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  • 10.08.2013 12:58 - 10. August - Hl. Laurentius; Ged. d. hl. Philomena
von Hildegard Maria in Kategorie Allgemein.

10. August - Hl. Laurentius; Ged. d. hl. Philomena

Der hl. Laurentius soll hispanischer Herkunft gewesen sein. - In Rom wurde er Archidiakon des heiligen Papstes Sixtus II. (6.8.). Dieser hatte vor seiner Wahl zum Nachfolger Petri als Archidiakon den Jüngling Laurentius selbst im Glauben unterwiesen.

Es wird berichtet, daß Papst Sixtus auf dem Weg zur Hinrichtung von seinem Archidiakon begleitet wurde. Dieser fragte den Heiligen Vater: „Wohin willst du ohne deinen Diakon gehen? Warum willst du das Opfer darbringen ohne mich, den du selbst unterrichtet hast. Opfere mich auf, damit du in angemessener Begleitung zur Krone gelangest!“ Sixtus entgegnete ihm: „Schwache Schüler gehen dem Lehrer voran, starke folgen ihm, denn sie bedürfen seiner nicht mehr. Nach drei Tagen wirst du deinen Kampf zu bestehen haben und mir folgen.“

Nachdem Sixtus II. und sechs seiner Diakone am 6. August 258 hingerichtet worden waren, ergriff man auch Laurentius, den Erzdiakon des Papstes. Dieser aber bat um drei Tage Zeit, um den Schatz der Kirche heranzuschaffen und ihn dem Kaiser Valerian (253 - 260) zu übergeben. Während dieser drei Tage verteilte Laurentius das gesamte Vermögen der Kirche Roms an Arme und Kranke. Dann rief er diese noch einmal zusammen, führte sie vor den Kaiser und wies auf sie mit den Worten: „Das ist der Schatz der Kirche.“

Daraufhin wollte man St. Laurentius zum Götzenopfer zwingen, das er aber standhaft ablehnte. Er wurde geschlagen und dann in den Kerker geführt, wo er den hl. Romanus (9.8.) taufte. - Bereits in der Nacht führte man ihn wieder heraus und stellte ihn vor den Kaiser. Als Laurentius das Götzenopfer wiederum ablehnte, wurde ein eisernes Gestell in Form eines Bettes herbeigebracht. Darunter entzündete man ein Kohlenfeuer und legte den gebundenen Heiligen auf das Gestell; mit großen Gabeln sollte er gewendet werden. Kurz vor seinem Tode sagte Laurentius zum Kaiser: „Der Braten ist auf der einen Seite schon fertig. Dreh ihn um, und iß!“ Sogleich, nachdem er diese Worte ausgesprochen hatte, starb der hl. Laurentius.

Der heilige Erzdiakon wurde in einem Coemeterium an der Via tiburtina bestattet. Kaiser Konstantin (306 - 337) errichtete eine St. Laurentius-Kirche vor den Mauern. San Lorenzo fuori le Mura ist heute eine der sieben Hauptkirchen Roms (vgl. 26.5.).

Schon zu Beginn des 4. Jahrhunderts zählte der hl. Laurentius zu den meistverehrten Martyrern. Bereits zu jener Zeit wurde der 10. August ihm zu Ehren festlich begangen. - Als Kaiser Otto I. (936 - 973) am 10. August 955 auf dem Lechfeld den entscheidenden Sieg über die bis dahin ständig ins Reich einfallenden Ungarn errang (vgl. 4.7.), schrieb man diesen Erfolg auch der Fürbitte des hl. Laurentius zu. Sein Kult erlebte einen bedeutenden Aufschwung.

Seit dem Spätmittelalter stellte man St. Laurentius häufig zusammen mit dem St. Stephanus (26.12., 3.8.) und St. Vincentius Levita (22.1.) dar und verehrte sie als die drei heiligen Diakone.

Am 10. August wird auch die hl. Philomena geehrt. - Ihre Reliquien wurden am 25. Mai 1802 in der Prsicilla-Katakombe entdeckt. Der Grabstein zeigt außer dem Namen und dem Gruß „Friede sei mit dir. Amen“ Anker, Pfeil, Palmzweig, zwei weitere Pfeile, Geißel und Lilie.

1805 erhielt Don Franziskus de Lucia die Reliquien, die er am 10. August jenes Jahres, dem Vortag des zehnten Sonntags nach Pfingsten, in die Kirche seiner Pfarrei Mugnano überführte. Wunder ereigneten sich, sobald die Reliquien den Ort erreicht hatten. Die Verehrung Philomenas begann, sich zu verbreiten.

Drei Personen empfingen unabhängig voneinander übernatürliches Wissen in bezug auf die hl. Philomena: Ein junger Künstler, ein Priester und eine Ordensfrau. Alle drei stimmten darin überein, daß Kaiser Diokletian (284 - 305) die Heilige zu seiner Gemahlin machen wollte und daß Philomena den Heiden abwies. Dies war dann der Anlaß für ihr Martyrium.

Die Legende der Heiligen erzählt weiterhin, daß sie die Tochter eines griechischen Königs war, der zusammen mit seiner Gemahlin die Taufe empfangen hatte aus Dankbarkeit darüber, daß sie nach langer Zeit vergeblichen Hoffens Eltern wurden. Als ihre Tochter Philomena dreizehn Jahre alt war, besuchte die Familie Rom, denn Diokletian hatte dem kleinen Reich mit Krieg gedroht. Sobald der Kaiser Philomena sah, begehrte er sie zur Frau. Wenn er Philomena bekäme, so versprach er den Eltern, wollte er ihr Königreich verschonen. Philomena hatte jedoch das Gelübde der Keuschheit abgelegt. So wies sie Diokletian ab. Nach ihrer Weigerung wurde die hl. Philomena als Christin eingekerkert und gegeißelt. Als Diokletian erkannte, daß er es nicht vermochte, ihren Willen zu brechen, ließ er Pfeile auf sie schießen, um sie damit zu töten. Doch diese kehrten auf ihrer Bahn um und trafen die Schützen. Daraufhin wurde die hl. Philomena enthauptet. Dies soll am Freitag, den 10. August 302 geschehen sein.

1826 gestattete Papst Leo XII. (1823 - 1829) regional die Feier des Gedächtnisses Philomenas mit einer hl. Messe am 11. August. Gregor XVI. (1831 - 1846) erkannte die Martyrin 1837 noch einmal ausdrücklich als Heilige an und erhob vier Jahre darauf die Feier ihres Gedächtnisses zum Fest. Das Königshaus beider Sizilien (vgl. 2.8.) erwählte St. Philomena zur Landespatronin. Der heilige Pfarrer von Ars (8.8.) gehörte zu ihren glühendsten Verehrern. - 1961 wurde das am 11. August begangene Fest aus dem Kalender entfernt und das Meßformular der hl. Philomena abgeschafft. Man konnte höchstens noch die Messe einer heiligen Jungfrau und Martyrin für sie lesen. Seit geraumer Zeit aber ist das Fest der hl. Philomena am 11. August wieder in den Regionalkalender des Bistums Nola, in dem Mugnano liegt, aufgenommen.



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