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  • 05.12.2017 00:52 - Der Papst und sein Verhältnis zum Islam Franziskus bat Rohingya um Vergebung. Wofür?
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Der Papst und sein Verhältnis zum Islam
Franziskus bat Rohingya um Vergebung. Wofür?
5. Dezember 2017



Papst Franziskus beim Treffen mit Rohingya in Bangladesch.
(Rom) Die Asien-Reise von Papst Franziskus sorgt weiterhin für Diskussionen. Das katholische Kirchenoberhaupt besuchte vergangene Woche die Staaten Myanmar und Bangladesch. Im Mittelpunkt der Irritationen steht gleich mehrfach der Islam, bzw. der päpstliche Umgang mit der Frage Islam und Gewalt und die päpstliche Haltung gegenüber Muslimen.

Die ungewöhnliche Aufmerksamkeit für eine islamische Gruppe

Myanmar, das ehemaligen Birma, steht in jüngster Zeit in der internationalen Kritik wegen des Konflikts mit dem Volk der Rohingya im Westen des Landes. Die Rohingya sind mehrheitlich sunnitische Muslime. Auch Papst Franziskus sprach die Frage mehrfach an, ohne in seinen offiziellen Reden in Myanmar die Rohingya namentlich zu erwähnen. Letzteres brachte ihm einige Kritik ein.

Myanmar verfolgte in der Vergangenheit nicht nur gegen diese ethnische Minderheit eine Politik der Repression und auch nicht spezifisch gegen Anhänger des Islams. Die birmanische Regierungspolitik, das Land ist zum weitaus größten Teil buddhistisch, richtet sich generell gegen ethnische und religiöse Minderheiten. Mehrheitlich christliche Völker oder Volksgruppen wie die Chin, aber auch die Karen, wurden in den vergangenen 25 Jahren nicht weniger grausam verfolgt als die Rohingya.

Richtung internationale Medien und Politik wäre daher die Frage zu stellen, warum die verfolgten, christlichen Ethnien in Myanmar keine solche Aufmerksamkeit fanden als nun die muslimischen Rohingya, die von der UNO zur weltweit „meistverfolgten“ Minderheit erklärt wurden. Eine Einstufung, über die zu diskutieren wäre.

Papst verharmlost islamischen Terrorismus und beschimpft Katholiken

Auf dem Rückflug von seinem Asien-Besuch wurde Papst Franziskus am vergangenen Samstag von einem Journalisten darauf angesprochen, daß der Rohingya-Konflikt von Dschihad-Milizen ausgenützt werden könnte. Die Reaktion des Papstes empört seither nicht nur Katholiken.

Wann immer das Kirchenoberhaupt auf den islamischen Terrorismus oder das Verhältnis Islam und Gewalt angesprochen wird, kritisiert er Katholiken, die er auf dieselbe Stufe mit den Dschihadisten und den Terroristen des Islamischen Staates (IS) stellt. Im Juli 2016 nach dem islamischen Terrorismus gefragt, sprach Franziskus von „gewalttätigen Katholiken“. Am vergangenen Samstag nach dem islamischen Terrorismus gefragt, sprach Franziskus von „fundamentalistischen Katholiken“. Beide Mal stellte er die von ihm kritisierten Katholiken den Terroristen gleich.

Seither ist von einer wiederholten Verharmlosung des islamischen Terrorismus die Rede und von einer unerhörten Beleidigung der Katholiken. Um den Islam mit Samthandschuhen behandeln und ihn trotz der Schwertverse im Koran und trotz der Kriege Mohammeds an Friedfertigkeit mit dem Christentum auf eine Stufe stellen zu können, setzt das Kirchenoberhaupt die eigenen katholischen Gläubigen in aller Öffentlichkeit herab.

Seltsame Vergebungsbitte

Das ist aber nicht der einzige Punkt, der im Zusammenhang mit dem Asien-Aufenthalt und dem Islam für Irritationen sorgt. Nach Myanmar besuchte Franziskus das benachbarte Bangladesch, wohin mehr als eine halbe Million Rohingya aus Myanmar geflüchtet sind. Mit den Bengalen verbindet sie nicht nur die gemeinsame islamische Religion, sondern auch Sprache und Kultur.

In Bangladesch traf sich Franziskus mit 16 aus Myanmar geflohenen Rohingya. Bei dieser Gelegenheit, außerhalb von Myanmar, sprach sie der Papst nun als Rohingya an, was von offiziellen kirchlichen Medien mit Nachdruck hervorgehoben wurde. Durch diesen Eifer, herausstreichen zu wollen, daß Franziskus nun tatsächlich das Wort Rohingya ausgesprochen hatte (wenn auch auf bengalischem und nicht mehr birmanischem Boden, was aus diplomatischer Klugheit geschehen sein kann) wurde auch der Rest seiner frei gehaltenen Rede an die Rohingya bekannt – und sorgte für weitere Irritationen.

Wörtlich sagte der Papst:

„Im Namen aller, die euch verfolgt haben, die euch Leid zugefügt haben, bitte ich um Vergebung.“
Hat Papst Franziskus die Rohingya verfolgt? Hat die katholische Kirche die Rohingya verfolgt? Haben Katholiken im Zusammenhang mit ihrem Glauben die Rohingya verfolgt? Haben überhaupt getaufte Christen die Rohingya verfolgt? Warum bittet der Papst um Vergebung für Leid und Gewalt, die von ganz anderen verübt wurde? Welchen Sinn macht eine solches mea culpa?

Schuld und Sünde sind immer persönlich, ansonsten würde eine Kollektivschuld daraus, die zurecht und mit Vehemenz in jedem Zusammenhang zurückzuweisen ist. Die große zivilisatorische Errungenschaft der Strafrechtsentwicklung besteht gerade darin, daß jede Form von Kollektivschuld und damit Sippenhaftung aus dem Rechtsverständnis beseitigt wurde. Die Stellvertretung durch unbeteiligte Dritte kannte das Recht ohnehin nie. Nur Diktaturen und Willkürherrschaft kennen sie. Die katholische Tradition kennt die Form der stellvertretenden Sühne, die durch unbeteiligte Dritte vor Gott erfolgen kann. Völlig unbekannt ist aber eine stellvertretende Vergebungsbitte gegenüber Opfern, weil sie ebenso wirkungslos wie sinnwidrig wäre.

Und überhaupt: Was sagen die Schuldigen, die Täter des Leides, zu dieser unaufgeforderten Vergebungsbitte durch den Papst?

Und nur am Rande sei erwähnt, daß es auch unter den Rohingya Christen gibt. Nicht alle sind Muslime.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Avvenire (Screenshot)

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