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  • 18.10.2010 00:01 - Freude am Glauben...
von esther10 in Kategorie Allgemein.




hast Du Sorgen, sag es Maria


„Wer Ohren hat zum Hören, der höre!“ Mit dieser Aufforderung an seine Zuhörer bekräftigt Jesus stets die Botschaft seiner Gleichnis-Erzählungen über das Reich Gottes. (Siehe Lukas Kapitel 8 oder Matthäus Kapitel 13)

Das Gleichnis vom Sämann. „Der Samen, den dieser ausstreut, ist das Wort Gottes. Der Sämann ist Gott selbst, der seit Beginn der Welt an unserem Heil arbeitet. Er hat sich nicht damit begnügt, seine Diener zu senden, sondern ist in Jesus Christus selbst gekommen…“ (Heiliger Johannes Maria Vianney, Pfarrer von Ars)

Was geschieht mit diesem Samen, dem Wort Gottes? Wer nimmt es wirklich auf und hält daran fest? Gott hat alles für unser Heil bereitet. Es genügt nicht, von Zeit zu Zeit einmal wieder an Gott zu denken. Er ist immer gegenwärtig, er umgibt uns von allen Seiten, er spricht zu uns durch die Wirklichkeit des Alltags, in der Stille, der Einsamkeit, in den menschlichen Begegnungen. Sehen wir jeden neuen Tag als ein Geschenk an, als eine neue Möglichlichkeit, Ihm zu begegnen. Oder um es mit Mark Twain auszudrücken: „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden“. - HJE



Warum Anbetung und was bewirkt sie? Der Evangelist Lukas berichtet uns im Tagesevangelium von heute (Lk 6,12), wie Jesus auf einen Berg stieg und die ganze Nacht im Gebet zu Gott verbrachte. – Die selige Mutter Teresa schreibt dazu:

“Mystische und asketische Menschen aller Zeiten und Religionen haben Gott immer in der Stille, in der Einsamkeit der Wüste, des Waldes und der Berge gesucht. Jesus selber lebte vierzig Tage in völliger Einsamkeit und verbrachte in der Stille der Nacht viele Stunden in inniger Verbundenheit mit dem Vater.

Wir sind dazu aufgerufen, uns von Zeit zu Zeit in eine noch tiefere Stille, ins Alleinsein mit Gott zurückzuziehen. Ausschließlich mit ihm sein, ohne unsere Bücher, Gedanken und Erinnerungen: Gewissermaßen nackt und entblößt in seiner Gegenwart verharren – still, leer, reglos, wartend.

Wir können Gott nicht im Lärm, in der Unruhe finden. Schau doch die Natur an: Bäume, Blumen, Gräser – sie wachsen in der Stille. Sonne, Mond und Sterne bewegen sich in der Stille. Wesentlich ist nicht, was wir zu sagen haben, sondern was Gott sagt: uns und durch uns den Anderen. In der Stille hört er uns, in der Stille spricht er zu unserer Seele. In der Stille kommt uns das Privileg zu, seine Stimme zu vernehmen:

* In der Stille unserer Augen,
* in der Stille unserer Ohren,
* in der Stille unseres Mundes,
* in der Stille unseres Geistes,
* in der Stille des Herzens spricht Gott.“ (Soweit Mutter Teresa)

Auch bei der Ewigen Anbetung, die eine eucharistische Anbetung ist, gibt es die stumme Zwiesprache mit dem Herrn. Obwohl der Herr uns von allen Seiten umgibt (siehe Psalm 139) und seine Gegenwart nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist, so ist doch seine Gegenwart im Sakrament der Liebe ein besonderes Geschenk für uns. Siehe dazu den Beitrag: “Der Herr sucht unsere Nähe mehr als wir ihn” vom 19.08.2010. – HJE

„Geht nicht konform mit dem Zeit-Geist! Leistet Widerstand gegen alle Versuche, die Kirche aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen und unseren Glauben zu diskreditieren! Schart euch um den Felsen Petri!“ Dieser Appell ist ein Extrakt aus dem Kongreß „Freude am Glauben“1 des Forums Deutscher Katholiken, der vom 27. bis 29. August 2010 in Fulda stattfand. (1Die Identität mit dem Namen unserer ‚Initiative Freude am Glauben‘ ist rein zufällig).

Der Kongreß in Fulda, der Stadt mit dem Grab des heiligen Bonifatius („Apostel der Deutschen“) stand in diesem Jahr ganz unter dem Motto „Die Kirche – Dienerin der Wahrheit und Zeichen des Widerspruchs“. Über 1600 Besucher aus dem deutschsprachigen Raum zählten die Veranstalter. Hier Auszüge aus dem Bericht von Michael Hesemann, veröffentlicht in kath.net:



Münch, ein CDUler der „alten Schule“, der selbst im Amt vor jeder Kabinettssitzung die heilige Messe besuchte, bedauerte die Veränderung dieser ehemals christlichen Volkspartei in den letzten 40 Jahren. Er selbst zog nach 37jähriger Mitgliedschaft die Konsequenz, als er auf die unselige Papstschelte von Bundeskanzlerin Angela Merkel hin seinen Parteiaustritt erklärte. Dass Merkel ausgerechnet auf einer Pressekonferenz im Beisein des kasachischen Diktators Nursultan Nasarbajew von Benedikt XVI. eine Erklärung zum Holocaust einforderte, brachte für ihn „das Fass zum Überlaufen“. Die Bundeskanzlerin habe dabei nicht nur alle Grundregeln der Diplomatie und des persönlichen Anstands ignoriert, sondern offenbar weder die Papstrede in Auschwitz noch seine nur zwei Tage zuvor abgegebene Erklärung zum Holocaust-Gedenktag – sie wurde immerhin im Rahmen einer mittwöchlichen Generalaudienz verlesen – zur Kenntnis genommen.

Am deutlichsten sei der Unterschied zwischen der CDU eines Konrad Adenauers und einer Frau Merkel an ihrer Antwort auf die Frage festzumachen, was sie denn am Sonntag täten. „Den Gottesdienst besuchen“ antwortete noch der Alte aus Rhöndorf, „Ausschlafen und Nachdenken“ die Pastorentochter aus der Uckermark.

„Prinzipientreu kann man nur sein, wenn man noch welche hat“, stellte Prof. Alber fest und bedauerte, wie weit das Christentum, das immerhin die Grundlage unserer Kultur ist, auch in der Legislative verdrängt wird. Eine Mitschuld gibt er der Verwässerung des christlichen Glaubensgutes auch in weiten Kreisen der Kirche: „Es ist mehr Welt in die Kirche geflossen als umgekehrt.“ Satan habe sich einst der römischen Kaiser bedient, um die Christen zu verfolgen, heute habe er sich die Theologieprofessoren geschnappt und sei damit erfolgreicher. Aber nicht Werte ändern sich, sondern die Einstellung der Menschen. Darum bedankte er sich für alle öffentlichen Demonstrationen des Glaubens, als Beispiel nannte er die Lichterprozession am Kongresssamstag, und rief jeden Einzelnen dazu auf, in der Gesellschaft Farbe zu bekennen.

Auch Norbert Geis mahnte Prinzipientreue an und lud engagierte Katholiken zum Eintritt in die Parteien ein; nur so ließe sich mittelfristig etwas verändern. Es helfe nicht, „die Politik“ von außen zu kritisieren; Christen müssten wieder in die Spitzengremien gewählt werden. Prinzipientreue hieße aber auch, seinen Glauben öffentlich zu leben. Dazu gehöre das Tragen der Priesterkleidung auf der Straße ebenso wie das Tischgebet im Restaurant oder der Kirchgang mit den Enkeln, wenn schon die Eltern diesen versäumten.

Vor allem aber dürften Kirchenvertreter nicht immer klein beigeben: Dass die Bischöfe nicht offen gegen Abtreibungen oder die unselige Homo-Ehe aufträten, dass eine Frau Käßmann die Pille als Gottesgeschenk bezeichnen durfte, ohne daraufhin Kanzelverbot zu bekommen…
So fand Moderator Dr. Andreas Püttmann keinen Widerspruch, als er nach dem Podiumsgespräch die Resolution „Gebt Zeugnis für Christus und Seine Kirche!“ präsentierte:

„Wir in Fulda zum Kongress ‚Freude am Glauben‘ versammelte Katholiken rufen angesichts des dramatischen Verfalls katholischen Glaubens, kirchlichen Lebens und christlicher Leitkultur in Deutschland alle Gläubigen auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen, ihre Herausforderung anzunehmen und ihre Bereitschaft und Fähigkeit zum christlichen Zeugnis zu erneuern.“ Monatelange Kampagnen gegen Papst und Klerus, ein militanter, missionarischer „neuer Atheismus“ und die Beschneidung der Religionsfreiheit von Christen „ermahnen uns, den Anfängen zu wehren, unsere Kirche entschieden zu verteidigen und dabei auch soziale Blessuren nicht zu scheuen“.

Dabei zitierte die Erklärung das „Stuttgarter Schuldbekenntnis“ der evangelischen Christen aus dem Jahre 1945, das ebenso gut in unsere Zeit passt, in der die Kirche nicht weniger, wenn auch subtiler bedrängt wird: „Wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.“
Ein feierliches Pontifikalhochamt im Fuldaer Dom, zelebriert von Zenon Kardinal Krocholewski aus Rom, dem Präfekten der Kongregation für Katholische Erziehung, schloss die ereignisreichen Kongresstage harmonisch ab.“

Zu erwähnen ist noch die Resolution >>> zu mehr Einsatz für die weltweit verfolgten Christen.

Das Forum Deutscher Katholiken beschreibt sich in Kürze so: „Vertreter katholischer Vereinigungen und eine Reihe von Einzelpersönlichkeiten haben das Forum am 30. September 2000 gegründet. Es will papst- und kirchentreue Katholiken unterschiedlicher Spiritualität und geistlicher Ausrichtung in katholischer Weite zu einem lockeren Verband zusammenführen; denn ein neuer Aufbruch braucht eine organisatorische Stütze. Das Forum steht allen Katholiken offen, die sich zum Glauben unserer Kirche bekennen, wie er im Katechismus der Katholischen Kirche zusammengefaßt ist.“ – HJE



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Kommentar von esther10 - 18.10.2010 17:35

Kommentar von esther10 - 18.10.2010 17:27

Kommentar von esther10 - 18.10.2010 14:19

“Weil ich nicht draussen sein kann”

Warum er immer noch in der katholischen Kirche sei, wurde der Spiegel-Redakteur Matthias Matussek in Verbindung mit dem Bekanntwerden der Mißbrauchsfälle gefragt.

Seine Antwort lautet: „Weil ich nicht draußen sein kann. Ich bin katholisch zur Welt gekommen, aufgewachsen, erzogen, geprägt – und werde wohl katholisch sterben. Ich bin so katholisch wie ich Mann bin. Ich habe mir die katholische Religion nicht ausgesucht. Aber wenn ich die Wahl gehabt hätte, hätte ich wohl sie genommen.

Mir dreht sich der Magen um, wenn ich an die Missbrauchsfälle denke, die unter dem Deckmantel der Kirche geschehen sind. Sie sind ein Verbrechen, sind eine Sünde. Aber die katholische Religion lässt sich dafür ganz sicher nicht verantwortlich machen, auch wenn es derzeit versucht wird…”

Er schreibt weiter unter anderem:

“Auch ich bin auf ein katholisches Internat gegangen, auf das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg. Glückliche Jugendjahre. Jesuiten haben einen guten Ruf als Pädagogen, in der ganzen Welt, und er ist verdient. Ich habe es genossen, in dieser Gemeinschaft zu lernen, Studienpulte, Silentium von 13 bis 15 Uhr, danach Sport, Sport, Sport. Musisches, Theater, Geschichten erzählen, aus allem wurde eine Art Olympiade gemacht. Die Schlafsäle, die Kissenschlachten. Beim Essen wurde vorgelesen. So lernte ich “Moby Dick” kennen und “Oliver Twist”. Meine Erinnerungen an die Internatszeit sind schön und ungetrübt wie diejenigen, die vor ein paar Wochen der Anwalt und Schriftsteller Ferdinand von Schirach für den SPIEGEL notiert hat. Er war in St. Blasien.

Wie er kann auch ich mich nicht an das geringste Vorkommnis erinnern, das einen Verdacht erweckt hätte. Die einzigen homoerotischen Spielereien fanden unter uns statt, da mussten wir uns nicht von irgendwelchen Patres beraten lassen, das kommt alterstypisch.

Wir Katholiken sollten uns nicht von den Hysterikern des Tages überrollen lassen. Die Kirche ist in einer ernsten Krise, das ja, aber nicht jeder Vorwurf ist damit gerechtfertigt.

Nein, ich werde nicht austreten aus der Kirche. Man wechselt seine Religion nicht wie ein Hemd.” >>> Download Artikel: “Austritt kommt nicht in Frage” als PDF-Datei.

Liebe Schwester, lieber Bruder, erlaube mir, dass ich mich selber bekannt mache: Am 2. Januar 1873 wurde ich in Alencon, einer Stadt in der Normandie, geboren. Nach dem Tod meiner Mutter – ich war noch keine fünf Jahre alt – zogen wir (mein Vater und meine vier älteren Schwestern) in das benachbarte Lisieux. In der neuen Umgebung fühlte ich mich zunächst ganz wohl, doch seit der Schulzeit ging es mit meiner körperlichen und seelischen Gesundheit immer mehr bergab. Erst mit 14 Jahren kehrte meine volle Stabilität wieder zurück. Gott selbst hatte eingegriffen, um mir zu zeigen, dass ich ohne ihn nichts vermag. Gott Freude zu machen, davon war ich durchdrungen, seit ich denken konnte. Jetzt wollte ich mich ihm ganz schenken in der Absicht, an der Bekehrung der Sünder mitzuwirken. Obgleich noch ein Kind, wollte ich nicht länger warten, da ich die innere Ahnung hatte, nicht alt zu werden. Nachdem ich Himmel und Erde in Bewegung gesetzt hatte, wurde ich 15jährig in das Kloster der Karmelitinnen von Lisieux aufgenommen. Das Klosterleben in seiner Strenge war für mich kein Problem, doch Gott in den Menschen zu lieben, hat mich oft viel gekostet. Hätte ich dabei nur auf meine eigene Kraft gebaut, wäre ich bestimmt kläglich gescheitert. Doch im Vertrauen auf die göttliche Barmherzigkeit ist mein Leben – es währte nur 24 Jahre – gelungen. Selbst in der äußersten Verlassenheit meiner Todeskrankheit hat mich der Glaube gehalten. Das Besondere an meinem Leben ist nicht mein Verdienst, sondern die erbarmende Liebe Gottes. Sich seiner Liebe zu überlassen und in Treue und Tapferkeit all die kleinen Liebeserweise zu erbringen, die der Alltag fordert, dazu möchte ich Dich ermutigen und auf diesem Weg begleiten.

Therese wollte von Jugend an eine Heilige werden. Doch beim Vergleich mit den großen Vorbildern kam sie sich unendlich klein vor. Dennoch sagte sie sich: “Wenn Gott keine unerfüllbaren Wünsche eingibt, dann muss es für mich einen Weg zur Heiligkeit geben.” Im Studium der Hl. Schrift und im intensiven Nachdenken gewann sie wertvolle Einsichten:

* Mich selber größer zu machen ist unmöglich! Ich muss mich ertragen wie ich bin.
* Es ist gar nicht nötig, durch mein eigenes Bemühen zu wachsen.
* Jesus verlangt von mir keine großen Taten, sondern nur Hingabe und Dankbarkeit.
* Ich habe kein anderes Mittel, um Gott meine Liebe zu beweisen, als aus Liebe zu ihm auch die allerkleinsten Dinge zu tun.
* Ich bin mir meiner eigenen Nichtigkeit bewusst und erwarte alles von Gott.
* Ich lasse mich wegen meiner Fehler nicht entmutigen.

Kurz vor ihrem Tod sprach Therese noch einmal eindringlich über ihre Sendung: “Ich will die Menschen lehren, Gott so zu lieben, wie ich ihn liebe und ihnen meinen kleinen Weg geben. Ja, ich will meinen Himmel damit verbringen, auf Erden Gutes zu tun.” Der kleine Weg … auch für mich? Bis auf den heutigen Tag gehen Millionen von Menschen in aller Welt den “Kleinen Weg”, indem sie versuchen, die Aufgaben des Alltags in Liebe zu erfüllen, denn: “Vor Gott zählt nicht der Verdienst, sondern allein die Liebe.” Anstelle hochfliegender Pläne für morgen, soll ich das heute verwirklichen, was diese Stunde und Minute von mir verlangt, unscheinbare Dinge und Taten wie zum Beispiel:

* Durch ein Lächeln, wenn ich lieber ein missmutiges Gesicht machen möchte.
* Durch ein Wort, das ich nicht sage, obwohl es mir auf der Zunge brennt.
* Durch einen kleinen Verzicht auf ein erlaubtes Vergnügen.
* Indem ich einen unangenehmen Menschen bewusst ertrage.
* Indem ich eine lästige Arbeit nicht aufschiebe.
* Indem ich ein Gebet geduldig zu Ende führe.

Durch die kleinen Liebesakte bleibe ich ständig in lebendiger Verbindung zu Gott. Therese vergleicht sie mit Strohhalmen, die dem Feuer der Gottesliebe immer wieder neu Nahrung geben. Das einzige, was der “Kleine Weg” verlangt, ist Ausdauer – ein Leben lang. Doch seien wir unbesorgt. Der, der uns die Gnade des Anfangs gibt, ist treu und wird uns helfen, den einmal eingeschlagenen Weg auch zu vollenden. – Therese von Lisieux wurde 1925 heiliggesprochen und 1997 zur Kirchenlehrerin erhoben.

Heinz Josef Ernst

Kommentar von esther10 - 18.10.2010 14:16

Christus kennen: Hoffnung und Freude
von Ernst

“Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht: Christus meine Zuversicht, auf dich vertrau‘ ich und fürcht‘ mich nicht…”. So heißt es in einem Lied der ökumenischen Brüdergemeinschaft in Taizé.

„Damit ihr Hoffnung habt“, unter diesem Leitwort stand auch der gerade zu Ende gegangene Zweite Ökumenische Kirchentag in München.

Erzbischof Reinhard Marx trug beim Eröffnungsgottesdienst auf der Theresienwiese ein Grußwort von Papst Benedikt vor:

„….Ihr wollt inmitten einer schwierigen Zeit ein Signal der Hoffnung in die Kirche und in die Gesellschaft senden. Dafür danke ich Euch sehr. Denn unsere Welt braucht Hoffnung, unsere Zeit braucht Hoffnung.

Aber ist die Kirche eigentlich ein Ort der Hoffnung? In den letzten Monaten sind wir mit immer neuen Meldungen konfrontiert worden, die uns die Freude an der Kirche nehmen möchten, sie als Ort der Hoffnung verdunkeln. Wie die Knechte des Gutsherrn im Gleichnis des Evangeliums vom Gottesreich, so möchten auch wir den Herrn fragen: „Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut?“ (Mt 13, 27).

Ja, der Herr hat mit seinem Wort und mit der Hingabe seines Lebens wahrhaftig guten Samen auf den Acker der Erde gesät. Er ist aufgegangen und geht auf. Wir brauchen dabei nicht nur an die großen Lichtgestalten der Geschichte zu denken, denen die Kirche das Prädikat „heilig“, das heißt ganz von Gott durchdrungen, von ihm her leuchtend zuerkannt hat. Jeder von uns kennt auch die kleinen, von keiner Zeitung erwähnten und in keiner Chronik zitierten Menschen, die vom Glauben her zu einer großen Menschlichkeit und Güte gereift sind.

Abraham hat in seinem leidenschaftlichen Disput mit Gott um den Erhalt der Stadt Sodom vom Herrn der Welt die Zusicherung erhalten, wenn es dort zehn Gerechte gebe, werde er die Stadt verschonen (Gen 18, 22–33).

Wie viel mehr als zehn Gerechte gibt es in unseren Städten gottlob! Wenn wir ein wenig wach sind, wenn wir nicht nur das Dunkle, sondern das Helle und Gute in unserer Zeit wahrnehmen, sehen wir, wie der Glaube die Menschen rein und gütig macht und sie zur Liebe erzieht.

Noch einmal: Es gibt das Unkraut gerade auch mitten in der Kirche und unter denen, die der Herr in besonderer Weise in seinen Dienst genommen hat. Aber das Licht Gottes ist nicht untergegangen, der gute Weizen nicht erstickt worden von der Saat des Bösen.

„Damit ihr Hoffnung habt“: Dieser Satz will uns zuallererst dazu einladen, den Blick für das Gute und für die Guten nicht zu verlieren.

Er will uns einladen, selbst gut zu sein und immer neu gut zu werden; er will uns einladen, wie Abraham mit Gott um die Welt zu streiten und dabei leidenschaftlich selbst danach zu streben, von Gottes Gerechtigkeit her zu leben.

Ist also die Kirche ein Ort der Hoffnung? Ja, denn von ihr kommt immer wieder Gottes Wort zu uns, das uns reinigt und den Weg des Glaubens zeigt. Sie ist es, weil in ihr der Herr sich immer wieder selbst schenkt – in der Gnade der Sakramente, im Wort der Versöhnung, in den vielfältigen Gaben seines Trostes. Das kann durch nichts verdunkelt und zerstört werden. Darüber sollen wir uns mitten in aller Drangsal freuen.

Wenn wir von der Kirche als Ort der von Gott herkommenden Hoffnung sprechen, dann bedeutet dies zugleich eine Gewissenserforschung: Wie gehe ich mit der Hoffnung um, die der Herr uns geschenkt hat? Lasse ich mich wirklich von seinem Wort formen? Lasse ich mich von ihm ändern und heilen? Wie viel Unkraut wächst eigentlich in mir selbst? Bin ich bereit, es auszureißen? Bin ich dankbar für das Geschenk der Vergebung und bereit, meinerseits anderen zu vergeben und zu heilen, statt zu verdammen? Fragen wir noch einmal: Was ist das eigentlich, „Hoffnung“?

Die Dinge, die wir selbst machen können, sind nicht Gegenstand der Hoffnung, sondern Aufgabe für uns, die wir mit der Kraft unseres Verstandes, unseres Willens und unseres Herzens zu erfüllen haben. Aber wenn wir über all das nachdenken, was wir leisten können und müssen, dann fällt uns auf, dass wir die allergrößten Dinge nicht machen können. Sie können nur als Geschenk zu uns kommen: die Freundschaft, die Liebe, die Freude, das Glück. Noch etwas will ich dabei anmerken:

Wir alle wollen leben, und auch das Leben können wir uns nicht selber geben.

Kaum noch jemand spricht freilich heute über das ewige Leben, das einst der eigentliche Gegenstand des Hoffens war. Weil man nicht daran zu glauben wagt, muss man nun alles von diesem Leben erhoffen.

Das Beiseite-Lassen der Hoffnung auf das ewige Leben führt zu einer Gier nach Leben jetzt und hier, die fast unausweichlich egoistisch wird und schließlich unerfüllbar bleibt.

Gerade wenn wir das Leben selber als eine Art Habe an uns reißen wollen, läuft es uns davon. Aber kehren wir zurück. Die großen Dinge des Lebens können wir nicht machen, wir können sie nur erhoffen. Die frohe Botschaft des Glaubens besteht eben darin:

Es gibt den, der sie uns schenken kann. Wir sind nicht allein gelassen. Gott lebt. Gott liebt uns. In Jesus Christus ist er einer von uns geworden. Ich kann ihn anreden, und er hört mir zu.

Darum sagen wir mit Petrus in der Wirrnis unserer Zeiten, die uns so viele andere Wege einredet, zu ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes“ (Joh 6, 68f).

Zum Schluß wünscht der Papst den auf der Theresienwiese Versammelten (und damit uns allen), die Freude darüber zu erfahren, Gott kennen zu dürfen. Dass wir Christus kennen. Dass er uns kennt. Das ist unsere Hoffnung und unsere Freude mitten in den Wirrnissen dieser Zeit.

Kommentar von esther10 - 18.10.2010 14:13

von Ernst

Planmäßig und bei bestem Sommerwetter lief die angekündigte Präsenz in der Villinger Innenstadt ab. Eine Plakattafel konfrontierte die Passanten mit der Frage: „Ist beim Tod alles aus?“ Die Tafel enthielt auch Informationen zur geschenkten Vergebung in der Beichte und zum christlichen Sender Radio Horeb. Es hatte allerdings den Anschein, dass das für jeden Menschen wichtige Thema ‚Tod‘ die meisten nicht wirklich beschäftigt. Sicher ein Spiegelbild der unlängst von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführten Umfrage, nach der 65 % der deutschen Bevölkerung glauben, dass nach dem Tod alles aus ist. Wenn die 65 % recht hätten, wäre unser Glaube sinnlos und das Christentum und andere Religionen hinfällig. Aber Jesus selbst sagt: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt und hat das ewige Leben, und auch: Gott ist ein Gott der Lebenden und nicht der Toten. – Bibel und Glaubensbekenntnis sagen uns, dass Jesus wiederkommen wird in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten (das heißt, die Verstorbenen werden wieder aufstehen zum Gericht).

Mit dem Ruf „Die Kirche hat ein Problem“ kam gleich zu Beginn ein Passant auf uns zu und nannte als Grund dafür die Ehelosigkeit der Priester, den Zölibat. Gegenargumente ließ er dabei nicht zu. – „Die Kirchgänger sind keine bessere Menschen – man kann außerhalb der Kirche genau so beten“. Hier liegt eine falsche Sichtweise vor. Es geht gar nicht um besser oder schlechter. Jesus Christus lädt uns zu sich ein. Er ist das Haupt und der Heilige Geist das Herz der Kirche. Jesus stärkt uns durch sein Wort und nährt uns durch die heiligen Sakramente: Die Vergebung und Versöhnung in der Beichte, die heilige Kommunion, die Krankensalbung. – Jesus hat schon alles für unser ewiges Heil am Kreuz auf Golgatha getan. Wir brauchen sein Geschenk, seine Gnade (durch die Sakramente) nur noch im Glauben anzunehmen.

Kommentar von esther10 - 18.10.2010 14:09

„Der Herr sucht unsere Nähe viel mehr als wir ihn“

Was sind die Quellen der Freude eines Christen? Dazu gehört die erlebte Gegenwart Jesu in der Heiligen Eucharistie ["Gottheit tief verborgen, betend nah' ich dir..." - Lied im 'Gotteslob' nach Thomas von Aquin]. Wer sich auf die Suche macht, findet in vielen Städten Oasen des Gebets. Jesus lädt uns ein, beim ihm in seiner verborgenen Gegenwart zu verweilen und zu beten. An einigen Orten ist dies sogar täglich rund um die Uhr möglich, wie zum Beispiel in der Sankt Clemens-Kirche, Berlin, Stresemann-Straße 66. Neben der „Ewigen“ eucharistischen Anbetung (24 Stunden) gibt es von 9 bis 24 Uhr Offene Kirche, Beichtgelegenheit, Geistliche Begleitung und Gesprächsangebot. Zu jeder vollen Stunde wird der Barmherzigkeitsrosenkranz gebetet. Mehr dazu unter St. Clemens Berlin.

„Der Herr sucht unsere Nähe viel mehr als wir ihn…“, eine Aussage des Vorsitzenden des Fördervereins St. Clemens, Matthias Raphael Prause, im Interview mit der katholischen Zeitung „Die Tagespost“. Daraus Zitate: „…die Anbetung ist ein besonderes Herzensanliegen unseres Heiligen Vaters, weil es ein Herzensanliegen Gottes selbst ist. Unser Papst lädt die Kirche eindringlich zur eucharistischen Anbetung ein…Gerade in den Städten brauchen wir dringend Orte des Gebets, an denen Menschen Gott begegnen können. Es gibt in dieser Welt keinen unmittelbareren Zugang zum lebendigen Gott, als durch die Eucharistie. Sie ist das größte Geschenk, denn in ihr schenkt sich Gott uns selbst. Mehr kann man nicht schenken, mehr kann man nicht lieben. Wenn wir anbeten, antworten wir auf diese Liebe mit dem wenigen, was wir haben. Und diese Antwort verwandelt unser Herz. Wer im Glauben wachsen, wer Gott kennenlernen, wer ihm wirklich begegnen will, dem möchte ich die Anbetung ans Herz legen.“

Während eines Aufenthaltes in Irland im Juli 2010 wurden verschiedene Kirchen aufgesucht, in denen täglich mindestens eine Stunde eucharistische Anbetung ist. Zum Beispiel in Castlebar: „Can you not watch one hour with me?” (Kannst du nicht eine Stunde mit mir wachen?, fragt Jesus auch uns)

Oder in Frankfurt am Main, im Herzen der Main-Metropole zwischen der Einkaufsstraße ZEIL und dem Frankfurter Dom. Es ist die von Franziskanern betreute Liebfrauenkirche. Oder in Stuttgart in der Bischofskirche St. Eberhard, Nähe Hauptbahnhof.

Bevor Aktivitäten gestartet werden, braucht das Unternehmen eine klare Zielsetzung. Zielsetzung ist in anderer Weise auch im privaten Leben wichtig. Ohne Ziel können Handlungen und Vorhaben ins Leere laufen und ergeben letztlich keinen Sinn.

Da stellt sich also die Sinnfrage, die Frage nach dem eigentlichen Ziel unseres irdischen (christlichen) Lebens. Hören wir zunächst hinein in ein Gespräch über den Heiligen Geist zwischen dem großen Starzen (Mönch) Seraphim von Sarov und seinem Freund Motovilov.

Motovilov berichtet: Der Tag war trüb, Schnee lag zentimeterhoch auf der Erde, als Vater Seraphim mit mir das Gespräch in der Nähe seiner Einsiedelei begann. „Der Herr offenbarte mir“, sagte der große Starez, „dass ihr schon seit Eurer Kindheit wissen wollt, worin das Ziel unseres christlichen Lebens besteht. Bei vielen wichtigen geistlichen Personen habt Ihr darüber schon zu wiederholten Malen gefragt. Niemand aber hat Euch darüber etwas Genaues gesagt. Man hat Euch gesagt: Geh in die Kirche, bete zu Gott, erfülle die Gebote Gottes, tue Gutes – darin besteht auch für dich das Ziel des christlichen Lebens. Andere waren sogar schlecht zu sprechen auf Euch, weil Ihr Euch mit einer Gott nicht wohlgefälligen Neugier beschäftigen würdet und sagten zu Euch: Such nicht das, was für dich zu hoch ist. Man hat aber nicht so zu Euch gesprochen, wie es eigentlich sein sollte. Ich, der arme Seraphim, erkläre Euch nun, worin tatsächlich dieses Ziel besteht.“

„Gebet, Fasten, Nachtwachen und alle anderen christlichen Taten sind soweit nicht schon von sich aus gut, als in der Tätigkeit allein noch nicht das Ziel unseres christlichen Lebens besteht, wenn sie auch unabdingliche Mittel zum Erreichen des Zieles sind. Das wahrhaftige Ziel unseres christlichen Lebens jedoch besteht in der Erlangung des heiligen Geistes Gottes. Fasten aber und Nachtwachen, Gebet oder Wohltätigkeit, alle um Christi Willen verrichtete guten Werke sind Mittel zur Erlangung des Heiligen Geistes Gottes.“

„Merkt, Freund, dass nur das gute Werk, das für Christus getan wird, uns die Früchte des Heiligen Geistes bringt. Alles, was nicht für Christus getan wird, mag es auch gut sein, bringt uns im Leben der zukünftigen Welt keinen Lohn, ja sogar im hiesigen Leben gewährt es uns nicht die Gnade Gottes.“

„So ist es, mein Gottesfreund. So besteht im Erlangen dieses Heiligen Geistes das wahre Ziel unseres christlichen Lebens, Gebet hingegen, Wachen, Fasten, Almosen und andere um Christi willen verrichtete Tugenden sind nur die Mittel zur Erlangung des Heiligen Geistes.”

„Was ist das, Erlangung?” fragte ich Vater Seraphim, „ich verstehe das nicht.“

„Erlangung ist ganz dasselbe wie Erwerben”, antwortete er mir. „Ihr versteht doch, was Geld verdienen heißt? Genau so verhält es sich mit der Erlangung des Heiligen Geistes. Ihr versteht doch, was im weltlichen Sinn Erwerben bedeutet, mein Gottesfreund? Das Lebensziel der Leute im Allgemeinen ist das Geldverdienen, bei den Adeligen darüber hinaus, der Empfang von Ehrungen, Auszeichnungen und anderer Belohnungen im Staatsdienst. Das Erwerben des Heiligen Geistes ist ebenso ein Kapital, nur ist es gnadenhaft und ewig und es wird auf ein und demselben Wege erworben wie Geld, staatliche Verdienste und zeitliche Güter, eines ist dem anderen sehr ähnlich. Gott das Wort, unser Herr und Gottmensch Jesus Christus vergleicht das Leben mit einem Marktplatz, das Tun unseres Lebens nennt Er einen Einkauf und uns allen sagt Er: „Kauft, bis Ich komme, kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse“, das heißt, gewinnt die Zeit zum Empfang der himmlischen Güter über die irdischen Waren. Die irdischen Waren, das sind die Tugenden, die für Christus getan werden und die uns die Gnade des Allheiligen Geistes erlangen. (Das Gespräch wurde entnommen aus Feuer & Licht Nr. 178, Juni 2010)

Kommentar: Natürlich kann niemand den Heiligen Geist „kaufen“ – dass hatte der Apostel Petrus auch einem Mann namens Simon klargemacht – siehe Apostelgeschichte 8,18-21: „Als Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Geist verliehen wurde, brachte er ihnen Geld und sagte: Gebt auch mir diese Macht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt. Petrus aber sagte zu ihm: Dein Silber fahre mit dir ins Verderben, wenn du meinst, die Gabe Gottes lasse sich für Geld kaufen. Du hast weder einen Anteil daran noch ein Recht darauf, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott.“

Für die Getauften und Gefirmten können die Aussagen des Seraphim von Sarov so verstanden werden: In der heiligen Firmung spricht der Bischof „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem heiligen Geist.“ Es handelt sich dabei um eine Berufung zum Leben in Gott, zur Nachfolge Jesu Christi. Es ist eine anfanghafte Gnade, also noch nicht die ganze Fülle des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist will den Firmanden anspornen zu Taten der Liebe, zum Einsatz für das Reich Gottes, damit die Früchte des Geistes heranreifen und sichtbar werden. Der Galaterbrief sagt dazu: Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue (Gal 5,22)

Frucht bringen ist auch die Verheißung Jesu im Johannes-Evangelium im Kapitel 15,1-17: Christus ist der wahre Weinstock. Die Voraussetzung, Frucht zu bringen, ist, als Rebe am Weinstock mit ihm verbunden zu bleiben. Wenn die Rebe abgeschnitten ist, verdorrt sie.

Wenn Seraphim von Sarov über das Erwerben den Heiligen Geistes spricht und auf die Worte Jesu hinweist, denkt er sicher an das Kapitel 16,9-13 bei Lukas, in dem es um den richtigen Gebrauch der irdischen Güter geht. Paul Gerhard Müller kommentiert: „Wie der korrupte Verwalter im Kapitel Lukas 16 sollen sich die Jünger mit dem „ungerechten Mammon“ Freunde machen, damit sie in die „ewigen Zelte“ Gottes beim Endgericht aufgenommen werden, „wenn er aufhört“. Klugheit besteht für den Jünger darin, den Reichtum geschickt für die Armen zu verwenden, sich durch Almosengeben auf Zukunft hin bei Gott „abzusichern“ (siehe Lk 12,33), da die irdische Existenzsicherung durch Geld plötzlich im Tod aufhört. Mit „Freunde machen“ ist Gott gemeint, nicht die Armen. Der Mammon ist schon deswegen ungerecht, weil der ungleich verteilte Reichtum prinzipiell eine Unrechtssituation schafft, solange er nicht solidarisch und gerecht in Verteilung gebracht wird (Vgl. Sir 5,8; 27,1f; Mk 4,19)

Lukas 12,33: “Verkauft alles, was ihr habt, und gebt es als Almosen. Macht euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz in den Himmeln, der nicht versiegt, wo kein Dieb herankommt und keine Motte zerstört. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“

Ein Heiliger des 20. Jahrhunderts, Maximillian Kolbe, der bekanntlich anstelle eines Familienvaters freiwillig in den Tod ging, hatte eine sehr zielgerichtete Auffassung über die Verwendung des Geldes: Maximilian gab die Zeitschrift ‚Immaculata‘ heraus und verwendete die seinerzeit modernsten Druckmaschinen. Ein Mitbruder hatte deswegen Bedenken und fragte: „Was würde unser Ordensgründer, der heilige Franz von Assisi dazu sagen?“ Maximillian erwiderte: Franz würde dies begrüßen und sagen, ‚für das Reich Gottes muß alles in die Waagschale geworfen werden!‘

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