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  • 16.01.2018 00:55 - Ich bin Seelsorgerin, Managerin, Pfarrerin vor Ort und Diakonin, geweiht vom Leben...Feminismus und Priestermangel...Evangelische haben auch Pfarrermangel, ohne Zöllibat...alles nur Ausreden, ..Admin
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Feminismus und Priestermangel...Evangelische haben auch Pfarrermangel, obwohl kein Zöllibat...Nur Ausreden! Admin.

Ich bin Seelsorgerin, Managerin, Pfarrerin vor Ort und Diakonin, geweiht vom Leben
16. Januar 2018 0
hier Fozo


https://www.katholisches.info/2018/01/ic...eiht-vom-leben/

Diakonin, Pfarrerin, Managerin, so sieht sich Pfarrassistentin Sissy Kamptner selbst.
(Wien) Die Usurpation des Altarraumes durch Frauen vergiftet schleichend die Kirche Österreichs und hat einen nie dagewesenen Priestermangel zur Folge.

Wenn Brüche stattfinden, haben sie meist eine lange Vorgeschichte. Nur ein Teil davon muß an der Oberfläche sichtbar sein. Geistige Strömungen, besonders wenn sie nicht zum Mainstream gehören oder sogar geächtet sind, existieren unterirdisch weiter, sogar über Generationen. Sie treten erst an die Öffentlichkeit, wenn sie stark genug sind, manchmal schlagartig, manchmal schleichend.


„Pfarrerin“ in Aktion

Unabhängig davon, ob dies im Einzelfall negativ oder positiv ist (auch das Christentum konnte mehrfach in der Geschichte in einzelnen Ländern nur im Untergrund überleben), zeigt es, daß längerfristig kein Weg um eine geistige Auseinandersetzung herumführt. Das gilt mit Sicherheit für die katholische Kirche von heute, die seit den „Aufbrüchen“ rund um das Zweite Vatikanische Konzil allerlei geistige Strömungen und Abweichungen in ihrem Inneren duldet, derer sie immer weniger Herr wird. Grund dafür ist zuallererst, daß die Kirchenverantwortlichen zu vielen Auseinandersetzungen aus dem Weg gegangen sind und daher immer mehr Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen „müssen“. Erst recht, wenn sie selbst mehr oder weniger bewußte Anhänger solcher Abweichungen sind.

So kommt die Kirche die Duldung abweichender Lehren an den theologischen Fakultäten und Hochschulen immer teurer zu stehen. Um allen Illusionen zuvorzukommen: Wer in der Kirche Häresien verbreitet, aber nicht ertappt werden will, weiß sich ausreichend geschickt zu verhalten, im richtigen Moment zu schweigen, sich einer Tarnsprache zu bedienen und auszunützen, daß ohnehin das meiste geduldet wird.

Die im Irrtum ausgebildeten und auf irrige Wege geführten Viertel-, Halb- und Volltheologen strömen in haupt- und ehrenamtliche Positionen in der Kirche. Und sie führen ihrerseits, je nach Aufgabe, wieder Generationen von Gläubigen und Theologen auf Abwegen. Wobei diese von den Betroffenen selbst immer weniger als solche erkennbar sind. Mit der Zeit scheint der Abweg zum „goldenen Weg“ und der „goldene Weg“ zu einem obskuren Abweg zu werden. Nicht nur außerhalb, auch in der Kirche kann sich Blindheit breitmachen.

„Ich bin Seelsorgerin“


Wallfahrtskirche Christkindl

Diese Blindheit wird in der heutigen Ausgabe der österreichischen Kronenzeitung beworben. Man achte auf die Verwirrung der Begriffe, das Selbstverständnis und die Forderungen.

„Ich bin Seelsorgerin.“

Mit diesen Worten zitiert die Kronenzeitung Sissy Kamptner (57). „Die Theologin leitet die Pfarre Christkindl bei Steyr und fordert mehr Rechte für alle Frauen in der Kirche“, so die Zeitung.

Der Wallfahrtsort Christkindl ist vor allem wegen seines Sonderpostamtes international bekannt, das für die Wünsche der Kinder an das Christkind „zuständig“ ist.

Die Unternehmerstochter wollte nicht den elterlichen Betrieb übernehmen: „Ich arbeite nun seit 1984 in der Kirche“.

„Heute“, so die Zeitung, „liegt die Seelsorge in Christkindl ganz in ihrer Hand.“

„Ich bin Pfarrerin vor Ort!“
„Ich bin die Pfarrerin vor Ort!“

So Kamptner selbst.

Längst habe die Gemeinde „ihr Tun im Altarraum liebgewonnen“, weiß die Zeitung zu berichten und man spürt, etwas anderes könnte an dieser Stelle aus politischer Korrektheit auch gar nicht geschrieben werden.

„Für Eucharistiefeiern in der Wallfahrtsbasilika wird zusätzlich ein externer Priester geholt“,

so die Krone und läßt in diesem kurzen Satz die ganz Verwirrung um Liturgie und Sakramente aufblitzen.


Detail des Hochaltars

Eucharistiefeiern sind nur mehr ein optionaler, gelegentlicher Zusatz, das Hauptgewicht bilden die „Gottesdienste“ der „Pfarrerin vor Ort“. Das Wörtchen „zusätzlich“ läßt erahnen, wer das Kommando hat und wer nur mehr geduldet ist.

„Die Gottesdienste sind bestens besucht“, setzt Elisabeth Rathenböcks feministischer Jubelbericht fort. Einen Unterschied zwischen Gottesdienst und Heilige Messe kennt sie nicht. Und falls doch, versteht sie ihn offenbar nicht.

Wen wundert das, wird die Nivellierung doch hochoffiziell von diözesaner Seite geduldet. Dabei ist nicht ganz klar, ob und wer als bewußter Roßtäuscher handelt. Jedenfalls legt in der Diözese offenbar niemand Wert darauf, die Gläubigen daran zu erinnern, daß sie mit irgendeinem „Gottesdienst“ nicht ihre Sonntagspflicht erfüllen. Auch in der Landeshauptstadt Linz läßt man manchen Pfarreien, für die es keine Priester mehr gibt, die Narrenfreiheit, an jedem Sonntag allerlei „Gottesdienste“ zu feiern (Familiengottesdienst, Kindergottesdienst, Faschingsgottesdienst, Ökumenischer Gottesdienst …), anstatt die Gläubigen aufzufordern, wenige hundert Meter daneben eine Heilige Messe zu besuchen. Die Kreativität von Seelsorgeteams geht vor.

Roßtäuscherei


Gottesdienstordnung

Theologin Kamptner in Christkindl betreibt in jedem Fall Roßtäuscherei, wie ein Blick auf die Seite der Pfarrei auf dem Internetauftritt der Diözese zeigt. Dort werden fleißig Sonntagsgottesdienste beworben, aber mit keinem Wort erwähnt, ob es sich um eine Heilige Messe oder nur um eine Andacht a la Kamptner handelt. Dabei legt sie, die offiziell „Pfarrassistentin“ ist, großen Wert in der Kirche priesterähnlich gewandet aufzutreten. Auch darin liegt Roßtäuscherei, die unter Pastoralassistentinnen im Bistum Linz eher die Regel als die Ausnahme ist. Bunte Batiktücher sollen eine Stola vortäuschen und eine nicht vorhandene Amtswürde signalisieren.

Um nähere Auskunft zu erhalten, muß man eine eigene „Gottesdienstordnung“ anklicken und fragt sich, wozu dann die unvollständigen Angaben auf der Internetseite, auf die der Besucher zuerst stößt. Am kommenden Sonntag gibt es zum Beispiel einen „Wortgottesdienst“ und einen „Pfarrgottesdienst“, aber keine Heilige Messe. Für den Wortgottesdienst wird eine „Gebetsmeinung“ für eine Familie und ihren verstorbenen Sohn „zum Sterbetag“ ausgewiesen. Handelt es sich dabei um eine Meßintention, für die ein Meßstipendium bezahlt wurde?

Der Verdacht, daß für „Gottesdienste“, die keine Heiligen Messen sind, Meßstipendien kassiert werden, wird aus verschiedenen österreichischen Diözesen geäußert.

Priestermangel
Wenn es in Christkindl keinen Priester mehr gibt, sondern die selbsternannte „Pfarrerin“ Kamptner, so hat das seine Gründe. Die haben nicht nur mit Hyperindividualismus, Hedonismus und zunehmender Bindungsunfähigkeit, auch nicht nur mit dem Geburtenrückgang zu tun. Sie haben weit mehr noch mit einer falschen Theologie zu tun, die das katholische Priestertum bekämpft und durch ein „anderes“ Priestertum ersetzen will.


Standardisierte (?) Linzer Gewandung für Pastoralassistentinnen

Der Priestermangel, ob gewollt oder nicht, ist ein direktes Ergebnis einer falschen Theologie, der ein falsches Kirchenverständnis zugrunde liegt. Der immer drückender werdende Priestermangel ist von einem Teil des Kirchenpersonals durchaus erwünscht. Er soll die Kirche zu den strukturellen Veränderungen zwingen, die man erreichen will: die Aufhebung des Priesterzölibats und die Zulassung des Frauenpriestertums.

Warum sollte die Theologin Kamptner traurig darüber sein, daß man inzwischen in ihrer Diözese lange nachdenken muß, um sich an das Jahr zu erinnern, in dem das letzte Mal ein Oberösterreicher für das Bistum zum Priester geweiht wurde. Lang ist es her.

Einige Priesterweihen von Oberösterreichern gab es in den vergangenen Jahren schon, aber alle für Klöster oder für die Tradition. Die Neupriester, die für die Diözese geweiht wurden – der letzte wurde 2014 geweiht -, kamen von auswärts (Polen, Schleswig-Holstein). Das Durchschnittsalter der Diözesanpriester im Bistum Linz liegt inzwischen bei 67 Jahren und das Priesterseminar ist fast leer. Wer von den wenigen Seminaristen im genderverseuchten, politisch links-grünen, letztlich wenig kirchenfreundlichen Klima des hauptamtlichen Laienapparats durchhält, flüchtet sich in die Gemeinschaft eines alten Mönchsklosters oder Chorherrenstifts.

„Ich bin Managerin“
Warum es so wenig Priesterberufungen gibt, das macht „Pfarrerin“ Kamptner exemplarisch deutlich. Sie und Ihresgleichen, die zunehmend das Heft im Bistum in der Hand halten, brauchen keine.


Kamptner als Vorsitzende der Frauenkommission der Diözese

Was zählt ist gender- und politisch korrekte Gruppendynamik einer „Kirche in Bewegung“, oder wie die Theologin von Christkindl es sagt: „Ich will unsere Pfarre lebendig halten“. Was immer sie damit auch meint, es wird im Artikel nicht hinterfragt. Korrekte Worthülsen genügen. Auch das ist symptomatisch, nicht nur für den Artikel, sondern für den Zustand der Ortskirche.

Sich selbst sieht Kamptner als „uneigennützige Managerin“, denn „der Geist Jesu steht in der Mitte“. Nicht Jesus steht in der Mitte, denn das würde ja Fragen nach der Realpräsenz und damit nach der wirklichen Mitte der Kirche, dem heiligen Meßopfer, aufwerfen. Damit aber wäre „Pfarrerin“ Kamptner, da kein Priester, aus dem Rennen. Das weiß sie offenbar genau, denn sie rechtfertigt ihre Stellung:

„Wir haben die Aufgabe dem Leben zu dienen, und nicht den Machtkonstruktionen.“

Mit solchen Sätzen kann man bei einem in Sachen Glaubenslehre und Kirche zunehmend ungebildeten oder verbildeten Publikum offenbar punkten. Theologinnen ihres Schlages tragen fleißig zu dieser Verbildung und Unbildung bei.

Rathenböck zollt fleißig Beifall und attestiert Kamptner, daß das „starke Gedanken“ seien.

Was genau waren noch gleich starke Gedanken?

„Ich bin Diakonin, geweiht vom Leben!“


Forderung Frauendiakonat (Internetseite der Diözese Linz/Frauenkommission)
Da verwundert es auch nicht, daß die „Pfarrerin“ es nicht nur in die Frauenkommission der Diözese Linz gebracht hat, sondern sogar sechs Jahre deren Vorsitzende war. Welcher „Geist“ dort in Sachen Kirchenverständnis, Sakramente und Priestertum herrschen, möchte man eigentlich gar nicht wissen.

Ganz im feministischen und linken Ton formuliert die Unternehmerstochter dann über die Arbeit der Frauenkommission wie gehabt:

„Wir treiben die strukturelle Gleichstellung voran“.

Konkret heißt das, man ahnt es längst, „die Zulassung von Frauen zu katholischen Ämtern“, so die Kronenzeitung. Kamptner wörtlich:

„Dass bezüglich der Weihe von Frauen zur Diakonin endlich etwas weiter geht!“

Von sich selbst sagt sie schließlich auch:

„Ich bin Diakonin, geweiht vom Leben!“

Man darf getrost unterstellen, daß die Theologin nicht nur „Diakonin“ werden möchte, ein Amt, das es in der Kirchengeschichte nie geben hat, sondern wenn schon auch Priesterin und Pfarrerin ohne Anführungszeichen.

Und an Bischofsanwärterinnen würde es dann garantiert auch nicht fehlen.

Text: Martha Burger

Bild: dioezese-linz.at/Wikicommons (Screenshots)
https://www.katholisches.info/2018/01/ic...eiht-vom-leben/

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