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  • 17.10.2017 00:31 - Aldi-Verpackungen in Werk mit nordkoreanischen Arbeitern entdeckt
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Aldi-Verpackungen in Werk mit nordkoreanischen Arbeitern entdeckt
Veröffentlicht am 06.10.2017 | Lesedauer: 4 Minuten

So sind Aldi und Walmart an Nordkoreas Menschenhandel beteiligt

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https://www.welt.de/politik/ausland/arti...n-entdeckt.html

In China werden nordkoreanische Arbeiter ausgebeutet. Die Waren landen später auch bei Aldi oder Walmart. So sind Deutschland und die USA trotz Sanktionen gegen das Land an der „modernen Sklaverei“ beteiligt.

Quelle: N24/Thomas Laeber
In einer chinesischen Fabrik, in der viele Nordkoreaner arbeiten, wurden Packungen von Aldi entdeckt. Der Discounter ist nicht das einzige Unternehmen, dem vorgeworfen wird, Nordkoreas Atomprogramm indirekt zu unterstützen.
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Wer Fisch und Meeresfrüchte in einigen großen Supermarktketten kauft, finanziert damit unter Umständen unwissentlich Nordkorea und sein Atomwaffenprogramm. Zudem unterstützt er damit möglicherweise Zwangsarbeit, wie Recherchen der Nachrichtenagentur AP ergaben.

Weil Nordkorea wegen internationaler Sanktionen eigentlich gar nichts mehr verkaufen darf, schickt das Land Tausende Arbeiter in die gesamte Welt unter anderem nach Hunchun, eine chinesische Stadt im Dreiländereck mit Nordkorea und Russland. Dort fand AP unter anderem Verpackungen von Aldi.

Pjöngjang erwirtschaftet damit schätzungsweise zwischen 200 und 500 Millionen Dollar (170 und 425 Millionen Euro) pro Jahr. Das wäre ein beträchtlicher Beitrag zum Atomwaffen- und Raketenprogramm des Landes, das nach südkoreanischen Schätzungen ein Volumen von mehr als einer Milliarde Dollar hat.

In China arbeiten Nordkoreaner unter sklavenähnlichen Bedingungen

Dass nordkoreanische Arbeiter weltweit unter zum Teil sklavenähnlichen Bedingungen eingesetzt werden, wurde bereits oft kritisiert. Neu ist jedoch, dass die von ihnen hergestellten oder verarbeiteten Produkte trotz aller Sanktionen nach Deutschland, Kanada, in die USA und andere Länder der Europäischen Union gelangen.

Ein Brennpunkt ist China. Dort sind Heerscharen von nordkoreanischen Arbeitern beschäftigt. Sie dürfen die umzäunten Wohngelände nicht ohne Erlaubnis verlassen, müssen paarweise oder in Gruppen von ihren Unterkünften zu den Fabriken gehen – unter Aufsicht nordkoreanischer Aufpasser. Von ihrem Lohn bekommen sie nur einen Bruchteil – bis zu 70 Prozent fließen an die Regierung von Machthaber Kim Jong-un. Neben der Verarbeitung von Fisch und Meeresfrüchten produzieren die Nordkoreaner in chinesischen Fabriken Holzparkett und nähen Kleidung.

UN-Sicherheitsrat verhängt neue Sanktionen gegen Nordkorea

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https://www.welt.de/politik/ausland/arti...n-entdeckt.html

Als Reaktion auf den jüngsten Atomversuch Nordkoreas hat der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen erneut verschärft. Künftig darf Nordkorea kkein Erdgas mehr einführen. Auch die Lieferung von Öl wurde beschränkt.

Quelle: N24/ Louisa Lagé
Etwa 3000 Nordkoreaner arbeiten in Hunchun. In einer Fabrik, die ein AP-Reporter besuchte, arbeiteten die Menschen, während aus den Lautsprechern nordkoreanische Polit-Parolen dröhnten. Eine Frau, die der Reporter ansprach, bestätigte, dass sie und einige ihrer Kollegen aus Pjöngjang kämen. Dann näherte sich ein Aufpasser und befahl ihr zu schweigen.

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Der Manager des Unternehmens bestritt, dass man nordkoreanische Arbeiter angeworben habe und wollte sich nicht weiter äußern. Andere chinesische Unternehmen in Hunchun reagierten überhaupt nicht auf Anfragen.

Packungen mit der Aufschrift „Sea Queen“ – die Seafood-Marke von Aldi

Lieferdokumente belegen, dass mehr als 100 Container mit Fisch und Meeresfrüchten – darunter Eismeerkrabben, Lachsfilet und Tintenfischringe – aus chinesischen Fabriken mit nordkoreanischen Arbeitern in die USA und nach Kanada geliefert wurden.

Meist wird der Fisch in neutralen Packungen geliefert. Aber einige Lieferungen aus China waren bereits in den Packungen großer Supermarktketten verpackt, darunter Walmart oder Sea Queen, die Seafood-Marke des Discounters Aldi.

Aldi äußerte sich nicht. Walmart-Sprecherin Marilee McInnis erklärte, man habe seinen Lieferanten bereits vor einem Jahr verboten, Waren aus Hunchun zu beziehen, nachdem eine Überprüfung Probleme mit Fremdarbeitern ergeben habe. „Der Kampf gegen Zwangsarbeit ist ein komplexes Problem, das weder ein Unternehmen noch eine Regierung allein bewältigen kann“, sagte sie.

Auch die Verpackungen anderer deutscher Supermarktketten fanden sich in den Fabriken in Hunchun. Die Rewe-Gruppe, zu der auch Penny gehört, erklärte, ihr Vertrag mit dem Unternehmen in Hunchun sei im Sommer planmäßig ausgelaufen. Die Rewe-Gruppe habe bereits 2011 eine Leitlinie verabschiedet, in der Zwangsarbeit verurteilt werde, sagte ein Sprecher und fügte an: „Wir lehnen diese verabscheuungswürdige Praxis ab. Sollten uns Fälle von Zwangsarbeit bei Lieferanten bekannt werden, führt das zur Beendigung der Lieferantenbeziehung durch uns.“

Überall auf der Welt nordkoreanische Arbeiter

Der US-Importeur The Fishin’ Company in Munhall im Staat Pennsylvania erklärte, man habe die Handelsbeziehungen zu Verarbeitungsbetrieben in Hunchun mittlerweile abgebrochen und im Sommer die letzte Lieferung erhalten. Fisch kann allerdings bis zu einem Jahr in der Lieferkette unterwegs sein.

Nordkoreaner schuften aber auch auf Baustellen in arabischen Golfstaaten, auf Werften in Polen, bei Holzfällarbeiten in Russland oder auf Fischerbooten unter der Flagge Uruguays. Insgesamt wird ihre Zahl auf rund 100.000 geschätzt. Ungeachtet der eingeschränkten Bewegungsfreiheit und der massiven Abzüge vom Lohn sind die Jobs im Ausland bei Nordkoreanern sehr begehrt.

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US-Zoll und Grenzschutz, die für die Einhaltung dieser Vorschriften zuständig sind, äußerten sich auf Anfrage nicht. Zahlreiche Firmen im Westen erklärten auf Anfrage der AP, Zwangsarbeit und eine mögliche Unterstützung Nordkoreas durch ihre Lieferketten sei inakzeptabel. Man werde das überprüfen.
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