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  • 09.04.2016 00:56 - "Kein Sauerstoff im Fahrzeug": Diesen Hilferuf schickte ein kleiner afghanischer Junge per SMS an eine britische Flüchtlingshelferin
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Aktualisiert am 09. April 2016, 11:42 Uhr In Kooperation mit


"Kein Sauerstoff im Fahrzeug": Diesen Hilferuf schickte ein kleiner afghanischer Junge per SMS an eine britische Flüchtlingshelferin - und rettete so womöglich sich und 14 anderen Menschen das Leben.

Ahmed ist erst sechs oder sieben Jahre alt, wird aber schon als kleiner Held gefeiert. Denn eine SMS von ihm, geschrieben in gebrochenem Englisch, hat womöglich 15 Menschen vor dem Tod bewahrt. Die Nachricht: "I ned halp darivar no stap car no oksijan in the car no signal iam in the cantenar. Iam no jokan valla."

Bild zu Samos
Flüchtlinge ertrinken in Ägäis


Schlauchboot mit elf Personen an Bord ist gekentert.

Der Hilferuf ging an die britische Flüchtlingshelferin Liz Clegg und ihre Tochter Inca Sorrell. Übersetzen lässt er sich so: Ich brauche Hilfe. Der Fahrer hält nicht an. Kein Sauerstoff im Fahrzeug. Kein Signal. Ich bin in einem Container. Ich mache keinen Spaß. Ich schwöre bei Gott."

Clegg war gerade in New York, als die SMS sie erreichte. Vor einigen Wochen hatte sie sich mit ihrer Tochter und anderen Freiwilligen im "Dschungel" genannten Flüchtlingslager im nordfranzösischen Calais engagiert. Die Helfer verteilten dort unter anderem Hunderte Handys an Flüchtlingskinder - versehen mit Nummern, an die sie sich im Notfall wenden können.

Sorrell und Clegg informierten ihre Kollegin Tanya Freedman in London. Freedman wiederum verständigte die Polizei, die mithilfe eines Dolmetschers Kontakt zu dem Jungen aufnahm - und erfuhr, dass er sich mit 14 weiteren Menschen in einem Kühltransporter auf den Weg von Frankreich nach Großbritannien gemacht hatte.

"Sie haben sofort gemerkt, dass es sich um einen Notfall handelt, und Ahmeds Handy geortet", sagte Freedman. Die Polizei konnte den Lastwagen schließlich ausfindig machen. Er stand auf einem Parkplatz in der englischen Grafschaft Leicestershire.

Nach Angaben der Polizei in Kent wurden am Donnerstag 14 Menschen wegen illegaler Einreise sowie ein Mann wegen des Verdachts festgenommen, sie nach Großbritannien geschmuggelt zu haben. Für den Jungen wurden demnach "Schutzmaßnahmen" eingeleitet.

"Ich halte es für außergewöhnlich, dass ein sieben Jahre alter Junge begreift, dass sein Leben in Gefahr ist und die Geistesgegenwart besitzt, die richtigen Informationen weiterzugeben, um sich und die anderen in dem Lkw zu retten", sagte Freedman. Hoffentlich bekomme Ahmed nun die richtige Betreuung. © SPIEGEL ONLINE

http://www.gmx.net/magazine/politik/flue...notruf-31482082



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