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  • 01.09.2018 00:24 - Der heutigen Theologie fehlt eine explizierte Satanologie hinsichtlich der Frage: Wie bekämpft der Satan die Kirche als Ganzes? Kampf um Rom
von esther10 in Kategorie Allgemein.

Der heutigen Theologie fehlt eine explizierte Satanologie hinsichtlich der Frage: Wie bekämpft der Satan die Kirche als Ganzes?
Kampf um Rom
30. August 2018


Am Fest des Erzengeles Michael wird im Petersom eine Heilige Messe im überlieferten Ritus zelebriert

Einfach könnte die Lage der Kirche in der Welt sich so imaginiert werden in einem simplen Bild: Auf der einen Seite die Kirche, auf der anderen das Bordell, der Mensch in der Mitte stehend zwischen der Anziehungskraft der Kirche als dem Ort der Wahrheit und der Schönheit und den Verheißungen des Bordelles. Je mehr der Mensch der Kirche sich zuwendet, desto mehr entzieht er sich den Verlockungen des freien Auslebens seiner Sexualität und wendet sich in dieser Hinwendung zu Gott so auch von dem Verführenden Satan ab. Die Kirche und der Satan gleichen so mathematisierend ausgedrückt plus Unendlich versus minus Unendlich und der Mensch ist die Null, die sich nun zum Negativen oder Positiven hinwenden kann. Seine Nichtbestimmtheit wäre dann seine Nullexistenz, die so gerade seine Freiheit zum sich negativ oder sich positiv Bestimmen können.

Aber so schön anschaulich dies Bild auch sein mag, es ist doch zweifelhaft, ob es auch ein realistisches Bild ist. A) ist der Mensch nicht unbestimmt, sondern immer schon ein durch die Erbsünde zum Negativen hin Bestimmter. B) Das Bordell verlockt mit seinen Verheißungen zumindest Männer so erfolgreich zum Sündigen, daß da sich ein Mitwirken des Teufels als Versucher von selbst erübrigt.

Aber wesentlicher ist etwas anderes. Wird gefragt, wo denn der Teufel dem Sohn Gottes entgegentrat, so muß die Antwort jeden verblüffen, der dies anschauliche Bild verinnerlicht hat: Nicht begegnet Jesus der Teufel in der Großstadt Jerusalem mit all seinen Verlockungen und auch nicht in der Prostituierten Maria Magdalena, sondern a) in der Wüste und b) im Kreise seiner Apostel!

Die Wüste gilt eingedenk der Wüstenwanderungszeit Israels als besonderer Ort der Gegenwart Gottes. (Für das religiöse Denken sind eben nicht alle Orte der Erde gleichermaßen Gott gleich nahe oder auch gleich ferne, sondern es gibt Nähedifferenzen: Berge, Höhen und Wüsten gelten als Orte der Nähe Gottes und dann die Tempel und Opferstätten: Nur wo Gott nahe ist, erschienen ist, opfert der religiöse Mensch, baut er ihm Tempel. So konstituieren sich heilige Räume. Vgl Mircas Eliade: Das Heilige und das Profane)

A) Also, wenn der Satan den Sohn Gottes in der Wüste versucht, dann versucht er ihn gerade weit entfernt von den Bordellen der Großstadt an einem Orte des Gottesnähe.

B) Gravierender für die Ecclesiolgie ist aber das Faktum, daß Jesus in dem Apostel Petrus, dem ersten Papst und in dem Apostel Judas der Teufel begegnete. „Weiche von mir, Satan!“ sagt er nicht zu einer Prostituierten sondern zu dem, den er selbst zum Apostel erwählt hat und den er selbst zum 1.Papst bestimmt hatte, zu Petrus. Und in den Apostel Judas drang der Teufel ein, um sein dämonisches Werk des Verrates zu vollbringen. So ist Papst Paul VI. entsetzter Ausruf: „Der Rauch Satans ist durch irgendeinen Riß in den Tempel Gottes eingedrungen.“ viel wahrer, als es mancher beschwichtigender Ausleger wahr haben möchte. Der Teufel kämpft nicht dort, wo die Sünde auch ohne ihn siegt, in den Bordellen der Welt. Wo, wenn nicht in der Kirche sollte der Teufel seinen Kampf gegen die Kirche führen? In jedem Fußballspiel dringen ja die Stürmer in den Elfmeterraum des Gegners ein, um dann von da zum Torschuß zu kommen. Der hl. Augustin hat die Substanz der Geschichte und gerade auch der Menschheitsgeschichte als den Kampf des Reiches des Satans wider das Reich Gottes begriffen. Solange der Teufel gegen Gott kämpft, leben wir im Raum der Geschichte, vor und nach der Geschichte ist nur das Reich Gottes.

Zu meinen, daß die jetzt ans Licht kommenden Mißbrauchsfälle unabhängig von dem Kampf des Teufels wider die Kirche zu begreifen wären, ist so ein verhängnisvoller Irrtum. Wie Gott selbst seinen Sohn nicht vor dem versucherischen Angriff des Satans bewahrte, auch nicht vor der teuflischen Versuchung durch den Apostel Petrus, nicht den Weg des Kreuzes zu gehen, so bewahrt auch jetzt Gott die Kirche nicht vor diesen Angriffen. Die Kirche Jesu Christi ist eben, solange sie in der Welt lebt, immer eine kämpfende Kirche, die gerade mitten in ihr (durch die Apostel Petrus und Judas) sich feindlichen Angriffen ausgesetzt sieht. Gott läßt diese Angriffe zu, damit sich die Kirche im Kampfe bewähren kann und so durch jeden Sieg gestärkt hervorgeht.

Die Infiltration der Kirche durch homosexuelle Netzwerke bildet da einen guten Boden für das Wirken des Satans wider die Kirche. So wie das Wort Gottes auf fruchtbarem oder unfruchtbarem Boden fallen kann, so gibt es auch für das Wirken des Anti-Gottes besonders fruchtbare Böden. Die Trockenlegung dieser fruchtbaren Böden ist so jetzt die Kampfaufgabe der Kirche.

Der Gründer der Kirche, Jesus Christus selbst hat der Kirche diese schweren Kämpfe vorausgesagt. Denn er lehrt uns: „Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, daß eines deiner Glieder verloren geht, als daß dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.“ (Mt 5,29) Spontan ist ein Leser wohl geneigt, daß auf den Einzelchristen, auf sich als Individuum zu beziehen- nur, was ergibt dann die Vorstellung, daß ein Christ ohne sein rechtes Auge in das ewige Leben eingeht, für einen Sinn? Und ergibt die Vorstellung, daß ein Körperteil von mir in die Hölle eingehen könnte, wenn ich dann ohne dies Teil ins ewige Leben eingehen könnte, einen Sinn? Wenn man dann gar den Grund für das Sündigen nicht im Auge sondern im unreinen Streben des Herzens verortet, wird diese Jesusaussage noch obskuranter.

Ganz anders, wenn hier der Leib als Leib Christi, also als die Kirche verstanden wird: Dann können Glieder der Kirche zu sündigenden Glieder werden, die den ganzen Leib infizieren könnten, wenn sie nicht aus dem Leib entfernt werden. Jesus lehrt uns damit, daß im Laufe der Geschichte der Kirche Teile der Kirche zu den Gesamtkörper geführdenden Glieder werden können. Die muß dann die Kirche exkommunizieren, um den Leib der Kirche als Ganzes gesund zu erhalten. Wo die Kirche den Mut zum Kampf verliert, nicht mehr sie gefährdende Glieder abtrennt, da droht ihr größte Gefahr.
https://www.katholisches.info/2018/08/kampf-um-rom/



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