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von esther10 10.02.2016 00:34

Stadt will reagieren„Unzumutbare hygienische Zustände“: Flüchtlinge treten in Hungerstreik
Mittwoch, 10.02.2016, 20:49 · von FOCUS-Online-Autorin Ida Haltaufderheide


uch in anderen Städten gab es schon Hungerstreiks von Flüchtlingen - hier in München

In Stuttgart sind viele Flüchtlinge notdürftig in Schulen und Turnhallen untergebracht. In einer der Unterkünfte häufen sich die Beschwerden. Es sei dort so dreckig, dass viele Kinder krank geworden sind. Nun haben 100 Syrer einen Hungerstreik angekündigt.

„Wir leiden hier“, „Alle Kinder sind krank“, „Behandelt uns als Menschen“ – Mit handgemalten Plakaten hat der Protest begonnen, nun wollen sie das Essen verweigern: Im Stuttgarter Osten haben rund 100 syrische Flüchtlinge einen Hungerstreik angedroht. Sie klagen über Versorgungsmängel und schlechte Hygiene in ihrer Notunterkunft.

„Es gibt keine Seife, häufig auch kein Toilettenpapier, weil nur alle zehn Tage aufgefüllt wird“, sagte eine Bewohnerin den „Stuttgarter Nachrichten“. Ein Familienvater klagte gegenüber der Zeitung: „Unsere Kinder müssen sich vom Essen übergeben, sind alle krank. Es ist auch viel zu kalt.“

Auch eine ehrenamtliche Helferin bestätigte laut dem Zeitungsbericht die Missstände: „Es breiten sich Krankheiten aus“, sagte sie. Weiter heißt es, viele der mehr als 50 Kinder und Jugendlichen hätten bereits ärztlich behandelt werden müssen – auf eigene Kosten.

Notlösung wurde zum Dauerzustand

Seit November leben die Syrer in der Turnhalle der Stuttgarter Raichberg-Realschule. Die Unterbringung dort sollte eine Notlösung sein, doch der Bau neuer Unterkünfte zog sich in die Länge.

„Wir werden das Essen ab sofort verweigern, bis endlich mal ein Zuständiger herkommt und mit uns spricht“, sagte ein Sprecher der Flüchtlingsgemeinschaft am Dienstag den „Stuttgarter Nachrichten“. Bisher seien alle Versuche, mit Verantwortlichen über die Missstände zu sprechen, fehlgeschlagen. Auch treffe man in der Unterkunft keine Sozialarbeiter, nur Sicherheitsleute.

Behörden bestreiten die Vorwürfe

Ein Sprecher der Stadt wies die Vorwürfe zurück. FOCUS Online sagte er: „In der Halle ist sowohl ein privater Sicherheitsdienst eingesetzt als auch Sozialarbeiter der Caritas und der Evangelischen Gesellschaft.“ Wären die Bedingungen vor Ort tatsächlich so dramatisch, hätten diese längst das Sozialamt und das Gesundheitsamt informieren müssen, „derartige Missstände sind uns aber neu“.

Auch in den Betreiber der Anlage hat die Stadt großes Vertrauen. Er ist für die Versorgung mit Lebensmitteln und die hygienischen Bedingungen in der Unterkunft verantwortlich. „Der Betreiber ist sehr erfahren und zuverlässig“, sagte der Stadtpressesprecher. Man könne sich kaum vorstellen, dass er seine Pflichten derart vernachlässige.

Er weist außerdem darauf hin, dass die Flüchtlinge im Zweifelsfall auch ihr Taschengeld nutzen könnten, um Dinge des alltäglichen Bedarfs nachzukaufen, wenn etwas Wichtiges fehlt.

Im Video: NRW überweist 162 Millionen Euro an die falschen Kommunen

FOCUS Online/Wochit NRW überweist 162 Millionen Euro an die falschen Kommunen

Trotzdem werde man die Beschwerden gründlich überprüfen. Am Mittwochnachmittag trafen sich Mitarbeiter der Stadt, des Gesundheits- und des Sozialamtes vor Ort. Sie wollten sich selbst ein Bild machen und mit den Betroffenen sprechen.

Nicht der erste Hungerstreik in Stuttgart

Der örtliche Malteser Hilfsdienst teilte am Mittwochabend mit, nur jeder vierte Flüchtling habe am Donnerstag etwas gegessen. Inzwischen habe sich die Lage aber weitestgehend normalisiert.

Nichtsdestotrotz ist auch den Verantwortlichen bei der Stadt klar, dass die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen problematisch ist. Bereits im Dezember hatten Flüchtlinge bei einem Pressetermin den Oberbürgermeister Fritz Kuhn gebeten, diese Form der Massenunterbringung zu beenden. Derzeit mangele es aber an Alternativen, heißt es seitens der Stadt.

Die Behörden hoffen, die Situation durch eine positive Ankündigung entspannen zu können: „Am 22. Februar können die Syrer aus der Raichberg-Turnhalle in neue Systembauten umziehen“, sagte der Stadtpressesprecher FOCUS Online. Nach 10 Monaten sei der Bau dieser besseren Unterkünfte nun endlich abgeschlossen.
Die Turnhalle wird dann allerdings erneut mit anderen Flüchtlingen belegt.
http://www.focus.de/politik/deutschland/...id_5274288.html



von esther10 10.02.2016 00:31

Von diesen Sünden können die Missionare der Barmherzigkeit lossprechen


Ein Priester im Beichtstuhl in Palermo, Italien


Foto: Emilio Labrador via Flickr (CC BY 2.0

VATIKANSTADT , 10 February, 2016 / 4:03 PM (CNA Deutsch).-

Der päpstliche Delegat für das Heilige Jahr, Erzbischof Rino Fisichella, hat einen Brief an die mehr als tausend Missionare der Barmherzigkeit geschrieben, in dem erklärt wird, von welchen Sünden diese Priester lossprechen können.

Im Text, der den gestern von Franziskus empfangenen Missionaren übergeben wurde, wird erläutert, welche einige der Sünden sind, deren Lossprechung normalerweise dem Apostolischen Stuhl vorbehalten ist und die diese Priester nun vergeben können.

Die Missionare der Barmherzigkeit sind "ausschließlich darauf beschränkt" von diesen vier schweren Sünden loszusprechen:

Die Profanierung der eucharistischen Spezies (der konsekrierten Hostien und des konsekrierten Weines) durch Entwendung oder Aufbewahrung in irgendeiner sakrilegischen Absicht.

Die Anwendung körperlicher Gewalt gegen den römischen Pontifex.

Die Lossprechung eines Mitschuldigen in einer Sünde gegen das sechste Gebot (wenn beispielsweise ein Priester sexuelle Beziehungen zu einer Frau oder einem anderen Mann unterhält, ihr/ihm dann die Beichte abnimmt und die Person von dieser Sünde freispricht); und
Die Verletzung des Beichtgeheimnisses durch den Beichtvater.

Wie alle anderen Priester können die Missionare der Barmherzigkeit anlässlich dieses Jubiläumsjahres auch von der Sünde der Abtreibung lossprechen.

Heute, am Aschermittwoch, werden die Missionare der Barmherzigkeit vom Heiligen Vater ausgesandt, um ihren Auftrag in der ganzen Welt zu erfüllen
http://de.catholicnewsagency.com/story/v...ossprechen-0480



von esther10 10.02.2016 00:28

Seehofer greift Merkel an: Diese Worte sind eine Kriegserklärung
Quelle: pixabay.com

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Erneut erhält die Bundesregierung scharfe Kritik aus Bayern. In einem Interview mit der "Passauer Neuen Presse" griff Horst Seehofer Kanzlerin Merkels Politik mit heftigen Worten an. Die Grenzöffnung sei ein Vorgehen wie von Unrechtsstaaten. Solche Formulierungen hörte man von der CSU bisher nur, wenn es um Diktaturen wie die DDR ging.

Seehofer attackiert die im September von Kanzlerin Angela Merkel verkündete Grenzöffnung für Flüchtlinge. "Wir haben im Moment keinen Zustand von Recht und Ordnung. Es ist eine Herrschaft des Unrechts", schießt Seehofer in dem Interview.

Nach der Meinung der bayerischen Landesregierung wäre die Kanzlerin verpflichtet, die deutsche Grenze gegen freie Zuwanderung zu schützen. Flüchtlinge und Migranten dürften bisher ohne gültige Dokumente ungehindert ins Land einreisen.

Seehofers Attacken sorgen für heftigen Protest, auch in der SPD. Fraktionsvorsitzender Thomas Oppermann, nannte die Äußerung einen "üblen Missgriff". Der "Süddeutschen Zeitung" gegenüber meinte er, dass es sich dabei um einen indirekten Vergleich mit dem DDR-Politiker Erich Honecker handele. "Er benützt eine bösartige Formulierung, um Angela Merkel zu treffen. Das wird die Krise in der Union weiter verschärfen", so Oppermann.

Vor Kurzem hatte die bayerische Staatsregierung noch einen Brief ans Kanzleramt geschickt. Laut der "Süddeutschen Zeitung" habe die CSU von der Bundesregierung verlangt, "dringend einen Kurswechsel vorzunehmen." In dem Brief fordere Seehofer eine "unverzügliche Wiederherstellung von Recht und Ordnung beim Grenzschutz und der Einreise". Dazu soll er gedroht haben, gegen die Politik der Bundesregierung vor dem Verfassungsgericht zu klagen, sofern die Flüchtlingszahlen nicht begrenzt würden.
http://www.seniorbook.de/themen/kategori..._10022016_0854h

von esther10 10.02.2016 00:25

Amerikanische Geheimdienste3
USA warnen vor IS-Terroristen unter Asylbewerbern


Asylbewerber fordern den Einlaß nach Europa: Der IS fordert seine Kämpfer auf, sich unter Flüchtlinge zu mischen Foto: picture alliance / AA

WASHINGTON. Die Terrormiliz Islamischer Staat hat ihre Kämpfer angewiesen, sich unter die Asylbewerbermassen Richtung Europa zu mischen. Das berichtet der Koordinator der amerikanischen Nachrichtengeheimdienste, James Clapper, in einer Anhörung vor dem Senat, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Demnach nutze die Organisation gezielt den Flüchtlingsstrom aus.

Der IS sei mittlerweile „ziemlich geschickt“ in der Herstellung falscher Pässe, mit denen er seine Kämpfer ausstatte, warnte der Geheimdienstmann. Clapper zeigte sich besorgt über die „wachsende Fähigkeit, Anschläge gegen eine große Reihe von Zielen rund um die Welt auszuführen und zu inspirieren“.

Neben Syrien und dem Irak schlage die Terrororganisation auch in anderen Ländern Wurzeln, vor allem in Libyen. Der IS sei derzeit „die vordringliche Terrorbedrohung“. Bereits vergangenen November warnte der australische Terrorismusexperte und Pentagon-Berater davor, der IS wolle in Europa eine Untergrundarmee aufbauen. (FA)
https://jungefreiheit.de/politik/ausland...-asylbewerbern/
https://jungefreiheit.de/politik/ausland...-in-europa-auf/

von esther10 10.02.2016 00:17

Ca. 62.000 Polizisten wurden im Jahr 2015 Opfer von Gewalttaten
Veröffentlicht: 10. Februar 2016 | Autor: Felizitas Küble

Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Dt.Polizeigewerkschaft und seit 42 Jahren Polizist, referiert im ersten politischen Frühstücksgespräch in diesem Jahr über die zunehmende Respektlosigkeit und Gewalt gegenüber Polizisten. 033_30



Allein im letzten Jahr wurden 62.000 Polizisten im Dienst Opfer von Gewalttaten. Wo liegen die Ursachen für diese beunruhigende Entwicklung?

Für Rainer Wendt ist das Thema nicht neu. In den letzten Jahren lässt sich jedoch beobachten, dass Polizeibeamte nicht nur bei Demonstrationen und Fußballspielen verletzt werden, sondern dass sie selbst bei Routineeinsätzen wie z.B. bei Verkehrskontrollen beleidigt oder angegriffen werden.

Wendt sieht die Ursache hierfür darin, dass ein Teil der Bevölkerung die Autorität der Polizei und anderer staatlicher Institutionen nicht mehr anerkenne. Immer öfter würden Polizisten nicht nur Respektlosigkeit erleben, sondern „das blanke Staatsverachten“.

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.dpolg.de/aktuelles/news/die-g...loser-geworden/

von esther10 10.02.2016 00:13

Warum nun auch Kardinal Marx eine Begrenzung der Migration fordert


Migranten am Wiener Westbahnhof vor der Fahrt Richtung München Hauptbahnhof am 5. September 2015. Allein an diesem Tag wanderten mindestens 9.000 Menschen ohne Grenzkontrolle von Ungarn nach Österreich ein, um von dort über den Westbahnhof Richtung Deutschland weiter zu reisen
Foto: Bwag via Wikimedia (CC-BY-SA 4.0)

BONN , 07 February, 2016 / 7:36 AM (CNA Deutsch).-
Viel Aufmerksamkeit haben Aussagen des Erzbischofs von München und Freising erregt, mit denen er seit gestern auch eine Reduzierung der Zahl an Migranten fordert: Es gehe “nicht allein um Barmherzigkeit, sondern auch um Vernunft”, wurde Kardinal Reinhard Marx zitiert.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz betont gleichzeitig jedoch weiter seine Unterstützung für und - so wörtlich - seinen “Respekt” gegenüber der Bundeskanzlerin Angela Merkel und deren Politik. Und Marx stellt mit scharfen Worten klar: Die “Alternative für Deutschland” (AfD), die Umfragen zufolge derzeit etwa 12 Prozent Zustimmung hat, sei für ihn keine Alternative.

Des weiteren äußert sich der Erzbischof unter anderem zum Ausgang der Familiensynode, zur Frage, was die Silvester-Verbrechen in Köln und anderen Städten sowie die Reaktion darauf geändert haben, sowie zur Frage nach einer deutschen Beteiligung am militärischen Kampf gegen den genozidalen Islamischen Staat (IS).

CNA dokumentiert hier den vollen Wortlaut des Interviews in der Ausgabe der “Passauer Neuen Presse“ und weiterer Zeitungen, wie ihn die Deutsche Bischofskonferenz publiziert hat.


Kardinal Marx, wie lange kann Deutschland seine Barmherzigkeit gegenüber Flüchtlingen noch durchhalten?

MARX: Es geht nicht allein um Barmherzigkeit, sondern auch um Vernunft. Politik muss immer auf das Mögliche ausgerichtet sein und da gibt es sicher Grenzen. Deutschland kann nicht alle Notleidenden der Welt aufnehmen. Wir müssen diese Situation jetzt meistern und zwar fair gegenüber allen Beteiligten, auch mit Blick auf die Verantwortung in Europa. Da sind Entschlossenheit und Geschlossenheit sehr wichtig. Natürlich kann es hier und da unterschiedliche Positionen geben. Es wird auch auf dem Weg die eine oder andere Korrektur notwendig sein. Aber ich erwarte von unserer Regierung in der jetzigen Lage vor allem, dass sie zusammensteht und gemeinsam handelt, und so die Menschen überzeugt.

Wo hat Barmherzigkeit ihre Grenzen?

MARX: Barmherzigkeit kennt keine Grenze. Genauso wenig, wie es für unser Asylrecht eine Beschränkung nach oben gibt. Jeder, der europäischen Boden betritt, muss anständig behandelt werden und ein faires Verfahren erhalten. Die Grenze Europas darf keine Grenze des Todes sein. Es ist eine Schande, dass geschätzt schon Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer ums Leben gekommen sind; vielleicht sind es sogar mehr.

Ist das Europa der offenen Grenzen bald Geschichte?

MARX: Vor 25 Jahren haben viele gedacht, dass wir jetzt in eine neue Weltordnung eintreten und das Ende der Geschichte erreicht sei. Es ist anders gekommen. In Europas Nachbarschaft ist die Lage in den letzten Jahrzehnten prekärer geworden – sei es im Nahen Osten, sei es in Nordafrika. Ungleichheit, Gewalt und Hoffnungslosigkeit haben zugenommen, und damit steigt auch der Migrationsdruck. Das wird seit Jahren von vielen betont. Dieses Problem wird nicht kleiner, wenn wir die Grenzen schließen. Ich war vor einem Jahr an der Grenze zwischen den USA und Mexiko und habe diesen riesigen Zaun und die Absperrungen gesehen. Da habe ich mir gedacht: Das kann doch wohl nicht die Zukunft für Europas Grenzen sein.

Was schlagen Sie vor?

MARX: Auch als Kirche sagen wir: Wir brauchen eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen. Aber nicht erst dann, wenn die Menschen an unseren Grenzen stehen, sondern es gilt, in den Heimat- und Nachbarländern der Flüchtenden stärker zu helfen. Millionen Menschen sind innerhalb Afrikas auf der Flucht, ebenso im Nahen Osten. Das reiche Europa trägt eine hohe Last, Deutschland besonders – keine Frage. Aber im Vergleich zu Ländern in den Krisenregionen ist diese Last viel geringer. Es gibt keine einfachen Lösungen. Unser Hauptanliegen muss sein, Fluchtursachen zu bekämpfen und illegale Einwanderung über Kontingente in legale zu verwandeln, damit die Aktivität der Schleuser unterbunden wird.

Für den Kurs, den Sie beschreiben, steht Angela Merkel. Wie groß ist Ihr Respekt vor der Haltung der Kanzlerin in der Flüchtlingskrise?

MARX: Ich habe höchsten Respekt vor Frau Merkel und ihrer Politik, ihrem Mut und ihrer Bereitschaft, in dieser schwierigen Situation Verantwortung zu übernehmen. Sie handelt nicht blauäugig, sondern durchdacht. Politik bedeutet eben, nicht nur einfach Stimmungen zu folgen, sondern Zielen und Prinzipien.

Beten Sie dafür, dass Angela Merkel bei ihrem Kurs bleibt?

MARX: Ich bete für alle unsere Politiker. Seit der Zeit der ersten Christen gehört es dazu, dass wir für diejenigen beten, die uns regieren...

Immer mehr Anschläge auf Flüchtlingsheime, kaum ein Tag vergeht ohne Warnungen von Kommunalpolitikern vor Überforderung. Drei Viertel der Deutschen fürchten, dass noch mehr Flüchtlinge kommen – verschwindet die Willkommenskultur?

MARX: Das Wort “Willkommenskultur” hat inzwischen bei einigen schon fast einen negativen Unterton bekommen. Dabei ist es doch schön, wenn wir Menschen in Not nicht einfach im Stich lassen. Natürlich ist der Blick auf die Situation jetzt nach einigen Monaten mit so hohen Zahlen von Flüchtenden anders. Viele fragen sich inzwischen, wie das gehen soll, wenn weiter so viele Menschen kommen. Aber die Bereitschaft zu helfen, ist unverändert groß. Wir müssen uns jetzt bei denen, die bleiben, um gute Integration kümmern. Gelingt diese große Aufgabe, wird auch unser Land positiv bereichert werden können. Auch deshalb sollten wir uns alle Mühe geben.

Überrascht Sie das Ausmaß der Gewalt gegen Flüchtlingsheime?

MARX: Es hat in Deutschland leider immer ein gewisses Potenzial an Rechtsextremismus und auch Rassismus gegeben. Diese Ideologie hat sich offenbar weiter verfestigt. Mich erschrecken diese Gewalt und die Stimmungsmache gegen Flüchtlinge sehr. Es werden nicht nur Brandsätze geworfen. Es fängt viel früher an: Schon die Sprache verroht. Wir erleben Hetze gegen Fremde, bis in bürgerliche Kreise hinein. Der Firnis der Zivilisation ist offenbar doch nicht so dick wie immer gedacht.

Wie sehr haben die Ereignisse der Kölner Silvesternacht die Flüchtlingsdebatte verändert?

MARX: Diese Taten haben zu einem allgemeinen Erschrecken geführt und zu einer sehr aufgeregten Debatte. Übergriffe wie die von Köln müssen konsequent aufgeklärt und geahndet werden. Wer hier kriminell wird, muss bestraft werden oder auch, wenn möglich, unser Land verlassen. Aber viele Betrachtungen nach den Ereignissen von Köln waren mir zu schnell und zu pauschal. Natürlich gibt es kulturelle Unterschiede zwischen uns und Menschen aus Ländern des Orients oder Afrikas. Aber mit pauschalen Urteilen über andere Kulturen und Religionen sollten wir vorsichtig sein. Die überwältigende Zahl der Flüchtlinge bei uns in Deutschland will nichts mit den Tätern von Köln zu tun haben und verhält sich ja auch ganz anders, auch die Muslime. Pauschale Urteile lehne ich ab.

Die AfD schlägt derzeit kräftig Kapital aus der Flüchtlingskrise. Ist diese Partei gefährlich?

MARX: Überlegungen, an den Grenzen auf wehrlose Flüchtlinge zu schießen, sind inakzeptabel und menschenfeindlich. Parteien, die so etwas äußern, sind keine Alternative für Deutschland. Mir macht insgesamt Sorgen, dass der Rechtspopulismus bei uns immer weiter um sich greift. Es wird der Eindruck erweckt, als würde es angesichts des Zustroms der Flüchtlinge einfache Antworten geben. Aber einfache Antworten sind keine Lösung. Ich wünsche mir, dass die Regierung, die ja eine große Koalition ist, zusammensteht und mit einer gemeinsam getragenen Politik die Menschen überzeugt.

Vergrößert der massive Flüchtlingszustrom die soziale Ungleichheit in Deutschland?

MARX: Auf diese Gefahr haben die Bischöfe schon im vergangenen Jahr in ihrem Hirtenwort hingewiesen. Flüchtlinge fangen in Deutschland ja in der Regel „ganz unten“ an, was Wohnen, Arbeiten, Ausbildung betrifft. Diejenigen, die hier bei uns schon seit längerem unter starkem sozialem und existentiellem Druck leben, sind verunsichert. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass Flüchtlinge anderen, die auch nicht viel haben, etwas wegnehmen. Das würde die Spannungen in unserer Gesellschaft nur verstärken. Da ist der Sozialstaat gefordert, um Solidarität und Ausgleich zu ermöglichen.

Fluchtursachen bekämpfen heißt aus Sicht der Bundesregierung auch Kampf gegen den IS. Beteiligt sich Deutschland in Syrien an einem gerechten Krieg?

MARX: Die militärische Option ist immer die Schlechteste von allen. Militärisch lässt sich das Problem in Syrien und im Nahen Osten nicht nachhaltig lösen. Das wissen wir ja aus den Erfahrungen in Afghanistan und im Irak. Was passiert, wenn IS dort besiegt ist? Die entscheidende Frage wird sein, ob die Länder, die jetzt militärisch eingreifen, und die Staaten der Region den gemeinsamen Willen zu einem Frieden haben, der auf Solidarität und Gerechtigkeit ausgerichtet ist. Da bin ich skeptisch. Wer in einen Krieg hineingeht, der sollte wissen, wie er wieder herauskommt und was dann politisch folgen soll. Das kann ich bisher nicht erkennen.

Vor drei Jahren kurz nach seinem Amtsantritt hat Papst Franziskus die Flüchtlinge auf der italienischen Insel Lampedusa besucht. Wie sehr hat er die Kirche seitdem verändert?

MARX: Es ist eine Menge geschehen. Natürlich gibt es immer einige, die sich mehr und anderes wünschen, aber aus meiner Sicht ist in den drei Jahren eine Menge passiert. Papst Franziskus setzt auf eine andere Sprache, andere Schwerpunkte. Natürlich will der Papst nicht die Kirche von einem Tag auf den anderen neu erfinden, aber er hat für Bewegung gesorgt. Franziskus wünscht sich Unruhe im Denken. Er will, dass wir in der Kirche aus unserer Selbstbezogenheit ausbrechen.

Wird es jetzt im Nachgang der Familiensynode zu gravierenden Veränderungen kommen?

MARX: Ich rechne nicht mit einschneidenden Veränderungen. Die Weltkirche kann sich nicht einfach an dem ausrichten, was wir hier in Deutschland für richtig halten. Aber es ist ein Wert an sich, dass wir uns bei der Synode so ausführlich mit den Themen Ehe, Familie und Sexualität beschäftigt haben. Ich hätte mir vielleicht noch mehr vorstellen können, aber Synode bedeutet eben, einen gemeinsamen Weg mit allen zu gehen. Der Abschlusstext jedenfalls war ein Schritt nach vorn. Ich denke, Papst Franziskus wird mit seinem Schreiben daran anknüpfen. Es geht darum, Vielfalt auch als etwas Positives zu erkennen und die Lebenswirklichkeit von Menschen anzunehmen. Das wird im Text sehr deutlich. Franziskus will, dass wir in der Kirche gemeinsam vorangehen und nicht am Ende Sieger und Besiegte da sind. So sollte die Kirche nicht sein.

Er sieht sich als "Papst vom Ende der Welt". Wie sehr interessiert er sich überhaupt für Deutschland?

MARX: Er hat großes Interesse an Deutschland. Schon allein, weil er hier als Priester einige Zeit verbracht hat. Franziskus verfolgt die politischen Entwicklungen bei uns genau und hat bereits zwei Mal intensiv mit der Bundeskanzlerin gesprochen. Er interessiert sich auch für Europa. In den letzten drei Jahren hat Franziskus mit großer Neugierde und Offenheit seinen Blick geweitet. Was er aus dem Amt macht, ist einfach unglaublich. Er denkt durchaus politisch, beeindruckt mit seinen Auftritten und Reden, und erkennt auch, was er mit seinen Reisen bewegen kann.

Wie lange wird ein Besuch in Deutschland noch auf sich warten lassen?

MARX: Ich würde mich freuen, wenn er kommt. Aber das ist seine Entscheidung. Die deutschen Bischöfe haben Papst Franziskus im vergangenen Jahr offiziell eingeladen.


http://de.catholicnewsagency.com/story/k...-migration-0468

von esther10 10.02.2016 00:09

Erzbischof Gänswein fastet: "Entsage Süßem und gutem Tropfen"


Bild Südkurier

Sekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. in "Focus": Fastenzeit bedeutet, dem Körper etwas abzuverlangen

10.02.2016, 15:04 Uhr Vatikan/Deutschland/Kirche/Ostern/Fastenzeit /Gänswein
München, 10.02.2016 (KAP/KNA) Kurienerzbischof Georg Gänswein verzichtet sich in den nächsten Wochen auf Süßigkeiten und Alkohol: "Ich bin ein großer Liebhaber von Süßem und verachte auch nicht einen guten Tropfen", sagte der Präfekt des Päpstlichen Hauses "Focus Online" (Mittwoch); "in der Fastenzeit nehme ich mir vor, auf beides zu verzichten." Damit wolle er zeigen: "Ich bin bereit, um eines höheren Zieles willen auf etwas in sich Gutes zu verzichten."

Gänswein hat nach eigenen Worten weitere Fastenvorsätze. "Ich höre sehr gern Musik. Auch da versuche ich, etwas zurückzustecken", fügte der 59-Jährige hinzu. "Außerdem lese ich viel, auch gern im Netz. Da ist nun Mäßigung angesagt." Das Fasten der Sinne helfe ihm, sich nicht von Außeneinwirkungen dirigieren zu lassen, sondern den Blick auf das Eigentliche zu lenken. Ziel sei immer auch ein Wachstum an innerer Freiheit, "ausgerichtet auf das große Mysterium unseres Glaubens: die Auferstehung".

Fastenzeit bedeute, auf etwas Gutes zu verzichten und dem Körper etwas abzuverlangen, so der Sekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. "Aber nicht um seiner selbst willen, sondern weil damit eine wichtige geistliche Erfahrung verbunden ist." Die christliche Askese erinnere ihn daran, dass Leib und Seele eine Einheit seien, fügte Gänswein hinzu. "Wenn ich nur eine Seite bediene, kommt die andere zu kurz." Für die Geistlichen im Vatikan gibt es nach seinen Worten in der Fastenzeit verpflichtende Exerzitien.
https://www.kathpress.at/goto/meldung/13...d-gutem-tropfen

von esther10 10.02.2016 00:08

Über EWTN

Bild Mother Angelica



Was ist EWTN? Der Fernsehsender EWTN (Eternal Word Televison Network) wurde 1981 von der Franziskanerklarissin Mutter Angelica in Birmingham (Alabama/USA) gegründet. Mit 200 Dollar, viel Gottvertrauen und von vielen belächelt, begann Mutter Angelica mit der Fernseharbeit in der Garage ihres Klosters. Ihr Motto „Wenn Du nicht den Mut hast etwas Lächerliches zu tun, wird Gott auch nichts Wunderbares daraus machen.“ Mutter Angelica erkannte früh die Chancen des Fernsehens, möglichst viele Menschen zu erreichen, damit Sie durch den Glauben an Christus, Hoffnung und Orientierung in ihrem Leben finden und von der barmherzigen Liebe Gottes erfahren. Heute ist EWTN der weltweit größte katholische Fernsehsender und erreicht mit seinen regional je unterschiedlichen Programmen in englischer, spanischer, deutscher und französischer Sprache mehr als 200 Millionen Haushalte in 140 Ländern auf allen Kontinenten. Als Multimedia-Organisation betreibt EWTN einen eigenen Radiosender und bietet einen umfangreichen Internet-Service an.

In Deutschland hat die gemeinnützige EWTN-TV gGmbH im Juli 2000 die Arbeit aufgenommen. Im Oktober 2000 gingen die ersten deutschsprachigen Produktionen in Europa auf Sendung. Der Anteil der deutschen Sendungen wurde kontinuierlich ausgebaut. Am 6. November 2011 schließlich startete EWTN einen neuen deutschen Fernsehkanal. Unter dem Sendernamen "EWTN katholisches TV" sendet EWTN seitdem rund um die Uhr deutschsprachiges Programm auf einer neuen Frequenz (12460 MHz) über den Satelliten Astra 19,2° Ost. Zum Programmangebot des ausschließlich durch Spenden seiner Zuschauer finanzierten Senders gehören Dokumentarfilme, Nachrichten, Kinder- und Jugendsendungen, Talk-Shows und Spielfilme. Darüber hinaus bietet EWTN zahlreiche Live-Übertragungen aus Rom, von Reisen des Papstes, von Großereignissen wie den Weltjugendtagen sowie die Sonntagsmesse aus dem Kölner Dom. Neue Programme und Sendereihen werden kontinuierlich produziert. Bereits mehr als 17,5 Millionen TV-Haushalte, das sind rund 36 Millionen Menschen, können somit im deutschsprachigen Europa heute EWTN empfangen. Darüber hinaus bietet EWTN sein Programm als Live-Stream im Internet an und kann regional im Kabel empfangen werden.

*


https://www.ewtn.de/

Mutter Angelica - Gründerin des katholischen Fernsehsenders EWTN wird 90 Jahre alt / Sondersendungen auf EWTN

Pressemitteilung
Bonn (EWTN-TV) - 18. April 2013
Am Samstag, den 20. April, wird die Ordensfrau und Gründerin des weltweit größten katholischen Fernsehsenders EWTN (Eternal Word Television Network), Mutter Angelica, 90 Jahre alt. 1981 hatte die Klarissin den Sender mit viel Gottvertrauen in der Garage ihres Klosters in Birmingham/Alabama ins Leben gerufen. Ihr Motto: „Wenn Du nicht den Mut hast, etwas scheinbar Lächerliches zu tun, wird Gott auch kein Wunder vollbringen“. Ihr Vorhaben wurde seinerzeit von vielen belächelt. Heute erreicht der ausschließlich spendenfinanzierte Sender EWTN weltweit rund 225 Millionen Haushalte in 140 Ländern, darunter mehr als 20 Millionen Haushalte, die den deutschsprachigen Kanal „EWTN katholisches TV“ empfangen können.

Die 1923 im Industriestädtchen Canton/Ohio geborene Rita Rizzo wuchs in schwierigen Verhältnissen auf. Ihr Stadtviertel war von der Mafia dominiert. Ihr Vater verließ die Familie, als sie fünf Jahre alt war. Schon in jungen Jahren musste sie für den Lebensunterhalt der Familie sorgen, da ihre Mutter an Depressionen litt und Suizid-gefährdet war. Mit 21 Jahren trat sie in den Orden der „Armen Klarissinnen von der Ewigen Anbetung“ in Cleveland ein. Schließlich gründete sie 1961 ihr eigenes Kloster in den Südstaaten und zwanzig Jahre später den Fernsehsender EWTN. 2001 folgte die Ordensfrau dem Anruf Gottes, sich verstärkt um ihre Mitschwestern in ihrem neuen Kloster in Hanceville/Alabama zu kümmern, legte den Vorsitz von EWTN in jüngere Hände und lebt nach zwei schweren Schlaganfällen heute im Kloster in Hanceville. Ihre außergewöhnliche Biographie wurde zu einem New York Times-Bestseller, dessen deutsche Übersetzung unter dem Titel „Mutter Angelica – eine Nonne schreibt Fernsehgeschichte“ im Media Maria Verlag erschienen ist.

Der selige Papst Johannes Paul II. schenkte Mutter Angelica im Heiligen Jahr 2000 zum Dank für ihr Medienapostolat eine Monstranz aus Nova Huta. Benedikt XVI. zeichnete die Ordensfrau im Jahr 2009 am Fest des heiligen Franziskus für ihre herausragenden Verdienste um die Kirche und die Neuevangelisierung mit dem Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ („Für die Kirche und den Papst“) aus.

Anlässlich des 90. Geburtstags von Mutter Angelica und in dankbarer Würdigung ihrer Verdienste zeigt EWTN am 20. April um 13 Uhr und 17.30 Uhr ein Interview, das Chefredakteurin Christina Blumrath mit dem Nachrichtendirektor von EWTN und Autor der Biographie, Raymond Arroyo, führte. Darüber hinaus strahlt EWTN am Jubiläumstag um 12 Uhr, 16 Uhr und 19 Uhr eine Auswahl ihrer beliebten „Mutter Angelica-Live“-Shows aus, die von ihrer Bodenständigkeit, ihrem Humor und ihrem tiefen Glauben zeugen. Ihre Sendungen sind bis auf den heutigen Tag vielen Menschen Hilfe und Stärkung.

Das deutsche Programm von EWTN ist digital über den Satelliten Astra (Frequenz 12460 MHz) sowie regional im Kabel und als Live-Stream im Internet unter www.ewtn.de frei empfangbar.

Weitere Informationen zum deutschsprachigen Fernsehprogramm erhält man bei der Geschäftsstelle der EWTN-TV gGmbH in Bonn (info@ewtn.de, Tel. 0228/934941-60, Fax 0228/934941-65, Postfach 200461, 53134 Bonn) oder im Internet (www.ewtn.de).

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Mitteilung in Ihrem Medium redaktionell berücksichtigen und auf die Sondersendungen sowie die Empfangsmöglichkeiten von EWTN hinweisen.
https://www.ewtn.de/pressemitteilungen/m...dungen_auf_ewtn


von esther10 10.02.2016 00:03

„Beichtvater sein bedeutet, den Sünder mit dem Mantel der Barmherzigkeit zu bekleiden“


Papst Franziskus empfängt die Missionare der Barmherzigkeit, deren offizielle Aussendung morgen erfolgen wird und die mit der Vollmacht ausgestattet sind, selbst jene Sünden zu vergeben, von denen üblicherweise nur der Heilige Stuhl lossprechen kann

9. FEBRUAR 2016


In seiner Ansprache an die Missionare der Barmherzigkeit erklärte der Papst heute, dass man in der Beichte immer einen „nackten“ Menschen vor sich habe. Deshalb bat er sie, eines nie zu vergessen: „Vor uns steht nie die Sünde, sondern ein reuiger Sünder. Ein Mensch mit einem starken Bedürfnis nach Aufnahme und Vergebung.“ Ein Sünder, „der verspricht, sich nicht wieder vom Haus des Vaters entfernen zu wollen und der mit all seinen Kräften wünscht, wie ein Kind Gottes zu leben.“

Diese Überlegungen äußerte der Heilige Vater heute Nachmittag anlässlich eines Treffens mit den Missionaren der Barmherzigkeit am Vorabend ihrer Aussendung, die im Verlauf der morgigen heiligen Messe zum Aschermittwoch stattfinden wird. Diesen 700 Priestern aus aller Welt, denen u.a. die Vollmacht übertragen wurde, die üblicherweise dem Heiligen Stuhl vorbehaltene Absolution von einigen besonders schweren Sünden zu erteilen, erklärte Franziskus: „Beichtvater nach dem Herzen Christi zu sein bedeutet, den Sünder mit dem Mantel der Barmherzigkeit zu bekleiden, damit er sich nicht mehr schämt und seine Freude und Würde als Kind Gottes wiederfinden kann.“

Deshalb, so der Heilige Vater, sei nicht der Stock des Urteils das richtige Mittel, um die verlorenen Schäflein in den Stall zurückzuführen, sondern das Vorbild eines heiligen Lebens, das der Ursprung jeder Erneuerung der Kirche sei. Ein heiliges Leben, erklärte der Papst, nährt sich aus der Liebe und nimmt die Last der Schwächeren auf sich. Deswegen versicherte er: „Ein Missionar der Barmherzigkeit hebt sich den Sünder auf die eigene Schulter und tröstet ihn mit der Kraft des Mitleids.“ Ein Missionar der Barmherzigkeit zu sein sei eine große Verantwortung, „die voraussetzt, dass man selbst zum Zeugen der Nähe Gottes und seiner Art zu lieben wird.“ Papst Franziskus bot den Missionaren einige kurze Überlegungen, die ihnen helfen sollen, ihre Sendung „auf konsequente Weise zu vollbringen“ und den Menschen, denen sie begegnen werden, „auf konkrete Weise“ zu helfen.

An erster Stelle empfahl der Papst ihnen, immer „die mütterliche Seite der Kirche“ zu zeigen. Er betonte: „Wir können nicht riskieren, dass ein Beichtender die mütterliche Fürsorge der Kirche, die ihn aufnimmt und liebt, nicht spürt.“ Wenn dieses Bild der Kirche nicht vermittelt werde, wenn stattdessen das Bild einer strengen und strafenden Kirche bei den Menschen ankomme, dann sei dies ein schwerer Schaden für den Glauben, weil der Beichtende auf diese Weise nicht zu der Einsicht komme, dass er ein Mitglied des Leibes Christi ist. Das wiederum würde sehr seine Fähigkeit einschränken, „sich als Mitglied der Gemeinde aufzufassen“. In diesem Sinn erklärte Papst Franziskus, dass wir alle berufen seien, „lebendiger Ausdruck einer Kirche zu werden, die wie eine Mutter alle aufnimmt, die sich ihr im Glauben nähern, durch sie in Christus eintreten zu können.“ Deshalb dürfe man nie vergessen, dass im Beichtstuhl Christus selbst den Sünder aufnimmt, ihm zuhört, seine Sünden vergibt und ihm den Frieden wiedergibt. Ganz gleich, wie schwer die gebeichtete Sünde sei, „ein Missionar der Barmherzigkeit ist immer dazu berufen, sich seine eigene Sündigkeit vor Augen zu halten und sich in Demut als ‚Kanal‘ anzubieten, durch den die Barmherzigkeit Gottes fließt.“

Ein weiterer wichtiger Aspekt, auf den Franziskus hinwies, ist die Fähigkeit, den „Wunsch nach Vergebung“ zu erkennen, der im Herzen des Beichtenden lebt. Dieser Wunsch sei eine Frucht der Gnade und ihres Wirkens im Leben der Menschen; die Gnade ermögliche es dem Sünder, diese Sehnsucht nach Gott, nach seiner Liebe und seinem Zuhause zu verspüren. Dieser Wunsch „wird stärker, sobald im Herzen der Entschluss gefasst ist, sein Leben zu verändern und nicht wieder zu sündigen.“

Weiter erwähnte der Papst eine Zutat, über die nicht viel gesprochen werde, die jedoch sehr wichtig sei: die Scham. Hierzu sagte der Heilige Vater, es sei nicht einfach, „sich vor einen Menschen zu stellen – schon gar nicht vor einen, der Gott vertritt – und seine Sünden zu gestehen.“ Man empfinde Scham einerseits für das, was man getan habe, andererseits für das Geständnis, das man vor einem Menschen ablege. Scham, erklärte Franziskus, sei ein sehr persönliches Gefühl, das viel Respekt und Einfühlvermögen seitens des Beichtvaters erfordere.

Zum Abschluss seiner Ansprache an die Missionare der Barmherzigkeit erwähnte der Papst das Vorbild zweier heiliger „Diener der Vergebung Gottes“: der heiligen Kapuzinerpatres Leopold Mandić und Pio von Pietrelcina, deren Reliquien in diesen Tagen im Petersdom weilen. Sein letzter Rat an die Missionare lautete: „Wenn die Last der gebeichteten Sünden euch erdrückt und ihr die Grenzen eurer Fähigkeit und eurer Worte spürt, dann habt Vertrauen in die Kraft der Barmherzigkeit, die allen entgegengeht wie eine große Liebe, die keine Grenzen kennt.“
https://de.zenit.org/articles/beichtvate...t-zu-bekleiden/

von esther10 09.02.2016 21:54

Dienstag, 9. Februar 2016
In Frankfurter Kitas kein Schweinefleisch mehr


Foto von Guanbirra – Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Kein Faschingsscherz: Das Cateringunternehmen Wisag, das die Kitas in Frankfurt am Main und Umgebung beliefert, erhielt die Anweisung, keine Kindertagestätten mehr mit Speisen, welche Schweinefleisch enthalten, zu beliefern. Das meldet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in der Ausgabe vom 9. Februar 2016.

In manchen Kitas liegt der Anteil muslimischer Kinder schon bei 30 bis 50 Prozent. Da das Thema heikel ist, treffen die Kommunen diese Speiseregelung im Stillen.

FAZ: „In Frankfurt sieht es so aus, als wollte die Stadt ihre Anweisungen an den Caterer Wisag verheimlichen.“ Deshalb sei die Anweisung nicht offiziell von der Stadt an die Kitas erteilt worden. Dennoch sei eine entsprechende Anordnung an den Caterer geleitet worden: „In Frankfurt und der näheren Umgebung haben wir einen Speiseplan ohne Schweinefleisch“, so Wisag gegenüber der FAZ.

Auch in anderen Städten verzichtet man inzwischen auf Schweinefleisch, so in den städtischen Kindergärten Wiesbadens oder Bielefelds. Besonders in Großstädten scheint es eine Tendenz in Kitas etc. zu geben, auf Schweinefleisch aus Rücksicht auf muslimische Kinder zu verzichten.

Unser Kommentar: Niemand ist gezwungen, irgendetwas zu essen, was er nicht essen will. Doch es wäre sinnvoll, dass muslimische Kinder sehen, dass die anderen Kinder diese Speisen ohne Bedenken essen. Auf diese Weise lernen sie, sich tolerant zu verhalten und ihre eigenen Gewohnheiten zu überdenken.
http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Eingestellt von Mathias von Gersdorff um 09:46

1 Kommentar:

Kommentar veröffentlichen unter: Mathias von Gersdorff

"In Frankfurter Kitas kein Schweinefleisch mehr"
1 Kommentar - Ursprünglichen Post anzeigen
1 – 1 von 1
Anonym Anonym hat gesagt...
Dabei übersehen die Verantwortlichen, dass es in Judentum und Islam nicht nur um den expliziten Genuss von zum Beispiel Schweinefleisch geht. Jedes Gericht, das in Teilen in Töpfen/Pfannen/etc. zubereitet wurde, in dem auch Schwein gekocht/gebraten wurde oder das von Geschirr oder mir Bestecken gegessen wird, das mit Schwein etc. in Kontakt kam, ist unrein, haram. Da ist noch viel zu tun! Und wenn das die Juden/Moslems nicht stört, dann können sie auch gleich echten Schwenkbraten und echte Mettwurst verspeisen.

9. Februar 2016 um 12:14:00 MEZ


von esther10 09.02.2016 11:29

Hamburg: AfD kritisiert, daß Haftbefehle gegen rechtsextreme Täter nicht vollstreckt werden
Veröffentlicht: 9. Februar 2016 | Autor: Felizitas Küble

Die AfD-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft hat den Behörden Nachlässigkeit bei der Verfolgung verurteilter Rechtsextremisten vorgeworfen.untitled

„Es stimmt schon nachdenklich, wenn die Haftbefehle nicht vollstreckt werden können, weil keiner weiß, wo sich Straftäter, die eine Gefahr für unsere Demokratie darstellen, gerade verstecken“, sagte der innenpolitische Sprecher, Dirk Nockemann.

Hintergrund ist die Antwort des Hamburger Senats auf eine Anfrage der AfD, wonach in der Hansestadt gegen fünf Personen aus „rechtsextremen Kreisen“ Haftbefehle vorliegen, die noch nicht vollstreckt wurden. „In jedem Fall müssen auch hier die polizeilichen Anstrengungen intensiviert werden, dieser Täter habhaft zu werden“, forderte Nockemann.

Dazu sei es nötig, die Polizei besser auszustatten und, sofern sich die Täter ins Ausland abgesetzt hätten, die Geheimdienste einzuschalten. Es dürfe für keinen Täter-Rabatt geben, betonte der AfD-Politiker. „Die AfD-Fraktion hat sich immer für eine vorbehaltlose Strafverfolgung von Tätern aus dem rechts- und linksextremistischen sowie islamistischen Bereich eingesetzt.“

Quelle: http://www.jungefreiheit.de

von esther10 09.02.2016 00:58

„Ein Prozess des Umdenkens hat begonnen“
Erzbischof Schick über seine Reise auf die Arabische Halbinsel

9. FEBRUAR 2016


Bamberger Erzbischof Ludwig Schick
Wikimedia Commons - Manfred Finken, Pegnitz, CC BY-SA 3.0

https://de.zenit.org/articles/ein-prozes...s-hat-begonnen/

Kritik an Menschenrechtsverletzungen lohnt sich: Erzbischof Ludwig Schick, Beauftragter für Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, hat sich bei seinem Besuch auf der Arabischen Halbinsel über Religionsfreiheit und die Arbeitsbedingungen von Migranten erkundigt. In Katar möchte die Regierung nun nach Berichten in der internationalen Presse über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und über viele Todesfälle auf Baustellen die Situation der Arbeitsmigranten durch Gesetze und schärfere Kontrollen verbessern.

„Auch die Firmen, die aus allen Teilen der Welt in der Golfregion tätig sind, achten inzwischen mehr auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen“, sagte der Erzbischof von Bamberg in einem Interview mit dem Internetportal www.weltkirche.katholisch.de. „Ein Prozess des Umdenkens hat begonnen. Es ist aber noch sehr viel zu tun“, stellte Schick fest. Er sei während seiner Reise mit Vertretern einer kirchlichen Organisation zusammengetroffen, die sich für die Rechte der Gastarbeiter einsetze und sich um Einzelschicksale rechtlich, medizinisch und wirtschaftlich kümmere. Die Arbeitsmigranten, die immer wieder Ausbeutung und sogar Übergriffe erlebten, spielten in allen Golfstaaten ein große Rolle, um den Einheimischen einen hohen Lebensstandard zu ermöglichen. Aufgabe der Kirche sei es, beim Thema Menschenrechte genau hinzuschauen.

Im Fokus der Reise stand die Religionsfreiheit. Kirchenbau und katholische Schulen seien erlaubt, berichtete der Erzbischof. „Eine aktive Werbung für den christlichen Glauben und Mission sind jedoch verboten. Konversionen vom Islam zum Christentum sind nicht möglich“, sagte er. Der Weltkirche-Beauftragte habe bei seinem Solidaritätsbesuch eine junge und aktive Kirche kennengelernt, die ihre Handlungsspielräume klug nutze und von den politischen Autoritäten zunehmend als Gesprächspartner wahr- und ernstgenommen werde. Die Kirche sei auch Heimat für die Migranten. Erzbischof Schick kritisierte, dass der interreligiöse Dialog jedoch kaum im Alltag und im Leben der Menschen geführt werde, sondern eher auf internationalen Konferenzen. „Wir brauchen zukünftig aber auch den Dialog auf Graswurzelebene“, sagte der Erzbischof.

Das ausführliche Interview finden Sie hier
http://weltkirche.katholisch.de/Aktuelle...l_Kirche_Schick


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von esther10 09.02.2016 00:56

MEDIENGESETZE IN POLEN UND UNGARN
Hinsehen, aber bitte ohne Arroganz

VON KRISZTIAN SIMON9. FEBRUAR 2016
picture alliance


Polnische Demonstranten gehen für Pressefreiheit auf die Straße.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich beklagt, dass die Deutschen zu kritisch mit Polen seien. Dort werden, ähnlich wie in Ungarn, gerade die öffentlich-rechtlichen Medien umgebaut. Sollten sich die EU und Deutschland einmischen, um Schlimmeres zu verhindern? Ein Gastbeitrag des ungarischen Journalisten Krisztian Simon

eit war atemberaubend. Kaum hatte die Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) im Oktober die Parlamentswahlen in Polen mit absoluter Mehrheit gewonnen, da begann die neue Regierung auch schon damit, den Justiz- und Medienapparat umzubauen.

Das umstrittene Mediengesetz, das im Januar in Kraft getreten ist, hat das Aufsichtsgremium der öffentlich-rechtlichen Medien schlicht entmachtet: Ab sofort sollen die Führungspositionen von der Regierung bestimmt werden.

Das Beispiel der beliebten Sendung von Tomasz Lis zeigt, welches Ausmaß diese Veränderung mit sich bringt. Lis moderierte bis zuletzt eine politische Talkshow des öffentlich-rechtlichen Fernsehkanals TVP. In einer seiner letzten Sendungen wollte er mit dem Präsidenten des polnischen Verfassungsgerichtes, Andrzej Rzepliński, sprechen. Doch der neue Fernsehdirektor durchkreuzte die Pläne: Er forderte Lis auf, den Gast auszuladen.

Neues Gesetz in wenigen Monaten

Der Sender wollte verhindern, dass Rzepliński erzählt, wie die neue Regierung den Obersten Gerichtshof entmachtet. Mehr noch: Wie die polnische Regierung – die im Gegensatz zur ungarischen Fidesz-Partei nicht einmal eine Zweidrittel-Mehrheit erreichen konnte – das Grundgesetz auszuhebeln versucht. Moderator Lis aber widersetzte sich dem Befehl. Deshalb musste er sich Ende Januar vom Sender TVP verabschieden.

Es wird erwartet, dass in einigen Monaten ein neues Mediengesetz folgen wird. Mit diesem sollen alle Arbeitsverträge der öffentlich-rechtlichen Medien auslaufen. Nur diejenigen Mitarbeiter werden weiter beschäftigt, die sich gegenüber Kaczyński und seiner Partei zu Treue verpflichten.

Diese Eingriffe in das Mediensystem ähneln dem, was seit 2010 in Ungarn passiert ist. Hier sind die öffentlich-rechtlichen Medien, wie es der ungarische Investigativjournalist Attila Mong gerne nennt, seit der Machtübernahme des Rechtspopulisten Viktor Orbán in ein „von der Regierung kontrolliertes Sprachrohr” verwandelt worden. Kritische Journalisten wurden entlassen, öffentliche Medienmitarbeiter führen nur noch Befehle aus, eigene kreative Arbeit wird nur noch in den seltensten Fällen akzeptiert.

Kritik, aber nicht Arroganz

Wie auch im Fall von Ungarn wurde der Kurs der neuen polnischen Regierung aus Brüssel und Berlin heftig kritisiert. Es hieß, Polen verwandle sich in eine „gelenkte Demokratie“. Von der „Orbanisierung” und sogar „Putinisierung” des Landes war die Rede. Gut möglich, dass es in näherer Zukunft mehr als nur besorgte Kommentare geben wird. Der stellvertretende EU-Kommissionspräsident Frans Timmermans leitete Mitte Januar das Verfahren zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union ein. Diese Maßnahme, die 2014 geschaffen wurde, ist bislang noch nie gegen einen EU-Mitgliedsstaat ergriffen worden. Im Extremfall könnte Polen sogar das Stimmrecht in der EU entzogen werden.

Es ist richtig: Wenn ein EU-Mitgliedsland gegen demokratische Normen verstößt, sollte das Konsequenzen haben. Diese hätte eigentlich auch Ungarn spüren müssen – nur leider waren da alle von der EU initiierten Änderungen nur kosmetischer Natur. Hätte die EU damals entschlossen gehandelt, hätte es sich Orbán vielleicht zweimal überlegt, ob er mit seinem Unheil weitermacht. Die Kritik an Polen und Ungarn, die auch Oppositionelle einfordern, ist grundsätzlich berechtigt.

Nur manchmal geht sie etwas zu weit

Vor einigen Wochen schrieb EU-Kommissarin Viviane Reding: „Wem es nicht passt, der kann ja die EU verlassen!” Sie ergänzte, dass seit dem Lissabon-Vertrag jeder Mitgliedsstaat die Union in geregelten Bahnen verlassen könne. Diese Aussage ist nicht nur unheimlich arrogant, sie spielt auch den Unruhestiftern der EU in die Hände. Die Anhänger von Orbán und Kaczyński interpretieren die Kritik an ihren Regierungen meist so, als ziele sie auf das ganze ungarische oder polnische Volk. Im Falle von Reding muss man ihre Wörter gar nicht mehr uminterpretieren: Sie ist tatsächlich so zu verstehen, als ob Reding für die undemokratischen Schritte der PiS-Regierung das ganze Land bestrafen wolle. An diesem Punkt wird es für die Wähler Polens, Ungarns und anderer zentral-europäischer Länder persönlich. Sie könnten entgegnen: „Wenn die EU uns nicht haben will, dann wollen wir die EU auch nicht haben.”

Dann hätten die Populisten gewonnen, die die Bundesregierung gerne mit Nazi-Deutschland und die EU mit der Sowjetunion vergleichen. Da hat Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich Recht, wenn er einige dieser Bemerkungen gerade von deutscher Seite als „oberlehrerhaft” rügt.

Ungarische Medien verbreiten Staatspropaganda

Ähnliche Enthüllungen wird man im öffentlich-rechtlichen Radio heute nicht mehr hören. Stattdessen verbreiten die Medien in Ungarn Staatspropaganda, sehr oft sogar gefälschte Reportagen.

Boulevard-Meldungen sollen Bevölkerung ablenken

So zeigten die Nachrichten das Video einer Vergewaltigung auf dem Tahrir-Platz in Kairo – und behaupteten, dies seien Bilder der Silvesternacht in Köln. Bei einer Demonstration meldete sich ein Korrespondent von der anderen Straßenseite, wodurch der Eindruck entstand, es sei kaum jemand auf der Veranstaltung. In einer anderen Reportage wurde der Ex-Präsident des Obersten Gerichtshofes gepixelt, damit die Zuschauer nicht sahen, dass er auch vor Ort war.

Die Website des Staatsfernsehens, Hirado.hu, sorgt stattdessen mit Boulevard-Nachrichten und (halb-)nackten Celebrity-Bildern dafür, dass sich die Leser nicht mehr mit Politik beschäftigen, geschweige denn daran denken, dass jährlich ungefähr 250 Million Euro für die Staatspropaganda ausgegeben werden.

Die Zukunft sieht für die öffentlich-rechtlichen Medien in Ungarn nicht gut aus. Das wissen wahrscheinlich auch die Zehntausenden Polen, die gegen das Mediengesetz

hier geht es weiter
http://www.cicero.de/berliner-republik/f...rsprechen/60474
http://www.cicero.de/salon/es-gibt-einen...der-ideen/51615


von esther10 09.02.2016 00:56

Wie man ein großer Beichtvater ist: Papst Franziskus’ Rat für Priester


Papst Franziskus nimmt am 26. Juli 2013 beim Weltjugendtag in Rio de Janeiro eine Beichte ab

Von CNA Deutsch/EWTN News

VATIKANSTADT , 09 February, 2016 / 9:30 PM (CNA Deutsch).-
Priester, die gute Beichtväter sein wollen, müssen ihre eigenen Sünden erkennen um Büßern zu vergeben und sie zu trösten: Das hat Papst Franziskus am heutigen Tag vor Beginn der Fastenzeit betont.


"Ich spreche zu Euch als Bruder, und durch Euch möchte ich zu allen Beichtvätern sagen, besonders in diesem Jahr der Barmherzigkeit: Der Beichtstuhl ist für die Vergebung", sagte Franziskus in seiner Predigt am heutigen 9. Februar im Petersdom. Er zelebrierte die Messe mit Kapuzinern aus aller Welt.

Selbst wenn Priester in manchen Fällen nicht die Absolution erteilen könnten, sagte ihnen der Papst, sollten sie bitte trotzdem nicht die Büßer quälen. Denn wer zur Beichte komme, suche "Trost, Verzeihung, Seelenfrieden".

"Lasst ihn einen Beichtvater finden, der ihn umarmt und ihm sagt: 'Gott liebt Dich‘ und ihn das auch spüren läßt", sagte der Papst den "Missionaren der Barmherzigkeit".

In Anwesenheit der Reliquien der beiden großen, heiligen Beichtväter des Kapuziner-Ordens, Pater Pio und Leopold Mandic, war die Messe im Dom Auftakt für eine der zentralen Initiativen des Jahrs der Barmherzigkeit. Franziskus betonte, dass die beiden Heiligen gute Beichtväter gewesen seien, "weil sie sich wie Sünder fühlten" — ihnen werde verziehn, wenn sie wüßten, wie sie im Gebet darum bitten sollten".

Wer die Notwendigkeit vergesse, dass ihm verziehn werde, der vergesse langsam Gott, erklärte der Papst. So jemand vergesse, um Verzeihung zu bitten und könne auch nicht verzeihen. Der demütige Priester, der sich als Sünder fühle, sei ein großer Verzeiher im Sakrament der Beichte. Andere, die sich fälschlicherweise so sehen würden, als bräuchten sie selber keine Beichte, "können nur verurteilen".

Der Papst erinnerte daran, dass der größte Anschuldiger in der Bibel der Teufel sei.

"Vergebung ist ein Same, eine Zärtlichkeit Gottes. Vertraut in der Vergebung Gottes", sagte der Papst den Priestern.

Das könnte Sie auch interessieren:
http://de.catholicnewsagency.com/story/w...r-priester-0478

*

Auf den Schultern seiner Brüder getragen: Der heilige Leopold Mandic auf dem Weg zum Vatikan
Foto: CNA/Alexey Gotovskiy

hier geht es weiter
http://de.catholicnewsagency.com/story/s...heiligkeit-0471


von esther10 09.02.2016 00:55

„Seht, ihr seid Männer der Vergebung, der Versöhnung und des Friedens“
Messe in der Petersbasilika mit Papst Franziskus anlässlich der Überführung der Gebeine des heiligen Pio da Pietrelcina und des heiligen Leopold Mandić

9. FEBRUAR 2016


Größe und Kleinlichkeit standen im Mittelpunkt der Messe, die Papst Franziskus heute früh um 7.30 Uhr in der Petersbasilika anlässlich der Überführung der Reliquien des heiligen Pio von Pietrelcina und des heiligen Leopold Mandić gemeinsam mit Kapuzinern aus aller Welt feierte.

Ausgehend vom Tagesevangelium legte der Papst dar, dass König Salomon die Demut verkörpere, die Gelehrten die Kleinlichkeit. An die Kapuziner gewandt, stellte Papst Franziskus fest, dass ihre Tradition die Vergebung sei und aus ihrer Mitte viele Beichtväter, wie der heilige Cristoforo, stammten. Sie seien sich bewusst, Sünder zu sein. Wer hingegen die Notwendigkeit der Vergebung vergesse, vergesse langsam Gott, mahnte der Papst. Wer demütig sei und sich als Sünder fühle, könne im Beichtstuhl die Vergebung aussprechen; alle anderen wüssten nur zu verurteilen wie die Gelehrten.

Papst Franziskus richtete sein Wort an alle Beichtväter vor allem im Hinblick auf das Jahr der Barmherzigkeit und bekräftigte, der Beichtstuhl diene der Vergebung. Falls keine Vergebung erteilt werden könne, dürfe man den Menschen nicht verurteilen. Der Gläubige suche Unterstützung, Vergebung und Frieden für seine Seele. „Gott mag dich“, müsse die Antwort lauten und man müsse es den Menschen spüren lassen.

Leider hätten viele Menschen schlechte Erfahrungen im Beichtstuhl gemacht und sähen daher von der Beichte ab. Deshalb rief Papst Franziskus die Kapuziner dazu auf, nicht müde zu werden zu vergeben und erinnerte sich an einen Kapuzinerbruder, vor dessen Beichtstuhl immer eine lange Warteschlange stand. Eines Tages sei er zu ihm gegangen und der Beichtvater habe ihm seine Bedenken geäußert, selbst ein Sünder zu sein, da er zu viel vergebe. Er finde immer einen Grund zu vergeben. Sein Vorbild sei der Herr. „Seht, ihr seid Männer der Vergebung, der Versöhnung und des Friedens“, stellte Papst Franziskus fest.

Wer sich dem Beichtstuhl nähere, wolle sich ändern. Die Vergebung sei ein Samen, eine Zärtlichkeit Gottes. „Habt Vertrauen in die Vergebung Gottes.“ An die Kapuziner gewandt, erklärte Papst Franziskus: „Ihr seid große Vergeber.“ Ein großer Ankläger in der Bibel sei der Teufel. Entweder man folge Jesus, der vergebe, indem er sein Leben gebe, wie es der heilige Leopold und der heilige Pio stundenlang praktiziert hätten, oder aber man folge dem Teufel, der verurteile und anklage.

Wer sich nicht dazu berufen fühle, die Beichte abzunehmen, solle demütig sein und sagen: „Nein, nein, ich feiere die Messe, säubere den Boden, mache alles, aber nicht die Beichte abnehmen, weil ich das nicht gut kann.“ Abschließend bat Papst Franziskus die Kapuziner, den Herrn um die Gnade auch für jeden von ihnen, für alle Beichtväter und auch für ihn zu erbitten.
https://de.zenit.org/articles/seht-ihr-s...d-des-friedens/


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