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  • 11.04.2016 00:18 - Kardinal Napier- Stimme der Wahrheit So bezeichnet Sandro Magister den afrikanischen Kardinal Wilfrid Napier und läßt ihn heute bei www. chiesa zum Brief der 13 zu Wort kommen, den er mit unterzeichnete. Hier geht ´s zum Original
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Kardinal Napier- Stimme der Wahrheit

So bezeichnet Sandro Magister den afrikanischen Kardinal Wilfrid Napier und läßt ihn heute bei www. chiesa zum Brief der 13 zu Wort kommen, den er mit unterzeichnete. Hier geht ´s zum Original: klicken

http://chiesa.espresso.repubblica.it/articolo/1351162?eng=y

"NAPIER, DIE STIMME DER WAHRHEIT ZUM BRIEF DER DREIZEHN KARDINÄLE"

"Es bedurfte dieses afrikanischen Kardinals, um in der Öfffentlichkeit die Gründe für den Brief, den auch er unterzeichnete, zu klären. Alles begann mit der Synode 2014 und den Manövern einiger, um die von ihnen gewünschten Resultate zu erzwingen. Hier ist er : Wort für Wort.


Bereits 4 Tage bevor der Brief der dreizehn Kardinäle an Franziskus öffentlich bekannt wurde, wurde er als einer der "Verschwörer" ausgemacht, der die Synode sabotieren und den Papst selbst angreifen wollte.

Der Brief der dreizehn Kardinäle

Und nach der Veröffentlichung des Briefes nahmen die Aggressionen gegen ihn und die anderen Unterzeichner sogar noch an Vehemenz zu -mit der de-facto Unterstützung durch die Manager der Synoden-Kommunikation.

Bis gestern der Tag kam, an dem Kardinal Wilfrid Fox Napier, Erzbischof von Durban, Südafrika, endlich in der Lage war, seine Meinung über die Synode und den Brief der Dreizehn an den Papst im offiziellen Kontext der täglichen von Pater Lombardi moderierten Pressekonferenz zu äußern.

Das Pressebriefing
Napier nahm in seiner Eigenschaft als delegierter Co-Präsident der Synode an der Pressekonferenz teil. Eine obligatorische Präsenz. Und es war das erstemal , daß einer der dreizehn Unterzeichner des Briefes im Vaticanischen Presseamt erschien, nachdem das Chaos explodiert war.

Eine da-hoc Frage an ihn konnte nicht ausbleiben. Und sie kam tatsächlich, zeitlich und polemisch- vom führenden Journalisten des "liberalen" amerikanischen Katholizismus, Robert Mickens, dem Gründer und Direktor des "Global Pulse Magazine".

Mickens Frage und die Antwort Kardinal Napiers- beide in Englisch- werden weiter unten in vollem Wortlaut wiedergegeben.
Aber um sie besser zu verstehen, sind einige einführende Beobachtungen nötig.

Mickens verdächtigt Kardinal Napier, Inspirator des Buches des Vaticanisten des National Catholic Registers, Edward Pentin: "The Rigging of a Vatican Synod?" zu sein, das im letzten Jahr als e-book von Ignatius-Press veröffentlicht wurde und eine detaillierte Rekonstruktion der "Manipulationen" der 2014-Synode enthält.




Und tatsächlich beginnt Napier in seiner Antwort exakt bei den Manövern der letztjährigen Synode, die er selbst aufdeckte und öffentlich demaskierte, um die Motivationen zum Brief der dreizehn Kardinäle zu erklären.

Napier erinnert an die essentiellen Bewegungen ieser Manöver. Sie wurden speziell in der Abfassung und Veröffentlichung der Halbzeit-Relatio und dann wieder der Schluss-Relatio manifest.

Die gänzlich von Papst Franziskus ernannte Kommission, die mit der Abfassung beider Relationes betraut war, setzte sich aus folgenden Synodenvätern zusammen:
Kardinal Péter Erdö
Kardinal Lorenzo Baldisseri
Bruno Forte, Spezialsekretär,
Kardinal Gianfranco Ravasi, Präsident des Päpstlichen Kulturrates
Kardinal Donald W.Wuerl, EB von Washington
Victor E. Fernández, Argentinien
Carlos A.Retes, Mexico
Peter Kang-U-Il, Korea
Adolfo N.Pachón, Ordensgeneral der Jesuiten

Forte, Wuerl und Fernández waren die aktivsten und skrupellosesten darin, ihre "Agenda"-wie Napier es heute nennt, voranzutreiben.
Aber die Reaktionen der Synodenversammlung waren so stark, daß sie Franziskus veranlassten, in der Schlussphase des Synode zusätzlich Kardinal Napier und den australischen Bischof Denis J. Hart in die Kommission zu berufen.

Auch in diesem Jahr ist die mit der Abfassung des Schlussdokumentes betraute Kommission gänzlich von Franziskus ernant worden, ihr gehören auch wieder die drei zuvor genannten Kardinäle an.

Unter ihnen Wuerl, der in den letzten Tagen die dreizehn Unterzeichner des Briefes an den Papst-einschließlich Napier- öffenetlich besonders offensiv angegriffen hat.

Kardinal Wuerl ruft die "Opponenten des Papstes" aus.

Es ist daher keine Überraschung, daß Napier die Sorgen, die dem Papst in diesem Jahr durch den Brief der 13 Kardinäle zur Kenntnis gebracht wurden, direkt auf die Ereignisse vom Oktober 2014 zurückführt, damit die damals angewandte Technik des starken Armes heut nicht wiederholt wird.

Napier nimmt eine positive Sichtweise zu Franziskus´ Antwort einen Tag nach Überreichung des Briefes ein,
aber er macht auch klar, daß der Weckruf an die Aufmerksamkeit der Synode gegenüber den im Brief dargestellten Risiken zugunsten einer korrekteren Durchführung der Arbeit gewirkt hat , indem es allen eine größere konsequente Kontrolle der Kommission, die die Aufgabe hat, die Schluss-Relatio zu schreiben, ermöglicht.

Aber jetzt ist es Zeit für das Frage-und-Antwortspiel zwischen Mickens und Napier:

Mickens:
"-Kardinal Napier, Sie haben das Buch unterstützt, das einer unserer Kollegen geschrieben hat und ich vermute, daß Sie mit ihm zusammen gearbeitet haben, indem sie das Synodensekretariat und andere beschuldigt haben, die Synode "aufzutakeln".
Dreizehn Kardinäle haben zu Beginn dieser Versammlung einen Brief an den Papst geschrieben und ihre Sorgen zu Irregularitäten im Procedere ausgedrückt. Sie hab sich selbst von diesem Procedere distanziert- oder vielleicht können sie erklären, ob Sie auch an diesem Brief beteiligt waren.
Sie haben uns nun heute erzählt, daß Ihnen das Procedere gefällt.

Was hat sich von der letzten zur heutigen Versammlung verändert? Ist es nur, daß er Papst garantiert, daß sie o.k. ist? Oder etwas anderes- weil es nicht so aussieht, als habe sich die Prozedur dramatisch geändert. Wenn Sie gerade zeigen könnten, was sich Ihrer Meinung nach gändnert hat , daß Sie sagen können, daß Sie im vergleich zur letzten Verssammlung zufrieden sind? Danke."

Napier:
"Ich denke, das Erste, was ich hier sagen muß, ist daß es bestimmte individuelle Themen waren, die die Sorge der letzten Synode hervorgerufen haben. Ganz besonders eine - die Präsentation der Interims-Relatio, wie sie von der Synode kam- als ob sie ein Teil der Synodenentscheidung gewesen wäre.
Und das war nicht wahr, weil wir das Dokument erst ungefährt eine Stunde nachdem Ihr Burschen es in den Medien erhalten hattet, bekamen. Erst da konnten wir anfangen, es zu lesen.

Und das Dokument sprach bereits von Dingen, die in der Aula höchstens von 2 oder 3 Leuten gesagt worden waren.Das wurde aber so präsentiert, als ob es die Überlegung der Synode seien.

Das läßt sicher den Eindruck entstehen, daß die Synode in eine bestimmte Roichtung gedrängt wurde.

Auch ich habe in der Kommission mitgearbeitet, die das Schlussdokument entworfen hat.

Und da waren dann wieder diese bestimmten Themen - sie wurden in eine bestimmt Richtung gedrängt.

Es sah also so aus, als ob eine bestimmte Ideologie oder Agenda oder wie Sie es nennen wollen- am Werk war.

Und der Brief, auf den Sie sich beziehen- es war übrigens ein privater Brief von den Kardinälen an den Bischof von Rom- ist auch im Geist dessen geschrieben worden, was Papst Franziskus zu Beginn der letztjährigen Synode erbat: "bitte sprechen Sie offen und ehrlich, aber hören Sie demütig zu".
Und es wurde ihm in diesem Geist gesagt. Und das macht einen riesigen Unterschied - denn mit diesem Maß an Vertrauen und Zutrauen- daß diese Sorgen registriert und beachtet werden, konnte jeder bei der Synode mit aller Kraft an die Arbeit gehen.


Und ich denke, daß es das ist, was ich erlebt habe und das ist, daß diese Synode dort beginnt, wo die andere in den ersten Wochen aufgehört hatte, als wir alle otimistisch waren und uns darauf freuten, als Team an den Themen zusammnen zu arbeiten, mit dieser Synodalität- der Papst liebt es, dieses Wort zu gebrauchen- mit Kollegialität und Synodalität- als Kollegen für das, was für die Kirche am besten ist als Kollegen zusammen zu arbeiten.

Quelle: www.chiesa, Sandro magister, L´Espresso

p.s. Der Journalist Robert Mickens wurd übrigens aus der Redaktion des "The Tablet" entlassen, weil er den Tod Papst Benedikts XVI gewünscht hatte, er ist im Gegensatz zu Sandro Magister- immer noch als Vaticanist im Pressesaal des Hl. Stuhls akkreditiert.... wir schließen uns der Bloggerin Raffaella an, die das mit einem höhnischen "bravo!" für die Verantwortlichen kommentiert
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