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  • 05.09.2016 00:40 - Gedicht zum Sonntag – „Der schöne Sommer ging von hinnen“ „Im Herbst“ von Wilhelm Busch (1832-1908)
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Gedicht zum Sonntag – „Der schöne Sommer ging von hinnen“
„Im Herbst“ von Wilhelm Busch (1832-1908)



Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Sie ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewußt bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.

*

Wilhelm Busch (1832-1908) wurde am 15. April 1832 in Widensahl, einem kleinen Ort in der Nähe von Hannover, geboren. 1847 begann Busch zunächst auf den Wunsch seines Vaters, Maschinenbau an der polytechnischen Schule in Hannover zu studieren. 1851 wechselte er an die Kunstakademie in Düsseldorf und 1852 an die Königliche Akademie der Schönen Künste in Antwerpen. Im folgenden Jahr musste Busch nach Hause zurückkehren, da er an Typhus erkrankt war und sich kurieren musste. 1854 nahm er sein Studium in München an der Akademie der Bildenden Künste wieder auf. 1859 wurde Busch Mitarbeiter der „Fliegenden Blätter“, einer humoristischen Zeitschrift. Ein Jahr später, 1865, erschien die Bildergeschichte „Max und Moritz“, mit der er Berühmtheit erlangte. Es folgten weitere Bildergeschichten, wie 1872 „Die fromme Helene“. 1878 zog Busch wieder in seinen Heimatort Widensahl zurück. Ab 1889 lebte Busch in Mechtshausen, wo er am 9. Januar 1908 starb.



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