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  • 22.11.2016 00:49 - Fernsehkonsum bei Kindern bleibt hoch/Riesiger Werbemarkt
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Dienstag, 22. November 2016
Fernsehkonsum bei Kindern bleibt hoch/Riesiger Werbemarkt


Kinder verbringen nach wie vor viel Zeit vor dem Fernseher. Foto: Wikimendia Commons, @noisytoy, Lizenz https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en
Seit einigen Jahren beobachtet die Wirtschaft und die interessierte Öffentlichkeit besonders intensiv, wieviel Zeit Kinder mit Smartphones und anderen internettauglichen Geräten verbringen. Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass Fernsehen weiterhin ein sehr wichtiges Medium für die Jüngsten ist – vor allem in Deutschland.

Kinder zwischen drei und dreizehn Jahren verbringen täglich 82 Minuten vor der Glotze.

„Super RTL“ stellt in Deutschland damit einen geringen Rückgang in der Nutzung des Fernsehens fest. In anderen europäischen Ländern ist der Fernsehkonsum bis zu 20 Prozent zurückgegangen.

Das betrifft allerdings das „klassische“ Fernsehen. Dieses bekommt zunehmend Wettbewerb von Anbietern wie „Netflix“ von Amazon. Man kann also nicht behaupten, dass fernsehähnliche Formate unbedeutender geworden sind.

Deshalb rückt die Industrie mit völlig neuen Produktionen heran, um das Interesse der Kinder an sich zu reißen: „Super Toy Clubs“, Trollhunters“ und das Internetangebot „Kividoo“.

Kinder sind ein wichtiges Ziel für die Werbeindustrie. Super RTL verdiente dieses Jahr allein an Kindersendungen 300 Millionen Euro an Bruttowerbeeinnahmen – ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In der Fernsehindustrie sind eigene Kinderkanäle nicht nur wegen Werbeeinnahmen sehr beliebt, sondern auch aufgrund des erfolgversprechenden Verkaufs der Produkte, die zu den Sendungen (Merchandising: Puppen der Fernsehfiguren, Spiele und Bilderbücher über die Fernsehsendungen etc.) gehören.

In der Zielgruppe der 3-13-Jährigen hält „Super RTL“ einen Markanteil von 19,1 Prozent. Es folgen Kika mit 19,1, „Disney Channel“ mit 9,6 und Nickelodeon mit 8.

Fazit: Diese Zahlen zeigen deutlich, dass es hinsichtlich TV und Jugendmedienschutz keine Entwarnung geben kann. Das Fernsehen ist und bleibt eine der wichtigsten Gefahren für die gesunde Entwicklung der Kinder.
Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 07:54
http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/



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