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  • 22.09.2015 13:50 - Hamburgs Erzbischof Heße ist bischöflicher Flüchtlingsbeauftragter Der Wohnraumbeschaffer
von esther10 in Kategorie Allgemein.

22.09.2015


Hamburgs Erzbischof Heße ist bischöflicher Flüchtlingsbeauftragter
Der Wohnraumbeschaffer

Angesichts der Flüchtlingskrise stellt die Kirche in diesem Jahr 98,6 Millionen Euro bereit. Die Bischöfe ernannten Erzbischof Stefan Heße zum Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen. Er war früher Generalvikar in Köln.

"Der Sonderbeauftragte ist in Abstimmung mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz der Ansprechpartner und Koordinator für bistumsübergreifende Fragen der Flüchtlingshilfe", erläuterte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. am Dienstag in Fulda.

Sorge um Wohnraum ist Schwerpunkt

Damit zeige die Bischofskonferenz, wie wichtig ihr das Thema sei. "Wir werden in den nächsten Tagen klären, welche Aufgaben der Sonderbeauftragte, der subsidiär und damit unterstützend für die Bistümer wirken soll, im Einzelnen übernimmt. Schon jetzt steht fest, dass die Sorge um Wohnraum ein erstes Schwerpunktthema sein wird."

Der Sonderbeauftragte soll der Migrationskommission der Bischofskonferenz unter Leitung des Hildesheimer Bischofs Norbert Trelle angehören, aber die gesamte Flüchtlingsarbeit koordinieren.

Wurzeln im Erzbistum Köln

Heße ist seit Anfang des Jahres Hamburger Erzbischof; er ist der jüngste deutsche Diözesanbischof. Zuvor war er seit 2012 Generalvikar des Erzbistums Köln. Heße studierte in Bonn und Regensburg Theologie, bevor ihn Kardinal Joachim Meisner 1993 zum Priester weihte. Nach Kaplansjahren in Bergheim wechselte er 1997 in die Ausbildung an das Bonner Theologenkonvikt. Seit 2003 arbeitete der promovierte Geistliche in der Personalabteilung, die er ab 2006 leitete. 2011 wurde er ins Kölner Domkapitel berufen.

Außerdem haben nach vorläufigen Schätzungen Diözesen, Gemeinden und Hilfswerke finanzielle Sondermittel von mindestens rund 98,6 Millionen Euro für die Flüchtlingsarbeit in diesem Jahr zur Verfügung gestellt. Davon seien 32,1 Millionen Euro für die Arbeit der Hilfswerke in den Herkunftsländern und 66,5 Millionen Euro für das Inland gedacht. Im vergangenen Jahr waren es rund 73 Millionen Euro.

Mindestens 100.000 ehrenamtliche Helfer

Mehr als 800 Objekte seien mietfrei zur Verfügung gestellt worden. Rund 3.000 hauptamtliche Mitarbeiter engagierten sich für Flüchtlinge. Die Zahl der ehrenamtlichen Helfer wird auf 100.000 geschätzt. Nicht in den Zahlen enthalten sind Aufwendungen der Verbände, Ordensgemeinschaften und privaten Initiativen. Kardinal Marx betonte, es handele sich um Mindestangaben. Es sei bei der dezentralen Struktur der Kirche sehr schwierig, einen Überblick zu bekommen. Zudem änderten sich die Zahlen ständig.

Die Bischofskonferenz verwies zugleich auf ein hohes Engagement der Katholiken, das sich nicht in Zahlen ausdrücken lasse. So würden über Caritas, Hilfsorganisationen, Beratungsdienste, Gemeinden und private Initiativen etwa Rechtsberatung, Traumatherapie, medizinische und psychologische Betreuung, Dolmetscherdienste, Betreuung von Schwangeren oder Sprachkurse angeboten.

(KNA)



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