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  • 06.04.2016 00:34 - Serben verlassen die Heimat: „Jetzt gehen die 40- bis 50-Jährigen, Menschen im besten Alter“
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Serben verlassen die Heimat: „Jetzt gehen die 40- bis 50-Jährigen, Menschen im besten Alter“

06/04/16


KiN Jugendliche der Pfarrei
Der katholische Bischof von Zrenjanin, Ladislav Nemet, weilt auf Einladung von Kirche in Not Schweiz vom 9.-17. April 2016 in der Schweiz. In diversen Pfarreien geht er auf die Situation der Katholiken in Serbien ein und wie das Hilfswerk vor Ort den Menschen zur Seite steht.


Bischof Nemet erklärt: „Serbien ist sichtbar arm geworden. Kriege zu führen kostet viel, mehr noch aber bombardiert zu werden. Jahrelange internationale Sanktionen und die Schäden der NATO-Bombardierung von 1999, die bis heute nicht beseitigt sind, haben die ökonomische Basis schwer getroffen, vor allem die Industrie und die Verkehrsinfrastruktur. Serbien ist um mindestens 50 Jahre zurückgefallen.“

Diverse Auswanderungswellen

Die erste Auswanderungswelle erlebte das südosteuropäische Land nach den Worten des Bischofs 1991. Damals gingen vor allem junge Serben, die nicht in den Krieg wollten. Im Zuge der Bombardements von 1999 erfolgte die zweite Welle. Laut Volkszählung von 2011 hat Serbien gegenwärtig 7,16 Millionen Einwohner. In den letzten zehn Jahren verlor das Land nach Angaben der Weltbank rund 300.000 Einwohner.

Die Folgen der Auswanderung spürt auch die Kirche. „Das Bistum Zrenjanin in der Vojvodina im Norden Serbiens hat heute rund 65.000 Gläubige. 1991 waren es noch 99.000“, so Bischof Nemet. Weil in der Vojvodina viele Gläubige ungarische, rumänische, kroatische oder deutsche Wurzeln haben, ist ein Umzug in ein Land der Europäischen Union vergleichsweise leicht möglich. Die meisten Serben gehen nach den Worten des Bischofs nach Österreich, Deutschland und in die Vereinigten Staaten. Chicago gilt demnach „bereits als zweitgrösste serbische Kommunität nach Belgrad“.



Fünf serbische Bistümer

Kirche in Not unterstützt die pastorale Arbeit der katholischen wie der griechisch-katholischen Kirche in den insgesamt fünf serbischen Diözesen – eine Seelsorge in der Diaspora – seit Jahren. 2014 wurden vor allem gefördert: Pastoralprogramme für Kinder und Jugendliche, Renovierungs- wie Bauprojekte, die Beseitigung von Hochwasserschäden, Mess-Stipendien zur Existenzsicherung von Seelsorgern sowie die Anschaffung von Personenwagen für die Seelsorge in den Diasporagebieten. Das Hilfswerk finanziert Projekte im Umfang von jährlich rund CHF 350‘000.
http://www.kirche-in-not.ch/index.php?id...e8278fb63a6&L=0
Spenden mit dem Vermerk «Serbien» können gerichtet werden an:

KIRCHE IN NOT
Schweiz/Fürstentum Liechtenstein

Cysatstrasse 6, 6004 Luzern, Telefon 041 410 46 70
E-Mail: mail@kirche-in-not.ch; Internet: www.kirche-in-not.ch
Konto PC 60-17200-9; IBAN 55 0900 0000 6001 7200 9



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