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von esther10 28.09.2015 00:14

Familiensynode
Bode: Hoffe, dass es nicht zur Spaltung kommt
Osnabrück - 28.09.2015



Osnabrücker Bischof über die bevorstehende Weltfamiliensynode

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode erhofft sich von der Weltbischofssynode im Vatikan praktische Folgen für die Familien- und Sexualethik der katholischen Kirche. "Nach den bisherigen Äußerungen von Papst Franziskus erwarte ich, dass er am Ende der Synode nicht dasselbe zu Ehe und Familie sagen wird, was wir als katholische Kirche immer gesagt haben", sagte Bode in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag).

Bode nimmt als einer von drei Bischöfen aus Deutschland an der Familiensynode teil, die am Sonntag beginnt. Er ist in der Deutschen Bischofskonferenz Vorsitzender der Pastoralkommission und Mitglied einer Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema wiederverheiratete Geschiedene befasst hat.

Hohe Erwartungen der Gläubigen

Der Bischof äußerte die Hoffnung, dass die Vertreter der unterschiedlichen kirchenpolitischen Richtungen unter den Bischöfen auf der Synode in einen fruchtbaren Dialog kommen. "Ich hoffe sehr, dass die Diskussion auf der Synode nicht zu einer Spaltung führt", sagte Bode.

Die weltweite Befragung zur Situation von Ehe und Familie, die Papst Franziskus auf den Weg gebracht habe, habe hohe Erwartungen unter den Gläubigen geweckt. Demnach gebe es eine tiefe Kluft zwischen der Lehrmeinung und dem konkreten Leben, die die Kirche in der Pastoral nicht einfach ignorieren dürfe. Die Synode werde mit Spannung erwartet. "Das gilt auch für mich selbst", sagte der Bischof.

Wir sind Bischof: Franz-Josef Bode, Osnabrück Katholische Fernseharbeit
Wichtig sei es, im Hinblick auf gescheiterte Ehen nicht allein auf die Vergangenheit zu schauen, sondern eine Ermutigung nach vorne zu geben. "Mir geht es darum, dass wir denen gerechter werden, deren Ehen nicht in dem Sinn gelingen, wie sie sich das vorgenommen haben", sagte Bode. "Ich hoffe, dass wir einen differenzierten Weg dazu finden."

Lebenssituation entspricht nicht der Lehre

Generell sei es nötig, auf der Bischofssynode "positiv und wertschätzend" über die Ehe und das Ehesakrament zu sprechen. Nur dann könnten junge Menschen erfahren, "warum man überhaupt eine kirchliche Eheschließung vornimmt".

Nötig sei es auch, Menschen ernst zu nehmen, deren Lebenssituation nicht in allem der Lehre der katholischen Kirche entspreche. Das gelte etwa für homosexuelle Partnerschaften. "Sie leben häufig eine Menge von Werten wie Treue, Verlässlichkeit und Liebe", sagte Bode. "Wenn ich die Partnerschaft aber von vornherein als schwere Sünde abtue, komme ich gar nicht mehr in einen Dialog." (KNA)
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktue...-spaltung-kommt

von esther10 28.09.2015 00:13

Im Wortlaut: Papst-Botschaft zum Weltjugendtag


Der kommende Weltjugendtag findet 2016 in Krakau statt - AP

28/09/2015 09:29SHARE:
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden (Mt 5,7): Unter diesem Motto steht die Botschaft von Papst Franziskus zum bevorstehenden Weltjugendtag 2016 in Krakau. Der Text wurde an diesem Montag vom Vatikan veröffentlicht. Wir dokumentieren ihn hier in vollem Wortlaut. (rv)

Liebe junge Freunde,
wir haben die letzte Etappe auf unserem Pilgerweg nach Krakau erreicht, wo wir im Monat Juli des kommenden Jahres gemeinsam den XXXI. Weltjugendtag feiern werden. Auf unserem langen und anspruchsvollen Weg werden wir von den Worten Jesu aus der „Bergpredigt“ geführt. Wir haben diese Strecke im Jahr 2014 begonnen, indem wir gemeinsam über die erste Seligpreisung nachgedacht haben: »Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich« (Mt 5,3). Für das Jahr 2015 war das Thema »Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen« (Mt 5,8). Im kommenden Jahr wollen wir uns von den Worten inspirieren lassen: »Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden« (Mt 5,7).

Das Jubiläum der Barmherzigkeit
Mit diesem Thema fügt sich der WJT in Krakau 2016 in das Heilige Jahr der Barmherzigkeit ein, sodass es ein richtiges Jubiläum der Jugendlichen auf Weltebene wird. Es ist nicht das erste Mal, dass ein internationales Jugendtreffen mit einem Jubiläumsjahr zusammenfällt. Es war in der Tat während des Heiligen Jahres der Erlösung (1983/1984), dass der heilige Johannes Paul II. zum ersten Mal die Jugendlichen der ganzen Welt für den Palmsonntag zusammenrief. Danach war es während des Großen Jubiläums des Jahres 2000, dass sich über zwei Millionen Jugendliche aus etwa 165 Ländern in Rom zum XV. Weltjugendtag versammelt haben. Wie es in diesen beiden vorausgehenden Fällen geschah, so bin ich gewiss, dass das Jubiläum der Jugendlichen in Krakau eines der bedeutendsten Momente dieses Heiligen Jahres sein wird!
Einige von euch werden sich vielleicht fragen: Was für eine Bewandtnis hat es mit diesem Jubiläumsjahr, das in der Kirche gefeiert wird? Der biblische Text in Levitikus 25 hilft uns verstehen, was für das Volk Israel ein „Jubeljahr“ bedeutete. Alle fünfzig Jahre hörten die Hebräer das Horn ertönen (jobel), das sie zusammenrief (jobil), um ein heiliges Jahr als eine Zeit der Versöhnung (jobal) für alle zu feiern. In dieser Zeit sollte man auf der Grundlage der Unentgeltlichkeit ein gutes Verhältnis zu Gott, dem Nächsten und der Schöpfung wiederfinden. Deswegen wurden unter anderem der Erlass der Schulden, eine besondere Hilfe für die in Elend Geratenen, die Besserung der Beziehungen unter den Personen und die Befreiung der Sklaven gefördert.
Jesus Christus ist gekommen, um eine immer währende Gnadenzeit des Herrn zu verkünden und zu verwirklichen, indem er den Armen die gute Nachricht, den Gefangenen die Entlassung, den Blinden das Augenlicht und den Zerschlagenen die Freiheit bringt (vgl. Lk 4,18-19). In Ihm, aber besonders in seinem Ostergeheimnis, findet der tiefste Sinn des Jubiläums seine vollkommene Erfüllung. Wenn die Kirche im Namen Christi ein Jubeljahr einberuft, dann sind wir alle eingeladen, eine außerordentliche Gnadenzeit zu leben. Die Kirche selbst ist aufgerufen, Zeichen der Gegenwart und Nähe Gottes im Überfluss anzubieten, in den Herzen die Fähigkeit zu wecken, auf das Wesentliche zu blicken. Dieses Heilige Jahr der Barmherzigkeit ist im Besonderen »die Zeit für die Kirche, den Sinn des Auftrags wieder neu zu entdecken, den der Herr ihr am Ostertag anvertraut hat: Zeichen und Werkzeug der Barmherzigkeit des Vaters zu sein« (Predigt bei der Ersten Vesper vom Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit, 11. April 2015).

Barmherzig wie der Vater
Das Motto dieses außerordentlichen Jubiläums lautet: »Barmherzig wie der Vater« (vgl. Misericordiae Vultus, 13), und mit ihm wird das Thema des kommenden WJT angestimmt. Versuchen wir daher besser zu verstehen, was die göttliche Barmherzigkeit bedeutet.
Das Alte Testament gebraucht verschiedene Begriffe, um von der Barmherzigkeit zu sprechen; die bedeutungsvollsten sind hesed und rahamim. Der erste Begriff, auf Gott angewandt, drückt seine unermüdliche Treue zum Bund mit seinem Volk aus, das er liebt und dem er immer wieder verzeiht. Der zweite, rahamim, kann als „Eingeweide“ übersetzt werden und weist besonders auf den Mutterschoß hin; er lässt uns die Liebe Gottes zu seinem Volk verstehen, die wie die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind ist. So stellt es der Prophet Jesaja dar: »Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht« (Jes 49,15). Eine solche Liebe bringt mit sich, dass man in sich Raum für den anderen schafft, mit dem Nächsten fühlt, leidet und sich freut.
Im biblischen Konzept der Barmherzigkeit ist auch die Konkretheit einer Liebe eingeschlossen, die treu und unentgeltlich ist und verzeihen kann. In der folgenden Stelle bei Hosea haben wir ein sehr schönes Beispiel für die Liebe Gottes, die mit der Liebe eines Vaters zu seinem Kind verglichen wird: »Als Israel jung war, gewann ich ihn lieb, ich rief meinen Sohn aus Ägypten. Je mehr ich sie rief, desto mehr liefen sie von mir weg. […] Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. Sie aber haben nicht erkannt, dass ich sie heilen wollte. Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die, die den Säugling an ihre Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen« (Hos 11,1-4). Trotz der verfehlten Haltung des Kindes, die eine Bestrafung verdienen würde, ist die Liebe des Vaters treu und vergibt immer einem Kind, das Reue zeigt. Wie wir sehen, ist in der Barmherzigkeit immer die Vergebung mit eingeschlossen; sie »ist nicht eine abstrakte Idee, sondern eine konkrete Wirklichkeit, durch die Er seine Liebe als die Liebe eines Vaters und einer Mutter offenbart, denen ihr Kind zutiefst am Herzen liegt. […] Sie kommt aus dem Innersten und ist tiefgehend, natürlich, bewegt von Zärtlichkeit und Mitleid, von Nachsicht und Vergebung« (Misericordiae Vultus, 6).
Im Neuen Testament hören wir von der göttlichen Barmherzigkeit (eleos) als Zusammenfassung des Werkes, zu dessen Verwirklichung Christus im Namen des Vaters in die Welt gekommen ist (vgl. Mt 9,13). Die Barmherzigkeit unseres Herrn offenbart sich vor allem, wenn Er sich dem menschlichen Elend zuwendet und sein Mitleid gegenüber demjenigen zeigt, der des Verständnisses, der Heilung und der Verzeihung bedarf. In Jesus spricht alles von Barmherzigkeit. Ja, Er selber ist die Barmherzigkeit.
Im 15. Kapitel des Lukasevangeliums finden wir drei Gleichnisse über die Barmherzigkeit: das vom verlorenen Schaf, das vom verlorenen Geldstück und jenes, das als das Gleichnis „vom verlorenen Sohn“ bekannt ist. In diesen drei Gleichnissen beeindruckt uns die Freude Gottes, die Freude, die Er empfindet, wenn er einen Sünder wiederfindet und ihm vergibt. Ja, die Freude Gottes ist das Vergeben! Hier finden wir die Zusammenfassung des ganzen Evangeliums. »Jeder von uns ist jenes verlorene Schaf, jenes verlorene Geldstück; jeder von uns ist jener Sohn, der seine Freiheit vergeudet hat, falschen Götzen, Blendwerken des Glücks, gefolgt ist und alles verloren hat. Doch Gott vergisst uns nicht, der Vater verlässt uns nie. Er ist ein geduldiger Vater, er erwartet uns immer! Er respektiert unsere Freiheit, doch er bleibt immer treu. Und wenn wir zu ihm zurückkehren, nimmt er uns in seinem Haus wie Kinder auf, da er niemals aufhört, auch nicht einen Augenblick, uns voll Liebe zu erwarten. Und sein Herz feiert ein Fest für jedes Kind, das zurückkehrt. Es feiert ein Fest, weil es eine Freude ist. Gott hat diese Freude, wenn einer von uns Sündern zu ihm geht und um seine Vergebung bittet« (Angelus, 15. September 2013).
Die Barmherzigkeit Gottes ist sehr konkret und wir alle sind gerufen, diese Erfahrung in eigener Person zu machen. Als ich siebzehn Jahre alt war und einmal mit meinen Freunden ausgehen sollte, habe ich beschlossen, zuerst eine Kirche zu besuchen. Dort habe ich einen Priester getroffen, der mir ein besonderes Vertrauen eingeflößt hat, sodass ich den Wunsch verspürte, mein Herz in der Beichte zu öffnen. Diese Begegnung hat mein Leben verändert! Ich habe entdeckt, dass, wenn wir das Herz in Demut und Aufrichtigkeit öffnen, wir sehr konkret die Barmherzigkeit Gottes betrachten können. Ich hatte die Gewissheit, dass in der Person jenes Priesters Gott auf mich schon wartete, noch bevor ich den ersten Schritt tat, um die Kirche zu besuchen. Wir suchen ihn zwar, aber Er ist es, der uns immer zuvorkommt; er sucht uns immer und er findet uns zuerst. Es mag sein, dass einer von euch eine Last auf dem Herzen hat und denkt: Ich habe das gemacht, ich habe jenes gemacht … Fürchtet euch nicht! Er wartet auf euch! Er ist Vater: Er wartet immer auf uns! Wie schön ist es, im Sakrament der Versöhnung auf die barmherzige Umarmung des Vaters zu treffen, den Beichtstuhl als Ort der Barmherzigkeit zu entdecken, sich von dieser barmherzigen Liebe des Herrn berühren zu lassen, der uns immer verzeiht!
Und du, lieber junger Freund, liebe junge Freundin, hast du jemals diesen Blick unendlicher Liebe auf dir ruhen gespürt, die trotz aller deiner Sünden, Grenzen und deines Versagens dir weiter vertraut und deine Existenz voll Hoffnung betrachtet? Bist du dir deines Wertes vor Gott bewusst, der dir aus Liebe alles gegeben hat? Wie uns der heilige Paulus lehrt: »Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren« (Röm 5,8). Verstehen wir aber wirklich die Kraft dieser Worte?
Ich weiß, wie lieb euch allen das Kreuz der WJT ist – ein Geschenk des heiligen Johannes Paul II. –, das seit 1984 alle eure Welttreffen begleitet. Wie viele Veränderungen, wie viele wahre und wirkliche Bekehrungen sind im Leben von so vielen Jugendlichen durch die Begegnung mit diesem nackten Kreuz hervorgegangen! Vielleicht habt ihr euch die Frage gestellt: Woher kommt die außergewöhnliche Kraft dieses Kreuzes? Die Antwort ist diese: Das Kreuz ist das beredteste Zeichen von Gottes Barmherzigkeit! Es bezeugt uns, dass das Maß der Liebe Gottes zur Menschheit ein Lieben ohne Maß ist! Im Kreuz können wir die Barmherzigkeit Gottes berühren und uns von seiner Barmherzigkeit selbst berühren lassen! An dieser Stelle möchte ich an die Episode von den zwei Verbrechern erinnern, die neben Christus gekreuzigt worden waren. Einer von ihnen war überheblich, hat sich nicht als Sünder bekannt, hat den Herrn verhöhnt. Der andere hingegen bekennt, gefehlt zu haben, wendet sich an den Herrn und sagt zu ihm: »Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst«. Jesus schaut ihn mit unendlicher Barmherzigkeit an und antwortet ihm: »Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein« (vgl. Lk 23,32.39-43). Mit welchem von beiden identifizieren wir uns? Mit dem, der überheblich ist und seine Vergehen nicht anerkennt? Oder mit dem anderen, der zugibt, der göttlichen Barmherzigkeit zu bedürfen, und sie von ganzem Herzen erfleht? Im Herrn, der für uns sein Leben am Kreuz hingegeben hat, werden wir immer eine bedingungslose Liebe finden, die unser Leben als ein Gut betrachtet und uns immer wieder die Möglichkeit gibt, neu zu beginnen.

Die außergewöhnliche Freude, Werkzeug der Barmherzigkeit Gottes zu sein
Das Wort Gottes lehrt uns: »Geben ist seliger als nehmen« (Apg 20,35). Gerade deswegen preist die fünfte Seligpreisung die Barmherzigen selig. Wir wissen, dass der Herr uns zuerst geliebt hat. Aber wir werden nur dann wirklich selig und glücklich sein, wenn wir in die göttliche Logik des Geschenks, der unentgeltlichen Liebe eingehen, wenn wir entdecken, dass Gott uns unendlich geliebt hat, um uns fähig zu machen, wie Er zu lieben ohne Maß. Wie der heilige Johannes sagt: »Liebe Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. […] Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat. Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben« (1 Joh 4,7-11).
Nachdem ich euch ganz kurzgefasst erklärt habe, wie der Herr seine Barmherzigkeit uns gegenüber ausübt, möchte ich euch nun vorschlagen, wie wir konkret Werkzeuge eben dieser Barmherzigkeit gegenüber unserem Nächsten sein können.
Da kommt mir das Beispiel des seligen Pier Giorgio Frassati in den Sinn. Er sagte: »Jesus besucht mich jeden Morgen in der Kommunion, ich vergelte es ihm in der mir möglichen ärmlichen Weise, indem ich die Armen besuche«. Pier Giorgio war ein junger Mann, der verstanden hatte, was es heißt, ein barmherziges Herz zu haben, das empfindsam ist gegenüber den am meisten Notleidenden. Ihnen gab er weit mehr als nur materielle Dinge; er gab sich selbst, er widmete Zeit, Worte und die Fähigkeit zuzuhören. Er diente den Armen mit großer Einfühlsamkeit, ohne sich jemals zur Schau zu stellen. Er lebte wirklich das Evangelium, das sagt: »Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten« (Mt 6,3-4). Denkt nur, am Tag vor seinem Tod, als er schwer krank war, gab er Anweisungen, wie seinen bedürftigen Freunden geholfen werden sollte. Bei seiner Beerdigung waren seine Familienangehörigen und Freunde verblüfft wegen der Anwesenheit so vieler ihnen unbekannter Armer, um die sich der junge Pier Giorgio gekümmert und denen er geholfen hatte.
Ich verbinde immer gerne die Seligpreisungen mit dem 25. Kapitel des Matthäusevangeliums, wo Jesus uns die Werke der Barmherzigkeit vorstellt und sagt, dass wir einst nach ihnen gerichtet werden. Deswegen lade ich euch ein, die Werke der leiblichen Barmherzigkeit neu zu entdecken: Hungrige speisen, Durstigen zu trinken geben, Nackte bekleiden, Fremde aufnehmen, Kranke pflegen, Gefangene besuchen, Tote begraben. Und vergessen wir nicht die geistigen Werke der Barmherzigkeit: Zweifelnden recht raten, Unwissende lehren, Sünder zurechtweisen, Betrübte trösten, Beleidigungen verzeihen, Lästige geduldig ertragen, für Lebende und Verstorbene zu Gott beten. Wie ihr seht, ist die Barmherzigkeit weder ein „Alles-Gutheißen“ noch reine Gefühlsseligkeit. Hier bewahrheitet sich die Echtheit unseres Jüngerseins Christi, unsere Glaubwürdigkeit als Christen in der heutigen Welt.
Euch jungen Freunden, die ihr sehr konkret seid, möchte ich gerne für die ersten sieben Monate des Jahres 2016 vorschlagen, ein leibliches und ein geistiges Werk der Barmherzigkeit auszuwählen, das jeden Monat in die Tat umgesetzt wird. Lasst euch vom Gebet der heiligen Faustyna inspirieren, die eine demütige Apostelin der göttlichen Barmherzigkeit unserer Zeit ist:
»Hilf mir, o Herr, […]
dass meine Augen barmherzig schauen, damit ich niemals nach äußerem Anschein verdächtige und richte, sondern wahrnehme, was schön ist in den Seelen meiner Nächsten, und ihnen zu Hilfe komme […]
dass mein Gehör barmherzig wird, damit ich mich den Bedürfnissen meiner Nächsten zuneige, dass meine Ohren nicht gleichgültig bleiben für Leid und Klage der Nächsten […]
dass meine Zunge barmherzig wird, dass ich niemals über meine Nächsten abfällig rede, sondern für jeden ein Wort des Trostes und der Vergebung habe […]
dass meine Hände barmherzig und voll guter Taten sind […]
dass meine Füße barmherzig sind, dass sie meinen Nächsten immer zu Hilfe eilen und die eigene Mattheit und Müdigkeit beherrschen […]
dass mein Herz barmherzig ist, auf dass ich alle Leiden der Nächsten empfinde« (Tagebuch, Nr. 163).
Die Botschaft der göttlichen Barmherzigkeit stellt somit ein sehr konkretes und herausforderndes Lebensprogramm dar, weil es Werke einbezieht. Eines der offensichtlichsten Werke der Barmherzigkeit, aber vielleicht auch eines das am schwierigsten durchzuführen ist, besteht darin, dem zu verzeihen, der mich beleidigt hat, der mir Böses getan hat, eben denen, die wir als unsere Feinde ansehen. »Wie schwer ist es anscheinend, immer und immer wieder zu verzeihen! Und doch ist die Vergebung das Instrument, das in unsere schwachen Hände gelegt wurde, um den Frieden des Herzens zu finden. Groll, Wut, Gewalt und Rache hinter uns zu lassen, ist die notwendige Voraussetzung für ein geglücktes Leben« (Misericordiae Vultus, 9).
Ich begegne so vielen jungen Menschen, die sagen, dass sie diese so geteilte Welt leid sind, in der Anhänger verschiedener Parteien zusammenstoßen, in der es so viele Kriege gibt und es sogar Leute gibt, die die eigene Religion als Rechtfertigung für die Gewalt benutzen. Wir müssen den Herrn bitten, er möge uns die Gnade schenken, mit dem barmherzig zu sein, der uns Böses tut. So wie Jesus, der am Kreuz für jene gebetet hat, die ihn gekreuzigt hatten: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun« (Lk 23,34). Der einzige Weg, um das Böse zu besiegen, ist die Barmherzigkeit. Die Gerechtigkeit ist notwendig, ja sehr, aber sie alleine genügt nicht. Gerechtigkeit und Barmherzigkeit müssen zusammen gehen. Wie möchte ich, dass wir uns alle in einem gemeinsamen, aus der Tiefe unserer Herzen kommenden Gebet vereinten, um zu bitten, dass der Herr Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt habe!

Krakau wartet auf uns!
Es fehlen noch wenige Monate bis zu unserem Treffen in Polen. Krakau, die Stadt des heiligen Johannes Paul II. und der heiligen Faustyna Kowalska, wartet mit offenen Armen und Herzen auf uns. Ich glaube, dass die göttliche Vorsehung uns geführt hat, gerade dort das Jubiläum der Jugend zu feiern, wo diese beiden großen Apostel der Barmherzigkeit unserer Tage gelebt haben. Johannes Paul II. hatte erfasst, dass dies die Zeit der Barmherzigkeit sei. Zu Beginn seines Pontifikats hat er die Enzyklika Dives in Misericordia geschrieben. Im Heiligen Jahr 2000 hat er Schwester Faustyna heilig gesprochen und auch das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit für den zweiten Sonntag nach Ostern eingesetzt. Und im Jahr 2002 hat er persönlich in Krakau das Heiligtum des Barmherzigen Jesus eingeweiht, indem er die Welt der göttlichen Barmherzigkeit anvertraut hat mit dem Wunsch, dass diese Botschaft alle Einwohner der Erde erreiche und die Herzen mit Hoffnung erfülle: »Diesen Funken der Gnade Gottes müssen wir entfachen und dieses Feuer des Erbarmens an die Welt weitergeben. Im Erbarmen Gottes wird die Welt Frieden und der Mensch Glückseligkeit finden!« (Predigt bei der Weihe des Heiligtums der Göttlichen Barmherzigkeit in Krakau, 17. August 2002).
Liebe junge Freunde, der Barmherzige Jesus, der auf dem vom Volk Gottes im ihm geweihten Heiligtum in Krakau verehrten Bild dargestellt ist, erwartet euch. Er verlässt sich auf euch und rechnet mit euch! Er hat jedem und jeder von euch so viele wichtige Dinge zu sagen… Habt keine Angst, seine von unendlicher Liebe zu euch erfüllten Augen anzuschauen, und lasst euch von seinem barmherzigen Blick treffen, der bereit ist, jede eurer Sünden zu verzeihen; es ist ein Blick, der euer Leben zu verwandeln und die Wunden eurer Seele zu heilen vermag, ein Blick, der den tiefen Durst stillt, der sich in euren jungen Herzen befindet: der Durst nach Liebe, nach Frieden, nach Freude und wahrem Glück. Kommt zu Ihm und habt keine Angst! Kommt und sagt Ihm aus tiefstem Herzen: „Jesus, ich vertraue auf Dich!“. Lasst euch von seiner grenzenlosen Barmherzigkeit berühren, damit auch ihr durch die Werke, die Worte und das Gebet zu Aposteln der Barmherzigkeit werdet in unserer von Egoismus, Hass und so großer Verzweiflung verwundeten Welt.
Tragt die Flamme der barmherzigen Liebe Christi – von der der heilige Johannes Paul II. gesprochen hat – in das Umfeld eures alltäglichen Lebens und bis an die Grenzen der Erde. Auf dieser Sendung begleite ich euch mit meinen Wünschen und meinen Gebeten. Ich empfehle euch alle auf dieser letzten Wegstrecke der geistlichen Vorbereitung auf den kommenden WJT in Krakau der Jungfrau Maria, der Mutter der Barmherzigkeit, und segne euch alle von Herzen.

Aus dem Vatikan, am 15. August 2015
Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel

von esther10 28.09.2015 00:13

Christliches Menschenbild in Gefahr?

Debatte um "Akzeptanz sexueller Vielfalt" im Lehrplan geht weiter
Freiburg - 16.01.2014

Das Aufeinandertreffen der Themen Schule und Sex sorgt derzeit für ein erstaunliches öffentliches Erregungspotenzial - weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus. Aufgebrachte Bürger im Netz, Parteien von rechts bis links, Gewerkschaften, Schülerverbände, die Kirchen und selbst die Antidiskriminierungsstelle des Bundes streiten um den rechten Umgang mit Sexualität im Schulunterricht. Aufmerksam verfolgt von "FAZ" bis "Bild"-Zeitung.
Auslöser der Aufregung ist ein im trockensten Schulverwaltungsdeutsch verfasster Arbeitsentwurf für den neuen baden-württembergischen Bildungsplan, der verbindliche Leitlinien für den Schulunterricht zusammenfassen will und dabei als ein Ziel unter Vielen auch die "Akzeptanz sexueller Vielfalt" ausruft.

Von einer Bedrohung des christlichen Menschenbildes und einem Angriff auf die Ehe warnen deshalb nun die einen. Die Befürworter des Entwurfs sprechen dagegen von ekelhafter Hetze und Hass gegen Schwule, Lesben und Transsexuelle.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und der inhaltlich verantwortliche Kultusminister Andreas Stoch (SPD) haben den Kern und die Zielrichtung des Entwurfs, Themen wie Homosexualität oder Transsexualität in Schulen stärker als bisher und fächerübergreifend anzugehen, stets verteidigt. Zugleich wollen sie jetzt aber die aufgeheizte Stimmung der Debatte abkühlen und die Gespräche über die Weiterentwicklung des Bildungsplans auf die Fachebene zurückholen. Am Donnerstagabend steht ein länger geplantes Treffen des Ministerpräsidenten mit den vier baden-württembergischen Bischöfen an, von dem sich alle Beteiligten eine Versachlichung der Debatte versprechen.

Brisant: Viele Gegner aus sehr konservativen, christlichen Kreisen

Zur Brisanz der Diskussion trägt bei, dass viele Gegner des Bildungsplanentwurfs aus sehr konservativen, christlichen Kreisen stammen. Der Initiator der Online-Petition "Zukunft - Verantwortung - Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens", der Nagolder Realschullehrer Gabriel Stängle, gehört einer evangelikalen Gruppierung an.


Grünen-Politiker Winfried Kretschmann ist Mitglied im Diözesanrat der Erzdiözese Freiburg und im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. KNA
Der mittlerweile von 135.000 Bürgern unterzeichnete Appell wirft dem Kultusministerium vor, durch die geplanten Leitlinien Schüler zu einer Akzeptanz sexueller Vielfalt "umerziehen" zu wollen und fordert den sofortigen Stopp einer "propagierenden neuen Sexualmoral ". In der Petition ist zudem die Rede von "negativen Begleiterscheinungen" eines homosexuellen Lebensstils, etwa eine "höhere Suizidgefährdung", "höhere Anfälligkeit für Alkohol und Drogen" oder ein "ausgeprägtes Risiko psychischer Erkrankungen" von Homosexuellen. Eine umgehend gestartete Gegenpetition fand bislang 70.000 Unterstützer.

Ob aus dem Internet-Massenprotest auch eine in der Landesverfassung verankerte Petition an den Landtag wird, ist noch offen. Beim Petitionsausschuss ist bislang kein entsprechender Antrag eingegangen. Allerdings spielt hierfür die Zahl der Unterzeichner gar keine Rolle: Egal ob Einzelperson oder Zehntausende Antragsteller - jede ordentlich eingereichte Petition wird vom zuständigen Landtagsausschuss geprüft und dann gegebenenfalls an das Plenum weitergegeben. Monatlich gehen im Landtag mehr als 100 Petitionen ein.

Kultusminister Andreas Stoch will auf die Kirchen zugehen

Kirchen wie Landesregierung sind sich einig, dass es jetzt vor allem gilt, in der ohnehin geplanten Überarbeitung des Bildungsplanentwurfs von der derzeitigen öffentlichen Fixierung auf das Bildungsziel "Akzeptanz der sexuellen Vielfalt" wegzukommen. Minister Stoch hat zugesagt, dabei auch auf die Kirchen zuzugehen. Zuvor hatte es Verstimmung gegeben, weil ein Brief der Kirchen mit Anfragen zum Bildungsplanentwurf vom Kultusminister nicht beantwortet worden war.

Die Kirchen unterstützen das Ziel, jeder Form von Diskriminierung entgegenzutreten. Sie stoßen sich aber auch daran, dass im 32 Seiten langen Entwurf der Unterrichtsleitlinien sehr viel von "LSBTTI" (als Abkürzung für die Gruppe von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen und intersexuellen Menschen), aber nur sehr wenig vom christlichen Menschenbild die Rede sei. Am Donnerstagabend wird der Ministerpräsident den Kirchen darauf eine Antwort geben müssen.

Von Volker Hasenauer (KNA)

Freiburg: Diözesanrat begrüßt Entwurf
Der Freiburger Diözesanrat hat den Entwurf des baden-württembergischen Kultusministeriums für den Bildungsplan 2015 begrüßt. Darin werde das Engagement für Respekt und Toleranz als Grundlage eines wertebasierten Unterrichts verankert, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief des Diözesanrats an Kultusminister Andreas Stoch (SPD). "Wir sehen es als die Aufgabe gerade von Christinnen und Christen an, uns für die gleiche Würde aller Menschen einzusetzen", heißt es in dem Schreiben. Noch immer würden in vielen Bereichen der Gesellschaft - und "leider auch in unserer Kirche" - Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert. Es sei bedauerlich, so der Diözesanrat weiter, wenn die Initiative der Landesregierung als "ideologische Indoktrination" diskreditiert werde. Zugleich werde "ein erschreckendes Ausmaß an Homophobie und Hass" sichtbar: "Christentum darf nicht als Begründung für solche menschenverachtende Haltungen missbraucht werden", so der Diözesanrat. (KNA)
https://www.campact.de/tisa/appell/teiln...m_campaign=tisa


von esther10 28.09.2015 00:12

Erziehung

Die Last mit der Lust

"Sexualpädagogik der Vielfalt" sorgt vielerorts für Debatten
Bonn - 28.09.2015

Das Thema ist explosiv. An moderner Sexualaufklärung scheiden sich die Geister. Denn sie geht weit über den Sexualkundeunterricht vergangener Jahrzehnte hinaus, wie die Lehr- und Bildungspläne mehrerer Bundesländer zeigen. Bei der Jahresversammlung der katholischen Görres-Gesellschaft, einer traditionsreichen wissenschaftlichen Vereinigung, ging es am Montag in Bonn auch darum, wie weit die in vielen Bundesländern verfolgte "Sexualpädagogik der Vielfalt" ins elterliche Erziehungsrecht und das Persönlichkeitsrecht der Schüler eingreift und der Staat seinen Bildungsauftrag überdehnt.

Bremen hat einen Aktionsplan für die Gleichberechtigung von sexuellen Minderheiten, Schleswig-Holstein, Berlin und Nordrhein-Westfalen auch. Besonders heftig wird in Baden-Württemberg gestritten, wo demnächst Landtagswahlen sind. Der Streit ist vielschichtig. Denn es geht einerseits darum, wie weit die Mädchen und Jungen nicht nur abstraktes Wissen vermittelt bekommen, sondern konkrete Sexualpraktiken kennenlernen und eine neue Sexualmoral vermittelt werden soll. Es geht um den Umgang mit sexuellen Minderheiten -

Lesben, Schwulen, Transsexuellen, Transgender-Personen -, aber auch um den Stellenwert der traditionellen Familie.

Für die Kölner Pädagogik-Professorin Karla Etschenberg schießen die Bildungspläne zur Sexualität in vielen Bundesländern über das Ziel hinaus.

"Sachliches Sprechen über Sexualität ist die wichtigste Methode der Sexualerziehung", sagte sie bei der Tagung der Görres-Gesellschaft. Kinder und Jugendliche sollten auch mit der "sexuellen Realität" in der Gesellschaft vertraut gemacht und zur Toleranz gegenüber den vielfältigen Formen sexueller Ausrichtung erzogen werden.



Grünen-Politiker Winfried Kretschmann ist Mitglied im Diözesanrat der Erzdiözese Freiburg und im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. (ZDK)

"Wie jeder Einzelne aber mit seiner Sexualität umgeht, das sollte Schule und Unterricht entzogen bleiben", forderte sie mit Blick auf Unterrichtsformen, in denen etwa Schüler in Rollenspielen aufgefordert werden, Verhütungsmittel zu kaufen, um ihre Scheu zu überwinden.

Lehrer zu schlecht für den Sexualkundeunterricht ausgebildet?

Etschenberg, Autorin zahlreicher Unterrichtshilfen für den Sexualkundeunterricht, beklagte, dass Lehrer schon seit Jahrzehnten unzureichend zu diesem Thema ausgebildet würden und Schulen das Thema teilweise externen Fachleuten, etwa von Pro Familia, überließen. Sie forderte einen Runden Tisch und eine neue Verständigung über Ziele und Methoden des Sexualkundeunterrichts.

In einem Klassenzimmer hängt ein Kreuz an der Wand.
Hat das traditionelle Familienbild ausgedient?


Viele Bildungspläne lassen das laut dem Dresdner Politikwissenschaftler Werner Patzelt vermuten. picture alliance / dpa

Doch der Streit geht noch tiefer: Der Dresdner Politikwissenschaftler Werner Patzelt hielt zahlreichen Bildungsplänen vor, die Schüler nicht nur zu Toleranz gegenüber diskriminierten Minderheiten anzuhalten. Ziel sei es vielfach auch, die Normal-Familie in Schulbüchern und Materialien als überholt darzustellen und überwinden zu wollen, weil sonst gleichgeschlechtlich fühlende Kinder in ihrer Entwicklung Schaden nehmen könnten.

"Wer Bedenken äußert und sogar am traditionellen Familienbild in Schulbüchern festhalten will, gilt schnell als homophob." Patzelt forderte demgegenüber, auch das Grundwissen der Biologie und der Evolutionslehre in den Lehrplänen zu berücksichtigen. "Schon wegen der Fortpflanzung ist das Interesse am anderen Geschlecht der Normalfall", sagte er. "Homosexualität ist keine Standard-Praxis."

Sexualerziehung ist schon lange ein heikles Thema

Sexualerziehung ist schon lange ein heikles Thema. Lange blieb sie den Familien überlassen. Das änderte sich mit den 68ern: Sie forderten die Befreiung von den prüden Vorstellungen der Elterngeneration. Auch Schulen sollten Aufklärung betreiben. 1977 entschied das Bundesverfassungsgericht, die schulische Sexualerziehung habe sich auf die Wissensvermittlung zu beschränken, müsse verschiedene Werthaltungen achten und auf die "religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen" der Eltern Rücksicht nehmen.

Die Schule als ideologische Hauptkampfzone: Der Bonner Verfassungsrechtler Christian Hillgruber rechnet mit zunehmenden gerichtlichen Auseinandersetzungen über die Sexualpädagogik der Vielfalt


. Der Staat dürfe nicht indoktrinieren, sondern müsse für verschiedene Werthaltungen offen sein. Hillgruber forderte die Politik auf, den im Grundgesetz verankerten Schutz von Ehe und Familie auch im Sexualkundeunterricht wirksam werden zu lassen.
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktue...st-mit-der-lust
Von Christoph Arens (KNA)

*



Kultusminister Stoch -

Er muss "baden-württembergische Schulen dazu anhalten,
dass in den Bildungsstandards sowie in der Lehrerbildung
die Vermittlung unterschiedlicher sexueller Identitäten verankert wird" -
und muss Konzepte für Schule&Bildung entwickeln, "um Vorurteile abzubauen
und Baden-Württemberg zu einem Vorreiter für Offenheit und Vielfalt zu machen.«.
(Koalitions-Vertrag)

SEX auf 32 Seiten



von esther10 28.09.2015 00:03

OSNABRÜCKER BISCHOF IN ROM
Bode erhofft sich von Synode Folgen für Sexualethik


Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode erhofft sich von der Weltbischofssynode in Rom praktische Folgen. Foto: Jörn MartensDer Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode erhofft sich von der Weltbischofssynode in Rom praktische Folgen. Foto: Jörn Martens
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In einem Gespräch mit unserer Redaktion sagte Bode: „Nach den bisherigen Äußerungen von Papst Franziskus erwarte ich, dass er am Ende der Synode nicht dasselbe zu Ehe und Familie sagen wird, was wir als katholische Kirche immer gesagt haben.“ Bode nimmt vom 4. bis 23. Oktober als einer von drei Bischöfen aus Deutschland an der Familiensynode teil. Er ist innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz Vorsitzender der Pastoralkommission und Mitglied einer Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema wiederverheiratete Geschiedene befasst hat.

Der Osnabrücker Bischof äußerte die Hoffnung, dass die Vertreter der unterschiedlichen kirchenpolitischen Richtungen unter den Bischöfen auf der Synode in einen fruchtbaren Dialog kommen. „Ich hoffe sehr, dass die Diskussion auf der Synode nicht zu einer Spaltung führt“, sagte Bode. Die weltweite Befragung zur Situation von Ehe und Familie, die Papst Franziskus auf den Weg gebracht habe, habe hohe Erwartungen unter den Gläubigen geweckt. Demnach gebe es eine tiefe Kluft zwischen der Lehrmeinung und dem konkreten Leben. Dies dürfe die Kirche in ihrer Pastoral nicht einfach ignorieren.

„Positiv über die Ehe sprechen“

Wichtig sei es, im Hinblick auf gescheiterte Ehen nicht allein auf die Vergangenheit zu schauen, sondern eine Ermutigung nach vorne zu geben. „Mir geht es darum, dass wir denen gerechter werden, deren Ehen nicht in dem Sinn gelingen, wie sie sich das vorgenommen haben“, sagte Bode. „Ich hoffe, dass wir einen differenzierten Weg dazu finden.“
Generell sei es nötig, auf der Bischofssynode „positiv und wertschätzend“ über die Ehe und das Ehesakrament zu sprechen. Nur dann könnten junge Menschen erfahren, „warum man überhaupt eine kirchliche Eheschließung vornimmt“.

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„Treue, Verlässlichkeit und Liebe in vielen homosexuellen Partnerschaften“

Nötig sei es auch, Menschen ernst zu nehmen, deren Lebenssituation nicht in allem der Lehre der katholischen Kirche entspreche. Das gelte zum Beispiel für homosexuelle Partnerschaften. „Sie leben häufig eine Menge von Werten wie Treue, Verlässlichkeit und Liebe“, führte Bode aus. „Wenn ich die Partnerschaft aber von vornherein als schwere Sünde abtue, komme ich gar nicht mehr in einen Dialog.“

2 Kommentare zum Thema
ZUR SACHE
Papst Franziskus hat zu einer Bischofssynode zu Fragen von Ehe und Familie eingeladen. Offiziell heißt das Thema: „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“.

Das Treffen mit Bischöfen aus aller Welt findet vom 4.bis 25. Oktober in Rom statt. Die Deutsche Bischofskonferenz wird durch Kardinal Reinhard Marx (München), Erzbischof Heiner Koch (Berlin) und Bischof Franz-Josef Bode (Osnabrück) vertreten.
http://www.noz.de/
Es geht auch um den kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen.
http://www.noz.de/deutschland-welt/polit...ethik?piano_t=1

von esther10 28.09.2015 00:01

Papst: Starkes Plädoyer für die Familie


Ein begeisterter und begeisternder Paspt - AFP

26/09/2015 23:30SHARE:

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Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Familie hat Papst Franziskus bei einer Gebetsvigil am Samstagabend gehalten. Bei dem Gottesdienst im Rahmen des Weltfamilientreffens in Philadelphia sagte er, die Familie habe „göttliches Bürgerrecht.“ Das Familienleben sei nicht immer leicht. Manchmal flögen Teller, doch könnten die Probleme durch Liebe überwunden werden.

Zehntausende hatten sich vor dem Kunstmuseum Philadelphias unter freiem Himmel versammelt, um gemeinsam zu beten. Sechs Familien aus allen Kontinenten gaben ein persönliches Zeugnis und sprachen auch von den konkreten Herausforderungen im Familienalltag. Ein Gospelchor sang, die amerikanische Soul-Legende Aretha Franklin gab „Amazing Grace“ zum Besten. Papst Franziskus legte die vorbereitete Rede beiseite und sprach frei und auf Spanisch zu den Menschen: voller Energie, voller Begeisterung, auch nach acht Tagen Papstreise und einem lang geratenen Vorprogramm kein wenig müde, so unser Korrespondent Bernd Hagenkord vor Ort.

„Die Familie hat göttliches Bürgerrecht! Ist das klar? Den Pass hat Gott ihr gegeben, damit in ihr immer mehr Wahrheit, Liebe und Schönheit wachse. Sicher, einige von euch könnten sagen: „Pater, Sie haben leicht reden, Sie leben allein.“ In der Familie gibt es Schwierigkeiten! In den Familien wird gestritten, manchmal fliegen die Teller, die Kinder verursachen Kopfweh, ganz zu schweigen von den Schwiegermüttern... In den Familien gibt es das Kreuz. Aber in den Familien gibt es nach dem Kreuz auch die Auferstehung, weil der Sohn Gottes diesen Weg eröffnet hat! Deswegen ist die Familie, erlaubt mir den Ausdruck, eine Fabrik der Hoffnung, der Hoffnung auf Leben und Auferstehung, denn Gott hat diesen Weg eröffnet.“

Der Wunsch nach Familie sei „Teil von Gottes Traum“ für die Menschheit, fuhr der Papst fort. Gottes Traum verwirkliche sich seinerseits fortwährend in den Träumen vieler Paare, die sich entschließen, ihr Leben als Familie zu gestalten. Auch Gott selber sei in einer solchen Familie Mensch geworden, so Franziskus. In der Familie lerne der Mensch Schritt für Schritt den Wert von Beziehungen schätzen. Deshalb lohne es sich, für eine familienfreundliche Gesellschaft zu kämpfen.

Der Papst zeigte auch Verständnis für die Belastungen von Eltern. Es komme vor, dass junge Eltern unter seinen eigenen Mitarbeitern mit Augenringen zur Arbeit erschienen, weil sie wegen der Kinder kein Auge zugetan hätten, erzählte Franziskus. Doch alle Schwierigkeiten könnten mit Liebe überwunden werden. Die Sorge um Kinder und alte Menschen legte der Papst seinen Zuhörern ans Herz:

„Die Kinder und die Jugendlichen sind die Zukunft, sie sind die Kraft, diejenigen, die weiter vorangehen. Auf sie setzen wir unsere Hoffnung. Die Großeltern sind das Gedächtnis der Familie. Sie haben uns den Glauben vermittelt. Sich um die Großeltern und die Kinder zu kümmern ist eine Manifestation der Liebe, ich weiß nicht, ob die größte, doch würde ich sagen die verheißungsvollste für die Familie, denn sie verspricht Zukunft.“

Franziskus gab den Familien auch dieses Mal einen ihm wichtigen praktischen Ratschlag:
„Beende niemals den Tag, ohne Frieden in der Familie geschlossen zu haben. Man kann in der Familie einen Tag nicht im Krieg beenden. Gebe euch Gott die Kraft, weiter voranzugehen. Schützen wir die Familie. Verteidigen wir die Familie, denn hier entscheidet sich unsere Zukunft. Gott segne euch und betet bitte für mich.“
(rv 26.09.2015 mc)

von esther10 27.09.2015 23:57

Volltext der Enzyklika Laudato Si’


Die Enzyklika - ANSA

18/06/2015 12:00SHARE:
„Laudato si’, mi’ Signore – Gelobt seist du, mein Herr", sang der heilige Franziskus von As­sisi. In diesem schönen Lobgesang erinnerte er uns daran, dass unser gemeinsames Haus wie eine Schwester ist, mit der wir das Leben teilen, und wie eine schöne Mutter, die uns in ihre Arme schließt: „‚Gelobt seist du, mein Herr, durch un­sere Schwester, Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter’.“ So beginnt die Enzyklika von Papst Franziskus, mit einem Zitat aus dem Sonnengesang des heiligen Franziskus. Direkt zu Beginn des langen Textes sagt der Papst selber, was er vorhat:

„Ich hoffe, dass diese Enzyklika, die sich an die Soziallehre der Kirche anschließt, uns hilft, die Größe, die Dringlichkeit und die Schönheit der Herausforderung zu erkennen, die vor uns steht. An erster Stelle werde ich unter bestimm­ten Aspekten einen kurzen Überblick über die aktuelle ökologische Krise geben, zu dem Zweck, die besten Ergebnisse des heutigen Stands der wissenschaftlichen Forschung zu übernehmen, uns davon zutiefst anrühren zu lassen und dem dann folgenden ethischen und geistlichen Weg eine Basis der Konkretheit zu verleihen. Aus dieser Perspektive werde ich einige Hinweise aufgreifen, die sich aus der jüdisch-christlichen

Überlieferung ergeben, in der Absicht, unserem Engagement für die Umwelt eine größere Kohä­renz zu verleihen. Dann werde ich versuchen, zu den Wurzeln der gegenwärtigen Situation vor­zudringen, so dass wir nicht nur die Symptome betrachten, sondern auch die tiefsten Ursachen. Auf diese Weise können wir eine Ökologie vor­schlagen, die in ihren verschiedenen Dimensio­nen den besonderen Ort des Menschen in dieser Welt und seine Beziehungen zu der ihn umge­benden Wirklichkeit einbezieht. Im Licht dieser Überlegung möchte ich fortfahren mit einigen ausführlichen Leitlinien für Dialog und Aktion, die sowohl jeden von uns als auch die internationale Politik betreffen. Und da ich überzeugt bin, dass für jede Veränderung Beweggründe und ein erzieherischer Weg nötig sind, werde ich schließlich einige Leitlinien zur menschli­chen Reifung vorschlagen, die von dem Schatz der christlichen spirituellen Erfahrung inspiriert sind“ (Nr. 15).

Denn Volltext der Enzyklika lesen Sie hier.
http://w2.vatican.va/content/francesco/d...laudato-si.html



von esther10 27.09.2015 23:45

Papstpredigt zur Abschlussmesse des Weltfamilientreffens


Abschlussmesse mit Papst Franziskus - AP

27/09/2015 22:30SHARE:
Predigt von Papst Franziskus bei der Eucharistiefeier zum Abschluss des 8. Weltfamilientreffens

(Philadelphia, B. Franklin Parkway, 27. September 2015)

Heute überrascht uns das Wort Gottes mit einer starken alegorischen Sprache, die uns zum Nachdenken bringt. Einer alegorischen Sprache, die uns herausfordert, aber auch unsere Begeisterung beflügelt.

In der ersten Lesung berichtet Josua dem Mose, dass zwei Männer aus dem Volk in prophetischer Verzückung das Wort Gottes verkünden, ohne beauftragt zu sein. Im Evangelium sagt Johannes zu Jesus, dass die Jünger einem Mann verboten haben, im Namen Jesu unreine Geister auszutreiben. Und hier kommt die Überraschung: Mose und Jesus tadeln diese Mitarbeiter, weil sie so engstirnig sind. Wären nur alle Propheten des Wortes Gottes! Könnte nur jeder im Namen des Herrn Wunder wirken!
Jesus stößt dagegen auf Feindseligkeit bei den Leuten, die nicht akzeptiert hatten, was er sagte und tat. Für sie erschien die Offenheit Jesu für den ehrlichen und aufrichtigen Glauben vieler, die nicht zum auserwählten Volk Gottes gehörten, unerträglich. Die Jünger ihrerseits handelten im guten Glauben, doch die Versuchung, die Freiheit Gottes, der regnen lässt über »Gerechte und Ungerechte« (Mt 5,45), der die Bürokratie, den Verwaltungsapparat und die Kreise der „Insider“ übergeht, als Ärgernis zu empfinden, bedroht die Authentizität des Glaubens und muss daher energisch zurückgewiesen werden.

Wenn wir das berücksichtigen, können wir verstehen, warum die Worte Jesu über das »Ärgernis« (vgl. Mt 18,6 ff) so hart sind. Für Jesus besteht das unerträgliche Ärgernis in allem, was unser Vertrauen in diese Vorgehensweise des Heiligen Geistes zerstört und verdirbt.

Unser himmlischer Vater ist in seiner Großzügigkeit und Aussaat unübertrefflich. Er sät seine Gegenwart in unsere Welt aus, denn »nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt […] hat« (1 Joh 4,10). Eine Liebe, die uns eine tiefe Gewissheit vermittelt: Er sucht uns, wir werden von ihm erwartet. Dieses Vertrauen ist es, das den Jünger dazu bringt, alle guten Initiativen, die es in seiner Umgebung gibt, anzuspornen, zu begleiten und wachsen zu lassen. Gott möchte, dass alle seine Kinder am Fest des Evangeliums teilnehmen. Behindert nicht das Gute, sagt Jesus, im Gegenteil, helft ihm zu wachsen. Das Werk des Heiligen Geistes zu bezweifeln, den Eindruck zu erwecken, dass es nichts mit denen gemein hat, die „nicht zu unserer Gruppe gehören“, die nicht sind „wie wir“, ist eine gefährliche Versuchung. Es blockiert nicht nur die Zuwendung zum Glauben, sondern ist eine Pervertierung des Glaubens.

Der Glaube öffnet der wirkenden Gegenwart des Geistes „das Fenster“ und zeigt uns, dass das Glück, die Heiligkeit immer an die kleinen Gesten gebunden ist. »Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört«, sagt Jesus, »wird nicht um seinen Lohn kommen« (Mk 9,41). Das sind ganz kleine Gesten, die man zu Hause lernt; familiäre Gesten, die sich in der Anonymität der Alltags verlieren, die aber jedem Tag seine Besonderheit verleihen. Es sind Gesten einer Mutter, einer Großmutter, eines Vaters, eines Großvaters, eines Kindes. Es sind Gesten der Zärtlichkeit, der Liebe, des Mitleids. Gesten wie die warme Mahlzeit für den, der auf das Abendessen wartet; wie das sehr zeitige Frühstück dessen, der dem Frühaufsteher Gesellschaft zu leisten versteht. Es sind häusliche Gesten. Es ist der Segen vor dem Schlafengehen und die Umarmung bei der Heimkehr von einem langen Arbeitstag. Die Liebe äußert sich in kleinen Dingen, in der geringsten Geste der Aufmerksamkeit gegenüber dem Alltäglichen, die dafür sorgt, dass das Leben immer eine heimische Atmosphäre hat. Der Glaube wächst mit seiner praktischen Anwendung und wird durch die Liebe geformt. Darum sind unsere Familien, unser Daheim wahre Hauskirchen. Sie sind der geeignete Ort, wo der Glaube Leben wird und das Leben Glaube.

Jesus fordert uns auf, diese wunderbaren kleinen Gesten nicht zu verhindern; im Gegenteil, er möchte, dass wir sie auslösen, dass wir sie wachsen lassen; dass wir das Leben begleiten, wie es sich uns darstellt, und dabei helfen, all die kleinen Gesten der Liebe, die Zeichen seiner lebendigen und wirkenden Gegenwart in unserer Welt sind, wachzurufen.

Diese Haltung, zu der wir aufgefordert sind, wirft in uns die Frage auf: Was tun wir, um diese Logik in unseren Häusern, in unseren Gesellschaften zu leben? Welche Art von Welt wollen wir unseren Kindern hinterlassen? (vgl. Laudato si’, 160). Das ist eine Frage, die wir nicht allein beantworten können. Der Heilige Geist lädt uns ein und fordert uns heraus, sie zusammen mit der großen Menschheitsfamilie zu beantworten. Unser gemeinsames Haus duldet keine unfruchtbaren Spaltungen mehr. »Die dringende Herausforderung, unser […] Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können« (ebd., 13). Mögen unsere Kinder in uns Vorbilder für ein gemeinschaftliches Miteinander finden! Mögen unsere Kinder in uns Männer und Frauen finden, die fähig sind, sich mit den anderen zusammenzutun, um all das Gute aufkeimen zu lassen, das der himmlische Vater gesät hat!

Ganz unverblümt, aber mit Liebe sagt Jesus: » Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten« (Lk 11,13). Wieviel Weisheit liegt in diesen Worten! Es ist wahr, dass wir Menschen in Bezug auf Güte und Lauterkeit des Herzens nicht viel besitzen, dessen wir uns rühmen können. Doch Jesus weiß, dass wir, wenn es um unsere Kinder geht, zu grenzenloser Großzügigkeit fähig sind. Darum ermutigt er uns: Wenn wir dem Vater vertrauen, wird er uns den Heiligen Geist geben.

Wir Christen, Jünger des Herrn, bitten die Familien der Welt, uns zu helfen. Viele sind wir, die wir an dieser Feier teilnehmen, und das ist schon in sich etwas Prophetisches, eine Art Wunder in der Welt von heute. Wären wir nur alle Propheten! Würde sich nur jeder von uns den Wundern der Liebe zum Wohl aller Familien der Welt öffnen, um so das Ärgernis einer kleinlichen und argwöhnischen Liebe zu überwinden, die in sich selbst verschlossen und mit den anderen ungeduldig ist!

Wie schön wäre es, wenn wir überall und auch über unsere Grenzen hinaus diese Prophetie und dieses Wunder fördern und zur Geltung bringen könnten! Lasst uns unseren Glauben an das Wort des Herrn erneuern, der unsere Familien zu dieser Öffnung einlädt; der alle einlädt, sich an der Prophetie des Bundes zwischen einem Mann und einer Frau zu beteiligen, der Leben zeugt und Gott offenbart!

Jeder Mensch, der in diese Welt eine Familie einbringen möchte, welche die Kinder dazu erzieht, sich über jede Tat zu freuen, deren Absicht ist, das Böse zu überwinden – eine Familie, die zeigt, dass der Heilige Geist in ihr lebt und wirkt –, wird unserer Dankbarkeit und unserer Wertschätzung gewiss sein, gleich welchem Volk, welcher Region oder welcher Religion auch immer er angehört.

Möge Gott uns allen – als Jüngern des Herrn – die Gnade gewähren, dieser Lauterkeit des Herzens würdig zu sein, die das Evangelium nicht als Ärgernis empfindet!

(rv 27.09.2015 gs)

von esther10 27.09.2015 23:39

Verlieren Sie jene Erklärung nicht aus dem Gedächtnis“


Eine Million Mitfeiernde: so viele Gläubige zog die große Abschlussmesse des Weltfamilientages mit Papst Franziskus nach Philadelphia. Familien mit Kindern aller Altersstufen waren vertreten, der zentrale Benjamin Franklin Boulevard von Amerikas viertgrößter Stadt bebte vor Menschen. Die Bühne, 20 Stunden zuvor noch der Ort einer Vigilfeier mit viel Showelementen, war zu einerm stilvollen Altarraum umgestaltet. Papst Franziskus legte den Schwerpunkt seiner Predigt zum Abschluss des Weltfamilientreffens und seiner langen Reise auf zwei Aspekte: Gott lässt regnen über „Gerechte und Ungerechte“, also auch über jene, „die nicht zu unserer Gruppe gehören“, und wer von den Christen dies als Ärgernis empfindet, pervertiert den Glauben. Zweitens: Das Glück der kleinen Gesten, die in der Familie eingeübt werden: „Der Glaube wächst mit seiner praktischen Anwendung“.

Im Sonntagsevangelium erklärt Jesus seinen Nachfolgern: „wer nicht gegen uns ist, der ist für uns“. Die Jünger hatten versucht, einen Mann am Wirken im Namen Jesu zu hindern, „weil er uns nicht nachfolgt“, doch Jesus weist sie zurecht, er tadelt sie, „weil sie so engstirnig sind“.

Die Freiheit Gottes übergeht „die Bürokratie, den Verwaltungsapparat und die Kreise der Insider“, erklärte Franziskus. Diese Freiheit Gottes „als Ärgernis zu empfinden“, bedrohe allerdings „die Authentizität des Glaubens und muss daher energisch zurückgewiesen werden“.

Franziskus griff auf die Familien aus und bat sie, einen Geist der Offenheit zu pflegen und auch in nicht-christlichen Familien das Wirken des Geistes anzuerkennen. „Gleich welchem Volk, welcher Region oder welcher Religion auch immer“ ein Mensch angehört, der in diese Welt eine Familie einbringen möchte, in der „das Gute aufkeimen kann“: die Dankbarkeit der Christen solle ihm gewiss sein, sagte der Papst.

„Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört - Amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen“, sagt Jesus zu den Jüngern. Das seien „ganz kleine Gesten, die man zu Hause lernt, Gesten einer Mutter, einer Großmutter, eines Vaters, eines Großvaters, eines Kindes; Gesten der Zärtlichkeit“, vermerkte der Papst. „Der Glaube wächst mit seiner praktischen Anwendung und wird durch die Liebe geformt.“ Von daher seien Familien „Hauskirchen“: „der geeignete Ort, wo der Glaube Leben wird und das Leben Glaube“.

(rv 27.09.2015 gs)

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Ansprache von Papst Franziskus während der Begegnung für die Religionsfreiheit mit der hispanischen Gemeinde und anderen Immigranten auf der Independence Mall in Philadelphia
Von Britta Dörre
Rom, 27. September 2015 (ZENIT.org)

Papst Franziskus betonte in seiner Ansprache während der Begegnung für die Religionsfreiheit mit der hispanischen Gemeinde und anderen Immigranten auf der Independence Mall in Philadelphia die Bedeutung des Ortes und der Unabhängigkeitserklärung. Ihre Worte klängen heute noch nach und ermutigten „uns heute ebenso, wie sie Menschen aus aller Welt ermutigt haben, für die Freiheit zu kämpfen, ein Leben zu führen, das ihrer Würde entspricht“.

Ein Land, das die Menschenwürde und alle auf ihr beruhenden Prinzipien achte, erstarke und erneuere sich. „Wenn ein Land die Erinnerung an seine Wurzeln bewahrt, wächst es weiter, erneuert es sich und fährt fort, neue Völker und neue Menschen, die zu ihm kommen, in seinen Schoß aufzunehmen.“ Die Erinnerung an die Vergangenheit bewahre davor, Fehler zu wiederholen. Als eines der Grundrechte nannte Papst Franziskus die Religionsfreiheit, „das die Art unseres gesellschaftlichen und persönlichen Umgangs mit unseren Mitmenschen prägt, deren religiöse Ansichten sich von unseren eigenen unterscheiden“.

Der Papst führte dazu aus: „Religionsfreiheit schließt zweifellos das Recht ein, Gott persönlich und in Gemeinschaft zu verehren, wie es dem eigenen Gewissen entspricht. Andererseits liegt es aber im Wesen der Religionsfreiheit, dass sie die Kultorte und den Privatbereich der Einzelnen und der Familien überschreitet, denn die religiöse Praxis, die religiöse Dimension ist nicht etwa eine Subkultur, sie ist ein Teil der Kultur jedes beliebigen Volkes und jeder beliebigen Nation.“

Unsere reichen religiösen Traditionen versuchten, Sinn und Führung anzubieten; sie riefen zu Umkehr und Versöhnung, zur Sorge für die Zukunft der Gesellschaft, zu Uneigennützigkeit im Dienst am Gemeinwohl und zu Mitleid mit den Bedürftigen auf. In ihrem Zentrum stehe die Verkündigung der Wahrheit und der Würde der menschlichen Person sowie aller Menschenrechte.

Papst Franziskus hob hervor, wie wichtig es sei „in einer Welt, in der verschiedene Formen moderner Tyrannei versuchen, die Religionsfreiheit zu unterdrücken oder – wie ich vorhin sagte – sie auf eine Subkultur ohne Mitsprache- und Stimmrecht in der Öffentlichkeit herabzusetzen oder die Religion als Vorwand für Hass und Brutalität zu gebrauchen..., dass die Anhänger der verschiedenen religiösen Traditionen ihre Stimmen vereinen, um Frieden, Toleranz sowie die Achtung der Würde und der Rechte der anderen zu fordern.“

Aufgabe der Religion sei es ferner, „eine Gesellschaft zu errichten, in der ‚ein gesunder Pluralismus herrscht, der die anderen und die Werte als solche wirklich respektiert‘ (Evangelii gaudium, 255)“. Papst Franziskus sprach allen – unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit – seinen Dank aus, „die sich bemüht haben, Gott, dem Gott des Friedens zu dienen, und Städte brüderlicher Liebe errichteten, indem sie für den notleidenden Nächsten sorgten, die Würde des göttlichen Geschenks des Lebens in allen seinen Phasen verteidigten und für die Anliegen der Armen und der Einwanderer eintraten.“

Die Globalisierung führe Menschen zusammen. Papst Franziskus gab aber zu bedenken: „Wenn eine Globalisierung anstrebt, alle gleichzumachen, als entspräche sie dem Bild einer Kugel, dann zerstört diese Globalisierung den Reichtum und die Besonderheit jedes Einzelnen und jedes Volkes. Wenn eine Globalisierung versucht, alle zusammenzuführen, dabei aber jeden einzelnen Menschen, seine Persönlichkeit, seinen Reichtum, seine Besonderheit respektiert und jedes Volk, jeden Reichtum, seine Besonderheit respektiert, dann ist diese Globalisierung gut, lässt uns alle wachsen und führt zum Frieden.“

Abschließend ermahnte der Papst die Gläubigen, ihre Geschichte nicht zu vergessen: „Verlieren Sie jene ‚Erklärung‘ nicht aus dem Gedächtnis, die proklamierte, dass alle Menschen gleich erschaffen und von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet worden sind und dass die Regierungen existieren, um diese Rechte zu schützen und zu verteidigen.“ Für die Zukunft wünschte Papst Franziskus: „Bewahren wir die Freiheit. Pflegen wir die Freiheit. Die Gewissensfreiheit, die Religionsfreiheit, die Freiheit jeder Person, jeder Familie, jedes Volkes, die darin besteht, den Rechten Raum zu geben.“

Der Volltext der Rede von Papst Franziskus ist hier abrufbar.
http://www.zenit.org/de/articles/die-rel...source=dispatch


von esther10 27.09.2015 23:27

Ein WELT-Redakteur fragt: Soll Deutschland “unkenntlich” gemacht werden?

Veröffentlicht: 27. September 2015 | Autor: Felizitas Küble
Kritik am “neuen Größenwahn” in der Asylpolitik

Jaques Schuster – er ist Chefkommentator der Tageszeitung “Die Welt” – hat am 21. September 2015 einen aufschlußreichen Artikel unter dem Titel “Moralische Exaltiertheit und neuer Größenwahn” veröffentlicht, der sich kritisch mit der umstrittenen Asylpolitik der Bundeskanzlerin befaßt. be2004_38_551



Gleich eingangs heißt es in seinem Beitrag: “Die Bereitschaft, Menschen in Not aufzunehmen, wird häufig mit der braunen deutschen Vergangenheit begründet. Doch nicht der Flüchtlinge wegen, sondern um eine offene Debatte zu verhindern.”

Der Autor erläutert sodann, warum der häufig strapazierte Vergleich heutiger Asylbewerber mit jüdischen Flüchtlingen während der NS-Diktatur oder deutschen Vertriebenen gewaltig hinkt:

Sowohl deutsche wie jüdische Flüchtlinge, schreibt Schuster, erwiesen sich als komplett friedlich und integrationsbereit, “doch die Gruppe der heute Geflohenen ist eine andere. Sie stammt aus Regionen, deren Menschen sich nur schwer integrieren lassen und für die Toleranz und Kompromiss weitgehend Fremdworte sind.”

Zudem stellt der Verfasser fest: “Wer sich als Flüchtling weigert, sich registrieren zu lassen, darf nach geltendem Recht sofort zurückgeschickt werden. Warum geschieht dies nicht?”

Vielsagend sind auch die abschließenden Worte des Chefkommentators der WELT:

“Vernimmt man die Worte der Vertreter der Linkspartei und derjenigen Grünen, die derzeit keine Regierungsverantwortung tragen, dann wird der Grund für die grenzenlose Aufnahmebereitschaft klar. Auch er wurzelt in der Vergangenheit:

Weil Deutschland zwischen 1933 und 1945 war, wie es war, hat es zu zerfließen wie Butter in der Sonne, muss anders, muss unkenntlich gemacht werden – trotz der vergangenen 70 Jahre in Frieden und Freiheit.

Traurig daran ist, dass selbst der Kanzlerin dieser Gedankengang nicht fremd zu sein scheint, folgt man einigen ihrer Worte. Es ist bedauerlich, dass es kaum jemand in der Union zu geben scheint, der sie darauf aufmerksam macht. In ihrem Gedankengang nämlich könnte der Anfang der Kanzlerdämmerung liegen.”

von esther10 27.09.2015 21:11





Hilfe Jugend tapfer sein in der Entscheidung für Ehe und Familie, sagt Papst Bischöfe


Franziskus spricht bei St. Charles Borromeo Seminary in Philadelphia an die Bischöfe, die an der Welttreffen der Familien, Sept. 27, 2015. Credit: EWTN.

Philadelphia, Pa., 27. September 2015 / 08.16 (CNA / EWTN Nachrichten) .- Franziskus sagte Bischöfe am Sonntag, dass eine weit verbreitete Konsumdenken und der Wunsch, neue Moden zu folgen hat Jugend Angst Zusagen gemacht, und sagte, dass sie als Hirten muss Jugend ermutigen, mutig gehen, gegen den Strom zu sein.

Er begann seine Rede, aber mit einer improvisierten Reflexion über den Klerus sexuellen Missbrauchs Krise zu erwähnen, dass er früher mit Opfern und ihren Familien kennen gelernt hatte. Er sagte, die Opfer "haben sich zu wahren Boten der Hoffnung und der Barmherzigkeit. In Demut, verdanken wir jedem von ihnen und ihren Familien ein ungeheurer Schuld der Dankbarkeit ... machte sie das Licht Christi leuchten auf etwas so schrecklich:. Der sexuelle Missbrauch von Minderjährigen "

"Das sage ich jetzt, weil ich gerade mit einigen Opfern sexuellen Missbrauchs erfüllt, und zu dieser Zeit hörte ich, wie sie in besonderer Weise in dieser Erzdiözese half hier, von Erzbischof Chaput, und ich dachte, es war die richtige Entscheidung weiß, um Ihnen zu sagen, wo ich heute morgen war. "

Der Papst setzte dann mit seiner vorbereiteten Anmerkungen und stellt fest, seine Freude über die Möglichkeit, zusammen mit anderen Bischöfen zu reflektieren: "Ich bin glücklich, in der Lage, diese Momente der pastoralen Reflexion mit Ihnen zu teilen, inmitten der fröhlichen Feierlichkeiten zum Welttreffen der Familien, ", sagte er 27. September in der Kapelle des Philadelphia St. Charles Borromeo Seminars.

"An den Kongress vor ein paar Tagen, sagte ich, wir leben in einer Kultur, die junge Menschen drückt nicht, um Familien zu bilden leben: einige, weil sie nicht über die materiellen Mittel, um eine Hochzeit zu realisieren, oder ein Leben zusammen. Aber andere nur dieses zu wählen, weil sie denken, dass sie besser so - aber das ist die Versuchung, um nicht eine Grundlage, um eine Familie zu haben. Als Hirten sind wir Bischöfe aufgerufen, um unsere Kräfte zu sammeln und die Begeisterung für die Herstellung von Familien entsprechen immer vollständig an den Segen Gottes, der sie wieder aufzubauen! "

"Wir müssen unsere Kräfte nicht so sehr in den Proben, die Probleme der Welt um uns herum und die Vorzüge des Christentums, aber in der sich eine aufrichtige Einladung an junge Menschen, tapfer zu sein und sich für Ehe und Familie entscheiden zu investieren."

Francis 'Kommentare zu seinem letzten Tag in den USA wurden zu Bischöfen die Teilnahme an der Welttreffen der Familien gerichtet.

Nachdem er drei Tage in Kuba, der Papst kam nach Washington DC, 23. September, wo er mit Präsident Barack Obama und adressiert ein Joint-Sitzung des US-Kongresses. Er zog dann auf New York, wo er sprach zu den Vereinten Nationen und traf sich mit Schulkindern in Harlem.

Er traf sich mit den Bischöfen vor Feier der Heiligen Messe, um die Welttreffen der Familien in der Nähe, und ein Flugzeug nach Rom später am Abend an Bord.

In seiner Rede an die Bischöfe, sagte Franziskus, dass trotz der aktuellen Herausforderungen, die Familie sollte nicht in erster Linie als ein Grund zur Besorgnis, sondern betrachtet werden "die freudige Bestätigung Gottes Segen für das Meisterwerk der Schöpfung."

Ein Schlüssel pastorale Sorge inmitten der ständigen Veränderungen unserer Zeit ist, um das Geschenk der Familie anerkennen und beachten Sie, dass sowohl Dankbarkeit und Wertschätzung sollte über Sorgen oder Beschwerden durchsetzen.

Die Familie, sagte er, "ist die grundlegende Locus des Bundes zwischen der Kirche und Gottes Schöpfung. Ohne die Familie, nicht einmal die Kirche existiert. Auch konnte sie sein, was sie aufgerufen wird, um zu sein. "


Doch der Papst darauf hingewiesen, dass die Christen sind nicht immun gegen den Veränderungen unserer Zeit, und wegen der, dass "die beispiellosen Veränderungen, die sich in der heutigen Gesellschaft, mit ihren sozialen, kulturellen - und jetzt juristischen - Auswirkungen auf die Familienbande" sollte nicht sein berücksichtigt.

Während bis vor kurzem der bürgerlichen Institution der Ehe und dem christlichen Abendmahl wurden eine gemeinsame Vorstellung zu sehen, wie zusammenhängen und sich gegenseitig unterstützen, "das ist nicht mehr der Fall," Francis beobachtet.

Am Beispiel der Nachbarschaft Geschäfte und große Supermärkte, sagte der Papst, dass früher die Situation war, wie die lokalen Geschäften, die alles für die persönliche und Familienleben gebraucht hatte, auch wenn es nicht "clever angezeigt."

"Geschäft wurde auf der Grundlage des Vertrauens getan, wussten die Leute einander, sie alle Nachbarn waren. Sie vertrauten einander. Sie bauten das Vertrauen ", sagte er und bemerkte, dass später die großen Supermärkten sprang mit großen Räumen und einer endlosen Auswahl an Waren.

"Die Welt scheint eine dieser großen Supermärkten geworden sind; unserer Kultur hat sich mehr und mehr Wettbewerb. Geschäft ist nicht mehr auf der Grundlage des Vertrauens durchgeführt; andere können nicht mehr trauen. Es sind nicht mehr enge persönliche Beziehungen ", sagte Francis.

In einer Kultur, die Menschen zu ermutigen, nicht zu vertrauen scheint, scheint nun die wichtigste Sache zu folgen den neuesten Trend, auch in Bezug auf die Religion, fuhr er fort.

Konsum bestimmt nun, was wichtig ist, sagte er. "Der Konsum von Beziehungen, Freundschaften aufwendig, Religionen aufwendig, verbrauchen, verbrauchen ... Was auch immer die Kosten oder Konsequenzen. Ein Verbrauch, die Bindung nicht begünstigt hat, ein Verbrauch, die wenig mit den menschlichen Beziehungen zu tun hat ", fügte hinzu, dass" Freude ist nicht etwas, das 'verbraucht' werden kann. "

Soziale Bindungen, der Papst festgestellt, haben sich zu einem bloßen Mittel für die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse, anstatt sich auf die andere Person, ihr Leben und ihre Geschichten.

"Das verursacht großen Schaden", sagte er und diagnostiziert "eine Art Verarmung einer weit verbreiteten und radikale Gefühl der Einsamkeit geboren", wie die Ursache für viele Probleme der Gegenwart.

"Ausführen nach der neuesten Mode, Speichern" Freunde "auf eines der sozialen Netzwerke, wir uns in welcher der heutigen Gesellschaft zu bieten hat, eingeholt. Einsamkeit mit der Angst vor Engagement in einem grenzenlosen Bemühen, erkannte fühlen. "

Allerdings, sagte Franziskus, dass die Jugend nicht verurteilt oder mit Schuld leben und wachsen in dieser Art von Gesellschaft gebunden werden.

"Sollten sie ihre Pfarrer selbst, dass" es war alles besser damals, '' die Welt fällt auseinander, und wenn die Dinge auf diese Art und Weise zu gehen, wer weiß, wo wir am Ende? Hören '", fragte er.

"Nein, ich glaube nicht, dass dies der Weg ist," sagte er und erklärte, dass, wie Fische, ist es ihre Verantwortung, "suchen, zu begleiten, zu erheben, um die Wunden unserer Zeit."

Als Bischöfe müssen sie die Dinge realistisch zu sehen ", mit den Augen eines Menschen, der zum Handeln berufen fühlt, um pastorale Umkehr. Die Welt von heute verlangt diese Umwandlung von unserer Seite. "

Anstatt Betrachtung der aktuellen Situation als bloße Gleichgültigkeit oder "schlicht und einfach Egoismus" in Bezug auf Ehe und Familie, viele Jugendliche haben in einer Kultur der Entmutigung "haben zu einer Form von unbewussten Zustimmung ergab", bemerkte der Papst.

Francis erklärte, dass Jugendliche "sind wie gelähmt, wenn sie die schönen, edlen und wirklich notwendig Herausforderungen, die Glaubenssätze vor ihnen begegnen," und oft aus der Ehe gestellt, um für ideale Bedingungen, warten ", wenn alles perfekt sein kann."

"In der Zwischenzeit geht das Leben weiter, ohne wirklich in vollen Zügen gelebt. Nach Wissen des wahren Freuden des Lebens kommt nur als die Frucht einer langfristigen, großzügige Investitionen unserer Intelligenz, Begeisterung und Leidenschaft. "

Er fügte hinzu, off-the-Manschette, dass "in Buenos Aires viele der Frauen beschwerten sich und sprach:" Ich habe einen Sohn, ist 30, 34, und er wird nicht heiraten. Ich weiß nicht, was zu tun ist! " Ich würde ihnen sagen: "Nun, beenden Bügeln seine Hemden! '"

"Wir müssen uns auf die jungen Menschen Begeisterung zu geben", sagte er, die Bischöfe, "so dass sie dieses Risiko einzugehen lohnt. Auch hier müssen wir Bischöfe parrhesia! "


Nachdem er ein Mock Gespräch zwischen einem Bischof und einem Jugendlichen zum Thema "Warum gehst du nicht heiraten?", Sagte er, dass die Bischöfe müssen "begleiten sie, und ihnen helfen, um zu reifen, um diese Entscheidung zu heiraten zu machen."

Rückkehr in seine vorbereiteten Anmerkungen, sagte der Papst, dass "Ein Christentum, das in der Praxis etwas tut, während unaufhörlich erklären ihre Lehren, ist gefährlich unausgewogen. Ich würde sogar sagen, dass es in einem Teufelskreis stecken. "

Vielmehr wird in einer Kultur, in der Sorge um sich selbst ist das übergeordnete Trend, es ist der Pfarrer Job, um zu zeigen, dass die "das Evangelium der Familie" ist wirklich eine gute Nachricht.

"Wir sind nicht zu irgendeiner romantischen Traum zu sprechen", sagte er und fügte hinzu, dass "die Ausdauer, die für die in eine Familie und Anheben sie genannt wird verwandelt die Welt und die Geschichte der Menschheit."

Pastoren müssen über die Träume, Leben und Wachstum seiner Herde zu sehen, sagte Francis und erklärt, dass dies nicht durch reden gemacht, aber Führung. "Nur eine Lage, in der Mitte stand der Herde kann wachsam, nicht jemand, der Angst vor Fragen, Kontakt, Begleitung zu sein."

Er betonte die Bedeutung des Gebets im Leben eines Pastors, und fragte, ob sie sich zu "Abfallzeit" mit den Familien hergestellt, erhebend sie in der Zeit der Entmutigung.

Der Papst hat eine erweiterte und improvisierte Reflexion über das Büro der Bischöfe: "beten und das Evangelium verkünden - das immer meine Aufmerksamkeit über den Anfang der Kirche, weil die Witwen und die Waisen waren nicht gut aufgehoben, und die Apostel konnte nicht mit ihnen umgehen. Und so kamen sie mit dem Büro von Diakonen, mit ihnen umzugehen! Und der Heilige Geist inspirierte sie, "haben Sie zum Aufbau Diakone", und als Peter kündigt diese Entscheidung, sagt er, "jetzt haben wir sieben von euch gewählt, um die Diakone zu sein, um auf diese Probleme, diese Situationen zu nehmen." "

Von dieser Einrichtung des Diakonats, sagte er, die Bischöfe sind befreit, um zu beten. "Daraus können wir zwei Dinge erwarten: Gebet und Predigt ... Was ist die primäre Aufgabe eines Bischofs? Beten. Beten. Die zweite Aufgabe eines Bischofs, der mit dem ersten geht, predigt. [Predigt] hilft uns. Dogmatischen Definitionen helfen Sie uns - wenn nicht, um mit Kardinal Mueller zu tun haben Sie! Aber das hilft uns. Es gibt die Definition eines Bischofs, und was seine Aufgabe ist. Er ist ein Hirte - er braucht, um zu weiden und zu verkünden, und kümmern sich um die Schafe. Um das zu tun, muss er, um zu beten und zu predigen. Wenn es an der Zeit ist, kann er auf den Rest von dem, was er tun muss, zu bekommen. "

Rückkehr in seine vorbereiteten Anmerkungen, sagte er, dass "Mit unserer eigenen bescheidenen christlichen Lehre in der familiären Tugenden des Volkes Gottes, werden wir mehr und mehr wie Väter und Mütter zu werden, und weniger wie die Menschen, die einfach nur gelernt haben, ohne eine Familie zu leben."

"Unser Ideal ist nicht auf ohne Liebe leben!", Sagte er und erklärte, dass ein guter Pastor verzichtet auf die Liebe einer Familie ", um seine ganze Kraft und die Gnade seines besonderen Berufung, an der evangelischen Segen der Liebe konzentrieren Männer und Frauen, die sich nach vorne Gottes Schöpfungsplan durchzuführen, beginnend mit denen, die verloren gehen, verlassen, verletzt, gebrochen, Unterdrückten und ihrer Würde beraubt. "

Jesus ist das Modell für die Mission eines Pastors, der aufgerufen wird, um die Liebe des Sohnes zum Vater zu imitieren, sagte er und fügte hinzu, dass "nur Gott kann diese genehmigen, nicht unsere eigenen Vermutung!"

Ministerium muss zunächst Vertiefung der Bindung zwischen der Kirche und der Familie, sagte der Papst, sonst "wird es trocken, und der menschlichen Familie wird wachsen unwiderruflich entfernt, durch unsere eigene Schuld, aus Gottes frohe eine gute Nachricht."

Franziskus geschlossen beten für eine erneute Annäherung zwischen der Familie und der Kirche.

Die Familie, sagte er, "ist unser Verbündeter, unser Fenster zur Welt, und den Nachweis für eine unwiderrufliche Segen Gottes für alle Kinder, die in jedem Alter werden in diesem schwierigen, aber schöne Schöpfung, die Gott hat uns gebeten, zu dienen geboren bestimmt ! "
http://www.catholicnewsagency.com/news/h...-bishops-32331/

von esther10 27.09.2015 20:51

Kanada: Jüdische Hilfsaktion kauft zahlreiche Sex-Sklavinnen von IS-Terroristen frei

Veröffentlicht: 27. September 2015 | Autor: Felizitas Küble
„Befreiung für christliche und jesidische Kinder des Irak“

Ein jüdischer Unternehmer in Kanada hat bisher 134 Sex-Sklavinnen aus der Hand der Terrorbande „Islamischer Staat“ freigekauft: der 42-jährige Steve Maman.

Er gründete 2014 die Hilfsorganisation „Befreiung für christliche und jesidische Kinder des Irak“. Für die Freilassung der teilweise erst sechs- und siebenjährigen Mädchen zahlt die Hilfsorganisation laut Maman zwischen 2000 und 3000 US-Dollar, berichtet „Bild am Sonntag”. Das sind umgerechnet etwa 1800 bis 2700 Euro. 100714052333-b1-



Maman handelt mit edlen Oldtimern. Seine Geschäfte führten den Unternehmer immer wieder in den Nahen Osten. Dort lernte er den anglikanischen Priester Andrew White kennen. „White ist im Irak sehr gut vernetzt. Diese Verbindungen und Kontakte haben mir später sehr viel geholfen“, sagte Maman der Zeitung.

Nach seinen Worten fragen Kontaktpersonen seiner Organisation Männer in der vom IS beherrschten nordirakischen Stadt Mossul, unter welchen Bedingungen sie ihre Sex-Sklavinnen freilassen würden: „Wenn es zu einem Geschäft kommt, werden die Mädchen an die Stadtgrenze gefahren und dort an unsere Mitarbeiter übergeben.“

Man überprüfe ihre Identität und bringe sie zurück zu ihren Familien, von denen die meisten in Flüchtlingslagern im Nordirak lebten. Kritikern, die dem Unternehmer vorwerfen, mit dem Freikauf indirekt den IS zu unterstützen, hält Maman entgegen: „Die Terroristen verdienen allein mit dem Ölverkauf Milliarden Dollar. Da spielt mein Geld doch überhaupt keine Rolle. Man muss diesen armen Mädchen einfach helfen.“ – Er verweist ferner auf eine jüdische Lebensregel: „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.“

Quelle: http://www.idea.de/menschenrechte/detail...frei-92233.html

HINWEIS: Auch der bekannte jüdische Lord Weidenfeld aus London hat eine Hilfsaktion für verfolgte Christen im Irak gestartet (was ihm Kritik seitens linker Medien einbrachte): https://charismatismus.wordpress.com/201...-dem-is-terror/

von esther10 27.09.2015 18:20

Papst besucht Gefängnis: Resozialisierung muss Priorität haben


Der Papst begegnet Häftlingen - REUTERS

27/09/2015 17:09SHARE:
Das vorrangige Ziel von Strafvollzug muss die Wiedereingliederung in die Gesellschaft sein. Das sagte Papst Franziskus bei einer Begegnung mit Strafgefangenen in Philadelphia am Sonntagvormittag (Ortszeit). Es schmerze zu sehen, dass „Strafsysteme nicht Verletzungen behandeln und Wunden heilen“, so Franziskus in der „Curran-Fromhold Correctional Facility“. Die Wunden, die Erschöpfung und der Schmerz der Gefangenen seien auch die „Wunden der Gesellschaft“. Eindringlich rief er alle Beteiligten dazu auf, sich für die Wiedereingliederung der Gefangenen einzusetzen. Das fordere das Engagement der Häftlinge selber, ihrer Familien, der Vollzugsbeamten und entsprechender sozialer Erziehungsprogramme der Politik“. Letztlich diene eine erfolgreiche Resozialisierung der ganzen Gesellschaft: „Eine Wiedereingliederung, die der Moral der gesamten Gemeinschaft zugutekommt und sie anhebt.“

Einfühlsam ging der Papst auf die Situation der Gefangenen ein. Dieser Moment sei „schwierig und spannungsgeladen“, nicht nur für sie selber, sondern auch für ihre Familien und die ganze Gesellschaft. „Eine Gesellschaft, eine Familie, die den Schmerz ihrer Kinder nicht mitzuleiden vermag, die ihn nicht ernst nimmt, sondern sich an ihn gewöhnt und ihn als etwas Normales und zu Erwartbares voraussetzt, ist eine Gesellschaft, die dazu verurteilt ist, eine Gefangene ihrer selbst zu bleiben, eine Gefangene all dessen, was sie leiden lässt.“ Er selber sei als Seelsorger und Bruder gekommen, um die Situation der Gefangenen zu teilen und sich „mit dieser Situation zu identifizieren“

Der Papst ging in seiner Ansprache aus vom Evangelium von der Fußwaschung. Leben bedeute, „unsere Füße schmutzig zu machen“ auf den staubigen Straßen des Lebens und der Geschichte. Alle Menschen hätten es nötig, gereinigt, gewaschen zu werden. Christus reiche allen Menschen die Hand, damit sie aufgerichtet werden und wieder eine Zukunftsperspektive erhalten.

Im Anschluss an seine in Spanisch gehaltenen Ansprache grüßte der Papst die anwesenden Gefangenen einzeln und segnete ihre Rosenkränze. Den Holzthron für die Begegnung hatten Häftlinge in der Gefängniswerkstatt eigens gezimmert.
(rv 27.09.2015 mc)

von 27.09.2015 15:41

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Seite 1 / 30. Juni 2015 AM / ass
Botschaft der lieben Gottesmutter

Meine geliebten Kinder:

Ihr Alle kennt aus der heiligen Schrift, wie Judas meinen göttlichen SOHN für 30 Silberlinge verraten hat.

Auch heute geschieht Solches!
Es gibt Bischöfe, die in ihrem Umfeld, das Eigentum des HERRN, Tempel-Gottes, verkaufen!
Weshalb machen sie das?
Ja, sie tun Solches, weil Tempel-Gottes leer stehen, verursacht durch ihre eigene Schuld.
Würden diese Bischöfe die Herden wieder ins Heiligtum GOTTES führen, sie lehren und mit
ihnen GOTT anbeten und IHN verherrlichen; ja, dann blieben diese Tempel GOTTES nicht leer !

Meine geliebten Kinder, ich frage euch:
Wo sind die Hirten, welche die Herden sammeln, sie wieder die heiligen zehn Gebote lehren und auch, dass sie gehalten werden? Wäre es so geblieben, wäre viel Furchtbares nicht geschehen!

Denn, der Auftrag der Hirten ist, so wie ihn der HERR gab, dass sie nicht zuschauen,
wie die Herden dem Irrtum verfallen; sondern, dass sie für ihre Herden sorgen!

Ja, Vieles geschieht noch!

Die Kleinsten, die Lieblinge GOTTES, werden verführt und ihre Seelen vergiftet.
Und die Hirten schauen zu und haben keinen Mut,
sich für diese kleinen, unschuldigen Kinder, einzusetzen !

Ja, der HERR hat gesagt, was mit diesen Menschen geschieht, die Solches zulassen!
Vieles wird jetzt geschehen, woran niemand denkt.

Aber, ich bitte euch wieder:
Bleibt standhaft und treu. Ich habe euch versprochen, dass ich immer mit euch sein werde, wann immer ihr mich darum bittet. Haltet GOTT immer die Treue!
Bittet die treuen Priestersöhne um ihren Beistand, damit sie euch lehren, nähren, heilen und eure Seelen sogar vom Tod auferwecken. Denn sie haben dazu in der heiligen Priesterweihe die Kraft und die Macht erhalten.
Kein Mensch, ausser ihnen, kann Solches tun und deshalb ist auch ihre Verantwortung gross!
Betet für diese Priestersöhne.
Helft ihnen das Kreuz zu tragen, durch euer Gebet und auch euer Wort, wenn es nötig ist.

Meine geliebten Kinder, nochmals bitte ich euch:
Verlasst den engen Weg nie. Denn rechts und links ist das Verderben!

Satans Macht ist gross und sein Diener-Heer noch grösser !

Ihr hört und seht, was auf der ganzen Welt geschieht. Aber der Mensch verschuldet Alles selbst. Denn nicht GOTT straft; sondern die Menschheit straft sich selbst durch ihr Tun, ihren Egois-mus; ja, durch ihre Gier nach Macht und Geld und ihre Ungerechtigkeit gegenüber den Ärmsten in dieser Welt.

Ja, nochmals bitte ich euch:
Bleibt treu in der ewigen Wahrheit. Hört nicht auf Jene, die Anderes verkün-
den und das Evangelium verdrehen; nur, damit ihre Wünsche erfüllt werden.

Ja, heute gibt es auch Bischöfe und Priester, die, um der Wünsche der Menschen ge-
recht zu werden, solch furchtbares Tun unterstützen. Doch, damit verleugnen sie GOTT.

Betet, betet und harrt aus. Ich, eure MUTTER, bin mit euch und segne euch.

Myrtha: „Warum, das Alles, warum nur, …! Ja, auch wir sind grosse Sünder und vermögen
nichts Gutes aus uns selbst. Oh MUTTER: Bitte, erfleh uns den Heiligen GEIST, dass
ER uns Kraft gibt, auszuharren. Oh MUTTER: Halt uns fest und verlass uns nicht.

Pater Pio, Bruder Klaus, Schwester Faustina: Bitte, bleibt unsere Fürbitter.“

Nun beginnt das sehr schwere Sühneleiden zur heiligen Messe.

von esther10 27.09.2015 12:18

Kirchenrechtsexperte: Keine „katholische Scheidung“


Kirchenexperte

Der Münsteraner Kirchenrechtsexperte Klaus Lüdicke würdigt die Änderungen im Ehenichtigkeitsverfahren. Er bezeichnete die Änderungen als tiefgreifenden Wandel, allerdings könne man sie nicht als „katholische Scheidung“ interpretieren. Der Papst wolle mit der Reform den Eheprozess zu einem effektiven und seelsorgerischen Hilfsmittel machen, um gescheiterten Eheleuten zu einer neuen kirchlichen Ehe zu verhelfen.

Am Prinzip der Unauflöslichkeit einer rechtmäßig zu Stande gekommenen Ehe habe sich allerdings nichts geändert, so Lüdicke. Auch die Frage danach, ob wiederverheiratete Geschiedene zu den Sakramenten der Beichte und der Eucharistie zugelassen werden, könne damit nicht beantwortet werden. „Hier scheint die weltweite Kirche noch einen langen Weg vor sich zu haben“, so der Kirchenrechtler.

Mit der im Dezember in Kraft tretenden Reform werden die Ehenichtigkeitsverfahren der katholischen Kirche vereinfacht: es entfällt das bisher notwendige Prüfverfahren durch ein zweites Gericht und die Prozesse sollen schneller entschieden werden. Zudem werden Nicht-Kleriker in den Prozess mit einbezogen.

(kna 26.09.2015 vs)

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