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von esther10 15.02.2016 00:55

Regierungs-Konsultationen zwischen Israel und Deutschland beginnen
Veröffentlicht: 15. Februar 2016 | Autor: Felizitas Küble

Die Regierungen von Israel und Deutschland treffen sich ab dem heutigen Montag, 15.Februar, zu gemeinsamen Beratungen in Berlin. Unter der Leitung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Bundeskanzlerin Angela Merkel finden die Regierungskonsultationen bereits zum sechsten Mal statt, zuletzt im Jahr 2014 in Jerusalem.

Neben Beratungen zwischen den Regierungschefs treffen die Minister aus Israel auf ihren jeweiligen Amtskollegen aus Deutschland zu bilateralen Gesprächen.


BILD: Netanyahu und seine Frau Sara steigen in ein Flugzeug (Foto: GPO/Haim Zach)

Nunmehr 51 Jahre nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland sind die Regierungskonsultationen ein fester Teil der weitreichenden Zusammenarbeit zwischen Israel und Deutschland.

Beide Länder begegnen den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gemeinsam und stimmen zugleich überein, das Gedenken an den Holocaust für künftige Generationen als Grundpfeiler der gegenseitigen Beziehungen aufrecht zu erhalten.

Zum Abschluss der Konsultationen am Dienstag, 16. Februar, werden sich die Regierungen im Kanzleramt treffen.
https://charismatismus.wordpress.com/201...hland-beginnen/
Quelle: Botschaft des Staates Israel, 12.2.2016

von esther10 15.02.2016 00:54

Gianna Molla, hat ihr Leben geopfert um das Leben ihrer Tochter zu retten.

St. Gianna Tochter enthüllt die "Geheimnis" von ihrer Mutter, ihrer Heiligkeit

Katholisch , Christlich , Gianna Molla , Heiligkeit , Freude , Heilige , Kreuzweg
ORLANDO, Florida, 12. Februar 2016 ( Lifesitenews )

Was war es, das St. Gianna Beretta Molla, das Leben ihres Kindes über ihr eigenes Leben, wenn vor der Entscheidung, zu wählen erlaubt? Was darf ihr Lob zu bieten und dank Gott, obwohl sie Tage nach Abgabe ihrer gesundes Baby sterben würde, vier Kinder und einen liebevollen Ehemann zu verlassen?

Das Geheimnis von St. Gianna Heiligkeit wurde in einem Interview mit der sehr Person zu Lifesitenews offenbarte der Heilige gab für ihr Leben, ihre Tochter Gianna Emanuela Molla.



Gianna Emanuela, 54 Jahre alt, sagte, wenn ihre Eltern lebt sie etwas gelernt haben, ist es, dass der "Weg des Kreuzes" ist "sicherlich der richtige Weg", dass Christen müssen folgen, wenn sie "eines Tages in der Lage zu genießen Paradies Freude in den Augen Gottes, für immer. "

Sie spricht nicht über ein trauriges und schmerzLebensUnterHalt aus dem christlichen Glauben, sondern eine Art zu leben, die man in den tiefsten und tiefste bringt - und sehr oft unerwartete - Freude. Wie diese beiden scheinbar unvereinbaren Dinge zu vollbringen - das Kreuz umarmen und Freude zu finden - ist das "Geheimnis".



Gianna Emanuela erklärt, dass für die Christen das Kreuz nicht das letzte Wort hat, aber wird die Quelle für die größte Transformation.

"Der Weg des Kreuzes, menschlich [spricht], ist das unangenehm und schwierigen Weg zu folgen. Aber es ist der einzige Weg, der uns erlaubt, [finden] eine vollständige und umfassende Bedeutung für unser Leben ", sagte sie.

"Der Weg des Kreuzes, wie Sie wissen, ist mit der Auferstehung verbunden, wie unsere Jesus uns lehrt. Und, wie unser himmlischer Mutter lehrt uns, auf diese Weise von der Quer erfordert unser "Ja", unsere kontinuierliche "Ja" zum Willen Gottes, immer, auch wenn wir nicht verstehen, den Willen Gottes. Wir müssen sagen, dass unser "Ja" zu Gott ", fügte sie hinzu.

Gianna Emanuela sieht in dem Beispiel ihrer Eltern lebt die Freude, die aus umarmen die Kreuze kommt sie im Laufe des Lebens täglich begegnet.

"Mama und Papa das Leben lehren mich auch, dass der Weg des Kreuzes der Weg der Freude ist, wie gut. Welche Art von Freude? Die vollkommenste Freude, die große Freude, der Auftakt zur größten Freude - in der Lage zu sein ein Tag der Freude des Paradieses zu haben, der in den Augen Gottes zu sein, für immer ", sagte sie.

"Es ist möglich, auf dem Weg des Kreuzes zu gehen und in der Freude zu leben, wenn wir Jesus in unser Herz, wenn wir alles geschieht mit uns in das Licht des Glaubens sehen. Und so, wenn wir auf diese Weise leben, fühlen wir uns [inspiriert] Gott kontinuierlich zu danken, wie mein Vater getan hat, für alles, für jeden unserer Atemzüge. Wir haben, Gott zu danken ", fügte sie hinzu.

Das frei wählen, um die Kreuze im Leben eines Menschen als Gottes Willen zu umarmen und die Suche nach Frieden und Freude in dieser Aktion kommt direkt von Jesus selbst. Er war es, sagte: "Wer will mein Jünger zu sein, müssen sich ihre Quer verweigern und auf sich und folge mir nach" (Matth. 16,24). An einer anderen Stelle sagt er: "Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich sanftmütig und von Herzen demütig bin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist einfach, und meine Last ist leicht "(Mt 11: 28-30.) Er sagte auch:" Ich Sie haben gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude sein complete "(Joh kann 15. : 11).

Gianna Emanuela wird immer dankbar sein für ihre "Heilige Mutter" der Entscheidung, das Kreuz anzunehmen, nachdem eine lebensbedrohliche Krankheit , während der Schwangerschaft auftrat.

Ihre Mutter, eine Kinderärztint, war im Jahr 1961 mit Gianna Emanuela schwanger, als sie erfuhr, dass sie einen lebensbedrohlichen Tumor der Gebärmutter hatte. Ärzte gaben ihr drei Möglichkeiten: eine Abtreibung, eine komplette Hysterektomie (die auch ihr Kind töten würde), oder chirurgische Entfernung von nur den Tumor (weniger Aussicht auf Erfolg). Mit dem Leben ihres kostbaren Tochter vor Augen, entschied sich die Mutter für die Entfernung des Tumors.

Aber die Komplikationen hielten an.... Mit Blick auf eine schwierige Lieferung, sagte die Ärztin: "Wenn du zwischen mir und dem Kind entscheiden müsstrst,, zöger nicht: Wählen das Kind - ich bestehe darauf. "Sie starb 7 Tage später am 28. April 1962 ihr Leben für ihr Kind geben, immer wieder rief sie:" Jesus, ich liebe dich. Jesus, ich liebe dich. "Sie war 39 Jahre alt.

Gianna Emanuela sagte, dass ihre Mutter "Ja" zu Gott inmitten der Komplikationen und quälende Schmerzen rund um die Schwangerschaft und Geburt erlaubte sie Gott nach seinem Willen, was die meisten Menschen in einer ausweglose Situation nicht in Betracht ziehen würden.

"Meine St. Mama sagte, ihr" Ja "zu Gott.

Sie sagte, der Schlüssel zu den Quer erfolgreich umarmen, während sie in eine Quelle der Freude dreht, " danken wir Gott für alles, das Gute und das Schlechte, dass man auf den richtigen Weg kommt.

"Mama und Papa, erlitten beide eine Menge in ihrem Leben ... Und selbst wenn sie viel gelitten hatten , doch eine große Freude in ihrem Herzen. Sie bedankten sich kontinuierlich Gott, der ihr Geheimnis war. Wenn wir glauben, dass Jesus ans Kreuz ging, ist es uns nicht möglich, eine andere Art und Weise zu denken [Christen]. Dieser Weg des Kreuzes, ist auch der Weg der Freude ", sagte sie
https://www.lifesitenews.com/news/st.-gi...r-moms-holiness


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von esther10 15.02.2016 00:48

Unpolitischer Politiker: Ein Kommentar



Europa nimmt Papst Franziskus als moralische und gesellschaftliche Autorität wahr - in Zeiten der Krise mehr als zuvor. Ein Kommentar unseres Redaktionsleiters zur Mexikoreise von Papst Franziskus. (rv)...15.2.2016.

hier geht es weiter
http://blog.radiovatikan.de/hola-mexiko/






von esther10 15.02.2016 00:45

Mexiko: "Der Papst ist in seinem Element"



Unsere Kollegin Gudrun Sailer ist in Mexiko und beobachtet Papst Franziskus auf Schritt und Tritt. Wir wollten von ihr wissen: Wie schlägt sich der Papst?

„Franziskus ist in seinem Element, und das Land ist es auch im Moment des Papstbesuchs. Dabei spart der Papst nicht an klaren Worten, wie er es auch angekündigt hatte. Das ist keine Kuschelkirche, die sich mit den Gegebenheiten arrangiert, die der Papst da mit seinen Worten und Gesten fördern würde. Die Rede an den mexikanischen Episkopat war sehr deutlich: Setzt nicht auf die ‚Pferde und Streitwagen‘ der heutigen Pharaonen, sagte er den Bischöfen, das heißt: haltet euch nicht an die Machthaber, sondern an die Armen; er bat sie auch, transparent zu sein, die Missstände im Land wie Drogenkriminalität und Gewalt mutig, offen und konkret zu benennen und den Migranten zu helfen, denn Mexiko ist ein gewaltiges Durchzugsland der inneramerikanischen Migration, und nicht immer haben Priester, Bischöfe, Laien, Ordensleute für diese Ärmsten der Armen alles getan, was sie tun könnten. Manche Bischöfe haben diese Ansprache denn auch nicht sehr goutiert, war zu erfahren, was wohl zugleich heißt, der Papst hat ins Schwarze getroffen.“

Wie lief es für den Papst bei der Jungfrau von Guadalupe?

„Die „Morenita“ ist das religiöse Wahrzeichen nicht nur Mexikos, sondern ganz Lateinamerikas. Deshalb hat diese Papstreise mit dem Besuch an diesem größten katholischen Wallfahrtsort der Welt eigentlich erst richtig begonnen. Franziskus wirkte recht müde dort, aber es war ihm auch anzusehen, dass es für ihn persönlich ein großer Moment seines Pontifikates ist, allein für fast eine halbe Stunde vor diesem Gnadenbild beten und Kraft schöpfen zu können. Mit der Marienerscheinung von Guadalupe hat ja gewissermaßen das Christentum in Lateinamerika begonnen, dem Kontinent, der heute mit Abstand die meisten Christen aufweist. Und die Muttergottes von Guadalupe steht für das Zugehen auf die Indigenen und die Armen und Bedrängten. Seine Botschaft an die Gläubigen Mexikos von diesem nationalen Heiligtum aus hat der Papst genau kalibriert. Das war sehr schön: Wie klein und ungenügend und ungebildet auch immer ihr euch fühlen mögt, ihr seid gerufen, heute ein neues Heiligtum zu bauen, ein Heiligtum des Lebens, von dem niemand ausgeschlossen ist.“

Warum sollte der Papst unbedingt eine Messe im unbekannten Ecatepec feiern?

„Das ist einer der ärmsten Stadtteile im Riesen-Ballungsraum von Mexiko-Stadt und eine der größten Gemeinden in ganz Mexiko. Als der Papst da durchfuhr auf den frisch nachgezeichneten Straßen, im Papamobil, konnte man das nicht sehen, aber dort herrscht wirkliche Armut, einige Gegenden in Ecatepec haben nicht einmal Fließwasser. Wer immer kann, geht weg von da. Es ist kein Zufall, dass der Papst gerade dort die Mexikaner dazu aufgerufen hat, ein Mexiko zu errichten, aus dem keiner mehr aus Not und Verzweiflung weggehen muss. Wo keiner mehr ausgebeutet wird, wo keiner mehr Kinder beweinen muss, die im Drogenkrieg gestorben sind.“

Der Papst kann in Mexiko seine Muttersprache Spanisch sprechen. Merkt man das?

„Erstaunlicherweise ist er bisher – bis einschließlich dem Besuch im Kinderkrankenhaus – so gut wie gar nicht von den vorbereiteten Texten abgewichen. Das überrascht uns hier alle ein wenig. Vielleicht hängt es mit der Müdigkeit zusammen, die dem Papst momenteweise anzusehen ist. Aber man sieht dennoch, dass er in seinem Element ist. Jede Müdigkeit ist wie weggewischt, wenn er normale Leute sieht. Vor der Nuntiatur sind jedesmal Dutzende, wenn nicht hunderte Menschen, die auf ihn warten, das hat sich herumgesprochen, es kommen jedesmal mehr. Menschen mit Behinderung sind immer in der ersten Reihe, und die herzt und umarmt er mit Inbrunst und spricht mit ihnen. Da merkt man: Ja, das ist Spanisch zu Spanisch, Herz zu Herz.“

(rv 15.02.2016 gs)
http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/...2%80%9C/1208400

von esther10 15.02.2016 00:41

Eine Million Gläubige bei Papstmesse in Ecatepec



Die Papstmesse in Ecatepec im Ballungsraum von Mexiko-Stadt war außerordentlich gut besucht. Darüber informierte Vatikansprecher Pater Federico Lombardi die Journalisten an diesem Sonntagabend. Auf dem Gelände selbst seien – mit Eintrittskarten - 300.000 Menschen präsent gewesen, während bis zu eine Million Gläubigen in den angrenzenden Straßenzügen die Papstmesse mitfeierten. Franziskus habe sich zudem darüber dankbar gezeigt, dass so viele Menschen an den Straßen stehen und ihn erwarteten. Das sei ein Geschenk, ein Akt der Großzügigkeit, habe er geäußert.

Bei dem Weg zur Messe blieb Franziskus vor Mexikos größtem Nonnenkloster stehen, sagte Lombardi weiter. Im Klausurkloster der Visitantinnen, auch Schwestern der Heimsuchung genannt, lebten 53 Nonnen und 18 Novizinnen. Franziskus begrüßte die Nonnen, die zu diesem Anlass die Klausur verließen und sich einige Augenblicke mit großer Herzlichkeit mit dem Kirchenoberhaupt austauschen.

Sonntagnachmittag traf Papst Franziskus in der Nuntiatur von Mexiko-Stadt, die ihm als Unterkunft dient, sechs Jesuiten-Mitbrüder getroffen, sagte Lombardi weiter. Die Begegnung fand am Nachmittag statt, als er aus dem Kinderkrankenhaus zurückkehrte. Bei dem Treffen hätten die Mitbrüder dem Papst eine Reliquie des Jesuiten-Märtyrers Miguel Pro geschenkt, eines selig gesprochenen mexikanischen Märtyrers, der 1927 als Opfer der antiklerikalen Politik ermordet wurde. Johannes Paul II. hatte Miguel Pro 1988 selig gesprochen, der Orden warte nun auf die Heiligsprechung, informierte Lombardi.(rv 15.02.2016 gs)
http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/...catepec/1208663


von esther10 15.02.2016 00:39

Den Fußspuren der Muttergottes folgend
Papstreise: Auftakt des ersten vollen Tages in Mexiko

13. FEBRUAR 2016



Die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft haben die Versorgung der Bevölkerung mit dem Lebensnotwendigen sicherzustellen, angemessene Wohnung, menschenwürdige Arbeit, Ernährung, echte Gerechtigkeit, effektive Sicherheit, eine gesunde Umwelt und Frieden. Das forderte Papst Franziskus am ersten vollen Tag seiner Mexikoreise in seiner Ansprache an Vertreter von Politik und Gesellschaft. „Es ist eine Aufgabe, die das ganze mexikanische Volk auf seinen verschiedenen Ebenen – sowohl öffentlich als auch privat, gemeinschaftlich wie individuell – miteinbezieht“, sagte der Papst in seiner Ansprache. Der Papst bot dazu auch die Unterstützung der katholischen Kirche an. Er erklärte, dass er sich bemühe, ein guter Sohn zu sein, indem er den Fußspuren der Muttergottes folge, und dem „großartigen Land“ Mexiko, das so reich an Kultur, Geschichte und Vielfalt sei, seine Aufwartung mache.

Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto und die First Lady Angelica Rivera begrüßten den Papst zunächst im Nationalpalast. Dort war vor Franziskus noch nie ein Papst in der Geschichte Mexikos begrüßt worden. Die Kirche war lange aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen und erst die Verfassungsreform von 1992 brachte die Normalisierung der Beziehungen zwischen Staat und Kirche voran. Nach einem Höflichkeitsbesuch unter Ausschluss der Öffentlichkeit und dem Austausch von Geschenken, wandte sich Franziskus an die Vertreter des Staates und der Gesellschaft.

Der erste Papst aus dem amerikanischen Kontinent betonte, wie glücklich er sei, seinen Fuß auf mexikanischen Boden zu setzen, da das Land doch einen besonderen Platz im Herzen Amerikas einnehme. „Heute komme ich als Missionar der Barmherzigkeit und des Friedens, aber auch als Sohn, der seiner Mutter, Unserer Lieben Frau von Guadalupe, die Ehre erweisen und sich ihrem aufmerksamen Schutz anvertrauen möchte.“ In seiner Rede forderte er auch dazu auf, die Hoffnung auf Zukunft des Landes zu erkennen, deren Grund in seinem größten Reichtum liege: der Jugend.

Der Papst betonte, dass die Kulturen mit indigenen, mestizischen und spanischen Wurzeln Mexiko eine eigene, in der Vielfalt entwickelte Identität und einen seltenen kulturellen Reichtum verliehen. „Die uralte Weisheit, die seine multikulturelle Vielfalt mit sich bringt, ist bei weitem eine seiner größten menschlichen Ressourcen“, sagte er.

Deutlich prangerte er die Misstände in dem Land mit der zweitgrößten katholischen Bevölkerung an: „Immer wenn wir nach einem Weg der Privilegien oder Vorteile für einige wenige zum Schaden des Wohls aller suchen, wird früher oder später das Leben in der Gesellschaft zu einem fruchtbaren Boden für die Korruption, den Rauschgifthandel, die Exklusion verschiedener Kulturen und für die Gewalt, einschließlich des Menschenhandels, der Entführung und des Todes, und verursacht so Leid und bremst die Entwicklung.“

Die Ansprache vor Vertretern der Regierung und des öffentlichen Lebens sowie mit dem

Diplomatischen Korps kann man hier nachlesen.

https://de.zenit.org/articles/ein-volk-m...ch-zu-erneuern/
https://de.zenit.org/articles/den-fusssp...355cd8-40961937


von esther10 15.02.2016 00:37

Angelusgebet: Mexiko zu einem Land der Chancen machen



„An diesem Festtag, an diesem Tag können wir all das Gute feiern, das der Herr uns getan hat.“ Mit diesen Worten begann Papst Franziskus zum Abschluss der Messfeier in Ecatepec das Angelusgebet. Er wolle danken für den langen Weg, den viele hätten zurück legen müssen, wörtlich und metaphorisch verstanden. Der Papst griff eine Ansprache Papst Paul VI. an Mexiko auf: Ein Christ dürfe nicht unterlassen, seine Solidarität zu beweisen, so Paul VI. 1970. Diese Worte seines von ihm sehr geschätzten Vorgängers erweiterte Papst Franziskus: „Ich möchte euch heute auffordern, an vorderster Front zu stehen, Vorreiter zu sein in allen Initiativen, die dazu beitragen, dieses gesegnete mexikanische Land zu einem Land der Chancen zu machen, wo es nicht nötig ist auszuwandern, um träumen zu können; wo es nicht nötig ist ausgebeutet zu werden, um arbeiten zu können; wo es nicht nötig ist, die Verzweiflung und die Armut vieler zum Opportunismus einiger weniger zu machen. Ein Land, das nicht Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder beweinen muss, die zugrunde gerichtet in den Händen der Händler des Todes enden.“
Er wünsche sich ein Land, das Gemeinschaft bezeuge, die Gerechtigkeit und die Liebe zu den Armen, schloss der Papst seine Gedanken, „damit die Freude aus dem Evangelium bis an die Grenzen der Erde gelange und keiner Peripherie sein Licht vorenthalten werde“.

(rv 15.02.2016 ord)

von esther10 15.02.2016 00:35

„Dieses Land ist geprägt von der Jungfrau von Guadalupe“
Die Worte von Papst Franziskus beim Angelusgebet von Sonntag, dem 14. Februar 2016, in Ecatepec

14. FEBRUAR 2016



Nach der Messfeier in Ecatepec betete Papst Franziskus zusammen mit den Gläubigen und Pilgern das sonntägliche Angelus-Gebet. Zur Einführung in das Mariengebet sprach er die folgenden Worte, die wir hier in einer vorläufigen Übersetzung dokumentieren.

***

Liebe Brüder und Schwestern,

in der ersten Lesung dieses Sonntags gibt Moses dem Volk eine Empfehlung: Im Moment der Ernte, im Moment der Reichhaltigkeit, im Moment der Erstlingsfrüchte vergiss nicht deine Herkunft! Die Danksagung keimt auf und wächst in einem Menschen und in einem Volk, das fähig ist, die Erinnerung zu pflegen. Es hat seine Wurzeln in der Vergangenheit, die unter Licht und Schatten die Gegenwart entwickelt hat. In dem Moment, in dem wir Gott danken können, weil die Erde ihre Frucht hervorgebracht hat und wir so das Brot herstellen können, fordert Mose sein Volk auf, ein gutes Gedächtnis zu haben, indem er die schwierigen Situationen aufzählt, die es durchmachen musste (vgl. Dtn 26,5-11).

An diesem Festtag, an diesem Tag können wir all das Gute feiern, das der Herr uns getan hat. Wir sagen Gott Dank für die Gelegenheit, hier versammelt zu sein und dem guten Vater die Erstlingsgaben unserer Kinder und Kindeskinder, unserer Träume und Pläne zu präsentieren. Die Erstlingsgaben unserer Kulturen, unserer Sprachen und Traditionen. Die Erstlingsgaben unserer Fürsorge…

Wie viel hat jeder von euch durchmachen müssen, um bis hierher zu gelangen, welch weiten „Weg“ habt ihr zurücklegen müssen, um diesen Tag zu einem Fest, einer Danksagung zu machen. Wie weit sind andere gegangen, die nicht „ankommen“ konnten, denen wir aber verdanken, dass wir weitergehen konnten.

Heute wollen wir gemäß der Aufforderung des Mose als Volk ein Gedenken halten, wir wollen das Volk der lebendigen Erinnerung sein an den Weg Gottes mitten durch sein Volk und in seinem Volk. Wir wollen auf unsere Kinder schauen in dem Wissen, dass sie nicht nur ein Land, eine Sprache, eine Kultur und eine Tradition erben werden, sondern dass sie die lebendige Frucht des Glaubens erben werden, der an den sicheren Weg Gottes auf dieser Erde erinnert. An die Gewissheit seiner Nähe und Solidarität. Eine Gewissheit, die uns hilft, das Haupt zu erheben und mit heißem Verlangen das Morgenrot zu erwarten.

Mit euch vereine auch ich mich zu diesem dankbaren Gedenken. Zu dieser lebendigen Erinnerung an den Weg Gottes in eurem Leben. Indem ich auf eure Kinder schaue, kann ich nicht umhin, mir die Worte zu Eigen zu machen, die einst der selige Papst Paul VI. an das mexikanische Volk richtete:

„Ein Christ darf nicht unterlassen, seine Solidarität zu beweisen […] um die Situation derer zu lösen, zu denen das Brot der Kultur oder die Gelegenheit zu einer ehrenwerten Arbeit noch nicht gelangt sind […] Er kann nicht gleichgültig bleiben, während die jungen Generationen nicht den Weg finden, um ihre legitimen Bestrebungen zu verwirklichen.“ Und er fuhr fort mit einem Aufruf, „immer in vorderster Front zu stehen in allen Bemühungen […] um die Situation der Notleidenden zu verbessern“ und „in jedem Menschen einen Bruder oder eine Schwester und in jedem Bruder oder jeder Schwester Christus“ zu sehen (Radiobotschaft anlässlich des 75. Jahrestags der Krönung Unserer Lieben Frau von Guadalupe [12. Oktober 1970]).

Ich möchte euch heute erneut auffordern, in vorderster Front zu stehen, Vorreiter zu sein in allen Initiativen, die dazu beitragen, dieses gesegnete mexikanische Land zu einem Land der Chancen zu machen, wo es nicht nötig ist auszuwandern, um träumen zu können; wo es nicht nötig ist ausgebeutet zu werden, um arbeiten zu können; wo es nicht nötig ist, die Verzweiflung und die Armut vieler zum Opportunismus einiger weniger zu machen.

Ein Land, das nicht Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder beweinen muss, die zugrunde gerichtet in den Händen der Händler des Todes enden.

Dieses Land ist geprägt von der Jungfrau von Guadalupe, die uns in der Liebe immer zuvorgekommen ist. Zu ihr wollen wir sagen:

Heilige Jungfrau, „hilf uns, dass wir leuchten im Zeugnis der Gemeinschaft, des Dienstes, des brennenden und hochherzigen Glaubens, der Gerechtigkeit und der Liebe zu den Armen, damit die Freude aus dem Evangelium bis an die Grenzen der Erde gelange und keiner Peripherie sein Licht vorenthalten werde“ (Evangelii gaudium, 288).

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft…
https://de.zenit.org/articles/dieses-lan...355cd8-40961937



von esther10 15.02.2016 00:33

Papst Franziskus: „Kein Dialog mit dem Teufel“
15. Februar 2016


Papst Franziskus vor dem Gnadenbild von Guadalupe (Ecatepec-Zentrum)

(Mexiko-Stadt) Gestern, Sonntag, zelebrierte Papst Franziskus, der sich gerade auf einer Pastoralreise durch Mexiko befindet, die Heilige Messe auf dem Gelände des Ecatepec-Zentrums nahe Mexiko-Stadt. Zu diesem Anlaß wurde eine Kopie des Gnadenbildes Unserer Lieben Frau von Guadalupe dorthin gebracht. Der Papst hielt eine kurze, zuvor an die Presse mit Sperrfrist verteilte Predigt, in die er jedoch improvisierte Teile einfügte.

„Erinnern wir uns, was wir im Evangelium gehört haben: Jesus widerspricht dem Teufel nie mit eigenen Worten, sondern widerspricht ihm mit den Worten Gottes, mit den Worten der Schrift. Denn, Frauen und Männer, das muß uns klar sein, mit dem Teufel gibt es keinen Dialog, kann man keinen Dialog führen, weil er uns immer schlagen wird. Nur die Kraft der Gottesworte kann ihn besiegen.
http://w2.vatican.va/content/francesco/e...o-ecatepec.html
Der spanische Originaltext wurde vom Heiligen Stuhl veröffentlicht. Eine offizielle deutsche Übersetzung der Papstpredigt noch nicht.
http://www.katholisches.info/2016/02/15/...mit-dem-teufel/



von esther10 15.02.2016 00:29

Der Papst erwartet von den Bischöfen „einen lauteren Blick, eine klare Seele und ein leuchtendes Gesicht“
Die mexikanischen Bischöfe bat Franziskus, keine Angst vor Transparenz zu haben, sich nicht auf allgemeingehaltene Verurteilungen der Drogenkartelle zu beschränken, den Beitrag der indigenen Völker anzuerkennen, den Priestern wie Väter zu sein und den Migranten zu helfen


ALTAR DER VERGEBUNG / WIKIMEDIA COMMONS - Anagoria, CC BY 3.0

Papst Franziskus hielt heute kurz vor Mittag ein Treffen mit den Bischöfen Mexikos in der der Aufnahme Mariens im Himmel gewidmeten Kathedrale der Hauptstadt Ciudad de México.

Vom Nationalpalast fuhr der Heilige Vater im offenen Fahrzeug zur Kirche und vollzog, bevor er anhielt, eine vollständige Runde der „Plaza de la Constitución“. Empfangen wurde der Papst vom Domkapitel. Er betrat den Tempel durch die Heilige Pforte und schritt bis zum Vergebungsaltar („Altar del Perdón“), an dem das Allerheiligste ausgestellt war.

Wenig später begrüßten ihn der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Kardinal Norberto Rivera Carrera, und der Präsident der Mexikanischen Bischofskonferenz, Kardinal José Francisco Robles Ortega.

In seiner Ansprache betonte Franziskus, er besuche Mexiko „auf den Spuren meiner Vorgänger“ und fragte sich: „Könnte der Nachfolger des Petrus, der aus dem entfernten Süden Lateinamerikas gerufen wurde, darauf verzichten, die Jungfrau Morenita mit eigenen Augen anschauen zu dürfen?“

Und er fügte hinzu: „Ich weiß, dass ich, wenn ich in die Augen der Jungfrau schaue, den Blick ihres Volkes erreiche“, denn „sie bewahrt seine größten Wünsche und seine geheimsten Hoffnungen; sie nimmt seine Freuden und seine Tränen auf; sie versteht die zahlreichen Mundarten dieser Menschen und antwortet mit der Zärtlichkeit einer Mutter, weil sie ihre Kinder sind.“

Weiter erklärte der Heilige Vater: „Die ‚Virgen Morenita‘ lehrt uns, dass die einzige Kraft, die fähig ist, das Herz der Menschen zu gewinnen, die Zärtlichkeit Gottes ist“, und zitierte einen „ruhelosen und berühmten Literaten eures Landes“, der sagte: „In Guadalupe wird nicht mehr um eine reiche Ernte oder um die Fruchtbarkeit des Bodens gebetet, sondern man hat Sehnsucht nach einem Schoß, in dem die immer noch verwaisten und verstoßenen Menschen eine Sicherheit, ein Zuhause suchen.“

Franziskus bewies auch, die „lange und schmerzliche Geschichte“ zu kennen, die das Land durchgemacht habe; „nicht ohne viel Blutvergießen, nicht ohne ungestüme und erschütternde Umwälzungen, nicht ohne Gewalt und Unverständnis.“ Deshalb lud er die Mexikaner ein, „erneut von diesem Bedürfnis nach einem Schoß auszugehen“; dieser Schoß sei der „christliche Glaube“, welcher fähig sei, die Vergangenheit mit der „ständig in ein entgleitendes Morgen verbannten“ Zukunft zu versöhnen, denn „nur in jenem Schoß kann man, ohne auf die eigene Identität zu verzichten, die tiefe Wahrheit der neuen Menschheit entdecken, in der alle dazu berufen sind, Kinder Gottes zu sein.“

Der Papst forderte die Oberhirten des Landes dazu auf, „Bischöfe mit einem lauteren Blick, einer transparenten Seele, einem leuchtenden Gesicht“ zu sein. Und er fügte hinzu: „Habt keine Angst vor Transparenz! Die Kirche hat es nicht nötig, im Dunkeln zu arbeiten. Passt auf, dass euer Blick sich nicht bewölkt mit dem Halbschatten des Nebels der Weltlichkeit; lasst euch nicht bestechen durch den trivialen Materialismus, noch durch die verführerischen Illusionen der ‚unter der Hand‘ getroffenen Vereinbarungen; setzt euer Vertrauen nicht auf die ‚Pferde und Streitwagen‘ der heutigen Pharaonen, denn unsere Kraft ist die ‚Feuersäule‘, die die Wogen des Meeres bricht und das Wasser spaltet, ohne viel Lärm zu machen.“

Denn, so der Papst weiter, man müsse den Menschen mit Überzeugung antworten können, „dass Gott existiert und dass er durch Jesus nahe ist.“ Das Volk habe ein Recht darauf, „in eurem Blick den Spuren derer zu begegnen, die den Herrn gesehen haben.“

Deshalb forderte er die Bischöfe auf, „keine Zeit mit nebensächlichen Dingen, mit Gerede und Intrigen, mit eitlen Karriereabsichten, mit leeren Hegemonie-Plänen, in unfruchtbaren Interessengemeinschaften“ zu verlieren. Und er lud sie dazu ein, „den jungen Menschen einen mütterlichen Schoß anzubieten“ und „zu erfassen, was sie mit jener Kraft suchen, dank derer viele von ihnen Boote und Netze am anderen Ufer des Sees zurückgelassen haben.“

Diesen Worten folgte ein starker Aufruf, „die ethische und bürgerfeindliche Herausforderung nicht zu unterschätzen, die der Drogenhandel für die gesamte mexikanische Gesellschaft einschließlich der Kirche darstellt.“ Den Hirten der Kirche sei es nicht gestattet, sich „in allgemeine Verurteilungen zu flüchten“; stattdessen müssten sie „ein ernstes und qualifiziertes pastorales Projekt“ aufbauen, um dazu beizutragen, „schrittweise jenes feine menschliche Netz zu knüpfen, ohne das wir alle von vornherein besiegt wären.“ Ein solches Projekt müsse bei den Familien beginnen und sich „der menschlichen und existenziellen Randzone der trostlosen Gebiete unserer Städte“ nähern und „die Pfarrgemeinden, die Schulen, die gemeinschaftlichen Einrichtungen, die politischen Gemeinden und die Sicherheitsstrukturen“ einbeziehen.

„In den Mantel der mexikanischen Seele hat Gott mit dem Faden der mestizischen Spuren seines Volkes das Antlitz seiner Erscheinung in der ‚Morenita‘ eingewebt“, sagte der Papst weiter und bat um „einen Blick besonderen Feingefühls für die indigenen Völker und ihre faszinierenden und nicht selten dezimierten Kulturen“, denn „die Eingeborenen Mexikos warten noch darauf, dass der Reichtum ihres Beitrags und die Fruchtbarkeit ihrer Gegenwart wirklich anerkannt werden, damit Mexiko jene Identität erbt, die es zu einer einzigartigen Nation macht und nicht zu einer unter anderen.“

Der Papst forderte die Bischöfe auf, zur Einheit ihres Volkes beizutragen; die Versöhnung und Integration seiner verschiedenen Komponenten zu fördern. „Weh euch, wenn ihr euch auf euren Lorbeeren ausruht! Man darf das empfangene Erbe nicht vertun, sondern muss es durch ständige Arbeit hüten“, warnte Franziskus.

Dann kam der Heilige Vater auf die väterliche Funktion der Bischöfe als Oberhäupter ihrer Ortskirchen zu sprechen: „Das erste Gesicht, das ich euch dringend bitte in eurem Herzen zu hüten, ist das eurer Priester. Lasst nicht zu, dass sie der Einsamkeit und der Verlassenheit ausgesetzt sind, eine Beute der Weltlichkeit, die das Herz verschlingt.“ Ein guter Bischof dürfe es „niemals an Väterlichkeit gegenüber euren Priestern“ fehlen lassen.

Auch die Päpstliche Universität Mexikos legte er den Bischöfen des Landes besonders ans Herz, „um jene Gesamtschau sicherzustellen, ohne die der Verstand sich mit Teilelementen zufrieden gibt und auf sein höchstes Streben, nämlich die Suche nach der Wahrheit, verzichtet.“

Die Aufgabe der kirchlichen Würdenträger fasste Franziskus in wenigen Worten zusammen: „Es sind keine ‚Fürsten‘ nötig, sondern es bedarf einer Gemeinschaft von Zeugen des Herrn.“

Gegen Ende seiner Ansprache schnitt der Heilige Vater ein weiteres sehr aktuelles Thema an, indem er auf das Drama der Migranten zu sprechen kam. Er dankte den Bischöfen „für all das, was ihr tut, um der Herausforderung unserer Zeit zu begegnen, die die Migrationen darstellen.“ Franziskus erinnerte daran, dass es sich um „Millionen von Söhnen und Töchtern der Kirche“ handle, die „heute in der Diaspora leben, oder in Übergangssituationen ihrer Wanderung gen Norden auf der Suche nach neuen Chancen.“ Viele von ihnen ließen die eigenen Wurzeln hinter sich, „um – auch im Untergrund, der alle Arten von Gefahren in sich birgt – die Suche nach dem ‚grünen Licht‘ zu wagen, das sie als ihre Hoffnung ansehen.“ Das führe zur Teilung zahlreicher Familien, „und nicht immer ist die Eingliederung in das vermeintliche „Land der Verheißung“ ist so leicht, wie man denkt.“ Und er forderte die mexikanischen Bischöfe dazu auf, den Migranten im Herzen bis über die Grenzen ihres Landes hinaus zu folgen, indem sie die Zusammenarbeit mit dem Episkopat der Vereinigten Staaten stärken.

„Liebe Brüder, der Papst ist sicher, dass Mexiko und seine Kirche rechtzeitig zum Treffen mit sich selbst, mit ihrer Geschichte und mit Gott gelangen werden“, schloss der Papst seine Rede und erinnerte daran, dass zwar „mancher Felsbrocken“ den Lauf verzögern könne, doch das Ziel deshalb nicht verpasst werden könne. Denn: „Kann zu spät kommen, wer eine Mutter hat, die ihn erwartet?“

Der Volltext der Ansprache ist hier abrufbar.
https://de.zenit.org/articles/immer-und-...stus-gerichtet/

(Quelle: Radio Vatikan, 13.02.2016)






von esther10 15.02.2016 00:26

KONFLIKTE
Kindersoldaten kämpfen in 14 Ländern

Etwa 250.000 Mädchen und Jungen werden weltweit zum Kämpfen gezwungen. Sie werden missbraucht, sie töten und sie sterben. Auf Seiten von Rebellen, aber auch in vielen Regierungsarmeen. Eine traurige Übersicht.


Ein Kindersoldat hockt mit einer Kalaschnikow beobachtend in Afghanistan. Foto: picture alliance/Tone Koene
1. Afghanistan – Kriegsheld mit zwölf

Wasil Ahmad starb durch zwei Schüsse in den Kopf. Taliban-Kämpfer überfielen den zwölfjährigen Jungen Anfang Februar auf seinem Schulweg. Ein geplanter Mord an einem Kind. Ein verstörendes Detail kommt hinzu: Wasil Ahmad war ein gefeierter Kriegsheld im Kampf gegen die Taliban und hatte auch in Polizeiuniform posiert. Denn nicht nur die Taliban und andere radikale Gruppen drücken in Afghanistan Kindern Waffen in die Hand. Auch die afghanische Polizei hatte schon Kinder in ihren Reihen. Die Regierung in Kabul habe zwar den Willen erkennen lassen, das zu stoppen, sagt Kinderrechts-Aktivist Ralf Willinger von der Hilfsorganisation "Terre des Hommes". "Doch das wird in der Praxis nicht umgesetzt."

2. Syrien – Kinder in Uniform werden alltäglich

Nicht nur der so genannte Islamische Staat, auch die Freie Syrische Armee und Milizen auf Regierungsseite wie etwa die Hisbollah setzen nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) in Syrien Kindersoldaten ein. Die Rekrutierung von Kindersoldaten in Syrien sei mittlerweile "alltäglich" geworden, stellte die UN in ihrem letztem Bericht zum Thema fest. "Auch die kurdischen Gruppen setzen Minderjährige ein", sagt Kinderrechts-Aktivist Ralf Willinger. "Es werden in den meisten Konfliktgebieten Kinder von allen Parteien eingesetzt. Manche machen das ganz offen, andere machen es versteckter und setzen Kinder als Spione oder Arzthelfer ein. Aber das ist natürlich genauso gefährlich."


Afghanistan IS Kindersoldaten in der Ausbildung. Foto: EPA/GHULAMULLAH HABIBI

Tödlicher Ernst: ein IS-Kämpfer zeigt Kindern den Umgang mit einer Pistole
3. Irak - letzte Chance Flucht

Im Irak ist die Lage für Kinder besonders dramatisch, weil der Krieg schon seit 2003 andauert. "Je länger ein Konflikt geht, umso schwieriger kann man sich den bewaffneten Gruppen entziehen als Junge in einem bestimmten Alter und zum Teil auch als Mädchen", so Ralf Willinger. Die einzige Möglichkeit sei dann, das Land zu verlassen. Zuletzt hat sich die Zahl der Kindersoldaten stark erhöht, weil der sogenannte Islamische Staat massiv Kinder rekrutiert.

4. Jemen – Der Nachbar mischt mit

Etwa ein Drittel der Kämpfer im Jemen sollen Kinder sein. Auch deutsche G3-Gewehre könnten dort aus Kinderhand abgefeuert werden. Denn die Kriegspartei Saudi-Arabien habe die Sturmgewehre dort kistenweise abgeworfen, sagt Willinger -obwohl das geltenden Rüstungsverträgen widerspreche. "Es ist unverständlich, dass man nicht die Konsequenzen zieht und ein Land, das Verträge bricht und Menschenrechte massiv missachtet, weiter mit Waffen aus Deutschland versorgt."

5. Somalia – "die Jugend" rekrutiert Kinder

Auch die somalische Armee rekrutiert weiterhin Kinder. Eine Armee, die vom Westen im Kampf gegen Rebellen unterstützt wird. "Da fehlt uns jedes Verständnis, dass man darüber hinweg sieht und mit den Verantwortlichen teilweise Manöver veranstaltet", so Willinger. Auf Seiten islamistischer Rebellen wie etwa der Al-Shabaab-Miliz, die nach ihrer Selbstbezeichnung "die Jugend" repräsentiert, kämpfen laut UN-Bericht rund 1000 Kinder.

Südsudan Kindsoldaten. Foto: Copyright: picture-alliance/dpa/AA/S. Bol


Einer von Tausenden: Kindersoldat im Südsudan
6. Südsudan – 16.000 Kinder im Einsatz

"Ich hatte noch nie zuvor ein Gewehr in Händen gehalten. Noch am Tag unserer Gefangennahme zeigten sie uns, wie man die Waffe benutzt. Und dann fingen wir an, zu kämpfen. Beim ersten Einsatz wurden sieben Jungen getötet." Das erzählte ein 17-Jähriger ehemaliger Kindersoldat Vertretern der Hilfsorganisation Human Rights Watch. Mindestens 16.000 Heranwachsende sollen dort innerhalb von zwei Jahren von den Kriegsparteien zwangsrekrutiert worden sein.

7. Sudan – Worte, aber keine Taten

Immer wieder haben einzelne Rebellengruppen Abkommen unterzeichnet, die den Einsatz von Kindersoldaten ächten. Doch nach wie vor müssen Kinder kämpfen, vor allem in der westlichen Region Darfur, aus der zuletzt wieder vermehrt Gefechte vermeldet werden. Auch auf Seiten der Regierung sind laut UN Kindersoldaten im Einsatz.

8. Zentralafrikanische Republik – Soldat aus Todesangst

Oft würden Kinder einfach verschleppt und zum Leben als Kämpfer gezwungen. "Es wird aber natürlich auch mit Verlockungen und Versprechungen gearbeitet, mit Geld, mit Handys." Wenn die Kinder sich davon einmal locken lassen und mitgehen, dann kommen sie nicht mehr los. "Denn dann kennen sie die Kommandeure, die Standorte. Und bei fast allen Gruppen ist es dann bei Todesstrafe verboten, die Truppe zu verlassen."

9. Demokratische Republik Kongo – Kommandant in Haft

10 verschiedene Gruppierungen in der Demokratischen Republik Kongo listet die UN in ihrem aktuellen Bericht auf, die Kinder als Soldaten rekrutieren. Im Osten des Landes kämpfen Dutzende Rebellengruppen seit Jahrzehnten um kostbare Rohstoffe. Immerhin: was die Strafverfolgung der Verantwortlichen angeht, sehen Experten mittlerweile eine Verbesserung. "Das Bewusstsein, dass es ein Kriegsverbrechen ist, Kinder zu rekrutieren, ist weltweit gestiegen", sagt Willinger. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat bereits Urteile gefällt, etwa gegen den ehemaligen Milizenführer Thomas Lubanga, der auch Kindersoldaten befehligte. Er sitzt seit Dezember 2015 im Kongo in Haft.



Immer noch nicht zurück: Angehörige demonstrieren für die Rückkehr der Mädchen von Chibok
10. Nigeria – Sexsklaven und Selbstmordattentäter

Spätestens seit der Entführung der "Mädchen von Chibok" ist die die dafür verantwortlich zeichnende islamistische Terrorsekte Boko Haram auch international bekannt. Schon seit einigen Jahren wirft die UN der Miliz vor, Kinder als Sexsklaven zu missbrauchen. Seit 2014 soll Boko Haram Kinder auch als Soldaten rekrutieren sowie als menschliche Schutzschilde einsetzen. Immer wieder müssen die Behörden nach Selbstmordanschlägen feststellen: es waren Kinder, die sich in die Luft gesprengt haben.

11. Mali – Vormarsch zunächst gestoppt

Auch in Mali missbrauchen insbesondere islamistische Rebellengruppen Kinder für ihre Zwecke. Sie sind jedoch seit Eintreffen internationaler Truppen im Jahr 2013 in ihrem Vormarsch gestoppt, so dass die Lage weniger dramatisch ist als noch vor einigen Jahren.

12. Kolumbien – FARC kündigt Verzicht an

Keine Kindersoldaten mehr in ihren Reihen – das hat die größte kolumbianische Guerillagruppe FARC in dieser Woche angekündigt. Damit wolle man den Friedensprozess mit der Regierung beschleunigen, so die Rebellen. Kinderrechts-Aktivist Willinger begrüßt diese Ankündigung in dem mehr als 50 Jahre dauernden Konflikt. "Allerdings ist es so, dass die FARC behauptet, sie hätte nur noch eine Handvoll 15-Jähriger in ihren Reihen. Das ist definitiv falsch."



hier geht es weiter
http://www.dw.com/de/kindersoldaten-k%C3...dern/a-19043546



von esther10 15.02.2016 00:08

Papst überflog vor-aztekische Pyramide



Auch am Sonntag hat ungefähr eine Million Menschen den Papst bei seinem Besuch in Ecatepec vom Straßenrand aus begrüßt. Das sagte Vatikansprecher Federico Lombardi vor Journalisten. Franziskus sei sehr bewegt und gerührt über diesen Empfang gewesen. An der Messe des Papstes in Ecatepec hätten 300.000 Menschen teilgenommen.

Lombardi teilte mit, dass Franziskus beim Anflug auf Ecatepec mit dem Hubschrauber auch eine Pyramide aus vor-aztekischer Zeit überflogen habe. Es habe den Papst beeindruckt, von Mexiko-Stadt aus in die Vorstadt Ecapetec über ein „nicht abreißendes Häusermeer“ zu fliegen. „Wie kann man den Glauben heute diesem Volk der Großstädte übermitteln?“, so Lombardi wörtlich. „Das sind große Fragen, die der Papst aus seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires gut kennt.“
In der Nuntiatur von Mexiko-Stadt sei der Papst zu einem informellen Gespräch mit den sechs in der Hauptstadt lebenden Jesuiten zusammengetroffen. Die Mitbrüder hätten ihm eine Reliquie des seligen Jesuitenpaters Miguel Pro überreicht, für den ein Heiligsprechungsverfahren im Gang ist. Pro kam während der mexikanischen Christenverfolgung im frühen zwanzigsten Jahrhundert ums Leben.
(rv 15.02.2016 sk)
http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/...yramide/1208702



von esther10 15.02.2016 00:05

Priesterinnen: Alt-68er Kräutler fordert „Alternativen“ zum Zölibat
15. Februar 2016


Kräutler will "alternatives" Priestertum: verheiratete Priester und Priesterinnen

(Bonn) Um Papst Franziskus rumort es, was die Aufhebung des Priesterzölibats betrifft. Altbekannte Kreise erhöhen ihren Druck zur Durchsetzung dieser nicht minder alt-liberalen Forderung. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin erteilte diesen Bestrebungen am 6. Februar bei einer Tagung an der Gregoriana in Rom eine Absage. Ihm sei nichts von Änderungsplänen bekannt. Eine Aufhebung des Priesterzölibats stehe nicht auf dem Programm von Papst Franziskus. Dieser sendet allerdings auch andere Signale aus. Was denkt der Papst wirklich? Während er Mexiko bereist, agitierte der österreichische Linksaußen-Missionsbischof Erwin Kräutler in Deutschland wieder einmal gegen den Zölibat. Kein Zufall. Kirchliche Kreise des deutschen Sprachraums bilden die Speerspitze im Kampf gegen das sakramentale Priestertum. Das Feindbild ist männlich und zölibatär.

Gleichgesinnte finden sich

Geredet wurde über die „Ausnahmesituation“ Amazonas, die eine Zulassung verheirateter Männer zum Priestertum „notwendig“ mache. Gemeint ist aber eine Aufhebung des Priesterzölibats weltweit. In deutschen Landen werden in dem Zusammenhang reichlich Krokodilstränen über den Priestermangel vergossen. Klammheimlich reibt sich mancher Zölibatsgegner die Hände. Einige Prälaten sehen die Chance, die leeren Priesterseminare durch theologisch interessierte Jobsuchende zu füllen und sich eines zudem lästigen Zankapfels zu entledigen, der die progressiven Kirchenkreise so sehr reizt.

Missionsbischof Kräutler war zur Eröffnung der Misereor-Fastenaktion nach Würzburg eingeladen worden. Gleichgesinnte treffen sich eben gerne. Mit dabei war auch KNA, die Presseagentur der Deutschen Bischofskonferenz. Gleichgesinnte bieten sich gegenseitig eben auch gerne ein Forum.

So konnte Kräutler via Presseagentur die Bischofskonferenzen des deutschen Sprachraums aufrufen, „über Alternativen zum zölibatär lebenden Priester zu diskutieren. Jede und Jeder hat den Auftrag nachzudenken,“ so Kräutler. Der emeritierte Prälat bedient sich als Liebling der linken Schickeria nicht nur einer gender-gerechten Sprache, sondern meint es auch so.

Vorwand Amazonas


Erwin Kräutler will freien Zugang zum Priestertum für alle, Ladies First.

Nun, abgesehen davon, daß „Jede“ wohl kaum einen „Auftrag“ hat, über den Priesterzölibat „nachdenken“ und „Alternativen“ dazu suchen zu müssen, bleibt es schleierhaft, warum die Bischöfe Deutschlands, Österreichs und der Schweiz zur Alternativsuche „aufgerufen“ werden müssen, wenn Kräutler nach 35 Jahren an der Spitze der Territorialprälatur Xingu eine Diözese mit zu wenig Priestern hinterläßt. Auf 300.000 Katholiken kommen im Amazonas 30 Priester. Das Verhältnis ist gar nicht so schlecht. Die Entfernungen sind natürlich enorm.

Kräutler vermittelte schon in der Vergangenheit den Eindruck, als nehme er den Amazonas letztlich nur zum Vorwand. Nicht die Priesterversorgung des Amazonas ist das Problem, sondern die Abneigung gegen das sakramentale und zölibatäre Priestertum. Seit er vor wenigen Wochen altersbedingt als Prälat von Xingu emeritiert und durch den ersten Brasilianer an der Spitze der Prälatur ersetzt wurde, läßt er die Katze ehrlicher aus dem Sack.

Zielscheibe sakramentales und zölibatäres Priestertum

In Würzburg verwarf er das tatsächlich nicht unumstrittene Modell der „viri probati“. Kräutler zieht daraus natürlich ganz eigene Schlußfolgerungen und meint, daß überhaupt ein freier Zugang zum Priestertum herrschen solle. Daher auch der Aufruf an „Jede“, denn warum solle „von vorneherein eine Frau als Priesterin ausgeschlossen“ sein, so Erwin Kräutler, der erstaunlicherweise demselben Orden wie Pater Heinrich Morscher angehört, obwohl für Außenstehende eigentlich keine Gemeinsamkeiten erkennbar sind.

Kräutler beruft sich auf Papst Franziskus, der ihn aufgefordert habe, „mutige Vorschläge zu machen“. Der mutigste Vorschlag Kräutlers wäre natürlich, die Schönheit und das „ganz Andere“ des sakramentalen, zölibatären Priestertums zu fördern. Doch darf bezweifelt werden, daß Kräutler dazu den nötigen Mut aufbringt. Als er 2010 zum Ad Limina-Besuch bei Papst Benedikt XVI. war, berief er sich anschließend nicht auf den Papst, sondern äußerte sich abschätzig über dessen Aufforderung, um Priesterberufungen zu beten, weil diese ein Gnadengeschenk Gottes seien.

Täglich gibt es von den meisten Bischöfen des deutschsprachigen Raums Presseerklärungen. Dennoch ist es erstaunlich zu sehen, welche Erklärungen sofort von den offiziellen katholischen Medien übernommen werden, wie die Forderung nach Aufhebung des Priesterzölibats von Erwin Kräutler. Kaum ausgesprochen, wurde die Nachricht bereits von zahlreichen offiziellen kirchlichen Medien hinaus posaunt, einschließlich der Deutschen Sektion von Radio Vatikan. Ein Schelm wer dabei sich was denkt.
http://www.katholisches.info/2016/02/15/...n-zum-zoelibat/
Text: Martha Weinzl
Bild: Kathpress/Radio Vatikan (Screenshots)

von esther10 15.02.2016 00:01

Mexiko: „Die Indigenen sind die Ärmsten dieses Kontinents“




RV: Franziskus will in San Cristobal de las Casas in Chiapas die Indigenensprache Nahuatl zur Liturgiesprache erheben. Inwiefern ist dieser Akt Teil einer kirchlichen Entwicklung, die schon länger andauert?

„Wenn er die Nahuatl-Sprache zur Liturgiesprache erhebt, kommt er den Menschen in Mexiko sehr entgegen. Hier ist auch eine Verbindung zur Erscheinung der Jungfrau von Guadalupe. Die hat sich Juan Diego in Nahuatl mitgeteilt. Die Erscheinungserzählung ist in Nahuatl verfasst. Im Oktober vergangenen Jahres ist erstmals in der Basilika von Guadalupe eine Eucharistie gefeiert worden nur in Nahuatl, vom Bischof von San Cristobal de las Casa, Felipe Arizmendi. Der Papst hat auch vor einem Jahr den Taufritus in einer indigenen Sprache des Staates Chiapas approbiert, das war auch ein Zugehen und Ernstnehmen der Kultur der Indigenen.“

RV: Welche Signalwirkung geht davon aus, wenn Nahuatl, eine der großen Indigenensprachen Mexikos, nun offiziell Liturgiesprache wird?

„Der Papst legt hier den Schwerpunkt darauf, dass wir in der Sprache der Indigenen, der Sprache anderer Kulturen evangelisieren müssen und von dort aus auch das Evangelium verstehen müssen. Er weitet den Horizont des Evangeliums aus, der ja in der Theologiegeschichte oder in der Kirchengeschichte europäische geprägt war und bis heute ist. Ich glaube, hier wird das Bemühen des Papstes deutlich, wirklich Weltkirche zu werden. Er kam vom anderen Ende der Welt, und das andere Ende der Welt möchte er ins Zentrum nach Rom bringen, von der Peripherie ins Zentrum, und dann auch das Zentrum in Bewegung setzen auf die Peripherie hin. In San Cristobal de las Casas, in Chiapas, der einer der ärmsten Staaten Mexikos ist, wird er nochmal deutlich die Option der Kirche Lateinamerikas für die Armen herausstellen, und in dem früheren Bischof von San Cristobal de las Casa Samuel Ruiz findet er auch dort einen Bischof, der diesen Weg gegangen ist.“

Chiapas verbindet die Sorge für die Indigenen mit der Option für die Armen

RV: Es heißt, Papst Franziskus habe damals als Kardinal Bergoglio bei der lateinamerikanischen Bischofsversammlung von Aparecida vor neun Jahren begriffen, dass die Indigenen eine Herausforderung für die katholische Kirche sind, der es sich zu stellen gilt. Können Sie das bestätigen?

„Ich weiß, dass wir in Aparecida sehr intensiv über die Frage der indigenen Kulturen, der Inkulturation des Evangeliums gesprochen diskutiert und nachgedacht haben. Das wurde auch in dem Text deutlich, Bergoglio hat ihn als Präsident des Redaktionskomitees so angenommen, wie er formuliert war. Da ist es deutlich geworden, dass das Problem der Inkulturation des Evangeliums, die Wertschätzung der Kultur der indigenen Völker in Lateinamerika, insgesamt sehr wichtig ist. Soll das Evangelium ins Herz Lateinamerikas kommen, dann muss man die indigenen Kulturen erstnehmen. Denn wir haben eine große Mestizenkultur, eine Mischung indigener und westlicher Kultur. Die Dominanz hat aber noch immer die westliche Kultur. Wir möchten aber als katholische Kirche, dass das Evangelium wirklich bis in die Wurzel der Existenz dieser Menschen hineinkommt, um eine Sinnrichtung aufzuzeigen und ihre Vorstellung auch religiöser Art, denn Lateinamerika ist ein religiöser Kontinent, eminent religiös, diese religiösen Vorstellungen, die sie haben, zu fokussieren auf die Person Jesu Christi, der uns den Weg zu Gott zeigt. Das ist ein befreiender Akt. Da ist, glaube ich, Papst Franziskus durch die Kontakte in Aparecida nochmal einen Schritt weitergegangen, von der Armut hin zu den Indigenen, die im Grund auch die Ärmsten dieses Kontinents sind. Die Indigenen sind die Ärmsten. Da vereinen sich Inkulturation und die Option für die Armen. Deswegen geht er glaube ich auch nach San Cristobal de las Casas.“

RV: Genau dort gab es 40 Jahre lang einen bedeutenden Bischof, Samuel Ruiz, der sich geistlich wie auch politisch einsetzte für die Versöhnung in diesem Bundesstaat. Franziskus wird sein Grab in der Kathedrale sehen. Was ist sein Erbe heute?

„Bischof Ruiz hat wahrgenommen, wie wichtig es ist, das Evangelium in die Herzen der Menschen in Chiapas hineinzutragen. Daher hat er pastorale Strategien entwickelt und gesagt, die Kirche muss vor Ort bleiben. Er hat also indigene Führungspersönlichkeiten aus verschiedenen Orten und Völkern genommen und ihnen den Weg geöffnet zum Diakonat, wie er im II. Vatikanischen Konzil ja aufgezeigt worden ist. In Chiapas gab es nur wenige Priester. Ruiz wählte den Weg des Diakonats, weil der stärker inkulturiert ist in den Kulturen dieser Völker in Chiapas oder in ganz Lateinamerika, weil die Lebensform des katholischen Priesters auf Weltebene schwer in die Herzen der Indigenen hineinpasst.“

RV: Warum?

„Die Indigenen haben eine andere Auffassung vom Zusammenleben zwischen Mann und Frau als zum Beispiel die Wertschätzung eines Zölibats. Das ist hier in Lateinamerika immer wieder eine große Herausforderung gewesen, diese Lebensform motivierend darzustellen. Wenn der Papst jetzt nach San Cristobal de las Casas gibt, will er damit sagen, dieser Weg der Inkulturierung des Evangeliums, den Samuel Ruiz begonnen hat mit der Option für die Armen, ist ein Weg, den die Kirche auch weitergehen soll. Sein Nachfolger Arizmendi hat ihn weiter beschritten und etwa in Aparecida in vielen Gesprächen, bei denen ich auch dabei sein konnte unter vielen anderen Bischöfen, immer wieder darauf verwiesen, wie religiös die Indigenen sind und wie wichtig es ist, dass sie im Herzen das Evangelium für sich empfangen und annehmen. Nicht nur die Sakramente, sondern auch das Evangelium.“

Kirchliche Widerstände gegen den Weg des Indigenen-Bischofs Samuel Ruiz, der auf indigene Diakone setzte

RV: Freilich gab es innerkirchlich auch Widerstand gegen diesen Weg der verstärkten Weihe von ständigen Diakonen unter den Indigenen. Denn es führte, so war die Kritik, zu einem Ungleichgewicht zwischen Priestern und Diakonen und wurde dann auch ausgesetzt mit der Emeritierung von Bischof Ruiz im Jahr 2000. Wie hat sich denn die Lage in der Zwischenzeit entwickelt?

„In der Zwischenzeit hat sich die Situation so verändert, dass Bischof Arizmendi wieder indigene Männer zu Diakonen weihen kann. Das war eine klare Entscheidung der römischen Kurie (2014, Anm.), um den Weg, den Bischof Ruiz gegangen ist, anzuerkennen und zu sagen, das ist ein Weg, das Evangelium lebendig zu halten in Chiapas und vielen anderen Gegenden. Zuvor gab es Missverständnisse und, glaube ich, auch eine fehlende Kenntnis, nicht im Sinne rationalen Denkens, sondern von Herzenserkennen, der Situation von Chiapas in Rom.“

RV: Ein Teil der Kritik bezog sich auch auf den Akt der Weihe dieser ständigen Diakone, es wurde der Vorwurf laut, die Frauen der Diakone seien ungebührlicherweise in die Weihe miteinbezogen worden. Stimmt das?

„Da frage ich mich, welche Informationen von der Basis von San Cristobal nach Rom gekommen sind. Normalerweise sieht der Ritus der Weihe verheirateter Diakone vor, dass die Frau bei der Weihe präsent ist. Und die Frau muss während der Weihe zustimmen, dass ihr Mann zum Diakon geweiht wird. Das ist ein Ritus, der weltweit gültig ist. Vielleicht gab es da Missverständnisse, dass man meinte, Samuel Ruiz würde Frauen zu Diakonen weihen - das war ja der Vorwurf. Nein, sie waren präsent. Sonst ist die Weihe zwar gültig, findet aber nicht unter den optimalen Bedingungen statt, die wir als katholische Kirche für die Weihe setzen. Da gab es viele Missverständnisse. Aber ich glaube die Missverständnisse kommen aus der verschiedenen Wahrnehmung einer Kultur heraus. Und auch aus gewissen Ängsten. Ich glaube, wir brauchen als Christen keine Angst zu haben. Denn das Evangelium ist befreiend und fordert uns dazu auf, die Freude des Evangeliums den Menschen zu verkünden. Und im Evangelium ist Gott präsent. Wenn Gott keine Angst hat, dann brauchen auch wir keine zu haben.“

RV: Gibt es denn heute in Chiapas mehr Seminaristen unter den Indigenen?

„Ja, durch die Arbeit in den letzten Jahren ist es auch gelungen, junge Männer zu motivieren, zu versuchen den Weg des Priestertums zu gehen, also auch des zölibatären Lebens, das ist ja damit verbunden. Inwieweit schon viele zum Priester geweiht worden sind, kann ich nicht sagen, aber ich habe den Eindruck, dass der Bischof diesen Weg auch geht. Vielleicht war auch die Kritik aus Rom an Bischof Samuel Ruiz, dass man sagte, du bemühst dich nicht genug um Priester in deiner Diözese und setzt zu stark auf die verheirateten indigenen Diakone. Ich glaube, es ist ein schwieriger Weg, junge indigene Männer zu motivieren, den Weg des zölibatären Priestertums zu wählen.“

Misstrauen gegen das Friedens-Engagement von Bischof Ruiz

RV: Bischof Ruiz war politischer Vermittler in den Zapatisten-Unruhen der 1990-er Jahre. Wie ging das genau?

„Bischof Ruiz war jemand, der von allen in den Konflikt verwickelten Parteien anerkannt wurde als Vermittler, auch von den Indigenen. 1994 kam es in Chiapas zum bewaffneten Aufstand der (indigenen) Zapatisten. Die mexikanische Regierung hat sofort eingegriffen, und sie meinte auch aufgrund der Option für die Armen von Bischof Ruiz, er würde diesen Aufstand befürworten, was nicht der Fall war, er hat das mehrmals gesagt. Es wurde klar, dass er Gewalt ablehnt, das will ich deutlich sagen. Aber die Rechte der Indigenen, dass sie als Menschen anerkannt werden, dass Schulen und Krankenhäuser gebaut werden, dass Infrastrukturmaßnahmen ergriffen werden und dass die natürlichen Ressourcen nicht aus dem Land herausgeholt werden, sondern da bleiben, dafür ist er sehr eingetreten.“

RV: Wie kommt es, dass dieses soziale Engagement der Kirche – verkörpert in Bischof Ruiz - solche Missverständnisse hervorrief?

„Wer sich dazu einmal stark positioniert wie Bischof Samuel Ruiz – und das habe ich selbst erlebt in Mexiko – wer damals in den 90er Jahren sich für die Armen einsetzte oder soziale Initiativen ergriff, wurde sehr leicht und schnell als Kommunist verdächtigt. Das war die Atmosphäre. In dieser Atmosphäre muss man die Vermittlerrolle von Samuel Ruiz sehen, der sich stark dafür bemüht hat, die Konfliktparteien an einen Tisch zu kriegen, und das ist ihm auch gelungen, und die Vereinbarung von San Andres zu erreichen und umzusetzen, soweit es geht. Es ist noch ein weiter Weg, die Anerkennung der indigenen Kulturen in der mexikanischen Gesellschaft und im Staat zu erreichen, aber ich glaube der erste Schritt ist getan.“

Im ersten Teil des Interviews mit Prälat Bernd Klaschka ging es um die Herausforderungen für die Kirche in Mexiko heute, um den neuen Typus des mexikanischen Bischofs und um den Glaubwürdigkeitsverlust, den die Missbrauchsskandale mit sich brachten.
(rv 15.02.2016 gs)
http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/...2%80%9C/1208607



von esther10 15.02.2016 00:01

Griechisch-katholische Ukrainer fühlen sich von Rom „verraten“
15. Februar 2016


Großerzbischof Schewtschuk begrüßt Annäherung zwischen Rom und Moskau mit Vorbehalt

(Kiew) Die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche fühlt sich nach dem Treffen von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill von Moskau vom Vatikan „verraten“. Das römisch-katholische und das russisch-orthodoxe Kirchenoberhaupt kamen am vergangenen 12. Februar auf Kuba erstmals zu einer Begegnung zusammen. Laut Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk von Kiew-Halytsch handelte es sich in Havanna um ein Treffen zwischen „zwei Parallelwelten“. In Kiew herrscht distanzierte Skepsis, wenn es um Moskau geht. Dabei wird mit einiger Besorgnis auch nach Rom geblickt. Manche griechischen Katholiken befürchten, das Bauernopfer der Annäherung zu werden.

Seine Bewertung stützt der Großerzbischof auf die unterschiedlichen Kommentare auf beiden Seiten nach der Begegnung. „Die beiden Seiten befinden sich in unterschiedlichen Dimensionen und haben sich unterschiedliche Ziele gesetzt“, so der griechisch-katholische Großerzbischof in einem Interview mit dem Pressedienst der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche.

Zwölf Prozent der Ukrainer sind griechische Katholiken

Rund 12 Prozent der Ukrainer gehören der mit Rom unierten griechisch-katholischen Kirche an und konzentrieren sich vor allem im ehemals österreichischen Westen der Ukraine. Weitere zwei bis drei Prozent sind lateinische Katholiken. Etwa 53 Prozent der Ukrainer sind orthodoxe Christen, wobei die Union des autokephalen, kanonisch nicht anerkannten Kiewer Patriarchats und das Moskauer Patriarchat in etwa gleich stark sind. Geschätzte 15 Prozent der Ukrainer gehören verschiedenen protestantischen Freikirchen an, die seit der Unabhängigkeit sehr intensiv in der Ukraine tätig sind.

Das Moskauer Patriarchat habe bereits vor dem historischen Treffen in der Karibik erklärt, daß es in der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine das größte Hindernis für eine Annäherung zwischen russischen Orthodoxen und Katholiken sehe. Zum Ausdruck gebracht wurde das durch die Ablehnung eines von Rom gewünschten, gemeinsamen Gebets zwischen Patriarch und Papst. Begründet wurde diese Ablehnung mit dem Flughafen, der als „neutraler und nicht-kirchlicher“ Raum ungeeignet für ein feierliches Gebet sei.

Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk interpretierte das Treffen als Begegnung von „Parallelwelten“: „Nach den Regeln der Mathematik finden zwei parallele Gerade nie zusammen.“

Der Großerzbischof fand lobende Worte für die „Demut“ von Papst Franziskus, dessen Handeln auf der geistlichen Ebene im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist verstanden werden müsse. Gleichzeitig warnte er vor jenen, die den Papst für ihre politischen Interessen „ausnützen“ wollten, womit die russische Seite gemeint war.

Kritische Worte zu Ukraine-Passagen der Gemeinsamen Erklärung

Schewtschuks Urteil über die Gemeinsame Erklärung, die von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill in Havanna unterzeichnet wurde, fiel deutlich schärfer aus. „Grundsätzlich“ handle es sich um einen „positiven“ Text, so der Großerzbischof, der „Fragen aufwirft, die sowohl Katholiken als auch Orthodoxe beschäftigen, und der neue Perspektiven der Zusammenarbeit eröffnet“.

Der Teil der Gemeinsamen Erklärung, der die Ukraine betreffe, werfe jedoch „mehr Fragen auf, als er Antwort gibt“. Die politische Darlegung sei unzutreffend. Laut Gemeinsamer Erklärung herrsche in der Ukraine ein Bürgerkrieg. In Wirklichkeit handle es sich „um die Aggression“ eines Nachbarstaaten. „Für ein Dokument, das nicht theologischer, sondern gesellschaftspolitischer Natur sein sollte, ist das eine schwache Darstellung.“ Die Kritik gilt direkt Metropolit Hilarion, dem „Außenminister“ des Moskauer Patriarchats, und Kardinal Koch, dem Vorsitzenden des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, die den Text vorbereitet hatten.

Kardinal Koch sei in „theologischen Fragen kompetent“, aber nicht in Fragen der internationalen Politik und schon gar nicht „in Fragen der russischen Aggression in der Ukraine. Das wurde vom Außenamt des Moskauer Patriarchats ausgenützt“, so der Großerzbischof.

Großerzbischof Schewtschuk: „Sie sprechen von uns ohne uns“

Schewtschuk ist selbst Mitglied im Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen, doch “niemand hat mich eingeladen, meine Meinung zu sagen, wie es auch schon in der Vergangenheit geschehen ist. Sie sprechen von uns ohne uns.“

Im Paragraph 25 der Gemeinsamen Erklärung „scheint es, daß sie [Moskau] unser Existenzrecht nicht mehr in Frage stellen“, so der Großerzbischof. „Wir brauchen aber niemanden um Erlaubnis zu fragen, ob wir existieren und wirken dürfen. In der Vergangenheit hat man uns vorgeworfen, in das kanonische Gebiet des Moskauer Patriarchats einzudringen. Nun wurden unsere Rechte, uns um unsere Gläubigen zu kümmern, wo immer sie es brauchen, anerkannt. Ich nehme an, daß das auch für die Russische Föderation gilt, wo wir heute keine Möglichkeit haben, frei und legal zu wirken, ebensowenig auf der von Rußland annektierten Krim, wo wir faktisch liquidiert wurden.“

Kritisch sieht der Großerzbischof auch jenen Teil der Gemeinsamen Erklärung, wo „unsere Kirchen in der Ukraine“ eingeladen werden, für die „soziale Eintracht“ zu arbeiten und sich aller Feindseligkeiten zu enthalten und den Konflikt nicht zu fördern. „Es scheint, daß sich das Moskauer Patriarchat weigert, anzuerkennen, selbst Partei in diesem Konflikt zu sein, indem es die Aggression Rußlands gegen die Ukraine unterstützt und die Militäraktionen Rußlands in Syrien als ‚Heiligen Krieg‘ segnet.“ Die griechisch-katholische Kirche habe „immer für den Frieden gearbeitet“.

„Tiefe Enttäuschung“ unter ukrainischen Katholiken

Die Gemeinsame Erklärung habe unter den griechisch-katholischen Gläubigen der Ukraine eine „tiefe Enttäuschung“ ausgelöst, so der Großerzbischof. „Viele haben mich kontaktiert, um mir zu sagen, daß sie sich vom Vatikan verraten fühlen und von den Halbwahrheiten in der Erklärung sowie der indirekten Unterstützung des Heiligen Stuhls für die Aggression gegen die Ukraine enttäuscht sind.“

Er rufe die Gläubigen auf, Geduld und Ruhe zu bewahren: „Wir haben verschiedene Erklärungen erlebt und werden auch diese überleben. Die Einheit und die Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater, dem Nachfolger des Apostels Petrus, ist nicht das Ergebnis eines politischen Abkommens oder eines diplomatischen Kompromisses, sondern eine Frage unseres Glaubens“, so Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk.
http://www.katholisches.info/2016/02/15/...n-rom-verraten/
Text: Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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