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  • 15.03.2016 00:40 - Elfenbeinküste: Touristen fliehen in die Kathedrale
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Elfenbeinküste: Touristen fliehen in die Kathedrale
Redaktion | 14/03/16


„Das heilige Herz Jesu hat uns beschützt, uns und hunderte Menschen, die in unserer Pfarrei Zuflucht gesucht haben“, so Pfarrer Armand Zanou von der Herz-Jesu-Kathedrale in Gran Bassam, wo am gestrigen 13. März bei Terroranschlägen auf verschiedene Ferienanlagen mindestens 16 Menschen starben. „Unsere Kathedrale ist die älteste Kirche in Cote d’Ivoire und befindet sich ganz in der Nähe der Strände, wo die Attentate stattfanden“, so Pfarrer Zanou.

„Wir hatten gegen zwölf Uhr mittags eine Prozession außerhalb der Kirche begonnen. Gegen 13.00 Uhr haben wir die ersten Schüsse gehört und gesehen wie Menschen von den Stränden in unsere Richtung flohen. Wir haben gefragt, was passiert war und man hat uns berichtet, dass bewaffnete Männer auf die Menschen schossen. Während der Lärm der Schüsse lauter wurde, suchten auch immer mehr Menschen Zuflucht in der Kathedrale. Eine Stunde später waren die ersten Sondereinheiten vor Ort und befreiten rund 50 Geiseln, die sich in den Händen der Terroristen befanden. Sie blieben auch zu unserem Schutz bis gegen 19.30 Uhr, als die Situation sicher zu sein schien.“

„Die Schüsse der Terroristen und die darauf folgende Schießerei mit der Polizei dauerte rund 45 Minuten oder vielleicht eine Stunde und war sehr heftig. Alle Menschen, die bei uns Zuflucht gesucht hatten, legten sich auf den Boden, weil die Schüsse ganz in unserer Nähe zu hören waren“, so der katholische Geistliche weiter. „Zu einem gewissen Zeitpunkt hielten sich drei verschiedene Personengruppen bei uns auf: unsere Pfarrgemeindemitglieder, die sich bereits vor Ort befanden und nicht mehr weg konnten; die Touristen, die vor den Terroristen geflohen waren und die Geiseln, die von den Sondereinheiten nach der Befreiung in die Kirche gebracht wurden. Insgesamt waren es rund einhundert Personen, darunter Einheimische, Franzosen, Belgier, Libanesen und andere Nationalitäten, darunter auch Kinder.“

Wie der Pfarrer berichtet, wurde auch die Kathedrale am Rande der Attentate beschädigt. „Als die Sondereinheiten die Geiseln in die Kirche brachten, war die Pforte geschlossen“, so Pfarrer Zanou. Die Militärs zertrümmerten die Fenster, damit die Zivilisten hinein gelangen konnten. (L.M.)

(Quelle: Fides, 14.03.2016)



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