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von esther10 02.10.2015 10:35

Das kostbarste Gut der Menscheit


Stellungnahme der polnischen Bischöfe vor der 14. Ordentlichen Generalversammlung der

Warschau, 21. September 2015
Die Polnische Bischofskonferenz dankt dem Heiligen Vater Franziskus für das Geschenk der
Bischofssynode, deren Thema dieses Jahr „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche
und Welt von heute“ sein wird. Wir danken auch Millionen von Polen, darunter den
Gemeinschaften und Familien-Bewegungen, die für Papst Franziskus, die Kardinäle, die
Bischöfe und die Teilnehmer der Synode beten. Wir ermuntern alle zum weiteren Gebet für
die Synode, bei der – auf Wunsch des Heiligen Vaters – die Bischöfe aus Polen die Freude
und die Sorgen hinsichtlich der Familien teilen werden.
1. Die Lehre der Päpste und der Bischöfe – gestützt auf die Heilige Schrift und auf die
Tradition der Katholischen Kirche – weist darauf hin, dass die Ehe und Familie zu den
kostbarsten Gütern der Menschheit zählt, dieses Gut sollte mit einem besonderem Schutz
umgeben sein. Jesus Christus stellt die Ehe als einen Bund zwischen Mann und Frau dar, die
in der Liebe ein Leben lang vereint und dabei offen für das Geschenk des neuen Lebens sind.
Die Ehe ist eine göttliche und menschliche Realität, welche Jesus Christus zur Würde eines
Sakraments erhoben hat. Die Eheleute dürfen „in ihrem Ehe- und Familienleben die Liebe
Gottes selbst nachvollziehen, die Liebe Gottes zu den Menschen und die Liebe Christi zu
seiner Braut, der Kirche“ (Hl. Johannes Paul II., Familiaris consortio, 56)
Viele polnische Familien haben im Fragebogen vor der kommenden Synode betont, dass ihre
Freude und ihr Friede Früchte des Glaubens in Gott sind, des sakramentalen Lebens und des
individuellen und familiären Gebets, aber auch der Zeit, die sie einander widmen. Wir
unterstreichen also, dass die Familie – als Hauskirche – eine heilige und heiligmachende
Realität ist (vgl. Apg 10,24-48; Hl. Johannes Paul II., Homilie zur Eröffnung der VI.
Bischofssynode, 26.09.1980).
2. Wir danken Gott dafür, dass es in unserer Heimat viele gesunde Familien gibt, die
sich „im Guten und Schlechten“ jedes Tages um die Treue ihrer Berufung kümmern.
Wie wir im Hirtenbrief geschrieben haben, sind das „die Menschen, die an die Liebe glauben
und diese Liebe täglich leben wollen, die sie nicht nur als Emotion und Gefühlsquelle
verstehen, sondern als eine glückliche Gelegenheit, um die Verantwortung für die geliebte
Person zu übernehmen, um sich über die unauflösbare und alleinige Beziehung mit ihr für
immer zu freuen. Die Menschen, die mit dem Gefühl der Heiligkeit und Begeisterung im
Herzen das Mysterium des menschlichen Körpers und das Geschenk der ehelichen
Vereinigung sehen, die ein neues Kind in der Familie mit Lobgebet begrüßen und die jedes
Leben – von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod – als Heiligkeit sehen. Die Menschen,
für die immer und überall die Würde der menschlichen Person ein bedingungsloser Wert ist.“
(Brief der Polnischen Bischofskonferenz zum Fest der Heiligen Familie, 30.12.2005). Wir
danken den Priestern, die ihnen mit väterlicher Weisheit und Hingabe dienen.
3. „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ – sagt Christus
(Mk 10, 9). Deswegen ist die sakramentale Ehe ihrem Wesen nach unauflösbar. Das Gesetz
Gottes markiert unüberschreitbare Grenzen für menschliche Entscheidungen. Der Mensch hat
keine „Vollmacht über das natürliche oder positive göttliche Recht“ (Hl. Johannes Paul II.,
Ansprache an die Römische Rota, 21.01.2000). In der Situation, in der die Eheleute durch
Schwierigkeiten gehen, ist es die Aufgabe der katholischen Kirche, bei der Vertiefung der
Liebe und der gegenseitigen Verantwortung und Bekehrung zu helfen. Solches seelsorgerliche

Gottes markiert unüberschreitbare Grenzen für menschliche Entscheidungen. Der Mensch hat
keine „Vollmacht über das natürliche oder positive göttliche Recht“ (Hl. Johannes Paul II.,
Ansprache an die Römische Rota, 21.01.2000). In der Situation, in der die Eheleute durch
Schwierigkeiten gehen, ist es die Aufgabe der katholischen Kirche, bei der Vertiefung der
Liebe und der gegenseitigen Verantwortung und Bekehrung zu helfen. Solches seelsorgerliche
Engagement ist heute nötiger denn je.

In der katholischen Kirche gibt es weder Scheidungen noch Prozesse, die zur Scheidung
führen. Es gibt nur Prozesse, bei denen man individuell erkennt, ob diese bestimmte Ehe
gültig oder nicht gültig geschlossen wurde. Alle sollten eine Scheidungsmentalität meiden.
Jedes Auseinandergehen der Eheleute beleidigt Gott und bringt viel Schaden mit sich, es lässt
nicht nur an ihnen Wunden zurück, sondern wirft auch einen schmerzhaften Schatten auf ihre
Kinder, die nächste Familie, Freunde, Bekannte und zerstört die Grundlagen der ganzen
Gesellschaft.
In dieser Lage muss man mit umso größerem seelsorgerlichem Einsatz für diejenigen da sein,
die in nicht-sakramentalen Beziehungen leben. Wir erinnern daran, dass die Geschiedenen
oder diejenigen, die in Trennung leben, sind nicht aus der Kirche ausgeschlossen sind,
sondern dass sie weiterhin ihre Mitglieder bleiben und man ihnen dabei helfen muss, dass sie
den Glauben und die Verbindung mit der kirchlichen Gemeinschaft behalten, dass sie an der
Sonntagsmesse und am Leben der Pfarreien teilnehmen (Hl. Johannes Paul II., Familiaris
consortio, 84). Gleichzeitig ermuntern wir diejenigen, bei denen es keine Hindernisse für die
Eheschließung gibt, dass sie sich der Liebe Gottes öffnen und die Herausforderung, eine
Familie auf dem soliden Fundament der Gnade Christi zu bauen, annehmen.
4. Wir sind mit seelsorgerlicher Nähe bei den Ehen, die seit Jahren auf ein Kind warten.
Gleichzeitig erinnern wir daran, dass die künstliche Befruchtung keine richtige Weise für die
Lösung des Problems der Unfruchtbarkeit ist und dass die Katholiken diese Methode nicht
anwenden dürfen (Papst Franziskus, Audienz für die Gesellschaft der Katholischen Ärzte
Italiens, 15.11.2014). Wir verbinden uns im Schmerz mit den Familien, die das Drama der
Fehlgeburt erleben oder deren Kinder tot geboren wurden. Wir erinnern daran, dass jedes
dieser Kinder das Recht zur vollen katholischen Beerdigung besitzt.
5. Wir wünschen, dass während der Synode deutlicher gegenüber solchen Eheleuten die
Dankbarkeit artikuliert wird, die sich umsichtig und großzügig (Glaudium et spes, 50) für
eine größere Anzahl von Kindern entschieden haben, als sie ihnen das Leben schenkten
und nun den Unterhalt geben und sich darum kümmern, sie in die Welt des Glaubens und der
Kultur einzuführen (Päpstlicher Rat für die Familie, Familie und menschliche Fortpflanzung,
18-19). Wir richten unseren dankbaren Blick auch auf die Eheleute, die Kinder adoptieren und
auf diejenigen, die Kinderdörfer einrichten.
Wir denken, dass die Synode bei der Änderung der gesellschaftlichen Haltung gegenüber
kinderreichen Familien helfen kann, worauf Papst Franziskus während des Treffens mit
einigen Tausend kinderreichen Familien hingewiesen hat, als er mit tiefstem Respekt und
Dankbarkeit über ihren unersetzbaren Beitrag für die Zukunft der Kirche und der Welt sprach
und daran appelliert hat, dass in gesellschaftlichen Strukturen eine richtige Hilfe für sie
garantiert werden solle. (Papst Franziskus, Die Präsenz der kinderreichen Familien ist eine
Hoffnung für unsere Gesellschaft, Audienz, 28.12.2014; vgl. ebenda, Familie – Kinder,
Mittwochsaudienz, 8.04.2015).

6. Die Sorge um die ärmste Familie, um die Familie mit behinderten Personen und um ältere
Ehen sollte ein integraler Bestandteil der Familien-Seelsorge sein. Man muss besonders die
junge Generation sensibilisieren für die Personen und Familien in verschiedenen Nöten. Man
muss mit seelsorgerlichem Blick die Familien, welche eine Trennung verbunden mit
Wirtschafts-Migration erleben, sehen. Gleichzeitig erinnern wir an die Notwendigkeit eines
angemessenen Lohns für die Arbeit: „Ferner müssen Gesellschaft und Staat für ein
angemessenes Lohnniveau sorgen, das dem Arbeiter und seiner Familie den Unterhalt sichert
und die Möglichkeit zum Sparen erlaubt“ (Hl. Johannes Paul II., Centesimus annus, 15).
7. Es wächst die Anzahl der Personen, die allein leben. Es gibt darunter diejenigen, die aus
verschiedenen Gründen die Ehe nicht schließen können und diejenigen, die bewusst einen
Weg der Einsamkeit in der Welt wählen, um auf verschiedene Weise den anderen zu dienen.
Es gibt auch diejenigen, die – der Konsummentalität folgend – aus Bequemlichkeit allein
bleiben. Alle diese Personen müssen mit seelsorgerlichen Blick gesehen werden, um sie in das
Leben der Kirche und den Dienst für Familien, die Unterstützung brauchen, einzuschließen
(Hl. Johannes Paul II., Familiaris consortio, 85).
8. Wir beobachten, dass einerseits ca. 90 Prozent der polnischen Jugend in der Ehe und
Familie den Weg zum Glück im Erwachsenenleben sieht. Andererseits wächst immer mehr
die Anzahl der Menschen, die in einem Konkubinat leben. Nicht selten zeigt sich auch die
Angst vor Verantwortung und davor, sich selbst in endgültiger Weise hinzugeben. Deswegen
ist es nötig, die Institution der Verlobungszeit aufzuwerten und die direkte Zeit der
Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe zu verlängern. Wir danken den Eheleuten, die
anderen Ehepaaren dienen und ein Zeugnis davon geben, dass eine schöne und treue eheliche
Liebe gelebt werden kann.
9. Im Zusammenhang mit der Diskussion über die heilige Kommunion für die
Geschiedenen, die in einer neuen zivilen Beziehung leben, sind wir Papst Franziskus
dankbar, der daran erinnert, dass “die Eucharistie aber kein privates Gebet oder eine schöne
spirituelle Erfahrung ist (…). Sich von jenem »Brot des Lebens« zu nähren bedeutet in
Harmonie mit dem Herzen Christi einzutreten, seine Entscheidungen, seine Gedanken, sein
Verhalten anzunehmen“ (Angelus, 16.08. 2015). Um ein solches eucharistisches Leben zu
führen, ist es nötig, den Kult der Eucharistie zu vertiefen (Benedikt XVI., Sacramentum
caritatis, 66). Die Lehre der katholischen Kirche, die feststellt, dass um die heilige
Kommunion zu empfangen, man sich in der heiligmachenden Gnade befinden muss, bleibt
unveränderlich (vgl. 1 Kor 11,26-29; 1 Kor 6,9-10; Codex des Kanonischen Rechtes, Can.
916).
Die Familie ist das Werk und der Besitz Gottes. Deshalb bereiten wir uns auf die komme
http://www.die-tagespost.de/storage/med/...ellungnahme.pdf



von esther10 02.10.2015 10:23




Darija Jeftic, Leiterin der Außenwohngruppe des Anna-Stifts in Kleve, berät Poriya aus dem Iran über seine Perspektiven.

Clearingstelle vermittelt jugendliche Flüchtlinge
Nach Monaten der Angst eine Zuflucht gefunden

Bistum. Arabische Musik schallt durch den Raum. Sechs Jugendliche sitzen in einer Sofagruppe und schauen ein Video über eine türkische Hochzeit. Während die Männer im Film tanzen, klatschen die Zuschauer im Rhythmus, so als wollten sie die Hochzeitsgäste anfeuern. Die Stimmung ist ausgelassen, sie läuten das Wochenende ein. Die jungen Männer kommen aus den Ländern der südlichen Erdhalbkugel, wie ihre farbige Hautfarbe verrät. Doch sie leben zurzeit in der Außenwohngruppe des Gocher Anna-Stifts. In der Klever Unterkunft haben die jungen Männer eine Zuflucht gefunden. Zumindest vorübergehend. Nach Monaten der Flucht, der Gewalt und Angst, einer Zeit, in der sie Hunger und Durst gelitten haben, sind sie hier in Sicherheit.

Unter ihnen ist der 17-jährige Pourya aus dem Iran. Er ist geflohen, weil er mit seiner Familie die Religion gewechselt hat. Alle sind vor einiger Zeit vom Islam zum Christentum übergetreten, eine Tat, die im Iran nach wie vor mit dem Tod bestraft werden kann. Als er erfuhr, dass sein Freund, der sich ebenfalls hatte taufen lassen, wegen des Religionswechsels verhaftet worden war, beschlossen er und die Familie seine Flucht. Per Auto und Flugzeug ist er bis zum Flughafen Weeze gekommen. Dort hat ihn die Polizei herausgefischt, weil er minderjährig war.

In der Außenwohngruppe hat er eine Unterkunft gefunden. "Hier können Pourya und die anderen Flüchtlinge nach der Flucht und den damit verbundenen Unsicherheiten erst einmal ankommen", sagt Darija Jeftic, Leiterin der Außenwohngruppe. Zwölf Jungen leben hier: Sie sind aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und Iran, aus Ghana, Guinea-Conakry sowie Guinea-Bissau und Somalia nach Deutschland geflohen und in Kleve gestrandet.

In Kleve gestrandet
Vielfach werden sie an der Autobahn oder im Zug beim Überqueren der Grenze von der Bundespolizei aufgegriffen, die anschließend das zuständige Jugendamt informiert. Die Außenwohngruppe gehört zu den ersten Clearing-Stellen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Bistum Münster. Hier wird untersucht, in welcher Verfassung sich die Jugendlichen und jungen Männer befinden: ob sie beispielsweise gesund sind, inwieweit sie durch die Flucht traumatisiert sind und ob sie eine schulische oder berufliche Ausbildung erhalten haben. Dann wird entschieden, wie es mit ihnen weitergeht: ob eine Pflegefamilie in Frage kommt oder bei den Älteren vielleicht selbstständiges Leben im Betreuten Wohnen.

Derzeit betreuen elf der 22 Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtungen der Caritas in der Diözese Münster laut einer Presseinformation des Caritasverbands 105 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Das Anna-Stift liegt dabei mit 30 an der Spitze. Schwerpunkte sind darüber hinaus die Kinder- und Jugendhilfe Werne und das Alexianer Martini-Stift in Nottuln. Weitere Jugendliche haben in Duisburg, Münster, Rheine, Wachtendonk, Wesel, Kleve, Dülmen und Oer-Erkenschwick Zuflucht gefunden.

Obwohl die jungen Männer ihre Heimat unter Gefahren verlassen haben – vielfach haben die Eltern die ältesten Söhne zur Flucht gedrängt und dementsprechend viel Geld für einen Schleuser bezahlt, damit sie überhaupt eine Lebensperspektive erlangen können – ist die Stimmung in der Außenstelle gut. "Die Fluchterfahrungen schweißen zusammen", sagt Darija Jeftic. "Sie verstehen sich gut, vor allem auch sprachlich." Die meisten sprechen nach ihrer Erfahrung mehrere Sprachen.

Neben ihrer Heimatsprache beherrschten die jungen Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten fast immer die arabische Sprache bzw. einen entsprechenden Dialekt, vielfach auch Englisch, erklärt Jeftic.

Afrikanische Jugendliche sprächen Französisch und Spanisch, wenn sie über die iberische Halbinsel nach Deutschland gekommen seien. In kürzester Zeit erlernten sie die deutsche Sprache.

Eine große Hilfe sind nach Aussage der Leiterin die speziellen Sprachkurse auf der Gocher Hauptschule. Die Fortschritte seien bemerkenswert. Vielfach könnten diejenigen, die schon mehrere Monate in der Wohngruppe lebten, beim Übersetzen behilflich sein.

Die 30-jährige Teamleiterin hat in Nijmegen Sozialpädagogik studiert und anschließend im Kreis Borken bei der Flüchtlingsberatung gearbeitet. Seit Februar arbeitet sie beim Anna-Stift. Da sie selbst 1997 aus Bosnien-Herzegowina geflohen ist, kann sie die Situation der jungen Menschen und deren Nöte gut nachvollziehen.

Sie weiß, dass feste Strukturen nach der unsicheren Zeit der Flucht mit Unterricht, Essen und Hausaufgaben wichtig sind. Daneben bleibt genügend Zeit für das, was Jugendliche egal welcher Nation das Leben genießen lässt: Musik hören, Fernsehen, sich mit Freunden treffen. "Eine herausragende Rolle spielt der Sport. Nicht nur weil der Körper und seine Ertüchtigung für diese jungen Männer wichtig ist. Vielmehr bietet der Sport, ob im Fußballverein oder im Boxklub, eine Chance der Integration", sagt Darija Jeftic.

Das Ziel der jungen Menschen ist ein Schulabschluss. Nur damit werden sie eine
Berufsausbildung absolvieren können und eine Perspektive bekommen. "Sie sind hochmotiviert und fleißig", sagt Jeftic. Ginge es nach ihr, hätten sie in Deutschland eine Chance verdient.
http://kirchensite.de/aktuelles/news-akt...lucht-gefunden/




von esther10 02.10.2015 10:11

Bischof Stefan Oster, seit 2014 Bischof von Passau.

Laien-Beschluss zu Homosexuellen-Segnung "nicht nachvollziehbar"


Bischof Oster rügt ZdK scharf

Passau. Der Passauer Bischof Stefan Oster hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) scharf kritisiert. Am Montag (11.05.2015) bezeichnete Oster auf seiner Facebook-Seite einen einstimmigen Beschluss der ZdK-Vollversammlung vom vergangenen Wochenende zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften als "nicht nachvollziehbar".

Mit seiner Erklärung lasse das ZdK "wesentliche Aspekte des biblischen Menschenbildes" hinter sich. Ein positives Eingehen auf diese Forderungen käme einem "dramatischen Kurswechsel" gleich. Betroffen wäre vieles, was die katholische Kirche bisher gültig über Ehe und Sexualität lehre.

Papst Franziskus "instrumentalisiert"

Oster rügte insbesondere die "immer neu bemühte Berufung auf Papst Franziskus zur Untermauerung dieses neuen Programms". Es gebe "keine einzige öffentliche Äußerung des Papstes oder des bisherigen Lehramtes", die auch nur in die Nähe der ZdK-Forderung komme. Die Familiensynode im Oktober in Rom werde "mit hoher Wahrscheinlichkeit" zeigen, dass Name und Programm von Franziskus für "das eigene politische, aber eben gerade nicht biblische Programm des ZdK instrumentalisiert" worden seien. Dass das Zentralkomitee diesen Weg "offenbar mit der größtmöglichen Mehrheit seiner Repräsentanten geht", sei für ihn "tatsächlich beunruhigend".

Der Bischof äußerte zugleich Verständnis dafür, wenn sich viele Katholiken "nach Texten wie diesem" heute nicht mehr vom ZdK vertreten fühlten. Dies sei "nicht primär diesen Katholiken selbst anzulasten". Vielmehr forcierten solche Entschließungen die Tendenz zur oft beklagten Lagerbildung in der Kirche.

Zentralkomitee: "Vorbehaltlose Akzeptanz"

Das ZdK hatte am Samstag (09.05.2015) in Würzburg einstimmig ein Papier zur Bischofssynode im Herbst verabschiedet. Darin sprach sich die Vollversammlung für Formen der Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sowie von Partnerschaften Geschiedener aus. Entsprechende liturgische Formen müssten weiterentwickelt werden. Es brauche zudem eine "vorbehaltlose Akzeptanz des Zusammenlebens in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften" und eine klare Positionierung gegen noch bestehende Ausgrenzungen homosexueller Menschen.

Das Katholikenkomitee betonte, dass auch in anderen Formen des gemeinschaftlichen Lebens Werte der Ehe gelebt würden, etwa das unverbrüchliche Ja zu der anderen Person und die stete Bereitschaft zur Versöhnung. "Diese Lebens- und Familienformen gilt es ausdrücklich wertzuschätzen, auch wenn sie nicht in der Form einer sakramentalen Ehe entsprechen."

Auch nicht-eheliche Beziehungen gutheißen?

Oster bemängelte diese Argumentation. Anstatt sich auf Werte zu berufen, hätte das ZdK lieber offen fordern sollen, "dass man damit auch die praktizierte Sexualität in nicht ehelichen Beziehungen endlich gutheißen, also segnen möge". Mit der Berufung auf gelebte Werte lasse sich zudem nicht begründen, warum ein Segen nur Zweierbeziehungen vorbehalten bleiben solle und nicht auf mehrere Personen ausgedehnt werden könnte, "wenn sie sich sexuell und auch sonst gut verstehen".
http://kirchensite.de/aktuelles/news-akt...egt-zdk-scharf/

von esther10 02.10.2015 00:49

Freitag, 2. Oktober 2015
Deutsche Laienverbände und Bischöfe pochen auf deutschen Sonderweg


Kurz vor der Familiensynode, die an diesem Sonntag beginnt, fordern BDKJ und ZdK die Möglichkeit eines deutschen Sonderweges.

Ausdrücklich wünschen sie sich Gestaltungsfreiheit hinsichtlich der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene, homosexuelle Partnerschaften usw.

Ähnliche Stellungnahmen kamen in den letzten Monaten auch aus dem deutschen Episkopat.

Aufgrund der Tatsache, dass die Synode nicht mehr beabsichtigt, Dokumente zu veröffentlichen, ist die Möglichkeit eines deutschen Sonderweges (im Grunde wäre das eine Schisma), gar nicht so unwahrscheinlich.

Die Überlegungen der Linkskatholiken könnten folgende sein:

Die Ermangelung von konkreten Stellungnahmen seitens der Synode (und anschließend möglicherweise auch des Papstes) würden die Progressisten als einen Freibrief für die Bischofskonferenzen oder die einzelnen Diözesen auslegen, die Debatten während der Synode nach ihrem Gutdünken zu „interpretieren“.

Marx & Co. (Wir sind keine Filiale von Rom!) könnten so nach der Synode eine Anordnung erlassen, wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu erteilen. Radikalere Bischöfe könnten gar anordnen, in „speziellen“ Fällen nicht-eheliche Partnerschaften zu segnen.

Die Begründung: "Das sei „der Wille des Kirchenvolkes, ausgedrückt durch die Stellungnahmen von ZdK, BDKJ usw.“.


Die Pfarrer, die sich weigern diese Anordnungen zu folgen, würden ihre Posten verlieren.

Auf diese Weise könnte in Deutschland schnell die katholische Kirche durch eine andere Kirche substituiert werden, die natürlich den Namen „katholisch“ beibehalten würde. Schließlich möchte man nicht auf die Kirchensteuer verzichten.

Sollte der Papst zu spät einschreiten, könnten sich etliche deutsche Bistümer auf einen solchen Irrweg begeben.


Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 14:46

*

Meinung einer Leserin:

Jetzt will das ZDK auch noch den Bund Deutscher katholischer Jugend / BDKJ hieinziehen, damit das ZDK stärker ist.

Die Jugendlichen haben doch kein Interesse an diesen deutschen Sonderwegen.....Die haben doch andere Probleme, höchstens Interesse am Sonderweg, vom vorehelichen SEX.......Doch auch um Verstärkung, werden sie hergeholt...

Es war doch schon mal so, wo man in Freiburg , als Papst Benedikt auch so taktiert hatte, und diese Linkskatholiken schnell noch das BDKJ herholten und diese jungen Menschen mußten dann auch noch im Auftrag des ZDK ...linkskatholisch reden...Um Verstärkung zu haben.

Sie sollten sich schämen, Sie sind aber ausgeschämt und frech dazu!!!....


von esther10 02.10.2015 00:47

Katechismus der Ehe und Familie von Synode gefordert – Tagung in Rom – Aufruf an Synodenväter

2. Oktober 2015 08:27 | Mitteilung an die Redaktion
Tagung in Rom Kardinal Burke


Internationale Tagung in Rom „In der Wahrheit Christi bleiben“. Die Kardinäle Burke und Caffarra (rechts)

(Rom) „Es wäre eine gute Sache, wenn als Ergebnis der Synode, die päpstliche Verlautbarung eines Katechismus der Ehe und der Familie für die ganze Kirche erfolgen würde.“ Diesen Vorschlag machte Kardinal Carlo Caffarra, der Erzbischof von Bologna, bei der internationalen Tagung „In der Wahrheit Christi bleiben“, die gestern in Rom stattfand. Am Ende wurde ein Aufruf an die Synodenväter vorgestellt, der auch von Kardinal Joachim Meisner, emeritierter Erzbischof von Köln, und vom Philosophen Robert Spaemann unterzeichnet wurde.
Organisiert wurde die Tagung in Zusammenarbeit von La Nuova Bussola Quotidiana, Il Timone, L’Homme Nouveau, Dignitatis Humanae Institute und InfoVaticana. Die Moderation der Tagung hatte der Rektor der Päpstlichen Universität „Angelicum“, Pater Miroslav Adam. Redner waren Kardinal Carlo Caffarra, Kardinal Raymond Burke, Erzbischof Cyril Vasil und Professor Stephan Kampowski vom Päpstlichen Institut Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie an der Lateranuniversität.

Christentum lehrt „nicht Ideal, sondern Wahrheit über die Ehe und die Familie“

Kardinal Caffarra sagte, daß die Herausforderung der Ehe durch die Moderne „eine in der Geschichte beispiellos radikale Herausforderung“ sei. Die Antwort auf die Frage, „wie die Wunden zu versorgen seien“ , könne weder aus der Soziologie noch aus der Barmherzigkeit gefolgert werden. Nur die Wiederentdeckung und das erneute Anbieten des christlichen Angebots könne die richtige Antwort sein. Die wahre Natur des christlichen Angebots „ist nicht ein Ideal, sondern die Wahrheit über die Ehe und die Familie. Es ist nicht ein Gesetz, sondern Gnade, die geschenkt wird.“

Kardinal Burke zerlegte zunächst einige Klischees rund um die Synode. Dann sprach er über die Probleme, die mit der Feststellung der Gültigkeit einer Ehe und den entsprechenden Ehenichtigkeitsverfahren zu tun haben.

Erzbischof Vasil betonte die geradezu verantwortungslose Oberflächlichkeit jener, die auf die orthodoxen Kirchen verweisen, um die Möglichkeit herbeizureden, die Kirche könnte die Zweitehe anerkennen.

Professor Kampowski widersprach jeder Variante, in nicht-ehelichen Verbindungen etwas Gutes erkennen zu wollen, wie dies etwa das Instrumentum laboris, das Vorbereitungsdokument der Synode versucht.

Unter dem zahlreich anwesenden Publikum befanden sich auch die Kardinäle Robert Sarah, Präfekt der Gottesdienstkongregation, und Walter Brandmüller, emeritierter Vorsitzender des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaft. Ebenso anwesend waren Erzbischof Luigi Negri von Ferrara-Comacchio und Msgr. Livio Melina, der Direktor des Päpstlichen Instituts Johannes Paul II.

Appell an Synodenväter: „überlieferte katholische Lehre zu Ehe und Familie ohne Abstriche bekräftigen“


Internationale Tagung am Angelicum

Auf der Tagung wurde ein Appell an die Synodenväter beschlossen, die aufgerufen werden, die überlieferte katholische Lehre zum Lebensrecht, zur Familie und zur Erziehung ohne Abstriche zu bekräftigen.

Im Aufruf heißt es: „Ich denke, die christliche Familie, die Familie, die Ehe, wurden noch nie so sehr angegriffen wie jetzt. Direkt angegriffen oder de facto angegriffen“, und daß die dominante Kultur und die durch die Massenmedien ausgeübte Macht „die Familie verprügeln, von allen Seiten, und dann lassen sie sie sehr verwundet zurück“ (Papst Franziskus, 25. Oktober 2014). Das geschieht vor allem, weil die Familie durch ihre Identität, ihre erzieherische Verantwortung, ihren Zweck die soziale Kontrolle ihrer Mitglieder verhindert. Die Familie ist die Institution, die am meisten der vorherrschenden Macht standhält.“

Weiter heißt es im Aufruf: „Was für die gesamte Menschheit auf dem Spiel steht, ist enorm“. Das Verständnis vom Menschen selbst werde verdunkelt. Die Größe und Weisheit Gottes zeige sich in seinen Werken. „Heute scheint es aber, daß die Feinde Gottes, anstatt direkt den Urheber der Schöpfung anzugreifen, es vorziehen, Ihn in Seinen Werken anzugreifen. Der Mensch ist der Höhepunkt, der Gipfel Seiner sichtbaren Werke.“

„Um Familie und Leben findet Kampf um die Menschenwürde statt“

„‘Zu den Wahrheiten, die wegen der wachsenden Säkularisierung und dem vorherrschenden Hedonismus im Herzen des Menschen verdunkelt sind, zählen in besonderer Weise alle, die die Familie betreffen. Rund um die Familie und das Leben findet heute der grundlegende Kampf der Menschenwürde statt‘ (Johannes Paul II., 3. Oktober 1997).“

„Der Angriff auf die Familie ist nicht nur kulturell. Er ist sozial, wirtschaftlich, juridisch, doktrinell und sogar sakramental. Deshalb verlangt ihre Verteidigung ein spezifisches, starkes und eindeutiges Lehramt. Ein Lehramt, das die Grundsätze des Naturrechts bekräftigt – die das Evangelium nicht aufhebt, sondern perfektioniert – und die katholischen Gläubigen auf die Notwendigkeit ausrichtet, die Familie zu verteidigen, auch aus Verantwortung für das Gemeinwohl der Gesellschaft und aller.“

Mit Blick auf die Bischofssynode heißt es im Appell: „Es wäre ein schwerwiegender Fehler, den Standpunkt zu akzeptieren, den die heute in der Welt dominierenden Kräfte der Kirche zuweisen möchten: beschränkt auf fromme und karitative Handlungen, aber nicht geduldet, wo sie den Anspruch eines globalen Angebots hat, das die Existenz des Menschen als solchen betrifft.“

Und weiter: „Heute ist nichts notwendiger für die Gesellschaft als die Kirche und daß die Christen die Neuheit der christlichen Familie leben“.

„Abstrakten Gegensatz zwischen Wahrheit und Nächstenliebe überwinden“

So wendet sich der Aufruf direkt an die Synodenväter, damit die Synode die überlieferte katholische Lehre zum Lebensrecht, zur Familie und zur Erziehung ohne Abstriche bekräftigt. Die Synodalen werden aufgefordert, „den abstrakten Gegensatz zwischen Wahrheit und Nächstenliebe, zwischen Lehre und Seelsorge zu überwinden, der aufgrund der Erfahrung der Kirche keine Grundlage besitzt, weil die Wahrheit sich in der Welt durch Urteile über Positionen und durch Nächstenliebe gegenüber Personen ausdrückt.“

Im Appell heißt es zudem: „Im Besonderen ist es nicht denkbar, daß die Kirche nicht nur die rechtliche, sondern auch die faktische Gleichwertigkeit zwischen der Beziehung eines heterosexuellen Paares und der Beziehung eines homosexuellen Paares annimmt, weil das der Umsturz des Naturrechts und des Liebesplanes des Schöpfergottes wäre.

Wir ersuchen Euch daher, im Rahmen der Synode der Erfahrung jener Familien angemessenen Raum zu geben, die „die Größe und Schönheit der Familie leben und die Ehe als Frohe Botschaft bezeugen, als gegenseitige und vollkommene, einzigartige und unauflösliche Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau, die dazu berufen sind, Leben zu schenken“, wie Johannes Paul II. erinnerte, „um damit die vielen Familien anzuziehen und zu erleuchten, die in der Finsternis leben“.

Die Unterzeichner des Aufrufs an die Synodenväter

Der Aufruf an die Synodalen wurde unterzeichnet von:
Kardinal Carlo Caffarra, Erzbischof von Bologna
Kardinal Raymond L. Burke, Souveräner Malteserorden
Kardinal Walter Brandmüller, emeritierter Vorsitzender des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaft
Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Gottesdienstkongregation
Kardinal Joachim Meisner, emeritierter Erzbischof von Köln
Erzbischof Cyril Vasil, Sekretär der Kongregation für die Orientalischen Kirchen
Erzbischof Luigi Negri, Erzbischof von Ferrara
Erzbischof Alexander K. Sample, Erzbischof von Portland (Oregon)
Bischof Athanasius Schneider, Weihbischof von Astana
Bischof Marc Aillet, Bischof von Bayonne
Bischof Mark Davies, Bischof von Shrewsbury
Bischof Fernando Areas Rifan, Apostolischer Administrator der Apostolischen Personaladminstration St. Johannes Maria Vianney
Msgr. Antonio Livi, Theologe
Abbé Claude Barthe, Theologe
Pater Robert Dodaro OSA, Präsident des Päpstliches Patristisches Institut Augustinianum
Pater Paul Mankowski SJ, Bibelwissenschaftler
Pater Joseph Fessio SJ, Direktor von Ignatius Press
Pater John Saward, Theologe
Don Nicola Bux, Liturgiewissenschaftler
Pater Giorgio Carbone, Direktor der Edizioni Studio Domenicano
Don Stefano Bimbi, Alleanza Parentale
Don Andrea Brugnoli, Gründer der Sentinelle del Mattino
Prof. Stephan Kampowski, Päpstliches Institut Johannes Paul II.
Robert Royal, Direktor des Faith and Reason Institute
Prof. em. Robert Spaemann, Philosoph
Prof. Armin Schwibach, Philosoph
Prof. Giorgio Zannoni, Philosoph
Ettore Gotti Tedeschi, Finanz- und Wirtschaftsexperte
Prof. Armando Fumagalli, Sprachwissenschaftler
Prof. Giacomo Samek Lodovici, Philosoph
Philippe Maxence, Direktor von L’Homme Nouveau
Guillaume d’Alançon, Schriftsteller
Thibaud Collin, Philosoph und Schiftsteller
Riccardo Cascioli, Direktor von La Nuova Bussola Quotidiana
Gianpaolo Barra, Gründer von Il Timone
Gabriel Ariza, Direktor von InfoVaticana
Benjamin Harnwell, Leiter des Dignitatis Humanae Institute
Vincenzo Sansonetti, Journalist
Marco Respinti, Journalist
Andrea Zambrano, Journalist
Text: Giuseppe Nardi
http://www.katholisches.info/2015/10/02/...-synodenvaeter/
Bild: NBQ/MiL


von esther10 02.10.2015 00:39




Laudetur Jesus Christus!

Liebe Leser,
herzlich willkommen auf der Internetpräsenz roemische-messe-regensburg.de. Hier erhalten Sie Informationen rund um die Feier der heiligen Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus im Bistum Regensburg. Diese Messform wird umgangssprachlich auch als "Alte Messe", "Tridentinische Messe" oder auch als "klassischer Römischer Ritus" bezeichnet.

Bis zum Abschluss des II. Vatikanischen Konzils (1962–1965) war diese Messform die gebräuchliche in der römisch-katholischen Kirche. Am 7. Juli 2007 erließ Papst Benedikt XVI. ein Apostolisches Schreiben - Motu proprio "SUMMORUM PONTIFICUM" und regelte damit die Bestimmungen für den Gebrauch des Messbuches von 1962 neu. Denn auch nach der Liturgiereform im Jahre 1969/1970 besteht bis heute bei einer Vielzahl von Gläubigen der Wunsch nach der so genannten "Alten Messe", welche die Katholische Kirche durch Jahrhunderte hinweg geprägt hat. Diese Messform reicht bis in das 6./7. Jahrhundert zurück, in die Zeit des heiligen Papstes Gregors I., einige Teile sogar bis in die Zeit der heiligen Apostel.

"Die Sorge der Päpste ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt, 'zum Lob und Ruhm Seines Namens' und 'zum Segen für Seine ganze heilige Kirche'. [...] Das von Paul VI. promulgierte Römische Messbuch ist die ordentliche Ausdrucksform der 'Lex orandi' der katholischen Kirche des lateinischen Ritus. Das vom heiligen Pius V. promulgierte und vom seligen Johannes XXIII. neu herausgegebene Römische Messbuch hat hingegen als außerordentliche Ausdrucksform derselben 'Lex orandi' der Kirche zu gelten; aufgrund seines verehrungswürdigen und alten

Gebrauchs soll es sich der gebotenen Ehre erfreuen. Diese zwei Ausdrucksformen der 'Lex orandi' der Kirche werden aber keineswegs zu einer Spaltung der 'Lex credendi' der Kirche führen; denn sie sind zwei Anwendungsformen des einen Römischen Ritus" (aus dem Motu proprio "SUMMORUM PONTIFICUM").



Im Bistum Regensburg gibt es derzeit acht Messorte für die Feier der heiligen Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den einzelnen Menüpunkten dieser Internetseite. Herzliche Einladung an die vielen, die sich dieser Messform verbunden fühlen und nicht zuletzt auch an all jene, die diese Liturgie kennen lernen möchten.

http://alte-messe.de/

WEBCAM Petersplatz
http://www.vaticanstate.va/content/vatic...-s-pietro-.html
https://www.skylinewebcams.com/de/webcam...san-pietro.html

In Christo et Maria!
http://www.roemische-messe-regensburg.de/

von esther10 02.10.2015 00:29

Vatikan Themen weitergehende Aussage zum Papst-Treffen mit Kim Davis


von Edward Pentin 2015.10.02 Kommentare (25)


Vatikan-Sprecher Pater Federico Lombardi SJ an diesem Morgen die folgende Erklärung über die Sitzung des Franziskus und Kim Davis an der Nuntiatur in Washington, DC:
"Die kurze Begegnung zwischen Mrs. Kim Davis und Franziskus in der Apostolischen Nuntiatur in Washington, DC hat weiterhin Kommentare und Diskussion zu provozieren Um eine objektive Verständnis dessen, was durchsickerte Ich bin in der Lage, folgende Punkte zu klären, beitragen.:
Franziskus traf sich mit mehreren Dutzend Personen, die von der Nuntiatur eingeladen worden war, um ihn zu begrüßen, als er bereit, Washington für New York City zu verlassen. Solche kurzen Gruß treten auf allen Papstbesuche und sind aufgrund der charakteristischen Freundlichkeit und Verfügbarkeit des Papstes. Der einzige wirkliche Publikum durch den Papst an der Nuntiatur erteilt war mit einem seiner ehemaligen Schüler und seiner Familie.
Der Papst nicht in die Details der Situation der Frau Davis und seinem Treffen geben mit ihr sollte nicht als eine Form der Unterstützung ihrer Position in all seinen speziellen und komplexen Aspekte werden. "
***
Die Aussage folgt eine kurze Kommunique, in dem Pater Lombardi sagte, er habe "nicht leugnen, Ort, das Treffen genommen hatte", sondern, dass die gestern ", fügte er nichts mehr hinzuzufügen hat."
Der Vatikan hat sich für die Sitzung, die nur ans Licht kam, nachdem Davis 'Anwalt machte die Begegnung der Öffentlichkeit herunterzuspielen. Robert Moynihan, der Herausgeber der Publikation "Inside the Vatican", dann brach die Geschichte, berichten, dass Francis angeboten Davis Worte der Unterstützung - "Ich danke Ihnen für Ihren Mut" - und sagte ihr, "stark zu bleiben," Rosenkränze mit den Davis und ihr Ehemann.
Davis, ein Angestellter für Rowan County, Kentucky, wurde für fünf Tage über den Sommer für die Verweigerung aus Gewissens Ehe Lizenzen für gleichgeschlechtliche Paare auszustellen inhaftiert, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA im Juni legalisiert gleichgeschlechtliche "Ehe" in allen 50 Staaten in seiner Entscheidung, Obergefell v. Hodges.

Im Gespräch mit Journalisten im Vatikan heute, die englische Sprache Attaché der vatikanischen Pressebüros, Pater Thomas Rosica teilte ein wenig mehr über das, was passiert ist.
Er sagte, er fand es "schwer zu glauben", dass das Treffen dauerte so lange wie 15 Minuten, wie einige Medien berichtet hatten, aber dass "es ist eine große Geschichte, so dass ich hoffe, dass wir [der Vatikan] würde Aufmerksamkeit zu schenken."
Er sagte, er wusste, dass der "negativen Auswirkungen" des Treffens, aber fügte hinzu: "Die [päpstliche] Besuch war außergewöhnlich ... und ich habe auf eine Menge von Papstbesuche war es so, damit dies Art von Schatten stellen würde. .. sehr schade Dies war eine sehr, sehr kleiner Teil eines viel größeren Besuch Und Sie wissen, die Menschen [der Papst] trafen sich in Philadelphia und die Menschen, die er in New York getroffen - wir nicht über diejenigen hören viel wissen gibt. waren ebenfalls Grüße und Sitzungen, die dort stattgefunden haben. "
Pater Rosica hinzugefügt:. "So hoffe ich, dass sie es in der Perspektive, und dass dies nicht das Herzstück der Papstbesuch Dies ist ein kleiner Teil davon, aber es ist eine geladene Mittelpunkt, aber ich denke, was sie tut, ist daran zu erinnern, uns, dass alles, was der Papst tut, ist sehr symbolisch und hat Auswirkungen, die weit über dem Moment zu gehen. Wir müssen uns daran erinnern. "
Er sagte, dass solche Treffen "hängen von der Vielzahl an jedem Ort", aber er wieder aufgefordert, "legen Sie sie in die richtige Perspektive", und fügte hinzu, dass wir ein "wichtiges Ereignis auf dem Weg gerade jetzt" (der Synode über die Familie), so dass " legt es in die richtige Perspektive. Ich versuchte mein Bestes, um ... Lassen Sie uns klar dies, wissen Sie. "
Gefragt, ob die Pressestelle keine Kenntnis der Sitzung zunächst, sagte Pater Rosica: "Nein, aber wir können nicht bewusst die vollen Auswirkungen dieser Sitzung haben Es ist sehr schwierig manchmal, wenn Sie die Dinge aus suchen in Amerika. Hier müssen Sie nicht unbedingt jemand auf dem Boden gibt es zu sagen, der Import von diesem Ich brachte die Nachricht sofort, zu sagen, "Look" -. Ich war bei Fiumicino landen und es gab mehrere hundert Nachrichten - "das ist ziemlich ernst , also lassen Sie uns diese zu bewerten, "und sie sind offen für das noch."
Reuters berichtet, eine ungenannte offizielle Vatikan sagen, es war ein "Gefühl des Bedauerns" innerhalb des Heiligen Stuhls über die Begegnung, die den Papst geführt hat, scheinbar und unbeabsichtigt in die gleichgeschlechtliche "Ehe" Debatte in den Vereinigten Staaten geben.
Die offizielle Nachrichtenagentur Reuters, dass Davis hatte in einer Reihe von Menschen der Papst im Vatikan Botschaft in Washington getroffen hatte, bevor er nach New York überlassen.
***
UPDATE
Pater Lombardi löschte eine andere Erklärung an diesem Abend die bestätigt, dass der Papst traf ein gleichgeschlechtliches Paar bei seinem Besuch in Washington:
"Im Hinblick auf die Sitzung des Franziskus mit Herrn Yayo Grassi in Washington, DC
Mr. Yayo Grassi, ein ehemaliger argentinischer Schüler von Franziskus, die anderen Male in der Vergangenheit mit dem Papst schon getroffen hatten, aufgefordert, seine Mutter und einige Freunde während des Papst Aufenthalt in Washington, DC, um den Papst zu präsentieren. Wie in der Vergangenheit festgestellt, der Papst, als Pastor, hat viele persönliche Beziehungen mit Menschen in einem Geist der Freundlichkeit, Service und den Dialog aufrechterhalten. "


Read more: http://www.ncregister.com/blog/edward-pe.../#ixzz3nRcJLovL

von esther10 02.10.2015 00:21

Immer mehr Fragebögen ausgewertet


Die kirchliche Sexualmoral spielt für neun von zehn katholischen Jugendlichen keine Rolle.

Demnach leben Jugendliche und junge Erwachsene in der Regel in vorehelichen Beziehungen zusamme

Das ergab eine am Dienstagabend in Düsseldorf veröffentlichte Online-Umfrage des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). An ihr beteiligten sich nach Angaben des Verbands knapp 10.000 Menschen. Die Umfrage mache deutlich, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen die kirchliche Meinung zu Ehe und Familie zwar kennten, mehrheitlich aber kritisch sähen, sagte BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. Er sieht „eine riesige Kluft zwischen der Lehre der Kirche und der Alltagswirklichkeit junger Katholiken“.



Dirk Tänzler
http://www.zdk.de/
http://blog.bdkj.de/2014/05/11/das-ende-...chiedet-bdkjhv/

Sex vor der Ehe und Verhütung „gehören zu ihrem Beziehungsleben selbstverständlich dazu“, so Tänzler. Die jungen Katholiken gingen allerdings feste Bindungen ein und wollten ihre Partnerschaft ganzheitlich leben.

In allen deutschen Bistümern werden derzeit die Antworten auf einen aus dem Vatikan stammenden Fragebogen zu Ehe, Familie und Sexualmoral ausgewertet. Papst Franziskus will u.a. auf diese weltweiten Umfragen gestützt zwei Bischofssynoden zum Thema Ehe und Familie vorbereiten; sie finden im Herbst 2014 und 2015 im Vatikan statt.

Auch die Umfrage des Bistums Essen bestätigt eine Differenz zwischen kirchlicher Lehre und dem Leben der Katholiken. Zwar handle es sich nicht um eine repräsentative Untersuchung, erklärte der Leiter der Seelsorgeabteilung, Domkapitular Michael Dörnemann, am Dienstag; ....es sei aber „ein aussagekräftiges Gesamtbild“ entstanden.

Demnach leben Jugendliche und junge Erwachsene in der Regel in vorehelichen Beziehungen zusammen. Wegen des Gefühls, gegen kirchliche Werte zu verstoßen, würden sie sich oft der Kirche gegenüber verschließen. Zudem stellten „irreguläre“ Ehen zunehmend die normale Familiensituation dar. Mehrheitlich sprechen sich die Befragten dafür aus, homosexuellen Paaren eine kirchliche Segensfeier zu ermöglichen.

Im Bistum Augsburg zeigt man vor allem froh über das große Interesse am Fragebogen. Was die Ergebnisse betrifft, sieht Diözesanfamilienseelsorger Christian Öxler ein breites Meinungsspektrum: „Es reicht von einer Übereinstimmung mit den Positionen des Lehramts der katholischen Kirche bis hin zu sehr kritischen Anmerkungen“, so Öxler. Die Ehevorbereitung im Bistum werde von vielen Befragten beispielsweise als gute Unterstützung auf dem Weg zur Trauung gesehen, anderen gehe sie zu wenig in die Tiefe. Beim Thema der Geschieden-Wiederverheirateten sei diese Meinungsbreite ebenfalls zu sehen, so Öxler. „Betroffene sehnen sich sehr nach der vollen Teilnahme an den Sakramenten, andere betonen, dass es notwendig sei, sich in Demut zu üben und die Nähe Gottes im Gebet und der geistlichen Kommunion zu erbitten.“ Bei einigen Zusendungen habe es auch Rückfragen zur eher theologisch gehalten Sprache gegeben. Es sei jedoch im Sinne eines weltweit einheitlichen Stimmungsbildes wichtig gewesen, die Fragen so zu belassen und diese nicht durch eine Neufassung zu interpretieren.

(rv/kna/pm 18.12.2013 sk)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/12/...rtet/ted-756608
des Internetauftritts von Radio Vatikan

von esther10 02.10.2015 00:20

Kardinal Müller: „Ich erwarte Klarheit von der Synode“


Kardinal Gerhard Ludwig Müller vor dem Petersdom - AP

02/10/2015 10:15SHARE:

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Ehe und Familie sind heute durch den „Laizismus, der die Religionsfreiheit beseitigt“, gefährdet. Das sagte der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, der deutsche Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller, bei einer Buchpräsentation in Rom. Vorgestellt wurde ein Werk des ehemaligen italienischen Senatspräsidenten Marcello Pera, der über Menschenrechte und Christentum geschrieben hat. Im Anschluss sagte Kardinal Müller unseren Kollegen der italienischen Abteilung von Radio Vatikan:

„Der Heilige Vater betont ständig die Bedeutung der Familie und der Ehe. Es handelt sich ja um die Zelle der Gesellschaft, aber auch der Kirche. Jede Familie ist eine sogenannte ,Hauskirche´. Ich erwarte deshalb von der Synode, dass sie in dieser Hinsicht mehr Klarheit schaffen wird, bezüglich der Bedeutung der Ehe als Sakrament und an sich die sakrale Bedeutung der Ehe.“

Bei der Synode, die am Sonntag mit einem Gottesdienst im Petersdom feierlich eröffnet wird, sollen auch „klare Worte“ zur Bedeutung von Ehe und Familie gesprochen werden, so Kardinal Müller.

„Die Ehe ist nicht nur eine ideale oder menschliche Vorstellung, sie ist vor allem ein Geschenk Gottes. Ich erwarte deshalb von den Synodenvätern Diskussionen, die nicht minderwertig sein werden, sondern die sich auf eine tiefe Kenntnis der Lehre Jesu, des Alten und Neuen Testaments und auf die wahre Bedeutung der Offenbarung von Seiten des Lehramtes stützen.“

Eine Gefahr sieht Kardinal Müller in der Vorstellung, dass dem Staat mehr Bedeutung zugemessen werde als dem Gewissen eines jeden einzelnen. Eine wichtige Rolle spielten diesbezüglich die Medien, so Kardinal Müller. Das sehe man bei der Debatte um die sogenannte Gender-Theorie.

„Es gibt Medien, die uns diese Gender-Ideologie unbedingt aufzwingen wollen. Und dabei geht es um etwas, das die komplette Zerstörung der menschlichen Grundlagen vorsieht. Das hat schreckliche Konsequenzen für unsere Kinder, Jugendlichen und auch für die Ehepaare. Deshalb müssen wir die Würde der Menschen verteidigen, die vom Schöpfergott her kommt, der uns all seine Güte schenkt und alle Voraussetzungen, damit wir nicht nur die natürliche Glückseligkeit erreichen, sondern auch die übernatürliche Freude. Und die ist das ewige Leben.“

Zur der Buchpräsentation war auch der emeritierte Kardinalvikar Roms Camillo Ruini anwesend. Er verwies auf den Unterschied zwischen Menschenrechten – also jene Rechte für alle – und den eigenen Wünschen. Viele verwechselten die „eigene Wunschliste“ mit dem Recht, an das Allgemeinwohl zu denken, so Ruini.
(rv 02.10.2015 mg)

*****

http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/10...ynod-papal.html
http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/10...papal.html#more
http://vaticaninsider.lastampa.it/news/d...attolica-43716/

von esther10 02.10.2015 00:19

Beugen und Verbiegen der katholischen Ehelehre – Eine Übersicht vor der Synode

2. Oktober 2015 09:12 | Mitteilung an die Redaktion
Kasper und Marx die Gesichter des deutschen Modells


Kasper und Marx – Positionen zur Ausfransung und Relativierung der biblisch-kirchlichen Ehelehre

Im Vorfeld der römischen Familien-Synode haben deutsche und österreichische Kirchenrepräsentanten Positionen zur Ausfransung und Relativierung der biblisch-kirchlichen Ehelehre aufgestellt. Auch wenn sie sich in den letzten Monaten in der Form gemäßigter gegeben haben – ihre Kernthesen bleiben bestehen.

Eine Übersicht von Hubert Hecker.

1) Die christlichen Gebote an die gesellschaftlichen Ist-Werte anpassen

Bischof Franz-Josef Bode hat die Generaltendenz vieler deutscher Kirchengrößen am deutlichsten zur Sprache gebracht – die Anpassung der christlichen Lehre an die unchristliche Lebensweise der westlichen Gesellschaft. Bode stellte fest, dass sich das „Leben“ vieler Christen von der „Lehre“ Christi entfernt habe. Diese Kluft müsse überwunden werden. Er kommt aber nicht auf die Idee, die seinem Auftrag als Bischof entspräche, den Christen die Lehre Christi wieder nahezubringen, sondern er will das Faktische des gesellschaftlichen Lebens zur neuen Norm erklären. Die Behauptung, dass die normative Kraft des Faktischen die „Kluft zwischen Lehre und Leben“ schließe, ist aber Augenwischerei. Denn die Norm des Faktischen setzt die biblischen Normen außer Kraft, wie im nächsten Punkt gezeigt.

2) Relativierung der biblischen Lehre und Gebote

Bischof Bode schließt einen zweiten Gedankengang an: Den biblisch-kirchlichen Lehren und Geboten zu Ehe und Treue sollte die heutige gesellschaftliche Realität als theologische Erkenntnisquelle zur Seite gestellt werden. Heutzutage wird ein Drittel aller Ehen geschieden. Wenn man aus dieser Tatsache etwas über das Wesen der Ehe erkennen will, so ergibt sich, dass die Ehe offensichtlich nicht „unauflöslich“ wäre, wie es Bibel und Dogmatik der Kirche lehren. Somit würde man das Jesuswort zu Makulatur erklären, nach dem die Ehe schöpfungsmäßig von Gott untrennbar zusammengefügt ist. Die These von der „heutigen Realität als theologische Erkenntnisquelle“ setzt die unbedingten Aussagen und Gebote der Bibel ins Unrecht.

3) Sakramentaler Segen für jedwede Beziehung

Einen ähnlichen Gedanken verfolgt der Pastoralrat der Diözese Linz. Das Gremium spricht in seiner Empfehlung für die römische Bischofssynode zur Ehe und Familie dafür aus, nicht von „Idealen“ auszugehen, sondern den „Blick auf die Lebenswirklichkeit von Beziehungen zu richten“. Die Lebensrealität sei gekennzeichnet durch Beziehungen ohne Trauschein, Zivilehen, Zweitehen nach Scheidungen und homosexuelle Partnerschaften. Die Kirche solle aus dieser Lebenswirklichkeit die Konsequenzen ziehen und das Ehesakrament zu einer „nicht wertenden Mehrstufigkeit“ weiterentwickeln (analog dem Weihesakrament).

Kardinal Schönborn an der Seite von Kasper und Marx

Kardinal Schönborn und die Anwendung des „Gradualitätsprinzips“ auf die Sakramente

4) Wertschätzung der Zweit-, Dritt- und Homo-Ehen



Bischof Heiner Koch, Vorsitzender der DBK-Kommission für Ehe und Familie, untermauert den moralischen Wert der irregulären Beziehungen. Nach seiner Ansicht finden sich die „Grundwerte wie Treue und Verlässlichkeit“ bei der großen Zahl von wiederverheiratet Geschiedenen und den vorehelich Zusammenlebenden sowie bei homosexuellen Paaren. Anscheinend sollen mit solchen „Wertschätzungen“ die Zweit- und Dritt-Ehen sowie jegliche Art von sexuellen Beziehungen Erwachsener aufgewertet werden.

5) Auch mit graduellen Wahrheiten zufriedengeben

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn will unter dem Prinzip der „Gradualität“ alle sexuellen Beziehungsformen in die kirchliche Ehe-Lehre integrieren. Danach können auch in Partnerschaftsformen, die der katholischen Lehre zuwiderlaufen, „familiäre Werte und die Suche nach Wahrheit gelebt werden“. In diesen Beziehungen seien Grade oder Stufen des Ideals der christlichen Ehe erreicht.

6) Ein gewisses subjektives Dafürhalten im Gegensatz zu den objektiven Normen.

Bischof Bode erklärte, dass für ihn in Sachen Ehe und Familie der Freiburger Theologe Eberhard Schockenhoff maßgeblich sei. Der vertritt die Meinung, dass bei Ehebruch, Scheidung und Wiederverheiratung die Gewissensentscheidung der Betroffenen für die „Einschätzung ihrer Lebenssituation“ relevant sei. Gewissen steht in diesem Fall als subjektives Dafürhalten im Gegensatz zu den objektiven Normen der Bibel und der Kirche.

7) Barmherziges Zudecken der Sünde

Kardinal Walter Kasper hat für die Anerkennung einer Zweitehe das Motiv der Barmherzigkeit ins Spiel gebracht. Wenn jemand für seine sündige Tat – Scheidung und Wiederverheiratung – angemessene Buße tue, sollte ihm die Kirche die Absolution nicht verweigern, auch wenn die Person nicht die irreguläre Situation rückgängig macht, das heißt zur Umkehr bereit ist. Diese Art von Barmherzigkeit läuft auf das lutherische „Zudecken von Sünden“ hinaus und entspricht nicht dem katholischen Absolution von Sünden unter den Bedingungen der Beichte. Kasper verweist auch auf die orthodoxen Kirchen, die unter bestimmten Bedingungen Zweit- oder Dritt-Ehen zulassen.

8) Wir sind keine Filiale von Rom

Kardinal Reinhard Marx ergänzte die inhaltliche Debatte über Ehe und Familie mit der kirchenpolitischen Aussage: „Wir sind keine Filiale von Rom.“ Und: „Wir können nicht auf die Beschlüsse der römischen Bischofssynode warten.“ Damit hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz schon vor Abschluss der römischen Synode im Oktober diesen Jahres klargestellt, dass die weltkirchlichen Beschlüsse so oder so von der deutschen Kirche als irrelevant angesehen werden.

Kommentar:

• Zu den ersten beiden Punkten hat Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen, eine klare Stellungnahme abgegeben. Auf die Interviewfrage der ‚Tagespost’, welche Bedeutung die Lebenswirklichkeit der Menschen für die Kirche habe, antwortete er: Die Kenntnisse der menschlichen Lebenswirklichkeit seien hilfreich, um mit den Herausforderungen der Pastoral richtig umzugehen. „Aber sie kann nicht eine dritte Wirklichkeit der Offenbarung neben Schrift und Lehramt sein.“ Damit bleibt die biblische Lehre in der Auslegung der Kirche die einzige Norm für Christen. Allen Bestrebungen, die klaren Aussagen und Wahrheiten Christi zu relativieren mit Hinweis auf das abweichende „Leben“ oder die eingeschliffenen „Lebenswirklichkeit“ sollte damit ein Riegel vorgeschoben sein.

• Jesus Christus hat die unlösbare Zusammengehörigkeit der Eheleute als Prinzip der Schöpfungsordnung erklärt. Der Beginn dieser Verbindung ist das gegenseitige Treueversprechen durch alle Lebenshöhen und –tiefen bis zum Tode. Zum Gelingen dieser sakramentalen Verbindung gibt Gott seine Gnade und seinen Segen. Deutsche und österreichische Bischöfe verweisen darauf, dass auch in Zweitehen und nicht-ehelichen Partnerschaftsformen Werte wie Verlässlichkeit gelebt würden. Diese Tugenden seien als Stufen auf dem Weg zum katholischen Ehe-Ideal wertzuschätzen. Eine solche Stufen- Argumentation oder Elemente-Lehre verkennt und verfehlt aber die katholische Lehre, nach der eine sakramentale Ehe nur bei vollständigem Vorliegen der ehelichen Werte-Trias – Treue bis zum Tod, Offenheit für Kinder und gegenseitige Hilfe / Unterstützung – gültig ist. Ein einziger dieser Werte macht keine Ehe, auch keine ‚Ehe light’ – im Gegenteil: Das Fehlen einer dieser Grundwerte macht eine Ehe nichtig, auch wenn zwei weitere vorliegen. In diesem Sinne ist ein Wort des Glaubenspräfekten Kardinal Ratzinger von 2003 zu deuten: Nicht nur bei Homopartnerschaften, sondern auch bei Zweit- und Dritt-Ehen sowie Zusammenleben ohne Trauschein gibt es keine Analogie mit der sakramentalen Ehe.

• Die Idee von Professor Schockenhoff, dass letztlich nur die subjektive Gewissensentscheidung als Maßstab für die Bewertung von Ehebruch, Scheidung und Wiederverheiratung gelten könne, hat bei der Deutschen Bischofskonferenz Tradition. Schon in der Königsteiner Erklärung von 1968 erklärte sie, dass über der biblisch-kirchlichen Normenlehre das subjektive Gewissen stehe. 25 Jahre später unterstützte die Mehrheit der deutschen Bischöfe die staatliche Abtreibungsregelung, nach der eine Schwangere in „verantwortlichem Gewissensurteil“ über Leben und Tod ihres ungeborenen Kindes entscheiden sollte. Ein solcher Gewissensbegriff steht der katholischen Lehre diametral entgegen. Eine legitime Berufung auf das Gewissen kann weder gegen objektive Normen geschehen – wie etwa gegen das Natur-Recht auf Leben – noch als deren Überinstanz gelten, sondern ausschließlich mit Bindung und durch Bildung an diesen Normen.

• Für die Auslegung der Schrift sowie die Ausfaltung der kirchlichen Normen gelten die Prinzipien Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in Verschränkung. Kardinal Kasper will dagegen die Barmherzigkeit zum hermeneutischen Prinzip für die Auslegung der Wahrheit machen. Damit stellt er sich in Gegensatz insbesondere zur jesuanischen Ehelehre, wie Christoph Blath gezeigt hat: Jesus wendet sich gegen die Ausnahmeregelungen der Thora zu Scheidung und Wiederverheiratung. Er nennt dieses Drängen auf Ausnahmeregeln nicht barmherzig, sondern im Gegenteil „Hartherzigkeit“, wegen der Moses die Ausnahmen zuglassen habe. Jesus dagegen will die Schöpfungswahrheit der unauflöslichen Ehe wieder zur Geltung bringen. Somit ist die Wahrheit das hermeneutische Prinzip für die Barmherzigkeit.

• Kardinal Kasper verweist auf die Lockerungen und Ausnahmeregelungen zur Ehelehre bei den orthodoxen Ostkirchen. In dieser Hinsicht würde er auch bei Luther fündig werden. Eine der fürstlichen Stützen der Reformation, Landgraf Philipp von Hessen, verlangte von Luther, seine zweite Ehe mit einem jungen Hoffräulein abzusegnen. Luther argumentierte mit der alttestamentlichen Polygamie und dann direkt gegen Jesu Ehelehre: Was im Gesetz Mose zugelassen, sei im Evangelio nicht verboten. Schließlich erlaubte er die Zweitehe des Landgrafen wegen dessen „Nothdurft seines Gewissens“ und auch mit Berufung auf sein eigenes Gewissen.

• Das Ärgernis durch Kardinal Marxens Wort, nach dem die deutsche Kirche keine Filiale von Rom sei, besteht in zwei Dimensionen: Einerseits in der Schnoddrigkeit des Vergleichs der Kirche mit einem Wirtschaftskonzern, andererseits in der brüsken Infragestellung der dogmatischen Einheit mit der Weltkirche.
http://www.katholisches.info/2015/10/02/...vor-der-synode/
Text: Hubert Hecker
Bild: Settimo Cielo/Herder Korrespondenz (Screenshot)
http://www.katholisches.info/2014/04/12/...rverheirateten/

von esther10 01.10.2015 23:14

Kloster Metten in Bayern



Veröffentlicht am 30.09.2015
360-Grad-Video aus dem Festsaal des Klosters Metten in Niederbayern. Das Bayerische Fernsehen zeigt mit neuester Technik einen Rundumblick über den Rokokosaal. Komm mit zum virtuellen Spaziergang hinauf zum Jüngsten Gericht, wie es sich der Künstler Martin Speer 1755 vorgestellt und gemalt hat.
Kategorie
Bildung
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von esther10 01.10.2015 23:05

30.09.2015

Hilfsorganisationen warnen vor Flüchtlingskatastrophen im Winter


Flüchtlinge schützen sich mit Decken vor Regen
© Gioia Forster (dp...
30.09.2015

Kälte und hoher Wellengang
Die Tage werden kälter, das Meer wird stürmischer - und Zehntausende Menschen fliehen weiter Richtung Europa. Was erwartet die Flüchtlinge im Winter? Hilfsorganisationen befürchten mehr Todesopfer.

Im Schatten seiner Kapitänsmütze blickt der Kommandant auf das Schiff. Noch liegt die "Schleswig-Holstein" ruhig im Hafen von Catania auf Sizilien, sie wird beladen, betankt und in Schuss gebracht. Bald geht es wieder auf hohe See, Patrouille steht an vor der libyschen Küste. Ein leichter Wind weht, kühl - er zeugt bereits vom nahenden Winter.

Höherer Wellengang im Mittelmeer im Winter

Kapitän Marc Metzger weiß noch nicht genau, was ihm und seiner Besatzung in den kommenden Monaten bevorstehen wird. Der 42-Jährige kommandiert eine Fregatte der deutschen Bundeswehr, die als Teil einer EU-Mission Flüchtlinge im Mittelmeer rettet. "Wir wissen, dass in den letzten Jahren im Winter der Flüchtlingszufluss nachgelassen hat", sagt Metzger. "Wir müssen aber abwarten, ob das dieses Jahr auch so passiert."

Sicher ist: Im Winter birgt das Mittelmeer für Flüchtlinge aus Nordafrika noch größere Gefahren als sonst. Der Wellengang könne dann bis zu vier Meter hoch sein, sagt Metzger. "Schlauchboote und Holzboote kommen kaum gegen die Wellen an."

Mit jedem Tag wird es nun kälter in Europa - und trotzdem sind weiterhin Zehntausende Menschen auf der Flucht. Sie irren durch den Balkan, sie sitzen tagelang fest an osteuropäischen Grenzen, viele versuchen ihr Glück auf dem Seeweg, von der Türkei auf die griechischen Inseln, oder von Nordafrika nach Südeuropa.

Hilfsorganisationen warnen vor weiteren Flüchtlingskatastrophen

Derzeit spricht die Politik noch von einer Krise. Doch die Tage werden kälter. Hilfsorganisationen warnen vor einer Katastrophe. Was erwartet die Flüchtlinge - im Libanon, auf der Balkanroute, am Mittelmeer, in Deutschland?

Für Bakri Allusch war bereits der Sommer schlimm. Der Mann Mitte 30, die Haare leicht angegraut, stöhnt, als er von den vergangenen Wochen erzählt: die Hitze, kein Wasser, kein Strom und dann diese Enge in der Baracke aus Holz und Plastik, die sie sich mit Verwandten teilen: elf Personen in einem kleinen Raum.

Bakri Allusch floh vor mehr als einem Jahr mit Frau und drei kleinen Kindern vor den Bomben aus dem nordsyrischen Aleppo in den Libanon. Hier leben sie jetzt in einem Flüchtlingslager in der Bekaa-Ebene nahe der syrischen Grenze. "Wir müssen um alles betteln: Arbeit, medizinische Versorgung, Essen, um die einfachsten Dinge im Leben", sagt er. "Es wäre besser gewesen, wenn wir in Syrien gestorben wären, als hier als Bettler zu leben", sagt er. Bakri Allusch fängt an zu weinen, als er das erzählt.

Hilfsbedarf ist weiterhin groß

Und jetzt kommt auch noch der Winter. Der kann kalt sein in der Bekaa-Ebene, sehr kalt. Im vergangenen Frühjahr fiel hier so viel Schnee, dass die Straßen geschlossen werden mussten und keine Hilfe mehr zu den Flüchtlingen kam. Menschen erfroren. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat zwar Öl-Heizungen an Flüchtlinge verteilt. Viele Familien aber haben sie im Sommer verkauft, um an ein wenig Geld zu kommen. Auch Bakri Allusch weiß nicht, wie er die Baracke im Winter wärmen soll. "Wir erwarten das Schlimmste", sagt er. "Wir haben keine Heizung und nur kaltes Wasser."

Der Bedarf für zusätzliche Winter-Hilfe im Libanon werde immer dringlicher, heißt es beim UNHCR. 70 Prozent der rund 1,1 Million syrischen Flüchtlinge dort leben nach Angaben der Vereinten Nationen unter der Armutsgrenze - sie haben am Tag weniger als 3,40 Euro pro Person. Auch in diesem Jahr sollen Öfen, Decken und warme Kleidung an die Menschen verteilt werden. Von November an erhalten die bedürftigsten Flüchtlinge vier Monate zusätzliches Geld. Allerdings ist das UNHCR massiv unterfinanziert. Etwa 1,9 Milliarden US-Dollar (1,7 Milliarden Euro) bräuchten die libanesische Regierung und die Hilfswerke in diesem Jahr, um die Flüchtlinge ausreichend zu versorgen. Davon haben sie bislang erst rund 40 Prozent erhalten.

Regen und Kälte in Osteuropa

Auch in Osteuropa wird die Lage mit jedem Tag schwieriger. Der Balkan ist seit Wochen Verschiebebahnhof und Wartesaal für Tausende Flüchtlinge. Familien liegen nachts an den Grenzen ohne Decken unter freiem Himmel auf der Straße. Karl Kopp spricht bereits jetzt von einer "permanenten humanitären Katastrophe". "Leute ohne Essen und medizinische Versorgung irren durch Europa bei jetzt kühlen Temperaturen, Menschen mit Kindern, Menschen auf Krücken", berichtet der Europareferent der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl.

Der Winter auf dem Balkan ist kalt und feucht, Kopp warnt vor Erschöpfung und Erfrieren. "Die Menschen sind schon eh geschwächt", sagt er. "Wenn sich die Situation fortsetzt im Winter, muss man mit mehr Toten rechnen." Bereits jetzt gebe es starke Regenfälle.

Der Regen beschäftigt auch Nadine Cornier. Die UNHCR-Mitarbeiterin hilft am Bahnhof von Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze aus. Hunderte Menschen müssen dort derzeit bis zu ihrer Weiterreise ausharren. Derzeit lässt es sich zwar abends noch mit einem Hemd aushalten. Vergangene Woche habe es aber stark geregnet, berichtet Cornier. Das UNHCR habe deshalb Zelte aufgestellt. "Wären sie nicht drinnen gewesen, hätten wir ein Schlamassel gehabt", sagt Cornier.

Kummer bereitet ihr aber vor allem die Lage im Hunderte Kilometer entfernten Ägäischen Meer - dort, wo die Flüchtlinge mit kleinen Schlepperbooten von der Türkei nach Griechenland übersetzen. "Weil das Meer nun unruhiger wird, werden wir eine ganze Menge Menschen verlieren", sagt Cornier. Sie organisiert bereits psychologisches Training für Polizisten, die Küstenwache und den UNHCR. Damit sie die Flüchtlinge betreuen können. Aber auch, um selbst traumatische Erfahrungen verarbeiten zu können.

Ein 29-Jähriger Flüchtling aus Aleppo, der seinen Namen nicht nennen will, kam vor kurzem fast auf einem sinkenden Boot ums Leben. Er wurde mit seiner Schwester und ihrem kleinen Kind von einem griechischen Fischer gerettet. Triefend nass gingen sie in Lesbos an Land - und mussten zwei Tage lang 60 Kilometer laufen. Der syrische Arzt will nach Deutschland, sich dort auf Lungen- und Herzchirurgie spezialisieren. "Ich habe versucht, ein Visum zu bekommen. Aber es hat nicht funktioniert", berichtet er. "Also mussten wir diesen Weg nehmen. Den Todesweg."

Fluchtroute über das Mittelmeer wird auch im Winter genutzt

Vor der libyschen Küste wurden allein am Montag mehr als 1100 Flüchtlinge aus Seenot gerettet, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Küstenwache des Landes berichtete. Die Zahl der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer-Weg nach Europa wird nach Einschätzung von Experten wie der Internationalen Organisation für Migration auch im Winter kaum geringer werden. Seit dem Jahresbeginn seien mittlerweile mehr als 470 000 Flüchtlinge in zumeist unsicheren Booten nach Europa gelangt.

"Die Boote sind voll", sagt auch Kopp. "Es werden mehr Menschen in den Fluten verschwinden." Bereits in diesem Jahr seien Tausende Menschen im Mittelmeer ertrunken. "Das ist der tödlichste Wasserweg auf der Welt."

Der Druck der Flüchtlinge auf der Landseite baue sich weiter auf, die Leidensschicksale würden noch größer werden, berichtet auch Kapitän Marc Metzger in Catania. Wenige Tage zuvor war eine 17-Jährige Frau unter den Geretteten, die im neunten Monat schwanger war. Ihre kleine Tochter saß neben ihr im Notlazarett und malte Bilder.

Rettung bei schwerem Seegang wird schwieriger

"Ich kann mir vorstellen, dass es im Winter einige auf anderen Wegen versuchen, zum Beispiel mit Fischerbooten", sagt der Fregattenkapitän. Darauf muss sich die Besatzung der "Schleswig-Holstein" einstellen. "Eine Rettung bei schwerem Seegang ist sehr schwierig, das ist eine Gefahr für die Retter und die Geretteten", sagt Metzger.

Bei Rettungseinsätzen werden normalerweise Schwimminseln an der Seite der Fregatte eingesetzt. Speedboote bringen die Flüchtlinge von ihrem kenternden Boot zu der Schwimminsel, von der einer nach dem anderen an Bord gehen kann. Ab anderthalb bis zwei Metern Wellengang können diese Schwimminseln aber nicht mehr eingesetzt werden. Die Besatzung muss sich für den Winter etwas anderes überlegen. Die Devise des Fregattenkapitäns bleibt weiterhin: "Wenn es Menschen in Seenot gibt, ist die Frage nicht ob, sondern wie sie gerettet werden."

Auch Deutschland muss sich vor dem Winter rüsten

Der Winter naht, die Zeit läuft. Das gilt auch für Deutschland. Tausende Flüchtlinge brauchen auch hier einen warmen, trockenen Platz zum Schlafen. Viele leben derzeit in Zelten. "Wir fordern Bund, Länder und Gemeinden auf, angesichts sinkender Temperaturen für feste Wohnunterkünfte zu sorgen", sagt der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes, Dieter Schütz. "Die Gefahr besteht, dass sich die Flüchtlinge Krankheiten zuziehen."

Schleswig-Holstein überlegt, im Winter Schiffe zu chartern. Rheinland-Pfalz will beheizbare Zelte nicht mehr ausschließen. Kommunen suchen händeringend nach Wohnungen, mittlerweile machen Forderungen nach Beschlagnahmungen leerer Gebäude die Runde. "Es gibt das Ziel der Länder, dass alle Unterkünfte winterfest gemacht werden", heißt es aus dem Bundesinnenministerium. Selbst Jugendherbergen wollen Flüchtlingen eine Unterkunft bieten.

Doch selbst wenn sie ein festes Dach über dem Kopf haben, hält die kalte Jahreszeit Herausforderungen bereit. Die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Meßstetten auf der Schwäbischen Alb ist bereits seit Monaten hoffnungslos überbelegt. Mehr als 3000 Flüchtlinge leben hier eng auf eng in einer ehemaligen Kaserne. Feldbetten stehen in der ehemaligen Waffenkammer und in den alten Hörsälen. Die Gemeinschaftsräume wurden zweckentfremdet, auch der Kinosaal dient nun als Schlafraum. "Der "Luxus", den man am Anfang noch hatte, ist geschwunden", berichtet der örtliche Streetworker Axel Leukhardt.

Den ganzen Sommer lang hielten sich die Flüchtlinge deshalb im Freien auf, sie grillten im Wildgehege nebenan, entspannten auf den Wiesen ums Dorf herum. "Was machen die im Winter?" Immer wieder kommt es bereits zu Konflikten in Flüchtlingsunterkünften, wie zuletzt im nordhessischen Calden. In Meßstetten habe es bisher nur kleinere Auseinandersetzungen gegeben, berichtet Leukhardt. "Alle warten darauf, dass was passiert."
http://www.domradio.de/themen/fluechtlin...ophen-im-winter
http://www.domradio.de/themen/rainer-mar...luechtlinge-auf
Nico Pointner, Gioia Forster, Jan Kuhlmann und Jessica Aguirre
(dpa)


von esther10 01.10.2015 21:19

Die Landes-Innenminister von CDU und CSU kritisieren Merkels Asyl-Politik
Veröffentlicht: 1. Oktober 2015 | Autor: Felizitas Küble

Die Kritik innerhalb der Union an der Asylpolitik der Bundesregierung wächst. Die Landes-Innenminister von CDU und CSU warnten in einem gemeinsamen Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU: „Die Möglichkeiten zur Bereitstellung geeigneter Unterkünfte in den erforderlichen Größenordnungen sind nahezu ausgeschöpft“. 032_29A



Sie forderten eine „spürbare und deutliche Abschwächung des Zustroms bis zum Jahresende“. Die Ressourcen für die Bewältigung der Krise seien schon bald erschöpft:

„Wir sehen mit großer Sorge, daß die personellen Kapazitäten sowohl seitens der Behörden als auch seitens der Hilfsorganisationen und die nicht hoch genug zu schätzende Hilfsbereitschaft der Bevölkerung angesichts der täglich steigenden Zahlen an ankommenden Flüchtlingen und der derzeit fehlenden Aussicht auf eine Veränderung zunehmend ermüden.“

Der Brief wurde im Namen der Innenminister von Bayern, Berlin, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen formuliert.

Aus der hessischen CDU hatte bereits am Dienstag der Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer gegenüber der Wochenzeitung JUNGEN FREIHEIT einen sofortigen, befristeten Aufnahmestopp von Flüchtlingen gefordert, bis es in der Asylkrise wieder einen geordneten Überblick gebe. Zudem sprach er sich dafür aus, Asylbewerber, die das Asylrecht mißbrauchten und die hiesigen Werte nicht akzeptierten, umgehend abzuschieben.

„Wenn Deutschland sich nicht selbst ‘abschaffen’ will, wie es Sarrazin formuliert hat, dann muß die Politik in Berlin schnell reagieren und handeln, denn nur so ist im übrigen die Akzeptanz für das im Grundsatz richtige Grundrecht auf Asyl auf Dauer zu gewährleisten“, warnte Irmer.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de

von esther10 01.10.2015 20:47

Mittwoch, 30. September 2015
Synode: Bischof Bode redet offen von möglicher Spaltung


Bischof Franz-Josef Bode von Osnabrück, einer der drei Delegierten der Deutschen Bischofskonferenz, sieht im Hinblick auf die Familiensynode durchaus die Möglichkeit einer Spaltung der Kirche.

Die Gegensätze zwischen den verschiedenen Flügeln seien dermaßen groß, dass es durchaus dazu kommen könnte, obwohl er sich das nicht wünscht: "Ich hoffe sehr, dass die Diskussion auf der Synode nicht zu einer Spaltung führt", sagte Bode laut Katholisch.de.

Damit macht er deutlich, wie groß die Entschlossenheit linkskatholischer Kreise ist, ihre Agenda - koste es, was es wolle - durchsetzen zu wollen. Immer deutlicher wird, wie stark der Linkskatholizismus die katholische Lehre über die Ehe und die Sexualität ablehnt.

Wohlgemerkt: Diejenigen, die die Lehre der Kirche ändern wollen, handeln spalterisch. Bischof Bode gehört zu den radikalsten Gegnern der traditionellen Ehelehre. Er sollte offen sagen: "Ich fürchte, dass mein Verhalten und das des linkskatholischen Flügels zu Spaltungen führen kann."

Das deutsche Vorpreschen sorgte für erhebliche Irritation in den Diskussionen der letzten Monate. Vor allem afrikanische Bischöfe haben Widerstand angekündigt, sollten Marx, Bode & Co. versuchen, ihre Ansichten durchsetzen zu wollen.

Kurz vor der Synode, die an diesem Sonntag beginnt, versucht Kardinal Reinhard Marx die Gemüter zu besänftigen und meint, man solle nicht zu viel von der Synode erwarten.

Diese Töne sind neu. Noch im ersten Semester preschte Kardinal Marx laufend mit radikalen Tönen vor, wie etwa: "Wir sind keine Filiale von Rom." Die Deutsche Bischofskonferenz würde eine eigene Pastoral entwickeln, falls die Synode nicht die erwünschten Resultate bringt. Vatikanisten fragten sich damals, wieso die Deutschen überhaupt noch nach Rom kommen wollten.

Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 16:31

***

800.000 Unterschriften für ein "klärendes Wort"
Veröffentlicht am 2015.09.29 in sinodo2015.


Heute Morgen in Rom wurde mit dem "Bittgebet an den Papst kindliche Franesco über die Zukunft der Familie." Übergeben Die Sammlung von Signatur hat interessanto gut 178 Ländern und sieht auch die Unterschriften von 202 Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe.

Insgesamt fast 800.000 Unterschriften und bitten Franziskus zu sagen, "ein Wort der Aufklärung" zu zerstreuen "weit verbreiteten Orientierungslosigkeit durch die Möglichkeit, dass in der Kirche, um einen Spalt zu öffnen, um den Ehebruch zu ermöglichen verursacht - einen späteren Zugriff Eucharistie der Paare geschieden und wiederverheiratet zivil - und sogar ein virtuelles Akzeptanz homosexueller Lebensgemeinschaften. Alle Praktiken, diese, kategorisch von der Kirche verurteilt, im Gegensatz zu dem Göttlichen und Naturgesetz. "


Innerhalb der Kirche stellt sie fest, die Unterschriften von Kardinal Jorge Medina Estevez, emeritierter Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst; Kardinal Geraldo Majella Agnelo, ehemaliger Primas von Brasilien und der ehemalige Sekretär der Kongregation für den Gottesdienst in Rom; Kardinal Gaudencio Rosales, Erzbischof von Manila, die gewöhnlichen Soldaten der Vereinigten Staaten und Brasilien jeweils Erzbischöfe Msgr. Timothy Broglio und Mons. Fernando Guimaraes. Der Präsident der Bischofskonferenz von Madagaskar, der Erzbischof von Toamasina Mons. Désiré Tsarahasana. Bischöfe, die großen Diözese Mons führen Ramon Arguelles, Erzbischof von Lipa in den Philippinen, 2,7 Millionen Gläubigen der Diözese. Erzbischof von San Miguel de Tucuman, Argentinien, Mons Alfredo Zecca, mehr als eine Million Katholiken. Mons. Aldo Cillo Pagotto, Erzbischof von Paraiba, Brasilien (über eine Million Gläubige) und der Erzbischof von Manizales, Kolumbien, Mons. Gonzalo Restrepo (800.000 Katholiken). In Afrika können wir als ein Beispiel zu nennen, die Diözese von Maputo, Mosambik, mit mehr als 1,2 Millionen Katholiken, wo sie sowohl die aktuelle Erzbischof, Msgr. Francis Chimoio unterzeichnet, dass sein Vorgänger, Kardinal Alexandre dos Santos. In Asien, unter anderem, der Erzbischof von Astana, Kasachstan, Msgr. Tomasz Peta und dem Erzbischof von Trivandrum, Indien, Mons. Calis Soosa Pakiam. Mehrere Erzbischöfe und Bischöfe aus Europa und viele Eparchs und Rituale griechisch-katholischen Bischöfe.

Die Anzahl der Unterschriften und die verschiedenen beteiligten Persönlichkeiten, darunter auch viele Führer und Aktivisten der Bewegungen pro-Familie und Pro-Life-Welt, Show - sagte prof. Scandroglio Thomas, Sprecher der Initiative - "Es gibt Leute, die sehr besorgt über einige theologische Falte in der Kirche glauben."




von esther10 01.10.2015 20:32

Deutschland braucht Mariens Hilfe


Unsere Liebe Frau von Fatima
Das 20. Jahrhundert ist das Jahrhundert, das vielleicht als das Jahrhundert der Sünde, der Verwirrungen und der Strafe in die Geschichte eingehen wird.

Und zugleich fragt sich eine große Anzahl von Menschen auch bei uns: Gibt es eine Lösung für die heutige Krise, die sich im noch jungen 21. Jahrhundert zu verschlimmern scheint?
Die Antwort hierfür kommt vom Himmel: „Wenn ihr tut, was ich von euch verlange, werden viele Seelen gerettet werden und ihr werdet den Frieden erlangen.“

Deswegen ist die Verbreitung der Botschaft von Fatima eine der wichtigsten Apostolatsaktionen, die man zur Zeit unternehmen kann. Genauso wie sich auch dafür einzusetzen, daß die Bitten Mariens erfüllt werden, was eine unentbehrliche Bedingung zum Erlangen des Friedens für die Welt darstellt.

http://www.mariens-hilfe.org/

*


„Der Herr hat uns gesagt, dass die Kirche auf verschiedene Weise immer leiden würde bis zum Ende der Welt.
Wichtig ist dabei, dass die Botschaft, die Antwort von Fatima im Wesentlichen nicht auf bestimmte Andachtsübungen abzielt, sondern auf die grundlegende Antwort, das heißt die ständige Umkehr, die Buße, das Gebet und die drei göttlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe.“
Benedikt XVI., 11.5.2010

*


http://www.mariens-hilfe.org/

Was Gott vereint... - eine Verteidigung der christlichen Ehe gegen den modernen Relativismus.
Paul Herzog von Oldenburg (Herausgeber)
92 Seiten
http://www.mariens-hilfe.org/

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Die Kinder, die die Jungfrau Maria gesehen haben: Lucia, Francisco und Jacinta (v. l. n. r.)
http://www.mariens-hilfe.org/
http://www.kirchenweb.at/

*

Gebetsanliegen

http://www.pater-kentenich.org/de/

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