu Herrlichkeiten,
denn sie hebt mich, Herr, zu dir!




(Anbetungslied, Autor: Samuel Trevor Francis (1835-1927))


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#2 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 29.10.2010 16:53

Die Kraft der Liebe
Glaubensgedicht


Er war ein Mönch aus asiatischem Land,
der sich auf einer Pilgerreise befand.
Er wollte sehen Stätten der Christenheit -
Cirka 400 Jahre nach Christi Zeit.

In Rom kannte man christliche Gebote schon,
doch geblieben war heidnische Tradition.
Viel Arges hatte der Mönch vernommen,
jetzt war er in diese Stadt gekommen.

Zur rechten Zeit, ein Sieg ward errungen,
die Goten wurden für Rom bezwungen.
Es war ein Festtag nach der Römer Sinn
und alle drängten zum Kolosseum hin.

80.000 Menschen - kein Platz blieb leer.
Inmitten der Mönch, das Herz so schwer.
Was wird geschehen gegen Gottes Gebot?
Und immer größer wird seine innere Not.

Tiere würden sterben, Gladiatoren auch,
das war bei diesen Festen von jeher der Brauch.
Unter den Menschen keine Barmherzigkeit:
Grausamste Spiele dienten zur Heiterkeit!

Männer kommen in die Arena zum Streit.
Ein Gruß dem Cäsar, dann sind sie bereit,
um sinnlos zu sterben - noch voll Lebenskraft.
Gibt es nicht einen, der ihnen Hilfe schafft?

Jetzt erkennt der Mönch, warum Rom sein Ziel.
Er war es selbst, auf den Gottes Wille fiel.
Er springt auf die Mauer - ruft so laut er kann:
"Laßt keinen sterben, nicht einen einzigen Mann!"

"Im Namen Christi, haltet ein und hört!"
Doch die Menge fühlt durch sein Schrein sich gestört.
Sie spotten und sagen : "So seht doch nur:
Welch eine lächerliche und komische Figur!"

"Nun läuft er gar zu den Gladiatoren hin!
Unser Vergnügen zu stören hat er im Sinn!"
Er ruft "im Namen Christi" immer wieder.
"Haltet ihn fest und schlagt ihn doch nieder!"

Eine Klinge stößt zu - rot färbt sich der Sand.
Der Mönch in der Arena sein Ende fand.
Er starb - doch kein Kampf folgte mehr,
das Kolosseum - menschenleer!

Der Tod des Mönches macht viele betroffen,
sein mutiger Einsatz, sein Glauben und Hoffen.
Vergnügen und Schaulust sind verschwunden,
die Gnade hat Platz in den Herzen gefunden.

"Die Kraft der Liebe" als Überschrift gewählt,
weil sie zum höchsten Gebot Gottes zählt.
Liebe kann ändern den Lauf der Welt,
dort, wo sie sich Bösem entgegenstellt!

Der Cäsar beugt sich dem Volksbegehren,
schafft ab, was gegen Gottes Lehren.
In Rom gibt's keinen Schaukampf mehr,
seit jenem Tag - dem Herrn sei Ehr'!


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#3 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 29.10.2010 17:23

Gott in jeder Lebenslage danken
Johannes Chrysostomus.

Hl. Johannes Chrysostomus, Kirchenvater:

Wir müssen Gott für alles danken – in jeder Lebenslage.
Es nur im Glück zu tun, das ist nichts Großes.
Aber in äußerster Not Gott zu danken,
das ist bewunderungswürdig.
Dazu ist große Weisheit und Tugend nötig: für etwas dankzusagen,
worüber andere
Lästerungen ausstoßen und in Verzweiflung geraten.
Durch solchen Dank hast du die Gottheit erfreut,
den Teufel beschämt!

Du hast zu erkennen gegeben, dass dir das Vorgefallene nichts anhaben kann.
Sobald du nämlich auch für das Unglück Dank sagst,
nimmt Gott ihm das Schmerzliche,
und der Teufel muß weichen.
Gerätst du aber in Verzweiflung,
sitzt dir der Teufel im Nacken,
weil er sein Ziel erreicht hat.
Sagst du aber Dank, dann zieht der Teufel ab,
weil er nichts ausrichten kann.

Gott vergilt es dir reichlich,
weil du ihn geehrt hast:
die Seele ist fröhlich gestimmt,
weil sie recht gehandelt hat,
sie erfreut sich sofort
heiterer Gewissensruhe.
In einer heiteren Seele kann es nicht finster aussehen.
Es gibt nichts Heiligeres als eine Zunge, die im Leiden Gott dankt!


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#4 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 29.10.2010 17:31

Das Gute siegt


Alles ist notiert im Buch,
wird zum Segen oder Fluch,
Tat, Gedank´ und jedes Wort,
bestimmen deinen künft´gen Ort.

Manche trifft das Schicksal hart,
wer jetzt leiden muß, der wart´,
hab´ Geduld und Gottvertrau´n,
soll allein auf Jesus bau´n.

Viele sind vom Glück verwöhnt,
Tugend ist ihnen verpönt,
Spaß, Genuß und Leidenschaft
nehmen ihnen alle Kraft.

Wahre Lieb´ verschmähen sie,
an Opfer denken sie gar nie,
frönen nur dem stolzen Ich.
Vor Hochmut, Herr, bewahre mich!

Multikulti, Fernseh-Trug,
Sexerziehung: Teufelslug -
Gottes Ordnung wird gesprengt,
Anstand, Würd´ und Lieb´ versengt!

Wer alles hat in dieser Welt,
Luxus, Sklaven, Macht und Geld,
doch keinem hilft in seiner Not,
erben wird den zweiten Tod.

Erste werden Letzte sein,
Große enden winzig klein,
alles wird einst umgekehrt,
Unschuld nur bleibt unversehrt.

Lazarus sieht des Reichen Pein;
in seiner Qual bleibt der allein,
herzlos, ohne Ehr und Dank,
strafet ihn Sodoms Gestank.

Sodomiten, habet acht,
Abscheu euer Tun entfacht.
Weg vom Schmutz! Ihr seid gewarnt:
Einmal werdet ihr enttarnt.

Auch Unzucht, Treu- und Ehebruch,
sind vermerkt im Sündenbuch.
Stopp im Anfang die Begier,
Unheil bringet sie nur dir.

Schlecht Gewissen: Plag die Leut´,
daß ein jeder bald bereut,
beichtet seinen Sündenfall,
frei wird von der Seelenqual.

Ein Gesetz wird oft verkannt,
Kausalnexus wird´s genannt.
Ohne Ursach´, das ist klar,
keine Wirkung jemals war.

Elend, Krankheit, vieles Leid,
rührt von der Vergangenheit.
Bleibt die Ursach´ unerkannt,
hat das Übel meist Bestand.

Methodisch mach´ dich auf die Such´:
Fehler, Schwäche, Sünde, Fluch?
Ergründ des Rätsels tiefsten Sinn,
dann findest du die Medizin.

Blick der Wahrheit ins Gesicht,
leugne dein Versagen nicht,
sühne Schuld, bitt´ Gott um Rat,
Heil und Rettung bringt die Tat.

Opfre nicht die Lebenszeit
dem Fernsehgötzen allbereit,
allein nach Gottes Willen frag,
gestalte danach Jahr und Tag.

Zittre vor des Herrn Gericht,
glaub den Modernisten nicht,
bessre dich und denk an Gott,
fleh zu ihm in jeder Not!

Gottes Segen sei mit dir,
offen steht die Himmelstür,
glaub an Gott und seine Güt´,
hoffe, liebe, bitt´ um Fried!

Alles Böse meid und laß,
bete ohne Unterlaß:
Herr Jesus Christus,
erbarme Dich meiner!



(Anmerkungen: Die Betonung liegt nicht immer auf der richtigen Silbe.


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#5 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 30.10.2010 08:50



Gott, erhöre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen....

Psalm 55




1. Befiehl du deine Wege,
und was dein Herze kränkt,
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt!
Der Wolken, Luft und Winden,
gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.

2. Dem Herren mußt du trauen,
wenn dir's soll wohlergehn;
Auf sein Werk mußt du schauen,
wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen
und mit selbsteigner Pein
läßt Gott sich gar nichts nehmen:
Es muß erbeten sein.

3. Dein' ew'ge Treu' und Gnade,
O Vater, weiß und sieht,
Was gut sei oder schade
Dem sterblichen Geblüt;
Und was du dann erlesen,
das treibst du, starker Held,
und bringst zum Stand und Wesen,
was deinem Rat gefällt.

4. Weg' hast du allerwegen,
an Mitteln fehlt dir's nicht;
Dein Tun ist lauter Segen,
dein Gang ist lauter Licht,
dein Werk kann niemand hindern,
dein' Arbeit darf nicht ruhn,
wenn du, was deinen Kindern
ersprießlich ist, willst tun.

5. Und ob gleich alle Teufel
hier wollten widerstehn,
so wird doch ohne Zweifel
Gott nicht zurückegehn;
Was er sich vorgenommen,
und was er haben will,
das muß doch endlich kommen
zu seinem Zweck und Ziel.

6.Hoff, o du arme Seele,
hoff und sei unverzagt!
Gott wird dich aus der Höhle,
da dich der Kummer plagt,
mit großen Gnaden rücken;
Erwarte nur die Zeit,
so wirst du schon erblicken
die Sonn' der schönsten Freud'.

7. Auf, auf, gib deinem Schmerze
und Sorgen gute Nacht!
Laß fahren, was dein Herze
betrübt und traurig macht!
Bist du doch nicht Regente
der alles führen soll;
Gott sitzt im Regimente
und führet alles wohl.

8. Ihn, ihn laß tun und walten,
er ist ein weiser Fürst
und wird sich so verhalten,
daß du dich wundern wirst,
wenn er, wie ihm gebühret,
mit wunderbarem Rat
die Sach' hinausgeführet,
die dich bekümmert hat.

9. Er wird zwar eine Weile
mit seinem Trost verziehn
und tun an seinem Teile,
als hätt' in seinem Sinn
Er deiner sich begeben,
und sollt'st du für und für
in Angst und Nöten schweben,
frag' er doch nichts nach dir.

10. Wird's aber sich befinden,
Daß du ihm treu verbleibst
so wird er dich entbinden,
da du's am mind'sten gläubst;
Er wird dein Herze lösen
von der so schweren Last,
die du zu keinem Bösen
bisher getragen hast.

11. Wohl dir, du Kind der Treue!
Du hast und trägst davon
mit Ruhm und Dankgeschreie
den Sieg und Ehrenkron'.
Gott gibt dir selbst die Palmen
in deine rechte Hand,
und du singst Freudenpsalmen
dem, der dein Leid gewandt.

12. Mach End', o Herr, mach Ende
an aller unsrer Not,
Stärk unsre Füß' und Hände
und laß bis in den Tod
uns allzeit deiner Pflege
und Treu' empfohlen sein,
so gehen unsre Wege
gewiß zum Himmel ein.




(Glaubenslied, Autor: Paul Gerhardt (1607 - 1676))


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#6 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 30.10.2010 09:06

Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte
Anbetungslied


1. Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte,
die du geschaffen durch dein Allmachtswort.
Wenn ich auf alle jene Wesen achte,
die du regierst und nährest fort und fort.
Dann jauchzt...

Refrain:
Dann jauchzt mein Herz dir, großer Herrscher zu:
Wie groß bist du! Wie groß bist du!
Dann jauchzt mein Herz dir, großer Herrscher zu:
Wie groß bist du! Wie groß bist du!

2. Blick' ich empor zu jenen lichten Welten
und seh' der Sterne unzählbare Schar,
wie Sonn' und Mond im lichten Äther zelten,
gleich gold'nen Schiffen hehr und wunderbar.
Dann jauchzt...

3. Wenn mir der Herr in seinem Wort begegnet,
wenn ich die großen Gnadentaten seh',
wie er das Volk des Eigentums gesegnet,
wie er's geliebt, begnadigt je und je.
Dann jauchzt...

4. Und seh' ich Jesus auf der Erde wandeln
in Knechtsgestalt, voll Lieb' und voller Huld,
wenn ich im Geiste seh' sein göttlich Handeln,
am Kreuz bezahlen vieler Sünder Schuld.
Dann jauchzt...

5. Wenn schwerer Bürden Last mich niederbeuget,
wenn meine Seel betrübt ist bis zum Tod
und er in Lieb und Huld sich zu mir neiget,
mich tröstet und errettet aus der Not,
Dann jauchzt...


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#7 von esther10 , 30.10.2010 14:51


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Fröhlich sein,
Gutes tun
und die Spatzen
pfeifen lassen.
Don Bosco
http://www.fatima.pt/portal/index.php?id=14924

 
esther10
Beiträge: 1.757
Punkte: 646
Registriert am: 28.09.2010


RE: Gedichte

#8 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 31.10.2010 09:18

In Sünde und Schuld war ich gefangen
Gedicht


...denn ich bin bei dir, um dich zu retten und zu befreien, spricht der HERR.
Jeremia 15,20b
Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan! Der dir alle deine Sünden vergibt und alle deine Gebrechen heilt; der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit...

Ps. 103,2

In Sünde und in Schuld war ich gefangen,
ein Sklave, ohne Schutz und ohne Recht,
nie könnt' ich meine Freiheit selbst erlangen,
ich war der Welt und meiner Sünden Knecht.

Das Leben unter solcher Macht ist grausam,
da zeigt der Feind sein wirkliches Gesicht!
An meiner Last ich schob und zerrte mühsam,
ich wollte frei sein, doch ich konnte nicht!

Ich riss mich wund, und schleppte doch die Ketten,
die Seele schrie nach Hilfe, Gnad und Huld!
Gott sandte Seinen Sohn, mich zu erretten,
am Kreuz bezahlte Jesus meine Schuld.

Bei meinem Heiland nur fand ich Erbarmen,
seitdem ist Er mein Leben, Heil und Licht;
Er nahm so liebevoll mich in die Arme,
vergab mir alle Schuld, erlöste mich!

Ihn will ich preisen, ehren und anbeten,
Ihm bringen alles, was ich bin und kann!
Und wenn ich dann vor Seinen Thron darf treten,
Ihm ewig danken in dem ew'gen Land!



(Gedicht, Autor: Katja Sawadski, 2005)


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#9 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 31.10.2010 13:11

Alle Tage
Glaubenslebensgedicht


Alle Tage meines Lebens
möcht ich mit dir gehn
alle Tage meines Lebens
auch dein Wort verstehn

Alle Tage meines Lebens
möcht ich mit dir ziehn
alle Tage meines Lebens
vor der Sünde fliehn

Alle Tage meines Lebens
möcht ich bei dir sein
alle Tage meines Lebens
und nie mehr allein

Alle Tage meines Lebens
sprich Du Heiliger Geist
alle Tage meines Lebens
mir den Weg Du weist

Alle Tage meines Lebens
bis zur Ewigkeit
alle Tage meines Lebens
sei mein Herz bereit


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#10 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 31.10.2010 16:04

Der barmherzige Schneemann
Parabelgedicht



Es lebte einst ein Schneemann,
in einem großen Wald,
er fühlte sich dort sehr wohl,
es war ja auch schön kalt.
Er hatte was er brauchte
und lebte ganz vergnügt,
das Klima, das war bestens,
und hatte ihm genügt.

Eines Tages war ne' Kutsch
durch diesen Wald am holpern,
sie schwankte so hin und her,
als wäre sie am stolpern.
Sie fuhr über Stock und Stein
und über manche Wurzel,
in der offnen Kutsch saßen
eine Mutter und ihr Purzel:

Ein kleines, süßes Baby,
so zart und noch sehr klein,
doch plötzlich fuhr die Kutsche
über einen großen Stein.
Es gab einen großen Ruck
und - 'oh Weh!' und 'ach du Schreck':
Das Baby fiel dadurch heraus
- geradewegs in den Dreck!

Die Mutter schlief und merkte
gar nicht was gerad geschah,
und in welch großer Not
nun ihr Baby plötzlich war.
Doch weiter fuhr die Kutsche
und verschwand schon sehr sehr bald,
hinter der nächsten Biegung
in dem großen, dichten Wald.

Zurück blieb nun das Baby
auf kaltem Boden liegen,
wer könnte hier schnell helfen,
es wärmen und gar wiegen?
Wenn nicht schnell Hilfe käme,
das Baby würd erfrieren,
es würde zugrunde gehn
und sein Leben verlieren.

Dies sah unser Schneemann auch
und war bestürzt darüber,
er lief auch gleich zum Baby,
dort wo es lag, hinüber.
Da hörte er Gottes Stimm:
Willst Du das Baby retten?
Bist Du bereit hin zu gehen,
hin zu der Menschen Stätten?

Doch bedenk, lieber Schneemann,
dass es dein Leben kostet,
denn dort ist's für dich zu warm,
weil es dort nicht so frostet!
Bereit dazu ging er gleich
zu den Menschen draußen hin,
er hatte nur das eine,
nämlich Liebe, in dem Sinn.


Wir können denken wie es kam:
Voller Schmerzen starb er dann,
er gab sich hin, weil ein Baby
sich ja nicht selbst helfen kann.
Genauso gab auch Jesus
sein Leben ganz für uns hin,
starb am Kreuz für dich und mich
- sein qualvoll Tod hatte Sinn!

Menschen sind wie jenes Kind,
liegen auch im Sündenschmutz,
haben den Tod vor Augen
- so ganz ohne jeden Schutz,
doch Christus erbarmte sich,
und starb für uns am Kreuzesstamm,
er verließ des Vaters Thron,
weil er aus Liebe zu uns kam.

Was könnte denn Gott, der Herr,
mehr tun um uns zum retten,
von der großen Todesnot
und unsren Sündenketten?
Doch die Frage stellt sich Dir,
dem Leser, nun auch ganz klar,
wer Du auch immer sein magst
und wie's Leben bisher war:

Nimmst Du denn Gottes Hilfe
für Dich ganz persönlich an?
Oder meinst Du etwa noch,
dass man sich selbst retten kann?
Das Opferlamm, Jesus Christ,
ist nur würdig ganz allein,
er starb rein und sündenlos,
um uns von Schuld zu befrein.

So ruft Gott nun heut auch Dich:
"Komm, Hilfe will ich schenken,
denn wisse: Ich Liebe Dich,
möchte Dein Leben lenken.
Willst Du mir Dein Leben weih'n
und Vergebung erlangen,
komm zum Kreuz mit Deiner Last
und Du wirst Heil empfangen!"


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#11 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 31.10.2010 18:22

Was Liebe ist



Mein Herz, ich will dich fragen:
Was ist denn Liebe? Sag´! -
"Z w e i Seelen und E i n Gedanke.
Z w e i Herzen und E i n Schlag!" -

Und sprich: Woher kommt Liebe? -
"Sie kommt, und sie ist da!"

Und sprich: Wie schwindet Liebe? -
"Die war´s nicht, der´s geschah!"

Und wenn ist Lieb´ am reinsten? -
"Die ihrer selbst vergißt!"

Und wenn ist Lieb´ am tiefsten? -
"Wenn sie am stillsten ist!"

Und wenn ist Lieb´ am reichsten? -
"Das ist sie, wenn sie gibt!"

Und sprich, wie redet Liebe? -
"Sie redet nicht, sie liebt!"

Mein Herz, ich will dich fragen:
Was ist nun Liebe? Sag´? -
"Z w e i Seelen und E i n Gedanke-
Z w e i Herzen und E i n Schlag!"

Liebesmacht

Oh, meßt nicht Liebe mit so engem Maß!
Was wäre Liebe denn, wenn sie nicht gäbe
mehr, als sie selbst empfing, wenn sie nicht trüge
mehr, als sie auferlegt, wenn sie nicht stünde,
ein starker Fels im Kampf empörter Winde;
wenn sie nicht treu und fest im Unglück bliebe,
der Hoffnung letzter Rest, was wäre Liebe?


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#12 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 31.10.2010 18:24

Rühret nicht daran



Wo still ein Herz von Liebe glüht,
o rühret, rühret nicht daran;
den Gottesfunken löscht nicht aus -
fürwahr, es ist nicht wohlgetan!

Wenn´s irgend auf dem Erdenrund
ein unentweihtes Plätzchen gibt,
so ist´s ein junges Menschenherz,
das fromm zum ersten Male liebt.

O gönnet ihm den Frühlingstraum,
in dem´s voll ros´ger Blüten steht:
ihr wißt nicht, welch ein Paradies
mit diesem Traum verloren geht.

Es brach schon manch ein starkes Herz,
da man sein Lieben ihm entriß;
und manches duldend wandte sich
und ward voll Haß und Finsternis.

Wie manches, das sich blutend schloß,
schrie laut nach Lust in seiner Not
und warf sich in den Staub der Welt;
der schöne Gott in ihm war tot.

Dann weint ihr wohl und klagt euch an,
doch keiner Träne heiße Reu
macht eine welke Rose blühn,
erweckt ein totes Herz aufs neu.

Ehespruch

Das ist die rechte Ehe,
wo zweie sind gemeint,
durch alles Glück und Wehe
zu pilgern treu vereint;
der eine Stab des andern
und liebe Last zugleich,
gemeinsam Rast und Wandern
und Ziel das Himmelreich.


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#13 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 31.10.2010 18:25

Hoffmann von Fallersleben:
Liebe ist Leben!



O glücklich, wer ein Herz gefunden,
das nur in Liebe denkt und sinnt,
und, mit der Liebe treu verbunden,
sein schönres Leben erst beginnt!

Wo liebend sich zwei Herzen einen,
nur eins zu sein in Freud und Leid,
da muß des Himmels Sonne scheinen
und heiter lächeln jede Zeit.

Die Liebe, nur die Lieb´ ist Leben!
Kannst du dein Herz der Liebe weih´n!
so hat dir Gott genug gegeben -
Heil dir! Die ganze Welt ist dein!


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#14 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 31.10.2010 18:27

Friedrich von Schiller:
Würde der Frauen


Ehret die Frauen! Sie flechten und weben
Himmlische Rosen ins irdische Leben,
Flechten der Liebe beglückendes Band,
Und in der Grazie züchtigem Schleier
Nähren sie wachsam das ewige Feuer
Schöner Gefühle mit heiliger Hand.

Ewig aus der Wahrheit Schranken
Schweift des Mannes wilde Kraft,
Unstet treiben die Gedanken
Auf dem Meer der Leidenschaft.
Gierig greift er in die Ferne,
Nimmer wird sein Herz gestillt,
Rastlos durch entlegne Sterne
Jagt er seines Traumes Bild.

Aber mit zauberisch fesselndem Blicke
Winken die Frauen den Flüchtling zurücke,
Warnend zurück in der Gegenwart Spur.
In der Mutter bescheidener Hütte
Sind sie geblieben mit schamhafter Sitte,
Treue Töchter der frommen Natur.

Feindlich ist des Mannes Streben,
Mit zermalmender Gewalt
Geht der wilde durch das Leben,
Ohne Rast und Aufenthalt.
Was er schuf, zerstört er wieder,
Nimmer ruht der Wünsche Streit,
Nimmer, wie das Haupt der Hyder,
Ewig fällt und sich erneut.

Aber, zufrieden mit stillerem Ruhme,
Brechen die Frauen des Augenblicks Blume,
Nähren sie sorgsam mit liebendem Fleiß,
Freier in ihrem gebundenen Wirken,
Reicher als er in des Wissens Bezirken
Und in der Dichtung unendlichem Kreis.

Streng und stolz sich selbst genügend,
Kennt des Mannes kalte Brust,
Herzlich an ein Herz sich schmiegend,
Nicht der Liebe Götterlust,
Kennet nicht den Tausch der Seelen,
Nicht in Tränen schmilzt er hin,
Selbst des Lebens Kämpfe stählen
Härter seinen harten Sinn.

Aber, wie leise vom Zephyr erschüttert
Schnell die äolische Harfe erzittert,
Also die fühlende Seele der Frau.
Zärtlich geängstigt vom Bilde der Qualen,
Wallet der liebende Busen, es strahlen
Perlend die Augen vom himmlischen Tau.

In der Männer Herrschgebiete
Gilt der Stärke trotzig Recht,
Mit dem Schwert beweist der Scythe,
Und der Perser wird zum Knecht.
Es befehden sich im Grimme
Die Begierden wild und roh,
Und der Eris rauhe Stimme
Waltet, wo die Charis floh.

Aber mit sanft überredender Bitte
Führen die Frauen den Szepter der Sitte,
Löschen die Zwietracht, die tobend entglüht,
Lehren die Kräfte, die feindlich sich hassen,
Sich in der lieblichen Form zu umfassen,
Und vereinen, was ewig sich flieht.


Hildegard Maria

RE: Gedichte

#15 von Hildegard Maria ( gelöscht ) , 01.11.2010 08:58

Dein Gewand, Spruch und Fluch
M. Seemann
zit. vom Freundeskreis Maria Goretti e. V., Planegger Str. 22 b, D-81241 München


Dein Kleid spricht mehr,
als in sieben Tagen
alle deine Worte
und Taten sagen!

Wie dein Gewand du trägst,
ist Urteil und Spruch.
Es hat eine laute Stimme,
redet Segen, redet Fluch.

M. Seemann


Wenn Christinnen eine Ahnung hätten
Papst Pius XII.



Wenn Christinnen eine Ahnung hätten von Versuchung und Fall, die sie bei anderen durch ihre Kleidung verschulden, sie würden erschrecken vor ihrer Verantwortung!

... Seht ihr nicht, daß es eine Grenze gibt, die von keinem Einfall der Mode überschritten werden darf, weil sonst die Mode zum Verderben für die eigene Seele und für die der anderen wird?

PRO VERITATE, Bonaventur Meyer, Postfach, CH-4632 Trimbach/Olten


Hildegard Maria

   

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