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  • 23.02.2018 00:40 - Interkommunion – das neue Kampffeld der Deutschen Bischofskonferenz
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Ausweitung der umstrittenen Einzelfallmethode

Interkommunion – das neue Kampffeld der Deutschen Bischofskonferenz
23. Februar 2018 0


Interkommunion

Nach Ehebruch, Scheidung sowie Zweitehe und Homosegnung stoßen Kardinal Marx und die Deutsche Bischofskonnferenz das nächste Kampffeld an: die Interkommunion.
(Berlin) Die Einzelfallthese „Von Fall zu Fall“ zieht weitere Kreise. Die Deutsche Bischofskonferenz will sie auf gemischtkonfessionelle Ehepaare ausweiten und protestantische Ehepartner zur Kommunion zulassen. Der Interkommunion soll die Tür geöffnet werden.

Durch die Hintertür

Durch die Hintertür wurde die Einzelfallthese mit dem umstrittenen nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia eingeführt. „Von Fall zu Fall“ können Ehebrecher, wertneutral „wiederverheiratete Geschiedene“ genannt, zu den Sakramenten zugelassen werden. Die Einführung erfolgte so verstohlen und verschleiert, daß der dabei von Papst Franziskus beschrittene Weg für Ottonormalverbraucher kaum nachvollziehbar ist. Was zählt, ist aber nicht der Weg, sondern das Ergebnis.

http://www.vaticannews.va/de/kirche/news...rkommunion.html

Nun soll der so erfolgreich Beschrittene Weg ausgeweitet werden, wenn es nach Kardinal Reinhard Marx geht. Marx ist Erzbischof von München-Freising, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Vorsitzender der Kommission der Bischofskonferenzen der EU COMECE, Vertreter Europas im päpstlichen Kardinalsrat C9 und Vorsitzender der vatikanischen Wirtschaftskommission, kurzum, ein in jeder Hinsicht gewichtiger Mann in der Kirche.

https://www.katholisches.info/2015/10/52049/

Die Deutsche Bischofskonferenz, einzelnen deutsche Bischöfen zum Trotz, gehörte zum Stoßtrupp, als es darum ging, das Ehesakrament zu unterminieren, um die Anerkennung von Scheidung und Zweitehe einzuläuten.

Scheidung, Homosegnung, Interkommunion

Vor kurzem griff Kardinal Marx erneut zum Vorschlagkammer. In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte er es und sagte es nicht: Homosexuelle Paare sollten gesegnet werden. So verstand es der BR, und so verstanden es auch die anderen Medien. Da Marx nicht dementierte, hatte er es auch so gemeint. Es nicht offen zu sagen, ist offensichtlich Teil der Strategie, die vom tonangebenden Teils der derzeitigen Kirchenführung, von München bis Rom, verfolgt wird.

https://www.katholisches.info/2016/10/ka...a-ja-und-punkt/

Doch damit nicht genug. Gestern eröffnete Kardinal Marx gleich das nächste Kampffeld. Bei seiner Pressekonferenz zum Abschluß der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz gab er bekannt, daß „die Bischöfe Deutschlands“ (Vatican News), den „konfessionsverschiedenen Ehepartner die gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie ermöglichen wollen“.

Marx rief dazu den Notstand aus: Es handle sich dabei um eine „dringende pastorale Aufgabe“. So hatte es auch Papst Franziskus gesagt, als er zum Beginn der ersten Bischofssynode über die Familie im Oktober 2014 die Synodalen mahnte, „den Schrei des Volkes“ zu hören. Bemerkenswert dabei: Sowohl Franziskus als auch Marx benützen den „Notstand“, den sie selbst erklärt haben, um für eine Änderung der kirchlichen Lehre und Praxis zu mobilisieren. Um genau zu sein, bestreiten sie jede Absicht, die Lehre ändern zu wollen. Der Grund liegt auf der Hand: Laut kirchlichem Verständnis kann die Lehre Jesu Christi nicht geändert werden, weder von Kardinal Marx, ja nicht einmal von einem Papst.

https://www.katholisches.info/2014/10/pa...s-volkes-hoert/
Auch das Bestreiten solcher Absichten ist jedoch offensichtlicher Teil der neuen Strategie. Die Änderung der Praxis ändert nämlich, ob beabsichtigt oder nicht, auch die Lehre. Die Praxis ist Ausfluß der Lehre. Beide hängen in dieser Reihung untrennbar zusammen. Kirchenführer von Marx’schem Kaliber wissen das natürlich genau.

Dezentraliserung und Tabu Konversion

Die „katholische Eucharistielehre“ müßten „beide“ Ehepartner „teilen“, das sei „sicherzustellen“, so Marx. Meint der Kardinal, daß nicht-katholische Ehepartner die katholische Eucharistielehre anerkennen müssen, oder meint er, daß sie diese zu glauben haben?

https://www.katholisches.info/2015/11/ei...rkommunion-auf/

Wäre nicht vielleicht vom Priester (Marx sprach von Seelsorgern), sollte ein Protestant das katholische Eucharistieverständnis haben, also an das sakramentale Priestertum, die Transsubstantiation und die Realpräsenz Jesu Christi glauben, eine Konversion zur katholischen Kirche zu empfehlen? Davon ist aber bei Marx keine Rede. Das macht die Sache mehr als verdächtig. „Orientierungshilfen“ hin oder her. Was theoretisch, und manchmal sogar sophistisch, oben fein säuberlich zu Papier gebracht wird, kommt unten in den Pfarreien „in der Praxis“ nicht selten ganz anders an. Auch das weiß Marx nicht erst seit Bußandachten die Beichte verdrängt haben. Auch das weiß Papst Franziskus.

https://www.katholisches.info/2018/02/ka...on-homo-paaren/

Wie kommt die Deutsche Bischofskonferenz dazu, einen Sonderweg anzukündigen? Die Ankündigung zeigt, daß die von Kardinal Kasper verkündete und von Papst Franziskus approbierte „Dezentralisierung“ tatkräftig genützt wird (siehe auch Dezentralisierung beleidigt den Glauben und den gesunden Menschenverstand, ebenso Ratzingers Antwort auf die Dezentralisierungsplne von Papst Franziskus).

https://www.katholisches.info/2015/10/sy...nschenverstand/

Es geht um eine „Von Fall zu Fall“-Lösung, so stellt es Marx dar. In der Sache tritt er in die Fußstapfen von Papst Franziskus. Dieser hatte bereits im November 2015, bei seinem Besuch der lutherischen Christuskirche in Rom, in einem schwindelerregenden Wortschwall etwas verstehen gegeben. Franziskus sagte es nicht, aber er gab es zu verstehen: Auf die Frage einer deutschen Lutheranerin, die mit einem italienischen Katholiken verheiratet ist, ob und wann sie mit ihrem Mann die Kommunion empfangen könnte, antwortete Franziskus langatmig „Nein“, „Jein“, „Ja“.

https://www.katholisches.info/2017/09/fr...-volkssprachen/

Er werde „nie“ die Zustimmung dazu geben, „aber“, es solle jeder nach seinem Gewissen entscheiden, und wenn das Gewissen den Kommunionempfang erlaube, „dann“, ja dann…

https://www.katholisches.info/2018/02/in...chofskonferenz/

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Domradio.de (Screenshot)

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