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NEUER BLOG von Esther

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von esther10 07.04.2016 00:36





Mittwoch, 6. April 2016
Neuer Bildungsplan Baden-Württemberg: Gender vollständig enthalten


Kein Anlass für ein Ende der Proteste
Mathias von Gersdorff

https://demofueralle.wordpress.com/...

Nach der Veröffentlichung des neuen Bildungsplanes für die Schulen Baden-Württembergs am 4. April 2016 gab es in manchen Kreisen eine gewisse Erleichterung, dass es nicht so schlimm kam, wie zunächst befürchtet wurde. „Die Schärfe und Übergewichtung des Themas ‚sexuelle Vielfalt‘ wurde als Reaktion auf die Bürgerproteste und Stellungnahmen massiv zurückgenommen“, äußerte beispielsweise der Vorsitzende der Evangelischen Lehrer- und Erziehergemeinschaft, Studiendirektor Paul-Gerhard Roller, gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Etwas vorsichtiger ist die Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Baden-Württemberg, Sabine Kurtz (Leonberg). Ihrer Auffassung nach hätten die Proteste gegen den Bildungsplan viel erreicht und diesen deutlich entschärft, doch sie befürchtet, eine Überbetonung des Themas sexuelle Vielfalt könnte durch den sog. Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ in den Schulen eingeführt werden.

Zur Erinnerung: Kultusminister Andreas Stoch von der bei der Landtagswahl am 13. März 2016 abgewählten SPD unterzeichnete als letzte Amtshandlung den umstrittenen Bildungsplan und setze ihn damit für das Schuljahr 2016/2017 in Kraft. Dieser Schritt wurde heftig kritisiert, denn er ignorierte den Wahlausgang und entzog die Diskussion über den Bildungsplan den sich anbahnenden Koalitionsverhandlungen.

Ist nun eine Entwarnung angebracht? Dürfen sich die Bildungsplangegner mit dem aktuellen Bildungsplan zufrieden geben?

In keiner Weise. Man braucht nur einen genauen Blick auf die Leitperspektive „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt (BTV)“ zu werfen, um leicht sehen zu können, dass „Gender“ noch in vollem Umfang im neuen Bildungsplan enthalten ist.

Die Leitperspektive wird deutlich in einem Absatz, in welchem die Gender-Ideologie zu einem Kerninhalt des neuen Bildungsplanes erhoben wird: „Schule als Ort von Toleranz und Weltoffenheit soll es jungen Menschen ermöglichen, die eigene Identität zu finden und sich frei und ohne Angst vor Diskriminierung zu artikulieren. Indem Schülerinnen und Schüler sich mit anderen Identitäten befassen, sich in diese hineinversetzen und sich mit diesen auseinandersetzen, schärfen sie ihr Bewusstsein für ihre eigene Identität. Dabei erfahren sie, dass Vielfalt gesellschaftliche Realität ist und die Identität anderer keine Bedrohung der eigenen Identität bedeutet.“

Analysieren wir die entscheidenden [gekürzten] Stellen: Die „Schule soll den jungen Menschen ermöglichen, die eigene Identität zu finden“.

Dieser Satz behauptet nichts anderes, als dass man die eigene Identität, die eigene Persönlichkeit nicht unmittelbar erkennen kann. Man ist sozusagen auf der Suche nach der eigenen Identität, AUCH nach der sog. sexuellen Identität. Hier wird also impliziert, dass das biologische Geschlecht keine Rolle bei der sexuellen Identität oder Orientierung spielt. Man kann zwar biologisch Mann oder Frau sein, doch dadurch ist die „sexuelle Identität“ oder die „sexuelle Orientierung“ (beide werden im Bildungsplan nicht näher definiert) nicht festgelegt.

Genau das ist die Auffassung von Gender: Das Geschlecht sei nicht durch die Natur des Menschen festgelegt, sondern eine Konstruktion. Bausteine dieser Konstruktion sind gesellschaftliche, religiöse und kulturelle Ansichten, so die Gender-Ideologie.

Diese Auffassung widerspricht der elementaren menschliche Erkenntnis und ist daher unwissenschaftlich. Man kann diese Sichtweise des Menschen nicht anderes bezeichnen denn als eine Ideologie wider die Vernunft.

Der oben zitierte Satz aus dem neuen Bildungsplan besagt, dass man auf der Suche nach der Identität schlechthin sei, also nicht bloß nach der „sexuellen Identität“. Das heißt, hier wird regelrecht geleugnet, dass die menschliche Identität in irgendeiner Weise von der Natur festgelegt wird.

Gender spaltet also Identität von Geschlecht. Doch die Aussagen des neuen Bildungsplanes gehen noch viel weiter: Die menschliche Identität selbst ist eine Konstruktion. Der neue Bildungsplan ist – philosophisch betrachtet – noch viel radikaler als die Gender-Ideologie.

Diese Sichtweise wurde von Papst Benedikt XVI. als eine „antropologische Revolution“ bezeichnet, also eine Revolution, eine Auflehnung gegen die menschliche Natur des Menschen an sich.

Ein weiterer Satz im oben zitierten Absatz ist besonders aussagekräftig hinsichtlich der impliziten Philosophie des Bildungsplanes: „Indem Schülerinnen und Schüler sich mit anderen Identitäten befassen, sich in diese hineinversetzen und sich mit diesen auseinandersetzen, schärfen sie ihr Bewusstsein für ihre eigene Identität.“

Das ist nichts anderes als das Programm, was wir vom Praxisbuch „Sexualpädagogik der Vielfalt: Praxismethoden zu Identitäten, Beziehungen, Körper und Prävention für Schule und Jugendarbeit“ von Elisabeth Tuider kennen. Die Schüler sollen Charade spielen und sich vorstellen, sie seien transsexuell, bisexuell oder was auch immer. Es ist ein Spiel mit den Identitäten, etwa im Sinne, wie das Judith Butler in „Das Unbehagen der Geschlechter“ vorgeschlagen hat. Dieses Buch ist so etwas wie die Bibel der Genderisten. Dort wird postuliert, die Geschlechter seien nicht eindeutig definiert und man müsse „Verwirrung“ in die „konstruierte“ Polarität von Mann und Frau bringen.

Genau diese Verwirrung, dieses Spielen mit Identitäten – „sexuellen Identitäten“ inklusive – sieht die Leitperspektive „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt (BTV)“ vor.
http://kultur-und-medien-online.blogspot...Medien+-+online)
Offensichtlich orientiert man sich nach einer völlig relativistischen Sicht des Menschen, die in scharfem Kontrast mit dem Naturrecht und mit der christlichen Auffassung von Mann und Frau stehen.
http://www.queer.de/detail.php?article_id=25890

*****

Schwulen und Lesben, laden zum Katholikentag ein

Mit Unterstützung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken...ZDK... organisieren schwule und lesbische Christen auf dem Katholikentag in Leipzig das "Zentrum Regenbogen"

http://www.queer.de/detail.php?article_id=25890...
http://www.ikvu.de/

Schlimme Zeiten stehen bevor...Admin.

von esther10 07.04.2016 00:35

Bibel Basis und Orientierung für menschliches Verhalten
07/04/16


Cardinal Gerhard Ludwig Müller
Kardinal Gerhard Ludwig Müller hielt am Montag, dem 4. April, die Eröffnungsansprache zur jährlichen Generalversammlung der Päpstlichen Bibelkommission, der er als Präsident vorsteht, und erklärte, dass Gott mit der Bibel eine solide Basis und Richtung für das menschliche Verhalten vorgebe.

Gott als den Vater aller anzuerkennen, unsere von Ihm anvertrauten Aufgaben zu entdecken und verantwortungsvoll Ihm gegenüber zu handeln, sei grundlegend. In unserer heutigen Zeit herrsche teilweise die Auffassung, der Mensch müsse sich autonom und ohne Bezug zu Gott realisieren. Dieser Irrtum, führte Kardinal Müller aus, erwachse aus der Annahme, die Freiheit des Menschen sei unvereinbar mit dem Gesetz Gottes. Das Gegenteil sei jedoch der Fall; die Fleischwerdung Jesu sei die vollkommene Freiheit in absolutem Gehorsam.

Die Generalversammlung wird ihre Arbeit am Freitag, dem 8. April, fortsetzen. (bd)
Zenit-Newsletter


von esther10 07.04.2016 00:33

POLENS BISCHÖFE DEMONSTRIEREN ECHTE PRO-LIFE-FÜHRUNG
5. April 2016


Die polnischen Bischöfe haben sich vereint, für die Wiederherstellung der vollständigen rechtlichen Schutz für das ungeborene Kind in Polen zu nennen. Das Gesetz ermöglicht es derzeit Abtreibung in Fällen der Empfängnis nach einer Straftat, schwere Behinderung oder Gefahr für das Leben der Mutter.

In einer Erklärung der Konferenz der polnischen Bischöfe veröffentlicht am 30. März 2016 der 1050. Jahrestag der Taufe Polens ersten christlichen König Mieszko I., sagten die Bischöfe:

"Wenn es um den Schutz des Lebens des ungeborenen kommt, können wir nicht den aktuellen Kompromiss unterstützen im Gesetz von 1993 festgelegt, die Abtreibung in drei Fällen erlaubt."

Sie sagten:

"Jede Person, die das Leben durch das fünfte Gebot geschützt ist, nicht töten. So ist die Haltung der Katholiken ist klar und unveränderlich. "

Sie forderten alle polnischen Volk zu "Maßnahmen ergreifen, die volle rechtliche Schutz des ungeborenen Lebens, um sicherzustellen," und für genannte "Programme konkrete Hilfe für Eltern von kranken und behinderten Kindern zu gewährleisten und jene, die durch Vergewaltigung konzipiert."

Beata Szydło, der polnische Premierminister sagte, dass die Bischofs Aussage "hat darauf uns eindeutig in die richtige Richtung", und dass sie würde Gesetzgebung Wiederherstellung der vollen rechtlichen Schutz für das ungeborene Kinder zu unterstützen.

Ein neues Gesetz wurde von der entworfen Ordo Juris Institute , die alle Abtreibungen illegal machen würden. "Ich hoffe , dass die Politiker eine gemeinsame moralische Front präsentieren" , sagte Jerzy Kwaśniewski, ein Anwalt von Ordo Iuris "Wenn wir Auftrag in Polen wieder herstellen wollen, müssen wir mit den meisten grundlegende Sache zu starten: den Schutz des menschlichen Lebens. "die polnische Verfassung sieht die Möglichkeit für die Bürger Rechnungen durch die Einführung" Mechanismus der Volksinitiative " , wenn es bei dir Unterschriften von einer Gruppe von 100 000 Bürgern unterstützt wird. Aktivisten der Right to Life Foundation planen Unterschriften zur Unterstützung des neuen Gesetzes zu sammeln.

Es gibt gute Gründe zu hoffen, dass das neue Gesetz in Kraft sein wird. Jarosław Kaczyński, der Führer der Partei Recht und Gerechtigkeit, die eine Mehrheit im polnischen Parlament hat, unterstützt auch die vorgeschlagene Gesetzgebung und glaubt, dass die meisten Mitglieder seiner Partei für sie stimmen. Es gibt auch Pro-Life-Politiker in anderen politischen Parteien wie Kukiz'15 und der polnischen Volkspartei.

Stimme der Familie begrüßt diese Nachrichten aus Polen, das die enorme gut demonstriert , die erreicht werden kann , wenn die Bischöfe in der Verteidigung von Kindern sprechen und der Familie. Leider routinemäßig in vielen Teilen der Welt, katholischen Bischöfe nicht im Namen der gefährdeten zu sprechen und in zu vielen tragischen Fällen sind Komplizen bei der Förderung der sexuellen Revolution und der Kultur des Todes. Lassen Sie uns hoffen und beten , dass Bischöfe weltweit werden bald die Führung der polnischen Bischöfe folgen und ohne Ausnahme für alle ungeborenen Kindes, für die vollständige rechtliche Schutz arbeiten.
http://voiceofthefamily.com/polands-bish...ife-leadership/

von esther10 07.04.2016 00:33

CSU sieht die Union in Not



Aber als Signal will die CSU die Zusammenarbeit auf keinen Fall verstanden wissen. "In Baden-Württemberg ist eine andere Konstellation nicht möglich", sagt Unionsfraktionsvize Hans-Peter Friedrich (CSU). Deshalb habe er Respekt und Verständnis für die Haltung der CDU dort. Klingt kühl? Soll es auch. Friedrich weiter: "Auf Bundesebene bleibt uns 2017 eine solche Notsituation voraussichtlich erspart. Das wäre im Interesse Deutschlands und auch der Union."

Eine Notsituation. In der sehen viele Christsoziale die Union nach den Landtagswahlen. Und aus der Not heraus mögen auch Bündnisse mit den Grünen nötig sein, um sich ein Stück von der Macht zu sichern. Aber die Not zur Strategie zu erklären, das kommt für die CSU nicht in Frage.

Im Gegenteil: Seehofer scheint es körperlich zu schmerzen, wenn die Grünen Merkel für ihre Willkommenspolitik loben. Der Kurs der Kanzlerin hat die AfD seiner Meinung nach doch erst nach oben gespült. Und die Stärke der Rechtspopulisten kostet die Union zum einen Stimmen, zum anderen erschwert sie die Mehrheitssuche.

Seit Monaten drängt die CSU daher auf einen Politikwechsel. Im "Spiegel" fordert der Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber, "dass die Positionen der CSU auch wieder Positionen der CDU werden". Ein Rechtsruck soll abgewanderte AfD-Wähler zurückbringen und die Union wieder auf Distanz zu den Grünen bringen.

Union sollte keine Koalition mit den Grünen anstreben

Der Chef der CSU-Grundsatzkommission, Markus Blume, sagt: "Die Union sollte sich jetzt nicht mit Koalitionsspekulationen beschäftigen, sondern ihren bürgerlichen Markenkern profilieren - das gelingt ganz sicher nicht durch Bündnisse mit den Grünen." Eine schwarz-grüne Koalition im Bund könne keine Option sein, die die Union ernsthaft anstreben sollte, meint der 41-jährige CSU-Landtagsabgeordnete.

Grüne: "Im Zweifel mit der Union"

Dass die CSU dabei zum Problem werden könnte, ist den Grünen bewusst. Koalitionsverhandlungen würden durch die CSU "sicherlich viel schwieriger", sagt Hessens Vize-Ministerpräsident Tarik Al-Wazir im "Spiegel". Dessen grüner Landesverband regiert seit mehr als zwei Jahren weitgehend geräuschlos mit Volker Bouffiers CDU. Der Grünen-Parlamentarier Omid Nouripour glaubt: "An Merkel würde Schwarz-Grün wahrscheinlich nicht scheitern, aber am schrillen Populismus der CSU."

Zum nächsten Termin in gut zehn Tagen hatte man unter anderem CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer eingeladen. Der hatte vor einiger Zeit erklärt, die Flüchtlingskrise zeige, dass CSU und Grüne meilenweit auseinanderlägen.

hier geht es weiter
http://www.t-online.de/nachrichten/deuts...en-im-bund.html

von esther10 07.04.2016 00:33

Papst Franziskus bereist am 16. April die Insel Lesbos
07/04/16


Aus dem Vatikan kam heute die Bestätigung des Besuchs von Papst Franziskus am Samstag, dem 16. April 2016, auf der Insel Lesbos für ein Zusammentreffen mit den in den vergangenen Monaten auf den griechischen Küsten gelandeten Migranten und Flüchtlingen aus dem Nahen Osten.

Das offizielle Datum wurde heute Vormittag vom Pressesprecher des Heiligen Stuhls, Pater Federico Lombardi, bekannt gegeben. Dieser teilte mit, dass die Reise des Heiligen Vaters auf Einladung des ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I. und des Präsidenten der Republik Griechenland, Prokopis Pavlopoulos, erfolgt.

Bartholomäus selbst wird den Heiligen Vater während dieser Blitzvisite von nur einem Tag begleiten. Ebenso wird sich der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Athen und ganz Griechenlands Hieronymos II. daran beteiligen. Im Gefolge des Papstes reist auch ein Pool von maximal 30 Journalisten und Fotografen.

Details zum Programm der Visite wurden bisher nicht bekannt gegeben. Laut Lombardi werden höchstens zwei Ereignisse bevorstehen. Ersten Informationen zufolge werden sich der Papst und Bartholomäus zum Flüchtlingslager begeben und anschließend ein gemeinsames Gebet am Hafen sprechen.

Der Besuch der Insel Lesbos ist der zweite des Papstes im Herzen des Mittelmeers, nach der Insel Lampedusa im Sommer 2013, die ebenfalls als Symbol des Flüchtlingsdramas gilt.
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von esther10 07.04.2016 00:31

Papst trifft Delegation des Weltrates Methodistischer Kirchen
| 07/04/16


Die Unterschiede zwischen Katholiken und Methodisten gibt es und sie sind zahlreich. Keiner davon kann jedoch daran hindern, „so zu lieben“ und ein glaubhaftes Zeugnis vor einer „von vielen Formen des Bösen verletzten“ Welt wie der aktuellen abzulegen. Darin liegt im Wesentlichen der Kern der eine deutlich ökumenische Spur aufweisenden Botschaft von Papst Franziskus an die am heutigen Vormittag zu einer Audienz im Vatikan empfangenen Mitglieder einer Delegation des Weltrates Methodistischer Kirchen.

Der Papst rief dazu auf, „das Möglichste zu tun, damit die Mitglieder unserer Pfarrgemeinden einander regelmäßig begegnen, sich über einen fruchtbaren Austausch kennenlernen und gegenseitig zur Suche nach dem Herrn und seiner Gnade ermutigen“, und stellte in diesem Zusammenhang fest: „Katholiken und Methodisten haben in Bezug auf das Verständnis der Heiligkeit und den Versuch diese zu leben viel voneinander zu lernen.“

Dies wurde bereits von dem englischen Theologen und Gründer der protestantischen Bewegung John Wesley in seinem „Brief an einen römischen Katholiken“ festgehalten: Katholiken und Methodisten sind dazu berufen, einander „gegenseitig in allen Dingen zu helfen… die zum Reich führen“. Dem fügte er außerdem hinzu: „Auch wenn wir noch nicht in allen Belangen die gleiche Auffassung vertreten können, können wir zumindest gleich lieben.“

Diesbezüglich betonte Bergoglio: „Es ist wahr, dass wir noch nicht in allen Belangen gleich denken und hinsichtlich der Fragen zum geweihten Amt und der Ethik noch viel Arbeit zu leisten ist. Dennoch hindert uns keine dieser Differenzen daran, gleich zu lieben und vor der Welt ein gemeinsames Zeugnis abzulegen.“

Der Papst ergänzte, dass „unser Dialog“, jenseits der Differenzen, „auf Achtung und Brüderlichkeit basiert und beide Gemeinschaften bereichert.“ Ein Beispiel dafür sei das gegenwärtig in Vorbereitung befindliche Dokument seitens der vereinten theologischen Kommission, die ihre Arbeit vor fast 50 Jahren aufgenommen hat, das bis zum Jahresende veröffentlicht werden sollte.

Der Papst äußerte den Wunsch, dass diese neue gemeinsame Erklärung Methodisten und Katholiken dazu ermutige, einander im Leben des Gebetes und der Verehrung zu unterstützen. Er führte aus: „Unser Leben in der Heiligkeit soll stets einen Dienst der Liebe für die Welt beinhalten, denn Katholiken und Methodisten müssen sich gemeinsam um ein konkretes Zeugnis der Liebe zu Christus in vielen Bereichen bemühen.“

Der Bischof von Rom versicherte: „Wenn wir gemeinsam den Notleidenden dienen, wächst unsere Gemeinschaft.“ Franziskus begrüßte die Nachricht von der Eröffnung des ökumenisch-methodistischen Büros in der italienischen Hauptstadt und bezeichnete diese als „Zeichen einer Vertiefung unserer Beziehung und insbesondere unseres gemeinsamen Wunsches, die Hindernisse an einer vollen Gemeinschaft zu überwinden.“

So spricht sich Franziskus dafür aus, zum Herrn zu beten, damit er „die Arbeit dieses Büros segne“, sodass es „ein fruchtbarer Ort der Begegnung zwischen Methodisten und Katholiken werde, in dem die einen den Glauben der anderen immer mehr wertschätzen; unabhängig davon, ob sie Pilgergruppen, Personen, die sich auf das Amt vorbereiten oder Verantwortliche ihrer Gemeinden sind und auch zu einem Ort werden kann, in dem die von unserem theologischen Dialog vollbrachten Fortschritte verbreitet, gefeiert und vorangebracht werden.“

„Wenn wir alleine oder in der Gruppe, aber stets in einer Atmosphäre des Gebetes die Heilige Schrift lesen, öffnen wir uns für die Liebe des Vaters, die uns in seinem Sohn und im Heiligen Geist geschenkt wurde. Auch dort, wo Divergenzen zwischen unseren Gemeinden bleiben, können und müssen sie zur Besinnung und zum Dialog anregen.“

Vor allem in der Welt von heute, die „von vielen Formen des Bösen verletzt ist“, sei es mehr denn je zuvor notwendig, dass wir Christen gemeinsam mit erneuerter Energie das Osterlicht bezeugen, indem wir zu Zeichen der in der Auferstehung Jesu siegreichen Liebe Gottes werden. Daraus entspringt der Wunsch Bergoglios, dass „diese Liebe auch über unseren demütigen und mutigen Dienst die Herzen und das Leben vieler Brüder und Schwestern erreichen möge, die sie auch ohne es zu wissen erwarten.“
Zenit-Newsletter

von esther10 07.04.2016 00:28

07.04.2016



Kardinäle Sarah und Burke beklagen Verwässerung der Sakramente
"Fotografieren während Messfeier verbieten"


Die Kardinäle Robert Sarah und Raymond Leo Burke haben eine fortschreitende Verwässerung der katholischen Sakramente kritisiert. Deshalb hätten sie Papst Franziskus nach eigener Aussage auch Vorschläge unterbreitet.

Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) sei in der katholischen Kirche teilweise eine Sinnentleerung und Banalisierung der Sakramente eingerissen, beklagten sie bei einer Buchvorstellung in Rom. Vielen Gläubigen und selbst manchen Priestern fehle heute das Verständnis und die Ehrfurcht vor den Riten, die nach katholischem Verständnis das Wirken Gottes in der Welt sichtbar machen und die Menschen daran teilhaben lassen. Dazu zählen Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, die Weihe von Diakonen, Priestern und Bischöfen sowie das Ehesakrament.

"Viel Mensch, wenig Gott"

Der aus Guinea stammende Sarah, seit 2014 Präfekt der päpstlichen Gottesdienstkongregation, monierte, in den Kirchen gebe es heute "viel Mensch, wenig Gott". Wörtlich sagte er: "Wir haben die Liturgie zu einem Spektakel verwandelt." Deshalb habe er etwa Papst Franziskus vorgeschlagen, das Fotografieren während der Messfeiern zu untersagen. Weiter kritisierte Sarah, dass der Tabernakel, in dem die geweihten Hostien aufbewahrt werden, nach dem Konzil in den meisten Kirchen vom Zentrum an einen untergeordneten Platz neben dem Altar gerückt worden sei. Dabei sei die Hostie der eigentliche Orientierungspunkt hin zu Gott.



Burke sprach von einer "Deformation der Sakramente im Namen der Kreativität" nach dem Konzil. Es habe den Anschein, die Sakramente seien in manchen Gemeinden zu einem "Privatbesitz" geworden.

Christus als Protagonist

Priester, die die Sakramente spendeten, müssten sich aber immer bewusst sein, dass sie als eine Art "Verwalter" des göttlichen Heilswirkens fungierten. "Christus ist der Protagonist, nicht der Priester", so Burke. Franziskus hatte den US-Amerikaner als Präfekten der Apostolischen Signatur, des obersten Vatikangerichts, abberufen und zum Kardinalpatron des Malteserordens ernannt.

Sarah und Burke betonten, die transzendentale Bedeutung der Sakramente als notwendiges Zeichen der Anwesenheit Gottes und Jesu Christi in der Welt ergebe sich unmittelbar aus der Bibel. Beide Kardinäle zählten während der Bischofssynoden zu Ehe und Familie 2014 und 2015 - dann ohne Burke - zu den vehementesten Gegnern von Reformen etwa beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, die nicht zu den Sakramenten zugelassen sind. Sie äußerten sich bei der Vorstellung des Buches "Mit den Sakramenten spielt man nicht" des Geistlichen und Liturgiewissenschaftlers Nicola Bux, der auch als Berater der Gottesdienstkongregation tätig ist.
https://www.domradio.de/themen/vatikan/2...-der-sakramente
(KNA)

von esther10 07.04.2016 00:28

Zeugnis vom christlichen Glauben ablegen
Britta Dörre | 07/04/16


In der heutigen Frühmesse in der Domus Sanctae Marthae erklärte Papst Franziskus, dass ein wahrer Christ mutig von seinem Glauben Zeugnis ablege. Ausgehend vom Tagesevangelium zeigte der Papst auf, dass Petrus eine Wandlung vollziehe und Jesus folge.

Papst Franziskus betonte, dass es ohne den Heiligen Geist kein christliches Zeugnis gebe. Das christliche Leben sei eine Gnade, die der Herr mit dem Heiligen Geist schenke. Zeuge des christlichen Glaubens sei, wessen Worte und Taten mit dem übereinstimmten, was er erhalten habe.

Dies gelte für die Märtyrer unserer Zeit, die den Mut aufwiesen, bis zum Tod von Jesus Zeugnis abzulegen. Papst Franziskus wies darauf hin, wie wichtig die Märtyrer für die Kirche von heute seien. Die Märtyrer, d.h. die alltäglichen Heiligen, legten bis zu ihrem Tod Zeugnis von ihrem Glauben ab und seien das lebende Blut der Kirche. Sie bezeugten den auferstandenen Jesus, den lebendigen Jesus und die Übereinstimmung eines Lebens mit dem Heiligen Geist.
Zenit-Newsletter


von esther10 07.04.2016 00:24

01.04.2016

Am 8. April erscheint Franziskus' Schreiben zur Familiensynode
Jetzt spricht der Papst


Papst Franziskus während der Synode

Die Erwartungen an das Schreiben von Franziskus zur Familiensynode sind hoch. Manche Katholiken hoffen auf ein klärendes Wort zu strittigen Fragen der kirchlichen Morallehre. Doch erste Signale dämpfen diese Erwartungen.

Es hat lange gedauert. Nun ist es soweit: Nach einer weltweiten Umfrage unter Katholiken, zwei Bischofssynoden und einer zweieinhalbjährigen heftigen Debatte äußert sich Papst Franziskus selbst zum Thema Ehe und Familie. Am Freitag erscheint sein Schreiben zur Ordentlichen Bischofssynode über Ehe und Familie im Oktober 2015. Die Erwartungen an den Text sind hoch. Viele Katholiken erhoffen sich ein klärendes Wort des Papstes zu strittigen Themen wie dem kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen oder Homosexuellen.

Offiziell bekannt ist bislang allerdings nur der Titel des sogenannten nachsynodalen Schreibens: "Amoris laetitia", zu Deutsch "Freude der Liebe". Und der Untertitel: über die Liebe in der Familie. Auch in italienischen Medien sind bislang - anders als im Fall der Umweltenzyklika des Papstes - keine weiteren Details durchgesickert. Das nährt Spekulationen. Spricht der Papst ein Machtwort? Macht er sich zum Anwalt der Reformer? Lässt er wiederverheiratete Geschiedene im Einzelfall zur Kommunion zu? Oder berufen sich jene, die Veränderungen in der kirchlichen Morallehre fordern, möglicherweise zu Unrecht auf Franziskus?

Keine definitiven Entscheidungen in konkreten Streitfragen

Wer sich in diesen Tagen im Vatikan umhört, bekommt zu hören, man sollte nicht mit definitiven Entscheidungen in konkreten Streitfragen rechnen. Der Text sei allgemeiner gehalten und lasse einigen Interpretationsspielraum. Dem Vernehmen nach soll das Schreiben 200 Seiten lang sein. Bereits sein Titel lässt erahnen, dass es dem Papst wohl vor allem darum gehen dürfte, für Ehe und Familie zu werben.

Übersetzer arbeiten im Vatikan unterdessen noch am letzten Schliff der Textfassungen in den verschiedenen Sprachen. Eifrig spekulieren Beobachter derweil über die Ghostwriter. Der von der Bischofssynode gewählte Synodenrat, der dem Papst eigentlich bei der Erstellung des Schreibens helfen und ihn beraten soll, hat kein einziges Mal getagt. Franziskus bediente sich offenbar einmal mehr auswärtiger Expertise.

Wie stets, wenn es um größere Dokumente des Papstes geht, fällt vor allem der Namen von Erzbischof Victor Manuel Fernandez. Der Rektor der Päpstlichen katholischen Universität von Argentinien gilt als engster theologischer Berater des Papstes.

Willen der Bischöfe nicht außer Acht lassen

Franziskus muss nicht bei Null anfangen. Ihm lag das Abschlusspapier der Synode vom Oktober vor. Daran ist er zwar nicht gebunden. Aber wie jeder Papst ist er gut beraten, den Willen seiner Bischöfe nicht ganz außer Acht zu lassen. Im Abschlusspapier hatten sich die Bischöfe dafür ausgesprochen, dem Seelsorger im konkreten Einzelfall mehr Spielraum im Umgang mit Gläubigen zu geben, deren Leben nicht der kirchlichen Morallehre entspricht. Im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen legt das Schreiben die letzte Entscheidung in die Hände des Beichtvaters und des Gewissens der Betroffenen. Die deutschsprachigen Synodenteilnehmer hatten die theologische Vorarbeit dazu geleistet.

Maßgeblichen Anteil daran hatte der Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Er wird das päpstliche Schreiben kommenden Freitag im Vatikan gemeinsam mit Kardinal Lorenzo Baldisseri, dem Generalsekretär der Bischofssynode, vorstellen. Der US-amerikanische Vatikan-Kenner John Allen wertete die Wahl Schönborns als möglichen Fingerzeig dafür, dass Franziskus in seinem Schreiben für die Reformer Partei ergreife. Doch das bleibt einstweilen Spekulation.

Viele Fingerzeige

Mit besonderer Spannung wird erwartet, ob und wie sich der Papst zur Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion äußert.

Im Abschlusspapier der Bischofssynode wurde diese äußerst strittige Frage nicht ausdrücklich thematisiert. Das führte zu unterschiedlichen Auslegungen. Befürworter einer Änderung der kirchlichen Praxis sagten, Argumentation und Geist des Papiers sprächen dafür, dass auch für wiederverheiratete Geschiedene im Einzelfall eine Zulassung zur Kommunion möglich sei. Verteidiger der bisherigen Praxis wandten sich gegen eine solche Schlussfolgerung.

Immerhin: Fingerzeige, wie sich Franziskus positionieren könnte, gibt es viele. Immer wieder betonte er, dass es ihm nicht darum gehe, die katholische Morallehre grundsätzlich zu ändern. Franziskus hat aber wiederholt erkennen lassen, dass er mehr Spielraum für den Seelsorger im konkreten Einzelfall möchte.
https://www.domradio.de/themen/papst-fra...-familiensynode
Thomas Jansen
(KNA)

**********

Deutsche Bischöfe drohen mit „Alleingang“

Für die Mehrheit der deutschen Bischöfe müsse der „Bußweg“ in die Zulassung zu den Sakramenten enden. Wenn Rom dem nicht zustimme, würden sie das im Alleingang praktizieren, „wie sie mehrfach angedroht haben“.

Es gebe jedoch „heftigen Widerstand durch Konservative und Verteidiger der Glaubenslehre“. Die Zeitung nennt namentlich die Kardinäle Gerhard Müller, den „einflußreichen“ Glaubenspräfekten, und Robert Sarah, Präfekt der Gottesdienstkongregation, hinter dem „der Großteil der afrikanischen Kirche“ stehe.

Für sie „ist die Ehe unauflöslich und weder die Kirche noch der Papst können den Willen Gottes ändern“. Der „Bußweg“ sei keine „zweite Gelegenheit“, um eine neue Ehe einzugehen, wie in der orthodoxen Kirche. „Es könnten also stürmische Zeiten auf die Kirche zukommen“, so Clarin.



von esther10 07.04.2016 00:24

Sie befinden sich hier: Konradsblatt

Redaktionsblog: Auf das Gewissen kommt es an
- 06.04.2016 -
Vor der Veröffentlichung des nachsynodalen Papstschreibens ist viel von Erwartungen die Rede. Die einen wollen Enttäuschungen vorbeugen, die anderen scheinen sich vorab auf eine veränderte Lage einzustellen.

Quelle: KNA-BildQuelle: KNA-Bild


Die Harmonie trügt: Die Familiensynode ließ zwischen den Bischöfen auch Gegensätze aufbrechen, im Bild Kardinal Timothy M. Dolan, der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper und Kardinal Daniel N. DiNardo (von links).

Für Freitag, 8. April, ist die Veröffentlichung des nachsynodalen Papstschreibens „Amoris laetitia“ (Freude der Liebe) angekündigt. Die beiden Bischofssynoden 2014 und 2015 haben sich mit Fragen von Ehe und Familie befasst. Im Mittelpunkt stand seit langem in der katholischen Kirche diskutierte Frage nach einem veränderten Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen.

Aus dem von seinen Bischofskollegen Gesagten und Abgestimmten hat der Papst eine gesamtkirchliche Position formuliert. Seine Unterschrift hat Franziskus bereits geleistet. Die Pressekonferenz im Vatikan in wenigen Tagen leitet der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, der in beiden Bischofssynoden eine wichtige, zwischen den aufgebrochenen Gegensätzen ausgleichende Rolle gespielt hat.

So gespannt man auch auf dieses Schreiben ist – welche Erwartungen soll man hegen? Manche warnen vor zu hohen Erwartungen. Bei anderen merkt man, dass sie bereits begonnen haben, sich auf eine veränderte Lage einzustellen. Beispiel für die letztere Haltung könnte der Erzbischof von New York sein, Kardinal Timothy Dolan.

Kardinal Dolan fürchtet, es könne zu lax zugehen

Kardinal Dolan gehörte bei den Bischofssynoden zu den Verfechtern eines konservativen Kurses. In einem Interview im Internet macht er keinen Hehl daraus, dass er vor allem die Befürchtung hat, in der Kirche könne es in dieser Frage zu lax zugehen. Er wiederholt seine Ansicht, dass man dem ganzen Thema ein zu großes Gewicht beimesse. Er könne darin kein dringendes pastorales Problem erkennen. Nur Minderheiten riefen als wiederverheiratete Geschiedene, so der Erzbischof von New York, nach der Wiederzulassung zur Kommunion. Viele Betroffene gingen ohnehin nicht zur Messe. In Amerika sei man über dieses Thema bereits hinweg. Er sage zwar nicht, dass das gut sei, aber so sei es nun mal.

Dass das Fernbleiben von der Eucharistiefeier bei manchen möglicherweise damit zu tun hat, dass wiederverheiratete Geschiedene formell vom Kommunionempfang ausgeschlossen sind, erwähnt er nicht. Dass sich nicht wenige wiederverheiratete Geschiedene wegen dieses Ausschlusses bedauerlicher- und unnötigerweise von Glaube und Kirche nachhaltig entfremdet haben, auch nicht.

Änderungen von einiger Bedeutung nicht ausgeschlossen

Von dem Journalisten wird Dolan auf eine mögliche vorsichtige Öffnung für die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen im Forum internum, also im Kontakt mit einem begleitenden Seelsorger beziehungsweise Beichtvater, angesprochen. Der Versuch, dieses Thema auf der Basis einer persönlichen Gewissensentscheidung zu lösen, entgegnet Dolan, sei nichts Neues. Das geschehe doch auch jetzt schon. „Revolutionär“ würde er dies nicht nennen.

Die Aussagen von Dolan wirken, als richte er sich bereits auf den Tag nach der Veröffentlichung des Papstschreibens ein. Auch wenn man „Amoris laetitiae“ möglicherweise nicht „revolutionär“ nennen wird, kann es dennoch Änderungen von einiger Bedeutung mit sich bringen. Wenn die Kirche Gewissensentscheidungen auf diesem Gebiet unter bestimmten Bedingungen ausdrücklich akzeptieren würde, wenn man bei Wiederverheiratungen nach Scheidungen deutlicher unterscheiden und aus den Unterscheidungen dann auch Konsequenzen ziehen würde, wäre das nicht nichts.
Klaus Nientiedt
http://www.konradsblatt-online.de/html/a...cataktuell=1169

von esther10 07.04.2016 00:23

Fragen zur „ökumenischen Trauerfeier“ für einen homosexuellen Protestanten in einer katholischen Kirche

7. April 2016 0


"Ökumenische Trauerfeier" für Guido Westerwelle in einer katholischen Kirche

(Berlin) Die „ökumenische Trauerfeier“ für den protestantischen und bekennend homosexuellen, ehemaligen deutschen Vizekanzler Guido Westerwelle in einer katholischen Basilika in Köln wirft grundsätzliche Fragen auf, die über diesen Einzelfall hinausreichen. Was ist eine Kirche? Wozu wurde sie errichtet? Was ist ihr Zweck? Ist die Kirche, egal welcher Konfession, nur ein Dienstleistungsunternehmen, dessen Dienste man nach Belieben und in individueller Ausführung in Anspruch nehmen kann? Wollten Kirchenvertreter den Tod Westerwelles gar zur faktischen Anerkennung der Homosexualität durch die Katholische Kirche mißbrauchen? Die mißbräuchliche Nutzung von Kirchen ist kein Einzelfall, sondern tendenziell zunehmend.

„Heiliger Boden“: Die Kirche als Sakralbau

Die Kirche ist das Haus Gottes. Sie hat ihren Ursprung in der Begegnung Gottes mit Moses im brennenden Dornbusch. Das war die erste direkte Offenbarung Gottes an die Menschen seit der Vertreibung aus dem Paradies. Gott sagte zu Moses:

„Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden.“
Der Ort, wo Gott gegenwärtig ist, wo die Heilige Eucharistie gefeiert und aufbewahrt wird, ist heiliger Boden, und Gott verlangt vom Menschen eine entsprechende Haltung. Um diese Heiligkeit zu unterstreichen, forderte Gott den Moses auf, die Schuhe auszuziehen.

Die Kirche betritt der Gläubige zum persönlichen Gebet und vor allem zur Teilnahme an der Zelebration der Heiligsten Eucharistie. Damit ist die Verehrung des auf dem Opferaltar für uns dargebrachten Erlösers zur Hilfe und zum Trost der Gläubigen gemeint. Eine Kirche soll daher, wie auch das Zweite Vatikanische Konzil sagt, schön sein und geeignet sein zu Gebet und heiliger Handlung.

Ein anderer Zweck ist nicht vorgesehen. Das heißt, eine Kirche darf für nichts anderes verwendet werden als zur Vergegenwärtigung, Aufbewahrung und Anbetung Gottes.

Zunehmende Zweckentfremdung

Dennoch werden katholische Kirchen in zunehmendem Maße zweckentfremdet. Die Palette der Sonderangebote reicht von Kunst- und Photoausstellungen bis zu Drehorten für Filme, von Agapen mit Essen und Trinken bis zu regelrechten Benefiz-Essen oder Armenspeisungen, von Kletter- bis Spielhalle einer zweifelhaften Jugendpastoral. Von den Debattierklubs bestimmter katholischer „Reformgruppen“ einmal ganz abgesehen. Hinzu kommen noch zunehmend „ökumenische“ Veranstaltungen. Ihnen allen gemeinsam ist, daß sie mit dem eigentlichen Zweck des Gotteshauses nichts zu tun haben. Die Kirche wird zu einer Art Mehrzweckhalle umfunktioniert, obwohl es ausreichend andere Räumlichkeiten gibt, meist schon im nahegelegenen Pfarrheim oder Gemeindehaus.

Über die Gründe kann spekuliert werden. Ist es die Folge eines schwindenden Glaubens an die Realpräsenz Jesu Christi im allerheiligsten Sakrament des Altares? Oder ist es der unangemessene Versuch, durch „Attraktionen“ die sich leerenden Kirchen zu füllen?

Kirche als Dienstleister für „schöne“ Feiern

Von protestantischer Seite herüberschwappend dringt auch in den katholischen Bereich ein falsches Verständnis der Kirche und der Sakramente ein. Gläubig sind viele eigentlich nicht mehr und sagen lassen wollen sie sich schon gar nichts. Da der Mensch aber gerne feiert, und das schön, um aus dem Alltag auszubrechen, erinnert man sich an die Kirche. Nicht ohne Grund bietet sie – die Ahnung ist selbst im glaubensfernen Menschen noch vorhanden – die schönsten Feste im Leben eines Menschen. Die Bedeutung dieser Feste versteht der sich entchristlichende Mensch vielleicht nicht mehr, aber das Fest erfreut ihn noch.

Die Kirche wird in dieser Perspektive zum Dienstleister für besondere Feste und Familienfeiern degradiert. Einen Dienstleister bestellt man sich, und am besten sollte er alles so ausrichten, wie man es selber haben möchte. Daher werden Kinder nicht mehr ehest möglich nach der Geburt getauft, damit sie durch das Taufsakrament zu Kindern Gottes werden. Die Taufe findet erst statt, wenn ein großes Fest organisiert ist und es allen Geladenen am besten in den Terminkalender paßt. So geht es über Firmung und Hochzeit dahin bis zur Beerdigung. Bei Beichte und Krankensalbung gibt es nichts zu feiern, weshalb nicht von ungefähr diese beiden Sakramente schwindende Beachtung finden.

Steigerungsform „ökumenische Gottesdienste“

So rollt bei diesen besonderen Anlässen allerlei Volk in die Kirche, das kaum mehr die elementarsten Verhaltensregeln kennt. Mancher Pfarrer muß sich mit Sonderwünschen herumschlagen, denn ein Dienstleister sollte ja flexibel auf die Wünsche der Kundschaft eingehen. So jedenfalls erwarten es sich manche „Kunden“.

Zur Potenz gesteigert wird diese Schieflage noch im „ökumenischen“ Kontext. Welchen geistlichen Nutzen etwa haben „ökumenische“ Gottesdienste? Das Eucharistieverständnis zwischen Katholiken und Protestanten ist grundverschieden. Mit diesem Verständnis ist aber untrennbar der Sinn und Zweck verbunden, warum überhaupt Kirchengebäude errichtet wurden und wofür sie zu nützen sind. Mit „ökumenischen“ Gottesdiensten soll zusammengezwungen werden, was nicht zusammenpaßt und nicht zusammengehört. Die vorher zu klärenden Fragen werden einfach übertüncht, und das geschieht zu Lasten des von Gott offenbarten Eucharistieverständnisses.

Damit bleibt auch der geistliche Nutzen und noch mehr die Heilswirksamkeit fraglich. Wozu also das Ganze?

Konkretes Beispiel: die „Trauerfeier“ für Guido Westerwelle

Dazu ein konkretes Beispiel, weil es unter den Augen aller stattfand und damit meinungsbildend wirkt. Am 18. März starb Guido Westerwelle, ein bekannter Bundespolitiker. Eine unheilbare Krankheit rang ihn, erst 54 Jahre alt, nieder. Westerwelle war 1961 geboren worden. Er stammte aus einer angesehenen, protestantischen Rechtsanwaltsfamilie. Beide Eltern waren aus dem 1538 protestantisch gewordenen Land Lippe (seit 1947 ein Teil von Nordrhein-Westfalen) in den damaligen „vorläufigen Regierungssitz“ Bonn gezogen. Westerwelle selbst wurde ebenfalls Rechtsanwalt.

Nach der „Wende“ von einer Regierung aus SPD/FDP zu einer Regierung aus CDU/CSU/FDP wurde er 1983 der erste Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, der neuen Jugendorganisation der FDP. Er stieg in den Bundesvorstand auf und wurde 1994 FDP-Generalsekretär, 1996 Bundestagsabgeordneter, 2001 FDP-Bundesvorsitzender, 2006 Fraktionsvorsitzender und Oppositionsführer und 2009 schließlich Vizekanzler und Bundesaußenminister. Letzteres Amt hatte er bis 2013 inne, als die FDP nach ihrem Höhenflug abstürzte und nicht mehr den Einzug in den Bundestag schaffte.

Bekennender Homosexueller

Über seine Homosexualität wurde frühzeitig gemunkelt. „Geoutet“ hat sich Westerwelle jedoch erst verhältnismäßig spät. Den Rahmen bildete 2004 Angela Merkels 50. Geburtstag. Westerwelle nahm mit männlichem Partner daran teil. Für die Schlagzeile sorgte am 21. Juli die Bild-Zeitung. Gast der Geburtstagsfeier war auch Kardinal Karl Lehmann, damals Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Es gab Zeiten, da wäre ein katholischer Bischof aus Protest gegen eine so demonstrative Zurschaustellung von Homosexualität aufgestanden und gegangen. Lehmann blieb, was als einer indirekte Gutheißung ausgelegt werden konnte.

2010 ging Westerwelle eine „Verpartnerung“ nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz ein. Das Gesetz aus rot-grüner Regierungszeit erkennt homosexuelle Beziehungen an und gibt ihnen einen rechtlichen Rahmen. Westerwelle war zu diesem Zeitpunkt Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland, was seiner Homosexualität große Medienöffentlichkeit verschaffte. Sein Verhalten ist, neben dem anderer Personen des öffentlichen Lebens, als wirksamste Werbung für die Homosexualität zu sehen.

„Trauerfeier“ in einer katholischen Kirche

Obwohl Westerwelle protestantisch war, fand am 2. April eine ökumenische Trauerfeier statt und das in der katholischen Basilika St. Aposteln in Köln. Warum eine ökumenische Trauerfeier? Warum in einer katholischen Kirche? Ist Kirche gleich Kirche, nur weil sie so genannt werden? Einer „ökumenischen“ Vermengung und Relativierung des katholischen Kirchenverständnisses wurde damit allemal Vorschub geleistet.

Es geht aber um weit mehr Fragen: Gilt die Liturgie dem Verstorbenen oder den Lebenden? Bekanntlich war der Verstorbene Angehöriger der Evangelischen Kirche im Rheinland, einer preußischen Unionskirche, in der sowohl Lutheraner als auch Calvinisten zusammengefaßt sind. Woran wurde die Feier ausgerichtet? An den mutmaßlichen Teilnehmern, also an der Tatsache, daß die höchsten Würdenträger der Republik und daher neben Protestanten auch Katholiken anwesend sein würden?

Und warum einerseits in einer katholischen Kirche, wenn andererseits ein protestantischer Pastor die „Trauerfeier“ leitet? Weil Prälat Karl Jüsten, Leiter des Katholischen Büros der deutschen Bischöfe in Berlin, der die Predigt hielt, Westerwelle seit „frühester Jugend“ kannte? Das klingt zu dürftig, besonders im Vergleich zum Eindruck einer faktischen Anerkennung der Homosexualität durch die Katholische Kirche, der am 2. April durch Prälat Jüsten und durch den Ort vermittelt wurde. Vor allem hat die persönliche Jugendfreundschaft nichts mit der Liturgie zu tun. Jüsten ließ in seiner Predigt, was angesichts der starken Medienpräsenz unerläßlich gewesen wäre, nicht den geringsten Hauch einer Kritik an Westerwelles Homosexualität anklingen. Ganz im Gegenteil. Er wandte sich ausdrücklich an Westerwelles „Mann“. Dieser saß in der ersten Kirchenbank gleich neben Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Homosexualität ist durch Guido Westerwelle, auch über den Tod hinaus, hochoffiziell im Protokoll der Bundesrepublik Deutschland angekommen und wird nicht nur als „selbstverständlich“ akzeptiert, sondern besonders hervorgekehrt.

Mißbrauch der Kirche

Die Entscheidung, die Trauerfeier für einen homosexuellen Protestanten in einer katholischen Kirche abhalten zu lassen, obwohl es an protestantischen Kirchen nicht mangelt, klingt im besten Fall danach, daß weltliche Kriterien wichtiger waren als kirchliche und geistliche. Im schlimmsten Fall sollte unter Mitwirkung höchster Kirchenkreise vor aller Öffentlichkeit die faktische Anerkennung der Homosexualität in der katholischen Kirche demonstriert und vorangetrieben werden. Ob so oder anders, der Widerspruch zwischen Westerwelles Homosexualität und der katholischen Kirche scheint niemandem aufgefallen, jedenfalls niemanden gestört zu haben. Auch nicht die katholischen Kirchenvertreter.

Zahlreiche Medien hatten ohnehin den Tod und die Trauerfeier zum Werbeinstrument für Homosexualität umgewandelt. Dem am selben Tag verstorbenen CDU-Politiker und Familienvater Lothar Späth widmeten die Medien in ihrer Berichterstattung deutlich weniger Raum.

Die „ökumenische Trauerfeier“ für Guido Westerwelle wurde zum offensichtlichen Beispiel für den Mißbrauch einer katholischen Kirche und der Liturgie als Dienstleistung. Westerwelle war bekennender Homosexueller und lebte als solcher im Stand schwerer Sünde, und er war Protestant. Mit der katholischen Kirche und dem katholischen Glauben verband ihn offensichtlich wenig.

Welche Heilswirksamkeit sollte zudem eine „ökumenische Trauerfeier“ haben? Ein Requiem hat sie. Wollte man dem Toten Gnadenmittel zukommen lassen, sollte er im Fegefeuer sein, dann wäre dies durch eine Heilige Messe möglich. Sie kann als Intention auch einem Nicht-Katholiken zugewandt werden. Das aber scheint gar nicht gewünscht gewesen zu sein. Womit wir wieder bei der bereits gestellten Frage wären, nach welchen Kriterien die Feier so ausgerichtet wurde, wie sie ausgerichtet wurde.

War die katholische Kirche einfach nur die „schöne“ Kulisse für eine „schöne“ Feier? Sollte durch die hohe Politik ein bundesrepublikanischer „Konsens“ demonstriert werden? Die Kirche nur als Handlanger der Regierung als Ausdruck des aufklärerischen und protestantischen Staatskirchentums? Ist auch der katholische Glaubensschwund soweit fortgeschritten, daß äußerliche Aspekte wichtiger sind als geistliche? Anders ausgedrückt, daß ein Anruf aus dem Berliner Regierungsviertel ergebenst spuren läßt?

Die Sprache des Kirchenrechts

Der Codex des Kirchenrechts liefert wichtige und verbindliche Anhaltspunkte:

Can. 1205 — Heilige Orte sind solche, die für den Gottesdienst oder das Begräbnis der Gläubigen bestimmt sind durch Weihung oder Segnung, wie sie die liturgischen Bücher dazu vorschreiben.

Canon 1210 — An einem heiligen Ort darf nur das zugelassen werden, was der Ausübung oder Förderung von Gottesdienst, Frömmigkeit und Gottesverehrung dient, und ist das verboten, was mit der Heiligkeit des Ortes unvereinbar ist.

Can. 1211 — Heilige Orte werden geschändet durch dort geschehene, schwer verletzende, mit Ärgernis für die Gläubigen verbundene Handlungen, die nach dem Urteil des Ortsordinarius so schwer und der Heiligkeit des Ortes entgegen sind, daß es nicht mehr erlaubt ist, an ihnen Gottesdienst zu halten, bis die Schändung durch einen Bußritus nach Maßgabe der liturgischen Bücher behoben ist.

Can. 1214 — Unter Kirche versteht man ein heiliges, für den Gottesdienst bestimmtes Gebäude, zu dem die Gläubigen das Recht freien Zugangs haben, um Gottesdienst vornehmlich öffentlich auszuüben.

Es mag also sein, daß alles, was am 2. April in der Kölner St. Aposteln-Basilika geschehen ist, nach Maßgabe der deutschen Bischöfe geschehen ist. Dennoch bleiben Fragen. War das angemessen und richtig? Und vor allem: Welchen Nutzen hat es für das Seelenheil?

Die „ökumenische Trauerfeier“ für Guido Westerwelle ist nur ein Beispiel, allerdings ein öffentlichkeitswirksames Beispiel für eine mißbräuchliche Kirchennutzung, ein zweifelhaftes Verständnis des sakralen Raumes, der Sakramente und der Heilsnotwendigkeit. Eine Beschäftigung mit den aufgeworfenen Fragen und eine Wiederentdeckung und Wiedergewinnung des Sakralraumes, wie sie Papst Benedikt XVI. eingefordert hatte, tut not.
http://www.katholisches.info/2016/04/07/...lischen-kirche/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: FFH/AFP-TV (Screenshot)

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von esther10 07.04.2016 00:22

06.04.2016

Kölner Prälat informiert Papst über Zahl heiliger Ehepaare
Mehr als erwartet
Der Kölner Prälat Helmut Moll hat Papst Franziskus über die Zahl der weltweit selig- und heiliggesprochenen Ehepaare informiert. Dieser reagierte recht erstaunt, als er die Gesamtzahl präsentiert bekam.

Zwei Tage vor der Veröffentlichung des Päpstlichen Schreibens über Ehe und Familie präsentierte der Beauftragte des Erzbistums Köln für Selig- und Heiligsprechungen dem Papst die Ergebnisse seiner Recherchen. "Als ich dem Heiligen Vater sagte, dass es insgesamt 60 selige und heilige Paare gibt, war er sehr überrascht", berichtete Moll, der am Mittwoch an der wöchentlichen Generalaudienz des Papstes teilgenommen hatte.

Im Anschluss wechselte der Prälat einige persönliche Worte mit dem Papst. Dabei überreichte er ihm unter anderem seinen Aufsatz über sämtliche bis heute selig- und heiliggesprochenen Ehepaare.

Nachsynodales Schreiben am Freitag

Am Freitag veröffentlicht Franziskus sein nachsynodales Schreiben zur Familiensynode. Es wird erwartet, dass er sich hierbei auch zum kirchlichen Umgang mit Menschen äußert, deren Lebenssituation der katholischen Lehre widerspricht. Moll, der mehr als zehn Jahre in der vatikanischen Heiligsprechungskongregation tätig war, sieht die von ihm recherchierten Paare als "großen Gewinn". Sie könnten für viele Eheleute ein Vorbild sein - auch angesichts der gut 40-prozentigen Scheidungsrate in Deutschland.

Sieben Jahre lang suchte der Prälat nach allen bisher heilig- und seliggesprochenen Paaren, denn nur in den seltensten Fällen wurden die Eheleute gemeinsam "zur Ehre der Altäre" erhoben - im Jahr 2015 war dies erstmals bei einer Heiligsprechung der Fall, abgesehen von Märtyrergruppen. Unter ihnen wurde Moll oft fündig: "Als wir weltweit diese Gruppen genauer aufgeschlüsselt haben, waren darunter viele Eheleute, die oft auch mit ihren Kindern für den Glauben gestorben sind."
https://www.domradio.de/themen/bischofss...iliger-ehepaare
(KNA)

von esther10 07.04.2016 00:22

Synoden-Dokument Amoris Laetitia: Was bisher geschah


Papst Franziskus bei der Synode 2015 - ANSA

07/04/2016 09:00SHARE:
Amoris Laetitia - der an diesem Freitag zu veröffentlichende Text von Papst Franziskus - steht am Ende eines synodalen Prozesses. Begonnen hatte dieser im Februar 2014 mit einer Kardinalversammlung im Vatikan und einem Vortrag von Kardinal Kasper, es folgten zwei Versammlungen der Bischofssynode und viel Vor- und Nachbereitung. In seinem Blog geht Pater Bernd Hagenkord die Stationen des Prozesses noch einmal ab. (rv)


Der synodale Prozess … was bisher geschah
hier geht es weiter
http://blog.radiovatikan.de/der-synodale...bisher-geschah/
http://blog.radiovatikan.de/der-synodale...geschah-teil-2/

von esther10 07.04.2016 00:20

07.04.2016

Kardinal Brandmüller mahnt Einhaltung katholischer Grundsätze an
"Keine Ausnahmen bei Kommunion-Zulassung Geschiedener"


Kardinal Walter Brandmüller hat vor einer Aufweichung katholischer Grundsätze beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen gewarnt.

Er äußerte sich im Vorfeld der angekündigte Veröffentlichung des Papstschreibens zum Thema Familie.

Seelsorgliches Handeln, das nicht mit der Glaubenswahrheit der Unauflöslichkeit der Ehe in Einklang stünde, "müsste an seiner inneren Unwahrhaftigkeit scheitern", schrieb der frühere vatikanische Chefhistoriker auf dem österreichischen Internetportal "kath.net".

Absage an Ausweg

Mit Blick auf die für Freitag angekündigte Veröffentlichung eines Papstschreibens zum Thema Familie erteilte Brandmüller dem vermeintlichen Ausweg eine Absage, Gläubige, die in einer kirchenrechtlich ungültigen zweiten Ehe leben, auf der Grundlage einer Ausnahmeregelung zur Kommunion zuzulassen. "Was aus Glaubensgründen grundsätzlich unmöglich ist, ist es auch im Einzelfall", so der deutsche Kardinal.

Ebenso wandte sich Brandmüller gegen den Versuch, wiederverheiratete Geschiedene etwa durch die Einbindung in Glaubensunterweisung oder liturgische Aufgaben kirchlich integrieren zu wollen. Dies bringe nicht nur die Betroffenen selbst in Konflikte und Verlegenheit, sondern untergrabe auch die Glaubwürdigkeit der kirchlichen Verkündigung. Bei solchen Lösungsansätzen gehe es letztlich darum, "mit Hilfe einer 'Salamitaktik' am Ende doch die Zulassung Betroffener zu den Sakramenten zu erreichen".

Schreiben "Amoris laetitia"

Auch das erwartete nachsynodale Schreiben "Amoris laetitia" von Papst Franziskus sei im Licht der Unauflöslichkeit der Ehe wie auch des biblischen Scheidungsverbots Jesu zu interpretieren, betonte Brandmüller. Vor dem Hintergrund dieser Prinzipien sei "ein Widerspruch zwischen einem päpstlichen Dokument und dem Katechismus der Katholischen Kirche nicht vorstellbar".

(KNA)

von esther10 07.04.2016 00:19

Papst Franziskus nimmt an WJT teil


- RV

12/03/2016 12:38SHARE:
Papst Franziskus wird vom kommenden 27. bis 31. Juli auf Pastoralbesuch nach Polen reisen, um am 31. Weltjugendtag teilzunehmen. Das gab der vatikanische Pressesaal an diesem Samstag offiziell bekannt. Der Weltjugendtag in diesem Jahr steht ganz im Zeichen der Barmherzigkeit: „Selig, die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden“ ist das Motto des Jugendtreffens, das in und um Krakau stattfinden wird.

In Krakau und Warschau wurde am Samstag ein erster Entwurf des Reiseprogramms vorgestellt. Demnach wird Franziskus am 27. Juli auf dem Flughafen von Krakau landen und dort vom Präsidenten der Republik sowie den Bischöfen des Landes empfangen. Am Abend wird der Papst sich am Sitz des Erzbistums Krakau am sogenannten „Papstfenster“ zeigen, von wo aus bereits Papst Johannes Paul II. zu den Jugendlichen sprach. Für Donnerstag, den 28. Juli, ist die Etappe in Tschenstochau vorgesehen, wo Franziskus vor der Ikone der Schwarzen Madonna beten wird. Anschließend feiert er dort anlässlich des 1.050-jährigen Bestehens des Christentums in Polen eine Messe.

Am Freitag, den 29. Juli besucht Franziskus morgens das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, am Nachmittag betet er mit den Jugendlichen im Krakauer Blonia-Park einen Kreuzweg. Am Samstag, den 30. Juli, besucht er das Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Lagiewniki. Dort wird Franziskus die Heilige Pforte durchschreiten und in der Kapelle am Grab der von Johannes Paul II. im Heiligen Jahr 2000 heiliggesprochenen Maria Faustina Kowalska beten. Anschließend findet dort eine Heilige Messe mit Priestern und Seminaristen statt. Im Heiligtum wird Franziskus einigen Jugendlichen die Beichte abnehmen und anschließend mit einigen von ihnen zu Mittag essen. Am Abend findet dann die Gebetswache für den Weltjugendtag statt.

Am Sonntag, den 31. Juli, wird Franziskus die Aussendungsmesse für die Jugendlichen feiern. Anschließend trifft er die Freiwilligen und das Organisationskomitee des Weltjugendtags. Nach der Abschlusszeremonie kehrt der Heilige Vater nach Rom zurück.
(rv 12.03.2016 cs/cz)

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