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  • 20.08.2015 21:46 - Erfahrungen im Gespräch mit Kirchenzeitung "Der Sonntag"
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Migrantenseelsorgerin zu Dienst in Traiskirchen: "Viel Geduld"

Erfahrungen im Gespräch mit Kirchenzeitung "Der Sonntag"


Bild Linz

Wien, 20.08.2015 (KAP) Die Wiener Migrantenseelsorgerin Karin Swientek hat im Gespräch mit der Zeitung der Erzdiözese Wien "Der Sonntag" (Ausgabe 23. August) die interreligiöse und gastfreundliche Dimension ihrer Arbeit in Traiskirchen betont. "Wir wollen mit allen reden, auch mit Andersgläubigen", so Swientek, die als Seelsorgerin zweimal die Woche im "Betreuungszentrum Ost" und Erstaufnahmezentrum arbeitet. Der Raum, der der Migrantenseelsorge der Kategorialen Seelsorge der Erzdiözese Wien, für die Swientek seit sechs Jahren arbeitet, in Traiskirchen zur Verfügung steht, diene zum "Leben der Gastfreundschaft", sagte sie.

Um auf das Seelsorgeangebot aufmerksam zu machen, gehen Swientek und ihre Kollegen hinaus ins Lager und laden die Menschen direkt ein. "Da sind Menschen, die als Gepäck ein Plastiksackerl tragen, oder körperlich verletzt sind", schilderte die Seelsorgerin die Situation der Flüchtlinge. Das Angebot wird verständlicherweise vor allem von christlichen Migranten angenommen. Die meisten, die zu den Seelsorgern kommen, stammten aus Nigeria, Armenien und Syrien.

Im Mittelpunkt der Seelsorgearbeit stehe die Gastfreundschaft: "Es kann jeder zu uns kommen", sagte Swientek: "Es geht darum Brücken zu bauen". Bei ihren zwei Einsätzen pro Woche in Traiskirchen versuchten sie und ihre Kollegen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit der Caritas, der Diakonie und dem Verein "Bewegung Mitmensch" versuchten die Seelsorger konkret zu helfen, wo es möglich ist.

Ein wichtiger Teil des Seelsorgeangebots seien auch die Gottesdienste, die dienstags und freitags angeboten werden. Vier katholische Priester zelebrieren entweder eine Heilige Messe oder einen Wortgottesdienst.

Swientek betonte besonders die Wichtigkeit von Geduld im Umgang mit den Flüchtlingen: "Viele kommen direkt aus der Situation des Krieges und des Kampfes. Da benötigt es Geduld, bis sie bemerken, dass wir sie einladen möchten, dass es bei uns anders ist." Der Raum, den die Seelsorger zusätzlich zum interreligiösen Gebetsraum zur Verfügung haben, solle "Raum des Friedens" sein, so Swientek. Es gehe um Ermöglichung einer Neuorientierung. "Sie haben oft schreckliche Erlebnisse erfahren und leiden darunter, nicht zu wissen, was mit ihren Angehörigen passiert ist. Jetzt ist die Zeit zur Ruhe zu kommen, und wir wollen ihnen einen Ort anbieten, wo das ein wenig möglich ist", schilderte die Helferin.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/71890.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.



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