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  • 07.08.2015 20:01 - Seminarist, Märtyrer und Seliger
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Dulny (1914-1942) - Häft­lingsnummer 22662

Tadeusz Dulny (1914-1942) - Häft­lingsnummer 22662

Seminarist, Märtyrer und Seliger

http://www.selige-kzdachau.de/portfolio/tadeusz-dulny

Von Britta Dörre
Rom, 7. August 2015 (ZENIT.org)

Tadeusz Dulny wurde am 8. August 1914 in Krzczonowice im Südosten Polens geboren und wuchs in einer christlichen Familie auf. Nach dem Abitur 1935 trat er in das Priesterseminar in Włocławek ein. Der Wunsch, sein Leben Gott zu weihen, hatte sich schon in jungen Jahren abgezeichnet. In das Priesterseminar fügte er sich wegen seines guten und freundlichen Charakters ohne Probleme sofort ein.

Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bedeutete einen grundlegenden Wandel. Eine Verhaftungswelle der Gestapo versetzte die polnische Bevölkerung in Schrecken. Tadeusz Dulny fiel ihr am 7. November 1939 zum Opfer. Zunächst wurde er ins örtliche Gefängnis gebracht. Mit ihm waren der Weihbischof, Professoren und Seminaristen verhaftet worden. Drei Monate später, im Januar 1940, wurden die Gefangenen in das Salesianerkloster Lad verlegt. Während der Gefangenschaft studierten die Seminaristen heimlich weiter, um sich auf die ersehnte Priesterweihe vorzubereiten. Doch die Gruppe sollte nicht in Lad in bleiben. Am 26. August desselben Jahres wurde sie in das KZ Sachsenhausen deportiert. Tadeusz Dulny erreichte das KZ Dachau am 14. Dezember 1940 und erhielt die Häft­lingsnummer 22662. Er war im Priesterblock 28, Stube 3 untergebracht. Er lebte dort mit rund 800 weiteren Geistlichen unter erniedrigenden und menschenunwürdigen Bedingungen.

Tadeusz Dulny stand während der Gefangenschaft seinen Mitgefangenen bei, spendete ihnen Trost, teilte trotz Hungers seine magere Ration mit ihnen und half ihnen bei der Verrichtung der täglichen harten Arbeit. Er war auch Mitglied einer heimlichen Gebetsgruppe.

„Der Theologiestudent Tadeusz Dulny fiel durch seine leuchtenden Augen auf. Es gab keine schwere Situation, in der er keinen Grund zur Freude sah. Auch wenn es nur eine kleinste Freude war, dafür dankte er Gott. Es war die Freude an kleinen Din­gen, die andere oft übersahen, die Grund für seine Dankbarkeit Gott gegenüber waren. Aber das Allerschönste in seiner Seele war seine heroische Hilfsbereitschaft. Die Johannisbeeren, die er manchmal auf der Plantagen während der Arbeitszeit „organisieren“ konnte, aß er nie allein. Er teilte sie immer mit jemandem. Wenn jemand einen Knopf annähen musste, die Hose oder Schuhe zu reparieren waren, Haare schneiden, eine Wunde behandeln – Tadeusz war immer bereit zu helfen. Als er schon so vom Hunger erschöpft war, dass er fast nicht mehr stehen konnte, teilte er immer noch die Hälfte seiner Mittagssuppe mit einem Freund, dessen Leben er höher schätzte als das eigene…, “ so Stefan Biskupski.

Tadeusz Dulny war Mitglied einer Müllentsorgungsgruppe, die auch den Müll aus dem Krankenhaus im KZ wegschaffte. Die dort beschäftigten Krankenschwestern legten den polnischen Priestern immer Proviantpäckchen zwischen den Müll. Der Selige blieb nicht lange in der Arbeitseinheit, und der Hunger zehrte ihn immer weiter aus. Schließlich brach er vor Erschöpfung zusammen.

Tadeuzs Dulny starb am 7. August 1942. „Sein junges Leben war vergangen, aber die Erinnerung an ihn blieb. Wir sahen in ihm einen Heiligen, er war so voll von christlicher Liebe. Er war wie ein herrliches, helles Licht, für uns in dieser Situation des Hasses der heidnischen Nationalsozialisten. Unter uns verurteilten Leidenden gab er uns ein Beispiel heroi­scher Tugend,“ so Bischof Franciszek Korszyński. Die sterblichen Überreste von Tadeusz Dulny wurden verbrannt, seine Asche mit persönlichen Gegenständen seinen Eltern zugeschickt. Er wurde am 13. Juni 1999 vom heiligen Johannes Paul II. gemeinsam mit 107 weiteren Märtyrern seliggesprochen
http://w2.vatican.va/content/john-paul-i...tification.html



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