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Speise und Trank für das ewige Leben

#1 von esther10 , 14.08.2015 11:36

Speise und Trank für das ewige Leben
Homilie am 20. Sonntag im Jahreskreis
16. August 2015, Lesejahr B
L1: Spr 9,1-6; L2: Eph 5,15-20; Ev: Joh 6,51-58
Alle liturgischen Texte finden Sie im Schott-Messbuch online

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Die eucharistische Rede unseres Herrn in Kafarnaum findet im Evangelium dieses Sonntags ihre Fortsetzung. Jesus Christus ist das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist! Für uns Menschen ist es entscheidend wichtig, dass wir durch den Glauben in die Gemeinschaft mit ihm eintreten.
Genau dies aber ist für viele seiner Zuhörer ein Problem: Sie verweigern Jesus schlicht und einfach den Glauben! Ihr beschränktes Denken lässt es nicht zu anzunehmen, dass Jesus mehr ist als ein gewöhnlicher Mensch. Der Anspruch Jesu, im Namen Gottes, seines Vaters, in die Welt gesandt zu sein, wird von den Zuhörern empört zurückgewiesen.
Die Worte Jesu: „Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt“ empfinden sie als unerhörte Provokation! Wir Heutigen tun uns ja in gewissem Maße leicht. Denn wir können sagen: Das war so und so gemeint! Aber könnte es nicht auch sein, dass wir uns an den Wortlaut der biblischen Texte manchmal allzu sehr gewöhnt haben, sodass wir gar nicht mehr wahrnehmen, welche unerhörte Zumutung auch für unseren Glauben darin liegt?
Die jüdischen Zuhörer Jesu bringen ihre Kritik auf den Punkt: „Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?“ (Joh 6,52) Anstatt sie zu beruhigen, setzt Jesus noch eines nach: Nicht nur sein Fleisch will er ihnen als wahre Speise zu essen geben, sondern auch sein Blut ist ein wahrer Trank, und nur wer diese Speise isst und diesen Trank zu sich nimmt, bleibt in der Gemeinschaft mit ihm!
Blicken wir auf das Geschehen bei der Eucharistiefeier: In jeder heiligen Messe spricht der Priester über den Brot und den Wein die Worte des Herrn beim Letzten Abendmahl: „Das ist mein Leib – das ist mein Blut!“ Nach außen hin ändert sich nichts: Das Brot bleibt für unsere Augen und Sinne weiterhin Brot, der Wein bleibt für unsere Augen und für unser Geschmacksempfinden weiterhin Wein. Die äußeren Gestalten bleiben, doch das Wesen hat sich gewandelt: Vor uns tritt eine neue Wirklichkeit, nämlich Jesus Christus, der Herr selber. Der Gekreuzigte und Auferstandene begegnet uns im heiligen Sakrament. Sein Leib ist wirklich zur Speise geworden unter der Gestalt des Brotes, sein Blut ist zum Trank geworden unter der Gestalt des Weines. Können wir dazu aus ganzem Herzen Ja sagen im Glauben?
Es handelt sich um ein „Geheimnis des Glaubens“, wie der Priester im Anschluss an die Wandlung jeweils ausruft! Der Glaube gründet sich auf das Wort Jesu selber, und ohne das Vertrauen auf die Wahrheit seiner Worte können wir das Geheimnis der Eucharistie nicht anbetend verehren. Ohne Glauben werden wir in dem „Brot des Lebens“ nur gewöhnliches Brot sehen und in dem „Kelch des Heiles“ nur bloßen Wein. Der Glaube aber sagt uns: Hier in der heiligen Messe wird die Opferhingabe Jesu Christi am Kreuz für uns gegenwärtig. Hier werden uns die Früchte seines Erlösungswerkes zuteil. Hier vollzieht sich die himmlische Liturgie, in der Gott angebetet und verherrlicht wird und den Menschen das Heil geschenkt wird. Hier wird gebetet für die Lebenden und für die Verstorbenen.
Bereiten wir dem Herrn eine würdige Wohnung in unserem Herzen, wenn er in der heiligen Kommunion zu uns kommen will! Er kennt uns und liebt uns. Er schenkt sich uns als Speise der Unsterblichkeit, als Arznei für Leib und Seele, als Brot vom Himmel, das wir brauchen für die irdische Pilgerreise. In Jesus Christus, dem Brot des Lebens, ist uns die Gemeinschaft mit Gott geschenkt und die Auferweckung am Letzten Tag verheißen, wenn Jesus Christus wiederkommt in Herrlichkeit.
Amen.


Fröhlich sein,
Gutes tun
und die Spatzen
pfeifen lassen.
Don Bosco
http://www.fatima.pt/portal/index.php?id=14924

 
esther10
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Heute auch : Hl. Maximilian Kolbe
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