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  • 27.12.2013 11:03 - 27.12. Johannes
von Hildegard Maria in Kategorie Allgemein.

27.12. Johannes

Berufung Mt 4, 21-22


Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

Ungenannt Joh 1, 35-40

Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister , wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren.

Mutterliebe

Mt 20,20-28


Damals kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte. Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen. Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es. Da antwortete er ihnen: Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat.
Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.


Fragender

Mk 9, 38-41


Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört - amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen.

Mahlbereiter

Lk 22, 7-13


Dann kam der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem das Paschalamm geschlachtet werden musste. Jesus schickte Petrus und Johannes in die Stadt und sagte: Geht und bereitet das Paschamahl für uns vor, damit wir es gemeinsam essen können. Sie fragten ihn: Wo sollen wir es vorbereiten? Er antwortete ihnen: Wenn ihr in die Stadt kommt, wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, und sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann? Und der Hausherr wird euch einen großen Raum im Obergeschoss zeigen, der mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles vor! Sie gingen und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.

Bei Jesus

Joh 18, 12-15


Die Soldaten, ihre Befehlshaber und die Gerichtsdiener der Juden nahmen Jesus fest, fesselten ihn und führten ihn zuerst zu Hannas; er war nämlich der Schwiegervater des Kajaphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war. Kajaphas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte: Es ist besser, dass ein einziger Mensch für das Volk stirbt. Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus. Dieser Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus in den Hof des hohepriesterlichen Palastes.


Am Grab

Joh 20, 1-10


Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste. Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.

Begegnung

Joh 21,20-24


Petrus wandte sich um und sah, wie der Jünger, den Jesus liebte, (diesem) folgte. Es war der Jünger, der sich bei jenem Mahl an die Brust Jesu gelehnt und ihn gefragt hatte: Herr, wer ist es, der dich verraten wird? Als Petrus diesen Jünger sah, fragte er Jesus: Herr, was wird denn mit ihm? Jesus antwortete ihm: Wenn ich will, dass er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an? Du aber folge mir nach! Da verbreitete sich unter den Brüdern die Meinung: Jener Jünger stirbt nicht. Doch Jesus hatte zu Petrus nicht gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, dass er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an? Dieser Jünger ist es, der all das bezeugt und der es aufgeschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.


Hl. Apostel Johannes Apostel und
Evangelist


Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte. (Joh 13,23)

Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. (Joh 19,25-27)


Johannes der Theologe

Johannes ist der Sohn des Zebedäus und Bruder des Jakobus. Beide waren Fischer am See von Galiläa. Nach den synoptischen Evangelien beruft Jesus Johannes zusammen mit Jakobus am See, unmittelbar nach der Berufung des Petrus und Andreas, die ebenfalls dort als Fischer gearbeitet haben.
Das Johannesevangelium erwähnt Johannes ebenso wenig wie dessen Bruder Jakobus namentlich. Hier sind es zwei Jünger Johannes des Täufers, die als erste Jesus folgen, Andreas und ein nicht namentlich genannter, der aber höchstwahrscheinlich Johannes ist.
Nach den Synoptikern gehört Johannes zusammen mit Petrus und Jakobus zum engeren Kreis der Jünger, die Jesus oft in seine Nähe holt. Er und sein Bruder hatten wohl ein stürmisches Temperament, weshalb Jesus sie Donnersöhne nennt.
Die Tradition identifiziert den Jünger, den Jesus liebt, mit Johannes und sieht somit auch Johannes als Schreiber des Vierten Evangeliums. Doch der Textbefund lässt auch andere Deutungen zu. Ernstzunehmende Exegeten sehen in Andreas den Lieblingsjünger Jesu.
Sicher ist, dass der Jünger, den Jesus liebte im Johannesevangelium die herausragende Stellung hat, die in den Synoptikern den drei Aposteln Petrus, Jakobus und Johannes zukommt. Er ist der Garant für die Verlässlichkeit der Überlieferung.
Johannes war der Tradition nach der Apostel, der am längsten gelebt hat und auch der einzige, der eines natürlichen Todes gestorben ist. In der Ostkirche wird er "der Theologe" genannt. Die Tradition sieht in ihm den Autor des Johannesevangeliums und der Offenbarung. Diese hat er in hohem Alter in der Verbannung auf Patmos geschrieben.
Bei der Festsetzung des Zeitpunktes der Entstehung des Johannesevangeliums sprechen immer mehr Gründe gegen die von vielen Exegeten vertretene Spätdatierung. Johannes berichtet anders von Jesus, als es die Synoptiker tun. Während diese viele einzelne Begebenheiten aus dem Leben Jesu ordnen und aneinanderreihen, geht Johannes mehr in die Tiefe. Er berichtet nur von wenigen entscheidenden Ereignissen im Leben Jesu, führt diese aber breit aus, indem er auch immer wieder lange Reden Jesu einfügt. Es lohnt sich, diese Texte näher zu betrachten. Wer nicht in die Breite, sondern in die Tiefe gehen möchte, wird den reichen Schatz des Johannesevangeliums entdecken.
Johannes beginnt sein Evangelium mit dem berühmten Prolog. Er sagt uns, dass in diesem Jesus, von dem das Evangelium berichtet, Gott wahrhaft Mensch geworden ist. Das Wort, durch das die Welt erschaffen wurde, wird Fleisch und so spricht der wahre Gott als wahrer Mensch zu uns. "Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht."
Diese Kunde des Sohnes Gottes hat Johannes für uns aufgeschrieben. Doch Johannes hat nicht nur die Worte Jesu mit den Ohren gehört und seine Taten mit den Augen gesehen, sondern die Kunde des Sohnes Gottes ist bei ihm von Herz zu Herz gegangen. Wie der Sohn aus dem Herzen des Vaters spricht, so hat auch Johannes mit seinem Herzen den Zugang zum Wort Gottes gefunden.
Wie schon erwähnt sieht die Tradition in Johannes den Jünger, der beim letzten Abendmahl an der Seite Jesu lag. Diese innige Verbindung zwischen Jesus und seinem Jünger kommt sehr schön in der bekannten Darstellung von Johannes an der Brust Jesu zum Ausdruck. Doch dieser Platz ist kein Privileg des Johannes. Mit seinem Evangelium will er uns zu diesem Platz führen, er will den Menschen das Herz für die Botschaft Jesu öffnen, dass wir uns ganz diesem Jesus hingeben. Wie Johannes soll jeder von uns ein geliebter Jünger Jesu sein und diesen Jesus im Herzen tragen.
Johannes hatte auch eine tiefe Beziehung zur Gottesmutter. Nach dem Johannesevangelium standen Johannes und Maria unter dem Kreuz Jesu und Jesus vertraut sie einander an.
Wenn wir das Johannesevangelium mit den Synoptikern vergleichen, so wird uns eines deutlich: die Zwölf Apostel waren keine Einheitstruppe. Es gab unter ihnen die verschiedensten Charaktere. Das hat sicher auch zu Spannungen in der Gruppe geführt, aber diese Vielfalt gab der jungen Kirche auch eine Dynamik, die in Verbindung mit dem Wirken des Heiligen Geistes die Botschaft von Jesus Christus in die Welt hinausgetragen hat.
Die Unterschiede zwischen Johannes und den Synoptikern zeigen auch die Vielfalt der Kirche auf. Wenn auch in allen Evangelien die herausragende Stellung des Petrus zur Geltung kommt, haben wir bei Johannes andere Apostel im Vordergrund als bei den Synoptikern. Dies zeigt, dass jeder der Apostel in dem Gebiet, in dem er gewirkt hat, eine einzigartige Stellung einnahm. Diese lokalen Unterschiede in Verbindung mit der einenden Rolle des Petrus sind ein Bild für die Kirche, die der Eigenständigkeit Raum gibt und doch zur Einheit zusammenführt.
Johannes möchte uns zum Denken anregen, dass wir die festgefahrenen Bahnen verlassen, die Tradition hinterfragen und so zum Kern der frohen Botschaft kommen. Der Mittelpunk all unseres Denkens und Tuns muss Jesus Christus sein. Wenn wir mit ihm verbunden sind, sind wir auf dem richtigen Weg. Er ist die Wahrheit die Leben schenkt.

Hl. Apostel Johannes
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Joh 1,14

So lautet die Weihnachtsbotschaft des Johannes. Wenn wir bei ihm auch nichts von einem Kind in der Krippe im Stall vom Betlehem lesen, so erfassen doch diese seine Worte das Geheimnis der Menschwerdung Gottes auf intensivste Weise.

„Der Logos ist im Fleisch gekommen, ist sichtbar geworden und hat bei uns sein Zelt aufgeschlagen. In den folgenden Kapiteln macht Johannes nichts anderes, als die Konsequenzen aus diesem zentralen und provozierenden Vers zu ziehen. Wer Gott sucht, muss das fleischgewordene Wort suchen; in ihm kann er den Vater, das dreifaltige Geheimnis betrachten.“ (Carlo M. Martini)



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