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von 18.01.2014 16:32

Das Lamm Gottes trägt unsere Schuld

Homilie am 2. Sonntag im Jahreskreis
19. Jänner 2014, Lesejahr A

L 1: Jes 49,3.5-6; L 2: 1 Kor 1,1-3; Ev: Mt 3,13-17


Alle liturgischen Texte finden Sie im Schott-Messbuch online



Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!



Nochmals werden wir an diesem 2. Sonntag im Jahreskreis an die Taufe des Herrn erinnert, die wir am letzten Sonntag gefeiert haben. Johannes der Täufer macht den Menschen, die sich von ihm zum Zeichen der Buße und Umkehr taufen lassen, kund: Auf Jesus sollten sie hören, denn er ist dem Johannes voraus, weil er als der ewige Sohn Gottes schon vor ihm war. Und er weist hin auf „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“

Vorher war Jesus dem Täufer Johannes nicht bekannt. Wir dürfen annehmen, dass er ihn als Mensch gekannt hat, denn die beiden waren ja verwandt. Aber Johannes wusste noch nicht, wer Jesus wirklich war. Dies wurde ihm erst geoffenbart, als sich Jesus im Jordan taufen ließ. Darüber berichtet Johannes: „Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb.“ Dies war das Zeichen Gottes für Johannes. Denn Gott hatte ihm gesagt: „Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.“

Und so sieht Johannes jetzt seine Aufgabe nicht mehr darin, die Menschen vor dem kommenden Gericht zu warnen, sondern sie mit Jesus bekannt zu machen: „Ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekannt zu machen.“ Fortan gibt Johannes Zeugnis für die Wahrheit: „Er – Jesus – ist der Sohn Gottes.“

Aber noch mehr: Johannes hatte vom drohenden Gericht Gottes gesprochen, das die Menschen wegen ihrer Sünden treffen wird, wenn sie sich nicht bekehren. Wie aber sollen die Menschen von ihren Sünden befreit werden? Die eigene Umkehr ist gewiss die Voraussetzung dafür, doch kein Mensch kann sich selbst die Sünden vergeben. Wir brauchen einen Erlöser! Nun aber steht der Erlöser der Menschen vor Johannes, und so bekennt der Täufer voll Freude: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ Dies ist eine wahrhaft frohe Botschaft: Gott selber ist in seinem Sohn zu den Menschen gekommen, um stellvertretend für sie einzutreten und die Schuld der Menschen auf sich zu nehmen und so zu sühnen. Wie ein Lamm wird sich Jesus zur Schlachtbank führen lassen, wenn ihn seine Verfolger dem Tod am Kreuz ausliefern. Freiwillig lässt Jesus all das geschehen und verwandelt es in einen Akt der Liebe und Hingabe an Gott, seinen Vater, zum Heil der Menschen!

Wir können sagen: Durch die Begegnung mit Jesus und durch die Offenbarung der barmherzigen Liebe des Vaters ist Johannes der Täufer von einem Buß- und Gerichtsprediger zu einem Verkünder der frohen Botschaft geworden: In Christus gibt es Heil und Rettung für all jene, die bereit sind, auf ihn zu hören und ihm nachzufolgen. Dieser wird den Menschen den Heiligen Geist senden, und der Geist Gottes schenkt uns die Liebe, die unser Herz verwandelt. Im Heiligen Geist sind wir getauft worden auf den Namen des dreifaltigen Gottes, und wir sind Kinder Gottes geworden.

Hoffnung erfüllt unser Herz, und alle Angst muss weichen: Denn Gottes Liebe hat gesiegt. Jesus ist das Lamm Gottes, das auch unsere Sünde und Schuld auf sich nimmt, um uns im Heiligen Geist mit Gott dem Vater zu versöhnen. Lasst uns also jubeln! Folgen wir dem Lamm Gottes, wohin es uns geleitet; dieses Lamm ist zugleich der gute Hirte, der uns zu Wassern des Lebens und der Freude führt.

Amen.

von 17.01.2014 19:48

Der heilige Gamelbert, Pfarrer zu Michaelsbuch, Niederbayern,

+ 17.1.787 - Fest: 17. Januar


Die Großtaten sieggekrönter Feldherrn und berühmter Staatsmänner werden in Geschichtsbüchern der Nachwelt überliefert, aber ihre Namen und Werke sind zumeist mit Blut geschrieben. Was hingegen fromme Seelen im häuslichen Kreis, im stillen Kämmerlein oder in treuer Erfüllung ihres Berufes getan, geduldet und verdient haben, bleibt der Welt gewöhnlich verborgen, nur im Buch der ewigen Vergeltung ist alles aufgezeichnet und wird einst vor allen Völkern offenbar werden, wenn der Herr auch die geheimsten Gedanken und Werke ans Licht zieht.

In dem Dorf Michaelsbuch in der fruchtbaren Ebene Niederbayerns wohnte im 8. Jahrhundert ein adeliges, christlich-frommes Ehepaar, von dessen Söhnen sich einer, namens Gamelbert oder Amalbert, durch kindliche Unschuld und Herzensgüte, durch freudigen Gehorsam und tiefe Frömmigkeit auszeichnete. Seine Eltern bestimmten ihn zum Kriegsdienst, aber der friedfertige junge Mann verabscheute die blutigen Fehden, und zog es vor, die Herden seines Vaters zu hüten, weil er in der Stille der Fluren und Wälder seinen Geist zum Gebet und zu frommen Betrachtungen sammeln konnte. Einst war er draußen eingeschlafen. Als er erwachte, fand er ein Buch in seinem Schoß, und dies erschien ihm als ein Wink von Gott, sich dem Priesterstand zu widmen. Ein Geistlicher in der Nachbarschaft unterrichtete ihn und sein ausdauernder Fleiß, verbunden mit anhaltendem Gebet, überwanden alle Hindernisse.

Bald nachdem Gamelbert die Priesterweihe empfangen hatte, verlor er seine Eltern durch den Tod. Seine bedeutende Erbschaft verwendete er zur Stiftung einer Pfarrei in Michaelsbuch, in der er fortan fünfzig Jahre bis an sein Lebensende als Pfarrer wirkte. Unter Gebet und Betrachtung, unter Fasten und Abtötung, in väterlicher Sorge um seine geistigen Kinder, und treuer Erfüllung seines geistlichen Amtes brachte er seine Tage zu. Alle seine Einkünfte gab er für Arme und Notleidende hin und litt lieber selbst Hunger, als dass er andere in Not sah. Außer seiner unerschöpflichen Mildtätigkeit war ihm eine unverwüstliche Sanftmut eigen. In seinem eigenen Haus duldete er niemals Unfrieden und wenn er anderswo entzweite Gemüter fand, ruhte er nicht, bis er sie versöhnt hatte. Als einmal die Knechte in seinem Haus miteinander stritten und sich nicht vertragen wollten, entließ er sie mit den Worten: „Lieber keine Knechte, als Unfrieden im Haus.“ Sein Lieblingsaufenthalt war eine kleine Zelle neben der Kirche, wo er in allen freien Stunden im Gebet mit Gott verkehrte und frische Kraft und Freudigkeit in seinem Beruf schöpfte.

Nur einmal verließ der seeleneifrige Pfarrer seine geliebte Gemeinde, um zu dem Mittelpunkt der katholischen Einheit, zu den Gräbern der Apostelfürsten in Rom zu wallfahrten und frische Begeisterung für seinen heiligen Beruf zu gewinnen. Auf der Rückreise fand er gastliche Aufnahme in einem Haus, wo eben ein Junge geboren war. Die Mutter bat den Heiligen, ihr Kind schleunigst zu taufen, weil es sehr schwächlich war. Gern erfüllte Gamelbert den frommen Wunsch der Eltern und sah im prophetischen Geist die ganze Zukunft des Kindes. Vor seiner Abreise empfahl er den Eltern dringend, ihr Kind sorgfältig zu erziehen, denn es würde einst sein Nachfolger werden. Dann reiste er heim und wirkte mit unermüdlichem Seeleneifer in seinem Beruf fort. Wenige Tage vor seinem Tod kam der inzwischen zu einem stattlichen Mann herangewachsene Junge in Michaelsbuch an, sein Nachfolger zu werden. Es war der selige Utto, dessen sorgfältige Vorbereitung auf den geistlichen Stand zu den schönsten Hoffnungen berechtigte. Gamelbert stellte ihn seinen Pfarrkindern als seinen Nachfolgern vor, empfing dann die heiligen Sterbesakramente und entschlief gottselig im Herrn am 17. Januar 787. Zum Grab des Heiligen wallfahrteten viele Pilger und Hilfsbedürftige und es geschahen dort viele Wunder.

Was der heilige Gamelbert vorausgesagt hatte, erfüllte sich. Utto wurde sein Nachfolger als Pfarrer von Michaelsbuch und trat in die Fußstapfen seines Vorgängers. Als die barbarischen Horden der Avaren ins Land einfielen und das ganze Donaugebiet verwüsteten, flüchtete Utto in einen dichten Wald oberhalb Deggendorf. Als ihn dort Karl der Große auf der Jagd fand, beauftragte er ihn, dort ein Kloster zu bauen und schenkte ihm dazu alles Land ringsum. So entstand das Kloster Metten, dessen erster Abt Utto wurde. Papst Leo III. sandte ihm einen Hirtenstab mit der Inschrift: „Was der Herr dem Petrus, gibt Petrus dem Utto.“ Nachdem er 24 Jahre dem Kloster vorgestanden hatte, starb er hochbetagt am 3. Oktober 813, auf welchen Tag sein Gedächtnis gefeiert wird.




Der heilige Sulpitius, genannt der Fromme,

Erzbischof und Bekenner von Bourges,

+ 17.1.644 – Fest: 17. Januar




Ausgezeichnet durch eine hohe Geburt und ungeheure Reichtümer hatte Sulpitius in größter Frömmigkeit seine Jugend verlebt und weihte sich nun ganz der Tugend. Statt sich dem Genuss irdischer Freuden zu ergeben, wozu ihm sein Stand und seine Glücksgüter die schönsten Gelegenheiten darboten, unterdrückte er seine Sinnlichkeit mit Beten und Fasten, besuchte die Krankenhäuser und Gefängnisse, und linderte nicht bloß durch seine reichlichen Gaben, sondern vorzüglich durch die Trostgründe der heiligen Religion das Elend der Unglücklichen. Gewöhnlich durchwachte er, eingehüllt in das Kleid eines Büßenden, die Nacht in einer Kirche, die nahe bei seiner Wohnung war. So sehr übrigens der Heilige seine Tugenden und guten Werke vor den Menschen verbarg, so wurden sie doch öffentlich bekannt, und der Bischof von Bourges, der heilige Austergisilus, weihte ihn zum Diakon seiner Kirche und übertrug ihm das Predigtamt. Durch seine eindringlichen Reden und durch die Kraft der Wunder, die er zur Verherrlichung des Namens Jesus wirkte, bekehrte er in kurzer Zeit nicht nur die verhärtetsten Sünder, sondern auch eine Menge Juden, die mit sehnlichstem Verlangen nach der christlichen Religion sich taufen ließen.

Bald verbreitete sich auch der Ruhm des frommen Dieners Gottes am Hof des fränkischen Königs Childebert, der den Bischof von Bourges drängte, ihm den Heiligen zu senden, damit er als Feldprediger unter den Soldaten bessere Sitten einführen möchte. Da ereignete es sich, dass der König in eine tödliche Krankheit fiel und dass selbst die Ärzte ganz an seiner Genesung zweifelten. Die Königin fiel dem heiligen Sulpitius zu Füßen und bat ihn unter einem Strom von Tränen um seine Hilfe. Er gab ihr den Trost, dass der Kranke nicht sterben würde. Fünf Tage lang fastete und betete er für die Wiedergenesung des christlichen Königs. Und als die Hohen des Reiches ihn baten, er möchte eine Nahrung genießen, denn der Kranke sei schon dem Tod nahe, antwortete der Heilige: „Lasst euer Vertrauen nicht sinken! Nach zwei Tagen speisen wir alle mit dem König.“ Wirklich wurde der König wie der ein Wunder plötzlich gesund und ernannte beim Gastmahl, das er wegen der erhaltenen Gesundheit feierte, den Sulpitius zum Bischof von Bourges. In dieser Würde arbeitete er rastlos an dem Seelenheil seiner ihm anvertrauten Herde; er stiftete Kirchen und Krankenhäuser, beschützte die Armen und Unterdrückten und starb schließlich als ein lebensmüder Greis voll Verlangen nach der Krone der ewigen Seligkeit am 17. Januar 644.




Der heilige Speusipus samt zwei Brüdern und seiner Großmutter Leonilla, Martyrer von Langres, Frankreich,

+ 17.1.166 – Fest: 17. Januar



Speusipus und seine Brüder Eleusipus und Meleusipus wurden in der Gegend von Langres von heidnischen Eltern geboren und mussten sich ihr Brot wegen Armut dadurch verdienen, dass sie die Herden reicher Landbewohner auf die Weide triebenSie würden vielleicht nie zur Erkenntnis des wahren Gottes gekommen sein, wenn sich ihre fromme Großmutter, Leonilla mit Namen, der verwahrlosten Kinder nicht erbarmt und sie im Christentum unterrichtet hätte. Nachdem sie die heilige Taufe empfangen hatten, wurden sie mit einem solchen Eifer zur Ausbreitung der Religion Jesu erfüllt, dass sie mehrere Heiden auf dem Land bekehrten und schließlich in der Stadt Langres die Götzenbilder zerschlugen. Wegen dieses Verbrechens wurden sie unter der Regierung des heidnischen Kaisers Marcus Aurelius vor Gericht geschleppt und aufgefordert, den Göttern zu opfern. Weil sie sich aber dessen weigerten und Jesus standhaft bekannten, befahl der Richter ihre Großmutter herbeizuführen, um die drei jungen Männer zum Abfall vom Christentum zu bereden. Aber sie gestand nicht nur freiwillig und ohne Furcht, dass sie selbst eine Christin sei, sondern sie ermahnte auch unter vielen Tränen ihre drei Enkelsöhne, lieber alle Peinen und Marter mit Geduld zu ertragen, als den wahren Gott zu verleugnen und ihre Seelen dem ewigen Verderben aufzubewahren. Deswegen wurde sie auf der Stelle enthauptet und die drei Brüder, durch ihren Heldenmut begeistert, starben so freudig und geduldig unter den grausamsten Martern, dass sich Neon und Turbon, heidnische Gerichtspersonen, auf der Stelle bekehrten, Jesus bekannten und am gleichen Tag noch von den Götzendienern gesteinigt und so der Marterkrone gewürdigt wurden.

Zu Elwangen, wohin in der Folge die Reliquien der drei Martyrer und Brüder gebracht wurden, werden sie als die Landespatronen verehrt.

von 16.01.2014 19:48


16. Januar Der heilige Marcellus I., Papst und Martyrer von Rom,

+ 16.1.309 – Fest: 16. Januar


Der heilige Marcellus war von Geburt ein Römer und wurde unter der Regierung der heidnischen Kaiser Constantius und Galerius wegen seiner Frömmigkeit und seines unerschrockenen Mutes in Verteidigung des Christentums auf den päpstlichen Stuhl erhoben. Diese Wahl geschah nicht ohne besondere Einwirkung der göttlichen Vorsehung; denn damals wurde die Kirche Jesu hart gedrückt und verfolgt, und wenn sie während diesem unglücklichen Zeitraum aufrechterhalten werden sollte, musste ein Oberhirt dastehen, der als ein Beispiel des Heldenmutes in Verachtung aller Martern und selbst des Todes die niedergeschlagenen Gemüter der Gläubigen aufrichtete und sie mit dem felsenfesten Glauben an einen allmächtigen Gott erfüllte. So ein gottbegeisterter, apostolischer Mann war der heilige Marcellus. Nicht die gewalttätigsten Verfolgungen, nicht die augenscheinlichsten Todesgefahren, die ihm allenthalben drohten, konnten ihn abschrecken, öffentlich Jesus zu bekennen, den Christen das Evangelium zu predigen und die Heiligen, die im Kampf für Gott und ihre Religion Blut und Leben opferten, nach christlicher Sitte zu beerdigen. Noch trauriger wurde das Schicksal der Gläubigen, als der wütende Maxentius, ein blutdürstiges Ungeheuer, sich auf den römischen Kaiserthron schwang. Der heilige Oberhirt hatte um diese Zeit von der frommen Lucina, einer christlichen Matrone, zur Unterstützung der armen Christen beträchtliche Güter erhalten, und arbeitete eben rastlos daran, schicklichere Gebäude zu Gotteshäusern, und tauglichere Plätze zu Kirchhöfen zu errichten, zu deren Aufsicht, und damit die heiligen Sakramente ungehindert erteilt werden konnten, er 21 Bischöfe, 25 Priester und zwei Diakonen weihte, als ihn Maxentius gefangen nehmen ließ und ihm mit den schrecklichsten Martern drohte, wenn er nicht sogleich den Göttern opfern würde. Der heilige Papst verachtete diese Drohungen und wurde deswegen verurteilt, im Stall als Knecht zu arbeiten, wo die wilden Tiere zu den Kampfspielen ernährt wurden. Neun Monate lang schmachtete Marcellus unter unausgesetztem Fasten und Beten in diesem jammervollen Aufenthalt, und schrieb während dieser Zeit rührende Briefe an seine Christengemeinde. Endlich befreiten ihn zur Nachtzeit einige Geistliche aus seiner harten Gefangenschaft und brachten ihn in das Haus der gottseligen Lucina, das er zu einer Kirche einweihte und da den Gläubigen das Evangelium predigte.

Sobald Maxentius davon Nachricht erhielt, entheiligte er dieses Gotteshaus zu einem Viehstall, verurteilte den heiligen Papst wieder zum Sklavendienst in dem Stall, wo er schließlich unter den größten Mühseligkeiten um das Jahr 309 seinen Geist aufgab, nachdem er die Kirche Christi fünf Jahre, ein Monat und fünfundzwanzig Tage ruhmvoll regiert hatte. Seinen Leichnam beerdigte Lucina auf dem Kirchhof der heiligen Priscilla an der Salarischen Straße.




Der heilige Honoratus, Bischof und Bekenner von Arles, Frankreich,

+ 16.1.430 - Fest: 16. Januar





Honoratus war der Abkömmling einer römischen Konsularen-Familie. Seine heidnischen Eltern bildeten die natürlichen Anlagen ihres talentvollen, aber dabei äußerst eitlen Sohnes mit allen jenen Kenntnissen aus, die zum Antritt eines höheren Staatsamtes erforderlich sind; denn zu einem solchen hatte sein Vater ihn bestimmt. Doch der Mensch denkt, Gott lenkt. Durch eine besondere Gnadenfügung wurde Honorat mit den Wahrheiten des Christentums bekannt und mit solcher Liebe für sie eingenommen, dass er gegen den Wunsch seiner Eltern sich taufen ließ und, aller Lockungen seines Vaters zu einem üppigen Weltleben ungeachtet, sich in die Einsamkeit eines Landgutes zurückzog und dort mit seinem gleichgesinnten Bruder Venantius ein heiligmäßiges, die ganze Umgebung erbauendes und mit seinem Ruhm erfüllendes Leben führte. Dies bewog das demütige Brüderpaar jedoch, von dort weg nach Griechenland zu wandern, um dort Erkundigungen über das Leben heiliger Einsiedler einzuholen, in deren Fußstapfen sie zu treten gedachten. Vorher jedoch verteilten sie den größten Teil ihres von den inzwischen gestorbenen Eltern ererbten Vermögens unter die Armen. Kaum in Griechenland angekommen, verlor unser Heiliger durch den Tod seinen Bruder Venantius, kehrte nach Frankreich zurück und wählte auf den Rat des heiligen Leontius, Bischof von Frejus, die Insel Lerins zu seinem Aufenthalt. Dahin zogen dem neuen Einsiedler so viele Jünger nach, dass er zu ihrer Aufnahme ein Kloster bauen musste, wo man bald alle Tugenden der Einsiedler im Morgenland aufblühen sah, und welches durch mehrere Jahrhunderte eine berühmte Pflanzschule gelehrter und heiliger Bischöfe blieb. Der erste heilige Bischof, der daraus hervorging, war der Gründer selber. Als nämlich im Jahr 426 der bischöfliche Sitz zu Arles frei wurde, wurde Honorat ungeachtet seiner demütigen Weigerung darauf erhoben und versuchte nun dieselben Tugenden der Liebe, Sanftmut, Enthaltsamkeit und Geduld, die er seit 35 Jahren als Leiter seines Klosters geübt und die Seinigen üben gelehrt hatte, auch in seinem Bistum durch eine gründliche Herzensbekehrung seiner Diözesanen anzupflanzen, was ihm während seiner leider nur dreijährigen Amtsführung vollständig gelang. Eine tödliche Krankheit infolge allzu großer Anstrengungen versetzte ihn im Jahr 430 in die himmlische Welt. Noch acht Tage vor seinem Tod hatte er sich in seine Kirche tragen lassen, um darin zu predigen.

- - -

Honoratus, der in der letzten Hälfte des 4. Jahrhunderts zu Arles aus einer der berühmtesten römischen Familien geboren wurde, gab schon in seiner Jugend durch seinen Eifer für die christliche Religion die deutlichsten Anzeigen seiner künftigen Heiligkeit. Denn obschon sich sein verblendeter Vater alle Mühe gab, den frommen jungen Mann mit den Freuden der Welt bekannt zu machen und ihn auf diese Art zu bewegen, von seinem Verlangen nach der heiligen Taufe abzustehen, ließ er sich doch im Geheimen von einem christlichen Priester taufen, widerstand allen Reizen zur Wollust und bewahrte sein Herz rein von den Sünden seines Zeitalters. Sein heiliges Leben machte einen tiefen Eindruck auf das unverdorbene Gemüt seines Bruders Venantius, und beide weihten sich der Gottseligkeit und dem Streben nach christlicher Vollkommenheit. Nach dem Tod ihres Vaters verteilten sie ihr Vermögen unter die Armen, verließen in Begleitung des heiligen Caprosius ihr Vaterland und besuchten mehrere heilige Orte. In Messinien erkrankte Venantius und starb, und der heilige Honoratus ging nach Italien und nahm seinen Wohnsitz auf der berüchtigten Insel Lerin, die wegen der Menge giftiger Schlangen unbewohnt war. Durch sein Gebet vertrieb er diese schädlichen Tiere, baute eine Kirche und ein Kloster, und bald verbreitete sich der Ruf seiner Heiligkeit so sehr, dass aus allen Gegenden Jünglinge und Männer zu ihm strömten, um von ihm in den Heilswissenschaften unterrichtet zu werden. Mit unermüdeter Geduld erzog er seine Jünger zum geistlichen Leben und behandelte sie so schonend und liebreich, dass ihn alle wie ihren Vater liebten und ehrten, wie der heilige Hilarius, einer seiner Schüler, von ihm sagt. Nachdem er die Insel Lerin, wie auch sein Kloster in den besten Stand gebracht hatte, wurde er wegen seiner herrlichen Tugenden zum Bischof von Arles erwählt, in welcher Würde er sich als der eifrigste Verteidiger der reinen Lehre Jesu, als ein wachsamer Seelenhirt und Beschützer und Vater der Armen ewige Verdienste sammelte. Er starb im hohen Ruf der Heiligkeit am 16. Januar des Jahres 430 und sein Leichnam wurde auf der Insel Lerin in der Kirche zum heiligen Kreuz beigesetzt.

von 15.01.2014 18:51

Banneux

Du hast eine Statue der Muttergottes der Armen aus Banneux/Belgien erhalten, die für die Frieden-Gottes-Kapelle bestimmt ist. Von dieser Statue werden viele Gnaden fließen. (15. August 1986)


Am 31. Juli 1990 erschienen mir in Banneux, in Belgien, dem Erscheinungsort der 'Muttergottes der Armen', der Herr Jesus und die Muttergottes. Der Herr Jesus sagte: Ich, Jesus Christus, bin auf die Erde herabgestiegen, um dir auf dem Erscheinungsort Meiner Mutter den Segen zu erteilen. Große Gnaden fließen auf dich, weil du den Erscheinungsort der Muttergottes der Armen besuchst. Von hier aus schickt die Muttergottes Segen für dieses Land und für die ganze Welt. (31. Juli 1990)


Am 21. Oktober 1994 stieg die Muttergottes während meiner Auslandsreise am Erscheinungsort in Banneux/Belgien in einer Kapelle vom Himmel herab. Sie sagte: Mein Sohn, du bist nun in Banneux, wo Ich in der einfachen Kapelle herabgestiegen bin. Du hast ein Zeichen erhalten, daß du dich kreuzförmig hinlegen sollst. Jetzt werde Ich dir Botschaften mitteilen. Ich, die Muttergottes, bin herabgestiegen, weil du hergekommen bist, um Mich und Meinen Sohn zu bitten. Ich behüte dich in Belgien und in Holland, denn du bist im Auftrag des Herrn Jesus und in Meinem Auftrag hergekommen. – In Polen wirst du von Bischöfen deiner Diözese verfolgt. – Teile mit, daß dies Meine Botschaften sind, die Botschaften der Muttergottes von Banneux. (...)

Mein Sohn, es ist eine große Gnade, daß du heute in Banneux von Mir, der Muttergottes, eine Botschaft erhalten hast, daß sich die Menschheit bekehren soll, denn die Zeit dazu ist nur noch kurz. Die Leute wissen weder den Tag, noch die Stunde (des Eingreifens Gottes), sie sollen daher vorbereitet sein! Jesus Christus und Ich, die Muttergottes, haben offene Herzen für alle Länder, aber alle Völker sollen Uns ihre Herzen schenken! (...)

Du sollst nun wieder nach Hause fahren, und Ich, die Muttergottes von Banneux, werde dich und die Familie, die dich heimfahren wird, segnen. (...) Ich, die Muttergottes von Banneux, segne euch und alle, die hier bei der Kapelle sind: + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. (21. Oktober 1994)


Am 8. November 1997 offenbarte die Muttergottes in Belgien, in der Kapelle in Banneux, dem Seher Kasimir Domanski folgende Botschaft. Sie näherte sich in Begleitung vieler Engel. Die Muttergottes sagte: Ich, die Muttergottes, bin in dieser Kapelle anwesend, doch heute sind neben Mir auch noch die Engel anwesend. – Mein Sohn, du hast die Stimme Meines Sohnes gehört, die dich in die Kirche zur hl. Messe und nachher hierher gerufen hat. Mich und Meinen Sohn zu lieben ist eine sehr große Gnade. Sehr große Gnaden hast du erhalten, als du hierher zu Mir in dieses einfache Heiligtum gekommen bist. Wer hierher kommt, erhält auch die Gnade der Heilung der Seele und des Leibes! (...)

Ich, die Muttergottes, vergieße Tränen wegen diesem Land. Die Belgier besitzen einen Ort, wo Ich auch herabgestiegen bin und wo Ich Meine Fußstapfen hinterlassen habe. Sie sollten Gott Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist dafür dankbar sein, daß sie hier in Banneux dieses Heiligtum der Muttergottes haben. Auch hier erhalten Kranke die Gnade der Heilung (Gesundheit), und lassen ihre Krücken hier zurück. (8. November 1997)

von 15.01.2014 11:22

15.1. Hl. Arnold Janssen 1837 - 1909 Priester Ordensgründer

Hl. Arnold Janssen

Arnold Janssen wurde 1837 in Goch am Niederrhein geboren und ist in einem gut katholischen Elternhaus aufgewachsen. Er studierte Philosophie, Mathematik, Naturwissenschaften und Theologie in Münster und Bonn, wurde 1961 in Münster zum Priester geweiht und arbeitete von 1861 bis 1873 als Gymnasiallehrer in Bocholt.
"Er ist entweder ein Heiliger oder ein Narr," urteilte der Bischof von Roermond, als Arnold Janssen ihm seine Ideen von einem deutschen Missionshaus vorstellte. Zunächst heilen, dann belehren und dann erst taufen, lautete sein Konzept. Es war seine Vision, Missionare auszusenden, um den Menschen so die Liebe Gottes erfahrbar zu machen. Janssen erkannte auch die Bedeutung der Presse für die Verkündigung des Glaubens. Ab 1873 gab er die Zeitschrift "Kleiner Herz-Jesu-Bote" heraus, um für die Eröffnung seines Missionshauses zu werben. Mit der kirchlichen Illustrierten "Die Stadt Gottes" erreichte er riesige Auflagen.
1875 konnte im holländischen Steyl das Missionshaus eröffnet werden. Wegen des Kulturkampfes unter Bismarck war eine Gründung auf deutschem Boden nicht möglich. Zugleich entstand der Missionsorden der Gesellschaft des göttlichen Wortes, auch Steyler Missionare genannt, der sich schell in vielen Ländern der Welt ausbreitete. 1889 folgte zusammen mit Helena Maria Stollenwerk die Gründung der Steyler Missionarinnen, 1896 die der Steyler Anbetungsschwestern. Als Janssen am 15.01.1909 starb, waren schon 2000 Ordensangehörige in zehn Ländern tätig. Heute zählen seine Steyler Ordensgemeinschaften über 10.200 Frauen und Männer aus 68 Nationen.

von 13.01.2014 19:50

Aufopferungsgebet
Ewiger Vater, durch das unbefleckte Herz Mariens und das göttlich – blutende Herz Jesu opfern wir Dir mit allen Engeln und Heiligen auf:
den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit, das hochheilige Anglitz und die eucharistische Liebe, alle Wunden, Tränen und Schmerzen Deines über alles geliebten Sohnes unseres Herrn Jesus Christus, vereint mit den Tränen, den Schmerzen und der Liebe Mariens, den Verdiensten der lieben Engel und Heiligen, allen vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen heiligen Messen, Rosenkranzgebeten und Liebesgebeten, zur Bekehrung der Sünder, zur Sühne für die Sünden der ganzen Welt, für die heilige katholische Kirche, Papst, Bischöfe, Priester und Ordensleute, für die Armen Seelen im Fegefeuer und für alle uns anvertrauten Seelen. Amen.

von 12.01.2014 09:12

12.01.Aelred von Rieval 1110 - 1167 Abt


Aelred von Rieval Nihil quod non
dulcissimi nominis Jesu
fuisset melle mellitum,
nihil quod non
Sacrarum Scripturarum
fuisset sale conditum,
meum sibi ex toto
rapiebat effectum.


Aelred wurde 1110 in Hexham an der Grenze zwischen England und Schottland geboren. Nach seiner Erziehung im Kloster Durham trat er in die Dienste König David I., wobei er auf einer Reise das Zisterzienserkloster Rieval in Yorkshire kennenlernte, in das er im Alter von etwa 23 Jahren schließlich eingetreten ist.
Nach verschiedenen Ämtern im Kloster wurde er 1142 Abt der Neugründung Revesby. 1147 holte man ihn in das Mutterkloster Rieval zurück, als dessen Abt er zugleich das Oberhaupt aller Zisterzienser in ganz England war. Neben Bernhard von Clairvaux ist er einer der berühmtesten Zisterzienser des Mittelalters. Beide kannten sich persönlich und es ist ein Briefwechsel zwischen ihnen erhalten.
Rieval florierte während seiner Amtszeit. "Alles verdoppelte er: Mönche, Laienbrüder, Laienmitarbeiter, Stiftungen, Landbesitz und das gesamte Kirchengerät. Die Ordensdisziplin aber und die Liebe verdreifachte er. ... So hinterließ der Vater, als er zu Christus einging, dort in Rieval 140 Chormönche und 500 Laienbrüder."
Aelred zog sich wohl aufgrund der streng asketischen Lebensbedingungen und des kalten und feuchten Klimas früh chronische Krankheiten zu, die er über viele Jahre tapfer ertrug. Er starb am 12. Januar 1167. Bereits 1191 wurde er von Papst Coelestin III. heiliggesprochen.

Unter seinen zahlreichen Werken ist sein Buch "Über die geistliche Freundschaft" bis heute bekannt. Aelred geht aus von Jesu Wort an seine Jünger: "Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. Niemand hat größere Liebe, als wer sein Leben hingibt für seine Freunde. ... Ich nenne euch nicht mehr Knechte sondern Freunde." (vgl. Joh 15,12-15)
Für Aelred gibt es einen Unterschied zwischen Freundschaft und Liebe. Nach Gottes Willen sind mehr Menschen in den Schoß der Liebe, als in die Arme der Freundschaft aufzunehmen, denn die Liebe treibt uns, nicht nur die Freunde, sondern auch die Feinde zu lieben.
Einem Freund können wir getrost unser Herz und alles, was in ihm ist, anvertrauen, ohne Überhebung, ohne Argwohn befürchten zu müssen. Wir können ihm ohne Furcht bekennen, was wir gefehlt haben. Die Zurechtweisung eines Freundes tut nicht weh, sein Lob ist echt und niemals Schmeichelei.
Wer einen anderen Lohn verlangt als es die Freundschaft selber ist, hat noch nicht begriffen, was eigentlich die Freundschaft ist.
In die Freundschaft zwischen zwei Menschen gehört immer auch Christus als Dritter hinein und die volle Frucht fällt nur denen in den Schoß, die ihre Freundschaft ganz auf Gott übertragen haben, in dessen Anblick versunken sie miteinander eins geworden sind. Somit ist das Fundament der Freundschaft die Liebe Gottes.
Argwohn ist das Gift jeder Freundschaft. Über den Freund soll man nie Schlechtes denken, nie Schlechtes glauben, nie solchem Gerede zustimmen. Ehrfurcht aber ist der Schutzengel der Freundschaft. Wer ihr die Ehrfurcht nimmt, raubt ihr die Schönheit und die Kraft.

von 11.01.2014 10:23

Das Problem ist das Schweigen der Kirche Mario Palmaro und der Rauch Satans

Der Rauch Satans in der Kirche - Mario Palmaro über das "wirkliche Problem" unserer Zeit(Rom) Die katholische Nachrichtenseite „La Nuova Bussola Quotidiana“ (NBQ), maßgeblich getragen von Erzbischof Luigi Negri von Ferrara, Radio Maria und dem Juristen und Religionssoziologen Massimo Introvigne veröffentlichte einen Brief des traditionsverbundenen Rechtsphilosophen Mario Palmaro an den NBQ-Chefredakteur Riccardo Cascioli. Mario Palmaro wurde in den vergangenen Monaten vor allem durch seine kritische Analyse des Pontifikats von Papst Franziskus bekannt, die er gemeinsam mit dem Journalisten Alessandro Gnocchi in der Tageszeitung „Il Foglio“ formulierte. Um den Zustand und das Leben der Kirche geht es auch im neuen Text von Mario Palmaro. Cascioli hatte den neuen Parteivorsitzenden der regierenden Linksdemokraten (PD)1 Matteo Renzi als „Problem“ bezeichnet, weil dieser sich als Katholik bezeichnet, sein politisches Programm aber in zentralen Punkten der katholischen Lehre widerspricht. Palmaro antwortete ihm, daß nicht Matteo Renzi, die Linksdemokraten oder irgendwelche linksgrünen Kommunisten das Problem seien. Das wirkliche Problem sei die Katholische Kirche selbst, wie sie sich heute präsentiert und der Kurs, den sie steuert. Hier das persönliche Schreiben von Mario Palmaro an Riccardo Cascioli in fast vollständigem Wortlaut. Die Auslassung betrifft nur ein kurze italienspezifische Stelle.

.

Der Rauch Satans in der Kirche
Lieber Chefredakteur,

ich habe Deinen Leitartikel vom 3. Januar “Renzi, wenn das das Neue ist, das vordringt” und teile Deine Analyse zum neuen Parteivorsitzenden der Linksdemokraten, seine ungenierte Schlauheit, seine Wandlungsfähigkeit, die unvermeidlichen Widersprüche zwischen seinem Anspruch Katholik zu sein und Forderungen, die nicht nur im Widerspruch zum Katechismus, sondern auch des Naturrechts stehen. Ich möchte auch dazu gratulieren, was Du mit NBQ seit einiger Zeit an der Front gegen die Homo-Offensive geleistet hast.

Sind unser vorrangiges Problem wirklich die anderen?
Dennoch verspüre ich die Notwendigkeit Dir und den Lesern zu schreiben, was ich denke. In aller Aufrichtigkeit: Ist unser Problem wirklich Matteo Renzi? Das heißt: Konnten wir uns wirklich erwarten, daß einer Vorsitzender der Linksdemokraten wird und sich dann hinstellt, um die Familie zu verteidigen, das ungeborene Leben, die künstliche Befruchtung zu bekämpfen und sich der Abtreibung und der Euthanasie zu widersetzen? Entschuldigt, aber ist Euch die Wählerschaft der Linksdemokraten bewußt, der Katholiken aus den Pastoralräten, einschließlich der Ordensfrauen und der Pfarrer? Was denkt Ihr denn, was diese Wählerschaft von Renzi will? Es ist doch offensichtlich: sie wollen die Homo-Ehe und ein lesbisch-demokratisches Adoptionsrecht. Habt Ihr noch nie in der Mittagspause den durchschnittlichen Angestellten reden hören, der links wählt? Was denkt Ihr: Will er die Verteidigung der Ehe oder den Zugang zu Sozialwohnungen für unsere homosexuellen Brüder, die so entsetzlich diskriminiert werden? Hören wir auf, zu meinen, daß das Problem Niki Vendola2 oder häßliche und böse extremistische Kommunisten sind. Und hören wir auf, zu meinen, daß es vor allem wichtig ist, in der gemäßigten Mitte zu stehen, denn in dieser fiktiven Mitte sind die Bezugspunkte für den Durchschnittsbürger längst Fabio Fazio3 und Luciana Littizzetto4, die Coop5, Gino Strada6, Enzo Bianchi7 und Eugenio Scalfari8. Renzi gibt diese essentiellen Zutaten seiner Wählerschaft in seinen Mixer, mixt sie mit homöopathischer Dosierung von Don Ciotti9 und Don Gallo10 und das Ergebnis ist das perfekte Getränk, das die demokratische „Pfarrgemeinde“ und den Homo-Dachverband Arcigay11 gleichermaßen zusammenhält. Sich von ihm irgend etwas anderes zu erwarten, wäre geradezu dumm. […]

Das Problem ist die Katholische Kirche, die schweigt
Nein, lieber Chefredakteur, mein Problem ist nicht Matteo Renzi. Mein Problem ist die Katholische Kirche. Das Problem ist, daß die Kirche in dieser Sache, in dieser planetarischen Entfesselung der Homo-Lobby schweigt. Sie schweigt vom Papst bis zum letzten Kaplan an der Peripherie. Und wenn der Papst etwas sagt, dann muß Vatikansprecher Pater Lombardi am nächsten Tag richtigstellen, präzisieren, klären und differenzieren. Und bitte, kein Abstauben von Briefen und Erklärungen, die Kardinal Jorge Mario Bergoglio vor zehn Jahren getätigt hat. Wenn ich heute entdecke, daß mein Sohn Drogen nimmt, sage ich ihm dann vielleicht: „Geh und lies die gemeinsame Erklärung nach, die ich und Deine Mutter vor sechs Jahren abgegeben haben, als wir Dir gesagt haben, keine Drogen zu nehmen“? Oder werde ich ihn mir jetzt, hier und heute zur Brust nehmen und versuchen, ihn auf den rechten Weg zurückzuführen, so gut es mir nur irgend möglich ist?

Wo ist der Papst? Wo sind die Bischöfe? Ohrenbetäubendes Schweigen
Lieber Chefredakteur, in diesem Kampf, wo ist die Bischofskonferenz, wo sind die Bischöfe? Ohrenbetäubende Stille. Aber nein, ganz im Gegenteil: Bischof Domenico Mogavero von Mazara del Vallo, Kirchenrechtler und ehemaliger Untersekretär der Bischofskonferenz hat gesprochen, und wie er gesprochen hat: „Das Gesetz kann nicht Hunderttausende von Zusammenlebenden ignorieren: ohne zusammenlebende Paare und Familien gleichsetzen zu wollen, ist es jedoch richtig, daß auch in Italien zivile Partnerschaften anerkannt werden“. Für Bischof Mogavero „kann und muß der Staat den Pakt schützen, den zwei Zusammenlebende miteinander geschlossen haben. Es widerspricht der christlichen Barmherzigkeit und dem universalen Recht, daß die Zusammenlebenden für das Gesetz nicht existieren. Wenn heute einer der beiden ins Krankenhaus kommt, bekommt der andere nicht einmal Auskunft über den Gesundheitszustand wegen der ärztlichen Schweigepflicht, so als würde es sich um einen Fremden handeln.“ Der Bischof kommt daher zum Schluß: „Es scheint mir legitim, Rechte, wie den Pensionsanspruch oder die Mietnachfolge anzuerkennen, weil immer die Person im Mittelpunkt stehen muß. Es ist untragbar, daß ein zusammenlebender Partner für das Gesetz ein niemand ist.“ Und für die Kirche, die von Papst Franziskus bereits aufgefordert wurde, mit Blick auf die außerordentliche Bischofssynode zum Thema Familie nachzudenken, „ohne sie mit den verheirateten Paaren gleichzustellen, gibt es keine Hindernisse, die Zivilpartnerschaften anzuerkennen“, so der gesprächige Bischof.

Mein Sohn wird in der Schule gezwungen, mit Kondomen zu spielen – Und die Kirche redet von Lampedusa und Roma-Kultur
Verstehst Du, lieber Chefredakteur? Demnächst werden sie meinen siebenjährigen Sohn in der Schule nehmen und dazu anhalten, mit Kondomen und seinen Genitalen „zu spielen“, und die Kirche, was sagt die mir? Sie redet von den Booten, die in Lamepedusa kentern, daß Jesus ein Flüchtling war, von einem mir unbekannten Jesuiten des 17. Jahrhunderts, den sie gerade seliggesprochen hat. Nein, mein Problem ist nicht Matteo Renzi. Wo bleibt in diesem Kampf der Erzbischof von Mailand, Kardinal Angelo Scola? Bald werden sie uns verbieten, zu sagen und zu schreiben, daß Homosexualität widernatürlich ist, und Scola erzählt mir etwas von Mestizentum und der Notwendigkeit, die Roma-Kultur aufzuwerten.

Derselbe Erzbischof von Mailand hat vor wenigen Wochen den Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn in unseren Dom eingeladen: Da sich die Kirche in Österreich in Ungehorsam und Auflösung befindet, wurde er gebeten, den Priestern unserer Diözese zu erklären, wie man das schafft, was denn das Geheimnis für eine solche Leistung ist. Ganz nach dem Motto: Der Trainer hat seine Mannschaft zum Abstieg in die untere Liga geführt, deshalb ernennen wir ihn zum Trainer unserer Nationalmannschaft.

Kardinal Schönborn in Mailand: Wie man es schafft, die Kirche in Ungehorsam und Auflösung zu führen
Und was für ein Zufall: Schönborn, der dasselbe Ordensgewand des heiligen Dominikus und des heiligen Thomas von Aquin trägt, ist nach Mailand gekommen, um den ambrosianischen Priestern zu erklären, daß er persönlich eingegriffen hat, um die Wahl eines praktizierenden Homosexuellen zum Pfarrgemeinderat zu verteidigen. Er habe den Homosexuellen und dessen Lebenspartner eingeladen und getroffen und, so Schönborn, „zwei reine, junge Männer gesehen, auch wenn ihr Zusammenleben nicht das ist, was die Schöpfungsordnung vorgesehen hat“.

Das, lieber Chefredakteur, ist die ‚Reinheit‘ laut Meinung eines Kirchenfürsten am Beginn des Jahres 2014. Und mein Problem sollte Matteo Renzi und seine Linksdemokraten sein? Sie werden meinen siebenjährigen Sohn nehmen und ihn einer Gehirnwäsche unterziehen, bis er akzeptiert haben wird, daß Homosexualität etwas ganz „Normales“ ist, und mein Erzbischof lädt währenddessen einen Bischof ein, der mir weismachen will, daß zwei zusammenlebende Homosexuelle Vorbilder der Reinheit sind?

Das physiologische Produkt von Papst Franziskus – Der Jahrhunderterfolg der Homo-Lobby
Um es also noch deutlicher zu sagen: Matteo Renzi, der die eingetragenen Partnerschaften fördert, ist das physiologische Produkt eines Papstes, der sich im Flugzeug von Journalisten interviewen lies und erklärte: „Wer bin ich, um ihn zu verurteilen“. Natürlich, das weiß auch ich, herrscht keine exakte Übereinstimmung zwischen beiden Fragen. Daß der Papst gegen diese Dinge ist und sicher darunter leidet, und daß er von guten Absichten angetrieben ist. Dennoch: Tatsachen sind Tatsachen. Angesichts eines so kurzen, unscheinbaren, hingeworfenen, aber epochalen Satzes aus dem Mund eines Papstes (Wer bin ich, um ihn zu verurteilen), können noch so viele Tonnen an Papier verschrieben werden, mit korrigierenden und erklärenden Stellungnahmen, was die unermüdlichen Heerscharen der Normalisten ja auch getan haben und seit Monaten tun, um zu erklären, was der Papst denn damit gemeint habe und was nicht, daß alles in Ordnung ist und nichts passiert ist. Doch Du und ich, wir wissen genau, und das weiß auch jeder, der die Kommunikationsmechanismen auch nur ein wenig kennt, daß dieses kleine, hingeworfene Sätzchen „Wer bin ich, um ihn zu verurteilen“, wie ein Grabstein auf jedem künftigen politischen und rechtlichen Kampf gegen die Forderungen der Homo-Lobby lastet. Beim Rugby würde ich sagen, daß die Homo-Lobby durch dieses salopp hingeworfene Sätzchen von Papst Franziskus innerhalb weniger Sekunden mehr Meter gewonnen hat, als durch die gesamte Arbeit der Welthomobewegung in Jahrzehnten. Ich sage Dir auch, daß Bischöfe wie Mogavero, im Windschatten dieses Sätzchens, ungestraft ihre zersetzenden Aussagen aufbauen können. Und wir sollten dazu schweigen.

Paris und New York, London und Berlin sind ein gigantisches Sodom und Gomorra
Damit wir uns richtig verstehen: Es wäre töricht, dem Papst oder der Kirche die Schuld zu geben, daß die Staaten der ganzen Welt, die Homosexualität zur Normalität erklären: diese anwachsende Flutwelle ist unaufhaltbar, man kann sie nicht stoppen. Der Grund dafür ist einfach: London und Paris, New York und Rom, Brüssel und Berlin sind ein gigantisches Sodom und Gomorra geworden. Der Punkt aber ist, ob wir das sagen wollen und ob wir uns dem widersetzen und öffentlich anprangern wollen, oder ob wir die Schlauen spielen und uns hinter Sätzchen wie „Wer bin ich, um ihn zu verurteilen“ verstecken wollen.

Der Punkt ist, ob Sodom und Gomorra, und sei es ein planetarisches Sodom und Gomorra, mit der Sprache der Barmherzigkeit und des Verständnisses zu behandeln sind. Wenn ja, warum – so frage ich mich – sollten dann mit derselben Barmherzigkeit nicht auch die Händler von chemischen Waffen behandelt werden, oder Sklavenhändler und Sklavenhalter, oder Finanzspekulanten, die ganze Volkswirtschaften angreifen und sich daran bereichern? Sind nicht auch sie arme Sünder? Oder nicht? Oder muß ich Schönborn bitten, auch sie zum Mittagessen einzuladen und sich mit ihnen zu treffen, um ihre ‘Reinheit’ zu prüfen?

Wer katholische Lehre verteidigt, wird durch Dolchstoß aus den eigenen Reihen erlegt
Lieber Chefredakteur, die Lage ist inzwischen sonnenklar: Jeder katholische Politiker oder Intellektuelle oder Journalist, der es wagen sollte, an der Homo-Front zu kämpfen, wird den Dolch einer mystischen Barmherzigkeit und Vergebung in den Rücken gestoßen bekommen. Uns alle wurde durch das nie zurückgenommene Sätzchen des Papstes die Legitimität abgesprochen, und jeder Bischof, jeder Priester, jeder Theologe, jeder Chefredakteur einer Diözesanzeitung und jeder katholisch-demokratische Politiker kann uns mit diesem „Wer bin ich, daß ich ihn verurteile“ den Mund stopfen. Jeder würde von den Schrotkugeln irgendeines Mogavero wie ein Zuchtfasan bei einer Treibjagd abgeschossen.

Lieber Chefredakteur, unser Problem ist nicht Matteo Renzi. Unser, mein Problem ist, daß der Heilige Vater zuletzt sagte, daß man das Evangelium „nicht mit doktrinalen Stockschlägen verkündet, sondern mit Sanftheit“. Auch an dieser Stelle bitte ich die Normalisten und alle, die nichts Besseres zu tun haben, sich zu enthalten: Auch ich weiß, daß sich das Evangelium so verkündet, abgesehen davon, daß Johannes der Täufer seine eigenen, barschen Methoden hatte, und dennoch nennt ihn unser Herr den „Größten der von einer Frau Geborenen“. Du weißt aber auch, daß wir alle, Du und ich, mit diesem Sätzchen, aufgespießt sind wie ein Hering. Du und ich, die wir gegen die legale Abtreibung gekämpft haben und kämpfen, gegen die Scheidung, gegen die künstliche Befruchtung, gegen die Euthanasie, gegen die Homo-Ehe und gegen die politischen Schlaumeier wie Matteo Renzi, die das alles fördern und verbreiten. Du und ich, wir sind deshalb in den Augen jener, die wie Renzi das alles vertreten und verteidigen, auch jener von ihnen, die sich Katholiken nennen, hoffnungslose, prügelnde Glaubenswächter, lieblose Gestalten, Moralisten, „Itheologen“, wie mancher Journalist von CL12 sagt, um uns als „Ideologen“ zu beschuldigen. La Nuova Bussola Quotiadiana und Il Timone sind in diesem Denken nur anachronistische Fallbeispiele dieser Lieblosigkeit und dieser unzumutbaren moralischen Strenge. Und es werden alle täglichen und titanischen Anstrengungen der Normalisten nicht ausreichen, um diese Publikationen vom Legitimationsentzug durch den offiziellen Katholizismus zu bewahren. Denn alle Gleichgewichtsübungen, um auf zwei unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig stehen zu können, enden früher oder später alle im freien Fall.

Kampf gegen relativistische Vietkong – Amtskirche läßt im Stich
Ich denke zudem auch, daß das Problem, verzeih mir diesen persönlichen Einwurf, nicht Gnocchi und Palmaro sind, diese häßlichen und bösen Gestalten, die in der Tageszeitung Il Foglio geschrieben haben, was sie geschrieben haben. Ich würde es einmal, zehnmal, hundertausendmal wieder schreiben, denn leider tritt alles ein, ja noch schlimmer, weit schlimmer, was wir beschrieben haben.

Deshalb, lieber Chefredakteur, ist mein Problem, und Dein Problem, das Problem der Katholiken und der einfachen Menschen nicht Matteo Renzi. Das Problem ist unsere Mutter Kirche, deren Bodenpersonal beschlossen hat, uns im Dschungel von Vietnam auszusetzen. Die Hubschrauber sind abgeflogen und wir sind zurückgeblieben, damit wir einer nach dem anderen von den Vietkong des Relativismus aufgespießt werden. Ich für meinen Teil will mich nicht beklagen. Abgesehen davon, bevorzuge ich es tausendmal, hier zurückgeblieben zu sein, um mich den Vietkong entgegenzustellen, als einen dieser bequemen Hubschrauber zu besteigen, die in „Sicherheit“ bringen. Vielleicht um im Gegenzug in irgendein klerikales Gremium berufen zu werden oder der Illusion im Palast der offiziellen Macht neben all den anderen geistlichen Bewegungen an einem Netzwerk weben zu können. Oder mit der verrückten Idee im Kopf – übrigens von manchen schwarz auf weiß niedergeschrieben – daß Gnocchi und Palmaro vielleicht sogar recht haben könnten, aber das nicht sagen hätten dürfen, weil man bestimmte Wahrheiten einfach nicht sagt, mehr noch, weil man sie öffentlich zu leugnen hat, um den Feind zu verwirren. Wer es glaubt.

Ich kann meinen Kindern nicht die derzeitigen kirchlichen Banalitäten zur Antwort geben
Nein, ich beklage mich nicht für mich. Ich habe aber ein Problem, das mich klagen läßt, meinen sieben Jahre alten Sohn und seine drei Geschwister, denen ich nicht die sinkenden Boote vor Lampedusa, die Homosexuellen als Vorbilder der ‚Reinheit‘ von Kardinal Schönborn, das Mestizentum und das Loblied auf eine Roma-Kultur des Kardinal Scola, die Verachtung für die prügelnden Glaubenswächter laut Papst Franziskus, den Lobgesang eines Mogavero auf die eingetragenen Partnerschaften als Antwort mitgeben kann und will. Meinen Kindern kann ich nicht als Ablenkungsmanöver das Märchen erzählen, daß Matteo Renzi das eigentlich Problem ist. Abgesehen davon, reichen für ihn, um ihn abzuhandeln, knappe zehn Minuten völlig aus.

Was muß noch passieren, damit die Katholiken aufstehen?
Lieber Chefredakteur, lieber Riccardo, warum schreibe ich Dir diese ganzen Dinge? Weil ich heute nacht nicht schlafen konnte. Und weil ich verstehen will – und ich richte diese Frage an die Leser der Bussola – was noch in dieser Kirche passieren muß, damit die Katholiken aufstehen, sich endlich erheben. Damit sie sich erheben und von den Dächern ihre ganze Empörung hinausschreien.

Achtung: ich wende mich an die einzelnen Katholiken, nicht an die Vereinigungen, die Kreise, Zirkel, Bewegungen oder irgendwelche Sekten, die seit Jahren versuchen im Namen anderer die Gehirne der Katholiken zu verwalten, indem sie den Adepten die Linie vorgeben. Sie alle scheinen mir unter Aufsicht gestellt, als wären sie minus habens, fremdgesteuert von mehr oder weniger charismatischen und mehr oder weniger vertrauenswürdigen Figuren. Nein: ich richte meinen Appell an das Gewissen jedes Einzelnen, an ihr Herz, an ihren Glauben, an ihre Lebendigkeit, bevor es zu spät ist.

Das bin ich Dir schuldig, lieber Riccardo. Das bin ich allen schuldig, die mich kennen und noch ein wenig Wertschätzung für mich empfinden und für das, was ich vertrete. Und damit bitte ich Dich auch schon um Nachsicht, daß ich Deine Geduld und die der Leser so beansprucht habe.

Mario Palmaro

Einleitung und Übersetzung: Giuseppe Nardi

von 10.01.2014 14:05

10.01.Hl. Paulus von Theben ca. 228 - 341 Einsiedler

Apophthegmata

Hl. Paulus von Theben Paulus von Theben gilt als der erste ägyptische Einsiedler. Sein Leben wird überliefert in der von Hieronymus verfassten Vita Pauli primi eremitae. Danach wurde Paulus im Jahr 228 als Sohn wohlhabender christlicher Eltern in Ägypten geboren. Nach dem Tod der Eltern entsagte er der Welt und ging er als erster Einsiedler und Asket in die ägyptische Wüste. Dort lebte er jahrzehntelang in völliger Einsamkeit und wurde von Gott ernährt durch eine Quelle und einen Raben, der ihm täglich ein halbes Brot brachte.
Zu seiner Zeit lebte auch der bedeutende Einsiedler Antonius in der ägyptischen Wüste. Gott hatte es dem Antonius eingegeben, Paulus aufzusuchen. Es heißt, dass ein Mischwesen, halb Mensch halb Pferd, Antonius den Weg durch die Wüste wies. So kommt es zu der Begegnung der beiden heiligen Einsiedler. Antonius musste lange vor der Zelle des Paulus warten, bis ihn dieser endlich einließ. Dann fielen sie sich in die Arme und nach dem heiligen Kuss setzte sich Paulus mit Antonius nieder und sagte:
"Hier ist der, den du mit so viel Mühe gesucht hast, die Glieder morsch vor Alter, mit ungepflegtem grauem Haar. Du siehst einen Menschen vor dir, der bald zu Staub werden wird. Aber weil die Liebe alles erträgt, erzähle mir, ich bitte dich, wie es um das menschliche Geschlecht steht, ob sich in den alten Städten neue Häuser erheben, welche Macht die Welt regiert und ob es noch Menschen gibt, die im Irrtum der Dämonen befangen sind".
Während sie miteinander redeten, bemerkten sie einen Raben, der sich auf einem Zweig des Baumes niedergelassen hatte. Von dort flog er leise herab und legte ein ganzes Brot vor ihren staunenden Augen nieder. Als er fortgeflogen war, sagte Paulus:
"Sieh, der Herr, der wahrhaft barmherzig ist, hat uns das Essen gesandt. Seit sechzig Jahren habe ich immer ein halbes Brot bekommen; aber bei deinem Kommen hat Christus seinen Soldaten die Ration verdoppelt."
Nachdem sie Gott Dank gesagt hatten, setzten sie sich zusammen am Rand der kristallklaren Quelle nieder. Da entstand ein Streit darüber, wer das Brot brechen sollte; er dauerte fast den ganzen Tag bis zum Abend. Paulus bestand auf der Sitte der Gastfreundschaft, Antonius wies dies mit dem Recht des Alters zurück. Schließlich einigten sie sich darauf, dass jeder eine Seite des Brotes ergreifen, zu sich ziehen und das behalten sollte, was in seinen Händen blieb. Dann tranken sie etwas Wasser, indem sie den Mund an die Quelle hielten. Nachdem sie Gott das Opfer des Lobes dargebracht hatten, verbrachten sie die Nacht im Gebet.
Als sich der Tag zum Abend neigte, sagte der selige Paulus zu Antonius: "Seit langem wusste ich, Bruder, dass du in diesen Gegenden wohnst. Nun aber da die Zeit meines Heimgangs gekommen ist, bist du von Gott gesandt worden, um meinen Körper in die Erde zu legen und der Erde die Erde zurückzugeben."
Wenige Tage, nachdem Antonius in seine Zelle zurückgekehrt war, wurde ihm der Tod des Paulus offenbart. Er machte sich auf und fand den Leichnam des Heiligen in dessen Zelle. Zwei Löwen hatten für ihn ein Grab ausgehoben. Antonius hüllte ihn, wie es sich Paulus erbeten hatte, in dem Mantel, den er selbst vom heiligen Athanasius bekommen hatte. So bestattete er den Heiligen.

von 09.01.2014 07:13

09. Januar - Hl. Hadrian

Hadrian wurde um 630 in Nordafrika geboren, das zu jener Zeit noch zum oströmischen Reich (vgl. 4.12.) gehörte. Doch nach Mohammeds Tod 632 eroberten seine arabischen Anhänger (vgl. 19.12.) Syrien-Palästina (633 - 643), das Zweistromland (633 - 641), Persien (642 - 651) sowie die Osthälfte Nordafrikas: Ägypten besetzten die Sarazenen 641 bis 642, Libyen 643 bis 648. Nicht lange danach begannen sie, übers Meer nach Zypern und Sizilien vorzustoßen. - 698 fiel die Westhälfte Nordafrikas mit der Provinzhauptstadt Karthago an die Mohammedaner, 711 bis 718 der größte Teil der iberischen Halbinsel (s. 20.2.).

Es ist denkbar, daß Hadrian aus der Osthälfte Nordafrikas stammte und durch die mohammedanische Eroberung zur Auswanderung veranlaßt wurde. Es mag aber auch andere Gründe gegeben haben, die St. Hadrian bewegten, seine Heimat zu verlassen.

Der Heilige wurde Mönch zu Niridanum bei Neapel. Später wurde er Abt dieses Klosters. - Der oströmische Kaiser Justinian (527 - 565) hatte Italien von den germanischen Ostgoten (s. 8.1.) erobert. Doch schon fünfzehn Jahre nach seinem Sieg drangen 568 die germanischen Langobarden in Italien ein. Im Norden entstand ein Königreich mit der Hauptstadt Papia (s. 12.3., 28.6.). Die im Süden gelegenen Herzogtümer Spoleto und Benevent blieben davon unabhängig. Die Langobarden vermochten es allerdings nicht, die gesamte Halbinsel zu erobern. Reste der oströmischen bzw. byzantinischen Herrschaft blieben bestehen. So war auch das langobardische Benevent nicht in der Lage, das von ihm umschlossene Neapel zu besetzen. Doch machte sich Neapel später von Konstantinopel unabhängig, während sich die Fürstentümer Salerno und Capua von Benevent abspalteten. Unter den Normannen wurde Neapel dann mit dem ehemals langobardischen Herrschaftsbereich im Süden, dem bis dahin byzantinischen Gebiet sowie Sizilien zu einem einzigen Königreich vereint (s. 8.5.).

Abt Hadrian von Niridanum war als etwa Fünfunddreißigjähriger bereits weithin für seine Gelehrsamkeit und seine Frömmigkeit berühmt. So wollte der heilige Papst Vitalianus (657 - 672) ihn zum Erzbischof von Canterbury ernennen, nachdem die englische Kirche (vgl. 27.5.) 664 auf der Synode von Whitby beschlossen hatte, die römischen Liturgie und römische Bräuche anstelle der keltischen anzunehmen. Der hl. Hadrian hielt sich eines so hohen kirchlichen Amtes für nicht würdig. Er wies stattdessen auf den zu jener Zeit in Rom lebenden, heiligen Mönch Theodor hin. Dieser war 602 in dem zum oströmischen Reich gehörenden, kilikischen Tarsus geboren worden, aus dem auch der hl. Paulus (25.1., 29.6., 30.6.) stammte. 647 waren die Sarazenen weit nach Kleinasien hinein vorgestoßen. Es ist möglich, daß der hl. Theodor zu jener Zeit seine Heimat verließ und in das zum byzantinischen Gebiet in Italien gehörende Rom übersiedelte.

Vitalianus nahm den Vorschlag des Abtes von Niridanum an und weihte Theodor zum Erzbischof von Canterbury (668 - 690). Hadrian aber begleitete ihn auf päpstliche Weisung hin nach England, um dort als sein Ratgeber zu wirken. Zu Schiff errreichten die beiden Heiligen Massilia . An der Fortsetzung der Reise wurden sie danach jedoch gehindert. Möglicherweise hielt man sie für byzantinische Spione. Den Winter von 668 auf 669 mußten Theodor und Hadrian im Frankenreich verbringen. Danach erst gestattete ihnen der mächtige Hausmeier Ebroin (s. 5.11.) St. Theodor die Weiterreise nach England. St. Hadrian durfte ihm erst im darauf folgenden Jahr nachfolgen.

669 kam Theodor in seiner Bischofsstadt an, und schon 670 ernannte er Hadrian zum Abt des Benediktinerklosters St. Peter und St. Paul zu Canterbury. Unter St. Hadrian wurde die Klosterschule von St. Peter und St. Paul zum Zentrum der Wissenschaft des angelsächsischen England. Griechisch und Latein lernten die Schüler dort. Abt Hadrian machte sie mit der hl. Schrift vertraut und unterwies sie in Dichtkunst, Astronomie und Mathematik. - Am 9. Januar 709 starb der hl. Hadrian von Canterbury. An seinem Grab fanden vor allem Schüler, die seine Fürsprache erbaten, wunderbare Hilfe.



Das Fest der hl. Familie wird am Sonntag in der Oktav von Erscheinung, also am ersten Sonntag nach Erscheinung, begangen. Es ist ein sehr junges Fest. Erst 1921 schrieb Benedikt XV. (1914 - 1922) es der Kirche vor. Dies geschah in einer Zeit, in der sich der Verfall der christlichen Familie abzuzeichnen begann. Die Autorität des Vaters nahm im Verlauf des 20. Jahrhunderts immer weiter ab, die Mutterschaft wurde vor allem durch Abtreibungen und künstliche Verhinderung der Zeugung in zunehmendem Maße beeinträchtigt. Die Kinder stachelte man auf gegen ihre Eltern. - Jesus hingegen war seinen Eltern untertan. Er ließ es zu, daß sie für Ihn sorgten, während Er unmündig war. Der Heiland aber nahm als ihr Kind zu an Weisheit, Alter und Wohlgefallen bei Gott und Menschen.

Das Fest der hl. Familie weist voraus auf die Monate März und Mai, in denen Joseph und Maria besonders innig verehrt werden. Zugleich bezieht es sich auf Weihnachten, da im Zentrum der hl. Familie der noch unmündige Jesus steht. - Die gesamte Kirche bildet gewissermaßen eine hl. Familie, da die Gläubigen allesamt Kinder Mariens sind, die sie unter dem Kreuz geboren hat. Der hl. Joseph aber ist uns als Schutzpatron der Kirche (s. 1.5.) ein geistlicher Vater. Auch in diesem Sinne ist demnach Jesus der Erstgeborene vieler Brüder.

Jesus, Maria und Joseph, Euch schenke ich mein Herz und meine Seele!

von 08.01.2014 11:52

Was Gott uns alles schenkt! Gedanken zum Jahreswechsel.
Thema: Kloster Thalbach

Vom Sel. John Henry Kardinal Newman

Es wäre gut, wenn wir regelmäßig auf alles blickten, was wir als Gottes Geschenke unverdient besitzen und was Er aus reiner Barmherzigkeit Tag für Tag unaufhörlich uns verleiht. Er hat es gegeben; Er darf es nehmen. Er gab uns alles, was wir haben, Leben, Gesundheit, Kraft, Verstand, Freudigkeit, das Licht des Gewissens; alles, was wir an Gutem und Heiligem in uns haben, was an Glauben, was an erneuertem Willen, was an Gottesliebe, was an Selbstbeherr­schung, was an Hoffnung auf den Himmel. Er gab uns Verwandte, Freunde, Erziehung, Ausbildung, Erkenntnis, die Bibel, die Kirche. Alles kommt von Ihm. Er hat es gegeben, Er darf es nehmen. Nähme Er es weg, dann wären wir berufen, Jobs Beispiel zu folgen und ergeben zu sein: „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen, der Name des Herrn sei gebenedeit” (Job 1,21). Wenn Er mit Seinen Segnungen fortfährt, sollten wir David und Jakob nachahmen und in beständigem Lobpreis und Dank leben und Ihm von dem Seinigen opfern. Wir gehören uns nicht selbst, so wenig wie das, was wir besitzen, unser eigen ist. Wir haben uns nicht selbst geschaffen; wir können nicht selbst­herrlich über uns verfügen. Wir können nicht unsere eigenen Herren sein. Wir sind Gottes Eigen­tum durch Erschaffung, Erlösung und Wieder­geburt. Er hat einen dreifachen Anspruch auf uns. Bedeutet es nicht unsere Seligkeit, die Dinge in diesem Licht zu sehen? Bringt es uns aber irgend­wie Seligkeit oder Trost zu glauben, daß wir uns selbst gehören? Junge und vom Glück begünstigte Menschen mögen so denken. Sie halten es für etwas Großes, wie sie meinen, in allem ihren Willen zu haben, von niemand abhängig zu sein, – an nichts denken zu müssen, was außer ihrem Blickfeld liegt, – zu leben ohne die Verdrießlichkeit beständigen Danksagens, beständigen Gebetes, beständiger Rücksicht in ihrem Tun auf den Willen anderer. Aber im Verlauf der Zeit werden sie wie alle Menschen erkennen, daß Unabhängigkeit nicht für den Menschen geschaffen ist – daß sie ein unna­türlicher Zustand ist -, daß sie für eine Weile angehen mag, uns aber nicht mit Sicherheit bis zum Ende führen wird. Nein, wir sind Geschöpfe; und als solche haben wir zwei Pflichten: ergeben zu sein und dankbar zu sein.

Betrachten wir daher die Wege der göttlichen Vor­sehung uns gegenüber mit gläubigeren Augen als bisher. Versuchen wir eine wahrere Erkenntnis dessen zu erlangen, was wir sind und wo in Seinem Reich wir sind. Machen wir uns voll Demut und Ehrfurcht daran, Seine führende Hand in den Jah­ren unseres bisherigen Lebens zu verfolgen. Den­ken wir voll Dank an die vielen Erbarmungen, die Er uns in der Vergangenheit gewährt hat, an die vielen Sünden, derer Er nicht mehr gedacht hat, an die vielen Gefahren, die Er abgewendet hat, an die vielen Gebete, die Er erhört hat, an die vielen Fehler, die Er zum Guten gewendet hat, an die vielen Warnungen, die vielen Belehrungen, an das viele Licht und den überschwenglichen Trost, die Er uns von Zeit zu Zeit geschenkt hat. Erin­nern wir uns gern der Zeiten und Tage, der Zeiten der Trübsal, der Zeiten der Freude, der Zeiten der Prüfung, der Zeiten der Erquickung. Wie umhegte Er uns als Kinder! Wie führte Er uns in jener gefährlichen Zeit, da der Geist selbständig zu denken und das Herz der Welt sich zu öffnen be­gann! Wie zügelte Er mit Seiner milden Zucht unsere Leidenschaften, dämpfte Er unsere Erwar­tungen, beruhigte Er unsere Befürchtungen, belebte Er unsere Mattigkeit, milderte Er unsere Verlas­senheit und stärkte Er unsere Schwächen! Wie behutsam führte Er uns dem schmalen Tor ent­gegen! Wie lockte Er uns weiter auf Seinem Weg zur Ewigkeit, trotz seiner Rauheit, trotz seiner Ein­samkeit und trotz des trüben Zwielichtes, das über ihm lag! Er ist uns alles gewesen. Er ist, wie Er es für Abraham, Isaak und Jakob war, unser Gott gewesen, unser Schild und großer Lohn, Ver­heißung und Erfüllung Tag für Tag. „Bis hierher hat Er uns geholfen” (1 Sam 7,12). „Er denkt an uns und segnet uns” (Ps 113,20). Er hat uns nicht umsonst erschaffen; Er hat uns so weit geführt, um uns weiter zu führen, um uns bis ans Ende zu führen. Er wird uns nie verlassen noch uns auf­geben; so daß wir kühn sagen dürfen: „Der Herr ist mein Helfer; ich fürchte nichts, was könnte ein Mensch mir antun!” (Ps 55,5). Wir dürfen „alle unsere Sorge auf Ihn werfen, denn Er sorgt für uns” (1 Petr 5,7). Was liegt uns daran, wie unser künftiger Pfad verläuft, wenn es nur Sein Pfad ist? Was liegt uns daran, wohin er uns führt, wenn er uns zu guter Letzt nur zu Ihm führt. Was liegt uns daran, was Er uns auferlegt, solange Er uns befähigt, es mit einem reinen Gewissen, einem treuen Herzen zu tragen, das nichts auf dieser Welt Ihm vorzieht? Was liegt uns daran, welcher Schrecken uns befällt, wenn Er nur nahe ist, uns zu schüren und zu stärken? „Du, Israel”, sagt Er, „bist Mein Knecht Jakob, den Ich erkoren habe, Samen Abrahams, Meines Freundes” (Is 41,8).

„Fürchte Dich nicht, du Würmlein Jakob und ihr Männer Israels: Ich helfe dir, spricht der Herr und Dein Erlöser, der Heilige Israels” (Is 41,14). „So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, o Jakob, und der dich gebildet hat, o Israel: Fürchte dich nicht; denn Ich habe dich erlöset, Ich habe dich gerufen bei deinem Namen; Mein bist du! Wenn du durch Gewässer gehst, will Ich bei dir sein, und die Ströme werden dich nicht decken; wenn du im Feuer gehst, wirst du nicht verbrennen, und die Flamme wird dich nicht sengen. Denn Ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige Israels, dein Erlöser” (Is 43,1-3).

aus: Predigt Dankbarkeit für frühere Erbarmungen, DP V, p. 103-105.

von 06.01.2014 08:38

6. Januar – Der heilige Erminold, Abt und Märtyrer von Prüfening
Wie die Apostel, dem Auftrag des göttlichen Heilandes gemäß, in alle Lande gingen und den Samen des Evangeliums ausstreuten, so fanden sich zu allen Zeiten apostolische Frauen und Männer, die keine Mühe und Opfer scheuten, um das Reich Gottes auszubreiten. Zu diesen hellen Leuchten gehört der heilige Erminold, der erste Abt der berühmten Benediktinerabtei Prüfening in Bayern.

Der heilige Erminold kam aus einer angesehenen Familie in Schwaben. Die frommen Eltern übergaben ihren Sohn, den ihnen Gott im hohen Alter geschenkt hatte, aus Dankbarkeit den Mönchen des Klosters Hirsau, damit sie ihn für Gott erzögen. Der edle Wunsch der beglückten Eltern erfüllte sich im reichsten Maß, denn der talentvolle Junge nahm von Tag zu Tag in Tugendübungen und Wissenschaften zu und hegte keinen anderen Wunsch mehr, als in den Orden des heiligen Benedikt einzutreten. Der Teufel suchte ihn von diesem Vorhaben abzubringen, aber mit den Waffen Jesu Christi schlug er den Widersacher in die Flucht. Gern wurde ihm die Aufnahme in das Kloster gewährt. Wie einst der Geist des Propheten Elias auf Eliseus überging, so prägten sich die Tugenden des berühmten Abtes Wilhelm von Hirsau dem jugendlichen Gemüt des Novizen Erminold ein, so dass er sich gar bald zum Führer einer geistigen Heeresschar befähigte.

Der Ruf seiner Heiligkeit und seiner vorzüglichen Geistesgaben verbreitete sich so weit, dass er von den Brüdern des Klosters Lorch mit Gutheißung des Kaisers Heinrich V. einstimmig zum Abt ihres Klosters gewählt wurde. Der treue und kluge Diener Gottes war in seiner neuen Würde mehr ein Untergebener, als ein Gebieter, und es lag ihm alles daran, durch Wort und Beispiel seine Brüder in Gottesfurcht und regem Tugendeifer zu befestigen. Als aber einst der leibliche Bruder Erminolds sich anmaßte, ohne Wissen und Willen desselben dem Kaiser von den Klostergütern Geschenke zu machen, legte der heilige Abt seine Würde nieder und kehrte mit 40 seiner Schüler in das Kloster Hirsau zurück, der Taube Noahs ähnlich, die in die Arche zurückflog, als sie draußen keinen reinen Boden fand. Wie ein Engel Gottes wurde er dort mit Ehren aufgenommen, weil seine Tugenden nicht verborgen bleiben konnten.

In jener Zeit hielt Kaiser Heinrich V. einen Reichstag zu Regensburg ab, zu dem auch der heilige Bischof Otto von Babenberg reiste. Da er wegen der Menge fremder Gäste in der Stadt keine Unterkunft fand, schlug er draußen zwischen zwei Nussbäumen sein Nachtquartier auf. Dort hörte er einen wundersamen Glockenklang und er sah, wie einst der Patriarch Jakob, von seinem Lager eine Leiter, die bis in den Himmel reichte und auf der die Engel Gottes auf und nieder stiegen. Der heilige Bischof beschloss, an dieser Stelle ein Kloster zu bauen, deren Bewohner engelgleich zum Himmel hinaufsteigen sollten. Nachdem der Bau vollendet war, sah er sich nach einem ausgezeichneten Vorsteher des neuen Klosters um, und er fand keinen geeigneteren und würdigeren, als den bewährten Erminold. Diesen erhob er zum ersten Abt des jungen Klosters Prüfening, damit er den unbebauten Boden mit Klugheit und Eifer urbar machte und eine reichliche Saat für den Himmel gewinne.

Erminold zierte seine Würde mit ebenso viel Heiligkeit, wie mit Entschiedenheit. Als einst der vom Papst exkommunizierte Kaiser Heinrich V. das Kloster Prüfening besuchen wollte, verweigerte ihm der Abt den Eintritt, und der Kaiser zog ab nicht mit Groll, sondern voll Ehrfurcht gegen den heiligen Diener Gottes, und er verbot seinen erzürnten Schmeichlern, dem Kloster irgendwie zu schaden. So streng der heilige Abt seine Rechte wahrte und für die Ehre Gottes eiferte, so sanft und liebreich behandelte er seine Feinde, lud sie freundlich zu Tisch und entließ sie mit Geschenken. So gewann er durch Milde und Geduld die Herzen seiner Gegner. Eine besondere Fürsorge wandte er den Armen zu. Als einst in Bayern eine große Hungersnot ausbrach, öffnete er alle Scheunen und Speicher des Klosters, teilte alle Vorräte an die Bedürftigen aus und veräußerte selbst die heiligen Gefäße, um die Not zu stillen. Als die Brüder ihm mitteilten, alles sei fortgegeben und sie müssten selbst Hunger leiden, flehte der Heilige inbrünstig zu Gott und zum heiligen Georg, seinem Kirchenpatron. Kaum hatte er sein Gebet vollendet, da schickte Gott einen edlen und reichen Herrn, der mit seinem Überfluss die Not der Mönche beendigte.

Als einst der heilige Abt in die Kirche gehen wollte und die Pforte verschlossen fand, eilte der Küster fort, um die Schlüssel zu holen. Zu seinem höchsten Erstaunen fand er den Heiligen bereits am Altar im Gebet. Als er sich erhob, verbot er dem Küster, mit irgendeinem vor seinem Tod von diesem Ereignis zu sprechen.

Wie ein Riese schritt der heilige Erminold unentwegt dem Himmel zu und zog eine auserwählte Schar gottbegeisterter Schüler mit sich fort, aber die Hölle ergrimmte über ihre Verluste und goss Gift in die Herzen einiger Boshaften, die sich gegen das Leben des Heiligen verschworen und eine günstige Gelegenheit abpassten, um ihren Mordplan auszuführen. Dem Heiligen wurde das verbrecherische Vorhaben der Verschwörer offenbart, aber er sprach, wie einst der Herr zu Petrus: „Warum soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater darreicht?“ Voll Ruhe ging er den Mördern entgegen, die beim Anblick des unverzagten Heiligen derart erschüttert wurden, dass der Dolch ihrer Hand entfiel.

Nicht lange danach lauerte ihm einer der Verschworenen, namens Aaron, wieder auf und schlug ihn mit einer hölzernen Keule auf den Kopf. Betäubt sank der Heilige zu Boden, kam aber nach einiger Zeit wieder zu sich, richtete seine Augen auf seine Brüder und sprach mit heiterer Miene, er sei zum himmlischen Thron erhoben gewesen und habe tröstliche Versprechungen vernommen. „Ich freute mich“, sprach er, „weil mir gesagt wurde, an diesem Ort werde man immer Gott dienen. Ich sah mit goldenen Buchstaben die Namen unserer verstorbenen, lebenden und künftigen Brüder im Buch des Lebens verzeichnet. Und dies soll euch das Zeichen sein, dass ich die Wahrheit rede: morgen, wenn im Hochamt das Gloria gesungen wird, werde ich von dieser Welt scheiden.“ Wie er vorhergesagt, so geschah es. Am folgenden Morgen, - es war das Fest der Erscheinung des Herrn – verließ seine Seele während des Engelgesanges das zerbrechliche Haus des Leibes, um unter Engelchören den himmlischen Jubelgesang anzustimmen.

Die Wunder, die das Grab des heiligen Abtes und Märtyrers Erminold verherrlichten, könnten ein ganzes Buch füllen. Ein wunderbarer Wohlgeruch strömte aus seinem Grab, Blinde erhielten ihr Augenlicht, Lahme gerade Glieder, Taube ihr Gehör, Kranke aller Art ihre Gesundheit, Teufel wurden ausgetrieben und unzählige Gebetserhörungen und Wohltaten gewährt. Deshalb wallfahrteten schon bald nach seinem Tod viele Hilfsbedürftige zum Grab des Heiligen, und kehrten erfreut, getröstet und erhört in die Heimat zurück voll Dank gegen den heiligen Wohltäter von Prüfening.


6. Januar – Die Heiligen Drei Könige

„Als die Heiligen Drei Könige von den Juden unterwiesen wurden, wo ihr König sollte geboren werden, und darauf mit ihrem Gesinde gen Bethlehem zogen und der Stern wieder vor ihnen herging, da kamen sie an die Stätte, wo der Engel den Hirten in der Christnacht erschienen war. Da fanden sie die Hirten, und die Hirten sagten ihnen, wie die Engel Gottes zu ihnen gesprochen hätten in der Christnacht, und von dem Licht, das sie umschien, und wie sie das Kind gesehen hätten. Das hörten die Herren gar gern und behielten auch die Worte wohl, beschenkten auch die Hirten reichlich und ritten fröhlich weiter und kamen gen Bethlehem. Da hielten sie still und legten ihr stattlich Gewand an und bereiteten sich, dass sie Königen gleich sahen. Als sie nun an die Straße kamen, an deren Ende die geringe Hütte lag, da blieb der Stern stehen und ging nicht weiter, sondern senkte sich herab mit solchem Glanz, dass die ganze Hütte, und alle, die darinnen waren, von dem Schein erleuchtet wurden. Dann stieg er wieder in die Höhe, stand unbeweglich und sein strahlender Glanz verblieb in der Hütte.

An dem Tag, da die drei Könige dem Kind das Opfer brachten, da war Jesus ein Kind von dreizehn Tagen und lag in der Krippe in geringe Tücher gewickelt. Maria, seine Mutter, war voll von Gestalt und bräunlich von Angesicht und mit einem blauen schlechten Mantel bekleidet. Die drei Könige aber waren herrlich gekleidet, und Melchior, der König von Nubien und Arabien, der dem Kind Gold opferte, war von Gestalt der kleinste, Balthasar, der König von Saba, der ihm Weihrauch opferte, war der mittelste, und Kaspar, der König von Tharsis, der ihm Myrrhen darbrachte, war der größte von Gestalt und war ein Mohr.

Auch ist zu wissen, dass die drei Könige große Schätze und köstliche Kleider mit sich führten aus ihren Landen, denn alle Gezierde, die der große Alexander nach seinem Tod hinterließ, und was die Königin von Saba dem König Salomo brachte, und alles was König Salomo Gott zu Ehren machen ließ, das war alles den drei Königen anheimgefallen, denn ihre Vorfahren hatten den Tempel zu Jerusalem zerstört, und nun führten es die drei Könige bei sich und meinten, sie wollten es dem neuen König verehren. Als sie aber in das arme Hüttlein kamen, da Jesus lag, da war darin so unaussprechlich große Klarheit, dass sie standen wie in einer Glut, und wussten nicht vor Schrecken woran sie waren. Also griffen sie geschwinde in ihre Säcke, und was ihnen zuerst in die Hände kam, das opferten sie und vergaßen aller Herrlichkeit, die sie mit sich brachten. Melchior opferte dreißig goldene Pfennige und einen goldenen Apfel, wie es ihm in die Hände fiel; Balthasar opferte Weihrauch, Kaspar Myrrhen, und was die liebe Maria zu ihnen sprach, das vergaßen sie allzumal, dass sie nichts behielten, als dass sie sich zu jeglichem König gar demütiglich neigte und sprach: „Gedanket sei Gott“.

Der goldene Apfel, den König Melchior opferte mit den dreißig goldenen Pfennigen, war des großen Königs Alexander gewesen, und er hatte ihn so gefüge machen lassen, dass er ihn mit einer Hand umgreifen konnte. Denn Alexander hatte die ganze Welt bezwungen und hielt sie in seiner Hand, und dessen zur Urkunde hatte er den Apfel machen lassen, weil die Welt rund ist, und meinte, dass er der Welt so gewaltig wäre als des Apfels. Und da der Apfel dem Kind in die Hand gegeben ward, da ward er zu Asche, zum Zeichen, dass alle irdische Gewalt vor Gott eitel ist und in Staub zerfällt.

Als nun die Herrn ihr Opfer löblich vollbracht hatten, da bereitete man die Kost für sie und ihr Gesinde, und als sie gegessen hatten, da legten sie sich nieder mit ihren Dienern und schliefen den Tag und die Nacht, und in der Nacht erschien ihnen der Engel Gottes im Schlaf und warnte sie, dass sie nicht zurück zögen zu Herodes. Das beschlossen sie gemeinsam zu tun, und fuhren einen anderen Weg heim in ihr Land, und auf dem Weg brachten sie zwei Jahre zu, ehe sie nach Hause kamen; auch mussten sie unterwegs in Herbergen einkehren, essen, trinken und schlafen, alles nach menschlicher Weise, denn der Stern schien ihnen nicht mehr. Wo sie aber Nachtruhe hielten, da sagte sie dem Volk des Landes, wie alles ergangen war, und also ward ihre Ausfahrt und Wiederkunft bekannt und offenbar durch alle Lande, dass es nie konnte vergessen noch getilgt werden, obwohl es dem König Herodes und den Juden sehr zuwider war. Und obwohl sie zwei Jahre unterwegs waren, ehe sie die Heimat erreichten, doch gebrach ihnen nichts von alledem, was sie unterwegs bedurften, denn sie hatten große Vorräte mit sich geführt und kamen gesund miteinander zu dem Berg Vaus, wo der Stern zuerst erschienen war.

Als nun die Heiligen Drei Könige alle Dinge wohl bestellt und Land und Leute versorgt hatten, da blieben sie beieinander in der Stadt Stulla, die unter dem Berg Vaus liegt und lebten danach nicht mehr zwei Jahre. Eines Tages, nicht lange vor Weihnachten, erschien über der Stadt ein schöner Stern, der nie zuvor gesehen wurde. Die drei Könige verstanden wohl, dass ihr Ende nahte, und Gott sie zu sich nehmen wollte in das ewige Leben, und ließen ein schönes Grab machen wie sie des wohl würdig waren. Und als sie das Weihnachtsfest schön und löblich begangen hatten, danach auf den achten Tag, da König Melchior Messe gehalten, da starb er und war hundertsechzehn Jahre alt. Da nahmen die zwei andern Könige seinen Leichnam und bestatteten ihn mit großen Ehren zur Erde. Danach am fünften Tag, am Erscheinungsfest des Herrn, als Balthasar der König von Saba Messe gehalten hatte, da starb er am zwölften Tag und war hundertzwölf Jahre alt. Da wurde er von dem überlebenden König neben Melchior in dasselbe Grab bestattet. Sieben Tage nachher starb auch Kaspar, der dritte König, nachdem er Messe gehalten, und war hundertneun Jahre alt. Da wurde auch er von dem Volk mit großen Ehren bestattet, und als er ins Grab gesenkt wurde, da rückten die beiden ersten voneinander und ließen ihren Gesellen zwischen sich liegen. Da sahen alle, die gegenwärtig waren, wie die Herren einander lieb gehabt im Leben, so sollten sie nun auch im Tod nicht geschieden werden. Der Stern aber, der vor ihrem Tod erschienen war, blieb unbeweglich über der Stelle stehen, bis sie hinweggeführt wurden, wie danach gesagt wird.“

Nachdem Kaiser Friedrich Barbarossa im Jahr 1164 Mailand erobert hatte, übergab er seinem Kanzler, dem Erzbischof von Köln, Rainald von Dassel, die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Der Legende gemäß sollen sie zunächst durch die heilige Helena nach Konstantinopel gebracht worden und von dort nach Mailand gelangt sein.

Für diese wurde um 1181 von Nikolaus von Verdun und einheimischen Kölner Goldschmieden ein kostbarer Gold-Email-Schrein geschaffen, über dem wiederum der Kölner Dom als ihre Königskathedrale und zugleich als Wiedergabe des himmlischen Jerusalem sich erheben sollte.

Dargestellt werden sie als Könige mit ihren Geschenken, Gold, Weihrauch und Myrrhe, bei der Anbetung des Kindes; ursprünglich galten sie als Magier, als „Weise aus dem Morgenland“, die sich als Vertreter ihrer heidnischen Religionen dem Christentum unterwarfen. Im 12. Jahrhundert symbolisierten sie die Lebensalter; Kaspar den Greis, Melchior den Mann und Balthasar den Jüngling. Ungefähr ab 1300 wird der Jüngling als Mohr dargestellt. Diese Komposition lässt die Möglichkeit zu, dass diese drei Männer zu Vertretern der damals bekannten Erdteile werden, nämlich Kaspar als Europäer, Melchior als Asiat und Balthasar als Afrikaner.

Sie sind die Patrone der Stadt und des Erzbistums Köln sowie der Wallfahrer und der Reisenden. Spielkartenfabrikanten und Kürschner haben sich unter ihren Schutz gestellt.

Fürbittend werden sie angerufen gegen einen plötzlichen Tod und gegen Epilepsie.

von 05.01.2014 18:46

5. Januar Der heilige Gerlach, Einsiedler in Valkenburg,

+ 5.1.1172 - Fest: 5. Januar


Er war ein tapferer aber auch rauer Krieger, der um 1100 geborene Gerlach, Graf von Valkenburg. Das Kriegshandwerk war seine Leidenschaft, und er merkte oft nicht mehr, wie brutal er seine Familie behandelte.

Als ihm bei einem Turnier in Jülich der Tod seiner Frau übermittelt wurde, traf ihn das trotzdem hart. Er verkaufte alles und pilgerte nach Rom und Jerusalem, um für seine Sünden Buße zu tun. In Jerusalem pflegte er sieben Jahre die Kranken und verrichtete die niedrigsten Dienste.

Als er nach den Jahren der Buße zurückkehrte, lebte er noch zehn Jahre lang als Einsiedler in einer hohlen Eiche bei Houthem. Vermutlich starb er am 5. Januar um 1170/1177. Über seinem Grab entstand 1201 die Prämonstratenserinnenabtei Houthem-Sint-Gerlach, noch heute ein Wallfahrtsort der südlichen Niederlande.

Auf den Abbildungen trägt er ein Prämonstratenserhabit und steht vor einer hohlen Eiche.

Er ist der Patron der Hirten und des Viehs, das er auch vor Seuchen beschützt.

von 04.01.2014 14:52

Stoßgebete?

Was bedeutet das denn eigentlich?

Stoßgebete sind fast so etwas, wie ein RSS-Feed für GOTT

eine wertvolle Gewohnheit im Alltag, die unsere Verbindung mit Gott pflegt.




"Ein RSS-Channel versorgt den Adressaten oft, ähnlich einem Nachrichtenticker, mit kurzen Informationsblöcken, die aus einer Schlagzeile mit kurzem Textanriss und einem Link zur Originalseite bestehen. ...

Im Unterschied zur Benachrichtigung per E-Mail geht die Initiative bei RSS vom Empfänger aus, der den Feed abonniert hat." (Quelle Wikipedia)




Also im Klartext: GOTT wünscht sich von uns, dass wir IHM unser Leben immer neu anvertrauen. ER will an allem teilhaben, möchte in alle Aktualisierungen unseres Lebens voll eingebunden sein.







Wir haben durch Stoßgebete gleichsam eine Art "Nachrichten-Ticker", der im Gebet ständig unseren Alltag, unser Leben mit allem, was dazu gehört, vor Gott aktualisiert. Gott kennt uns - aber er möchte nicht nur von seiner Seite mit uns "VERLINKT" sein, sondern auch von unserer Seite.

Wenn wir dann auch noch in die Fürbitte gehen, für andere Menschen Stoßgebete beten, ... dann "VERNETZEN" wir uns quasi weltweit mit allen Christen und Menschen.







Der heilige Paulus sagt:

"Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist" (Eph 6,18)




Klar kann man nicht dauernd lange Gebete beten und immer nur mit gefalteten Händen herum laufen :)

Aber Gebet kann eine innere Haltung werden, die uns immer wieder alles auf Gott hin beziehen und ausrichten lässt.

Dann vergisst man Gott nämlich auch nicht in den wichtigen Momenten, in denen man keine Zeit zum Nachdenken hat, dann wird man in dieser guten Gewohnheit sofort und "automatisch" einfach "ONLINE mit GOTT" sein.







Stoß?Gebet - das ist

•wie ein kleiner "Schubs" für die Seele, damit sie Gott nicht vergisst.
•wie ein kleiner "Rempler" für unser Herz, damit es sich an Gott erinnert.
•wie ein freundlicher "Stupser" der Erinnerung, dass alles Gott gehören soll und er unsere Hilfe ist.
•wie ein kleines, inneres "Rüttlen", das uns wach hält, wenn wir im Altagstrott "einschlafen" und Gott vergessen würden
•wie eine kleine "Erschütterung" in uns, die sofort alles Gott hinhält, was auch geschieht und nicht "bewusstlos" in den Alltag hinein leben oder in Not "erstarren" lässt.
•ist ein innerer "Ruck", der uns in die richtige Richtung antreibt







Stoßgebete sind in allen Lebenslagen voller Gnade und eine wertvolle Gewohnheit,

in Freude Gott dankbar zu sein denn sie helfen uns:

•im Glück Gott zu preisen
•im Alltag immer auch mit Gott verbunden zu bleiben
•in Gewohnheiten nie müde zu werden und nichts sinnlos werden zu lassen
•zu allen Tages- und Nachtzeiten Gott zu loben und an ihn zu denken
•in Angst Hoffnung und Mut zu finden
•in Trauer Gottes liebende Gegenwart und Trost zu spüren
•in Schmerzen in Gott Kraft und Linderung zu finden
•in Krankheit im Blick auf Gott Sinn und Starkmut und Heil zu finden

von 03.01.2014 07:44

Morgengruß zum Herzen Jesu
Wenn ich erwach' am frühen Morgen, Herz Jesu, dann begrüß' ich Dich,
um für des Tages Müh' und Sorgen, Dir innig zu empfehlen mich.
Auf dich o Herz will ich nur schauen, Du bist mein Stern, mein Trost, mein Licht!
Und mutig will ich Dir vertrauen; denn deine Treue wanket nicht.
So nimm mein Herz Dir ganz zu eigen; gib Du ihm Kraft zur guten Tat.
Und sollte es zur Sünde neigen, halt' Du es fest in deiner Gnad'!
Von Dir soll heute nichts mich scheiden, verbirg' in Deine Wunden mich!
Dort will ich beten, opfern leiden und sterben, wenn Du willst, für Dich!
So oft wie heut' mein Herz wird schlagen, will ich es stets auf's neu' Dir weih'n,
und jeder Pulsschlag soll Dir sagen: "Herz Jesu, für Dich ganz allein!"
In Deine Liebe empfehle ich auch alle, die mir nahesteh'n;
behüte sie an Leib und Seele, lass keinen heute irre geh'n!
Und nun gib mir den Morgensegen, er weihe diesen Tag mir ein,
und sei mit mir auf allen Wegen, bis ich wird' ewig bei Dir sein! Amen.

Abendgebet zum Herzen Jesu
Den letzten Gruß der Abendstunde send ich Dir, o göttlich Herz!
In Deiner heil’ge Liebeswunde, senk ich des Tages Freud und Schmerz.
O Herz der Liebe, Dir vertraue am Morgen ich des Tages Last,
und nicht umsonst ich auf Dich baue, voll Huld du mich gesegnet hast.
O habe Dank für Deine Güte, die schützend mir zur Seite stand,
auch diese Nacht mich treu behüte, durch deines heil’gen Engels Hand.
O göttlich Herz, all meine Sünden bereue ich aus Lieb zu Dir.
O lasse mich Verzeihung finden, schenk Deine Lieb aufs neue mir!
Herz Jesu, innig ich empfehle auch alle meine Lieben Dir.
Beschütze sie an Leib und Seele, die Gutes je erwiesen mir.
In Deiner heil’gen Herzenswunde, schlaf ich nun sanft und ruhig ein,
O lass sie in der letzten Stunde, mir eine Himmelspforte sein. Amen.

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