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  • 04.07.2016 00:33 - 800. Jahre Portiuncula-Ablaß – Papst Franziskus besucht am 4. August die Kapelle in Assisi
von esther10 in Kategorie Allgemein.

800. Jahre Portiuncula-Ablaß – Papst Franziskus besucht am 4. August die Kapelle in Assisi
4. Juli 2016


Papst Franzskus beim Besuch der Portiunkula-Kapelle im Herbst 2013

(Rom) Papst Franziskus wird am kommenden 4. August die Portiunkulakapelle in Assisi besuchen. So wird im Volksmund die Kapelle Santa Maria degli Angeli in der Ebene unterhalb von Assisi genannt. Anlaß des päpstlichen Besuches ist der 800. Jahrestag der Gewährung des sogenannten Portiuncula-Ablasses durch Papst Honorius III. im Jahr 1216.

Der Portiuncula-Ablaß, die sogenannte „Vergebung von Assisi“, kann durch Besuch der Kapelle in Assisi oder weltweit durch den Besuch einer Franziskanerkirche erworben werden. Eine entsprechende Erweiterung des Ablasses war 1480 von Papst Sixtus IV. gewährt worden. Neben dieser Voraussetzung gelten die üblichen Bedingungen zur Gewinnung eines vollkommenen Ablasses.

Den Ablaß kann jeder getaufte Christ, der nicht exkommuniziert ist und sich zum Zeitpunkt der Ablaßgewinnung nicht im Stand einer schweren Sünde befindet, gewinnen, wenn er dazu entschlossen ist und in der festgesetzten Zeit und in der von der Kirche gebotenen Weise die fünf Bedingungen erfüllt:

sakramentale Beichte,
entschlossene Abkehr von der Sünde,
Kommunionempfang,
Gebet in der Meinung des Papstes.
Die fünfte Bedingung ist der Besuch der Portiunkulakapelle oder einer anderen Franziskanerkirche.

Portiunkulakapelle geht auf das 4. Jahrhundert zurück

Die Kapelle Unserer Lieben Frau von den Engeln soll bereits im 4. Jahrhundert von Eremiten errichtet und im 6. Jahrhundert in den Besitz des heiligen Benedikt von Nursia übergegangen sein. Der heilige Franz von Assisi baute die baufällig gewordene Kapelle Anfang des 13. Jahrhunderts wieder auf. Für einen Korb Fische als Jahreszins mietete er sie vom Abt des Benediktinerklosters von Monte Subasio.


Portiuncula-Kapelle des hl. Franz von Assisi

In seinen letzten sechs Lebensjahren hielt der heilige Franz von Assisi, auf den alle franziskanischen Orden zurückgehen, jeweils zu Pfingsten bei der Kapelle eine Versammlung der Minderen Brüder ab. In der Kapelle ist er am 3. Oktober 1226 gestorben.

Im 16./17. Jahrhundert wurde auf Geheiß von Papst Pius V. über der Kapelle die heutige Basilika Santa Maria degli Angeli, einer der größten Kirchen der Christenheit errichtet.

Papst Franziskus wird die Kapelle im Zusammenhang mit dem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit als „einfacher Pilger“ besuchen, wie Radio Vatikan berichtete.

Das Benediktinerkloster von Monte Subasio, das die Portiunkulakapelle dem heiligen Franz von Assisi zur Verfügung stellte, geht der Überlieferung nach auf den hl. Benedikt von Nursia zurück. Die älteste, erhaltene Urkunde stammt aus dem Jahr 1051. Eine ausgegrabene Krypta belegt die Existenz einer Mönchsgemeinschaft im 7./8. Jahrhundert.

1860 fiel das Kloster, wie alle Klöster Italiens, der Aufhebung durch das neue, freimaurerisch geprägte Königreich Italien zum Opfer. Erst 1945 konnten die Ruinen von Benediktinern der Abtei St. Peter in Assisi wieder übernommen und teilweise wieder aufgebaut werden. Aufgrund schwerer Schäden durch das Erdbeben von 1997 mußte es von den Mönchen erneut verlassen werden. Restaurierungsarbeiten sind im Gange.

Der Monte Subasio ist der Hausberg von Assisi. Das Kloster dominiert die Stadt und das Tal.



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