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von esther10 30.12.2015 00:50

Flüchtlinge in Deutschland
Angela Merkel führt uns hilflos ins Chaos

25.12.2015 16:17 Uhr
Von Ehrhart Körting
Der Rechtsstaat ist in Gefahr. Die Bundeskanzlerin hat ihn in der Flüchtlingskrise teilweise außer Kraft gesetzt, die Verwaltung hat wochenlang versagt. Ein Gastbeitrag des ehemaligen Berliner Innensenators.


http://www.tagesspiegel.de/berlin/fluech...s/12761342.html
Außer der Sprechblase „Wir schaffen das“ ist von der Bundeskanzlerin wenig Konkretes zur Integration von Hunderttausenden Bürgerkriegsflüchtlingen und weiteren Hunderttausenden Armutsflüchtlingen gekommen. Wie viele es tatsächlich derzeit sind, wissen wir nicht. Allein diese Aussage offenbart einen Offenbarungseid des Staates.

Die Bundesrepublik Deutschland, ein gut durchorganisierter Rechtsstaat, ist innerhalb von Monaten von einer gut-meinenden, aber hilflos handelnden Bundeskanzlerin Merkel in einen Staat verwandelt worden, in der ein Teil der rechtsstaatlichen Organisation aus falsch verstandener Humanität außer Kraft gesetzt wurde.

http://www.tagesspiegel.de/politik/linke...t/12755424.html

Wir wissen nicht, wie viele Flüchtlinge sich in Deutschland aufhalten, wie viele nur durchgereist sind. Wir kennen nur den Großteil der Namen. Zigtausende aber oder noch mehr leben in unserem Land ohne Registrierung, ohne Anmeldung, ohne Namen, ohne Adresse.

Die staatliche Organisation der Bundesrepublik Deutschland hat zigtausendfach versagt und das nicht nur einen oder mehrere Tage, sondern wochenlang. Unsere Bundespolizei hat nach Haushaltsplan rund 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es war nicht möglich, diese so einzusetzen, dass ein geordneter Zustrom von Bürgerkriegsflüchtlingen und Armutsflüchtlingen stattfand. Soweit die Bürgerkriegsflüchtlinge und die Armutsflüchtlinge zur Registrierung verteilt wurden, werden sie nach dem Königsteiner Schlüssel (einer Mischung aus Finanzkraft und Einwohnerzahl) auf die Bundesländer verteilt.

Wirtschaft wird Löhne niedrig halten

Das bedeutet: wo schon viele Menschen sind, in den Ballungsgebieten, kommen die meisten hin. Die Wohnraumversorgung in vielen dieser Ballungsgebiete ist schon bisher höchst problematisch. Diese Probleme werden durch hohe Zahlen von Flüchtlingen verschärft. Ein Konzept zur Entzerrung oder ein effektives Konzept zum kurzfristigen Bau bezahlbarer Wohnungen ist von der Bundesregierung nicht vorgelegt worden.


Die Arbeitsplatzfrage wird die nächste Katastrophe offenbaren. Entgegen aller Schönrederei ist der Großteil der Flüchtlinge in unseren Arbeitsmarkt nicht kurzfristig integrierbar. 50 oder mehr Prozent der Kommenden verfügen über eine unzureichende Bildung für unsere Arbeitsmarktbedürfnisse. Sie werden ein Heer der Arbeitslosen bilden, das von der Wirtschaft begrüßt wird.

Die Wirtschaft wird dieses Heer benutzen, um Löhne niedrig zu halten oder den Mindestlohn nach unten zu drücken. Ein Konzept der Bundesregierung zur Beschäftigung dieses Heers von Nochnichtqualifizierten, sei es durch öffentliche Beschäftigung oder durch Anreize für die Wirtschaft zur Einstellung nichtqualifzierter Arbeitskräfte, ist bisher nicht vorgelegt worden. Und völlig vernachlässigt wird die demokratische und kulturelle Integration. Zwar sollen Deutsch- und Integrationskurse angeboten werden. Das aber reicht offenkundig nicht aus.

Die meisten Flüchtlinge kommen aus Gebieten mit einem völlig anderen Verständnis von Grundwerten und Demokratie. Sie kommen mit einer völlig anderen Vorstellung von Solidarität und öffentlichem Eigentum zu uns. Und sie haben Familienvorstellungen und ein Frauenbild, das uns schaudern lässt.

Flughafen Schönefeld: Berlins Flüchtlingsbahnhof in Bildern
(44 BILDER)
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So sieht es aus, wenn die Flüchtlinge am Bahnhof Flughafen Schönefeld eintreffen. Normalerweise steigen hier ja nur Fluggäste aus und ein.
Eine Schönheit ist der Bahnhof nicht. Das Hauptgebäude soll eigentlich abgerissen werden. Jetzt dient es einem neuen Zweck.

Helfer wie diese Bundeswehrsoldaten haben für die vielen, vielen Menschen eine kleine Süßigkeit dabei.

Und wenn es keine Schokolade gibt, erhalten die Kinder ein Becher voll mit Gummitieren.

Und für die ganz Kleinen gibt es Babybrei.

Die Menschen haben eine lange Reise hinter sich, und natürlich begann die nicht in Salzburg.
So sieht es in der einstigen Empfangshalle aus, die sonst völlig verwaist ist.

Konfliktlotsen der Berliner Polizei versuchen den Menschen die Lage zu erklären.

Tag für Tag treffen die Züge ein, mit immer mehr Menschen. Sie werden in Busse gen Stadt oder Brandenburg gefahren.
Olles Gebäude, nettes Plakat.

Viele der Berliner Flüchtlinge werden erst einmal in die Halle in der Glockenturmstraße gefahren, wo sie ein Bett bekommen und dann weiterverteilt werden.

Alles geht offenbar recht gesittet zu. Die Menschen müssen auch nicht in der Kälte warten.
Die Bahn ist natürlich auch mit Hilfspersonal im Einsatz. Sonst ist auf dem Bahnhof wenig los.

So sieht es normalerweise aus: Früher hielten hier ICE-Züge, heute ab und zu eine Regionalbahn und natürlich die S-Bahnzüge gen City.
Zu DDR-Zeiten war die Station eine der wichtigsten und größten der Stadt. Lust auf mehr Bilder? Gerne! Jetzt zeigen wir mal unsere Bilder vom Bahnhof, der so eigentlich gar nicht mehr existieren sollte ...

Mit dem Zug zum Flug. Das hier ist der Bahnhof "Flughafen Berlin-Schönefeld", ein hässlicher, aber doch markanter Bau. Durch das Gebäude läuft eigentlich kein Mensch, deshalb sollen die letzten Mieter im Herbst 2014 ausziehen, sagt ein Bahnsprecher. Eigentlich sollte das Gebäude abgerissen werden. Denn Bahnhof nutzen weniger als 10.000 Menschen am Tag.

Herr der Geisterfahrten: Klaus-Dieter Rühmann. Etliche Male ist der S-Bahn-Triebfahrzeugführer schon zum neuen Flughafenbahnhof am BER gefahren, obwohl die Strecke gar nicht in Betrieb ist.

Ohne Leerfahrten geht es nicht: Die Bahn hält durch das tägliche Befahren der rund acht Kilometer langen Neubaustrecke die Anlagen in Schuss und bringt gleichzeitig durch die Luftmassen, die die Züge vor sich herschieben, frischen Wind in die unterirdische Station.

Nächster Halt: Waßmannsdorf. Auch diese Station zwischen dem alten und dem neuen Flughafenbahnhof geht erst in Betrieb, wenn der BER eröffnet wird. Anschließend rollt die Bahn in den Tunnel.

Hinein, hinein. Wir sitzen noch immer in der S-Bahn, hinten ist der Tunnelmund zum BER zu sehen. Auch die Kollegen von der Regionalbahn (für die sind die zwei Gleise rechts) passieren täglich den toten Flughafenbahnhof – ebenfalls mit Leerzügen. Gut ein Dutzend solcher Fahrten finden täglich statt, sagt Berlins Bahnchef Ingulf Leuschel.

Im Tunnel zum neuen Flughafenbahnhof. Die S-Bahn rollt auf zwei Gleisen in die Tiefe; parallel verläuft ein Fernbahntunnel. Die Röhren sind etwa 2800 Meter lang.

Blick aus dem Osten: Eigentlich war die Bahn startklar zum einst geplanten BER-Eröffnungstermin 30. Oktober 2011. Nun ist ein Ende der Leerfahrten - sowie die Eröffnung des BER - nicht in Sicht. Hier ist die östliche Zufahrt zu sehen: Hier fahren nur Fernzüge, die S-Bahn dreht unten im Keller und fährt auf der anderen Seite wieder raus.

Tunnelausblick von Innen. Gut ein Dutzend solcher Leerfahrten finden täglich statt, sagt Berlins Bahnchef Ingulf Leuschel. Grob geschätzt werden monatlich rund zwei Millionen Euro in den Sand gesetzt.

Die Bahn will dem Flughafen später die Rechnung präsentieren.

"... vroübergehend außer Betrieb". Ein Fahrkartenautomat, aufgenommen 2011, am neuen S-Bahnhof Waßmannsdorf.
Was am BER misslang, funktioniert beim Flughafen-Bahnhof: Die Brandschutzanlage. Nun fristet sie ihr Dasein funktionstüchtig und abgenommen.
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Das ist übrigens alles nicht in erster Linie eine Frage der Religion der meisten Flüchtlinge, des Islam, sondern eine Frage der Mentalität in den Herkunftsländern. Ein Konzept zur Erziehung "Verantwortliches Leben in einem freien und demokratischen Staat" ist nicht einmal angedacht.

Schon auf die ersten Alarmzeichen wird durch unseren Staat nicht reagiert, es werden keine notwendigen Stoppsignale auch gegenüber Flüchtlingen gesetzt, obwohl Artikel 2 der Genfer Flüchtlingskonvention genau dies vorsieht: "Jeder Flüchtling hat gegenüber dem Land, in dem er sich befindet, Pflichten, zu denen insbesondere die Verpflichtung gehört, die Gesetze und sonstigen Rechtsvorschriften sowie die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung getroffenen Maßnahmen zu beachten."

Ein Mantel der falschen Nächstenliebe

Hilflos sieht unsere Administration zu: Flüchtlinge, die in den sie transportierenden Zügen die Notbremse ziehen, um sich der Registrierung zu entziehen. Flüchtlinge, die christliche Mitflüchtlinge aus den Erstaufnahmeeinrichtungen mobben, so dass sie Kirchenasyl suchen. Flüchtlinge, die sich von Frauen nicht das Essen geben lassen, weil Frauen unrein seien. Flüchtlinge, die in den Notunterkünften der Turnhallen nicht nur rauchen, sondern ihre Zigaretten auf den Holzfußböden ausdrücken. Es geht mir nicht darum, individuelles Fehlverhalten von Flüchtlingen anzuprangern.

Es geht mir darum, dass unser Rechtstaat nicht dagegen vorgeht. Wenn wir den Rechtsstaat mit einem Mantel der falschen Nächstenliebe, aus falsch verstandener political correctness außer Kraft setzen, verlieren wir ihn. Unsere Politiker und unsere Medien sind voll von Verständnis für schwierige Einzelschicksale von Flüchtlingen. Das kann ich nachvollziehen. Nicht nachvollziehen kann ich das Verschweigen von Problemen. Wer sie verschweigt wie die Bundeskanzlerin, produziert im Ergebnis Rechtsradikalismus und den Abbau des Rechtstaates.

Der Autor ist SPD-Politiker und war in Berlin von 1997 bis 1999 Senator für Justiz und von 2001 bis 2011 Senator für Inneres.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/fluech...s/12761342.html


von esther10 30.12.2015 00:47

29. Dezember 2015 - 00.54
Die Stadt, die katholischen Wurzeln Madrid reißen will


Madrid
An und für sich gibt es nicht überraschend: Es ist ziemlich offensichtlich, dass für einen Bürgermeister von Left jede Religion ist, nachdem alle, gleich dem anderen, im Namen eines Synkretismus geschoben und Anarchist. Abstimmung für ihn ist, um all dies zu akzeptieren. Seien Sie nicht überrascht, daher die Akrobatik von Manuela Carmena, den Antrieb der spanischen Hauptstadt seit Juni letzten Jahres. In den Reihen der gewählten Ahora Madrid, das Ergebnis einer pateracchio zwischen Podemos und Ganemos Madrid mit der aktiven Unterstützung der Izquierda Unida, ist es politisch Tochter Kollektive und Bewegungsfixiert Antagonist. Seine Erfolgsbilanz spricht für sich ganz klar: sie Mitglied der Kommunistischen Partei war, hat seine Karriere in der Justiz immer von den "roten Roben" auf den Punkt unterstützt ansehen fand sich ultraprogressista der Vereinigung der Richter für Demokratie. Und nun kommen, um das Kapital zu verwalten, die die Kriterien der Zeit anzuwenden. Ich besitze. Was nicht immer, aber nehmen sie gebührend Rechnung die der anderen.

So hat sich nicht zuletzt beurteilt, wie tief verwurzelten katholischen Traditionen sind in Madrid, wenn in dem Haushalt der Stadt 2016 unter den Ausgabenposten, enthalten auch das, was pro Kopf im Februar als die Karwoche ordnet 150.000 € als Chinese New Year März und Juni um Ramadan. Ohne Unterschied. Es ist das erste Mal, dass so etwas passiert: so weit, die verabreicht hatte, war wegen der objektiven historischen und kulturellen Wurzeln der stattgefunden. Sie tat es nicht. Sie wird alle diese Initiativen durch eine entsprechende öffentliche Einrichtung, hand Destino Madrid, nach einem Standard-Programmierung, die, am Ende, wird Parade durch die Straßen der Hauptstadt mehr als ein Dutzend Paraden. Fiesta!

Die Daten entgegengesetzt sind

Warum nicht feiern, dann ist auch das Auftreten von "Kirche Pastafarian" oder die "Kirche aller Welten"? Einfach. Auf dem Spiel steht die andere. Für die Lunar New Year bewegt sich direkt an die chinesische Botschaft und versprach Essen, Kunst, Film und Event Recall. Die Bürgermeisterin hofft sehr, in der Lage sein, ihre Beziehungen zu einer der letzten Bastionen des internationalen Kommunismus zu verbessern, verspricht eine "ausdrückliche Unterstützung" seiner Regierung und ungewöhnliche 'Geschwindigkeit in der Verarbeitung ermöglicht "relative. Im Glauben, dass wir noch mehr und bessere "tun können, in den kommenden Jahren", wie sie in der Zeitung berichtete ABC, die auf die Nachricht viel Prominenz gewidmet. Was stattdessen von Ramadan erwartet, mit der aktuellen Klima international ist eher ein Geheimnis: der Hoffnung, dass Katastrophen nicht passieren ...

Diese Laich synkretistischen noch nicht einmal in der Daten entsprechen: die GUS, des spanischen Zentrums für soziologische Umfragen, im Januar 2015 veröffentlicht seine eigene Untersuchung, die zeigt, wie die 69,3% der Befragten definieren katholischen, während nur 1,9 % sagen, dass Sie in anderen Religionen, 16% erklärten nonbeliever und 10,3% Atheisten glauben. Der spanischen Bischofskonferenz, die im Juni statt zählte die Kultstätten im ganzen Land belief sich auf 29.368. Davon sind 23.098 Katholiken (78,65%), während insgesamt 6270 sind die von allen anderen Konfessionen (21.35%). Zum Beispiel nur 1.334 (4,54% der Gesamtzahl) sind Muslime. Die im Juli von der Stadtverwaltung von Madrid veröffentlicht Zahlen sprechen von 380.272 Ausländern in der Stadt: von diesen, Latin (155.853 Personen) sind 41%, ist die 8,76% afrikanischen und 8,7% Chinesen. Insbesondere ist aus Marokko und Algerien 0.28 nur 5,56%. Einfach, um die notwendigen religiösen Verhältnissen zu machen ...

Das eigentliche Ziel

Auch nur aus demographischer Sicht und Quantität, die Beteiligung besteht, kurz gesagt, besteht kein Zweifel daran, dass der Lunar New Year und Ramadan sind in der Lage, jene Massen, die gegen die Karwoche zu charakterisieren engagieren, verursachen kann " ausverkauft "in Hotels und Hotel (nach dem Ministerium für Tourismus, 80% durchschnittliche Auslastung der Gäste über den gesamten Zeitraum, Spitzen von 95% am Tag der Ostern, auf dem Foto).

Aber der wirkliche Test ist nicht quantitative oder numerische: die Zahlen zeigen nur, wie man die Wahl, zu bestimmen, wurden nicht einige Anerkennung der neuen sozialen Vertreter (nicht vorhanden) oder unveröffentlichten demografischen Druck (nicht vorhanden). Der bittere Geschmack ist, dass einer ideologischen Angriff, noch eine andere, zugegebenermaßen katholische Identität einer Population, die Madrid und einer Nation, die spanische ein. Für scardinarle von ihren Wurzeln und verzerren (MF).

von esther10 30.12.2015 00:34

Die Gefahr weiterer islamistischer Anschläge schwebt wie ein Damoklesschwert über
europäischen Großstädten.

Konkrete Warnungen für die Silvesterfeiern gibt es nicht. Wegen einer hohen abstrakten Gefährdung haben Sicherheitsbehörden die Vorkehrungen aber verstärkt.

Mit einem Großaufgebot der Polizei und strikten Zugangskontrollen wollen Metropolen angesichts der gewachsenen Terrorgefahr für Sicherheit bei Neujahrsfeiern sorgen. Zugleich wurde aber in mehreren europäischen Metropolen betont, dass es keine konkreten Hinweise auf islamistische Anschläge gebe. In Frankreich sind die schon seit den Terrorattacken vom Januar mit höchster Alarmstufe geltenden Vorkehrungen noch verstärkt worden. Auch in Berlin findet die größte Open-Air-Silvesterparty Deutschlands unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen statt.

Hunderttausende in Berlin erwartet

Mehrere Hunderttausend Menschen werden auf einer rund zwei Kilometer langen Feiermeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule erwartet. Zwar gibt es keine Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen in Berlin, wie ein Polizeisprecher sagte. Es herrsche aber eine hohe abstrakte Gefährdung. Mehr Polizisten seien im Einsatz als im Vorjahr - insbesondere rund um die große Outdoor-Feier. Dort sollen 900 Beamte für Sicherheit sorgen, 150 mehr als vergangenes Silvester.

Auf dem Gelände selbst sind nach Angaben der Veranstalter erstmals große Taschen und Rucksäcke verboten - als Reaktion auf die Anschläge von Paris, wie eine Sprecherin sagte. Außerdem sollen alle Taschen kontrolliert werden. Der angrenzende Tiergarten ist zum ersten Mal durch einen Zaun abgesperrt. Vor der Party will die Polizei den Park mit Hunden nach Sprengstoff absuchen und anschließend streng darauf achten, dass niemand über die Absperrung klettert.

Ausnahmezustand in Frankreich

In Frankreich herrscht seit den Anschlägen vom 13. November Ausnahmezustand. Nun sollen landesweit rund 60.000 Polizisten und Militärs die Nacht ins neue Jahr absichern. Am Silvesterabend ist das offizielle Feuerwerk in Paris abgesagt, private Böller und Raketen sind dort zu Silvester ohnehin immer verboten. Die Bereiche um Champs-Élysées und Eiffelturm sind zu Silvester stets weiträumig abgesperrt und kontrolliert. In diesem Jahr soll zudem ohne große Show alles eher ruhig und nüchtern werden

In Brüssel wollte Bürgermeister Yvan Mayeur erst noch entscheiden, ob das Silvesterfeuerwerk stattfinden kann. Jedenfalls soll es nur einen einzigen Zugang zur Festmeile in der Innenstadt geben, wie der Sender RTBF berichtet. Die erwarteten 50.000 Zuschauer sind gebeten, auf Taschen zu verzichten und sich auf Kontrollen einzustellen. Nach der Verhaftung von zwei Terrorverdächtigen gab die Staatsanwaltschaft bekannt, während der Feierlichkeiten zum Jahresende seien Anschläge an mehreren "symbolträchtigen Orten" Brüssels geplant gewesen.
Roter Platz gesperrt

Im Zentrum Londons sind laut Polizei rund 3.000 Polizisten auf den Straßen. Ausdrücklich heißt es aber: "Unsere Pläne sind reine Vorsichtsmaßnahmen und nicht die Folge irgendwelcher konkreter Geheimdienstinformationen." Wer das große Feuerwerk am London Eye aus der Nähe betrachten will, braucht ein Ticket. In Italien sind zu Silvester mehr Beamte als üblich im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher in Rom. Bei der größten Silvester-Party in der Hauptstadt, dem Konzert im Circo Massimo mit Tausenden Menschen, werden alle Besucher mit Metalldetektoren kontrolliert. Der Zugang zum Madrider Hauptplatz Puerta del Sol ("Sonnentor"), wo traditionell Zigtausende das neue Jahr begrüßen, soll erstmals "reguliert" werden.

Der Rote Platz in Moskau bleibt für die traditionelle Silvesterfeier gesperrt und ist nur mit speziellen Eintrittskarten zugänglich. In New York sind Tausende Polizisten im Einsatz sowie Hubschrauber, zusätzliche Überwachungskameras und Detektoren für chemische und nukleare Stoffe. Die türkische Polizei nahm zwei mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz IS fest, die in Ankara zu Silvester Selbstmordanschläge geplant haben sollen.
Akteure im Kampf gegen den IS


US Flaggen

Seit September 2014 fliegen die USA an der Spitze einer Koalition westlicher und arabischer Staaten Luftangriffe auf IS-Stellungen im Irak und in Syrien. Im Irak operiert Washington auf Bitte der Regierung in Bagdad, in Syrien geht sie ohne Abstimmung mit Präsident Baschar al-Assad vor. US-Präsident Barack Obama, der Ende 2011 die letzten Soldaten aus dem Irak abzog, lehnt die Entsendung von Bodentruppen ab.


von esther10 30.12.2015 00:26

Schlachtung Christen. Wie kommt man zu einer modernen Tragödie reagieren
Der islamische Fundamentalismus hat sich zu einem globalen Notfall gewachsen. Der italienische Staatschef schreibt IL FOGLIO Zeitung
di Sergio Mattarella | 23 Novembre 2015 ore 17.26


Es ist höchste Zeit für einen Kampf ohne Grenzen, der italienische Staatschef schreibt IL FOGLIO Zeitung

Dies ist eine tragische Zeit für Europa und der Welt gleichermaßen. Eine barbarische und unmenschliche Fanatismus hat Paris, das Herz unseres Kontinents und Kultur getroffen. Fundamentalistischen Terrorismus ist eine Bedrohung für die Werte der Freiheit, der Demokratie, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenlebens. Insane und klar zur gleichen Zeit, ist die Strategie des Extremismus klar: zu versuchen, in unseren Gefühlen Gesellschaft wie Angst, Aufgliederung, des Hasses und der Versuchung, Nahaufnahme, Pflanze. Nach der Tötung der jungen Menschen in Paris, die öffentliche Meinung wurde brutal mit thedramatic und entscheidende Frage der extremistische Gewalt, deren Ziel es ist, unsere Kultur, Geschichte und Werte zu löschen konfrontiert. Das Problem ist eigentlich viel mehr in der Vergangenheit verwurzelt. Es geht um den Respekt der internationalen Gemeinschaft der universalen Menschenrechte, überschattet und in vielen Teilen der Welt verletzt. Religiöse Verfolgung nicht allein steht, sondern ist vielmehr Teil der grausamen und systematische Verletzung der Grundfreiheiten, von denen ein entscheidendes Element ist das Recht, zu bekennen, predigen und sogar ändern, seine Religion, withoutdiscrimination oder Repressalien.


Die Paris-Massaker ist das direkte Ergebnis der Predigt Hass gegen "diejenigen, die anders sind", und der Verfolgung von religiösen Minderheiten, insbesondere Christen auf der ganzen Welt erlebt - es wäre unvernünftig zu leugnen.

Gewiss, in ihren verschiedenen Erscheinungsformen, Christen sind nicht die einzigen, die unter Unterdrückung und Tyrannei, so zu tun, viele andere religiöse, kulturelle und ethnische Gruppen. Sie sind Opfer von Vorurteilen, Feindseligkeit, Diskriminierung und Gewalt an der Hand von Terrorgruppen, aggressive Mehrheiten oder totalitären Staaten und Gesetze.

Doch der islamischen Radikalismus und Fundamentalismus, die vor kurzem explodiert, und aus großen Regionen Afrika und dem Nahen Osten stammen, haben auf tragische Weise erweitert die Dimension dieser wahrhaft globalen Notfall. Unter allen von ihnen, die numerische Daten zu den christlichen Gemeinschaften wirklich stehen, wie sie sind, in absoluten Zahlen, die am meisten verfolgte Gemeinde, mit der höchsten Zahl von Opfern. Alte und verwurzelt blühende Gemeinden, um den Dialog und den Frieden gewöhnt, waren völlig aus verschiedenen Gebieten der Welt ausgerottet oder in kleinen Gruppen reduziert, bedroht und Unterdrückten. Die Christen in jeder und allen Breitengraden, die enthauptet, gekreuzigten und lebendig verbrannt wurden, werden bei jeder Gewissen ruft. Franziskus hat seine schmerzhaften Aufschrei ins Leben gerufen, indem er von einem viel größeren und schweren Martyrium als die von den ersten Jahren des Christentums. Diese Feststellung kann nicht lassen uns gleichgültig.

Nach Jahren der auf einem Auge blind und stumm zu halten, wird die internationale Gemeinschaft endlich beginnen, den Ernst dieses Phänomens zu verstehen. Es ist eine Bedrohung, nicht nur auf die Religionsfreiheit des Einzelnen, sondern die beiden Paris-Attacken lehren uns, auch für die Demokratie und friedliche Koexistenz acrossthe gesamte internationale Gemeinschaft. Religiöse Friedens, der Toleranz und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen sind, umgekehrt, ein entscheidender Faktor für das Wohlbefinden, soziale Gleichgewicht und die wirtschaftliche Entwicklung.

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Diese universellen Prinzipien sind die einzigen, die die internationale Gemeinschaft in eine Zukunft des Friedens, der Entwicklung und des Wohlbefindens führen kann. Deshalb müssen wir dringend lehnen die Herausforderung des fundamentalistischen Terrorismus, die oft versteckt ihrem Streben nach Herrschaft und Unterwerfung unter religiösen Vorwänden. Tieferlegung uns auf ihr Niveau, dass der Kampf der Kulturen oder Religionen, wäre ein schwerer Fehler, deren Folgen schwer zu ergründen ist. Die Herausforderung der fundamentalistischen Terrorismus ist heute die größte Bedrohung für den Weltfrieden und wahrscheinlich in den kommenden Jahren auch. Es ist eine anspruchsvolle und komplexe Kampf, der überall durchgeführt werden soll, über alle Grenzen hinweg hat zu sein, nicht nur die notwendigen militärischen Aktionen und erhöhten Sicherheitsmaßnahmen, die jeder Bürger ist berechtigt, aber auch mit den Waffen, der Kultur, des Dialogs der Umsetzung, und der Rechtsstaatlichkeit. Wir müssen das gleiche Maß an Intelligenz und rückblickend als auch die notwendige Steifigkeit bereitstellen. In der jüngsten Vergangenheit wurden viele Fehleinschätzungen vorgenommen. Jetzt besteht keine longerroom für Fehler
http://www.ilfoglio.it/esteri/2015/11/23...briche_c378.htm


.

von esther10 30.12.2015 00:22

Sorge für den Katastrophenfall


Die Deutschen sind für Krisen schlecht gewappnet

29.12.2015 16:15 Uhr
Von Ralf Nestler
Eine längerer Stromausfall, Hochwasser oder Erdbeben: Die Deutschen sind verwundbar, weil sie ansonsten zuverlässig versorgt werden. Ein
Hochwasser in Deutschland: Ein Haus im bayerischen Deggendorf im Juni 2013.Bild vergrößernMehr Artikel
Hochwasser in Deutschland: Ein Haus im bayerischen Deggendorf im Juni 2013. - FOTO: DPA

www.entgiftungsratgeber.com
Zuerst wird es dunkel. Deckenlampe, Fernseher, Weihnachtsbeleuchtung sind plötzlich aus. Straßenzüge, die längst keine Nacht mehr kennen, sind in gespenstische Finsternis gehüllt. Stunden später röchelt es nur noch aus dem Wasserhahn, den oberen Stockwerken fehlt es zuerst an Trinkwasser, die tieferen Etagen werden bald folgen. Das Smartphone hat keinen Empfang mehr, der Akku ist bald leer.

Man könnte noch ein bisschen weiterspinnen, welche Folgen ein längerer Stromausfall hat, zum Beispiel überlastete Rettungskräfte, kein Bargeld mehr, kein Benzin, leere Supermärkte. Plünderungen gehören nicht unbedingt dazu, auch wenn sie in Filmen oft zu einer Art Naturgesetz der Katastrophe erhoben werden. Reale Notfälle zeigen, dass die meisten Beteiligten während einer Krise besonders sozial sind (Randale gibt es erst hinterher, wenn alles überstanden ist und anschließend Hilfsgüter verteilt werden).

Im Ausnahmefall umso hilfloser
Doch selbst unerwartet freundliche Mitmenschen können nicht verhindern, dass bei einem Blackout oder noch gravierenderen Notfällen wie zum Beispiel Hochwasser alsbald die Gesundheit oder gar Leben in Gefahr sind. Auch und gerade in Deutschland. Das liegt am „Verwundbarkeitsparadox“. Es besagt: Eine Gesellschaft, die zuverlässig versorgt wird, ist im Ausnahmefall umso hilfloser. In Ländern, wo der Strom häufiger ausfällt, sind die Bewohner vorbereitet und gelassener.

Viele Bürger hierzulande sind schlecht für Krisen gewappnet, warnen Fachleute regelmäßig. Laut einer Umfrage des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat jeder Fünfte keine ausreichenden Lebensmittelvorräte zu Hause, jeder Achte nicht einmal Trinkwasser gelagert. Aktuell, so kurz nach den Feiertagen und vor dem nächsten Fest, dürfte die Quote etwas höher sein. Es ist eine gute Gelegenheit, all das Verschweißte, Abgefüllte und Eingedoste genauer anzuschauen, abzuschätzen, wie lange man selbst und seine Mitbewohner damit Hunger und Durst stillen könnte. Und gegebenenfalls nachzukaufen.

Sie sollten Nahrung wählen, die Sie ohnehin mögen. Nach drei Tagen Stromausfall haben Sie wichtigeres zu tun als den ersten Selbstversuch mit dänischem Frühstücksfleisch zu unternehmen.

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Das BBK rät, Vorräte für zwei Wochen anzulegen. Das mag besonders vorausschauend sein, doch es ist zu bezweifeln, dass selbst Mitarbeiter der Behörde dieser Empfehlung folgen. Immerhin schätzt das Amt den Flüssigkeitsbedarf pro Person und Woche auf 14 Liter.

Die Menge spielt letztlich nicht die entscheidende Rolle. Wichtig ist, sich überhaupt mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass Tanke, Späti und Pizzaservice unter bestimmten Voraussetzungen geschlossen sind. Vor allem für junge Erwachsene scheint es unvorstellbar, dass die gewohnte Infrastruktur zusammenbrechen könnte. Dreiviertel von ihnen halten es für nicht notwendig, sich mit einem Versorgungsausfall zu beschäftigen. Als ob nicht eintreten kann, was man sich nicht vorstellen kann oder will. Das Verdrängen der Gefahr ist für den Augenblick zwar angenehmer, kann sich aber bitter rächen.

Wo sind Fluchtwege, wo gibt es Feuerlöscher?
Was braucht es noch für den Krisenfall? Kerzen, Streichhölzer, Taschenlampe, Batterien und ein netzunabhängiges Radio, um sich zu informieren, rät das BBK. Dazu eine Hausapotheke mit wichtigen Medikamenten und Verbandsmaterial sowie ausreichend Bargeld. Wichtige Dokumente sollten griffbereit sein, um sie im Notfall einpacken und fliehen zu können.

Damit muss man rechnen, zum Beispiel in hochwassergefährdeten Gebieten. Auch Stürme oder Brände können lokal verheerend wirken. Es hat nichts mit Paranoia zu tun, wenn man an den Orten, an denen man sich häufig aufhält – im eigenen Wohnhaus oder auf der Arbeit – einmal genauer umschaut: Wo sind Fluchtwege, wo gibt es Feuerlöscher?

Auf Alarmübungen in öffentlichen Gebäuden und in Unternehmen allein sollte man sich nicht verlassen, dafür sind sie viel zu selten. Vor allem im Westen und Süden Deutschlands stellt sich auch diese Frage: Was tun, wenn die Erde bebt? Nicht durch das Gebäude rennen, sondern Schutz unter massiven Möbeln wie einem Tisch oder im Türrahmen suchen. Das individuelle Risiko, in eine Notlage zu geraten, mag gering sein. Es ist trotzdem zu groß, um es zu ignorieren.
http://www.tagesspiegel.de/politik/vorso...t/12773838.html
http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downlo...publicationFile
http://www.tagesspiegel.de/politik/vorso...strophen%5E0.56



von esther10 30.12.2015 00:22


D: Theologen verlangen grundlegende Kirchenreform


Die Kureinrefom im Vatikan muss zu einer Refomr der Gesamtkirche werden. Das fordern Theologen. - REUTERS

08/12/2015 13:13SHARE:
50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) sprechen sich internationale Theologen für grundlegende Veränderungen in der katholischen Kirche aus. Die Kurienreform im Vatikan müsse zu einer Reform der Gesamtkirche und des kirchlichen Amtes ausgeweitet werden, heißt es in einem am Dienstag in München vorgestellten Papier. Darin plädieren die Wissenschaftler auch dafür, die Laien in der Kirche mehr zu beteiligen und synodale Strukturen zu stärken.
Synodalität müsse „wieder zum Strukturprinzip in der Kirche werden“, heißt es in dem fünfseitigen Papier, das zum Ende eines dreitägigen Kongresses zu den Nachwirkungen des Zweiten Vatikanums vorgestellt wurde. Die Synodalität müsse rechtlich umgesetzt und einklagbar sein. Wichtige Entscheidungen der Kirche dürften nicht hinter verschlossenen Türen getroffen werden. Die Wissenschaftler erinnern an ein Wort von Papst Franziskus: „Was alle angeht, muss auch von allen behandelt werden.“
Die Erklärung wurde vom Veranstalter der Tagung, dem Eichstätter Fundamentaltheologen Christoph Böttigheimer, vorgestellt. An dem Kongress „Das Konzil eröffnen - Theologie und Kirche unter dem Anspruch des Zweiten Vatikanischen Konzils» nahmen den Angaben zufolge rund 200 Theologen aus aller Welt teil.
(kna 08.12.2015 gs)

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]Habt Acht vor den Trojanischen Pferden!

Erwartungen an die kommende Synode zu Ehe und Familie:
Einige Punkte zur Unterscheidung der Geister

Von Edouard Ade

Indem er 1965 die Bischofssynode als ständige Einrichtung etablierte, wollte der selige Papst Paul VI. einem von den Konzilsvätern ausgedrückten Wunsch entsprechen und den auf dem Konzil erlebten Geist der Kollegialität lebendig halten. Zu jener Zeit, als die Kirche dabei war, ihr aggiornamento durch eine grössere Öffnung auf die Welt hin umzusetzen, zeigte sich die grosse Notwendigkeit eines gemeinsamen Weges der Nachfolger der Apostel mit jenem unter ihnen, der das petrinische Amt innehat. Man brauchte ein Organ, welches gewährleistete, dass in einer mehr und mehr beschleunigten Welt die über die Erde hin verstreuten Hirten der Kirche untereinander im Dialog blieben und ihre Informationen und Erfahrungen teilten, um so gemeinsam nach pastoralen Lösungen zu suchen, die in der Kirche universell gültig und anwendbar waren, denn es gibt nur einen Leib Christi, dessen Glieder durch einen einzigen Glauben, eine einzige Taufe und die Teilhabe an einem einzigen Brot verbunden sind. Durch die von der Globalisierung verursachten Umwälzungen, die die Kulturen und religiösen Traditionen dampfwalzenartig betreffen, spürt die Kirche mehr und mehr die Notwendigkeit, diesen synodalen Geist zu stärken. In der Vereinzelung können sich die Jünger Jesu nicht den Herausforderungen der heutigen Welt stellen.

Papst Franziskus hat dies mit grosser Genauigkeit gespürt – er, der von der geographischen Peripherie der römischen Kirche kam – und hat deshalb gewünscht, dass das Sekretariat der Bischofssynode einen Angelpunkt in der Kurienreform darstelle. Der erste Testfall dieser Vision ist die Frage nach jener Zelle des Gottesvolkes, die die Konzilstexte und die nachkonziliare Lehre der Päpste in der Tradition der Kirchenväter “ecclesia domestica” (Hauskirche) nannten und die der heilige Papst Johannes Paul II. als “den wichtigsten Weg der Kirche” präsentierte, weil die Heiligste Dreifaltigkeit ihn selbst für die Inkarnation des ewigen Wortes gewählt hat. Diesen Testfall werden wir gemeinsam bestehen, wenn am Ende der kommenden Synode die folgenden Bedingungen erfüllt sein werden:

Am Ende der XIV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode sehen sich die Familien in ihrer Identität, ihrer Berufung und ihrer Mission gestärkt.
Die Hirten helfen den christlichen Familien, ihren heutigen Herausforderungen durch eine Welt zu begegnen, die andere Werte verkündet als jene des Evangeliums.
Die Familien werden auf ihrem Pilgerweg des Glaubens begleitet, erfahren Hilfe, um konstruktiv mit ihren Niederlagen und Wunden umzugehen, sowie Unterstützung bei ihren Anstrengungen, sich nach einem Fall neu zu erheben.
Die Erwartungen

Eine klare Verkündigung des Evangeliums der Familie:

Es ist zu wünschen, dass die Synode in ihrem Schlussdokument das Evangelium von der Familie nicht einfach voraussetzt, so als sei die diesbezügliche Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils, des seligen Pauls VI., des heiligen Johannes Pauls II. und Papst Benedikts XVI. bereits von allen oder einer grossen Zahl der Katholiken zur Kenntnis und angenommen worden und es ginge jetzt nun noch um eine Pastoral für jene, die dieser Lehre noch nicht oder nicht mehr folgten. Andernfalls würden diese nicht einmal verstehen, warum die Kirche ihnen einen Weg hin zur vollen Aussöhnung mit dem Leben nach dem Evangelium vorschlägt. Die Lehre muss allen in Erinnerung gerufen werden, mit Klarheit – gelegen oder ungelegen.

Der grösste Schaden für die Kirche geschieht, wenn ihre Kommunikation der Wahrheit des Evangeliums von einer anderen Form der Kommunikation übertönt wird. Aus diesem Grund erwarten sich die christlichen Familien ein klares Wort von den Synodenvätern darüber, was die biblische Offenbarung über ihre Identität sagt. Die Kirche darf nicht darin nachlassen, diese offenbarte Wahrheit zu verkünden. Die gläubigen Familien erwarten, noch einmal darin bestärkt zu werden, dass die Ehe dem Willen Gottes gemäss in einem einzigen Mann und einer einzigen Frau besteht, die lebenslang verbunden sind, ohne jegliches Recht, weder untreu zu werden, noch sich zu trennen, noch eine neue Ehe einzugehen in dem Fall, dass einer der Partner aus diesem oder jenem Grunde den anderen verlassen hat. Es ist notwendig, dass die Kirche den Familien gelegen oder ungelegen die Eigenschaften und Ziele der christlichen Ehe in Erinnerung ruft. Sie erwarten, dass die Kirche nicht müde wird, diese Wahrheiten zu wiederholen. Wir dürfen nicht darin nachlassen, die Wahrheit des Evangeliums zu wiederholen.
Die pastorale Sorge muss sich in der gleichen Weise auf alle erstrecken: auf solche, die unter nicht geringen Kämpfen und Opfern dem Weg des Evangeliums treu bleiben, auf solche, die auf diesem Weg ein Scheitern erlebt haben, aber in der Treue verharren, wie auf solche, die nicht standhalten konnten und neue Verbindungen eingegangen sind.

Umsicht in der Ausdrucksweise:

Die Kirche muss in ihrem Lehramt bei einer präzisen Sprache bleiben. Da ihre Ehelehre weder Scheidung noch Wiederheirat kennt, darf sie nicht von “wiederverheirateten Geschiedenen” sprechen, sondern von “Getrennt-Neuverbundenen”. In dem Fall, dass man die erstgenannte Bezeichnung übernimmt, welche im Zivilrecht verankert ist, sollte man klugerweise voranstellen: “…jene, die als wiederverheiratete Geschiedene bezeichnet werden”.

In Bezug auf die Gradualität unterscheidet das Lehramt seit dem heiligen Johannes Paul II. klar zwischen dem “Gesetz der Gradualität” und der “Gradualität des Gesetzes”, wobei die letztere im Widerspruch zur katholischen Lehre steht. Die erstere hingegen räumt ein, dass ein Sünder Schritt für Schritt und Abschnitt für Abschnitt voranschreiten kann, um aus einer sündhaften Situation herauszutreten, dass er deshalb dabei auf die Gnade Gottes zählen kann, die in ihm die Reue und die Anstrengung zur Busse wachruft und die sich auf das “Gute“ stützen kann, das in ihm bleibt und das die Sünde nicht völlig zerstören konnte.

Die Synode wird darauf achten, dass klar unterschieden wird zwischen dem “Gut”, das im Sünder verbleibt, und der davon völlig verschiedenen Behauptung eines “Guten” in Lebenssituationen, die dem Evangelium widersprechen. Wäre dies anders, warum sollten sich dann jene, die sich in solchen Situationen befinden, bemühen, diese hinter sich zu lassen? Wenn die Gradualität im Sinne einer Proportionalisierung der Wahrheit auf die jeweilige Lebenssituation hin verstanden würde, wäre das gefährlich, denn dies hiesse “ausserhalb des Weges voranzuschreiten“ (Thomas von Aquin). Derselbe doctor communis merkt an, dass “es besser ist, auf dem Weg zu hinken, als mit grossen Schritten ausserhalb des Weges zu laufen. Denn wer auf dem Weg hinkt, nährt sich dem Ziel, auch wenn er kaum vorankommt; jener aber, der ausserhalb des Weges läuft, entfernt sich je weiter vom Ziel, desto angestrengter er läuft” (Kommentar zum Johannesevangelium 14,2).

Die den Getrennt-Neuverbundenen schon gewährten Konzessionen:

Die Synode muss die schon von der Kirche gewährten Zugeständnisse in Erinnerung rufen. Sind sie bekannt und werden sie angewendet? Mit welchen Ergebnissen? Worin stellen sie gegebenenfalls in Bezug auf das Ziel, das das Seelenheil ist, nicht zufrieden; und sollten daher weitere Konzessionen gewährt werden?

“Die Wiederversöhnung im Sakrament der Busse, das den Weg zum Sakrament der Eucharistie öffnet, kann nur denen gewährt werden, welche die Verletzung des Zeichens des Bundes mit Christus und der Treue zu ihm bereut und die aufrichtige Bereitschaft zu einem Leben haben, das nicht mehr im Widerspruch zur Unauflöslichkeit der Ehe steht. Das heisst konkret, dass, wenn die beiden Partner aus ernsthaften Gründen – zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder – der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen können, ‘sie sich verpflichten, völlig enthaltsam zu leben, das heisst, sich der Akte zu enthalten, welche Eheleuten vorbehalten sind‘ (Johannes Paul II., Homilie zum Abschluss der VI. Bischofssynode (25.10.1980), 7: AAS 72 (1980) 1082).”
(Johannes Paul II., Familiaris Consortio, 84)

“Zweifellos ist die volle Teilnahme an der Eucharistie dann gegeben, wenn man auch selbst die Kommunion empfängt. Trotzdem muss darauf geachtet werden, dass diese richtige Aussage bei den Gläubigen nicht zu einem gewissen Automatismus führt, so als habe man, nur weil man sich während der Liturgie in der Kirche befindet, das Recht oder vielleicht sogar die Pflicht, zum eucharistischen Mahl zu gehen. Auch wenn es nicht möglich ist, die sakramentale Kommunion zu empfangen, bleibt die Teilnahme an der heiligen Messe notwendig, gültig, bedeutungsvoll und fruchtbar. Unter diesen Umständen ist es gut, das Verlangen nach der vollen Vereinigung mit Christus zu pflegen, zum Beispiel mit der Praxis der geistlichen Kommunion, an die Johannes Paul II. erinnert (vgl. Ecclesia de Eucharistia, n. 34) und die von heiligen Lehrmeistern des geistlichen Lebens empfohlen wird. (Darunter zum Beispiel Thomas von Aquin, Summa Theologiae, III, q. 80, a. 1,2; Theresia von Jesus, Weg der Vollkommenheit, Kap. 35. Die Lehre ist vom Konzil von Trient massgebend bestätigt worden: 13. Sitzung, Kap. VIII.).“ (Benedikt XVI., Sacramentum Caritatis, 55)

Indessen muss auch in Erinnerung gerufen werden, dass der in Ecclesia de Eucharistia und in Sacramentum Caritatis benutzte Ausdruck “geistliche Kommunion” analog ist und in Wahrheit drei Realitäten beinhaltet, die nicht verwechselt werden dürfen. Er bedeutet:

Die Gnade des empfangenen Sakramentes: jemand kommuniziert sakramental und geistlich.
Die Kommunion der Sehnsucht eines getauften Kindes, das noch nicht die Erstkommunion empfangen hat.
Die Sehnsucht nach der Kommunion, wenn ein Hindernis besteht, die Kommunion zu empfangen. Benedikt XVI sagt: “Sehnsucht nach der vollen Gemeinschaft mit Christus“.

Die Frage der Homosexualität:

Kann die Kirche in Bezug auf die sexuelle Orientierung etwas anderes lehren als sie bis jetzt gelehrt hat, ohne dabei der biblischen Offenbarung zu widersprechen? Tatsächlich müssen wir schon die Ausdrucksweise von der “Orientierung“ hinterfragen, welche suggeriert, es gäbe zwei gleiche Möglichkeiten für die menschliche Sexualität: eine homosexuelle und eine heterosexuelle. Zu sagen, die homosexuelle Orientierung sei nicht das, was Gott vorgesehen hat, als er den Menschen “als Mann und Frau” erschuf, heisst nicht, homosexuell empfindende Menschen anzugreifen.

Die Frage der Polygamie:

Es wäre wichtig für die kirchliche Pastoral in Afrika, wenn die Synode in ihrem Schlussdokument klar unterscheiden würde zwischen: (erstens) polygamen Heiden, die in der Situation der biblischen Patriarchen leben und von der Gnade Gottes berührt werden, und (zweitens) Getauften, die sich später zur Polygamie hin orientieren. Es wäre wichtig für die Mission der Kirche in Afrika, dass die Synode klar jede Form von Polygamie für Getaufte ausschliesst. Indes sollte die Synode die Praxis des paulinischen und des petrinischen Privilegs neu bewerten, um zu vermeiden, dass zur Sünde der Herzenshärte, die die Polygamie ermöglicht hat, auch noch die Sünde der Ungerechtigkeit hinzukommt, insbesondere gegenüber den Frauen.

Die Anerkennung von Fällen der Ehenichtigkeit:

Die Synode muss sich damit beschäftigen, wie Ehenichtigkeitsverfahren für Betroffene leichter erreichbar und flexibler gemacht werden können, wobei aber beide kanonischen Instanzen beibehalten werden müssen, weil es notwendig ist, die moralische Gewissheit des Urteils zu garantieren. Man könnte zum Beispiel dafür sorgen, dass die Verfahren nicht unnötig lang dauern, eine ausreichende Zahl von kompetenten Mitarbeitern für die kirchlichen Ehegerichte ausbilden und (wenigstens für die Armen) die Verfahren kostenlos durchführen. In jedem Abschnitt des Verfahrens muss auf alle Fälle ausgeschlossen sein, dass seine flexiblere Gestaltung der Anerkennung einer Scheidung ähnlich sieht, was einen schweren Angriff auf die Unauflöslichkeit der Ehe darstellen würde.

Wenn die Vorbereitung auf die Priesterweihe und auf das Ordensleben eine kanonisch vorgeschriebene Dauer haben, kann man sich dann bei der Ehevorbereitung mit vagen Schritten wie der “weiteren“ und der “unmittelbaren Vorbereitung” auf das Sakrament begnügen, welche noch dazu oft durch das Feuer der Leidenschaft aufs Äusserste verkürzt werden? Müsste man nicht eine nicht reduzierbare kanonische Mindestdauer der Ehevorbereitungszeit einführen?

Eine genaue Unterscheidung der Geister

Die Fallen der ideologischen Kolonisierung und der isolierten Sicht auf die eigene Situation:
Papst Franziskus hat mehrmals die Bischöfe der Entwicklungsländer auf die Gefahr der ideologischen Kolonisierung hingewiesen. Auch wenn der Westen nicht glauben darf, seine Probleme seien die einzigen auf der Welt, so bedroht doch die von ihm durchlebte Krise der Familie auch die Länder Asiens und Afrikas (vgl. die Konferenzen von Peking und Kairo, das Protokoll von Maputo usw.). Sich dieser Herausforderung zu stellen, ist darum nicht nur die Aufgabe Europas und Nordamerikas.
Doch wenn es auch vermieden werden muss, dass die jungen Kirchen in die Falle tappen, sich auf jene Fragen zu beschränken, die als die für sie typischen gelten, so müssen sie doch unbedingt gleichzeitig den Westen auffordern, dass er sich anderen kulturellen Horizonten öffnet; die eigene kulturelle Gesundheit der jungen Kirchen hängt davon ab.

Die Illusionen einer Pseudo-Öffnung:

Die Synodenväter müssen sich im Klaren sein über die Illusionen einer Pseudo-Öffnung der Welt gegenüber. Wenn man den Medien glaubt, scheint Deutschland das Land zu sein, das sich an die Spitze derer gestellt hat, die die katholische Lehre den Erwartungen der Welt gegenüber öffnen wollen. Doch wenn wir die Statistiken der religiösen Praxis jenes Landes vergleichen, offenbaren sie eine grosse Illusion: die protestantischen Gemeinschaften, die bereits homosexuelle Verbindungen segnen, die Scheidung, Abtreibung und Euthanasie akzeptieren, zählen nur 3,5 Prozent Gottesdienstbesucher gegenüber 10,8 Prozent bei den Katholiken. Es ist also ein Irrtum, dass eine Öffnung der Welt gegenüber die Zahl der praktizierenden Katholiken erhöht. Im Gegenteil: Eine solche Auflösung im Geist der Welt würde die Kirche der enormen Chance berauben, den jungen Menschen die Werte des Absoluten zu verkünden, die sie unglücklicherweise mangels besserer Möglichkeiten bei extremistischen Gruppen suchen, bei Djihadisten, Terroristen und so weiter. Denn die heraufziehende Generation ist, mehr als viele glauben, auf der Suche hoher spiritueller Werte. Sie hat die konsumistische Kultur satt, die ihr die globalisierte Welt aufdrängt; und ohne es zu sagen erwartet sie von der Kirche, dass diese fest in Jesus Christus verankert den Mut hat, ihr hohe Werte und die Heiligkeit als einen für alle möglichen Weg vorzuschlagen.

Anwendung der Regeln zur Unterscheidung der Geister:

Papst Franziskus hat als guter Sohn des heiligen Ignatius einen feinen Sinn für die Regeln zur Unterscheidung der Geister. Die auf der Synode versammelte Kirche darf ihr Ziel nicht auf krummen Wegen zu erreichen suchen. Dieser Weg zum Ziel erfordert Geradheit im Denken und Reinheit in der Intention gemäss der Lehre des Baudouin de Ford. Es kommt nämlich vor, dass “manche Dinge, etwa Laster, den Anschein echter Tugenden annehmen und die Augen des Herzens betrügen. Durch ihre Verführungen können sie die Sicht unserer Intelligenz soweit stören, dass diese etwas Schlechtes für gut hält und umgekehrt dazu gelangt, etwas Schlechtes dort zu erkennen, wo keines ist. Das ist ein Aspekt unseres elenden Zustandes und unserer Unwissenheit, den wir sehr bedauern und fürchten müssen”. Hier liegt der Grund, warum uns der heilige Apostel Johannes empfiehlt, die Geister zu unterscheiden, um zu sehen, ob sie wirklich von Gott stammen.

Dank dieses Sinnes für die Unterscheidung der Geister müssen die Synodenväter wachsam bleiben für die Strategie des Feindes des Menschengeschlechtes, der wie ein brüllender Löwe herumgeht und sucht, wen er verschlingen kann. Wir alle sind aufgerufen, ihm im Glauben zu widerstehen (vgl. 1 Petr 5, 8-9).

Die künstlichen Gegensätze:

Eines seiner grossen Manöver besteht darin, viel Wind zu machen um künstlich aufgerichtete Gegensätze: Man wird die Medien viel sprechen hören von “Konservativen” und “Fortschrittlichen”, von jenen, die für eine “elitäre Doktrin” seien, und jenen, die eine “relativistische Pastoral” verfechten. In diesen bis zum Extrem vorangetriebenen künstlichen Gegensätzen wird er mittlere Standpunkte schaffen und dabei emotional rührende Positionen mit “minimalen Änderungen” vorschlagen. Aber wie uns schon die Geometrie lehrt, wird die geringste Änderung am Ausgangspunkt zu grossen Abweichungen am Ziel führen. Die Strategie ist hier, die kleinste “Öffnung” zu finden, die alle Parteien für die Zeit der Synode zufriedenstellt. Aber die Hermeneutik dieses “kleinen Zugeständnisses” – denken wir hier an die Einzelfälle, für die einige, an deren Rechtgläubigkeit man nicht zweifeln kann, eine barmherzige Aufmerksamkeit fordern – kann morgen zu grossen doktrinären Divergenzen führen. Den Medien muss darum erläutert werden, dass die Synodenväter nicht zu einem Wettkampf nach Rom fahren, um Trophäen für ihre Lokalkirchen nach Hause zu bringen. Es gibt nur einen Sieg zu erhoffen: den des Geistes des Evangeliums über den Geist der Welt.

Die gewagten pastoralen Antizipationen:

Gewisse Hirten haben bereits ohne Autorisierung durch den Heiligen Stuhl Praktiken eingeführt, die der allgemeinen Disziplin widersprechen, und wirken darauf hin, dass die Synode diese Praktiken billigt. Solche pastoralen Haltungen müssen mit grösster Strenge angeprangert werden.

Punkte besonderer Wachsamkeit:

Die Methode des Fürsten dieser Welt, der versucht, die Kirche zu destabilisieren, entspricht der des “Trojanischen Pferdes”. Daher im Folgenden die Trojanische Pferde, die während der Synodenversammlung auftreten könnten:

Trojanisches Pferd Nummer 1:

Eine “neue Sprache” für unantastbare Wahrheiten finden:

Diese Forderung nach einer neuen Sprache ist sehr präsent in der Relatio Synodi und in den Debatten, die im Anschluss an die Ausserordentliche Synode vom Oktober 2014 geführt werden. Es ist wahr, dass die Neuevangelisierung und die Anstrengungen zur Inkulturation des Glaubens in die heutige Welt eine der zeitgenössischen Welt entsprechende Kommunikationsform erfordern, ein wenig so wie Jesus selbst zu seiner Zeit Gleichnisse anwandte, um sich seinen Zuhörern verständlich zu machen. Aber wie das Evangelium uns zeigt, wurden diese Gleichnisse nicht von allen verstanden, nicht einmal von den Jüngern, die das Leben Jesu teilten. Es war notwendig, dass er ihnen die Gleichnisse im Einzelnen erklärte. Haben wir das Recht, diese notwendige Erklärungsarbeit zu vernachlässigen? Ist es wirklich das Wort, das den Zeitgenossen stört, und nicht vielmehr die Wirklichkeit, auf die das Wort verweist? Wir könnten noch so sehr die Worte wandeln, wir würden uns doch an der Nichtreduzierbarkeit ihrer Bezugswirklichkeit stossen, ausser es ginge darum, auch jene zu ändern. In jenem Fall stünden wir nicht mehr auf dem Boden der katholischen Glaubenslehre. Worin zum Beispiel würde die Theologie des Leibes, wie sie von Johannes Paul II. entwickelt worden ist, die gegenwärtige Welt stören, warum sollte sie durch eine Theologie der Liebe ersetzt werden, wenn es nicht den offensichtlichen Willen gäbe, die in die Leiblichkeit eingeschriebene Differenz auszulöschen, jene von Gott gewollte Geschlechterdifferenz, der den Menschen als Mann und Frau erschaffen hat. Den Leib zu eliminieren, heisst das Mysterium des Kreuzes zu eliminieren, heisst das Mysterium der Familie zu eliminieren.

Trojanisches Pferd Nummer 2: Die Rede von den Werten:

In der Relatio Synodi geht es auch viel um die positiven Werte bei den “wiederverheirateten Geschiedenen”, den “homosexuellen Verbindungen” und so weiter. An dieser Stelle muss in der Schule des heiligen Thomas von Aquin nachdrücklich an der Unterscheidung zwischen der Behauptung eines “Guten” beim Sünder selbst einerseits und der Behauptung eines “Guten2 in der sündhaften Situation andererseits festgehalten werden.

Andernfalls müsste man auch sagen, dass die Polygamie unter Getauften einen Wert darstelle, denn genau darum handelt es sich im Fall der “Getrennt-Neuverbundenen”. Um den Vergleich auf die Spitze zu treiben: Zu behaupten, dass es positive Werte in dem Evangelium widersprechenden Verbindungen gibt, hiesse auch anzuerkennen, dass es solche positiven Werte in terroristischen Vereinigungen, bei der Mafia oder einer ähnlichen Gruppe gibt, aus dem einfachen Grund, dass die Mitglieder einer solchen Vereinigung zu selbstvergessenem Handeln, zu Solidarität, zu Treue und vielen anderen Werten fähig sind, die man auch in Wohltätigkeitsvereinen findet.

Trojanisches Pferd Nummer 3: Die Idealisierung der Anforderungen des Evangeliums:

In der gegenwärtigen Diskussion um die christliche Familie, die katholische Ehe mit ihrer Unauflöslichkeit, ihrer Einheit, ihrer Forderung nach Treue und Offenheit für Nachkommenschaft werden diese ihre Eigenschaften oft als “Ideale” dargestellt. Hinter solcher Darstellungsweise verbirgt sich eine grosse Gefahr, denn auf diese Weise wird die Befolgung der Gebote Gottes als ein hohes, aber für den Normalsterblichen unerreichbares Ideal vor Augen gestellt. Entspräche dies den Tatsachen, dann wäre das Evangelium keine Frohe Botschaft für den Menschen, sondern ein Joch, das auf sich zu nehmen ein unnützer Vorschlag wäre.

Trojanisches Pferd Nummer 4: Die Zweideutigkeiten und die doppelsinnigen Vorschläge:

Schon in der Relatio Synodi, aber auch in den heute geführten Debatten wird mit Verschiebungen in den Formulierungen gearbeitet. Man beginnt damit, etwas lehrmässig völlig Unanstössiges zu behaupten, und am Ende gelangt man zu einem unzulässigen oder zweideutigen Vorschlag.

Es heisst: Wir wollen keine “Ehe für alle”, aber wir plädieren dafür, dass die Kirche den in anderen Verbindungen gelebten Werten Rechnung trägt, die auf Dauer angelegt, treu sind und so weiter.

Der heilige Ignatius nun hat uns vor solchen Ideen gewarnt: Man muss Obacht geben, ob der gute Beginn auch zu einem guten Ziel führt, denn der Feind des Menschengeschlechtes beherrscht die Kunst, sich in einen Engel des Lichtes zu verwandeln. Er flösst der frommen Seele gute und heilige Gedanken ein und führt sie am Ende zu seinen verkehrten Absichten hin. Das ist der Grund, wegen dem uns der heilige Ignatius rät, die Schlange an ihrem Schwanz zu erkennen.

Schlussfolgerung:

Die Veröffentlichung des provisorischen Zwischenberichtes der Ausserordentlichen Bischofsversammlung in den Medien, in welchem eine Anzahl von Vorschlägen wiedergegeben wurde, die von einem bedeutenden Teil der Synodenväter zurückgewiesen worden waren, hat der katholischen Kirche nicht zur Ehre gereicht. Die Bischofssynode ist nicht die Synode der internationalen öffentlichen Meinung. Die Kirche ist gerufen, nicht zu vergessen, was sie ist. Sie darf nicht an Zivilorganisationen Mass nehmen, bei deren Versammlungen oft die Ergebnisse schon im Vorhinein formuliert und dann zur Abstimmung vorgelegt werden, wenn alle schon müde sind.

Wenn wir glauben, dass es der Heilige Geist ist, der seine Kirche leitet, müssen wir die Geduld haben, den Weg unter seiner Eingebung zu gehen und dabei wirklich gemeinsam voranzuschreiten. Auf diesem synodalen Weg müssen wir hören, was der Geist den Kirchen sagt. Und er kann nichts Anderes sagen als das, was der Sohn uns offenbart hat. Wenn es eine Erwartung der Gesamtheit der Christgläubigen gegenüber ihren bischöflichen Synodenvätern gibt, dann ist es die, dass diese auf den Heiligen Geist hören und wachsam sind gegenüber den Trojanischen Pferden, die der Feind des Menschengeschlechtes in ihre Überlegungen einschleusen könnte.
http://katholisch-informiert.ch/
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von esther10 30.12.2015 00:12

30.12.2015

Letzte Generalaudienz im Jahr 2015
Papst: Von Kindern über Jesus lernen


Papst Franziskus küsst ein Kind
© Angelo Carconi (dpa)

Papst Franziskus hat seine letzte Generalaudienz in diesem Jahr gehalten. Darin rief er die Gläubigen dazu auf, der Kindheit Jesu mehr Beachtung zu schenken. Davon könnte man viel für das eigene Leben lernen.

In seiner letzten Generalaudienz im Jahr 2015 hat Papst Franziskus dazu aufgerufen, der Kindheit Jesu mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Zwar berichteten die Evangelien nur wenig über die ersten Jahre Jesu, so der Papst. "Aber wir können viel von ihm lernen, wenn wir das Leben der Kinder beobachten", sagte Franziskus am Mittwoch auf dem Petersplatz.

Jesus beschützen

"Mit einem Kind zu spielen bedeutet, unsere eigene Logik hinter uns zu lassen und in seine Logik einzutreten", sagte Franziskus. Dies sei eine Lehre für den Glauben. Auch Jesus rufe auf, angebliche Autonomie aufzugeben, um die wahre Form der Freiheit zu erlangen. Diese bestehe darin, zu erkennen, "wen wir vor uns haben, und ihm zu dienen".

Kinder verlangten Aufmerksamkeit und wollten im Mittelpunkt stehen, weil sie das Gefühl des Beschütztseins brauchten, sagte der Papst. Ebenso müsse für die Gläubigen Jesus im Zentrum stehen; auch ihm gegenüber hätten sie, "selbst wenn es paradox erscheinen mag, die Verantwortung, ihn zu beschützen", so Franziskus.

Gebet für Unwetteropfer

Der Heilige Vater rief außerdem zum Gebet für die Opfer der Unwetter und Überschwemmungen in den USA, Großbritannien und Lateinamerika auf. Zum Abschluss der Generalaudienz forderte er zudem "brüderliche Solidarität" mit den betroffenen Bevölkerungen.


Petersplatz während des Angelus-Gebetes
© Giuseppe Lami (dpa)

In den USA starben in den vergangenen Tagen 43 Personen durch schwere Stürme und Überschwemmungen. In Paraguay, Argentinien und Uruguay kamen durch Überschwemmungen mindestens zehn Personen ums Leben, etwa 160.000 Menschen mussten vor dem Hochwasser fliehen. Auch im Norden Englands mussten in den vergangenen Tagen Tausende Menschen ihre Häuser wegen Überschwemmungen verlassen.

(KNA)

von esther10 30.12.2015 00:07

Synoden-Sekretär: „Papst stärkt Bischofskonferenzen “


Papst Franziskus und Kardinal Baldisseri bei der Synode - ANSA

30/12/2015 11:37SHARE:
Die Rolle der nationalen Bischofskonferenzen wird künftig stärker hervor gehoben. Dies sei der ausdrückliche Wunsch des Papstes, sagt im Gespräch mit der Vatikanzeitung „L´Osservatore Romano“ der Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri.

Der Papst habe explizit auf die Bedeutung von „regionalen Synoden“ gesprochen, so Kardinal Baldisseri. Wie dies konkret geschehen soll und welche Möglichkeiten es für Übertragungen umfangreicherer Kompetenzen an die nationalen Bischofskonferenzen geben soll, dazu werde im Februar ein Seminar in Rom mit Spezialisten aus den Bereichen Kirchenrecht und Ekklesiologie [Lehre von der Kirche] zum Thema Synodalität veranstaltet, kündigt der italienischen Kurienkardinal an. Man wolle zu einem tieferen Verständnis dieses Prinzips beitragen und weitere Studien zu diesem Thema fördern. „Die Synodalität spricht das gesamte Volk Gottes an“, so Baldisseri wörtlich und fügt an, dass die Gläubigen als Gemeinschaft nicht „passiv, sondern aktiv gemäß ihren Funktionen, Charismen und Dienste“ an das Leben der Kirche teilnehmen.

Bereits im Oktober hatte Papst Franziskus in einer Rede zum 50-jährigen Bestehen der Bischofssynode eine stärkere Verwirklichung des Prinzips der Synodalität auf allen kirchlichen Ebenen angemahnt. Er sprach sich damals für mehr Kompetenzen der nationalen Bischofskonferenzen aus. Ein ähnlicher Passus findet sich auch bereits in seinem Schreiben Evangelii Gaudium vom November 2013. Die Ansprache vor den Teilnehmern der Bischofssynode für Ehe und Familie am 17. Oktober wurde von vielen Kirchenvertretern als „historisch“ bezeichnet.

(or/kap 30.12.2015 mg)

von esther10 30.12.2015 00:01

“Die Welt vergeht mit ihrer Lust”
Veröffentlicht: 30. Dezember 2015 | Autor: Felizitas Küble |

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Joh 2,12-17:

Ich schreibe euch, ihr Kinder, dass euch durch den Namen Jesu die Sünden vergeben sind. Ich schreibe euch, ihr Väter, dass ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, dass ihr den Bösen besiegt habt. Ich schreibe euch, ihr Kinder, dass ihr den Vater erkannt habt.(…) P1020947 - Kopie

Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht. Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, der Augen und die Hoffahrt des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.

Die Welt vergeht mit ihrer Lust, wer aber den Willen Gottes erfüllt, bleibt in Ewigkeit.

von esther10 29.12.2015 23:55

Die Menschen haben Gott vergessen…

29. Dezember 2015 Linus Schneider Zitiert 3


„Die Menschen haben Gott vergessen, und das ist der Grund für die Probleme der Gegenwart. Wir werden keine Lösung finden ohne die Umkehr des Menschen zum Schöpfer aller Dinge“


Alexander Issajewitsch Solschenizyn

Bild: I, Evstafiev

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3 KOMMENTARE ZU DIE MENSCHEN HABEN GOTT VERGESSEN…

fredius 29. DEZEMBER 2015 UM 17:04
Was Solschenizyn der weltbekannte Schriftsteller ausspricht, ist wie ein rufender
in der Wüste der Welt, Menschen kehrt um zu eurem Gott, den ihr vergessen habt.
Unfriede, Krieg und Elend in der Welt nehmen zu, weil die Welt gottlos geworden ist
und dem Zeitgeist huldigt. Friede kann nur von Gott kommen, denn Konferenzen und
falsche Ideologien ohne Gott, führen zu nichts, wie man sehen kann.

Die einzige Ge-
genbewegung die dagegen halten könnte, ist die Kirche. Gerade in dieser ernsten Zeit,
wo Führung von Nöten wäre, erkennen Kardinäle Bischöfe und Papst nicht ihre Stunde,
das Steuer der Kirche herum zu reißen und vom Glauben her, die Menschheit aufzurüt-
eln und zu aufzuwecken. Niemand ist da, abgesehen von einigen wenigen, der die Men-
schen zu Gebet und Umkehr zu Gott aufruft. Da werden lieber Synoden und Konferen-
zen abgehalten die keinen Segen bringen. Weil das so ist und bleiben wird, müssen
wir uns darauf einstellen, die Folgen zu tragen.

ANTWORTEN
Shuca 29. DEZEMBER 2015 UM 17:39
Man vergißt besonders die Dinge sehr schnell an denen man keine Interesse hat. Suchet und ihr werdet finden beschränkt sich heute bei den meisten auf das nächste Angebot im Supermarkt.

Wenn die Menschen von heute sich nur einen Tag im Jahr so für ihren Gott interessieren würden wie jetzt für die Feuerwerkskörper zu Silvester dann würde machen ein Licht aufgehen und das ohne ohrenbetäubenden Krach. Aber es könnte sich auch alles sehr schnell ändern und die Kirchen sind bis zum Anschlag voll. Aber ob es dann noch was nützt?
Per Mariam ad Christum.

Konrad Georg 29. DEZEMBER 2015 UM 20:54
Natürlich hat Solschenizyn recht.

Wenn doch unser Klerus nicht eine solch panische Angst vor Privatoffenbarungen hätte. 1917 hat die Gottesmutter in Fatima den 2. Weltkrieg angekündigt; oder davor gewarnt, gar damit gedroht? Die Katholiken allein hätten also diesen verhindern können! Wer denn sonst sollte sich zum Rosenkranzgebet animiert fühlen?

Nach dem Krieg das Gebet von Amsterdam mit den genauen Ursachenfolgen: Verfall bringt Unheil und Krieg. Wieder verschlafen!

Der Geist des Konzils, die Pille, das ZdK und die 68er haben zusammengewirkt, um den Verfall zu bewirken bis hin zur Verwahrlosung. Abtreibungs-“Recht“, Zerstörung von Ehe und Familie, Schwulismus usw.
http://www.katholisches.info/2015/12/29/53732/
Und jetzt: DEUTSCHLAND SPINNT!
[Vom Boa weg]

von esther10 29.12.2015 23:44

Saudi-Arabien finanziert Islamisierung der Philippinen, einschließlich den Terrorismus

29. Dezember 2015 Giuseppe Nardi Christenverfolgung, Interviews, Top 0


Islamisten auf den Philippinen

(Manila) Auf den Philippinen wurden neun Christen bei Attentaten islamischer Terroristen getötet. Zu den Anschlägen bekannte sich die Islamistenmiliz Bangsamoro Islamic Freedom Fighters (BIFF). Die 2008 gegründete Miliz verwendet als Symbol dieselbe schwarze Fahne wie der Islamische Staat (IS). Zu Verbindungen mit dem Kampfverband des „Kalifen“ bekannten sich die BIFF in einem im Internet veröffentlichten Video. Die Christen wurden auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen getötet.

Der Kamillianerpater Amelio Toietto ist als Missionar und Chirug auf der Insel Dolores im Westen der Philippinen tätig. Mit ihm führte Pietro Vernizzi von Il Sussidiario ein Interview. Der Missionar sieht in Saudi-Arabien den Hauptgeldgeber für die Islamisierung auf allen Ebenen. Und das nicht nur auf den Philippinen.

Beginnt der Islamische Staat (IS) auch auf den Philippinen zuzuschlagen?

Pater Amelio: Nein, auf den Philippinen gibt es nicht nur eine islamische Gruppe. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Gruppen. Jede handelt auf ihre Weise. Viele dieser Gruppen handeln vor allem für Geld, während der religiöse Aspekt zweitrangig ist. Die Gruppe Abu Sajaf, benannt nach einem afghanischen Moslemführer, der in 1980er Jahren mit US-amerikanischer Unterstützung gegen die sowjetischen Truppen kämpfte, sammelt Geld ein. Sie behaupten, daß sie das Geld für die Revolution und ihre Sache brauchen. In Wirklichkeit entführen sie Personen, verlangen Kopfgeld und töten nur, um sich zu bereichern.

Gibt es Dokumente über diese islamistische Galaxie der Philippinen?

Pater Amelio: Besonders nützlich für das Verständnis ist das Buch „In the Presence of My Enemies“ von Gracia Burnham. Es schildert das von dieser Frau Erlebte, die zusammen mit ihrem Mann von Islamisten von Abu Sajaf entführt wurde. Das amerikanische Ehepaar wurde anderthalb Jahre von den Terroristen gefangengehalten. Der Mann wurde getötet, die Frau befreit. Im letzten Kapitel schreibt Burnham: „Diese Leute, die mich entführt haben, sind Diebe.“

Was sind die Ursachen für die Situation auf der Insel Mindanao?

Pater Amelio: Auslöser war ein Fehler, der 1976 von der philippinischen Regierung begangen wurde. Damals unterzeichneten die First Lady Imelda Marcos und der libysche Staatspräsidenten Muammar al-Gaddafi den Vertrag von Tripolis, der besagte, daß Manila der Nationalen Befreiungsfront der Moros (MNLF), einer islamischen Guerillagruppe auf Mindanao einen Staat gewähren würde.

Warum wurde die Frage seit 1976 nicht gelöst?

Pater Amelio: Eine entsprechende Proklamation von Staatspräsident Ferdinand Marcos wurde von den meisten Moslemgruppen nicht akzeptiert. Der Kampf ging daher weiter und gegen Ende der Regierungszeit von Marcos war es Verteidigungsminister Juan Ponce Enrile gelungen, den MNLF zu besiegen. 1986 wurde dann aber Corazon Aquino zur neuen Präsidentin der Philippinen gewählt. Aquino stoppte die Bekämpfung und ließ aus falschverstandenem Gutmenschentum soviel Spielraum, daß sich der MNLF neu organisieren konnte und wegen der kaum reagierenden Regierung schnell noch stärker als zuvor wurde.

Kann der Dialog eine Lösung sein?

Pater Amelio: Viele katholische Bischöfe und Missionare der Philippinen versuchen mit den Moslems zusammenzuarbeiten. Doch eine sehr große Gruppe von ihnen lehnt das ab. Man darf nicht vergessen, daß sich die Gebietsforderungen islamischer Gruppen auf zwei Gebiete beziehen: einmal das Sulu-Archipel und zum anderen einen Teil von Mindanao. Aquino errichtete in ihrem Entgegenkommen 1989 die Autonome Region Muslimisches Mindanao (ARMM). Im Gebiet von Mindanao, das Aquino der ARMM angliederte, sind aber die Katholiken in der Mehrheit. Die ARMM verfügt über eine eigene Regierung und ein eigenes Parlament. Die Autonomie wurde jedoch schlecht genützt. Anstatt dem Wohl aller Bürger zu dienen, wurden im Schutz der Autonomie neue Ausbildungslager für die Guerilla errichtet. Auch der amtierenden Staatspräsident, Benigno Aquino, der Sohn und Nachfolger von Corazon Aquino, legte seiner Mutter folgend einen Gesetzentwurf, die sogenannte Bangsamoro Basic Law vor, die den Moslems weitere Zugeständnisse machen soll. Bereits der Name des Gesetzes weist darauf hin. Die Moslemrebellen nennen das von ihnen beanspruchte Gebiet Bangsamoro.

Wurde der Gesetzentwurf angenommen?

Pater Amelio: Nein, das Gesetz ist vom Parlament noch nicht bestätigt worden. Es gibt heftigen Widerstand dagegen, weil es wirklich sehr ungerecht ist. Es würde den Moslems sehr viele Privilegien verschaffen und die Christen offen benachteiligen. Öffentliche Ablehnung findet vor allem, daß den Moslems darin kostenlose Universitätsstudien versprochen während, während die Christen daneben regelrecht verhungern. Vor allem hat sich der Terrorismus verändert. Konnte man in den 1970er Jahren von einer ethnisch-religiös motivierten Unabhängigkeitsbewegung sprechen, dann von Geldeintreibern, sind inzwischen radikalere Gruppen am Werk, die einem Islam huldigen, wie man ihn zuvor auf den Philippinen nicht kannte. Ein Islam saudischer Prägung.

Wie ist die Lage in dem Teil der Philippinen, in dem Sie sich befinden?

Pater Amelio: Bis vor zwei Jahren gab es keinen einzigen Moslem auf der Insel Dolores. Dann tauchte plötzlich an einer Hausmauer die Schmierschrift „Vereinigung der Moslems von Dolores“ auf. Was war geschehen? Ein Filipino ging aus Arbeitsgründen nach Saudi-Arabien. Dort wurde er Moslem und kehrte mit einer unglaublichen Menge an Geld zurück. Seither finanziert er alle möglichen Aktivitäten zur Verbreitung des Islams. Neuerdings sieht man auf dem Markt sogar junge Frauen mit Ganzkörperverschleierung. In dieser radikalen Form ist die Verschleierung nur durch ein kleines Gitter vor den Augen durchbrochen.

Fühlen sich die Christen bedroht?

Pater Amelio: Noch nicht. Die islamische Präsenz auf Dolores ist noch minimal. Und doch hat sich etwas geändert im Gegensatz zu vor zwei Jahren. Bisher konnte ich 20 Personen zählen, die sich durch ihre Kleidung als Moslems zu erkennen geben. Es scheint aber nur eine Frage der Zeit zu sein. Wenn die von mir erwähnte Person mit einem Berg Geld zurückgekommen ist, das offensichtlich aus Saudi-Arabien an ihn fließt, dann werden sie bald mit dem Bau einer Moschee beginnen. Es ist damit zu rechnen, daß diese Moschee unübersehbar sein wird.

Wird sich die Gesamtlage mit der Zeit bessern?

Pater Amelio: Wir erleben derzeit keine schöne Zeit. Doch wie es aussieht, müssen wir uns bewußt machen, daß die Dinge noch schlimmer kommen werden. Ein grundlegendes Verständnis der islamischen Welt ist die Umma. Sie verstehen darunter die Gemeinschaft der islamischen Gläubigen. Ein Moslem, der einen anderen Moslem sieht, der falsch handelt, wird ihn nie öffentlich verurteilen, auch wenn er seine Handlung nicht gutheißt. Nach den Attentaten von Paris sind europäische Moslems im Fernsehen aufgetreten und haben die Terroristen mit Eifer verurteilt. Man muß aber wissen, daß das alles nur eine Farce ist. Sie bedienen lediglich das, was die Europäer in dieser Situation von ihnen erwarten. Es ist nur eine Maßnahme, damit die moslemische Gemeinschaft in Europa, wo sie noch verhältnismäßig schwach ist, nicht angegriffen und ihr Wachstum nicht behindert wird. Ansonsten würde ein Moslem nie zu einem anderen Moslem sagen, daß er falsch handelt.
http://www.katholisches.info/2015/12/29/...en-terrorismus/
Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Il Sussidiario (Screenshot)

von esther10 29.12.2015 23:37

Italien rätselt: 2015 68.000 Todesfälle mehr als im Vorjahr – Der „versteckte Dritte Weltkrieg“ von dem Papst Franziskus spricht?

29. Dezember 2015 Giuseppe Nardi Hintergrund, Lebensrecht, Papst Franziskus 6


Der Dritter Weltkrieg: versteckte Euthanasie?

(Rom) Italien verzeichnet eine unerklärliche Zunahme von Todesfällen. In Italien wird davon ausgegangen, daß 2015 um 70.000 mehr Todesfälle zu registrieren sind als 2014. In den vergangenen Tagen fragten sich verschiedene Soziologen in den größten italienischen Tageszeitungen nach dem Warum dieser unerklärlichen Zunahme.

Den Anfang machte der Bevölkerungswissenschaftler Gian Carlo Blangiardo in der Tageszeitung Avvenire. Er thematisierte die vom staatlichen Statistikamt veröffentlichten Zahlen: Zwischen Januar und August 2015 starben 45.000 Menschen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nimmt man dieselbe Sterberate bis Jahresende an, wird es 2015 68.000 Todesfälle mehr gegeben haben, so Blangiardo. Das entspreche einer Zunahme um mehr als 11 Prozent. Viel zuviel, um als natürliche Schwankung erklärt werden zu können.

„Das sind keine normalen Zahlen: Nur 1943 und 1915–1918 gab es im Krieg solche Zunahmen“

„Das sind keine normalen Zahlen“, so Blangiardo. „Um eine vergleichbare Zunahme der Sterberate zu finden, muß man bis ins Kriegsjahr 1943 zurückgehen, und davor bis in die Kriegsjahre 1915–1918. Zwei Perioden unserer Geschichte, die durch Kriege gezeichnet waren, was eine solche Zunahme erklärt.“

„Doch 2015 herrscht kein Krieg“, schreibt der Soziologe Massimo Introvigne. „Einige meiner Kollegen versuchten sich dieses Phänomen mit dem Alterungsprozeß der Bevölkerung zu erklären. Es gibt mehr alte Menschen und daher sterben mehr alte Menschen. Sie haben aber die Studie von Blangiardo nicht genau gelesen. Darin wird die Alterung der Bevölkerung in Rechnung gestellt, da sie bereits seit vielen Jahren wirkt, aber nicht die dramatische Zunahme der Todesfälle im Jahr 2015 erklären kann.“

Nachdem Blangiardo Alarm geschlagen hatte, meldeten sich weitere Experten zu Wort und versuchten den sprunghaften Anstieg damit zu begründen, daß viele Menschen keine Grippeimpfung vorgenommen hätten, was zu einer hohen Sterblichkeit alter Menschen geführt hätte. Die Zahl der Grippetoten wird für den genannten Zeitraum auf 8.000 Menschen geschätzt. „Eine interessante Zahl“, so Introvigne. „Doch selbst wenn man diese 8.000 zusätzlichen Toten annimmt und von den 68.000 abzieht, bleibt eine Zunahme um 60.000 Tote.“

Introvigne: „Ist das der Dritte Weltkrieg, von dem Papst Franziskus spricht?“

Wir sind nicht im Ersten Weltkrieg und auch nicht im Zweiten, „aber vielleicht im Dritten Weltkrieg“, so Introvigne unter Verweis auf Papst Franziskus. Das katholische Kirchenoberhaupt sprach seit seinem Amtsantritt 2013 mehrfach von einem „Dritten Weltkrieg“, der bereits im Gange sei. Es sei ein „Krieg gegen die alten Menschen“, so der Papst.

Erstmals sprach Papst Franziskus am 25. Juli 2013 beim Weltjugendtag in Rio de Janeiro davon: „Man könnte den Eindruck gewinnen, daß eine Art von versteckter Euthanasie im Gange ist, daß man sich nicht um die alten Menschen kümmert“, und sie sterben lasse, wie Introvigne ergänzt.

Am 22. September 2013 wiederholte der Papst seine Aussage bei einem Besuch auf der Mittelmeerinsel Sardinien. In Cagliari sagte er, daß „die Alten fallen, weil in dieser Welt kein Platz für sie ist! Einige sprechen von einer ‚versteckten Euthanasie‘, sie nicht zu pflegen, ihnen nicht Rechnung zu tragen. Sie fallen zu lassen.“

Am 28. Februar 2014 sagte Franziskus zu den Mitgliedern der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika: „Die Alten werden ausgesondert, man neigt dazu, sie wegzuwerfen. Es gibt eine versteckte Euthanasie. Es gibt eine versteckte Euthanasie! Die Sozialleistungen werden bis zu einem bestimmten Punkt gezahlt, dann müssen die armen Alten selbst schauen, wie sie zurechtkommen. […] Die Alten sind Material zum Wegwerfen.“

Am 31. März 2014 wiederholte der Papst erneut seine Aussage gegenüber belgischen Jugendlichen: „Die Alten werden verjagt. Viele alte Menschen sterben durch eine versteckte Euthanasie, weil man sich nicht um sie kümmert und sie sterben.“

Am 26. Mai 2014 sagte er bei der Pressekonferenz auf dem Rückflug aus dem Heiligen Land: „Die alten Menschen werden in vielen Ländern ausgesondert, auch durch Situationen einer versteckten Euthanasie.“

Am 15. Juni 2014 sprach Papst Franziskus zu Angehörigen der Gemeinschaft Sant’Egidio über Bevölkerungsstatistiken: „Die alten Menschen werden ausgesondert durch eine Haltung hinter der eine versteckte Euthanasie steckt, eine Form von Euthanasie. Sie nützen nicht mehr, und was nichts bringt, wird weggeworfen. Was nichts produziert, wird weggeworfen.“

Am 4. September 2014 empfing der Papst Direktoren von Schulen, die sich in der von ihm gegründeten Stiftung Scholas Occurrentes zusammengeschlossen haben: „Es wurde dieses System der versteckten Euthanasie aufgezwungen. Die Sozialleistungen decken sich bis zu diesem Punkt und danach kannst du ruhig sterben.“

Am 28. September 2014 sprach er auf dem Petersplatz zu alten Menschen und daher direkt Betroffenen: „Die vergiftete Wegwerfkultur“, mit der traurigen Realität, daß alte Menschen im Stich gelassen würden: „Wie viele Male werden alte Menschen im Stich gelassen und weggeworfen, das ist eine regelrechte versteckte Euthanasie! Die Folgen dieser Wegwerfkultur schaden unserer Welt sehr.“

Am 15. November 2014 wiederholte der Papst vor der Vereinigung katholischer Ärzte Italiens: „Wir alle wissen, daß man mit vielen alten Menschen in dieser Wegwerfkultur diese versteckte Euthanasie betreibt.“

Diese Auflistung soll genügen. Sie zeigt bereits ausreichend, daß die „versteckte Euthanasie“ ein zentraler Punkt im Lehramt dieses Papstes ist, wenngleich es nicht durch Klarheit glänzt und auch der genaue Kontext der Euthanasie-Aussage vage zu bleiben scheint. Ist die Bezeichnung als „Dritter Weltkrieg“ angemessen? Meint der Papst damit tatsächlich eine sich ausbreitende Euthanasierungsmentalität oder doch mehr? Meint der Papst mit „versteckter Euthanasie“ die Gleichgültigkeit gegenüber alten Menschen? Ein Versagen der Generationen untereinander und der Gesellschaft, indem man sich zu wenig um die alten Menschen kümmert. Oder meint der Papst eine aktive, systematische und daher (versteckte) institutionalisierte Euthanasie, um Kosten im Gesundheitswesen und den Pensionskassen einzusparen? Der Soziologe Massimo Introvigne versucht eine Deutung.

„Sterbehilfe“ ist eine „Sünde gegen den Schöpfergott“

In seiner Rede an die katholischen Ärzte nahm Franziskus auch zur „anderen Euthanasie“ Stellung, der aktiven Euthanasie, die als „Akt der Würde“, „Sterbehilfe“, „süßer Tod“ behauptet wird und in manchen Staaten bereits legalisiert wurde. Die „Sterbehilfe“ sei, als würde man „zu Gott sagen: Nein, das Lebensende mache ich mir, wie ich will. Das ist eine Sünde gegen den Schöpfergott. Denkt gut darüber nach.“

In Belgien, so Introvigne, ließ die Legalisierung der Euthanasie die Sterberate sofort in die Höhe schnellen. In anderen Ländern, wo die Euthanasie nicht erlaubt ist, „gibt es eine versteckte Euthanasie. Aber wo versteckt? Die Antwort fällt nicht schwer“; so Introvigne. „Sie versteckt sich in den ständigen Kürzungen im Gesundheitsbereich: Weil Europa, sprich Brüssel, es so will. Und um Brüssel wenn nicht die gewünschten, so zumindest bessere Haushaltszahlen vorlegen zu können, wird der Staatshaushalt auf dem Rücken der Alten und Kranken ‚verbessert‘. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Nehmen wir ein Beispiel: Wenn ein Arzt einen Verdacht auf Gehirntumor feststellt und eine Computertomographie des Kopfes verschreibt, dann hätte der Patient 2015 in Latina bei Rom 315 Tage, in Viterbo 329 warten müssen. Wer wirklich einen Gehirntumor hat, könnte, wenn er endlich für die Untersuchung an der Reihe ist, bereits tot sein.“

Aus den „Ländern der Alten“ wurden „Länder gegen die Alten“

Laut Introvigne sehe Papst Franziskus vor allem ein „kulturelles Problem“. Im Zuge der Sparzwänge gebe es eine Tendenz, die verbleibenden Summen im öffentlichen Gesundheitswesen auf die „Jungen“ zu konzentrieren und nicht auf die „Alten“. Die Jungen würden arbeiten und eine Leistung erbringen, die Alten seien nur mehr eine Belastung für die Kassen. Mehrere europäische Länder seien „alte Länder“, man könnte auch sagen „Länder von Alten“. Die Geburtenraten sind im Keller. Seit Jahrzehnten werden zu wenige Kinder geboren. Damit wächst die Zahl der Alten, für die die immer weniger werdenden Jungen aufkommen müssen. Das Mißverhältnis werde in seiner Dramatik erst richtig deutlich, wenn man die Einwanderer und Eingebürgerten abzieht, was in den staatlichen Statistiken selten getan werde, um die Zahlen zu schönen.

Der nächste Schritt, nach der Entwicklung zum „Land der Alten“, sei die Entwicklung zum „Land gegen die Alten“, so Introvigne. „In Erwartung der offenen Euthanasie hat die versteckte Euthanasie Einzug gehalten. Die ‚Sünde gegen den Schöpfergott‘ ist bereits jeden Tag an der Arbeit: in unseren Krankenhäusern, unseren Altenheimen und in unseren Städten.“

Text: Andreas Becker
Bild: Skulpturen von Steinunn Thórarinsdóttir/Nuova Bussola Quotidiana


von esther10 29.12.2015 23:30

Jahresrückblick mit Papst Franziskus


Papst Franziskus - AP

26/12/2015 07:50SHARE:

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Familiensynode, Umweltenzyklika, Heiliges Jahr, Reisen in vier Kontinenten: Das Jahr mit Papst Franziskus war dichtgedrängt für den Papst, der vor wenigen Tagen 79 Jahre alt geworden ist. Die vatikanische Bilanz von 2015 mit Gudrun Sailer.

Sri Lanka und die Philippinen

Fernost für Papst Franziskus: Im Januar 2015 reist das Kirchenoberhaupt nach Sri Lanka und die Philippinen, Asiens einziges großes Land mit katholischer Bevölkerungsmehrheit. Mit Sri Lanka besuchte Franziskus ein Land, das noch schwer an den Folgen eines jahrzehntelangen Bürgerkriegs trägt. Nein zu religiös motivierter Gewalt, Ja zu Versöhnung, und Ja zur Religionsfreiheit als „fundamentales Menschenrecht", das schärft Franziskus den Bewohnern ein. Außerdem spricht er den indischen Sri-Lanka-Missionar Joseph Vaz heilig, der um 1700 lebte. Auf den Philippinen wiederum setzt sich der „Papst der Armen" kritisch mit dem Elend weiter Teile der Bevölkerung sowie der grassierenden Korruption auseinander. Zum Abschluss einer siebentägigen Asienreise feiert er in der philippinischen Hauptstadt Manila die vermutlich größte Papstmesse aller Zeiten: bis zu sechs Millionen Menschen. Stichwort Überbevölkerung: Beim Rückflug nach Rom betont Franziskus die Bedeutung einer „verantworteten

Elternschaft", was sich auf die Zahl der Kinder bezieht. Seine Wortwahl - Katholiken müssten sich keineswegs „wie Karnickel" vermehren – sorgt für Debatten.

Am 4. Februar lässt Franziskus abermals mit einer frei gesprochenen Passage aufhorchen. Im Rahmen einer geistlichen Ansprache bei einer Generalaudienz – es ging über das Vaterbild – irritiert der Papst mit einer Aussage zum „würdigen Schlagen“ von Kindern. Zahlreiche Kirchenvertreter, unter ihnen auch Bischöfe, kritisieren die Worte.

Neue Kardinäle und ein vorangekündigtes Heiliges Jahr

14. Februar: Konsistorium im Vatikan. Papst Franziskus nimmt in Rom 20 Bischöfe neu ins Kardinalskollegium auf. Mit den Ernennungen treibt das Kirchenoberhaupt die Internationalisierung des Kardinalskollegiums weiter voran. Die 20 neuen Kardinäle kommen aus 18 Ländern. Vier von ihnen stammen aus Staaten, die noch nie zuvor einen Kardinal gestellt haben: Tonga, Myanmar, Panama und den Kapverdischen Inseln. Beim Konsistorium, also der Versammlung der Kardinäle, äußern sich zuvor 150 Kardinäle aus aller Welt auch zur geplanten Kurienreform, die unter Papst Franziskus langsam, aber beständig vorangeht.

Das ist ein Paukenschlag: Am 13. März – das ist der 2. Jahrestag seiner Wahl auf den Stuhl Petri – kündigt Franziskus ein Heiliges Jahr an. Von 8. Dezember 2015 bis 20. November 2016 feiert die katholische Kirche das „Jubiläum der Barmherzigkeit". Er wünsche sich, dass das Heilige Jahr eine „neue Etappe auf dem Weg der Kirche" sei, das Evangelium der Barmherzigkeit allen Menschen zu bringen, so der Papst. Das letzte Heilige Jahr hatte Papst Johannes Paul II. (1978-2005) im Jahr 2000 begangen. Das Jubiläum der Barmherzigkeit ist ein außerordentliches Heiliges Jahr, und es beruft sich vom Datum her nicht auf ein Heilsereignis wie die Geburt oder die Auferstehung Christi, sondern auf 50 Jahre II. Vatikanisches Konzil.

Neu ist auch, dass das Heilige Jahr dezentral gefeiert wird. Heilige Pforten gibt es nicht nur in Rom, sondern in jeder Diözese der Weltkirche.

Kampf dem Missbrauch und der Mafia

Wir bleiben in der Fastenzeit: Am 20. März entzieht der Papst dem schottischem Kardinal Keith Michael Patrick O'Brien die Kardinalsvorrechte, ein äußerst seltener Vorgang. Der Kardinal hat sich des Missbrauchs von Seminaristen schuldig gemacht. Die Null-Toleranz-Politik von Papst Franziskus gegen klerikale Missbrauchstäter setzt sich einen Monat später fort: Franziskus entlässt den US-amerikanischen Bischof Robert Finn wegen Nachlässigkeit bei der Verfolgung von Kinderpornografie. Erstmals muss damit ein Diözesanbischof zurücktreten, weil er gegen Fälle von Missbrauch in seinem Klerus nicht energisch genug vorgegangen ist.

Am 26. März ein Vatikan-Termin für Very Important People aus Papst-Sicht: 150 Obdachlose beteiligen sich an einer Exklusiv-Führung durch die Vatikanischen Museen. Beim anschließenden Gang in die Sixtinische Kapelle überrascht der Hausherr die Gäste, Papst Franziskus kommt vorbei und grüßt alle.

Am 31. März besucht Franziskus Neapel und richtet einen emotionalen Appell gegen soziale Ungerechtigkeit, Korruption und Mafia an die Bewohner der süditalienischen Stadt. Arbeitslosigkeit raube den Menschen die Würde, sagt er vor Zehntausenden Menschen im Armenviertel Scampia.

Ostern 2015 mit dem Papst

Bei der Abendmahlsmesse am Gründonnerstag wäscht Papst Franziskus im römischen Rebibbia-Gefängnis zwölf Häftlingen die Füße, sechs Männern und sechs Frauen. Zusätzlich vollzieht er den Ritus an einem kleinen Kind, das auf dem Schoß seiner in der Strafanstalt inhaftierten Mutter sitzt. Beim Karfreitags-Kreuzweg am Kolosseum beklagt Franziskus die Verfolgung von Christen wegen ihres Glaubens. Am Ostersonntag ruft er beim „Urbi et orbi"-Segen die Weltgemeinschaft erneut zum Handeln im Nahen Osten auf. Der Lärm der Waffen in Syrien und im Irak müsse aufhören und ein friedliches Zusammenleben wiederhergestellt werden. Prophetische Worte, die mit der massiven Flüchtlingswelle Richtung Europa wenige Monate später neue Aktualität gewinnen werden.

Der Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren wird auch im Vatikan zum Politikum. Bei einer Messe im Petersdom am 12. April bezeichnet Franziskus das Vorgehen des Osmanischen Reiches gegen die armenischen Christen während des Ersten Weltkriegs öffentlich als „ersten Genozid des 20. Jahrhunderts" – und stellt die Verfolgung der Armenier damit in eine Reihe mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und des Stalinismus. Die türkische Regierung ist verstimmt, sie bestellt den Vatikanbotschafter in Ankara ein und zieht ihren Vertreter beim Heiligen Stuhl ab.


Die Umweltenzyklika „Laudato si" erscheint

Seine große Umweltenzyklika „Laudato si" veröffentlicht der Papst am 18. Juni. Franziskus entwickelt darin eine ganzheitliche Ökologie, die sich nicht nur auf Natur- und Klimaschutz beschränkt, sondern das "große Ganze" im Blick hat. Der Papst ruft die Weltgemeinschaft zu einem fundamentalen Umdenken und jeden Einzelnen zu einem umweltbewussten und nachhaltigen Lebensstil auf. Die Reduzierung der Umweltverschmutzung und die Bekämpfung von Armut gehören zusammen, schreibt der Papst und plädiert für eine „ganzheitliche Ökologie", „um die Klage der Armen ebenso zu hören wie die Klage der Erde". Franziskus wendet sich dabei ausdrücklich nicht nur an Katholiken, sondern an „alle Menschen guten Willens". Tatsächlich erhält das Schreiben internationale Aufmerksamkeit wie selten zuvor ein päpstliches Dokument.

Franziskus besucht Südamerika

5. bis 13. Juli: Papst Franziskus reist nach Südamerika: Ecuador, Bolivien und Paraguay. Dabei betont er den Wert der Familie, prangert die Zerstörung der Regenwälder im Amazonasgebiet an und kritisiert autoritäre Tendenzen unter lateinamerikanischen Regierungschefs. Internationale Aufmerksamkeit erlangt Franziskus' Visite beim Welttreffen der Volksbewegungen in Santa Cruz, wo er Bürgerinitiativen, Basisgruppen und indigenen Bevölkerungsgruppen den Rücken stärkt und scharfe Kritik am „neuen Kolonialismus" der reichen Länder übt: "dieses System verstößt gegen den Plan Gottes", sagt der Papst. Außerdem bittet er bei dem Treffen um Vergebung für das Unrecht, das katholische Missionare an der Urbevölkerung Lateinamerikas begangen haben.

Schlagartig meldet sich der Papst nach der Sommerpause wieder zu Wort. Am 1. September erteilt er zum bevorstehenden Heiligen Jahr der Barmherzigkeit allen Priestern weltweit die Vollmacht, im Jubiläumsjahr auch im Fall von Abtreibungen die Absolution zu erteilen und empfängt den seit 20 Jahren suspendierten französischen Bischof Jacques Gaillot zu einem privaten Gespräch. Am 6. September ruft Papst Franziskus alle Pfarren, religiöse Gemeinschaften, Klöster und Heiligtümer in Europa auf, eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen; denn die beispiellose Welle an Vertriebenen und Kriegsflüchtlingen erreicht in nie zuvor gesehenem Ausmaß Europa.

Franziskus besucht Kuba und die USA

Von 19. bis 28. September steht die bisher längste Auslandsreise von Papst Franziskus auf dem Programm: Kuba und die USA. In Kuba trifft der lateinamerikanische Papst den sozialistischen Präsidenten Raul Castro und dessen Bruder, den vormaligen Revolutionsführer Fidel Castro. Bei einer Messe in Havanna verurteilt Franziskus Cliquenwirtschaft und warnt vor einer Vereinnahmung christlicher Werte durch politische Ideologie. In den USA spricht er als erster Papst vor dem US-Kongress, also dem Parlament in Washington, außerdem hält er eine Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York. Er besucht „Ground Zero" und spricht den spanischen Franziskaners Junipero Serra heilig. Anlass der Reise ist das Weltfamilientreffen in Philadelphia. Dort sagt Franziskus vor einer Million Menschen, die Zukunft des Planeten hänge vom Zusammenhalt der gesamten Menschheit ab. Die Frage, welche Welt die Menschen von heute ihren Kindern hinterlassen wollen, müssten sie über alle Grenzen von Herkunft und Religion hinweg gemeinsam beantworten.

Zweite Bischofssynode zum Thema Ehe und Familie

4. bis 25. Oktober tagt die Vollversammlung der Bischofssynode im Vatikan, das vielleicht wichtigste kirchliche Ereignis des Jahres. Mit einem Appell für Barmherzigkeit und einem Bekenntnis zur Unauflöslichkeit der Ehe eröffnet der Papst die Synode und ermutigt die rund 270 Bischöfe, Kardinäle und Ordensobere und 90 Beobachter zu offenem Reden. Drei Wochen lang wird im Vatikan über Ehe und Familie diskutiert. Zwischendurch entsteht Wirbel um die Veröffentlichung eines Beschwerdebriefes an den Papst, in dem 13 Kardinäle Sorge über eine Manipulation der Bischofssynode durch reformorientierte Kräfte äußern. Papst Franziskus selbst fordert bei einem Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Welt-Bischofssynode eine synodale Kirche auf allen Ebenen. Am 21. Oktober veröffentlichen die Sprachgruppen bei der Familiensynode in Rom ihre Abschlussberichte. Theologisch sehr breit aufgestellt, aber konsensorientiert ist die deutsche Sprachgruppe. Sie schlägt u.a. vor, dass für

wiederverheiratete Geschiedene ein Priester im Gespräch mit dem jeweils Betroffenen klären soll, ob nach der Schließung einer weiteren Zivilehe „ein Zugang zu den Sakramenten möglich ist". Die Kardinäle und Bischöfe der Kleingruppe formulieren zudem ein bemerkenswertes Schuldbekenntnis und beklagen, dass die Seelsorge durch „harte und unbarmherzige

Haltungen" oft Leid über Menschen gebracht habe. Am Ende der gesamten Bischofssynode steht ein Kompromiss, der einige Fortschritte und viel Vertiefung in Theologie und Pastoral zu Ehe und Familie bedeutet. Mit seinen 94 Absätzen schlägt das Schlussdokument in strittigen Fragen wie beim Thema wiederverheiratete Geschiedene keine Türen zu, sondern lässt Raum für eine wachsende Integration. Worauf es allerdings ankommt, ist nicht dieses Papier, sondern der Papst und sein Nachsynodales Schreiben, das noch aussteht.

Von Skandalen, Skandälchen und Enthüllungsbüchern

4. November - Zwei neue Bücher der italienischen Enthüllungsjournalisten Gianluigi Nuzzi und Emiliano Fittipaldi über Misswirtschaft im Vatikan und Widerstände der Kurie gegen Papst Franziskus sorgen für internationales Aufsehen. Veröffentlicht werden darin auch vertrauliche Unterlagen und ein geheimer Audiomitschnitt, auf dem der Papst zu hören ist. Ein ranghoher vatikanischer Geistlicher, sein ehemaliger Mitarbeiter und eine italienische PR-Fachfrau sollen den Journalisten die interne Dokumente zugespielt haben. Ende November eröffnet der Vatikan in der Causa einen Strafprozess gegen die fünf Beteiligten wegen Geheimnisverrat.

15. November - Papst Franziskus besucht die deutschsprachige evangelisch-lutherischen Gemeinde in Rom. Für Verwirrung sorgt seine Antwort auf die Frage einer mit einem italienischen Katholiken verheirateten Protestantin nach einer möglichen Abendmahlsgemeinschaft. Manche Kommentatoren folgern aus den Worten Franziskus', er habe zur Interkommunion ermuntert. Stimmen aus dem Vatikan widersprechen einer solchen Deutung.

Franziskus besucht Afrika

Ende November reist Franziskus zum ersten Mal in seinem Pontifikat nach Afrika: Zielländer sind Kenia, Uganda und - ungeachtet vieler Sicherheitsbedenken im Vorfeld - die Zentralafrikanische Republik. In einem Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi prangert der Papst die Verelendung von Millionen Menschen an. Kleine Minderheiten horteten Macht und Reichtum und frönten egoistischer Verschwendung, während die wachsende Mehrheit in verwahrlosten und verseuchten Randzonen hausen müsse. In Uganda besucht Franziskus nicht nur das Heiligtum der katholischen Märtyrer des Landes, sondern auch das der anglikanischen. Bemerkenswert das Treffen mit dem obersten Vertreter der Muslime in Kenia, einem Land, das besonders schwer von islamistischem Terror betroffen ist. In Bangui in der

Zentralafrikanischen Republik besucht der Papst ein Flüchtlingslager und mahnt zum Frieden in dem Land, wo es gewaltige Spannungen zwischen Christen und Muslimen gibt. Besonders symbolträchtig: In Bangui eröffnet der Papst bereits eine Woche vor dem offiziellen Beginn in Rom das „Heilige Jahr der Barmherzigkeit".

Am 8. Dezember öffnet Franziskus die Heilige Pforte des Petersdoms. Im Heiligen Jahr sollten sich die Gläubigen die Haltung des barmherzigen Samariters zu eigen zu machen, fordert der Papst zum Auftakt des Jubeljahres. „Wir müssen die Barmherzigkeit dem Gericht voranstellen." In seiner Predigt ruft er am 50. Jahrestag des Konzilsendes 1965 auch zu einer weiteren Öffnung der Kirche für die Welt im Sinne des Zweiten Vaticanums auf.

Weihnachtsansprache an die Kurie

Advent im Vatikan: am 22. empfängt der Papst die Kurienmitarbeiter zur traditionellen Weihnachtsansprache. Letztes Jahr präsentierte er einen von vielen als Kritik empfundenen Katalog der 15 kurialen Krankheiten, diesmal legte er – unter dem Stichwort „Antibiotika“ - einen „Katalog der notwendigen Tugenden" vor und forderte die Kurienleute unter anderem zu Großherzigkeit, nüchternem Lebensstil und Rechtschaffenheit auf. Und er äußerte sogar Lob. Alle Skandale und „Kurienkrankheiten“ könnten nicht die „Effizienz der Dienste“ überdecken, die die römische Kurie mühevoll „mit Verantwortung, Engagement und Hingabe für den Papst und die ganze Kirche“ leiste, so Papst Franziskus zwei Tage vor Weihnachten.

Der Christbaum auf dem Petersplatz ist in diesem Jahr made in Germany, er stammt aus der Oberpfalz in Bayern. Die Krippe hingegen kommt aus der Provinz Trient, und wenn sie am 2. Februar auf dem Petersplatz abgebaut wird, dann wird sie verpackt und weitergeschenkt: auf ausdrücklichen Wunsch von Papst Franziskus kommt die lebensgroße Krippe nach Betlehem und wird dort die Geburtskirche schmücken. Leise und versöhnlich klingt das Jahr aus.
(rv/kap 26.12.2015 gs)


von esther10 29.12.2015 22:52

Beunruhigung um Verschwinden eines Franziskanerbruders


Franziskanerpater Dhiya Azziz, O.F.M., Pfarrer von Yacoubieh im Norden Syriens Quelle: Custodia Terrae Sanctae, Courtesy of Custodia of Terra Santa Copyright

Erneute Entführung befürchtet

Redaktion | 29. Dez | ZENIT.org | Krieg und Terrorismus | Rom | 105

Vom 41-jährigen Franziskanerpater Dhiya Azziz, Pfarrer von Yacoubieh im Norden Syriens, fehlt seit Weihnachten jede Spur. Wie die Kustodie des Heiligen Landes meldet, haben seine Mitbrüder seit dem Morgen des 23. Dezember nichts mehr von ihm gehört. Seine Pfarrei erwartete ihn Weihnachten wieder von einem Familienbesuch zurück.

Der Franziskaner nahm ein Sammeltaxi in der syrischen Hafenstadt Latakia, um wieder zu seiner Gemeinde zu gelangen. Er war aus der Türkei zurückgekehrt, wo er Mitglieder seiner Familie aus dem irakischen Mossul gefunden hatte, die dort Zuflucht gesucht hatten.

Die Franziskaner im Heiligen Land befürchten, Pater Dhiya Azziz könnte ein zweites Mal entführt worden sein. Auf deren Internetseite ist von einer gewissen Gruppe die Rede. Pater Dhiya war von Dschihadisten im Juli entführt worden. Er hatte es geschafft zu entkommen.
http://www.zenit.org/de/articles/beunruh...&utm_term=Image


von esther10 29.12.2015 22:47

Jugendchöre aus verschiedenen Nationen treffen an Silvester Papst Franziskus


Logo des 40. Internationalen Kongresses Pueri Cantores Quelle: puericantores.org, Rev. Seweryn Puchała Copyright

Weiterer Höhepunkt ist die heilige Messe am Neujahrstag

Redaktion | 29. Dez | ZENIT.org | Papst und Heiliger Stuhl | Rom | 38

Am Silvesterabend wird Papst Franziskus Tausende von jungen Sängerinnen und Sängern aus der ganzen Welt empfangen. Wie Radio Vatikan meldet, wird der Papst an diesem Donnerstag mit dem Internationalen Verband Pueri Cantores zusammentreffen. Dessen Mitglieder versammeln sich sechs Tage lang in Rom zum 40. Internationalen Kongress, der Jugendchöre aus verschiedenen Nationen zusammen führt.

Die Chöre, die an dem Festival teilnehmen, werden in einigen der schönsten Kirchen und Basiliken Roms während liturgischer Feiern singen. Zweiter Höhepunkt des Kongresses wird am Neujahrstag die heilige Messe im Petersdom sein, an der mehrere Chöre mitwirken werden.

Die internationale Vereinigung ist aus der alten christlichen Überzeugung gegründet, dass die Stimme als Instrument zur Verehrung Gottes sowie zur Verbreitung der Frohen Botschaft und zur Förderung der geistigen und moralischen Entwicklung dienen kann.

Das Motto des Kongresses lautet in diesem Jahr „Cantate spem vestram! Singt Eure Hoffnung heraus!“ Als Logo dient die Silhouette des Petersdoms in den Farben des Vatikans, Gelb und Weiß. (mk)

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Im Netz:

Die offizielle Internetseite des Internationalen Verbandes Pueri Cantores:

http://www.puericantores.org/

Spezifische Informationen über den diesjährigen Kongress in Rom (28. Dezember bis 1. Januar):

http://www.puericantores.org/roma-2015-16

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