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  • 26.07.2019 00:50 - Pünktlich zur Amazonassynode wird die „totale und vollständige" Rehabilitierung von Gutsavo Gutierrez und der Befreiungstheologie vollzogen.
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Pünktlich zur Amazonassynode wird die „totale und vollständige" Rehabilitierung von Gutsavo Gutierrez und der Befreiungstheologie vollzogen.


(Rom) Gustavo Gutierrez, der „Vater der Befreiungstheologie“ kehrt erneut in den Vatikan zurück, diesmal als Konferenzredner. Damit gelangt ein 2013 von Papst Franziskus begonnener Weg an sein Ziel: die „totale und vollständige“ Rehabilitierung von Gutierrez und der Befreiungstheologie.

Am 10. Juli gab die Päpstliche Kommission für Lateinamerika das Programm für die internationale Tagung „40 Jahre Versammlung von Puebla: Kommunion und Partizipation“ bekannt, die vom kommenden 2.–4. Oktober 2019 an der Generalkurie des Jesuitenordens in Rom stattfinden wird – just genau vor Eröffnung der Amazonassynode.

Im mexikanischen Puebla fand Anfang 1979 die III. Generalkonferenz des Lateinamerikanischen Bischofsrats (CELAM) statt. Die II. Generalkonferenz 1968 im kolumbianischen Medellin war ein maßgeblicher Impuls für die Ausbreitung der marxistisch geprägten Befreiungstheologie. 1968 gilt als ihr Entstehungsjahr.

https://katholisches.info/2019/06/28/ist...schafft-werden/

Internetseite der Lateinamerikakommission des Vatikans.

Die Puebla-Versammlung (CELAM III) endete mit einem sage und schreibe 232 Seiten dicken Schlußdokument. Der damalige Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat der deutschen Bischöfe, Emil Stehle, gab sofort eine deutsche Übersetzung in Auftrag. Adveniat übt seit Jahrzehnten durch Geldtransfer und einhergehendem Ideentransfer einen umstrittenen Einfluß in Lateinamerika aus. Das gilt vor allem für Brasilien, wo der deutsche Einfluß durch eine starke deutschstämmige Gemeinschaft besonders groß ist.

https://katholisches.info/2016/01/07/von...iratete-klerus/

Der Übersetzungsauftrag wurde an Horst Goldstein erteilt, der bereits das Buch „Theologie der Befreiung“ von Gustavo Gutierrez ins Deutsche übersetzt hatte, das für die virulente Strömung namengebend wurde.

https://katholisches.info/2019/06/28/ist...schafft-werden/

In der Deutschen Bischofskonferenz waren die Mehrheitsverhältnisse und die Ausrichtung 1979 noch etwas anders als heute. Die Übersetzung Goldsteins, die sehr genau wiedergab, was die Autoren des Puebla-Papiers meinten, fand nicht die Billigung der Bischofskonferenz. Er hatte beispielsweise das erste Kapitel des 4. Teils mit „Bedingungslose Entscheidung für die Armen“ überschrieben. Der Goldstein-Text wurde durch eine wörtliche Übersetzung ersetzt. Dort findet sich seither die Formulierung „Vorrangige Option für die Armen“, die allgemeine Verbreitung in der Kirche fand.

https://katholisches.info/2015/12/09/ber...riestertum-ein/

Revidierte Fassung der „1000 Änderungen“
Vor allem aber regierte 1979 in Rom Papst Johannes Paul II. und nicht mehr Paul VI. Dieser hatte 1968 das Schlußdokument von Medellin, mit seinen offenen Anklängen an den Marxismus, am Ende der Versammlung einfach telefonisch abgesegnet. Johannes Paul II. hingegen wollte den Text sehen und ließ eine Revision durchführen. Aus diesem Grund wurden alle Teilnehmer von Puebla angewiesen, nichts vom Inhalt bekanntzumachen, bevor nicht die päpstliche Approbation vorliegt. Erzbischof Helder Camara und andere hielten sich aber nicht daran.

Der römischen Revision wurde von befreiungstheologischen Kreisen vorgeworfen, die Aussagen des ursprünglichen Textes „korrigiert“ und „abgeschwächt“ zu haben. Vor allem der Begriff „Befreiung“, der zu offenkundig an den marxistischen Diskurs anknüpfte, wurde ersetzt. Daraus konstruierten unduldsame, vorwiegend europäische und europäischstämmige Kreise, die sich zwischen Progressismus und Marxismus bewegten, den Mythos der „1000 Änderungen“. Denn eines stand fest: Der Feind saß in Rom, das mißtrauischer beäugt wurde, als Moskau und Havanna.


Gustavo Gutierrez, Prinz-von-Asturien-Preisträger (2003)

In Rom, Lateinamerika und den westlichen Staaten wie Deutschland fand ein vielschichtiges Tauziehen statt zwischen jenen, die kein zweites „Medellin“ wollten, und jenen, die noch über Medellin hinausdrängten. In Westeuropa waren sich Ende der 70er Jahre selbst antikommunistische Kreise nicht mehr sicher, ob der Vormarsch des Sozialismus nicht wirklich unaufhaltsam sei. Der noch schlagkräftige und selbstbewußte Ostblock lenkte und beeinflußte im Westen und in Lateinamerika zahlreiche Gruppierungen, auch kirchennahe. In vielen Staaten der damaligen Dritten Welt zogen kommunistische Guerillaorganisationen und in Westeuropa kommunistische Terrororganisationen eine blutige Bahn.

Als einer der besonders lautstarken Kritiker der revidierten Fassung tat sich Bischof Samuel Ruiz Garcia von San Cristobal de las Casas hervor, besonders was die Abschwächung der Bedeutung der „Basisgemeinden“ betraf, die in diesen Kreisen als Ausdruck des „neuen Frühlings“ und als künftiges „Modell“ für die Kirche gesehen wurden. Der 2011 verstorbene Bischof spielt durch sein „Chiapas-Experiment“ im Zusammenhang mit der bevorstehenden Amazonassynode wieder eine wichtige Rolle. Kein Zufall.

Die Ära Lorscheider und Adveniat

Johannes Paul II. versuchte im Gefolge von Puebla eine neue CELAM- und eine neue CLAR-Spitze zu etablieren. CLAR ist der Dachverband der lateinamerikanischen Ordensleute. Versuche, über personelle Änderungen eine Kursänderung zu erreichen, hatten vor allem im Brasilien von Kardinal Aloisio Lorscheider und Erzbischof Helder Camara, beide Vertreter der Befreiungstheologie, nur wenig Erfolg. Lorscheider, Sohn deutscher Einwanderer, war zur Zeit der Puebla-Versammlung CELAM-Vorsitzender. In den 70er Jahren war er Vorsitzender der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) und sein Cousin, Bischof Ivo Lorscheiter, war deren Generalsekretär. Lorscheiter wurde Lorscheiders Nachfolger als CNBB-Vorsitzender bis 1987.

Die „Lorscheider-Ära“ nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, die abgeschwächt bis 2004 dauerte (Aloisio wurde 1962, Ivo 1965 Bischof) wurde zum Synonym für den Linksruck der Ortskirche, der von Adveniat mit deutschem Geld gesponsert wurde. Helder Camara wurde von Johannes Paul II. emeritiert, Lorscheider auf einen kleinen Bischofsstuhl abgeschoben und Leonardo Boff kam seiner Exkommunikation zuvor, indem er selbst sein Priestergewand für einen eigens für ihn errichteten Lehrstuhl an der Universität Buenos Aires eintauschte. Dort erweiterte er die Befreiungstheologie um ökologische Themen wie sie nun als Ökobefreiungstheologie zur Grundlage der Amazonassynode wird, wenngleich Boff selbst sie „Theologie des Lebens“ nannte. In der Abtreibungsfrage, wo es bedingungslos um Leben oder Tod geht, war seine Stimme nicht zu hören.

Aloisio Lorscheider und Helder Camara
Aloisio Lorscheider und Helder Camara sind beide Unterzeichner des „Katakombenpakts“ (1965).
Der brasilianische Episkopat ist bis heute stark befreiungstheologisch geprägt. Diese politisch motivierte Achsenverschiebung mit ihrer Abkehr vom traditionellen Kirchenverständnis löste einen gewaltigen Erosionsprozeß aus, der mit einer millionenfachen Abwanderung von Katholiken zu evangelikalen Freikirchen bis heute anhält.

So gesehen erwiesen sich die CELAM-Versammlungen von Puebla (1979) bis Aparecida (2007) – von Medellin (1968) ganz zu schweigen –, als ungeeignet bis fatal für die Kirche in Lateinamerika. Aparecida ist für Papst Franziskus besonders wichtig ist, da er verantwortlicher Redakteur des Schlußdokuments war. Aparecida war übrigens der Bischofssitz, auf den Kardinal Lorscheider abgeschoben worden war.

Mühsam bemühten sich die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. die marxistische, und wenn nicht marxistische, dann zumindest soziologische Strömung in Lateinamerikas Kirche zurückzudrängen. Mit der Wahl von Papst Franziskus, die einen Vertreter der soziologischen Strömung mit wohlwollender Sympathie für die marxistische auf den Papstthron brachte, sind diese Bemühungen vorerst gescheitert. Die Tendenz geht seither in die entgegengesetzte Richtung, wie der stark politische Ansatz von Franziskus im Verhältnis zu Lateinamerika und seine Approbation des unsäglichen Instrumentum laboris für die bevorstehende Amazonassynode zeigt, das Kardinal Walter Brandmüller „eine Neuauflage des klassischen Modernismus“ nannte.

https://katholisches.info/2016/12/23/die...s-experimentes/

2013 beginnt Gutierrez salonfähig zu werden

Ausgerechnet Kardinal Gerhard Müller, den Benedikt XVI. noch wenige Monate vor seinem überraschenden Amtsverzicht zum Präfekten der Glaubenskongregation machte, war es, der Gustavo Gutierrez im September 2013 in Rom einführte und salonfähig machte. Das scheint nicht ganz zusammenzupassen, bringt allerdings die in Kirchenkreisen des deutschen Sprachraumes verbreitete Sozialromantik zum Ausdruck. Kardinal Juan Luis Cipriani Thorne, der damalige Erzbischof von Lima und Primas von Peru, attestierte Müller darauf mit freundlichen Worten, in diesem Punkt „ein bißchen naiv“ zu sein. Cipriani Thorne wußte, wovon er sprach. Er und Gutierrez sind Peruaner. Der Befreiungstheologe lehrte an der Päpstlichen Katholischen Universität von Peru, deren Großkanzler Cipriani Thorne 1999 wurde und sie wieder auf kirchlichen Kurs zu bringen versuchte. Papst Franziskus machte mit einem Federstrich alle Bemühungen zunichte und setzte Cipriani Thorne vor die Tür.

Franziskus mit Jesuiten aus Zentralamerika (Panama 2019).
Franziskus mit Jesuiten aus Zentralamerika (Panama 2019).
Tragik der Geschichte: Sowohl Kardinal Müller als auch Kardinal Cipriani Thorne fielen dem bergoglianischen Fallbeil zum Opfer, letzterer zumindest illusionslos.

Müller wurde als Glaubenspräfekt durch den persönlich tadellosen P. Luis Ladaria Ferrer ersetzt, einem Jesuiten, von dem Franziskus bedingungslose Treue erwarten kann. Cipriani Thorne hingegen wurde, ganz bergoglianisch, durch „den Progressivsten“ ersetzt. Ein Hauptmerkmal der Ernennung von Carlos Castillo Mattasoglio zum Erzbischof von Lima ist die damit verbundene Demütigung von Kardinal Cipriani Thorne, eine Form der Rache, die Franziskus bereits mehrfach genau jene Oberhirten spüren ließ, die durch Glaubenstreue und Verteidigung eines traditionellen Kirchenverständnisses aus dem Episkopat herausragen.

Gustavo Gutierrez, zu dem anfangs noch die Legende verbreitet wurde, Jorge Mario Bergoglio habe ein persönlich sehr distanziertes Verhältnis zu ihm, weil er einen argentinischen Befreiungstheologen und laisierten Priester im Stich gelassen habe, wurde seit 2013 bereits dreimal von Franziskus empfangen. Das argentinische Kirchenoberhaupt signalisierte damit unmißverständlich, der Befreiungstheologie Wohlwollen entgegenzubringen. Es wäre natürlich nicht Bergoglio, wenn er rund um dieses Wohlwollen nicht auch einige Nebelkerzen für jene gezündet hätte, die noch um die Gefährlichkeit dieser Richtung wissen. Die Grundausrichtung ist allerdings klar.

„Totale und vollständige Rehabilitierung“ in vielen Schritten
So ist es kein Zufall, daß die bevorstehende Tagung zu „40 Jahre Puebla-Versammlung“ an der Generalkurie des Jesuitenordens stattfinden wird. Der Orden stellt die treuesten Legionen des Papstes, und das derzeit vielfach mit einer inneren Überzeugung, die über das Treuegelübde hinausgeht, das auch seinen Vorgängern galt. Gutierrez wird, erwartungsgemäß, über „Die vorrangige Option für die Armen“ sprechen, womit nach der ursprünglichen Fassung von Puebla „Die bedingungslose Entscheidung für die Armen“ gemeint ist.

Papst Franziskus gratuliert Gutierrez zum 90. Geburtstag (2018)
Papst Franziskus gratuliert Gutierrez zum 90. Geburtstag (2018)
Diese Einladung an Gutierrez, bei einer offiziellen, vatikanischen Tagung zu referieren, ist als „totale und vollständige“ Rehabilitierung von Gutierrez persönlich, aber auch der Befreiungstheologie zu sehen, wie Religion Digital, die bedeutendste progressive Nachrichtenseite des spanischsprachigen Raums jubelnd feststellte, und damit die Stimmung der einschlägigen Kreise wiedergeben dürfte. Die Rede von Gutierrez wird den Abschluß eines Weges zahlreicher Schritte sein, der seit der Wahl von Papst Franziskus eingeschlagen wurde.

Bergoglio suchte, zum Papst gewählt, die Nähe zu Gutierrez. Die erste Begegnung erfolgte, wie erwähnt, im September 2013 auf Vermittlung von Kardinal Müller. Näheres wurde damals nicht bekannt. Heute weiß man, daß es auch zu einer Konzelebration des Befreiungstheologen mit Franziskus kam. Der Papst selbst erzählte dieses bisher unbekannte Detail im Januar 2019, als er sich am Rande des Weltjugendtages in Panama mit Jesuiten aus Zentralamerika traf. Dort erklärte er seinen Ordensmitbrüdern sinngemäß, daß der Schrecken vor der Befreiungstheologie im großen und ganzen nur ein Kommunikationsfehler gewesen sei. Gutierrez nannte er bei dieser Gelegenheit einen „großen Verfolgten“.

„Es gibt viele Arten sie zu interpretieren. Es stimmt, daß einige in die marxistische Analyse fielen, aber ich erzähle Euch etwas Lustiges: Der große Verfolgte, Gustavo Gutierrez, der Peruaner, hat mit mir die Messe konzelebriert.“

https://catholicfamilynews.com/blog/2019...nt-accusations/

Gutierrez-Interview des Osservatore Romano im September 2013.
Bereits im Zuge der ersten Begegnung veröffentlichte der Osservatore Romano ein Interview mit dem Befreiungstheologen, was kurze Zeit zuvor noch undenkbar gewesen wäre. Andrea Tornielli, der Hausvatikanist von Papst Franziskus, lieferte auf Vatican Insider die Lesart für die gewünschte Entspannung: Franziskus sei gegenüber den marxistischen, theologischen Tendenzen in Buenos Aires unerbittlich gewesen. Er sei daher ein authentischer Interpret der „Versöhnung zwischen der Befreiungstheologie und dem Vatikan“.

„In der Kirche über die Armen zu sprechen, bedeutet nicht Pauperismus, und die Ungerechtigkeit anzuklagen, unter der die Schwächsten leiden, bedeutet nicht, Marxisten, sondern einfach Christen zu sein.“

Soweit Tornielli. Im November 2014 wurde Gutierrez am Rande einer Generalaudienz von Papst Franziskus ein zweites Mal begrüßt.

2015 konnte Gutierrez an der Seite von Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, einem engen Vertrauten von Papst Franziskus, im Vatikan an einer Pressekonferenz der Caritas teilnehmen.

Gutierrez mit Kardinal Maradiaga, Caritas Internationalis-Pressekonferenz 2015
Gutierrez mit Kardinal Maradiaga, Caritas Internationalis-Pressekonferenz 2015
Im Januar 2018 empfing ihn Franziskus bei seinem Peru-Besuch in der dortigen Apostolischen Nuntiatur zum dritten Mal.

Im Mai 2018 erhielt Gutierrez Post von Franziskus. Der Papst gratulierte ihm persönlich zum 90. Geburtstag:

„Ich schließe mich Deinem Dank für Gottes Gnaden an und danke Dir auch für das, was Du für die Kirche und die Menschheit getan hast durch Deinen theologischen Dienst und Deine vorrangige Liebe für die Armen und die aus der Gesellschaft Ausgestoßenen. Danke für alle Anstrengungen und für Deine Form das Gewissen eines jeden Einzelnen anzusprechen, damit niemand gleichgültig bleibt, gegenüber dem Drama der Armut und der Ausgrenzung.“

Zwei weitere Referenten der Puebla-Tagung
Ein anderer Referent der Puebla-Tagung ist der Mexikaner Rodrigo Guerra, der international vor allem durch die Verteidigung des umstrittenen achten Kapitels des nachsynodalen Schreibens Amoris laetitia von Papst Franziskus auffiel. Der Osservatore Romano veröffentlichte unmittelbar nach Vorstellung von Amoris laetitia einen Aufsatz Guerras, in dem er die Vorgehensweise und die Auslegung von Franziskus verteidigte. In den folgenden Monaten war er international häufiger Redner zu Amoris laetitia, besonders an katholischen Universitäten in Lateinamerika und vor Bischofskonferenzen. Dadurch trug er nicht unwesentlich zur Verbreitung jenes Bruchs mit der kirchlichen Tradition bei, wie sie zuletzt Papst Johannes Paul II. in Familiaris consortio 1981 festgeschrieben hatte. Zu diesem Zweck veröffentlichte Guerra 2017 auch einen Aufsatz in der CELAM-Zeitschrift Medellin „Amoris laetitia verstehen. Prämissen und Argumente, Antwort auf Zweifel und Einwände, Weg und Hoffnung“. Der Name der Zeitschrift, eine Anspielung auf die CELAM-Versammlung von 1968, läßt die bis heute wirkende Fehlentwicklung in Lateinamerikas Kirche erkennen.

Erstaunlicher, aber nicht weniger bezeichnend ist ein dritter Redner der Puebla-Tagung, der überzeugte Bergoglianer Austen Ivereigh. Der Engländer ist der erste Biograph von Franziskus, der eine vom Papst selbst autorisierte Biographie vorlegte. Ihr Titel: „Der große Reformer. Franziskus, Porträt eines radikalen Papstes“. Ivereigh wird in Rom über „Die historische Originalität eines lateinamerikanischen Pontifikats“ sprechen. Bevor der Engländer zum Papst-Biographen wurde, war er Sprecher von Kardinal Cormac Murphy-O’Connor, dem damaligen Erzbischof von Westminster und Primas von England und Wales. Murphy-O’Connor war Mitglied des „Mafia“ genannten Geheimzirkels von Sankt Gallen, in dem sich höchste, progressive Kirchenvertreter seit den 90er Jahren konspirativ organisiert hatten. Ivereigh enthüllte im Herbst 2014 als erster indirekt die Existenz dieses Geheimzirkels, indem er von gezielten Machenschaften im Vorfeld des Konklaves von 2013 berichtete, um Kardinal Jorge Mario Bergoglio auf den Papststuhl zu heben. Ivereigh sprach von einem Team Bergoglio, dem als besonders aktive Mitglieder die Kardinäle Walter Kasper, Karl Lehmann, Godfried Danneels und Cormac Murphy-O’Connor angehörten.

Weitere Referenten wären zu nennen, doch soll es mit den Genannten genug sein.

Die Rehabilitierung der Befreiungstheologie am Vorabend der Amazonassynode wirft auf alle Fälle einen weiteren, bezeichnenden Schatten auf die bevorstehende Sondersynode.
https://katholisches.info/2019/07/16/die...iungstheologie/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: PUCP/OR/Civiltà Cattolica/America Latina (Screenshots)
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https://www.youtube.com/watch?v=x0Wxc1Y9...=em-lbcastemail



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