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NEUER BLOG von Esther

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von esther10 07.11.2015 09:55

Therapeutin: Paare fragen in Beratungen wenig nach der Kirche


ugendliches Paar | © 2010 Barbara Ludwig

Stans NW, 6.11.15 (kath.ch) In der Beratung fragen Ehepaare kaum nach der Kirche, erklärte die Paartherapeutin Maria Weibel-Spirig gegenüber dem theologischen Internetportal feinschwarz.net am Freitag, 6. November.Sie stellt aber fest, dass die Kirche wie an der Synode in Sachen Familien zwar kleine Schritte mache, aber in die richtige Richtung.

Maria Weibel-Spirig ist Mitarbeiterin der ökumenisch getragenen Internet- und SMS-Seelsorge und führt eine Lebens- und Paarberatungspraxis in Stans NW. Die ehemalige Leiterin und Beraterin der von den Landeskirchen mitgetragenen Regionalen Ehe- und Paarberatungsstelle in Aarau begrüsste, dass an der Weltbischofssynode die Familie mehr zum «Subjekt» geworden sei. Familien und Beziehungen seien nicht mehr einfach «Objekte», für die man bestimmte Regeln aufstellen müssen. Sie meinte weiter, die Kirche mache «sehr kleine Schritte, die ich auch nicht überbewerten will. Aber es sind Schritte in die richtige Richtung.»

Familie und Kirche – eine Ernüchterung

Die Therapeutin zeichnet im Interview auf feinschwarz.net aufgrund ihrer Beratungstätigkeit ein ernüchterndes Bild über das Zusammengehen von Familien und Kirche. Familien, welche die auch von der Kirche getragene Beratungsstelle besuchten, hätten «im Grunde gar keine Erwartung, dass Kirche ihnen etwas geben könnte». Wenn die Pfarrei einen Kinderhütedienst oder auch Kindergottesdienste anbiete, sei das schön und gut. Mehr werde aber nicht erwartet.

Paare und Familien hätten sich schon lange daran gewöhnt, «gegen die kirchenamtliche Lehre, die nicht mehr als hilfreich erachtet wird, eigenständig und in gegenseitiger Achtung Lösungen für auftretende Probleme zu finden». Und sie erwarteten keine Unterstützung mehr von der Kirche, so die Beraterin gegenüber feinschwarz.net.

Lösungssuche ausserhalb der Kirchendoktrin

Die Paartherapeutin kenne relativ wenige Paare, die Fragen oder Erwartungen bezüglich wiederverheirateter Geschiedenen an die Kirche stellten. Auch «Verletzungen durch die Position der Kirche» seien kaum mehr vorhanden. «Das ist für die meisten weit weg», so Weibel-Spirig. Männer oder Frauen, die nach einer Scheidung eine neue Beziehung eingingen und ein zweites Mal heirateten, seien meist etwas älter. Sie würden es verstehen, ohne kirchliche Trauung ein schönes Fest zu feiern. «Vielleicht lassen sie ihre neue Beziehung segnen oder sie wenden sich an eine Ritualbegleiterin», erklärte die Therapeutin weiter.

Die Teilnahme an der Kommunion könne dann zum Thema werden, wenn die Erstkommunion eines Kindes anstehe. «Ich denke jetzt an die Situation in einem überschaubaren Dorf, wo sich die Menschen noch gut kennen. Da kann es schon mal Thema werden, wie sich wohl der wiederverheiratete Vater verhalten wird, ob er mit seinem Kind zur Kommunion gehen wird.» Die Eltern würden dann mit einer Seelsorgeperson eine Lösung suchen. «Ich habe nie erlebt, dass in dieser Situation jemand abgewiesen wurde und nicht zur Kommunion gehen konnte.»

Es würden «schon längst individuelle Lösungen und Begleitung praktiziert». Die Therapeutin gibt aber zu bedenken, dass sich «viele Menschen nach einer Scheidung von der Kirche, obwohl es dafür an sich keinen Grund gibt», verabschiedeten.

Bischofssynode-Dokument mit Mängeln

Die Therapeutin bedauert, dass «Brüche im Leben, in Beziehungen», die eine Realität bildeten, im Abschlussdokument der Bischofssynode zu Ehe und Familie nicht zur Sprache kämen. «Dass die Kirche auch dies zur Kenntnis nimmt, könnte also eine Erwartung für die Zukunft sein.» Im Schlussdokument fehle auch das «Schuldbekenntnis der deutschen Sprachgruppe», das sie sehr berührt habe. Diese Bischöfe und Kardinäle hatten um Verzeihung gebeten, dass «im falsch verstandenen Bemühen, die kirchliche Lehre hochzuhalten», es in der Pastoral immer wieder zu «harten und unbarmherzigen Haltungen» gekommen sei.

Diese Haltung habe Leid über Menschen gebracht, insbesondere über ledige Mütter und ausserehelich geborene Kinder, über Menschen in vorehelichen und nichtehelichen Lebensgemeinschaften. In der Bitte um Verzeihung werden auch homosexuelle orientierte Menschen, Geschiedene und Wiederverheiratete einbezogen. (gs)
http://www.kath.ch/newsd/therapeutin-paa...ach-der-kirche/


von esther10 07.11.2015 00:59

2015.11.05
Katholische Aktion: alle bestätigen laut Treue zum Papst

Ein Kerzenlicht-Mahnwache Ac
EIN KERZENLICHT-MAHNWACHE AC
Das Ac es in einer Erklärung, die besagt, dass "die schwerwiegenden Handlungen der Untreue zum Nachteil der Kirche und den Papst", sagte

AUSARBEITUNG
TURIN



"Dies ist eine Zeit, wenn es scheint, dass die beizulegenden Zeit ganze Volk Gottes, Laien, Ordens, Minister und Pastoren sagen laut, ohne Verzögerung, ihre Treue und das Vertrauen in die Lehre der Peter." Er sagt, die nationale Präsident der katholischen italienischen, Nähe und "tiefsten Gefühle der Zuneigung" an den Heiligen Vater "für schwerwiegende Handlungen der Untreue, die zum Nachteil der Kirche und seiner Person gemacht werden, mit dem Ausdruck" der Dankbarkeit für "Ihre unaufhörliche Reform und die Reinigung der Kirche selbst. "

"Der Heilige Vater - liest eine Notiz - Leben persönlich und erzählt jedem von uns einen Stil und eine Handlungsweise, die nur unwillkommen diejenigen, die glauben und die Arbeit mit der Logik der Macht und schmutzigen Methoden des Kampfes sein kann, Gesichter Affirmation Mitarbeiter und sucht Privilegien. Francis ist führend bei der ganzen Kirche mit einem aufrichtigen Geist des Dienstes und mit dem Stil Synode, die wir kennen gelernt haben, in einem Weg echter Umkehr Missions Eröffnung des tapferen Männer und Frauen von heute, mit einem starken pastoralen Erneuerung in Treue zu Christus und die Schönheit des menschlichen. Auf diese Weise hat an seiner Seite das Volk Gottes: auch diejenigen, die nicht verstehen, ist verpflichtet, sich von Giften, Täuschung und schlechte Dinge, die sicherlich nicht den Weg gemacht zu stoppen scheuen ".

"Die Kirche der einfachen Leute, die armen, Familien - schließt die Erklärung - zu Fuß mit Gelassenheit und Entschlossenheit zusammen mit Francesco und kann nur als schwerwiegend, nicht akzeptabel ist, zu einem Akt, der ihre Einheit zu untergraben versucht, das Tempo zu verlangsamen, die versuchen, Schatten werfen mehr als das Licht auf der außerordentlichen Anstrengung, die es unternimmt, um Begleiter der Menschheit im dritten Jahrtausend sein. "
http://vaticaninsider.lastampa.it/news/d...atileaks-44469/



von esther10 07.11.2015 00:49

Papst kritisiert Bereicherung von Priestern und Bischöfen



Rom, 6.11.15 (kath.ch) Papst Franziskus hat Priester und Bischöfe kritisiert, die sich an der Kirche finanziell bereichern. «Auch in der Kirche gibt es solche Menschen, die sich an der Kirche bedienen, statt an die anderen zu denken», sagte er am Freitag, 6. November, in seiner Morgenmesse im Vatikan.

Es handele sich um «Emporkömmlinge, die am Geld hängen». Wörtlich fuhr er fordert: «Wie viele Priester und Bischöfe dieser Art haben wir schon gesehen? Das ist traurig, nicht?» Eine Kirche, so der Papst weiter, die «lauwarm» sei, verschlossen bleibe und Geschäfte mache, sei eine Kirche, «die sich bei anderen bedient».

Der Sender «Radio Vatikan» stellte einen Zusammenhang mit zwei am Donnerstag erschienenen Enthüllungsbüchern her. Sie dokumentieren anhand von vertraulichen Dokumenten einen oft fragwürdigen Umgang mit Geld im Vatikan in den vergangenen Jahren. Demnach soll der frühere Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone 200.000 Euro von der Stiftung der vatikanischen Kinderklinik «Bambino Gesu» für die Renovierung seiner Wohnung erhalten haben. Bertone wies die Darstellung zurück.

Weiter sagte der Papst in seiner Predigt in der Kapelle des Gästehauses Santa Marta, manche Priester und Bischöfe führten ein Doppelleben und stellten sich als Diener dar; in Wirklichkeit liessen sie sich jedoch bedienen. Wirkliche Diener seien hingegen etwa ein Missionar, der seit Jahrzehnten im Amazonasgebiet tätig sei, eine Ordensfrau, die in einem Krankenhaus in Afrika arbeite oder Behinderte betreue. (cic)
http://www.kath.ch/newsd/papst-kritisier...und-bischoefen/

von esther10 07.11.2015 00:46

Prof. Dr. Paul Cullen: Ärzte für das Leben besorgt über Bundestagsabstimmung zum §217
Veröffentlicht: 7. November 2015 | Autor: Felizitas Küble

Die Vereinigung „Ärzte für das Leben“ zeigt sich nach der Abstimmung im Bundestag für den Gesetzesentwurf von Michael Brand (CDU) und Kerstin Griese (SPD) besorgt.

„Wie aus den vielen Redebeiträgen im Plenum erneut erkennbar wurde, ist es Intention dieses Entwurfs, dass es Ärzten erlaubt sein soll, Beihilfe zur Selbsttötung zu leisten, sofern diese Tätigkeit nicht auf Wiederholung ausgelegt ist, also geschäftsmäßig wird“, bemerkte Prof. Dr. Paul Cullen, Vorsitzender des Vereins. vaccine_2_360_250_s_c1



„So ist es heute zu einer subtilen aber bedeutenden Verschiebung Richtung Akzeptanz der ärztlich assistierten Selbsttötung gekommen. Umso wichtiger wird es deshalb in Zukunft sein, dass das im Musterberufsordnung der Bundesärztekammer ausgesprochene Verbot der ärztlichen Suizidbeihilfe seine Gültigkeit behält und zur Grundlage der Berufsordnungen der einzelnen Landesärztekammern wird.“

Die Verfechter des Gesetzentwurfs von Patrick Sensburg und Kollegen hatten im Bundestag betont, dass auch im Falle der Annahme ihres Entwurfs Ärzte bei „extremen Einzelfällen“ keine Strafverfolgung zu befürchten gehabt hätten.

„Die Annahme des Sensburg-Entwurfes hätte jedoch ein klares Signal gegeben, dass Ärzte grundsätzlich das Leben zu bewahren haben und niemals an das Krankenbett mit dem Ziel herantreten dürfen, dass der Patient hinterher tot ist. Umso mehr müssen wir Ärzte in Zukunft darauf achten, dass es nicht doch zu einer schleichenden breiten Akzeptanz des ärztlich assistierten Suizids kommt mit der Konsequenz, dass irgendwann der Druck so wächst, dass der nächste Schritt zum ‚Sterben auf Verlangen führt.“

von esther10 07.11.2015 00:28

Das Treueversprechen



Grußworte von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 21. Oktober ·
21. Oktober 2015

Die Katechese von Papst Franziskus in der Generalaudienz vom Mittwoch, 21. Oktober, war erneut dem Thema der Familie gewidmet. Ein Mitarbeiter der deutschsprachigen Abteilung des Staatssekretariats trug folgende Zusammenfassung vor:



Liebe Brüder und Schwestern, in der vergangenen Katechese haben wir die Bedeutung des Versprechens vor allem gegenüber den Kindern bedacht. Nun ist die gesamte Wirklichkeit der Familie auf einem Versprechen aufgebaut: dem Liebesversprechen, das ein Mann und eine Frau sich gegenseitig geben. Und dies schließt die Verpflichtung ein, Kinder zu bekommen und zu erziehen. In unserer Zeit scheint dieses Treueversprechen nicht viel zu gelten. Da ist zum einen ein falsch verstandenes Recht auf persönliche Befriedigung, das die Treue hintanstellt, zum andern aber auch die Fixierung auf einen vermeintlichen Zwang von Gesetz und Konvention. Dabei will doch keiner bloß zum eigenen Nutzen oder aus Verpflichtung geliebt werden. Es gehört zur Kraft und zur Schönheit der Liebe, dass sie feste Verbindungen knüpft, ohne der Freiheit zu berauben. Freiheit und Treue gehören zusammen. Treue ist eine Haltung gegenseitigen Vertrauens, die im Gehorsam an das gegebene Wort immer weiter wächst. Man kann sie nicht kaufen und nicht erzwingen, noch ohne persönliches Opfer bewahren. Keine andere Schule kann uns die Wahrheit der Liebe besser vermitteln als die Familie. Kein anderes Gesetz kann uns die Schönheit der Würde des Menschen auferlegen, wenn die familiären Bande es nicht in Liebe in unser Herz schreiben. Wir wollen uns die Millionen von Männern und Frauen vor Augen halten, die in ihren Familien still, aber täglich das Wunder der Treue leben, das für die ganze Welt zum Segen wird. Diesen Segen gilt es zu bewahren und daraus zu lernen.

Der Heilige Vater grüßte die deutschsprachigen Pilger auf Italienisch. Anschließend wurde folgende deutsche Übersetzung der Grüße vorgelesen:

Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Teilnehmer deutscher Sprache. Besonders grüße ich die Pilger aus dem Erzbistum Berlin mit ihrem Erzbischof Heiner Koch. Der Oktober ist der Rosenkranzmonat. Ich bitte euch, in euren Familien den Rosenkranz insbesondere für die Familiensynode zu beten, damit die selige Jungfrau Maria uns helfe, den Willen Gottes zu erfüllen. Der Herr segne euch alle.

- See more at: http://www.osservatoreromano.va/de/news/...h.NTaxogrM.dpuf

von esther10 07.11.2015 00:21

Freitag, 6. November 2015
Bundestag erlaubt private Sterbehilfe und ebnet Weg zur völligen Freigabe


Mathias von Gersdorff

Der Bundestag hat am heutigen Freitag die assistierte Sterbehilfe durch Angehörigen oder nahe stehenden Personen gesetzlich erlaubt. Dadurch ist von nun an Euthanasie in Deutschland legal.

Etliche Medien und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter Bischof Stephan Ackermann von Trier, feierten die Entscheidung, weil die gewerbliche Sterbehilfe, also auf Wiederholung angelegte, so genannte „geschäftsmäßige Suizidbeihilfe“ verboten wurde. Ein Arzt, der im Einzelfall einem Kranken zum Freitod hilft, soll nicht bestraft werden.

Doch diese Personen erkennen nicht, dass sich die gesetzliche Lage hinsichtlich des Lebensschutzes trotzdem verschlechtert hat, denn bislang war de facto jegliche Sterbehilfe verboten.

Aus ähnlichen Abstimmungen in der Vergangenheit weiß man, dass die neue Gesetzeslage von kurzer Zeitdauer sein wird. Stammzellenforschung, Präimplantationsdiagnostik, Abtreibung usw.: In all diesen Fällen wurden die Gesetze mit der Zeit immer weiter liberalisiert.

Es gibt keinen Grund, wieso das nicht auch mit der Sterbehilfe passieren soll: Wenn nun Verwandte und Angehörige „privat“ Sterbehilfe durchführen dürfen, ist sogar naheliegend, dass sie sich „professionelle“ Hilfe holen.

Bald wird man das Argument hören: Um eine „sichere“ Sterbehilfe zu gewährleisten, dürfen sich Verwandte an professionelle – also gewerbliche – Euthanasieanbieter wenden.

Dass es so kommt, kann man schon heute erahnen, denn viele Ärzte haben jetzt schon ihre Weigerung, Sterbehilfe durchzuführen, angekündigt. Mit der Zeit werden sich manche Ärzte auf das Töten spezialisieren, regelmäßig ausführen und dafür auch entlohnt werden wollen. Spätestens dann wird man auch gewerbliche Sterbehilfe einführen, zunächst wohl in „nur ganz speziellen Fällen“, wie das üblicherweise in Deutschland passiert.
http://kultur-und-medien-online.blogspot...Medien+-+online)


von esther10 07.11.2015 00:20

Inhaltliche Zusammenfassung des Schlussdokuments der Bischofsynode („relatio finalis“)

Am 24.10.2015 wurde das in allen Punkten mit Zweidrittelmehrheit verabschiedete Schlussdokument der Synode über die „Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ veröffentlicht.[1] Es hat beratenden Charakter und ist zuerst für den Papst bestimmt, der ein nachsynodales Apostolisches Schreiben veröffentlichten kann.

Es besteht aus drei Hauptteilen:

1) Die Kirche hört auf die Familie
2) Die Familie im Plan Gottes
3) Die Sendung der Familie



Teil 1 – Die Kirche hört auf die Familie

Kapitel I: Die Familie und der anthropologisch-kulturelle Kontext

In Nr. 8 wird auf die Gender-Ideologie Bezug genommen und ihr eine klare Absage erteilt. Auch ein radikaler Feminismus wird kritisiert, der die Mutterschaft denunziert.

Auf die Flüchtlingsproblematik im Kontext der Familien wird eingegangen. Die Treue der Christen in den Ländern, wo sie verfolgt werden, wird anerkannt (Nr. 9).

Kapitel II: Die Familie und der sozioökonomische Kontext

Die Familie stellt als deren Keimzelle viele Ressourcen für die Gesellschaft zur Verfügung und verdient daher politische und gesellschaftliche Anerkennung und Förderung (Nr. 12).

Wirtschaftliche Probleme, von denen die Familien betroffen sind, werden aufgezeigt (Nr. 14). Es gibt viele Formen der Ausgrenzung und Armut, welche die Familien und die Kinder betreffen (Nr. 15).

Die Familie besitzt einen integralen Ort im ökologischen Bemühen (Humanökologie). Dabei verweist das Dokument auf die Enzyklika „Laudato si‘“ (Nr. 16).

Kapitel III: Familie, Inklusion und Gesellschaft

Der positive Beitrag älterer Menschen, besonders der Großeltern für die Wertvermittlung und Glaubensweitergabe verdient Wertschätzung und Beachtung (Nr. 17). Die christlichen Witwen werden hervorgehoben (Nr. 19). Der Umgang mit Sterben und Tod betrifft die Familien in besonderer Weise. Euthanasie und assistierter Suizid werden abgelehnt (Nr. 20). Behinderte Menschen („Menschen mit besonderen Bedürfnissen“) werden oft im Familienumfeld mit großer Liebe betreut und angenommen (Nr. 21). Der soziale und kirchliche Beitrag unverheirateter Menschen wird gewürdigt (Nr. 22).

Die Problematik der Migranten und einer angemessenen christlichen Antwort wird nochmals thematisiert. Die Christenverfolgung im Nahen Osten lädt zur Solidarität mit den Betroffenen ein (Nr. 23-24).

Kindern (Nr. 26), Frauen (Nr. 27), Männern (Nr. 28) und jungen Menschen (Nr. 29) gilt eine besondere Aufmerksamkeit der Kirche. Dabei wird hingewiesen auf die Rechte von Kindern und auf Situationen sexueller Ausbeutung und die Opfer von Gewalt. Die Würde der Frau wird oft missachtet; besondere Wertschätzung verdient die Mutterschaft. Abtreibung, Leihmutterschaft, Zwangssterilisation etc. werden als inhumane Praktiken abgelehnt, die sich auch gegen die Frau richten.

Kapitel IV: Familie, liebevolle Zuneigung und Leben

Wer Liebe schenken will, muss zuerst selber dafür empfänglich sein. Im Herzen Jesu ist uns der lebendige Quellgrund der Liebe erschlossen (Nr. 30).

Gerade junge Menschen bedürfen der Erziehung und Formung, damit sie in der Tugend der Keuschheit fähig werden, sich selbst zu einer Gabe für den anderen zu machen (Nr. 31).

Tendenzen der Fixierung auf unreife Stadien der Liebe werden thematisiert. Genannt werden auch Pornografie, die Kommerzialisierung des Leibes und die Zwangsprostitution, ebenso eine geburtenfeindliche Mentalität sowie globale politische Aktionen der sog. reproduktiven Gesundheit (Nr. 32).

Sexualität und Fortpflanzung werden durch die moderne biotechnische Revolution manipulativ voneinander getrennt; die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens wird infrage gestellt (Nr. 33).

Die Seelsorge steht durch den Individualismus und Konsumismus vor Herausforderungen, auch im Hinblick auf die Vorbereitung junger Menschen zur Ehe (Nr. 34).



Teil 2 – Die Familie im Plan Gottes

Das Wort Gottes gibt den Familien in ihren unterschiedlichen Situationen und Herausforderungen Orientierung. Das Evangelium der Familie beginnt mit der Erschaffung des Menschen und schließt seine Erlösung in Christus mit ein (Nr. 35).

Das sakramentale Band schenkt der unauflöslichen ehelichen Beziehung zwischen den Gatten eine besondere Weihe. Die sakramentale Ehe ist Abbild und Teilhabe am Bund Christi und seiner Kirche. In der unauflöslichen Verbindung der Ehegatten erkennt der Glaube ein Spiegelbild der göttlichen Dreieinigkeit (Nr. 36).

Kapitel I: Die Familie in der Geschichte des Heils

Die göttliche Pädagogik führt die Menschen stufenweise zur Fülle der Wahrheit in Jesus Christus (Nr. 37). Die Familie ist das Bild des dreifaltigen Gottes, der die Liebe ist. Die Liebe Christi zur Kirche wird sakramental abgebildet in der Ehe. Die heilige Familie von Nazareth leuchtet auf als Vorbild (Nr. 38).

Jesus Christus erneuert die Ehe gemäß dem Schöpfungsplan Gottes (Nr. 39) und schließt die Möglichkeit der Scheidung aus. Der in Sünde gefallene Mensch empfängt so das Heil Gottes. Die Unauflöslichkeit in der Ehe ist nicht zuerst ein Joch, sondern ein Geschenk Gottes für die in Liebe vereinten Gatten (Nr. 40). Jesus selbst wuchs in einer menschlichen Familie auf. Er zeigte wiederholt seine Wertschätzung für die Ehe und Familie. Zugleich wird die irdische Familie relativiert durch die Eingliederung der Jünger Jesu in die Familie Gottes und eine universale Brüderlichkeit (Nr. 41).

Kapitel II: Die Familie im Lehramt der Kirche

Das Dokument nimmt Bezug auf das 2. Vatikanische Konzil (GS 47-52) und die nachfolgenden Päpste (Paul VI.: Humanae vitae, Evangelii nuntiandi; Johannes Paul II.: Katechesen zur Theologie des Leibes, Familiaris consortio, Gratissimam sane; Benedikt XVI.: Deus caritas est; Caritas in veritate; Franziskus: Lumen fidei, Evangelii gaudium, Katechesen), welche die Wahrheit über Ehe und Familie treu verkündet haben (Nr. 42-46).

Kapitel III: Die Familie in der christlichen Lehre

Die Ehe hat ihren Ursprung in der Schöpfungsordnung, findet jedoch als sakramentale Ehe in Jesus Christus ihre volle Wahrheit. Die natürlichen Eigenschaften, welche das Wohl der Gatten konstituieren, sind Einheit, Offenheit für das Leben, Treue und Unauflöslichkeit (Nr. 47).

Der unwiderrufliche Bund Gottes ist der Grund der Unauflöslichkeit der Ehe. Gott steht zu seinem Versprechen, und daran hat die menschliche Treue in guten und bösen Tagen Anteil (Nr. 48).

Die Ehe als Gemeinschaft des ganzen Lebens ist ihrer Natur nach auf das Wohl der Gatten und die Zeugung und Erziehung von Kindern hingeordnet (CIC, can. 1055 §1). In ihrer Liebe sollen die Gatten ständig reifen (Nr. 49). Die untrennbare Verbindung zwischen dem einigenden und auf das Leben hin offenen Wert beim Zeugungsakt muss respektiert werden; die Fruchtbarkeit des Ehepaares ist sowohl leiblich als auch geistig zu verstehen (Nr. 50).

Die Wahrheit und Schönheit der ehelichen Liebe wird hervorgehoben. Zugleich werden die Schwierigkeiten der Familien anerkannt. Auch die jeweilige Verantwortung ist unterschiedlich; die Freiheit kann auch durch verschiedene Faktoren eingeengt sein (Nr. 51).

Kapitel IV: In Richtung der kirchlichen Vollgestalt der Familie

Zwischen der christlichen Familie und der ganzen christlichen Gemeinschaft besteht eine innige Verbundenheit, die zum Wohle beider gelebt werden soll (Nr. 52). Wo es zu Trennungen kommt, soll pastorale Begleitung angeboten werden; vor allem soll auch an die betroffenen Kinder gedacht werden. Die Kirche steht allen Gläubigen nahe, auch denen, die einfach so zusammenleben, den nur zivil verheirateten Gläubigen oder den zivil wiederverheirateten Geschiedenen. Sie ruft gemeinsam mit ihnen zu Gott um die Gnade der Bekehrung. Wo nötig sollen auch Informationen über die Nichtigkeitserklärung von Ehen gegeben werden (Nr. 53-54).

Die Kirche möchte alle Menschen mit der Barmherzigkeit Gottes, die den Kern der Offenbarung Christi ausmacht, vertraut machen und beschenken (Nr. 55).


Teil 3 – Die Sendung der Familie

Kraft ihrer sakramentalen Teilhabe am Geheimnis Christi und der Kirche sind die Ehegatten und Familien eingeladen, in missionarischer Weise dafür Zeugnis zu geben. Besonders jungen Menschen soll der Glaube weitergegeben und auch die Schönheit und Wahrheit der Berufung zur Ehe und Familie vermittelt werden in einer für sie zugänglichen Sprache (Nr. 56).

Kapitel I: Die Familiengründung

Die Ehevorbereitung bedarf einer verstärkten Beachtung, gemäß den in FC 66 angegebenen drei Stufen der entfernten, der näheren und der unmittelbaren Vorbereitung. Es geht um einen ganzheitlichen Prozess, der die nötige Katechese miteinschließen soll (Nr. 57). Die geschlechtliche Erziehung der Kinder hat ihren vorrangigen, wenn auch nicht einzigen Ort in der Familie. Die Gewissensfreiheit der Erzieher gegenüber staatlich verordneten Programmen der Sexualerziehung muss gewahrt werden. Auch für bereits verlobte Paare soll es Kurse geben, und für Verheiratete Angebote zur Ehebegleitung (Nr. 58).

Die kirchliche Trauung soll durch eine mystagogische Katechese vorbereitet werden, auch durch die Hinführung zu den Sakramenten der Buße und der Eucharistie (Nr. 59). Eine besondere Begleitung der Ehepaare und der Familien soll in den ersten Jahren des Ehelebens gegeben sein (Nr. 60). Priester und seelsorgliche Mitarbeiter sollen eine angemessene Ausbildung für die Begleitung jener, die sich auf die Ehe vorbereiten, und jener, die in Ehe und Familie leben, erhalten (Nr. 61).

Kapitel II: Familie, Generativität, Erziehung

Das Leben weiterzugeben ist eine besondere Aufgabe der Eheleute, die Wertschätzung verdient, auch wegen der positiven Auswirkungen auf die Gesellschaft und ihre Stabilität (Nr. 62).

Die Entscheidung über die Zahl der Kinder treffen die Ehegatten selber, jedoch nicht nach Willkür, sondern in Berücksichtigung der in GS 50 angegebenen Kriterien. Die natürliche Empfängnisregelung soll gefördert werden. Das Gewissen bedarf der rechten Formung, um frei von subjektiver Willkür und Irrtum zu sein. Staatliche Maßnahmen der Sterilisation, Abtreibung und Empfängnisverhütung werden abgelehnt (Nr. 63).

Der Wert des menschlichen Lebens in allen Phasen ist zu respektieren; Abtreibung und Euthanasie werden abgelehnt (Nr. 64). Die Adoption von Kindern, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können, soll gefördert werden (Nr. 65). Das primäre Recht der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder wird betont (Nr. 66). Die Rolle der Medien wird thematisiert (Nr. 67). Die katholischen Schulen werden gewürdigt (Nr. 68).

Kapitel III: Familie und pastorale Begleitung

Gewisse Formen des Zusammenlebens entsprechen nicht dem Plan Gottes für Ehe und Familie. Dennoch bedarf der pastoralen Unterscheidung, ob sich eine künftige Perspektive für eine christliche Eheschließung ergeben kann oder nicht (Nr. 69-71). Auf Mischehen (Nr. 72) und Ehen mit Verschiedenheit des Religionsbekenntnisses (Nr. 73-74) wird eingegangen. Homosexuelle Personen sind zu respektieren; doch gibt es keine, auch nicht eine entfernte Ähnlichkeit zwischen dem Plan Gottes für Ehe und Familie und homosexuellen Gemeinschaften (Nr. 76).

In verschiedenen Situationen, die mit Schwierigkeiten verbunden sind, bietet die Kirche ihre pastorale Begleitung an (Nr. 77-81), wie ökonomische Probleme, kommunikative Schwierigkeiten, alleinerziehende Elternteile, Gewalt, sexueller Missbrauch von Kindern (hier gilt das Prinzip der Null-Toleranz) etc.

Das kirchliche Ehenichtigkeitsverfahren wurde in einigen Fällen verkürzt (Nr. 82). Ausdrücklich wird das Zeugnis jener gewürdigt, die trotz Scheidung keine neue Verbindung eingehen und so ein Beispiel der Treue geben. Sie werden ausdrücklich zum Empfang der heiligen Eucharistie ermutigt (Nr. 83).

Zu Unterscheidung und Integration in das Leben der Kirche wird bezüglich der sog. wiederverheiratet Geschiedenen aufgerufen (Nr. 84). Der Kommunionempfang für solche Personen ist nicht vorgesehen (außer bei sexueller Enthaltsamkeit, wie es in FC 84 heißt, was aber hier nicht ausdrücklich erwähnt wird). Es gibt auch Einschränkungen der Zurechenbarkeit und subjektiven Verantwortung für Handlungen (vgl. KKK 1735) (Nr. 85). Gewissensbildung und geistliche Begleitung werden empfohlen, um Hindernisse auszuräumen, die einer vollen Teilnahme am Leben der Kirche entgegenstehen (Nr. 86).

Kapitel IV: Familie und Evangelisierung

Als Elemente einer Familienspiritualität werden das gemeinsame Gebet, die Teilnahme an der heiligen Eucharistie, vor allem am Sonntag, und die Werke der Nächstenliebe empfohlen (Nr. 87). Der Stellenwert echter Zärtlichkeit in den familiären Beziehungen wird betont (Nr. 88). Familienkatechese (Nr. 89) und die Verbundenheit der Familienmitglieder im „Wir“ befähigen zum missionarischen Zeugnis „ad gentes“ (Nr. 90 und 93). Es soll zu einer Durchdringung der Kulturen mit dem Sauerteig des Evangeliums kommen (Nr. 91). Die Familie erweist sich als „Keimzelle der Gesellschaft“ (AA 11). Die Rechte der Familie sollen geachtet werden. Wichtige gesellschaftspolitische Ziele sollen gemeinsam mit den Familien und für die Familien verwirklicht werden (Nr. 92).

Schluss

Der Papst wird gebeten, auf der Grundlage des Synodenberichts ein Dokument über die Familie zu erstellen (Nr. 94).

Diese Zusammenfassung wurde erstellt von Prof. Dr. Josef Spindelböck.
http://www.spindelboeck.net/


von esther10 07.11.2015 00:02

Der Heimeligkeitsvirus
VON JOHANNES VON DOHNANYI5. OKTOBER 2015
picture alliance

Angst um die Heimat: Protest der Pegida-Bewegung in Dresden

Die Politik ist von den Umbrüchen der vergangenen Jahrzehnte überrollt worden. Statt sich neu aufzustellen, flüchtete sie sich in Sprachlosigkeit und lässt viel Raum für die einfache Sehnsucht nach Ordnung und Identität. Doch es hilft nichts, sich der Welt zu verweigern



Es war in Singapur im Sommer 1990, als sich zwei junge Männer auf schwer beladenen und mit deutschen Wimpeln geschmückten Fahrrädern die sanfte Steigung hinauf zur deutschen Schule quälten. In einem Vorort von Leipzig waren sie aufgebrochen, nur Wochen nach dem Mauerfall: Radelnd bis an die südlichste Spitze der malaiischen Halbinsel. Next stop China, erzählten die beiden beim Abendessen. Weiter in die USA. Doch dann – zurück. Denn „unser Essen, unsere Sprache, unsere Freunde – alles fehlt. Je weiter weg von zu Hause wir sind, umso größer das Heimweh. Nach Deutschland.“

Was damals nach weltunerfahren-spießigem und damit peinlichem Gefühlsgrummeln klang, rumort inzwischen in vielen Ecken Europas. Nach mehreren Erweiterungen ist das „gemeinsame europäische Haus“ den Menschen fremd geworden. Weder ökonomische Notwendigkeiten noch politische Argumente zählen, wo die Sehnsucht nach überschaubaren und in ihren Sitten und Traditionen vertrauten Lebensräumen ins Spiel kommt. „Wir können global kommunizieren und reisen“, beschreibt es der deutsche Philosoph Rüdiger Safranski: „Wohnen können wir nur hier oder dort, aber nicht überall zugleich.“

Die Welt – ein globales Dorf

Das Treffen in Singapur fiel in eine Zeit großer Umbrüche. Der Eiserne Vorhang war kaum gefallen, da pochten schon die ersten osteuropäischen Länder an die Tür der Europäischen Gemeinschaft. Die asiatischen Tigerstaaten drängten auf die Weltmärkte. Im Süden Chinas entstanden die ersten Sonderwirtschaftszonen. Das Schlagwort von der Globalisierung war zwar schon in den 1960er Jahren geprägt worden. Jetzt erst aber, mit der digitalen Revolution, konnte aus der Welt ein globales Dorf werden.

Die globalisierte Ökonomie, so die Vision, würde nicht aufzuhalten sein. Die Fesseln der noch immer von nationalen Interessen definierten Politik würden gesprengt werden. Der Traum einer von den Märkten erzwungenen gerechteren Welt, ohne Hunger und Armut, machte sich breit: Am egalitär-digitalen Wesen von Microsoft, Apple & Co würde die Welt genesen…

Sprachlosigkeit der Politik

Heute wissen wir: Es ist anders gekommen. Zwar werden Finanztransaktionen im Millisekundentakt rund um den Tag und rund um den Globus getätigt. Die Lenker der Weltkonzerne gebieten, Spaniens Karl V. im 16. Jahrhundert ähnlich, über Produktions- und Absatzreiche, in denen die Sonne niemals untergeht. Doch die Politik ist dieser Entwicklung nicht nur nicht gefolgt. Es hat ihr, zumindest in den auf Dialog basierenden westlichen Demokratien, im wahrsten Sinn des Wortes die Sprache verschlagen.

Das Resultat ist dramatisch. Von ihren politischen Erklärern und Mediatoren im Stich gelassen, haben die Menschen den Visionären der „heilsamen“ Globalisierung die Gefolgschaft verweigert. So gerne sie Urlaub in Thailand oder auf den Seychellen machen – rastlos unverortete Weltbürger wollen sie nicht sein. Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts leben, arbeiten und sterben vier von fünf Deutschen noch immer nur wenige Kilometer von ihrem Geburtsort entfernt. Je größer der verfügbare geographische und kulturelle Raum, umso größer wird die Sehnsucht nach der Bewahrung des eigenen „zu Hause“, nach längst überholt geglaubten Traditionen und Werten.

Europa als Zwangsjacke

Um solche Heimat ging es, als sich die Mehrheit der Katalanen jüngst in einer unbestreitbar demokratischen Wahl für den Ausstieg aus dem spanischen Nationalstaat und damit gegen die gültige Verfassung entschied.

Um Selbstbestimmung im eigenen Lebensraum geht es seit Jahren den Separatisten in Schottland, der italienischen Lega Nord und den belgischen Flamen. Aus Sorge um die eigene kulturelle Identität verweigerte die autonome Region Grönland der dänischen Zentralregierung die Gefolgschaft in den Regelwust der Europäischen Union. Um „sie selbst“ zu bleiben, zogen die Isländer erst in diesem Jahr den Mitgliedsantrag in die EU zurück.

Heimat als Gegenentwurf zu einem Europa, das zunehmend als Zwangsjacke empfunden wird, deren Fesseln alles lokal verwurzelte Leben zwischen Kiruna und Palermo auf europäisches Norm-Maß zurechtstutzen sollen.

http://www.cicero.de/weltbuehne/all-politics-local/59914

von esther10 07.11.2015 00:02

2015.11.07
Ehenichtigkeit ist die Reform in vollem Umfang anwendbar auch in Italien


Es spiegelt auf seine eigene Bewegung auf Ehenichtigkeits

ES SPIEGELT AUF SEINE EIGENE BEWEGUNG AUF EHENICHTIGKEITS
Der Dekan der Römischen Rota: jeder Bischof aus regionalen Gerichten diözesanen und den Aufbau ihrer eigenen Diözesangericht ohne Erlaubnis des Heiligen Stuhls zurücktreten. Der stellvertretende Becciu nie bestritten, im Laufe der Geschichte die Autorität und Macht der Beurteilung des Bischofs

ANDREA TORNIELLI
VATIKANSTADT

Die Normen des Motu proprio "Mitis iudex Dominus Iesus", mit dem Franziskus erneuerte Prozesse zur Ehenichtigkeit, die Straffung und Beschleunigung der Verfahren, wodurch die Notwendigkeit für zwei konforme Entscheidungen und geben neue und direkte Verantwortung auf die einzelnen Bischöfe, ist trifft völlig zu trifft auch in Italien, trotz der Anwesenheit in unserem Land der regionalen Interdiözesangerichten.

Dies wurde durch den Dekan der Römischen Rota, Pius Vito Pinto erklärt, Eröffnung am vergangenen Mittwoch die 2015-2016 akademischen Aktivitäten der Studio Rota, ein Akt, der vom stellvertretenden Staatssekretär Angelo Becciu teilnahmen. Die Intervention Pinto machte deutlich, dass die regionalen Gerichte in Italien, im Jahr 1938 von Papst Pius XI festgelegt und nicht ausdrücklich von Franziskus in seinem am 8. September veröffentlicht motu proprio abgeschafft, nicht die Anwendung der Reform zu verhindern.

Am 13. Oktober, dem Päpstlichen Rat für die Interpretation von Gesetzestexten - mit einer Antwort vom Präsidenten und vom Sekretär Francis Coccopalmerio Juan Ignacio Arrieta unterzeichnet - hatte er erklärt, dass die Bestimmungen von Pius XI gegeben 'so weit in Kraft, auf deren Grundlage wurden dann durch angenommen " italienischen Episkopat anderen Maßnahmen, einschließlich wirtschaftlicher, müssen in voller Kraft in Betracht gezogen werden. " Außerdem warnte er die Bischöfe "die möglicherweise glaubte sich von den Landgerichten zurücktreten muss ihre bekommen" Speisekammer "des Heiligen Stuhls von der allgemeinen Regel" und wandte sich an den Gerichtshof der Apostolischen Signatur.

In der Tat, sagte er der Dekan der Rota, unter der päpstliche Motu proprio, der Diözesanbischof muss die Erlaubnis des Heiligen fragen Sie, ob es vom Landgericht zurückziehen, um ihre eigenen Diözesangericht zu etablieren. Nach den Bestimmungen des päpstlichen Reform, dieses Nichts schließt Vatikan ist nicht zu fragen, auch wenn zwei Bischöfe der gleichen Kirchenprovinz beschließen, aus dem Landgericht zurückzuziehen und eine gemeinsame zu den beiden Diözesen Gericht. Dies ermöglichte es der Heilige Stuhl wird nur für den Fall gestellt, dass diese gemeinsame Initiative ergriffen zwei Bischöfe, die zu zwei verschiedenen Kirchenprovinzen gehören. Kurz gesagt, ist die Reform der Ehenichtigkeit in vollem Umfang anwendbar auch in Italien und in Kraft treten wird, wie am 8. Dezember geplant.

"Der Heilige Vater, um für eine endgültige Klarheit bei der Anwendung der päpstlichen Dokumente über die Reform Bett, fragte der Dekan der Römischen Rota ist klar bekundet, dass die Herren obersten Gesetzgeber der Kirche auf dem zwei motu proprio am 8. September 2015 verkündet" sagte Pinto. "Der Diözesanbischof hat die angeborene und frei nach dem Recht des päpstlichen persönlich ausüben die Funktion des Richters und aufrecht seinem Diözesangericht." Darüber hinaus "die Bischöfe in der Kirchenprovinz können frei entscheiden, ob nicht die Möglichkeit in naher Zukunft für die Errichtung ihrer eigenen Gerichte, um eine interdiözesaner Gericht erstellen zu bereuen; restlichen, nach dem Recht, das durch den Heiligen Stuhl lizenziert ist, dass die Fähigkeit von zwei oder mehr Metropolkirchenprovinzen können vereinbaren, das Inter-Gericht sowohl erster und zweiter Instanz zu schaffen. "

In seiner Antrittsrede, in der gleichen Gelegenheit hatte Monsignore Becciu fest, dass "das Konzept einer potestas iudiciaria an ein Gericht oder interregionalen im kanonischen Gesetzgebung wurde praktisch zumindest bis 1938, als Papst Pius XI in italienischen Gerichten besteht ignoriert betraut regionaler, um strittige Fälle der Nichtigkeit der Ehe. " Durch eine dokumentierte historische Übersicht, der stellvertretende Staatssekretär fest, dass "die Lehre hat nie die potestas iudicialis episcopalis verleugnet und im Zuge dieser alten traditio Ecclesiae, die ganze Lehre der Nachfolger Petri hat wiederholt erklärt, vor allem während der Reden der Römischen Rota. "Die" an die Personalabteilung des Diözesanbischofs im Verfahren zur Erklärung der Nichtigkeit der Ehe zurück "von Franziskus etabliert", ist die Antwort, hervorgegangen aus der außerordentlichen Synode über die Familie. "
http://vaticaninsider.lastampa.it/vatica...s-becciu-44528/


von esther10 06.11.2015 21:45

Vom Zeitgeist verdreht: Warum linkes Gutmenschentum unserem Land nicht gut tut

Veröffentlicht: 6. November 2015 | Autor: Felizitas Küble
Von Peter Helmes

Während in Afrika, Lateinamerika und Teilen Asiens der Glaube blüht – und nicht von den Phantasien europäischer Kirchenmenschen „beflügelt“ wird – stehen die evangelische und die katholische Kirche hierzulande vor dem Niedergang.peter-helmes-227x300



Zwei große Herausforderungen sind es, die den Trend befördern: der Islam und die Verunsicherung über das, was heute (bei uns) Christentum bedeutet.

Wer dagegen aufbegehrt und hinweist auf intellektuelle sowie religiöse Irrwege, bekommt die geballte Kraft der „politisch Korrekten“ zu spüren, die gerade auch in den Kirchen dabei sind, ihren Einfluß zu vergrößern.

Viele unter ihnen geben sich als Christen aus, sind aber subversive Figuren zur Durchsetzung satanischer Vorstellungen, für die Reizworte wie Frühsexualisierung, Bildungs- und Aktionsplan, Gender usw. stehen mögen. Selbst hohe kirchliche Würdenträger geben sich dabei als Herolde der neuen Welt, des “neuen Menschen” aus.

Ich habe mich mit den Reaktionen auf „Pegida“ beschäftigt und selten so viel Haß und Verachtung wie auf der Seite der Pediga-Gegner festgestellt. Eine solch´ völlig unangemessene Reaktion der vermeintlich „guten Menschen“, welche die Pegida-Bürger quasi zu Bösmenschen stempeln, läßt sich nur damit erklären, daß die friedlichen Pegida-Bürger offenbar einen wunden Punkt, wenn nicht den Kern unserer Misere getroffen haben: Pegida_slide

Nirgendwo wird zur Zeit das Auseinanderklaffen von öffentlicher und veröffentlichter Meinung deutlicher. Daß Medienmenschen und Politiker aller Couleur angesichts der Pegida-Demonstrationen lauthals „Haltet den Dieb!“ schreien, ist ein weiteres Indiz für die Ge- und Betroffenheit der „Eliten“ (wenn sie denn solche sind).

Die „öffentliche Meinung” hört man (fast) nicht mehr. Man hört nur noch die „veröffentlichte Meinung“, die von der sog. “political correctness” geprägt ist und der eigenen, individuellen Meinungsbildung der Bürger entgegensteht oder entgegenwirken will.

Diese “political correctness” (PC) erlaubt keine Toleranz und stellt eine Kampfansage an den kategorischen Imperativ dar. Es ist wie ein Rückfall in die Zeit vor der Aufklärung mit all ihrer Finsternis.

Die PC gebärdet sich wie eine religiöse Sektierergruppe. Nur die dort festgelegte Meinung ist richtig: „Wir sind gut, alle anderen sind Sünder!“ – Es fehlt nur noch das Instrument einer PC-Inquisition. (Die Hohe Gerichtsbarkeit läge dann wahrscheinlich beim Bundesvorstand der Grünen.)

Das Zerstörerische am Gutmenschentum sei, sagt Papst Franz, daß man dabei im Namen einer “falschen Barmherzigkeit” die Wunden der Gesellschaft verbinden wolle, ohne sie zuvor zu behandeln. Ein inhaltsschwerer Satz, über den sich nachzudenken lohnt. pc_pi



Die emotionale Strategie der Gutmenschen versucht, unsere Gesellschaft mit einer vorgeschobenen „Barmherzigkeit“ auszuhebeln – wobei ihre Barmherzigkeit nur ihresgleichen gilt. Alle anderen haben sich zwangsläufig von dieser „werten“ Gesellschaft ausgeschlossen. Da ist die Political correctness nicht weit vom Islam bzw. nahe an der Scharia.

Dies umfaßt logischerweise auch die Unmöglichkeit, eine Zuwanderung zu tolerieren, die nicht bereit ist, die Grundwerte und Grundregeln der Nation anzunehmen (oder zumindest zu tolerieren). Hier liegen die Grenzen staatlicher Toleranz: Wer sich nicht in das gewachsene Gemeinwesen einfügt oder es sogar ablehnt, kann nicht Aufnahme in diese Gesellschaft verlangen.



Politiker (und Medien), die dies dennoch fordern, verstoßen nicht nur gegen die Grundlagen eines Staates, sondern sie versündigen sich an ihrem Volk. Sie machen sich strafbar. Fanatische “Gutmenschen” sind Täter, wir sind die Opfer!

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem. Bundesgeschäftsführer der JU (Jungen Union); er betreibt die liberal-konservative Webseite CONSERVO: https://conservo.wordpress.com/

Ergänzender INFO-Hinweis: Gastbeitrag MERKELDÄMMERUNG in der Neuen Zürcher Zeitung von Hans-H. Tiedje, dem ehem. Berater von Helmut Kohl: http://www.nzz.ch/meinung/merkeldaemmerung-1.18639497

von esther10 06.11.2015 21:11

Dramatische Lage im Libanon wird auch Deutschland treffen

von esther10 06.11.2015 21:01

Deutschland

Publiziert 6. November 2015 | Von admin
Parlament beschliesst Verbot geschäftsmässiger Suizidhilfe


Die Erschaffung des Menschen 2Bundestag stimmt mit 360 gegen 233 Stimmen für Brand/Griese/Frieser-Entwurf – Kusch’s Verein kündigt Klage an.

Berlin, DT/dpa/kna/reh, 06. November 2015

Die auf Wiederholung angelegte, sogenannte geschäftsmässige Beihilfe zum Suizid ist in Deutschland künftig verboten.

Der Bundestag beschloss am Freitag in Dritter Lesung einen entsprechenden, von einer Gruppe um die Abgeordneten Michael Brand (CDU), Kerstin Griese (SPD) und Michael Frieser (CSU) vorgelegten Gesetzentwurf mit 360 gegen 233 Stimmen. Neun Abgeordnete enthielten sich der Stimme. 28 hatten an der Abstimmung gar nicht erst teilgenommen. Vereine oder Einzelpersonen, die Beihilfe zum Suizid als Dienstleistung offerieren, drohen künftig bis zu drei Jahre Haft, wenn sie einem Suizidwilligen Beihilfe zur Selbsttötung leisten.

Zuvor hatte sich der Gesetzentwurf in Zweiter Lesung gegen drei andere Gesetzentwürfe durchgesetzt. Weil die Initiatoren aller vier Gesetzentwürfe sich zuvor nicht auf die Reihenfolge hatten einigen können, in der diese im Parlament zur Abstimmung zu stellen seien, wurde über sie – abweichend von der üblichen Geschäftsordnung des Bundestags – im sogenannten Stimmzettelverfahren abgestimmt. Dabei entfielen auf den Gesetzentwurf der Abgeordneten Brand, Griese, Frieser und anderen 309 der 599 gültig abgegebenen Stimmen. Der Entwurf der Gruppe um die Abgeordneten Peter Hintze (CDU), Karl Lauterbach und Carola Reimann (beide SPD), der die Einführung des ärztlich assistierten Suizids in Deutschland zur Folge gehabt hätte, erhielt 128 Stimmen. 52 Parlamentarier stimmten für den Gesetzentwurf der Gruppe um die frühere Verbraucherministerin Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) und die Parlamentarische Geschäftsführerin der Linken, Petra Sitte. Der vor allem von Lebensrechtlern favorisierte Gesetzentwurf einer Gruppe um die CDU-Abgeordneten Patrick Sensburg, Thomas Dörflinger und Hubert Hüppe, der ein Verbot jedweder Beihilfe zur Selbsttötung vorsah, erhielt 37 Stimmen.

In der mehr als dreistündigen, oft leidenschaftlich geführten Debatte wurde mit harten Bandagen gekämpft. Gegner einer Strafbarkeit der Suizidhilfe betonten, das Recht auf Selbstbestimmung müsse auch am Ende des Lebens gelten und warnten vor einer Kriminalisierung der Ärzte. Befürworter des Verbots verwiesen auf den Schutzauftrag des Grundgesetzes und warnten vor wachsendem Druck auf Schwerkranke, Alte und Depressive bei einem Regelangebot von Beihilfe.

Brand sagte, Kernanliegen seines Gesetzentwurf sei es “Hilfen auszubauen und den Missbrauch zu stoppen“. Es gehe nicht nur um Verbot, sondern um Schutz vor gefährlichem Druck. Griese betonte, die vom Bundestag jetzt beschlossene Regelung ändere nichts an der derzeitigen Situation der Palliativmedizin. Sie wandte sich aber gegen einen assistierten Suizid als ärztliche Regelleistung oder frei verfügbares Angebot. Es solle sich niemand “dafür entschuldigen müssen, dass er noch leben will“.

Hintze forderte hingegen, Ärzten müssten im “extremem Notfall“ auch wiederholt Suizidbeihilfe leisten können. Der Staat dürfe sie nicht bevormunden. Um einen Scharlatan zu erwischen, würden “tausende verantwortliche Ärzte mit Strafe bedroht“. Kern der Menschenwürde sei die Selbstbestimmung.

Künast betonte, es gehe um den Respekt vor der Freiheit des anderen, seinen eigenen Weg zu gehen. Auch Sitte sah keinen Grund für einen “Eingriff in die Souveränität“ des Bürgers. Sterbehilfevereine wie der von Kusch seien schon jetzt streng reguliert. Sie warf den Verbotsvertretern vor, ihre religiöse und weltanschauliche Mindermeinung einem säkularen Staat aufzudrängen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) wies diesen Vorwurf zurück. Es gehe um die “Verteidigung der Rechtsschutzorientierung unserer Verfassung“. Sensburg betonte, “nicht durch die Hand, sondern an der Hand eines anderen soll der Mensch sterben“. Die Herbeiführung des Todes sei keine Sterbebegleitung. Die Gesundheitspolitikerin Elisabeth Scharfenberg (Bündnis 90/Die Grünen) betonte: “Es gibt kein würdeloses Leben. Es ist nicht würdelos, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Es ist nicht würdelos, sich pflegen zu lassen.” Die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) sagte, drei der vier Gesetzentwürfe hätten verfassungsrechtliche Mängel. Jeder würde eine Klage nach sich ziehen, wenn er Gesetz würde.

Unmittelbar vor Abstimmung des hatte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, an die Abgeordneten appelliert, einer Neuregelung der Sterbehilfe zuzustimmen. Die Haltung “besser keine Neuregelung als eine Strafverschärfung“ sei keine Lösung, sagte Montgomery. “Ich bin erschüttert über so viel Verantwortungslosigkeit. Die Erfinder dieser Idee führen das parlamentarische System ad absurdum. Es ist kindischer Trotz, gar keine Regelung zu bevorzugen, wenn man sich mit der eigenen Meinung nicht durchsetzen kann.“ Die Debatte hatte zuletzt deutlich an Schärfe zugenommen. Montgomery wies auch den Vorwurf zurück, der Gesetzentwurf der Abgeordneten um Brand, Griese und Frieser kriminalisiere Ärzte und beeinträchtige das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient. “Die Debatte um die Kriminalisierung der Ärzte ist eine Scheindebatte, die Ärzte und Parlamentarier verunsichern soll“, sagte der BÄK-Präsident.

Der Verein Sterbehilfe Deutschland teilte mit, er werde “nach dem 30. November keine Suizidbegleitungen mehr ermöglichen“ und kündigt an, “nach Inkrafttreten des Gesetzes“ Verfassungsbeschwerde zum Bundesverfassungsgericht zu erheben.
http://katholisch-informiert.ch/2015/11/deutschland-12/
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von esther10 06.11.2015 18:41

Der CDU-Kreisverband Fulda präsentiert sein Positionspapier zur Flüchtlingspolitik
Veröffentlicht: 6. November 2015 | Autor: Felizitas Küble

CDU Fulda zum “nicht gesteuerten Zustrom von Flüchtlingen”

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde das Positionspapier des CDU-Kreisverbandes Fulda zur Flüchtlingspolitik von CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Walter Arnold vorgestellt. Das vom Kreisvorstand erarbeitete und diskutierte Papier wird darüber hinaus beim offenen Mitglieder-Parteitag weiter diskutiert. Positionspapier des CDU-Kreisverbandes zur Flüchtlingspolitik

Hier das Papier im Wortlaut:


Erklärung und Forderungen des CDU-Kreisverbandes Fulda zur gegenwärtigen Flüchtlingssituation und ihre Auswirkungen auf den Landkreis Fulda

Die gegenwärtige Flüchtlingssituation stellt unseren Staat, aber auch unsere Gesellschaft, vor sehr große humanitäre, aber auch politische und rechtliche Herausforderungen.

Der nicht gesteuerte Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland ruft nicht nur in unserer Region, sondern in ganz Deutschland Sorgen und Ängste in der Bevölkerung hervor. Diese Befürchtungen wollen wir als CDU im Landkreis Fulda aktiv aufnehmen, im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren und daraus Forderungen an die Europa-, Bundes- und Landespolitik formulieren.

Dabei sind uns als CDU im Landkreis Fulda folgende Grundsätze wichtig:

Menschen, die unmittelbar vor politischer Verfolgung mit Gefahr für Leib und Leben nach Deutschland fliehen, wollen wir aufgrund unserer christlichen Überzeugungen und Grundwerte in Würde und angemessen aufnehmen, betreuen und in unsere Gesellschaft aktiv integrieren.
Wir unterstützen uneingeschränkt die Hilfen für tatsächlich politisch verfolgte Asylbewerber. Gleichzeitig muss aber gelten, dass Flüchtlinge, die keinen Anspruch auf Asyl haben, kurzfristig und konsequent abgeschoben werden.

Wenn wir Flüchtlinge im Landkreis Fulda aufnehmen, so tun wir dies mit dem Anspruch, sie nicht nur unterzubringen und zu verwalten, sondern sie aktiv zu betreuen und durch die Vermittlung der deutschen Sprache und unserer Kultur zu integrieren.

Quelle (Text/Foto) und Fortsetzung des CDU-Beitrags hier: http://www.cdu-kreisverband-fulda.de/inh...-vor/index.html

von esther10 06.11.2015 14:56

Schavan zu Vatileaks: „So etwas kommt überall vor“


Annette Schavan: Vertrauensbruch kommt leider überall vor - EPA

06/11/2015 12:11SHARE:

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Annette Schavan ist nicht wirklich überrascht über „Vatileaks II“, also den Dokumentendiebstahl am Vatikan. Da gehe es dem Papst wie Regierungsverantwortlichen in vielen Teilen der Welt, sagte die deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl am Donnerstagabend im Gespräch mit Radio Vatikan. „So etwas geschieht – und jedes Mal, wenn es geschieht, ist es ein tiefer Vertrauensbruch, der großen Schaden anrichtet. Jeder, der in einer führenden Aufgabe steht – ob Minister oder Bischof, erst recht der Heilige Vater – muss sich doch darauf verlassen können, dass in der engsten Umgebung, da wo frei gesprochen wird, absolutes Vertrauen gewährleistet ist.“

Schavan war von 2005 bis 2013 Bundesministerin für Bildung und Forschung. Wir fragten sie, ob die Neuauflage von Vatileaks nicht schlimmer sei als das, was sie aus Berlin kenne. Ihre Antwort: „Nein, schlimmer ist es nicht! Als ich es das erste Mal hörte, habe ich mich an vieles erinnert, was ich an Erfahrungen gemacht habe. Natürlich kann man lapidar sagen: So etwas kommt überall immer wieder vor. Menschen, die sich nicht in den Dienst nehmen lassen, sondern glauben, aus einer Position Kapital schlagen zu können. Das ist nicht vatikanisch, das ist nicht römisch, das ist global! Dennoch ist jeder einzelne Fall, jede einzelne Situation, in der das geschieht, für die, die da drinstecken und die vertraut haben, eine schwere Situation.“

Dass das Vertrauen des Papstes durch enge Mitarbeiter enttäuscht worden sei, sei

„schwerwiegend“, so Schavan: „Es soll aber niemand auf den Gedanken kommen, das sei eine Situation, die es nur hier gäbe! Es gibt sie an vielen Stellen. Da, wo Menschen glauben, dass es hier um etwas Wichtiges geht, und sich für das Wichtige nicht in den Dienst nehmen lassen, sondern es für sich ausschlachten.“ Zu denken, dass so etwas am Vatikan doch nicht vorkommen könne, sei „ein bisschen kindlich“.

Bei Gesprächen im Vatikan falle ihr immer wieder auf, dass da durchaus politisch gedacht werde – „nicht parteipolitisch“ zwar, aber „auf der politischen Ebene im besten Verständnis“. „Es ist sehr politisch, und das ist auch gut so!“
(rv 06.11.2015 sk)

von esther10 06.11.2015 14:49

Papstinterview: Pflicht des Papstes, Missstände aufzuzeigen


Papst Franziskus mit seinem Hirtenstab - ANSA

06/11/2015 11:54SHARE:
Einmal mehr überrascht Papst Franziskus mit einem persönlichen Interview. Diesmal nahm sich das Kirchenoberhaupt Zeit für ein niederländisches Straßenblatt, das von Obdachlosen gestaltet und verkauft wird. Im Interview der Zeitung „Straatnieuws“, das am 27. Oktober in der Casa Santa Marta geführt wurde, erzählt Franziskus persönliche Details aus seiner Kindheit, über seine „verlorene“ Freiheit als Papst bis hin zum Kampf gegen die Korruption, und er erklärt, warum die Kunstwerke des Vatikans nicht verkauft werden können, um damit Bedürftigen zu helfen.

Schlechter Fußballspieler mit großem Herz

Anfangs erzählt Papst Franziskus von seiner Kindheit in Buenos Aires. Er erinnere sich noch an die Namen der Menschen aus seinem Viertel. Er wuchs umgeben von seiner Familie auf und spielte gerne Fußball, nach der Schule, auch wenn sie ihn „pata dura“ nannten, was so viel heiße wie „einer mit zwei linken Füßen“. Deswegen übernahm er oft den Part des Tormannes.
Sein Einsatz für die Armen begann bereits sehr früh, erzählt der Papst weiter.

Die italienische Frau, die bei den Bergoglios in Buenos Aires seiner Mutter zuhause beim Wäschewaschen half, war sehr arm, und diese Armut habe ihn berührte und tief getroffen, bekannte der Papst. Der Frau habe es am nötigsten gefehlt. Seine Mutter habe diese Frau sehr unterstützt und ihr viel gegeben. Diese Frau begleitete Franziskus bis zur letzten Stunde. Die Medaille des „Heiligen Herz Jesu“, die sie ihm einmal schenkte, trägt er jeden Tag mit sich; der Papst zog sie hervor und zeigte sie den Journalisten. Ihnen verriet er auch, was er früher einmal werden wollte: Sein eigentlicher Wunschberuf sei Fleischer gewesen.

Das Recht auf Arbeit, Dach und Land

Auf die Frage, was die christliche Nächstenliebe für die Obdachlosen bedeute, antwortete der Papst mit den „drei T“. Im Spanischen sage man, jeder habe das Recht auf die „drei T“ – trabajo (Arbeit), techo (Dach) und tierra (Land). Die Kirche betet für jeden, dass er diese drei T’s habe. Franziskus betonte, auch Jesus sei obdachlos gewesen und habe sich arm gemacht – die Kirche wolle alle umarmen und sagen, dass es jedermanns Recht sei, ein Dach über dem Kopf zu haben.

Die Pflicht des Papstes, Missstände aufzuzeigen

Franziskus bezeichnete es als Pflicht des Papstes, auf die Missstände der Welt aufmerksam zu machen, auch wenn die Überpräsenz der Themen wie Flüchtlinge und Armut in den Massenmedien und in der Gesellschaft zu einer gewissen „Müdigkeit und Gleichgültigkeit” führe. Er antwortete den Journalisten, dass er es merke, dass die Menschen von den schlechten Nachrichten erschöpft seien. Dennoch wiederholte er: „Ich muss über die Wahrheit reden und die Sachen ansprechen, wie sie sind.“

Politische Ausbeutung der Kirche vermeiden, aber wie?

Einige Wege könnten zu dieser Problematik führen, betonte der Papst. Die Kirche müsse daher die reine Wahrheit sprechen und Zeugin der Armut sein. „Wenn ein Gläubiger von Armut oder von Obdachlosen spricht, und dann aber selbst ein Leben wie ein Pharao führt“, dann sei dies eine Versuchung, die auf Abwege führe, so der Papst. Die zweite Versuchung ssei die Korruption – Absprachen mit den Machthabern. Wer in der Öffentlichkeit stehe – sei es politisch oder religiös – sei immer der Versuchung der Korruption ausgesetzt. Man könne durchaus Abmachungen treffen, betonte Franziskus, diese müssten aber transparent und kontrolliert sein.

Der Vatikan, der goldene Käfig

Obdachlose haben einerseits finanzielle Probleme, aber seien auf eine Art und Weise frei. Auf die Frage hin, ob der Papst sich wie ein „Gefangener im goldenen Käfig“ sehe, antwortete er, die Entscheidung in Santa Marta zu wohnen, alle zu grüßen und mit den Mitarbeitern essen zu können, mache den goldenen Käfig weniger zu einem „Käfig“. Aber ihm fehle die Straße, bekannte Franziskus. Eine Pizza essen sei für ihn immer noch ein großer Anreiz, doch sein letzter Ausflug ins Zentrum von Rom, als er sich neue Brillengläser kaufte, habe ihm gezeigt, dass dies nicht mehr möglich sei. Den menschlichen Kontakt bekomme er aber durchaus jeden Mittwoch bei der Generalaudienz, und diese menschliche Nähe genieße er sehr.
Könnten die Reichtümer der Kirche die Welt retten?

Die Reichtümer der Kirche seien Reichtümer der Menschheit , antwortete der Papst. Deswegen könne er auch die „Pietà“ von Michelangelo nicht einfach so verkaufen. Aber er verkaufe Geschenke, die er erhalte und führe sie einer Lotterie zu. Dieser Gelder würden von seinem Almosenmeister verwaltet und sinnvoll eingesetzt, so der Papst. Auch die Immobilien der Kirche gäbe es und sie seien viele, aber die Erlöse und Gelder würden für die Finanzierung von humanitären Einrichtungen wie Spitäler oder Schulen oder für neue humanitäre Projekte investiert werden. Franziskus sagte, er habe eben erst 50.000 Euro in den Kongo geschickt, um dort den Bau dreier Schulen zu ermöglichen.

Es gibt keine Welt ohne Armen

Eine Welt ohne Armen – die werde es wohl nie geben, beklagte der Papst. Denn es gebe auch keine sündenlose Welt. Habgier, fehlende Solidarität und Egoismus führt zur Existenz der Armut und der Ungerechtigkeit. Es erscheine ihm schwierig, sich eine Welt ohne Armen vorzustellen, denn die Welt sei voll von Ausbeutung – Kinder werden für Arbeit versklavt, missbraucht oder für Organhandel getötet. Das sei reine Habgier, deswegen könne er sich nur schwer vorstellen, dass es eine Welt ohne Armut geben könnte.

Das Interview führte ein 51 Jahre alter Niederländer namens Marc, der in Utrecht Straßenzeitungen verkauft. „Straatnieuws“ gehört zu einem Verband von Obdachlosenzeitungen namens INSP (International Network of Street Papers), der zugleich eine Fürsorgeeinrichtung ist. INSP vereint rund 113 Straßenzeitungen, die in 35 Ländern der Welt verbreitet werden. Zehntausende Obdachlosen verkaufen die Blätter und sichern sich damit einen Lebensunterhalt.
(rv 06.11.2015 no)

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