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von esther10 04.08.2015 00:43



Deutsche Protestkultur, Abtreibung und das Schlachten trächtiger Kühe
Veröffentlicht am 4. August 2015 von conservo
Von Peter Helmes



protestDie Deutschen protestieren gerne. Dagegen gibt´s nichts zu meckern; denn es ist jedermanns (-fraus) Recht, sich die Hacken schiefzulaufen und den Hals heiser zu krähen, wenn´s um „die gute Sache“ geht. Und da es den Linken in diesem Lande immer (nur) um die gute Sache geht, sind die Proteste in Deutschland gemeinhin linkslastig.

Wenn dann ´mal so ein Grüppchen von fuffzehn- oder zwanzigtausend nichtlinken Bürgern protestiert, geht das „aber auch gar nicht“, weil es bei denen logischerweise nicht um eine „gute Sache“ geht – da nicht sein kann, was nicht sein darf. Solche bürgerlichen Protestler sind automatisch – der Reflex funktioniert immer! – „Faschisten“, denen man das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht einräumen darf, da sonst die Demokratie gefährdet wäre. (Siehe auch: https://conservo.wordpress.com/wp-admin/...dit&postpost=v2)

Kein Protest gegen links, kein Protest gegen den Zeitgeist

Noch schlimmer ist es natürlich, wenn sich Proteste gegen links richten. Das ist ja wohl das Letzte! Und muß frühzeitig verhindert werden! Jawoll! Und wenn dann so ein paar Irregeleiteten für ein angebliches „Recht auf Leben“ demonstrieren wollen, ist das der beste Beweis für die Gefährdung unserer Nation. Wer gegen Homo-Ehe auf die Straße geht, wer sich gegen die „Frühsexualisierung“ unserer Kinder wehrt, war also (auch verborgen gehaltene) Pädophilie in Kindergarten und Schule trägt oder dafür eintritt, daß Ungeborene leben (dürfen) – also gegen „Abtreibung“ demonstriert, stellt sich automatisch außerhalb unserer Gesellschaft.

Denn wir haben gefälligst stolz zu sein auf die Errungenschaften der Neuzeit: Auf zahllose neue „Geschlechterformen“ (LSBTTIQ) und noch zahlreichere Formen des Zusammenlebens, auf Frühsexualisierung, Euthanasierung äh „Sterben in Würde“ oder auch „Vielehe“ (aller mit allem). Die Ehemöglichkeit mit einem Besenstiel oder einer Hauskatze kommt wohl auch bald; jedenfalls dürfen wir jetzt schon ´mal zusammen beerdigt werden. Und dafür wird demonstriert, nach Leibeskräften. Capito?

Nein, und nochmals nein. Wer noch einen Funken „Anstand“ – welch gräßliches Wort aus der Steinzeit! – im Leibe hat und sich nicht dem Zeitgeist hingeben will, kommt deshalb zur Großdemonstration am 19. September in Berlin! Immerhin, diese Veranstaltung scheint den Linken Sorge zu bereiten. Schon im Frühjahr dieses Jahres begannen sie, gegen diesen „Auflauf reaktionärer Horden“ Stimmung zu machen, „Munition“ (auch im schlimmen Sinne des Wortes) zu sammeln und zur Blockade des „Marsches für das Leben“ aufzurufen. Es wird also munter in Berlin.

Marsch für das Leben: „Anwälte des Lebens und der Humanität“

Der Vorsitzende des (veranstaltenden) Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann, begründete die Notwendigkeit des „Marsches für das Leben“ (auf kath.net):

„…Warum? Weil das Lebensrecht nicht teilbar ist und die Würde des Menschen – von der sogar das Bundesverfassungsgericht ausging, als es dem bereits ungeborenen Menschen das Lebensrecht „zugestand“ und jede Tötung eines ungeborenen Menschen grundsätzlich als schweres Unrecht, als verboten definierte – nicht in Scheiben geschnitten und abgestuft werden könne. Nicht zuletzt deshalb ist der Marsch für das Leben seit Jahren schon nicht mehr „nur“ ein Marsch für das Lebensrecht der noch nicht geborenen Menschen, sondern eine Demonstration vieler Menschen aus allen Generationen für das Lebensrecht eines jeden Menschen, egal, in welchem Stadium seines Lebens er sich gerade befindet. Die Teilnehmer des Friedens-Marsches für das Leben in Berlin sind Anwälte des Lebens, Anwälte für eine Humanität, die allen (!) zugute kommt. Und davon kann es – zumal in einer in Sprache und Denken reichlich verwirrten Zeit – nicht genügend geben!“

Der meinen Lesern durch seine kritischen Kommentare seit langem bekannte katholische Streiter Klaus Hildebrandt ergänzte den Aufruf Lohmann in seiner typischen Art:

„Berlin ist erneut Veranstaltungsort für den Marsch für das Leben am 19. Sept. 2015, an dem im vergangenen Jahr etwa 6.000 Teilnehmer aus der ganzen Republik mitmachten. Wenn das mal kein ein gutes Omen ist! Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr weiter an Momentum gewinnen werden und das Recht aller Menschen auf Leben in unsere Hauptstadt hineintragen können. Betrachtet die Mitteilung Lohmanns als Auftakt für den Marsch!

Der Text – der auch als Einladung an die Bischöfe gedacht ist – enthält interessante Ausführungen zum Lebensrecht und Stand der Dinge. Ich hoffe weiterhin auf einen Dammbruch, dass ein hoher Bischof endlich den Mut aufbringt mitzumarschieren. Wer sich offen für das Leben und die Nächstenliebe ausspricht und in diesen schwierigen Zeiten Gesicht zeigt, braucht sich wirklich nicht zu schämen. Wenn unser Land so viel Energie in den Lebensschutz und die Familien investieren würde wie in Wirtschaft, Außen- oder Verteidigungspolitik, dann wäre es ein ganz Anderes (…)“

„Ein Herz für ungeborene Kälber“ – kein Herz für ungeborene Kinder?

Soweit Klaus Hildebrandt. Dann reicht er einen Text nach, der auch abgehärtete oder „abgebrühte“ Menschen erschüttern kann:

Abtreibung: Körperteile von toten Babys werden bei Partial-birth-Abtreibungen „geerntet“

„…Es gibt Dinge, worüber man diskutieren kann, aber hier hört es definitiv auf: Gerhard Stumpf (forum-deutscher-katholiken.de] am 16.07.15 an „Verborgene_Empfaenger:

Betreff: Stellungnahme des Forums Deutscher Katholiken zum Schutz der ungeborenen Kälber

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Nachrichten. die die Politik sensibilisieren:

„Leidvoll: Das Schlachten trächtiger Kühe“ – ARD Mediathek

„Kälber ersticken in Gebärmutter“ – Handelsblatt‎

„Die ungeborenen Kälber ersticken langsam“ – Die Welt

„Der Tod der Feten durch einen Mangel an Sauerstoff ist von Schmerzen und Leiden geprägt“, führt das Ministerium in einer Pressemitteilung aus.

Der Landwirtschaftsminister: „Ich möchte, dass wir so bald wie möglich diese Praxis beenden.“

Offensichtlich gibt es viele einflussreiche Menschen, die ein Herz für ungeborene Kälber haben.

Also, vom „Handelsblatt“ bis zur „Welt“ – von den Gutmenschen ganz zu schweigen – Proteste gegen das Schlachten trächtiger Kühe. Und der Herr Bundeslandwirtschaftsminister beeilt sich, dem tief betroffenen Volk mitzuteilen, daß er sich gegen diese „unmenschliche“ (untierische) Praxis ´was einfallen lassen wird.

Abtreibung und Euthanasie ergänzen sich

Daß wir uns nicht mißverstehen: Ich lebe seit frühester Kindheit mit Hunden und Katzen und bin Mitglied im Tierschutzverein. Ich liebe Tiere. Aber ich achte auch die Menschen. Und da stößt mir – und gottseidank nicht nur mir – sauer auf, daß hier gegen das Schlachten trächtiger Kühe lautstarker Protest organisiert wird, während man auf ähnliche Proteste und Pressestimmen(!) gegen das Abschlachten ungeborener Kinder im Mutterleib – verharmlosend „Abtreibung“ genannt – vergeblich wartet. Das Leben, das (medizinisch unbestritten) bereits vor der Geburt beginnt, ist ein Geschenk, das man gerade in einer so reichen Gesellschaft wie der unseren nicht wegwerfen darf. Abtreibung und Euthanasie sind die zwei Seiten einer Medaille.

Dem Vorsitzenden des Forums Deutscher Katholiken, Prof. Gindert, z. B. erwartet von den Politikern erst recht „ein Herz für ungeborene Kinder“.

Hier ist seine Stellungnahme im Namen des Forums Deutscher Katholiken:

„Es ist absolut inakzeptabel, dass trächtige Kühe geschlachtet werden. Deswegen wollen und müssen wir etwas dagegen tun“, sagt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Er wird dabei von den Schlachthausveterinären, von der deutschen Fleischwirtschaft und vom deutschen Bauernverband unterstützt. Was ist die Begründung?

Die ungeborenen Kälber ersticken nach dem Tod der Kuh in einem Prozess, der bis zu 20 Minuten dauern kann. Das sei aus ethischen Gründen nicht vertretbar.

Die Initiative des Bundeslandwirtschaftsministers für die ungeborenen Kälber ist zu begrüßen. Sie provoziert aber gleichzeitig die Frage, ob es ethisch vertretbar ist, dass ungeborene Kinder im Mutterleib getötet werden dürfen?

Auch Abtreibung ist qualvoll!

Die Forderung des Bundeslandwirtschaftsministers verlangt ein Weiterdenken, nämlich dass zum wirksamen Schutz der ungeborenen Kinder das System der rechtswidrigen, aber straffreien Abtreibung geändert werden muss.“

Prof. Dr. Hubert Gindert

(Quelle: https://charismatismus.wordpress.com/201...orenen-kaelber/)

* (Quelle für „Körperteile von toten Babys“: Kopp Online 17.07.2015 21:24)
www.conservo.wordpress.com

*****
Doppelmoral anno 2015: Deutschland und der Schutz der ungeborenen Kälber
Veröffentlicht: 16. Juli 2015 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: LEBENSRECHT (Abtreib./Euthanasie) | Tags: Abtreibung, Kälber, Landwirtschaftsminister, Prof. Dr. Hubert Gindert |Ein Kommentar
Von Prof. Dr. Hubert Gindert

„Es ist absolut inakzeptabel, dass trächtige Kühe geschlachtet werden. Deswegen wollen und müssen wir etwas dagegen tun“, sagt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Er wird dabei von den Schlachthausveterinären, von der deutschen Fleischwirtschaft und vom deutschen Bauernverband unterstützt.

POSTER des ECCLESIA-Plakatdienstes in Münster


Bild: KOMM-MIT-Verlag in Münster
Wie lautet die Begründung?

Die ungeborenen Kälber ersticken nach dem Tod der Kuh in einem Prozess, der bis zu 20 Minuten dauern kann. Das sei aus ethischen Gründen nicht vertretbar.

Die Initiative des Bundeslandwirtschaftsministers für die ungeborenen Kälber ist zu begrüßen. Sie provoziert aber gleichzeitig die Frage, ob es ethisch vertretbar ist, dass ungeborene Kinder im Mutterleib getötet werden dürfen? – Auch eine Abtreibung ist qualvoll!

Die Forderung des Bundeslandwirtschaftsministers verlangt ein Weiterdenken, nämlich dass zum wirksamen Schutz der ungeborenen Kinder das System der rechtswidrigen, aber straffreien Abtreibung geändert werden muss.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert ist Vorsitzender des Dachverbands FORUM DEUTSCHER KATHOLIKEN und Herausgeber der Monatszeitschrift DER FELS

von esther10 04.08.2015 00:39

http://kleinewelt.xobor.de/blog.html

03.08.2015 15:30



Kongress der starken und klaren Worte
Das Treffen „Freude am Glauben“ des Forums Deutscher Katholiken in Fulda gab deutliche Signale für die Synode und die gesellschaftliche Debatte über Ehe und Familie. Von Franz Salzmacher
:

Wollen sich dem Zeitgeist nicht beugen: Teilnehmer und Podiumsgäste des Kongresses „Freude am Glauben“ in Fulda.

Es war ein Kongress der Ehrlichkeit und der klaren Worte. Selten hört man in Deutschland heute auf öffentlichen Veranstaltungen so mutige wie konsequenten Analysen und Aussagen. Das fing an mit der Predigt des Bischofs von Fulda, Heinz Josef Algermissen, beim Pontifikalamt zum Auftakt des 15. Kongresses Freude am Glauben. Das lag sicher auch am Thema; der Kongress stand unter dem Titel: „Ehe und Familie – gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück“. Bischof Algermissen dankte dem Veranstalter, dem Forum der deutschen Katholiken, für die „notwendige Einmischung“ in eine „hochproblematische Entwicklung“. Und er griff gleich selber ein, indem er davor warnte, dem Zeitgeist zu folgen. In deutlichen Worten pries er geradezu die „unauslöschliche Einheit der Ehe“, die Leistungen der Familie, verurteilte die „fatale Umbeugung des Familienbegriffs“, wenn man Familie von Ehe abkoppele, rief dazu auf, Zeugnis zu geben für die Ehe von Mann und Frau als „Keimzelle für Gesellschaft und Kirche“.

Scharf ging er mit der Gender-Ideologie ins Gericht und wer hinhörte, konnte da auch manchen Seitenhieb auf christliche Politiker heraushören. Es herrsche ein „erschreckender Relativismus“, mit Mehrheitsvoten wollten Gremien in Politik, Gesellschaft und Kirche „die christliche Anthropologie von Ehe und Familie abwickeln“. Das gipfele in Erklärungen und Forderungen des ZdK, „gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu segnen, also vor Gott gut zu heißen, was Gott nicht gut nennt“. Die Wahrheit lasse sich aber nicht organisieren. Die Wahrheit könne, zitierte er den Patron Deutschlands, den heiligen Bonifatius, „zwar niedergehalten, aber weder besiegt noch getäuscht werden“. Die Wahrheit werde siegen, aber dafür müsse man ihr auch eine Gasse schlagen.

Genau das hatte der Kongress im Sinn und die Vorträge besorgten das mit Leidenschaft und Augenmaß. Das zeigte sich beispielsweise im Referat von Hedwig von Beverfoerde, der Organisatorin des Aktionsbündnisses „Demo für alle“. Nachdem Renate und Norbert Martin, Mitglieder des Päpstlichen Laienrates, Ehe und Familie als Stiftung Gottes und „Basisinstitution der Gesellschaft“ dargestellt sowie gegenüber totalitären Tendenzen von heute abgegrenzt und der Bischof von Chur, Vitus Huonder, diese Stiftung und ihre Charakteristika durch Bibelstellen theologisch erläutert hatte, machte Hedwig von Beverfoerde den rund 1 500 Teilnehmern Mut: „Es geht um die Deutungshoheit über Ehe, Familie, Sexualität. Dieser Kampf ist noch nicht entschieden“. Das Volk müsse aufgeklärt werden, rot-grüne Koalitionen hätten ohne Parlament, ohne demokratische Debatte per Kabinettsbeschluss 1999 die Genderideologie eingeführt und seither würden ständig neue Geschlechter erfunden, im Moment stehe man bei 4 000. Mit Hilfe der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Weltgesundheitsbehörde wollten linksliberale und rot-grüne Politiker in Kindergärten und Schulen diese Ideologie aufzwingen mit absurden Forderungen und Praktiken wie Masturbation für Vierjährige oder Vorbereitungen in der Grundschule auf das erste Mal. In den Parteien und Gremien finde man wenig Rückhalt, um gegen diesen Unsinn vorzugehen. Das Mitläufertum sei weit verbreitet. Aber vor der Straße habe die Politik Angst, weil dort die Parteien nicht mehr mitmischen könnten. Deshalb müsse man konkret als Bündnis auftreten und gegenhalten. Das tue man seit einigen Monaten und erste Erfolge seien sichtbar. Zum Schutz der Kinder und der normalen Ehe gingen immer mehr Menschen auf die Straße. „Wir müssen die Schweigespirale durchbrechen.“ Die nächste Demonstration ist für den 11. Oktober in Stuttgart vorgesehen.

Kein Blatt vor den Mund nahm auch der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Professor Werner Münch. Er legte nüchtern und schnörkellos dar, wie die Richter des Bundesverfassungsgerichtes „sich immer häufiger und eindeutiger den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen angepasst und sie sogar gefördert“ hätten, indem sie Art. 6 durch Art. 3 (1) unseres Grundgesetzes „ausgehebelt haben“, der lautet: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ Er zählte die einzelnen Urteile aus Karlsruhe und die Initiativen aus der Politik auf und folgerte: „Eine gesetzliche Änderung von Artikel 6 des Grundgesetzes erfolgt nur deshalb nicht, weil die Politik zu feige ist und die politisch notwendige Mehrheit weder im Bundestag noch im Bundesrat hat (noch!)“. Auch die Kirche erinnerte Münch an ihren Auftrag. „Wann endlich sagt unsere Kirche ohne Wenn und Aber, dass es keine Diskriminierung ist, wenn jemand den Vorrang der heterosexuellen Ehe vor gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften betont und gleichzeitig die Gender-Ideologie als menschenverachtend enttarnt? Bis heute warten wir leider immer noch vergebens auf ein solches Hirtenwort.“ Man wolle als römisch-katholischer Christ nicht „immer wieder mit Verweisen auf Zeitgeist und neue Lebenswirklichkeit gelangweilt werden. Die Ehe ist und bleibt ein Sakrament, das nicht zur Disposition steht. Wir brauchen keine ,neuen Lösungen‘, auch keinen ,Paradigmenwechsel‘ und keine ,Verheutigung des Evangeliums‘.“ Wieso müsse, fragte Münch unter dem begeisterten Applaus des Publikums, „der Kern der Wahrheit neu freigelegt werden, wie Kardinal Marx meint“? Jesus Christus habe geoffenbart, „was seine Wahrheit ist, und die ist völlig zeitunabhängig“. Man könne gespannt sein, „wie die katholische Kirche in Deutschland dem Druck widerstehen wird, der im Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte Baden – Württemberg“ aufgebaut ist. Dort wird nämlich unverhohlen gedroht: „Institutionen, die diskriminieren (wie Kirchen)“, sollen keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten. Hochschulen sollen Zuschüsse gekürzt oder gestrichen werden, die „ein veraltetes Menschenbild lehren“. Ob sich dann der eine oder andere Hirte an die Mahnung der „Entweltlichung“ von Papst Benedikt erinnert und daran festhält, dass wir nicht von der Zustimmung der Welt und staatlichen Zuschüssen, sondern in der Nachfolge Christi leben?“

Warum viele Würdenträger und vor allem Politiker sich dem berühmten Zeitgeist beugten, der sich vor allem in den Medien kundtut, erklärte der Journalist Jürgen Liminski in seinem Vortrag „Zwei Welten – Die Medien und die Familie. Daten, Fakten, Trends und ihre mediale Verarbeitung“. Er legte dar, warum der praktische Nihilismus oder Relativismus das Denken der meisten Journalisten beherrsche und mit Verweis auf offizielle Daten, etwa des Statistischen Bundesamtes, wies er nach, wie in vielen vor allem linksliberalen Medien ein Bild von Ehe und Familie gezeichnet werde, das der Wirklichkeit nicht entspricht. Er empfahl, sich vor allem drei Zahlen zu merken, die man in den Medien nicht oder höchst selten finde, die aber für die Einschätzung der sozialen Wirklichkeit in Deutschland einschlägig relevant seien. Diese Zahlen sind erstens, „in rund zwei Drittel der Haushalte mit Kindern ist der Vater vollzeitig und die Mutter mehr oder weniger teilzeitig erwerbstätig, das variiert je nach Kinderzahl“. Er Vollzeit, sie Teilzeit – das sei das „modernisierte Familienbild“. Bleiben Sie also gelassen, so der Publizist, „wenn Sie Kommentare lesen oder hören, die die Ein-Ernährerfamilie oder das modernisierte Familienbild als überholt und altmodisch bezeichnen. Mit diesem Modell liegen Sie im Trend, abgesehen davon, dass das Ihren Kindern und Ihnen selbst gut tut.“ Zweitens, „drei von vier Kindern leben bei ihren beiden leiblichen und verheirateten Eltern, also in einer normalen, traditionellen Familie“. Deutschland sei „eben normaler und in diesem Sinn auch gesünder als man glaubt, wenn man die gesellschaftspolitischen Debatten in den Medien verfolgt“. Das ginge, drittens, „auch aus einer anderen Zahl des Statistischen Bundesamtes hervor, die man sich ebenfalls merken sollte, weil wir demnächst hierzu auch eine Debatte erleben werden und zwar über die Ehe: Fast acht von zehn Paaren in Deutschland leben in Ehe und zwei Drittel aller Ehen halten ein Leben lang.“

Damit verwies er auf einen Aspekt der in der öffentlichen Diskussion gerade über die anstehende Synode in Rom ein gewichtige Rolle spielt: die Haltbarkeit beziehungsweise Unauflöslichkeit der Ehe. Ein Podium mit dem Titel „Die Kirche lässt niemanden allein“ gab eindrucksvoll Zeugnis, wie auch geschiedene Partner dem Sakrament treu bleiben und pastoral betreut werden können. Ein anderes Podium unter der Frage „Was macht Familie zukunftsfähig?“ zeigte auf, was die Familie leistet (sie schenkt Leben, sie bildet Humanvermögen, sie bildet den Nährboden für die Voraussetzungen, von denen Staat und Gesellschaft leben) und dass in dieser unverzichtbaren Leistung auch ihre Zukunftsfähigkeit und Zukunftsnotwendigkeit liege.

Der Religionsphilosophin Hanna Barbara Gerl-Falkovitz blieb es vorbehalten, den inneren Zusammenhang von Liebe, Leib und Leben in wunderbar dichter Sprache aufzuzeigen. Die Ausschließlichkeit, die Zeitlosigkeit der Hingabe, der Leuchtturmcharakter der Ehe für die Menschheit und für die einzelne Person, all das werde von der Kirche als Anker Gottes in den Menschenseelen sozusagen inkarniert. Die Verbindung von Glaube auf der einen und politischer, wirtschaftlicher und medialer Realität auf der anderen Seite, auch die ungeschminkte Darstellung von pastoralen und anthropologischen Aspekten der Wirklichkeit von Ehe und Familie sowie der Gefahren, denen diese Institutionen heute ausgesetzt sind, heben diesen 15. Kongress Freude am Glauben aus den zahlreichen Veranstaltungen zu dieser Thematik hervor. Bischof Algermissen sagte es so: „Die Art, wie Gott liebt, ist der Maßstab der ehelichen Liebe“, der Stellenwert der Ehe, ihre Unauflöslichkeit „darf nicht infrage gestellt werden“.

Mit einem Gottesdienst im Dom zu Fulda, dem der Prager Kardinal Dominik Jaroslav Duka vorstand, ging der diesjährige Kongress „Freude am Glauben“ des Forums Deutscher Katholiken zu Ende. In seiner Predigt hob Kardinal Duka, auf das Kongress-Motto „Freude am Glauben“ eingehend, hervor, der Glaube entspringe der Verkündigung des Evangeliums, das eine gute und glückliche Botschaft sei. Duka erinnerte an Maria Magdalena, deren Worte „Er lebt! Er ist auferstanden!“ den Aposteln nach biblischem Bericht wieder Hoffnung und Freude gebracht hätten. „Ohne diese Freude“, so Duka, „ist unser Glaube tot.
tagespost

von esther10 04.08.2015 00:27

http://kleinewelt.xobor.de/blog.html

Exekution von Shafqat Hussain
Mit 14 zum Tode verurteilt, elf Jahre später hingerichtet
04.08.2015, 09:00 Uhr | Spiegel Online


Die Eltern von Shafqat Hussain mit einem Bild ihres Sohnes, der nun hingerichtet wurde. (Quelle: dpa)

Alle Gnadengesuche waren vergebens: Pakistan hat den verurteilten Mörder Shafqat Hussain gehängt. Bei seiner Verhaftung war er 14 Jahre alt, das Geständnis hatte der Analphabet nach tagelanger Folter unterschrieben.

Vier Mal schon hatte Pakistans Justiz die Hinrichtung Shafqat Hussains angesetzt, vier Mal wurde die Exekution in letzter Minute verschoben. Nun ist das Todesurteil im Zentralgefängnis von Karatschi vollstreckt worden. Hussain wurde gehängt, das berichten die pakistanische Zeitung "Dawn" und der Fernsehsender Geo TV übereinstimmend.

Der Mann soll 2004 einen siebenjährigen Jungen entführt und umgebracht haben. Das behauptet die Polizei von Karatschi, und dieser Einschätzung folgten drei Gerichte. Einen Beweis für Hussains Täterschaft gibt es nicht. Einzig ein Geständnis liegt vor, das Hussain, der Analphabet, nach neun Tagen Folter unterschrieb.

Polizei machte ihn älter

Damals war er gerade einmal 14 Jahre alt, das ist durch seine Geburtsurkunde belegt. Die Polizei gab sein Alter zum Zeitpunkt der Verhaftung mit 23 an - die Richter glaubten dieser Darstellung. Alle Appelle der Organisation "Justice Project Pakistan" (JPP), Hussains Alter von Ärzten bestimmen zu lassen, blieben unerhört. Erst im vergangenen Monat hatte das Oberste Gericht in Islamabad einen entsprechenden Antrag abgelehnt. Stattdessen beriefen sich die Richter auf Gefängnisunterlagen

Das JPP kümmert sich um benachteiligte Strafgefangene und übernahm in den vergangenen Jahren Hussains Verteidigung. Sein Pflichtverteidiger während des Prozesses 2004 vor einem Anti-Terror-Gericht hatte seine Aufgaben nicht erfüllt und das jugendliche Alter seines Mandanten außer Acht gelassen.

Trotzdem hatte es lange so ausgesehen, als komme Hussain mit dem Leben davon. 2008 setzte Pakistan die Vollstreckung von Todesurteilen aus. Hussain lernte im Gefängnis lesen und schreiben.

Pakistan vollstreckt mehr Todesurteile

Als im vergangenen Dezember ein Taliban-Kommando eine Schule in Peschawar stürmte und 145 Menschen tötete, darunter 132 Kinder, beendete die Regierung den Hinrichtungsstopp für Terrorfälle mit sofortiger Wirkung, um Härte zu demonstrieren. Seither hat Pakistan rund 180 Verurteilte exekutiert.

Am Dienstagmorgen durfte Hussain seine Familienangehörigen zum letzten Mal sehen. Kurz darauf trat er vor seinen Henker.
http://www.t-online.de/nachrichten/panor...elf-jahren.html

von esther10 04.08.2015 00:20

SCHREIBEN VON PAPST
BENEDIKT XVI.
ZUM BEGINN DES PRIESTERJAHRES
ANLÄSSLICH DES 150. JAHRESTAGES DES "DIES NATALIS"


VON JOHANNES MARIA VIANNEY



Liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst,

am kommenden Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu, Freitag, dem 19. Juni 2009 – dem Tag, der traditionsgemäß dem Gebet um die Heiligung der Priester gewidmet ist – möchte ich anläßlich des 150. Jahrestags des „dies natalis“ von Johannes Maria Vianney, dem Schutzheiligen aller Pfarrer der Welt[1], offiziell ein „Jahr der Priester“ ausrufen. Dieses Jahr, das dazu beitragen möchte, das Engagement einer inneren Erneuerung aller Priester für ein noch stärkeres und wirksameres Zeugnis für das Evangelium in der Welt von heute zu fördern, wird 2010 wiederum an diesem Hochfest seinen Abschluß finden. „Das Priestertum ist die Liebe des Herzens Jesu“, pflegte der heilige Pfarrer von Ars zu sagen.[2] Diese bewegende Formulierung veranlaßt uns vor allem, uns innerlich angerührt und dankbar bewußt zu werden, welch unermeßliches Geschenk die Priester nicht nur für die Kirche, sondern auch für die Menschheit überhaupt sind. Ich denke an all die Priester, die in Demut Tag für Tag den Christgläubigen und der ganzen Welt die Worte und Taten Christi nahebringen, indem sie versuchen, mit ihren Gedanken, ihrem Willen, ihren Gefühlen und ihrem gesamten Lebensstil mit ihm übereinzustimmen. Wie könnte man es versäumen, ihre apostolischen Mühen, ihren unermüdlichen und verborgenen Dienst und ihre im Grunde allumfassende Liebe zu unterstreichen? Und was soll man zu der mutigen Treue so vieler Priester sagen, die – wenn auch inmitten von Schwierigkeiten und Unverständnis – ihrer Berufung treu bleiben, „Freunde Christi“ zu sein, die von ihm in besonderer Weise gerufen, erwählt und ausgesandt sind?

Ich selbst trage noch die Erinnerung an den ersten Pfarrer im Herzen, an dessen Seite ich meinen Dienst als junger Priester ausübte: Er hinterließ mir das Beispiel einer rückhaltlosen Hingabe an seine seelsorgliche Aufgabe bis zu seinem Tod, der ihn ereilte, als er einem Schwerkranken das Sakrament der Wegzehrung brachte. Und dann kommen mir die unzähligen Mitbrüder in den Sinn, denen ich begegnet bin und immer noch begegne, auch während meiner Pastoralreisen in die verschiedenen Nationen – Mitbrüder, die großherzig in der täglichen Ausübung ihres priesterlichen Dienstes aufgehen. Aber die vom heiligen Pfarrer von Ars gebrauchte Formulierung ruft auch die Erinnerung an das durchbohrte Herz Christi und an die Dornenkrone auf seinem Haupt wach. Folglich gehen die Gedanken zu den unzähligen Situationen des Leidens, in die viele Priester hineingezogen sind, sei es weil sie Anteil nehmen an den menschlichen Erfahrungen von Schmerz in der Vielfalt seiner Ausdrucksformen, sei es weil sie bei denjenigen, denen ihr Dienst gilt, auf Unverständnis stoßen: Wie könnte man die vielen Priester vergessen, die in ihrer Würde verletzt, in ihrer Sendung behindert, manchmal sogar bis hin zum extremen Zeugnis der Hingabe des eigenen Lebens verfolgt werden?

Leider gibt es auch Situationen, die nie genug beklagt werden können, in denen es die Kirche selber ist, die leidet, und zwar wegen der Untreue einiger ihrer Diener. Die Welt findet dann darin Grund zu Anstoß und Ablehnung. Was in solchen Fällen der Kirche am hilfreichsten sein kann, ist weniger die eigensinnige Aufdeckung der Schwächen ihrer Diener, als vielmehr das erneute und frohe Bewußtsein der Größe des Geschenkes Gottes, das in leuchtender Weise Gestalt angenommen hat in großherzigen Hirten, in von brennender Liebe zu Gott und den Menschen erfüllten Ordensleuten, in erleuchteten und geduldigen geistlichen Führern. In diesem Zusammenhang können die Lehren und die Beispiele des heiligen Johannes Maria Vianney allen einen bedeutsamen Anhaltspunkt bieten: Der Pfarrer von Ars war äußerst demütig, doch er wußte, daß er als Priester ein unermeßliches Geschenk für seine Leute war: „Ein guter Hirte, ein Hirte nach dem Herzen Gottes, ist der größte Schatz, den der liebe Gott einer Pfarrei gewähren kann, und eines der wertvollsten Geschenke der göttlichen Barmherzigkeit.“[3] Er sprach vom Priestertum, als könne er die Größe der dem Geschöpf Mensch anvertrauten Gabe und Aufgabe einfach nicht fassen: „Oh, wie groß ist der Priester! … Wenn er sich selbst verstünde, würde er sterben … Gott gehorcht ihm: Er spricht zwei Sätze aus, und auf sein Wort hin steigt der Herr vom Himmel herab und schließt sich in eine kleine Hostie ein…“[4] Und als er seinen Gläubigen die Bedeutsamkeit der Sakramente erklärte, sagte er: „Ohne das Sakrament der Weihe hätten wir den Herrn nicht. Wer hat ihn da in den Tabernakel gesetzt? Der Priester. Wer hat Eure Seele beim ersten Eintritt in das Leben aufgenommen? Der Priester. Wer nährt sie, um ihr die Kraft zu geben, ihre Pilgerschaft zu vollenden? Der Priester. Wer wird sie darauf vorbereiten, vor Gott zu erscheinen, indem er sie zum letzten Mal im Blut Jesu Christi wäscht? Der Priester, immer der Priester. Und wenn diese Seele [durch die Sünde] stirbt, wer wird sie auferwecken, wer wird ihr die Ruhe und den Frieden geben? Wieder der Priester … Nach Gott ist der Priester alles! … Erst im Himmel wird er sich selbst recht verstehen.“[5] Diese Aussagen, die aus dem priesterlichen Herzen eines heiligen Priesters hervorgegangen sind, mögen übertrieben erscheinen. Doch in ihnen offenbart sich die außerordentliche Achtung, die er dem Sakrament des Priestertums entgegenbrachte. Er schien überwältigt von einem grenzenlosen Verantwortungsbewußtsein: „Wenn wir recht begreifen würden, was ein Priester auf Erden ist, würden wir sterben: nicht vor Schreck, sondern aus Liebe … Ohne den Priester würden der Tod und das Leiden unseres Herrn zu nichts nützen. Der Priester ist es, der das Werk der Erlösung auf Erden fortführt … Was nützte uns ein Haus voller Gold, wenn es niemanden gäbe, der uns die Tür dazu öffnet? Der Priester besitzt den Schlüssel zu den himmlischen Schätzen: Er ist es, der die Tür öffnet; er ist der Haushälter des lieben Gottes; der Verwalter seiner Güter … Laßt eine Pfarrei zwanzig Jahre lang ohne Priester, und man wird dort die Tiere anbeten … Der Priester ist nicht Priester für sich selbst, er ist es für euch.“[6]

Als er nach Ars, einem kleinen Dorf mit 230 Einwohnern, kam, war er vom Bischof bereits vorgewarnt worden, daß er eine religiös prekäre Situation vorfinden werde: „Es gibt in dieser Pfarrei nicht viel Liebe zu Gott; Sie werden sie dort einführen.“ Folglich war er sich völlig bewußt, daß er dorthin gehen mußte, um die Gegenwart Christi zu verkörpern, indem er dessen heilbringende Sanftmut bezeugte. „[Mein Gott,] gewährt mir die Bekehrung meiner Pfarrei; ich will dafür alles erleiden, was Ihr wollt, mein ganzes Leben lang!“ – mit diesem Gebet begann er seine Mission.[7] Der Bekehrung seiner Pfarrei widmete sich der heilige Pfarrer mit all seinen Kräften und stellte die christliche Bildung des ihm anvertrauten Volkes in all seinem Denken an erste Stelle. Liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst, erbitten wir vom Herrn Jesus die Gnade, daß auch wir die pastorale Methode des Johannes Maria Vianney erlernen können! Was wir als erstes lernen müssen, ist die völlige Identifizierung mit der eigenen Aufgabe. In Jesus fallen Person und Sendung im Grunde zusammen: Sein gesamtes Heilshandeln war und ist Ausdruck seines „Sohn-Ich“, das von Ewigkeit her vor dem Vater steht in einer Haltung liebevoller Unterwerfung unter dessen Willen. In bescheidener und doch wahrer Analogie muß auch der Priester diese Identifizierung anstreben. Natürlich geht es nicht darum zu vergessen, daß die substanzielle Wirksamkeit des Dienstes von der Heiligkeit des Priesters unabhängig bleibt; doch man darf auch die außerordentliche Fruchtbarkeit nicht außer Acht lassen, die aus dem Zusammentreffen der objektiven Heiligkeit des Dienstes und der subjektiven des Priesters hervorgeht. Der Pfarrer von Ars begann sofort mit dieser demütigen und geduldigen Arbeit, sein Leben als Priester mit der Heiligkeit des ihm anvertrauten Dienstes in Einklang zu bringen und sagte, daß er sogar materiell in seiner Pfarrkirche „wohne“: „Kaum war er angekommen, wählte er die Kirche zu seinem Wohnsitz … Vor dem Morgenrot betrat er die Kirche und kam erst nach dem abendlichen Angelus wieder heraus. Dort mußte man ihn suchen, wenn man ihn brauchte“, heißt es in seiner ersten Biographie.[8]

Die fromme Übertreibung des ehrfurchtsvollen Hagiographen darf uns nicht veranlassen zu übersehen, daß der heilige Pfarrer auch aktiv im gesamten Gebiet seiner Pfarrei zu „wohnen“ verstand: Er besuchte systematisch die Kranken und die Familien; er organisierte Volksmissionen und Patronatsfeste; er sammelte und verwaltete Geld für seine karitativen und missionarischen Werke; er verschönerte seine Kirche und stattete sie mit Kirchengerät aus; er kümmerte sich um die Waisenmädchen der „Providence“ (einer von ihm gegründeten Einrichtung) und ihre Erzieherinnen; er kümmerte sich um die Schulausbildung der Kinder; er gründete Bruderschaften und forderte die Laien zur Zusammenarbeit mit ihm auf.

Sein Beispiel veranlaßt mich, das Feld der Zusammenarbeit zu betonen, das immer mehr auf die gläubigen Laien auszudehnen ist, mit denen die Priester das eine priesterliche Volk bilden[9] und in deren Mitte sie leben, um kraft des Weihepriestertums „alle zur Einheit in der Liebe zu führen, 'indem sie in Bruderliebe einander herzlich zugetan sind, in Ehrerbietung einander übertreffen' (Röm 12, 10)“.[10] In diesem Zusammenhang ist an die lebhafte Aufforderung zu erinnern, mit der das Zweite Vatikanische Konzil die Priester ermutigt, „die Würde der Laien und die bestimmte Funktion, die den Laien für die Sendung der Kirche zukommt, wahrhaft [zu] erkennen und [zu] fördern … Sie sollen gern auf die Laien hören, ihre Wünsche brüderlich erwägen und ihre Erfahrung und Zuständigkeit in den verschiedenen Bereichen des menschlichen Wirkens anerkennen, damit sie gemeinsam mit ihnen die Zeichen der Zeit erkennen können.“[11]

Seine Pfarreimitglieder belehrte der heilige Pfarrer vor allem mit dem Zeugnis seines Lebens. Durch sein Vorbild lernten die Gläubigen zu beten und für einen Besuch beim eucharistischen Jesus gern vor dem Tabernakel zu verharren.[12] „Es ist nicht nötig, viel zu sprechen, um gut zu beten“, erklärte ihnen der Pfarrer. „Man weiß, daß Jesus dort ist, im heiligen Tabernakel: Öffnen wir ihm unser Herz, freuen wir uns über seine heilige Gegenwart. Das ist das beste Gebet.“[13] Und er ermunterte sie: „Kommt zur Kommunion, meine Brüder, kommt zu Jesus. Kommt, um von ihm zu leben, damit ihr mit ihm leben könnt…“[14] „Es stimmt, daß ihr dessen nicht würdig seid, aber ihr habt es nötig!“[15] Diese Erziehung der Gläubigen zur eucharistischen Gegenwart und zum Kommunionempfang wurde besonders wirkkräftig, wenn die Gläubigen ihn das heilige Meßopfer zelebrieren sahen. Wer ihm beiwohnte, sagte, daß „es nicht möglich war, eine Gestalt zu finden, welche die Anbetung besser ausgedrückt hätte … Er betrachtete die Hostie liebevoll“.[16] „Alle guten Werke zusammen wiegen das Meßopfer nicht auf, denn sie sind Werke von Menschen, während die heilige Messe Werk Gottes ist“[17], sagte er. Er war überzeugt, daß von der Messe der ganze Eifer eines Priesterlebens abhängt: „Die Ursache der Erschlaffung des Priesters liegt darin, daß er bei der Messe nicht aufmerksam ist! Mein Gott, wie ist ein Priester zu beklagen, der so zelebriert, als ob er etwas Gewöhnliches täte!“[18] Und er hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, bei der Zelebration immer auch das eigene Leben aufzuopfern: „Wie gut tut ein Priester, wenn er Gott allmorgendlich sich selbst als Opfer darbringt!“[19]

Dieses persönliche Sicheinfühlen in das Kreuzesopfer führte ihn – in einer einzigen inneren Bewegung – vom Altar zum Beichtstuhl. Die Priester dürften niemals resignieren, wenn sie ihre Beichtstühle verlassen sehen, noch sich darauf beschränken, die Abneigung der Gläubigen gegenüber diesem Sakrament festzustellen. Zur Zeit des heiligen Pfarrers war in Frankreich die Beichte weder einfacher, noch häufiger als in unseren Tagen, da der eisige Sturm der Revolution die religiöse Praxis auf lange Zeit erstickt hatte. Doch er versuchte auf alle Arten, durch Predigt und überzeugenden Ratschlag, die Mitglieder seiner Pfarrei die Bedeutung und die Schönheit der sakramentalen Buße neu entdecken zu lassen, indem er sie als eine mit der eucharistischen Gegenwart innerlich verbundene Notwendigkeit darstellte. Auf diese Weise verstand er, einen Kreislauf der Tugend in Gang zu setzen. Durch seine langen Aufenthalte in der Kirche vor dem Tabernakel erreichte er, daß die Gläubigen begannen, es ihm nachzutun; sie begaben sich dorthin, um Jesus zu besuchen, und waren zugleich sicher, den Pfarrer anzutreffen, der bereit war zum Hören und zum Vergeben. Später war es dann die wachsende Menge der Bußfertigen aus ganz Frankreich, die ihn bis zu 16 Stunden täglich im Beichtstuhl hielt. Man sagte damals, Ars sei „das große Krankenhaus der Seelen“[20] geworden. „Die Gnade, die er empfing [für die Bekehrung der Sünder], war so stark, daß sie ihnen nachging, ohne ihnen einen Moment der Ruhe zu lassen“, sagt der erste Biograph.[21] Der heilige Pfarrer sah das nicht anders, wenn er sagte: „Nicht der Sünder ist es, der zu Gott zurückkehrt, um ihn um Vergebung zu bitten, sondern Gott selbst läuft dem Sünder nach und läßt ihn zu sich zurückkehren.“[22] „Dieser gute Heiland ist so von Liebe erfüllt, daß er uns überall sucht.“[23]

Wir Priester müßten alle spüren, daß jene Worte, die er Christus in den Mund legte, uns persönlich angehen: „Ich beauftrage meine Diener, den Sündern zu verkünden, daß ich immer bereit bin, sie zu empfangen, daß meine Barmherzigkeit unbegrenzt ist.“[24] Vom heiligen Pfarrer von Ars können wir Priester nicht nur ein unerschöpfliches Vertrauen in das Bußsakrament lernen, das uns drängt, es wieder ins Zentrum unserer pastoralen Sorge zu setzen, sondern auch die Methode des „Dialogs des Heils“, der sich darin vollziehen muß. Der Pfarrer von Ars hatte gegenüber den verschiedenen Büßern eine jeweils unterschiedliche Verhaltensweise. Wer zu seinem Beichtstuhl kam, weil er von einem inneren und demütigen Bedürfnis nach der Vergebung Gottes angezogen war, fand bei ihm die Ermutigung, in den „Strom der göttlichen Barmherzigkeit“ einzutauchen, der in seiner Wucht alles mit sich fortreißt. Und wenn jemand niedergeschlagen war beim Gedanken an seine Schwäche und Unbeständigkeit und sich vor zukünftigen Rückfällen fürchtete, offenbarte der Pfarrer ihm das Geheimnis Gottes mit einem Ausspruch von rührender Schönheit: „Der liebe Gott weiß alles. Noch bevor ihr sündigt, weiß er schon, daß ihr wieder sündigen werdet, und trotzdem vergibt er euch. Wie groß ist die Liebe unseres Gottes, der so weit geht, freiwillig die Zukunft zu vergessen, nur damit er uns vergeben kann!“[25] Wer sich dagegen lau und fast gleichgültig anklagte, dem bot er durch seine eigenen Tränen die ernste und erlittene deutliche Einsicht, wie „abscheulich“ diese Haltung sei: „Ich weine, weil ihr nicht weint“[26], sagte er. „Wenn der Herr bloß nicht so gut wäre! Aber er ist so gut! Man muß ein Barbar sei, um sich einem so guten Vater gegenüber so zu verhalten!“[27] Er ließ die Reue im Herzen der Lauen aufkommen, indem er sie zwang, das im Gesicht des Beichtvaters gleichsam „verkörperte“ Leiden Gottes wegen der Sünden mit eigenen Augen zu sehen. Wer sich dagegen voll Verlangen und fähig zu einem tieferen geistlichen Leben zeigte, dem öffnete er weit die Tiefen der Liebe, indem er ihm erklärte, wie unbeschreiblich schön es ist, mit Gott vereint und in seiner Gegenwart zu leben: „Alles unter den Augen Gottes, alles mit Gott, alles, um Gott zu gefallen … Wie schön ist das!“[28] Und er lehrte sie zu beten: „Mein Gott, erweise mir die Gnade, dich so sehr wie nur möglich zu lieben.“[29]

Der Pfarrer von Ars hat in seiner Zeit das Herz und das Leben so vieler Menschen zu verwandeln vermocht, weil es ihm gelungen ist, sie die barmherzige Liebe des Herrn wahrnehmen zu lassen. Auch in unserer Zeit ist eine solche Verkündigung und ein solches Zeugnis der Wahrheit der Liebe dringend: Deus caritas est (1 Joh 4, 8). Mit dem Wort und den Sakramenten seines Jesus wußte Johannes Maria Vianney sein Volk aufzubauen, auch wenn er, überzeugt von seiner persönlichen Unzulänglichkeit, oft schauderte, so daß er mehrmals wünschte, sich der Verantwortung des Dienstes in der Pfarrei zu entziehen, dessen er sich unwürdig fühlte. Trotzdem blieb er in vorbildlichem Gehorsam stets an seinem Posten, denn die apostolische Leidenschaft für das Heil der Seelen verzehrte ihn. Durch eine strenge Askese versuchte er, seiner Berufung völlig nachzukommen: „Das große Unglück für uns Pfarrer“, beklagte der Heilige, „besteht darin, daß die Seele abstumpft“[30], und er meinte damit ein gefährliches Sich-Gewöhnen des Hirten an den Zustand der Sünde oder der Gleichgültigkeit, in der viele seiner Schafe leben. Mit Wachen und Fasten zügelte er den Leib, um zu vermeiden, daß dieser sich seiner priesterlichen Seele widersetzte. Und er schreckte nicht davor zurück, sich selbst zu kasteien zum Wohl der ihm anvertrauten Seelen und um zur Sühne all der Sünden beizutragen, die er in der Beichte gehört hatte. Einem priesterlichen Mitbruder erklärte er: „Ich verrate Euch mein Rezept: Ich gebe den Sündern eine kleine Buße auf, und den Rest tue ich an ihrer Stelle.“[31] Jenseits der konkreten Bußübungen, denen der Pfarrer von Ars sich unterzog, bleibt in jedem Fall der Kern seiner Lehre für alle gültig: die Seelen sind mit dem Blut Jesu erkauft, und der Priester kann sich nicht ihrer Rettung widmen, wenn er sich weigert, sich persönlich an dem „teuren Preis“ ihrer Erlösung zu beteiligen.

In der Welt von heute ist es ebenso nötig wie in den schwierigen Zeiten des Pfarrers von Ars, daß die Priester sich in ihrem Leben und Handeln durch ein starkes Zeugnis für das Evangelium auszeichnen. Paul VI. hat zu Recht bemerkt: „Der heutige Mensch hört lieber auf Zeugen als auf Gelehrte, und wenn er auf Gelehrte hört, dann deshalb, weil sie Zeugen sind.“[32] Damit in uns nicht eine existenzielle Leere entsteht und die Wirksamkeit unseres Dienstes nicht gefährdet wird, müssen wir uns immer neu fragen: „Sind wir wirklich durchtränkt vom Wort Gottes? Ist es wirklich die Nahrung, von der wir leben, mehr als vom Brot und von den Dingen dieser Welt? Kennen wir es wirklich? Lieben wir es? Gehen wir innerlich damit um, so daß es wirklich unser Leben prägt, unser Denken formt?“[33] Wie Jesus die Zwölf rief, damit sie bei ihm sein sollten (vgl. Mk 3, 14), und sie erst danach zum Predigen aussandte, so sind auch in unseren Tagen die Priester berufen, jenen „neuen Lebensstil“ anzunehmen, den Jesus, der Herr, eingeführt hat und den die Apostel sich zu eigen gemacht haben.[34]

Gerade die rückhaltlose Annahme dieses „neuen Lebensstils“ war ein Merkmal des priesterlichen Einsatzes des Pfarrers von Ars. In der Enzyklika Sacerdotii nostri primordia, die 1959, hundert Jahre nach dem Tod von Johannes Maria Vianney, publiziert wurde, stellte Johannes XXIII. dessen asketische Wesensart unter besonderer Bezugnahme auf das Thema der „drei evangelischen Räte“ dar, die er auch für die Priester als notwendig erachtete: „Auch wenn dem Priester zur Erlangung dieser Heiligkeit des Lebens die Verwirklichung der evangelischen Räte nicht aufgrund seines klerikalen Standes auferlegt ist, bietet sie sich ihm wie allen Jüngern des Herrn doch als der normale Weg der christlichen Heiligung an.“[35] Der Pfarrer von Ars verstand es, die „evangelischen Räte“ in der seiner Situation als Priester angemessenen Weise zu leben. Seine Armut war nämlich nicht die eines Ordensmannes bzw. eines Mönches, sondern die, welche von einem Weltpriester erwartet wird: Obwohl er mit viel Geld wirtschaftete (da die wohlhabenderen Pilger nicht versäumten, sich seiner karitativen Werke anzunehmen), wußte er, daß alles seiner Kirche, seinen Armen, seinen Waisen, den Mädchen seiner „Providence“[36], den am meisten notleidenden Familien zugedacht war. Darum war er „reich, um den anderen zu geben, und sehr arm für sich selbst“.[37] Er erklärte: „Mein Geheimnis ist einfach: Alles geben und nichts behalten.“[38] Wenn er mit leeren Händen dastand, sagte er zufrieden zu den Armen, die sich an ihn wendeten: „Heute bin ich arm wie ihr, bin einer von euch.“[39] So konnte er am Ende seines Lebens in aller Ruhe sagen: „Ich habe nichts mehr. Nun kann der liebe Gott mich rufen, wann er will!“[40] Auch seine Keuschheit war so, wie sie für den Dienst eines Priesters nötig ist. Man kann sagen, es war die angemessene Keuschheit dessen, der gewöhnlich die Eucharistie berühren muß und der sie gewöhnlich mit der ganzen Begeisterung seines Herzens betrachtet und sie mit derselben Begeisterung seinen Gläubigen reicht. Man sagte von ihm, „die Keuschheit strahle in seinem Blick“, und die Gläubigen bemerkten es, wenn er mit den Augen eines Verliebten zum Tabernakel schaute.[41] Auch der Gehorsam von Johannes Maria Vianney war ganz und gar verkörpert in der leidvoll errungenen inneren Einwilligung in die täglichen Anforderungen seines Amtes. Es ist bekannt, wie sehr ihn der Gedanke an seine Unzulänglichkeit für den Dienst des Pfarrers quälte und wie sehr ihn der Wunsch umtrieb, zu fliehen „um in Einsamkeit sein armes Leben zu beweinen“.[42] Nur der Gehorsam und seine Leidenschaft für die Seelen konnten ihn überzeugen, an seinem Platz zu bleiben. Sich selbst und seinen Gläubigen erklärte er: „Es gibt nicht zwei gute Arten, Gott zu dienen. Es gibt nur eine einzige: ihm so zu dienen, wie er es will.“[43] Die goldene Regel für ein Leben im Gehorsam schien ihm diese zu sein: „Nur das tun, was dem lieben Gott dargebracht werden kann.“[44]

Im Zusammenhang mit der Spiritualität, die durch die Übung der evangelischen Räte gefördert wird, möchte ich die Priester in diesem ihnen gewidmeten Jahr gern ganz besonders dazu aufrufen, den neuen Frühling zu nutzen, den der Geist in unseren Tagen in der Kirche hervorbringt, nicht zuletzt durch die kirchlichen Bewegungen und die neuen Gemeinschaften. „Der Geist ist vielfältig in seinen Gaben … Er weht, wo er will. Er tut es auf unerwartete Weise, an unerwarteten Orten und in vorher nicht ausgedachten Formen … aber er zeigt uns auch, daß er auf den einen Leib hin und in der Einheit des einen Leibes wirkt.“[45] In diesem Zusammenhang gilt die Anweisung des Dekretes Presbyterorum ordinis: „Sie [die Priester] sollen die Geister prüfen, ob sie aus Gott sind, und die vielfältigen Charismen der Laien, schlichte und bedeutendere, mit Glaubenssinn aufspüren, freudig anerkennen und mit Sorgfalt hegen.“[46] Diese Gaben, die viele zu einem höheren geistlichen Leben drängen, können nicht nur den gläubigen Laien, sondern den Priestern selbst hilfreich sein. Aus dem Miteinander von geweihten Amtsträgern und Charismen kann nämlich „ein gesunder Impuls für ein neues Engagement der Kirche in der Verkündigung und im Zeugnis des Evangeliums der Hoffnung und der Liebe in allen Teilen der Welt“ entspringen.[47] Außerdem möchte ich in Bezugnahme auf das Apostolische Schreiben Pastores dabo vobis von Papst Johannes Paul II. ergänzen, daß das geweihte Amt eine radikale „Gemeinschaftsform“ hat und nur in der Gemeinschaft der Presbyter mit ihrem Bischof erfüllt werden kann.[48] Es ist nötig, daß diese im Weihesakrament begründete und in der Konzelebration ausgedrückte Gemeinschaft der Priester untereinander und mit ihrem Bischof sich in den verschiedenen konkreten Formen einer effektiven und affektiven priesterlichen Brüderlichkeit verwirklicht.[49] Nur so können die Priester die Gabe des Zölibats vollends leben und sind fähig, christliche Gemeinschaften aufblühen zu lassen, in denen sich die Wunder der ersten Verkündigung des Evangeliums wiederholen.

Das Paulusjahr, das sich seinem Ende zuneigt, richtet unsere Gedanken auch auf den Völkerapostel, in dem vor unseren Augen ein glänzendes Beispiel eines ganz und gar seinem Dienst „hingegebenen“ Priesters aufleuchtet. „Die Liebe Christi hat uns in Besitz genommen“, schreibt er, „da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben“ (vgl. 2 Kor 5, 14). Und er fügt hinzu: „Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde“ (2 Kor 5, 15). Gibt es ein besseres Programm, das man einem Priester vorschlagen könnte, der damit beschäftigt ist, auf dem Weg der christlichen Vollkommenheit voranzuschreiten?

Liebe Priester, die Feier des 150. Todestags des heiligen Johannes Maria Vianney (1859) schließt sich unmittelbar an die kaum abgeschlossenen Feiern zum 150. Jahrestag der Erscheinungen von Lourdes (1858) an. Schon 1959 hatte der selige Papst Johannes XXIII. bemerkt: „Kurz bevor der Pfarrer von Ars seine lange verdienstvolle Laufbahn beendet hatte, war in einem anderen Teil Franreichs die Unbefleckte Jungfrau einem demütigen und reinen Mädchen erschienen, um ihm eine Botschaft des Gebetes und der Buße zu übermitteln, deren enorme geistliche Resonanz seit einem Jahrhundert wohlbekannt ist. Tatsächlich war das Leben des heiligen Priesters, dessen Gedenken wir feiern, im voraus eine lebendige Darstellung der großen übernatürlichen Wahrheiten, die der Seherin von Massabielle vermittelt wurden. Er selbst hegte für die Unbefleckte Empfängnis der Allerseligsten Jungfrau eine glühende Verehrung – er, der 1836 seine Pfarrei der ohne Sünde empfangenen Maria geweiht hatte und dann die dogmatische Definition von 1854 mit so viel Glauben und Freude aufnehmen sollte.“[50] Der heilige Pfarrer erinnerte seine Gläubigen immer daran, daß „Jesus Christus, nachdem er uns alles gegeben hatte, was er uns geben konnte, uns noch das Wertvollste als Erbe hinterlassen wollte, das er besitzt, nämlich seine Mutter“[51].

Der Allerseligsten Jungfrau vertraue ich dieses Jahr der Priester an und bitte sie, im Innern jedes Priesters eine großherzige Wiederbelebung jener Ideale der völligen Hingabe an Christus und an die Kirche auszulösen, die das Denken und Handeln des heiligen Pfarrers von Ars bestimmten. Mit seinem eifrigen Gebetsleben und seiner leidenschaftlichen Liebe zum gekreuzigten Jesus nährte Johannes Maria Vianney seine tägliche rückhaltlose Hingabe an Gott und an die Kirche. Möge sein Beispiel die Priester zu jenem Zeugnis der Einheit mit dem Bischof, untereinander und mit den Laien bewegen, das heute wie immer so notwendig ist. Trotz des Übels, das es in der Welt gibt, sind die Worte Christi an seine Apostel im Abendmahlssaal stets aktuell: „In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt“ (Joh 16, 33). Der Glaube an den göttlichen Meister gibt uns die Kraft, vertrauensvoll in die Zukunft zu schauen. Liebe Priester, Christus rechnet mit euch. Nach dem Beispiel des heiligen Pfarrers von Ars laßt euch von ihm vereinnahmen, dann seid in der Welt von heute auch ihr Boten der Hoffnung, der Versöhnung und des Friedens!

Von Herzen erteile ich euch meinen Segen.

Aus dem Vatikan, am 16. Juni 2009
http://w2.vatican.va/content/benedict-xv...acerdotale.html
BENEDICTUS PP. XVI




von esther10 03.08.2015 23:36

Almosenmeister: Caritas des Papstes macht keine Ferien
Im Sommer besonders großer Andrang bei Petersplatz-Duschräumen für Obdachlose

Vatikanstadt, 03.08.2015 (KAP) Während die Römer vor der Sommerhitze ans Meer oder in die Berge fliehen und viele Geschäfte schließen, haben die kirchlichen Sozialdienste immer mehr zu tun. Insbesondere die Caritas des Papstes arbeitet auf Hochtouren. "Wir sind der Bereitschaftsdienst von Papst Franziskus, für uns gibt es keine Ferien", betonte Bischof Konrad Krajewski, der Almosenmeister des Papstes, am Wochenende auf "Radio Vatikan".

Da etliche Sozialeinrichtungen Sommerpause machen oder ihren Dienst reduzierten, rückten er und seine Helfer jeden Abend mit dem Bus zum Hauptbahnhof Termini oder nach Tiburtina aus, um Lebensmittel zu verteilen. Manche Mensen für Armenspeisungen blieben während der heißesten Sommerwochen geschlossen. Daher sei die Verpflegung insbesondere der Obdachlosen ein besonderes Problem, so Krajewski. Das Geld für den Kauf der Lebensmittel stamme aus Spenden und dem Verkauf von päpstlichen Segensurkunden, die sein Amt nach Überprüfung von Vorgaben zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder Jubiläen ausstellt.

Besonderer Andrang herrscht laut Krajewski in diesen heißen Sommertagen auch an den Duschräumen für Obdachlose, die vor einigen Monaten neben den Kolonnaden des Petersplatzes eingerichtet wurden. Jeden Tag nähmen dort rund 140 Bedürftige ein Duschbad. Freiwillige Helfer böten ihnen dazu ein Paket mit Handtuch, Seife und Deodorant an. Auch die Friseure, die unentgeltlich dort tätig sind, hätten in diesen Tagen sehr viel zu tun.

Unterdessen gingen die Arbeiten an einer neuen Unterkunft für Obdachlose in Vatikannähe in die Endphase, berichtete Krajewski. Nahe der Kirche Santo Spirito in Sassia, wenige Schritte vom Petersplatz entfernt, werden derzeit Schlafräume für Männer eingerichtet. Unterkünfte für Frauen werden bereits seit vielen Jahren von Mutter-Teresa-Schwestern in ihrer Sozialstation "Donum Mariae" am Rand der Vatikanmauern angeboten. Dort werden auch täglich Mahlzeiten für Bedürftige ausgegeben. Die Schlangen der Wartenden sind in diesen Sommerwochen besonders lang.



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/71602.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

von esther10 03.08.2015 23:34

Asyl: Kirche begrüßt Maßnahmen der Regierung
Caritas und "Katholische Aktion" sehen in Maßnahmen "wichtige Signale" und "Schritte in die richtige Richtung"


Wien, 31.07.2015 (KAP) Die Caritas und die "Katholische Aktion Österreich" (KAÖ) begrüßen die am Ffreitag von der Regierung bekannt gegebenen Reformpläne für die Flüchtlingspolitik. Die Wertanpassung der Tagsätze bei der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge und eine geplante Verfassungsbestimmung, die es dem Bund ermöglicht, künftig einfacher zusätzliche Quartiere in den Ländern zu schaffen, sind für Caritas-Präsident Michael Landau "wichtige Signale" und für KAÖ-Präsidentin Gerda Schaffelhofer "Schritte in die richtige Richtung".

Geht es nach den kirchlichen Organisationen, soll die dafür notwendige Sondersitzung des Nationalrates besser heute als morgen einberufen werden. Denn, beide Maßnahmen könnten zu einer wichtigen und längst überfälligen Entlastung des Erstaufnahmezentrums Traiskirchen führen. Dass in einer Bundesbetreuungseinrichtung derzeit hunderte Mütter und ihre Kinder zur Obdachlosigkeit verurteilt sind, "ist ein absolut untragbarer Zustand", so Landau.

Schaffelhofer appelliert an die Regierung, bereits vor Gesetzesbeschluss mögliche neue Unterkünfte in den Bundesländern zu planen, damit "dann ab dem ersten Tag nach Inkfrafttreten der Verfassungsänderung die Bundesunterkünfte auch genutzt werden können". Längst überfällig sei auch die Festlegung einer Unterbringungsquote von ein bis zwei Prozent der Einwohner pro Gemeinde. "Nun sind die Landeshauptleute und Bürgermeister am Zug und müssen zeigen, wie ernst sie es mit der innerösterreichischen Solidarität und gerechten Lastenverteilung tatsächlich meinen", so die KAÖ-Präsidentin.

Zur angekündigten "Taskforce" Asyl sagte Schaffelhofer, "wenn dieser - wie angekündigt - vor allem Regierungsmitglieder angehören sollen, stellt man sich die Frage, was dieses Gremium besser schaffen soll als die Regierung selbst. Wir werden sehen, ob es tatsächlich eine 'Taskforce' wird oder lediglich eine, 'Taskfarce'."

Landau dankt für gute Zusammenarbeit mit Bürgermeistern

Caritas-Präsident Landau bedankte sich in der Aussendung für die gute Zusammenarbeit mit vielen Bürgermeistern. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass zahlreiche Bürgermeister unterstützt von der Bevölkerung in ganz Österreich Verantwortung für schutzsuchende Menschen übernehmen wollen und dabei von Hilfsorganisationen wie der Caritas unterstützt werden.

Landau appellierte an die Bundesregierung, möglichst viele Bürgermeister dabei zu helfen, ihrer "humanitären Verantwortung" gerecht zu werden. "Eine langfristige Lösung im Sinne der Menschlichkeit kann es ohne die Bereitschaft der Gemeinden nicht geben." Unabdingbar sei ein "breiter Schulterschluss" von Bund, Ländern und Gemeinden. "Denn neben einer notwendigen europäischen Lösung wird es in den kommenden Monaten und Jahren vor allem auch darum gehen, geflüchteten Menschen ein Ankommen in Österreich zu ermöglichen." Es gehe um Integrationsmaßnahmen vom ersten Tag an.

Die Caritas betreut heute mehr als 4.400 Asylwerber im Rahmen der Grundversorgung - knapp die Hälfte davon in Klöstern und pfarrlichen Einrichtungen. Zusätzlich werden 10.500 Menschen mobil betreut. In den letzten Monaten konnte die Organisation 1.700 zusätzliche Plätze für schutzsuchende Menschen schaffen. In der mobilen Betreuung werden heute, verglichen mit Juli 2014, doppelt so viele Menschen versorgt. Landau: "Wir stehen weiter bereit, um zusätzliche Quartiere zu schaffen."

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/71559.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich

von esther10 03.08.2015 11:24

Fulda: Resolution des Glaubenskongresses pro Ehe und Familie

Veröffentlicht: 2. August 2015 | Autor: Felizitas Küble

Der Kongreß “Freude am Glauben”, der vom vergangenen Freitag bis zum heutigen Sonntag durch das “Forum Deutscher Katholiken” in Fulda veranstaltet wurde, hat folgende Resolution zur Ehe und Familie verabschiedet:

“In der Vorbereitungszeit auf die Bischofssynode im kommenden Oktober, möchten wir, die Teilnehmer des Kongresses „Freude am Glauben”, alle katholischen Gläubigen einladen, die Schönheit der Berufung von Ehe und Familie neu zu entdecken und zu vertiefen als einen Weg zur Heiligkeit. b (8) - Kopie



Zwar hat die Einladung zum Gespräch über die Herausforderungen in der Ehe- und Familienpastoral zu irritierenden Stellungnahmen geführt. Sie hat aber auch großartige Begründungen und Entfaltungen der überlieferten Lehre der Kirche hervorgebracht.

Alle Umfragen haben gezeigt, dass das Glaubenswissen in Bezug auf Ehe und Familie erschreckend gering geworden ist. Doch nur wer die Begründungen der kirchlichen Lehre und Gebote kennt, kann sie annehmen und ihre Stimmigkeit erkennen. Wir wünschen uns, dass der Plan Gottes für Ehe und Familie in der Verkündigung und Katechese einen größeren Stellenwert erhält.

Ehevorbereitung und -begleitung müssen intensiviert werden. Dazu gehört bereits bei den Jugendlichen eine ganzheitliche und menschenwürdige Sexualpädagogik als klares Gegengewicht zur schulisch verordneten Frühsexualisierung. BILD0222



Die „Theologie des Leibes” von Papst Johannes Paul II. ist ein noch ungehobener Schatz der Kirche. Ehepaare, die sie für sich entdeckt haben, bezeugen, dass sie zur Erneuerung des ehelichen Lebens wesentlich beigetragen hat. Deshalb regen wir eine Förderung und Verbreitung dieses Werkes an.

Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass es ohne eine Annahme der prophetischen Enzyklika „Humanae vitae” von Papst Paul VI. keine nachhaltige Erneuerung der Ehe- und Familienpastoral geben kann. Es ist erwiesen, dass der Lebensstil der natürlichen Empfängnisregelung einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Ehe leistet. Die modernen Methoden der natürlichen Empfängnisregelung sollten gefördert werden.

Wir danken den Gläubigen, die nach einer zivilen Scheidung ihrem Eheversprechen treu bleiben und keine neue, eheähnliche Verbindung eingehen. Sie geben ein kostbares Zeugnis für die Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe.

Diejenigen Gläubigen, die in einem solchen neuen Verhältnis leben, bitten wir, gemäß der Ordnung der Kirche auf den Empfang der Sakramente zu verzichten. Dadurch bezeugen auch sie diese Unauflöslichkeit. Für alle getrennten, geschiedenen und wiederverheirateten Gläubigen brauchen wir seelsorgliche Initiativen, auf die sie einen Anspruch haben. Denn sie alle sind und bleiben Mitglieder der Kirche. christus



Wir lehnen die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ab. Dennoch betonen wir, dass der Begriff „Ehe” der Lebens- und Liebesgemeinschaft eines Mannes und einer Frau vorbehalten bleiben muss. Familie ist und bleibt für uns die Gemeinschaft von Vater, Mutter und Kind(ern).

Wir rufen zum Gebet für den Papst und die Teilnehmer der Bischofssynode auf, damit sie aus den Erkenntnisquellen der Heiligen Schrift und der kirchlichen Überlieferung Antworten finden, welche die heutige Lebensrealität der Gläubigen mit neuem christlichem Geist erfüllen.”

von esther10 03.08.2015 01:02

Keine Angst vor der Beichte!

Papst spricht beim Angelusgebet über die Barmherzigkeit Gottes.
Erstellt von Radio Vatikan am 2. August 2015 um 22:48 Uhr


Beichtstuhl

Vatikan (kathnews/RV). Die Beichte ist kein Gang vor einem strengen Richter. Das sagte der Papst beim Angelusgebet an diesem Sonntag auf dem Petersplatz. Franziskus erinnerte in seiner Rede nach dem Mittagsgebet an die sogenannte „Vergebung von Assisi“, der mit dem Portiunkula-Ablass jeweils am 1. und 2. August begannen wird. Es handele sich um eine bedeutende Geste, die den Gläubigen durch die Sakramente der Vergebung und der Eucharistie „zum Herrn führt“, so der Papst. Viele hätten vergessen, wie wichtig die Beichte sei. Man müsse immer daran denken, dass die Beichte „ein Gespräch mit dem unendlich barmherzigen Vater“ sei. Die Scham bei der Beichte sei nichts Schlimmes. Franziskus betonte, dass diese Scham „eine Gnade“ sei, „die uns auf die Umarmung durch den Vater vorbereitet, der immer vergibt und immer alles vergibt“.

Schenken ist wichtiger als Geschenk

Beim Angelus am 18. Sonntag im Jahreskreis ging der Papst in seiner Ansprache vor dem Mittagsgebet auf das Tagesevangelium (Joh 6,24-35) ein. Es ging um die Fortsetzung der biblischen Erzählung unmittelbar nach der Brotvermehrung durch Jesus. Die Menschen suchten ihn und fanden Jesus bei der Synagoge von Kafarnaum. Jesus habe den Grund für so viel Begeisterung konkret benannt: „Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid“, heißt es im Evangelium und so hätten die Menschen damals Jesus aufgrund des materiellen Brotes aufgesucht. Das Brot sei wichtiger gewesen als die Geste des Schenkens, erläuterte der Papst. Und so hätten sie nicht verstanden, dass das Brot Jesu eigentlich Ausdruck seiner Liebe gewesen sei. Auf das Heute übertragen, bedeute dies: Jeder soll über die Befriedigung der materiellen Bedürfnisse hinausgehen und stattdessen die wesentlichen Bedürfnisse des Lebens aufsuchen. Diese seien in Jesus zu finden. Das bedeute auch, dass man jenseits der täglichen Sorgen und Ängste hinausschauen sollte. Gott schenke den Menschen die irdischen Güter für ihren Lebensunterhalt, doch viele blickten nur auf dieses Geschenk, nicht auf den schenkenden Gott.

Hunger nach Leben und Ewigkeit

Der Herr habe den Gläubigen darauf hinweisen wollen, dass der Mensch ein anderes und wichtigeres Bedürfnis habe: „den Hunger nach Leben, den Hunger nach Ewigkeit“. Diesen Hunger könne nur Gott stillen, da Er das „Brot des Lebens“ sei. Jesus selber werde so zum „Sinn des menschlichen Lebens“ und durch die Eucharistie könne jeder Gläubige dieses Geschenk annehmen, der das Herz und Seele sättige. „Das ,Brot des Lebens´ ist uns geschenkt worden, damit wir unsererseits den geistlichen und materiellen Hunger der Brüder und Schwestern stillen können, indem wir das Evangelium überall, auch in den existentiellen Peripherien, hinaustragen“, so der Papst. „Wir benötigen die Gegenwart Gottes in unserem täglichen Leben so sehr“, fügte Franziskus an. „Der Herr lädt uns ein, nicht zu vergessen, dass es richtig ist, sich um das materielle Brot zu kümmern. Noch notwendiger aber ist es, den Glauben an Ihn zu stärken, der unser Verlangen nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Trost sättigt.“

Foto: Beichtstuhl – Bildquelle: Bene16

von esther10 03.08.2015 00:54

Die zweifelhafte Grundlage der Kasperschen Theologie – Friedrich Schelling und die Bischofssynode

3. August 2015 13:54 | Mitteilung an die Redaktion


Kardinal Walter Kasper und die Grundlage seines theologischen Denkens
(Rom) Don Antonio Livi, der ehemalige Dekan der Philosophischen Fakultät der Päpstlichen Lateranuniversität befaßt sich mit der „zweifelhaften Grundlage des Kasperschen Vorschlags“ (Disputationes Theologicae) zu den wiederverheirateten Geschiedenen für die Bischofssynode über die Familie im kommenden Oktober. Papst Franziskus öffnete dem deutschen Kardinal Walter Kasper einen Spielraum, Lehre und Praxis der Kirche anzugreifen mit dem Versuch, sie durch eine neue Theologie zu ersetzen. Grund genug, die Grundlagen von Kardinal Kaspers Theologie zu beleuchten.
Der erste Teil von Don Antonio Livis Analyse wurde am Fest des heiligen Ignatius von Loyola, dem Gründer des Jesuitenordens, dem auch Papst Franziskus angehört, von Disputationes Theologicae unter dem Titel „Die Eucharistie laut Kasper“ veröffentlicht.
Neben der Gefahr, das Bußsakrament zu profanieren, „stehen wir vor dem finalen Angriff des gnostisch-freimaurerischen Denkens gegen die Kirche Christi“, so Disputationes Theologicae. Don Livi befaßt sich mit der Tragweite des Konfliktes, indem er die „eucharistische Theologie“ hinter dem Kasper-Voschlag freilegt.
Kaspers Schriften „selten“ originell, leiden „offenkundig an einem Mangel an korrekter theologischer Methodik“

Antonio Livis „erste Anmerkung“ zum „vorwiegend ekklesiologischen und pastoralen“ theologischen Schaffen Kaspers ist die Feststellung, „daß in ihnen ein Mangel an korrekter theologischer Methodik offenkundig“ sei. Seine Thesen würden „selten“ originelle Züge aufweisen, da sich Kasper „damit begnügt, zu wiederholen, was bereits seine Lehrer, vor allem Karl Rahner vertreten haben“.
„Jeder einzelne von Kasper vertretene These“ mangelt es, aus erkenntnistheoretischer Sicht betrachtet, an „jener epistemischen Konsistenz, die wahre Theologie kennzeichnet“. Kaspers „theologische Forschungen sind keine Hypothesen (und erheben auch gar nicht den Anspruch) einer wissenschaftlichen Interpretation des von der Kirche durch die Heilige Schrift, die dogmatischen Lehrsätze und die Liturgie bekannten Glaubens“. Sie seien „vielmehr Ausdruck einer zweideutigen ‚religiösen Philosophie‘, ein Ausdruck, mit dem ich jene willkürliche Interpretation der dem Christentum eigenen religiösen Begriffe bezeichne, die im 19. Jahrhundert die großen Systeme des historisierenden Idealismus, wie jenes von Hegel und von Schelling, hervorbrachte.“ Von diesen Denksystemen, „die erkenntnistheoretisch rein philosophisch sind, aber im lutherischen Umfeld, in dem sie entstanden sind, auch als theologisch betrachtet werden, haben sich im 20. Jahrhundert und tun es noch heute viele katholische Theologen beeinflussen lassen, darunter auch Walter Kasper, dessen Formung durch jene Tübinger Schule erfolgte, wie er selbst in einem seiner frühen Werke zufrieden schreibt. Sie habe in der Begegnung mit Schelling und Hegel „eine Erneuerung der Theologie und des gesamten deutschen Katholizismus“ eingeleitet, so Kasper in seinem Buch Das Absolute in der Geschichte. Philosophie und Theologie der Geschichte in der Spätphilosophie Schellings, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1965.
Kaspers „Rückschritt auf die ideologischen Positionen der vom Heiligen Stuhl im 19. Jahrhundert verurteilten Theologen“

Die sogenannte „Begegnung mit Schelling und Hegel“, die von den Theologen der Tübinger Schule für notwendig erachtet wurde, um die Theologie und mit ihr die ganze „konziliare“ Kirche zu „erneuern“, ist in Wirklichkeit ein unverständlicher Rückschritt auf die ideologischen Positionen jener Theologen (keineswegs zufällig auch Deutsche), die im 19. Jahrhundert vom Heiligen Stuhl gerade wegen der Anwendung philosophischer Kategorien des Hegelschen und Schellingschen Idealismus auf die Theologie verurteilt wurden“.
„Die Tatsache, daß im 20. Jahrhundert katholische Gelehrte ihren Kampf gegen die metaphysische Tradition in der Theologie durch die systematische Übernahme einer religiösen Philosophie kämpfen wollten, die im lutherischen Bereich entstanden und im katholischen Bereich immer kritisiert wurde, kann keine andere plausible Erklärung haben als in ihrer psychologischen Abhängigkeit gegenüber den lutherischen Theologen, deren Hegemonie in der deutschen Kultur immer absolut war (man bedenke, daß selbst Kierkegaards Kritik an Hegel innerhalb der religiösen lutherischen Kultur entstanden und geblieben ist).“ Zwischen Hegel und Schelling „bevorzugt Kasper Letzteren, den er als ‚einsamen Großen‘ bezeichnete“1, und „sich vom gnostischen Charakter von dessen philosophisch-religiösen Forschungen fasziniert zeigte, ohne auch nur irgendeine Verlegenheit wegen ihres eindeutig pantheistischen Ergebnisses zu empfinden“.
Kaspers Aufgreifen „spezifisch Schellingscher Themen“ erinnere an die analoge methodische Entscheidung eines anderen deutschen katholischen Theologen, jener von Klaus Hemmerle, in dessen Schule auch Piero Coda geformt wurde. Dabei handle es sich um eine „theologische Methode, die mit jener der wahren Theologie radikal unvereinbar ist“.
Kaspers Zusammenfassung Schellings „eine sinnfreie Anhäufung von Worten“

Kasper „scheint vorbehaltlos die innerweltlichen Prämissen der philosophischen Analyse des christlichen Glaubens durch Schelling zu teilen“. In seinen Worten, „mit denen er sich überzeugt gibt, die katholische Theologie genau auf der Grundlage dieser Prämissen ‚erneuern‘ zu müssen, kann man deutlich wahrnehmen, daß ihm jener kritische Sinn fehlt, der Grundvoraussetzung jeder wissenschaftlichen Forschung ist, weshalb seine Zusammenfassung der religiösen Philosophie Schellings eine sinnfreie Anhäufung von Worten ist: „Schelling faßt nämlich das Verhältnis von natürlich und übernatürlich nicht statisch-metaphysisch-überzeitlich, sondern dynamisch und geschichtlich. Das Wesentliche an der christlichen Offenbarung ist eben dies, daß sie Geschichte ist“.2
„Was bedeutet es, daß die christliche Offenbarung im Wesentlichen ‚Geschichte‘ ist? Geschichte von was, Geschichte von wem? Ist die Geschichte der Menschen (das, was Kasper ‚Natur‘ nennt) im Verhältnis zum Handeln Gottes (das ‚Übernatürliche‘) zu verstehen?“ In diesem Fall, so Livi, ginge es um den theologischen Begriff der „Heilsgeschichte“, der heilbringenden Initiative Gottes, Schöpfer und Erlöser, die von Gott selbst dem Menschen geoffenbart wurde, zuerst durch die Propheten, dann definitiv durch die Fleischwerdung des Wortes. „Das aber kann nicht das Verständnis Kaspers sein, denn das entspräche ganz der traditionellen theologischen Lehre, die laut Kasper aber zurückzuweisen sei, da sie eine ‚statisch-metaphsysisch-überzeitliche‘ Art voraussetze, ‚das Verhältnis von natürlich und übernatürlich“ zu begreifen“, so Livi. Kasper gebe „(unbewußt) die Unterscheidung zwischen der Welt (die Schöpfung) und Gott (der Schöpfer) zu“, wobei Gott nicht mit der „Geschichte“ gleichgesetzt werden könne, „außer man wolle letztlich Gott vom theologischen Diskurs ausschließen und nur von der Welt und ihren Angelegenheiten sprechen, auch dann, wenn es um das religiöse Leben und die Kirche geht. Genau das aber meint Kasper, wie noch gezeigt werden soll.“
In einer innerweltlichen Ekklesiologie gibt es für das eucharistische Geheimnis keinen theologischen Platz mehr

„Der häufige Wechsel der theologischen Thesen, die die wissenschaftliche und publizistische Arbeit Kaspers gekennzeichnet haben“, lasse daran denken, daß der „letztliche Zweck“ seines Wirkens nicht „so sehr ein brauchbarer Vorschlag zur Interpretation der Dogmen sei, angetrieben vom Wunsch ihrer heilbringenden Umsetzung im Leben der Gläubigen, sondern der Drang, sich der öffentlichen Meinung als führende Gestalt des progressiven Flügels der zeitgenössischen Theologie aufzudrängen, vor allem im Zusammenhang mit der Ökumene, also dem ‚Dialog‘ mit den Protestanten mit Blick auf eine rituelle und doktrinelle ‚Annäherung‘ zwischen ihnen und der katholischen Kirche.“
„Jedenfalls“ lasse die ständige Forderung in Kaspers Schriften nach „Reformen“ in der Kirche – „nach institutionellen, liturgischen, pastoralen Reformen – jeden notwendigen Bezug zur konstitutiven ‚Form‘ der Kirche als göttliche Institution vermissen“. Das ergebe sich „aus der Abwertung der spezifisch theologischen Grundsätze der Ekklesiologie, an erster Stelle der ausdrücklichen Anerkennung der göttlichen Natur Christi als fleischgewordenes Wort, das der von Ihm gegründeten Kirche die Fortsetzung des heilbringenden Auftrags durch die getreue Verkündigung der übernatürlichen Geheimnisse und der heiligmachenden Gnade der Sakramente aufgetragen hat.“
„Die spezifischen theologischen Prinzipien der Ekklesiologie waren in den Jahren vor dem Konzil von einem anderen Theologen des 20. Jahrhunderts, dem Schweizer Charles Journet, richtiggehend mit dem christologische Dogma (und auch dem marianischen) verknüpft worden“, in seiner Abhandlung L’Èglise du Verbe Incarné3, dessen Lehre zum großen Teil in der dogmatischen Konstitution Lumen gentium rezipiert wird, vor allem im achten Kapitel, wo das Konzil über Maria, die Mutter Gottes und Mutter der Kirche spricht.4
Der antimetaphysische Kampf des „Konzilstheologen“ Kasper

Kasper, der sich zwar als „Konzilstheologe“ präsentiert, ignoriert jedoch systematisch die spezifischen theologischen Begriffe der Ekklesiologie, vielmehr beansprucht er den katholischen Glauben von den „Formen und Formel“ zu „reinigen“, obwohl diese vom Zweiten Vaticanum gerade dahingehend feierlich bekräftigt wurden, weil diese ‚Formen und Formeln‘ den übernatürlichen (transzendenten) Charakter der göttlichen Wirklichkeit sicherstellen und die Anbetung, die die Kirche Christus zollt, der Gott ist, das ewige Wort, das in der Zeit fleischgeworden und wahrhaft gegenwärtig ist in der Eucharistie, so wie sie die Verehrung für Maria rechtfertigt, die als Gottesmutter anerkannt wird, da sie wahre Mutter Christi ist, der Gott ist.5
Der „Kampf um die Abschaffung der theologischen Begriffe mit einem ‚metaphysischen‘ Geschmack, die als rein pastorale Notwendigkeit behauptet wird (die übliche Forderung, eine angeblich für den Menschen von heute unverständliche und inakzeptable Sprache aufzugeben), zielt in Wirklichkeit auf die Eliminierung aller Grundprinzipien der katholischen Ekklesiologie aus der Verkündigung ab, indem sie einer systematischen, rationalistischen Kritik unterworfen werden, angefangen beim Begriff ‚fleischgewordenes Wort‘“. Kasper habe diesen Begriff in seinem bekanntesten Werk „Jesus der Christus“6 auf immanente Begriffe reduziert, indem er „seine antimetaphysische“ Christologie darlegt. „In Wirklichkeit“ handle es sich dabei um eine Neuformulierung des christlichen Dogmas im Sinne der religiösen Philosophie Schellings. In diesem Denken wird die Selbstoffenbarung Gottes, Christus, nicht mehr als Mittler zwischen Gott und den Menschen7 geglaubt und angebetet, sondern auf eine historische Manifestation der „ökonomischen“ Dreifaltigkeit reduziert.8
Kasper gelingt es nicht, sich von Schelling zu emanzipieren – Leugnung der Gottheit Jesu Christi

„Kasper gelingt es nicht, sich von der Offenbarungsphilosophie Schellings zu emanzipieren, was hingegen im selben deutschen Umfeld Romano Guardini gelungen ist9 , und so verrennt er sich als katholischer Theologe in einem sinnwidrigen Werk der Dekonstruktion des traditionellen christologischen Dogmas. Sogar die geschichtlichen Beweise der Gottheit Christi, die von ihm in der ausdrücklichen Absicht gewirkten Wunder, damit seine Allmacht zu beweisen und so den Glauben seiner Jünger zu unterstützen, werden von Kasper dem Zweifel unterworfen“, um letztlich „zu leugnen, was sie wirklich sind, nämlich die empirische Evidenz des göttlichen Eingreifens“. „Aus der implizierten Leugnung der Gottheit Christi rührt der beharrliche Gebrauch, den Kasper vom Ausdruck ‚der Gott Jesu Christi‘ macht, wie auch der Titel eines seiner Werke lautet (Der Gott Jesu Christi), und der durch die Trennung des Namens Gottes vom Namen Christi semantisch die Leugnung der Gottheit Jesu andeutet.“10
„In Wirklichkeit gehört Kasper völlig zu jener ideologischen Strömung, an deren Spitze Hans Küng und Karl Rahner stehen und die die Theologie als Anthropologie versteht, indem sie der Kirche empfiehlt, nicht so viel von Gott, sondern vom Menschen zu reden.11. In Übereinstimmung mit dieser präzisen spekulativen Ausrichtung legt Kasper den Diskurs über die doppelte Natur Christi, des ewigen Wortes, beiseite und reduziert die Christologie auf einen phänomenologischen Diskurs über das Gewissen Jesu als ‚Mensch, der von Gott spricht‘“, so Don Antonio Livi, der von 2002 bis zu seiner Emeritierung 2008 Dekan der Philosophischen Fakultät der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom war.
Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
http://www.katholisches.info/2015/08/03/...bischofssynode/
Bild: Disputationes Theologicae

von esther10 03.08.2015 00:52

Papst Franziskus: erneut über den Satan



Der notwendige Kampf gegen Satan: ‚Seid nicht naiv!’

Franziskus-Perle des Tages: Satan hasst die Heiligkeit. Das Leben des Christen ist ein Kampf gegen den Fürsten der Welt. Den Teufel gibt es, auch im 21. Jahrhundert! Die Versuchung wächst, steckt an und rechtfertigt sich. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) „Das Leben Jesu war ein Kampf. Er ist gekommen, um das Böse zu besiegen, um den Fürsten dieser Welt, um den Teufel zu besiegen“: dies betonte Papst Franziskus eindringlich in seiner Predigt am Freitag der fünften Woche der Fastenzeit bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“.

Der Papst widmete seine Betrachtungen ganz dem Kampf gegen Satan. Diesen Kampf gegen den Teufel müsse jeder Christ aufnehmen. Der Satan „hat Jesus viele Male versucht, und Jesus hat in seinem Leben diese Versuchungen verspürt“, dies auch als Verfolgungen. Wir Christen, so der Papst, die Jesus nachfolgen wollten, „müssen diese Wahrheit gut kennen“: „Auch wir sind versucht, auch wir sind Gegenstand des Angriffs des Teufels, weil der Geist des Bösen unsere Heiligkeit nicht will, er will das christliche Zeugnis nicht, er will nicht, dass wir Jünger Jesu sind. Und was tut der Geist des Bösen, um uns vom Weg Jesu mit seinen Versuchungen abzubringen? Die Versuchung des Teufels hat drei Merkmale und wir müssen sie kennen, um nicht in die Falle zu gehen. Was macht der Teufel, um uns vom Weg Jesu zu entfernen? Die Versuchung beginnt harmlos, aber wächst an: sie wächst immer. Zweitens: sie wächst und steckt einen Anderen an, sie geht auf einen Anderen über, sie versucht, gemeinschaftlich zu sein. Und am Schluss rechtfertigt sie sich, um die Seele zu beruhigen. Die Versuchung: wächst, steckt an und rechtfertigt sich“.

Die erste Versuchung, der Jesus ausgesetzt gewesen sei, „scheint gleichsam eine Verführung zu sein“. Der Teufel sage zu Jesus, er solle sich vom Tempel hinabstürzen. So würden alle sagen: „Seht, der Messias“. Dabei handle es sich um dasselbe, was der Versucher mit Adam und Eva gemacht habe: „Das ist die Versuchung!“. Der Teufel „spricht, als sei er ein geistlicher Meister“. Und wenn seine Versuchung zurückgewiesen werde, so wachse sie: „Sie wächst und kehrt stärker wieder zurück“. Jesus sage es im Lukasevangelium: „Wenn der Teufel zurückgewiesen wird, kehrt er um und sucht sich einige Gefährten, und mit dieser Bande kehrt er zurück“. So wachse er und schließe auch andere ein. Dies sei Jesus geschehen: der Teufel wende sich an seine Feinde. Was bisher nur ein ganz kleines, ruhiges Rinnsal zu sein schien, „wird zu einer Flut“

. Die Versuchung wachse und stecke an, „und am Ende rechtfertigt sie sich“. Franziskus rief die Predigt Jesu in der Synagoge seiner Heimatstadt in Erinnerung. Sofort spielten seine Feinde diese herunter, indem sie sagten: „Aber das ist doch der Sohn des Josefs, der Zimmermann, der Sohn Marias! Der ist nie auf die Universität gegangen! Mit welcher Vollmacht spricht er? Der hat nicht studiert!“. Die Versuchung habe alle gegen Jesus eingenommen. Der höchste und stärkste Punkt werde dann mit der Rechtfertigung durch den Priester erreicht, der sage: „Wisst ihr denn nicht, dass es besser ist, wenn ein Mann stirbt, um das Volk zu retten?“: „Wir haben eine Versuchung, die wächst: sie wächst und steckt die Anderen an. Denken wir nur an ein Geschwätz, an ein Tratschen: ich bin ein wenig neidisch auf jene Person, auf die andere auch, und zuerst trage ich den Neid in mir und bin damit allein, und dann muss man ihn teilen und man geht zu einem Anderen und sagt: ‚Ja hast du den gesehen?’…

So wächst die Versuchung und steckt einen nach dem anderen an… Das aber ist der Mechanismus des Geschwätzes, und wir alle stehen in der Versuchung, zu schwätzen! Vielleicht einer von euch nicht, wenn er heilig ist, aber auch ich stehe in der Versuchung, zu schwätzen! Das ist eine alltägliche Versuchung. Doch so fängt es an, ganz süß, wie ein Rinnsal. Es wächst durch Ansteckung und am Ende rechtfertigt es sich“. Der Papst warnte, darauf zu achten, „wann wir in unserem Herzen etwas verspüren, das dabei enden wird, die Menschen zu zerstören. Achten wir darauf, denn wenn wir dieses Rinnsal nicht beizeiten stoppen, wird es dazu führen, uns zu rechtfertigen, wie sich diese Menschen gerechtfertigt haben, indem sie sagten: ‚Es ist besser, dass ein Mann für sein Volk stirbt’“


. „Alle stehen wir in der Versuchung“, so Franziskus abschließend, „weil das Gesetz des geistlichen Lebens, unseres christlichen Lebens, ein Kampf ist: ein Kampf. Denn der Fürst dieser Welt – der Teufel – will unsere Heiligkeit nicht, er will nicht, dass wir Jesus nachfolgen. Jemand von euch, ich weiß nicht, mag vielleicht sagen: ‚Aber Pater, wie altmodisch du doch bist: im 21. Jahrhundert vom Teufel reden!’ Aber schaut zu: den Teufel gibt es! Den Teufel gibt es. Auch im 21. Jahrhundert! Und wir dürfen nicht naiv sein, ja? Wir müssen aus dem Evangelium lernen, wie gegen ihn zu kämpfen ist!“.

http://fatima.ch/2014/04/papst-franzisku...eber-den-satan/

von esther10 03.08.2015 00:41

Bistum Limburg will Schadenersatz von Tebartz-van Elst


Das Bistum Limburg verlangt Schadenersatz in Millionenhöhe von seinem ehemaligen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Foto). Einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigte Bistumssprecher Stephan Schnelle am Donnerstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der vom Papst eingesetzte Administrator Manfred Grothe habe im Vatikan seit April mehrfach kirchenrechtliche Fragen nach einer materiellen Wiedergutmachung vorgebracht. Jetzt müsse der Papst entscheiden.

Schnelle betonte zugleich, dass Grothe Tebartz in Rom nicht "angezeigt" habe. Ob Forderungen gegen den Bischof erhoben würden, in welcher Höhe und auf welchem Weg, könne nur im Einverständnis mit dem Vatikan entschieden werden. Bei Rechtsakten gegen einen Bischof sei grundsätzlich der Heilige Stuhl zuständig. Im Herbst werde es weitere Gespräche geben.
Insgesamt geht es laut "Bild" um rund 3,9 Millionen Euro. Diese Summe habe das Bistum nach dem Bau des rund 31 Millionen Euro teuren Bischofshauses abschreiben müssen. Darin enthalten seien unter anderem Kosten für nicht realisierte Entwürfe in Höhe von 950.000 Euro sowie Um-, Rück- und Wiederaufbauten für 780.000 Euro. Die Nebenkosten der Planung seien um 2,2 Millionen Euro überzogen gewesen.

Schnelle erklärte dazu, dass das Bistum zwar 3,9 Millionen Euro außerplanmäßig abgeschrieben habe: "Daraus lässt sich jedoch nicht schließen, dass ein Schaden in eben dieser Höhe entstanden ist." Soweit durch ungerechtfertigte Abrechnungen von Planungsbeteiligten zu hohe Zahlungen geleistet worden seien, würden diese zunächst zurückgefordert.
Ob der frühere Bischof für den Verlust allein verantwortlich sei, solle der kirchenrechtliche Prozess klären. Der Administrator sei als Übergangsverwalter verpflichtet, von der Diözese Schaden abzuhalten, sagte Schnelle. Grothe müsse also auch Schulden eintreiben, um nicht selbst haftbar zu werden. Bei einer gemeinsamen Sitzung des Diözesansynodalrates und des ehemaligen Priesterrates vor wenigen Tagen hatten viele Teilnehmer auf mehr Tempo bei der Aufarbeitung gedrängt.

Tebartz-van Elst hatte dem Papst im Oktober 2013 seinen Rücktritt vom Amt des Limburger Bischofs angeboten. Neben einer von vielen als autoritär empfundenen Amtsführung hatte die Empörungswelle über die Baukosten des Bischofshauses und deren Verschleierung entscheidend zu diesem Schritt beigetragen. Am 26. März 2014 nahm der Papst den Rücktritt an. Im Dezember wurde Tebartz-van Elst zum "Delegat für Katechese" des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung berufen und nahm Ende März seine Arbeit in Rom auf.
Nach Angaben der "Bild"-Zeitung zahlt die Kirche Tebartz-van Elst derzeit etwa 10.300 Euro monatlich. Davon seien 7.296 Euro Ruhegeld aus der Limburger Bistumskasse. Diese Zahlen wollte der Sprecher nicht kommentieren. Die getroffene Ruhestandsregelung, so Schnelle, sehe eine Anpassung vor, wenn eine neue Lohnzahlung erfolgt. "Die Bistumsleitung ist auch dazu mit dem Vatikan im Gespräch."
http://www.bildpost.de/index.php/Nachric...ebartz_van_elst

von esther10 03.08.2015 00:29

Sparkurs im Vatikan: Kurie setzt auf Austerität


Mit seiner Bescheidenheit hat Papst Franziskus der Kirche im Vatikan eine „Lowcost-Revolution“ in Bewegung gesetzt: Die gesamte Kurie ist einer Reportage des „Corriere della Sera"“ zufolge auf Sparkurs gesetzt.

Seit fast zweieinhalb Jahren ist der erste lateinamerikanische Papst in der Geschichte nun im Amt. Unter seinem strengen Auge müssen die 46 im Vatikan lebenden Kardinäle und die 80 Bischöfe mit Dienstautos sparen, wie die Tageszeitung „Corriere della Sera“ in einer bilderreichen Reportage am Montag in ihrer Onlineausgabe berichtete. Hier sieht man den Papst unter anderem beim Essen in der vatikanischen Mensa und wie er sich dort um das Essen anstellt.

Zwei Limousinen im Besitz des Vatikans - ein BMW und ein Mercedes aus der Zeit von Papst Benedikt XVI. - waren zu Reparaturen nach Deutschland zurückgeführt worden und sind danach nicht mehr in den Vatikan zurückgekehrt. Franziskus bevorzugt einen bescheideneren Ford Focus.

Schwarze Hose statt Goldbrokat

Auch bei liturgischen Gewändern wird gespart. Teure Kardinalsausstattungen sind nicht mehr gefragt, berichtete das Blatt. Der Papst wünsche es nicht, dass Kardinäle goldene Kreuze tragen. Verschwunden sind aus den Gottesdiensten die Messgewänder aus Goldbrokat, die oft bei Festgottesdiensten im Vatikan angelegt wurden. Franziskus bleibt bei seiner schlichten Amtstracht, die er auch zu seinen Zeiten als Bischof in Buenos Aires verwendete. Bei der Generalaudienz trägt Franziskus unter der weißen Soutane seine schwarze Klerikerhose.

„Zeit der Festmahle ist zu Ende“



Franziskus’ Einfachheit sorgt dafür, dass Kardinäle und Bischöfe einen bescheideneren Lebensstil führen. Immer seltener sind hohe Prälaten in den Restaurants rund um den Vatikan zu sehen. „Die Zeit der Festmahle ist zu Ende“ kommentierte das Blatt.

Der Zugang zum Papst ist für seine Mitarbeiter und die Kardinäle einfach und unkompliziert geworden. Seinen festen Willen, sich nicht zu isolieren, sondern weiterhin eine Dimension der Brüderlichkeit und Offenheit zu leben, bezeugt auch der Beschluss von Franziskus, weiter mit anderen Kardinälen im Gästehaus Santa Marta zu leben und nicht in die päpstliche Wohnung im Apostolischen Palast zu ziehen. Seit dem Konklave wohnt er gemeinsam mit rund 50 Kurienprälaten im vatikanischen Gästehaus, speist mit Gästen, greift selbst zum Telefonhörer und spricht mit Freunden und Mitarbeitern.
religion.ORF.at/APA


Nichts Restaurant
Am Sonntag Bergoglio, zu "Angelus auf dem Petersplatz, war klar:" Jesus lädt uns ein, eröffnen eine Perspektive, die nicht nur eine der alltäglichen Sorgen der Essen, Anziehen, Erfolg, Karriere. Jesus spricht von einem anderen Lebensmittel, sprechen von einem Lebensmittel, das nicht bestechlich, der Nahrung, die für das ewige Leben bleibt .... " Ja, es wird dafür sein - fügt Filippo Di Giacomo, 63, ein Priester-Journalist und Kenner der Geschichten Curia -, dass weniger Kardinäle sie zeigen sich willig attovagliati in Restaurants, wo, bevor sie im Begriff waren, zu fotografieren die "Paparazzi", zwischen Borgo Santo Geist und über Traspontina. Der legendäre "L'Eau Vive" des Pantheon. Oder auch die "Veiling 'in Borgo Vittorio. Scheint im Laufe der Zeit Bankette: "Die gleichen Angehörigen des Religions jetzt vorsichtig, nicht zu ihrem Luxus-Geschenke zu machen, weil sie wissen, dass der Papst mag sie nicht ...", seufzt mogia Giovanna Salustri, seit 70 Jahren in der Via dei Cestari, mit seinem Geschäft fast entgegengesetzt zu der Ghezzi. Und so zu ihr, eine Reihe von Kreuzen, Ringe, Kronen, Reliquiare und Monstranzen, Kelche, Hostienschalen und Pfannen, ein goldener Lichtwolke, die den Laden füllt aber es bleibt unverkauft. "Schauen Sie sich die Kreuze der Kardinäle in den Fällen, die schön aussehen sind Silber, mit Amethysten und Lapislazuli, jedes kostet zwischen 200 und 500 Euro besetzt, aber nicht mehr kaufen, weil Francis wollte nicht und würde nie seinen Segen zu geben, diese Objekte. Er sagt immer, geben sie das Geld den Armen ... ".
http://religion.orf.at/stories/2724591/
http://roma.corriere.it/notizie/cronaca/...l?refresh_ce-cp

von esther10 03.08.2015 00:25

Kunsthandel, Kulturschutz und der Staat: Ein Ausverkauf deutscher Kultur?

Veröffentlicht: 3. August 2015 | Autor: Felizitas Küble
Von Peter Helmes

Ach wie gut, daß wir Griechenkrise haben! Jeden Tag ´ne neue Folge – ganz wie bei „Dallas“. Die Nation sitzt Abend für Abend vor der Glotze und kann nicht erwarten, welche Schweinereien „das Biest“ sich gerade wieder ausgedacht hat. peter-helmes-227x300

Derweil läuft bei uns auf einem Nebengleis ein anderes Abenteuer – aber mangels öffentlichen Interesses eher als Stummfilm oder nur für ein Fachpublikum.

Der Titel des Films lautet „Kulturschutz“ und umfaßt alles, wovon der gemeine Bürger nichts, der Staat aber alles versteht, besser: sich anmaßt zu verstehen.



Ist schon der Begriff Kultur ein schwer zu definierendes Ding – es sei hier nur an Joseph Beuys´ ranzige Butter erinnert – gestaltet sich der „Schutz der nationalen Kulturgüter“ weitaus schwieriger.

Es stehen – auf einen ethischen Kern heruntergebrochen – zwei Herausforderungen auf dem Spiel: Das Recht auf (privates) Eigentum und das Recht auf die Wahrung nationaler Symbole bzw. Interessen.

Kunst ist ein Kulturgut und prägt die kulturelle Identität eines Landes. Kunst ist aber zugleich ein Gegenstand (auch ein ideeller), der im Regelfall von privater Seite geschaffen und „erwirtschaftet“ wird. Der Künstler schafft nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch Besitz, also Eigentum. Ein Sammler erwirbt es und wird dadurch Eigentümer.

Deutsches Kulturgut retten

Nun tritt Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, aufs künstlerische Parkett und schickt sich an, „deutsches Kulturgut“ zu retten. Der Titel ihres Vorhabens ist so sperrig wie die Problematik selbst: „Kulturgutschutzgesetz.“

Was als gute Tat gedacht war, erweist sich als schwieriger, strittiger Brocken. Im wahrsten Sinne des Wortes steckt der Teufel im Detail. Das geplante Gesetz soll nach Angaben der Bundesregierung „bestehende Gesetze zusammenführen, neues EU-Recht berücksichtigen und deutsches Recht an internationale Standards anpassen“. Dementsprechend sind u. a. strikte Ein- und Ausfuhrregelungen und eindeutige Sorgfaltspflichten beim Erwerb von Kulturgut geplant.038_35

Am Kunstmarkt und bei Kunstfreunden braust Widerstand auf. Es werden schwere Geschütze aufgefahren: „Kalte Enteignung“, “eine Katastrophe“, „bürokratische Willkür“, „staatlicher Kontrollwahn“, „bürokratische Zwangsverwaltung“, „Guillotine für den Kunsthandel“ – das ist eine kleine Auswahl wenig schmeichelhafter Etiketten, die Grütters´ Gesetzentwurf aufgeklebt werden.

Auch die Feuilletons lassen am Kulturgutschutzgesetz kein gutes Haar: Die FAZ meint, Ministerin Grütters solle alles unternehmen, um den Anschein bürokratischer Willkür zu verhindern, während die TAZ diese schon vorab gegeben sieht. Der Kunsthandel beschwert sich, das neue Gesetz sei eine „kalte Enteignung“.



„Dieses Gesetz ist eine Katastrophe“

Für den Rechtsanwalt und Kunstsammler Peter Raue, Berlin, ist das Gesetz eine “Katastrophe” – und eine Enteignung derjenigen, die Kunst besitzen. Er wehrt sich vehement gegen das geplante neue Kulturgutschutzgesetz. Im Deutschlandradio Kultur (14.7.) sagte er, die angestrebten Regelungen seien eine „Katastrophe“ für Kunsthändler, Sammler und Museumsdirektoren.159481-3x2-teaser296

Der Staatsministerin für Kultur, Monika Grütters, machte er schwere Vorwürfe. Frau Grütters wolle erreichen, daß der Staat Zugriff auf Kulturgüter erlange. Das Gesetz führe zur Enteignung der Sammler und sei vom Gedanken geprägt, wie der Staat billig an Kunst komme. Im Kapitalismus dürfe man das, was man mit versteuertem Geld ehrlich erworben habe, auch behalten, betont Raue.

Raue weiter: „Das gilt für die Wohnung, die ich vor 20 Jahren günstig gekauft habe und heute für das Fünffache verkaufen kann, und das gilt auch für ein Bild, das ich für 10.000 Euro gekauft habe und das heute 100.000 wert ist.“ – Wenn der Staat dies haben wollte, müsse er den international üblichen Preis bezahlen. Besonders die Ein- und Ausfuhrregelungen sind Raue ein Dorn im Auge. Selbst wenn jemand ein Kunstwerk ins Ausland nur ausleihen wolle, werde die Ausfuhr nach dem Gesetz verboten.

Wenn aber Sammler ihre Kunst nicht mehr ins Ausland verkaufen könnten, würden sie vom internationalen Markt abgeschnitten – wo sich aufgrund der viel höheren Nachfrage automatisch in der Regel höhere Preise bilden.Kennel_Bilder



Künftig sollen Kunstwerke nämlich ab einem gewissen Wert und Alter nur noch mit einer staatlichen Ausfuhrgenehmigung außer Landes gebracht werden dürfen. Der Kunsthandel fürchtet um seine Geschäfte; denn international läßt sich mit Kunstverkäufen weit mehr Geld erzielen als im Inland.

Noch einmal Peter Raue: „Was Frau Grütters erreichen will, ist, daß der Staat auf all die Kunstgegenstände, Kulturgüter Zugriff nehmen kann, indem sie diese Arbeiten dem Kulturgutschutzgesetz, scheußliches Wort, unterstellt.“

Grütters versichert, daß es bei Privatbesitz nur um wenige besonders herausragende Kulturgüter gehen werde. Doch die Kunsthändler wenden ein, daß die Einstufung als national wertvolles Kulturgut einen nominalen Wertverlust bedeutet; schließlich kann er es dann nicht mehr zu internationalen Marktpreisen veräußern.

Doch Grütters macht geltend, daß Kunst nicht nur Geldwert, sondern auch ideellen Wert besitze. Zudem will sie die öffentliche Hand dadurch in die Lage versetzen, beim Erwerb von national wertvoller Kunst für Museen mitzubieten. Schwammig bleibt, was das eigentlich ist: national wertvolle Kunst. Bislang führt jedes Bundesland eher willkürlich Listen. Künftig könnten laut Grütters einheitlich die Kriterien des internationalen Museumsbundes gelten: Danach ist zum Beispiel national wertvoll, was „für eine Region identitätsstiftend“ ist.



„Kunsthandel aus dubiosen Quellen verhindern“

Eine gute Regelung(-sabsicht) darf man gleichwohl jetzt schon begrüßen: Händler werden nach dem Grütters-Entwurf zum Nachweis gezwungen, daß die Werke nicht aus dubiosen Quellen stammen. Fehlten entsprechende Nachweise oder bestehe der Verdacht auf illegale Ein- oder Ausfuhr, könnten Behörden die Objekte beschlagnahmen, heißt es in dem Entwurf. image

Unter anderem soll damit der Handel mit antiken Kunstschätzen unterbunden werden, die aus Plünderungen in Kriegs- und Krisengebieten im Nahen und Mittleren Osten stammen.

Die von Künstlern, Kunsthändlern und Sammlern beklagte „kalte Enteignung“ kann man entweder mit Bernhard Schulz im TAGESSPIEGEL, „um das Mindeste zu sagen, grob fahrlässig” finden und die Kunsthändler der Verfechtung „eines vollständig unregulierten Marktes und des größtmöglichen Profits“ zeihen, oder man hält es mit Brigitte Werneburg von der TAZ, die anprangert, daß hier deutsche Kunst „unter bürokratische Zwangsverwaltung“ gestellt werden soll.

Andere tun sich indessen auch hier schwer mit der Positionierung: So findet Rose-Maria Gropp in der FAZ zwar „einen Anlaß“ für die Annahme, daß Künstlern, Sammlern und Händlern eine Art „Ausfuhrverbot“ droht, mahnt die Ministerin aber gleichwohl, „alles (zu) tun, um den Anschein drohender bürokratischer Willkür, der Unbehagen auslöst, aus dem endgültigen Gesetz herauszuhalten“.zeitungen

Grütters wendet hingegen (auf ihrer Internetseite) ein: „Nur Kulturgut, das ‘dauerhaft in den Bestand einer solchen Einrichtung eingegliedert wurde, sei als nationales Kulturgut zukünftig geschützt’. Bei einem Leihvertrag sei ‘dies natürlich nicht der Fall, da solche Werke nicht, in den Bestand eingegliedert’ sind. (…)



In den vergangenen anderthalb Jahren haben wir ein Kulturgutschutzgesetzt erarbeitet, zum einen, weil uns der Koalitionsvertrag dazu ausdrücklich verpflichtet, und da ist im Übrigen auch der Abwanderungsschutz explizit erwähnt, zum anderen aber auch, weil das kulturelle Erbe auch unseres Landes der staatlichen Fürsorge durchaus bedarf.“

Schutz vor Abwanderung sei noch keine Enteignung, stellt Grütters klar. Allerdings sei sie nach wie vor offen für Veränderungen. Der Diskussionsprozess sei noch nicht abgeschlossen, betonte Grütters. Sie wolle mit ihrem Gesetz den Kulturgutschutz stärken.



Erlischt Kulturgutschutz für Leihgaben in Museen?

Auf der anderen Seite soll auch deutsches Kulturgut vor der Abwanderung ins Ausland geschützt werden. Auch Kunstwerke in Privatbesitz, die als national wertvoll eingestuft werden, dürfen danach nicht mehr ins Ausland verkauft werden. DSC_0177_ShiftN

Deutschland will darüber hinaus, wie bereits in vielen anderen Ländern üblich, pauschal alle Museumssammlungen unter Abwanderungsschutz stellen, darunter auch private Dauerleihgaben in Museumsbesitz.

Daran war in den vergangenen Wochen heftige Kritik von Sammlern und Kunsthändlern geübt worden, von kalter Enteignung war die Rede, Georg Baselitz und andere Künstler hatten angekündigt, ihre Leihgaben aus den Museen zurückzuziehen. Hierzu stellte Grütters klar:

„Da möchte ich nur sagen, wir haben ausdrücklich Formulierungen da rein genommen, daß das im Benehmen mit den privaten Leihgebern geregelt werden soll. Und dass sie dieser Unterschutzstellung ausdrücklich widersprechen können. Das kann Herr Baselitz auch tun.“

National wertvolles Kulturgut definieren!

Grütters verteidigte nach einer Meldung des DLF (15.7.) vehement das Recht des Staates, national wertvolles Kulturgut zu definieren und unter Abwanderungsschutz zu stellen. Dies sei überall auf der Welt üblich. Italien, England und Frankreich hätten etwa viel schärfere Gesetze.

In Deutschland werde zudem schon seit 1955 Kulturgut als national wertvoll in eine Liste eingetragen, zuständig dafür sind die Länder. Bisher sei aber nicht ausdrücklich geregelt, was national wertvolles Kulturgut ist. DSC00001

Dies solle nun im Gesetz klar und rechtsverbindlich definiert werden, in Anlehnung an die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz.

Danach gilt als national wertvoll, wenn ein Kulturgut „besonders bedeutsam für das kulturelle Erbe Deutschlands, der Länder oder einer historischen Region“ ist, oder: wenn es „ein besonders bedeutsames Werk eines Künstlers von internationalem Rang ist, das dauerhaft in Deutschland verwahrt wird“ – allerdings nur dann, wenn sein Verbleib im Bundesgebiet „im besonderen öffentlichen Interesse liegt“.

Also auch nichtdeutsche Künstler könnten darunter fallen, sagte Grütters. Die Hürde aber müsse hoch sein, versicherte die Kulturstaatsministerin.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung traut dem Braten nicht so recht:

„Monika Grütters versichert, in der Praxis werde auch künftig fast jede Ausfuhr genehmigt. Wenn das so ist, sollte sie dies ausdrücklich in ihr ‘Kulturschutzgesetz’ hineinschreiben. Sonst weiß niemand, was hinterher tatsächlich in den Verordnungen von Bund und Ländern stehen wird. Was ein Maler wirklich wert ist, zeigt sich erst auf dem internationalen Markt: Für das Pekuniäre gilt das genauso wie für das Renommee. Wenn der Staat auf einzelne Kunstwerke die Hand halten will, muss er die Eigentümer angemessen entschädigen”, fordert die FAZ (16.7.). 35ef66fd71



Die Leipziger Volkszeitung (16.7.) sieht es so: „…wirft der Gesetzentwurf vor allem eine Frage auf: “Was ist ‘nationales Kulturgut’? Kurz gesagt ist es all das, was auf der betreffenden Liste steht. Die Länder führen sie, Experten entscheiden, was drauf kommt. Es sollen Werke sein, die ‘für eine Region identitätsstiftend’ sind. Das ist schwammig, historischem Wandel unterlegen und kann vom bayerischen Bierseidel bis zur norddeutschen Orgelpfeife alles sein.“

Das „Handelsblatt“ (16.7.) zeigt sich empört und wird wesentlich deutlicher:

„Das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung wird aufgehoben, Privatsammler müssen Inspektionen ihres Kunstbestandes akzeptieren. Solche Maßnahmen machen den Kulturstaat zum Überwachungsstaat. Monika Grütters verteidigt ihre Haltung mit einer politischen Floskel: ‘Schutz heißt in meinen Augen nicht Enteignung’. Enteignung, zumindest Teilenteignung, bleibt in ihrem Gesetzentwurf bestehen. Das ist ein Akt politischer Willkür, der den globalen Kunstverkehr nationalistischen Zielen opfert.”

„Tot menses, quot senses“ nannten das die alten Lateiner („So viele Köpfe, so viele Meinungen!“) – Wer blickt noch durch? Oder anders gefragt: Ist Dante Alighieri ein italienisches Kulturgut oder ein europäisches? Gehören die oft kunstvoll gebauten Moscheen in Deutschland demnächst auch zum „nationalen Kulturgut“? Demnächst ja, ganz gewiß!

Aber über deren Behandlung brauchen wir uns heute keinen Kopf zu machen. Muslimisch regierte Länder wie Irak oder Afghanistan haben es uns schon gezeigt: Westliches Kulturgut kommt gnadenlos unter den Presßlufthammer oder in die Schredderei. Vielleicht sind die Rest-Autochthonen dann froh, daß ein wenigstens ein paar „deutsche Kunstwerke“ vorher ins Ausland verschafft wurden. Sic transit gloria mundi.

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem. Bundesgeschäftsführer der JUNGEN UNION; er betreibt die liberal-konservative Webseite www.conservo.wordpress.com

Foto: Dr. Bernd F. Pelz, Evita Gründler, Felizitas Küble, Archiv

von esther10 03.08.2015 00:21


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Anliegenbuch
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von esther10 03.08.2015 00:10

blog-e48134-NEUER-Blog-Nachrichten-von-Kirche-und-Welt.html...

Glaubenspräfekt Müller: Familie zentral für Zukunft von Kirche


Kurienkardinal sieht pastorale Wege zur Integration wiederverheirateter Geschiedene als erforderlich - Noch keine Versöhnung mit Piusbrüdern in Reichweite

03.08.2015Bonn, 03.08.2015 (KAP/KNA) Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hat der Familie eine zentrale Bedeutung für die Zukunft von Gesellschaft und Kirche zugesprochen. Bei der im Oktober stattfindenden Weltbischofssynode zur Familie im Vatikan gehe es darum, pastorale Wege einer stärkeren Integration von wiederverheirateten Geschiedenen in die Gemeinschaft zu finden, "ohne Abstriche vom Wort Jesu und der darauf aufbauenden kirchlichen Lehre zu machen", sagte Müller am Montag im Interview des deutschen Internetportals "katholisch.de".

"Die Kirche muss sich neu der Familie zuwenden, und die Familie muss sich neu für die Kirche öffnen", erläuterte der frühere Regensburger Bischof. Ehevorbereitung und Ehebegleitung bedürften einer Erneuerung und Vertiefung.

Müller bekundete seine Unterstützung für Papst Franziskus. "Persönlich ist mir die Treue zum Papst mein Leben lang ein Herzensanliegen gewesen", sagte er. Im Frühjahr hatte der Präfekt der Glaubenskongregation in einem Interview erklärt, die Aufgabe der Kongregation sei es, das Pontifikat von Papst Franziskus theologisch zu strukturieren. Beobachter hatten dies als indirekte Kritik Müllers am Kurs von Papst Franziskus gewertet.

Der Kardinal sagte dazu zu katholisch.de: "Die Glaubenskongregation hat die Glaubens- und Sittenlehre in der ganzen katholischen Kirche im Auftrag des Papstes zu fördern und zu schützen." Sie helfe dem Papst bei der Vorbereitung wichtiger Dokumente, veröffentliche eigene Dokumente im Auftrag des Papstes und greife dessen wichtige Themen auf, um sie theologisch zu vertiefen.

Mit Blick auf die Gespräche zwischen Vatikan und den Traditionalisten der von Rom weiterhin getrennten Piusbruderschaft sagte Müller, es habe in den vergangenen Monaten "Begegnungen verschiedener Art gegeben, die das gegenseitige Vertrauen stärken sollten". Es gebe aber keine substanziellen Neuigkeiten. "Die Voraussetzung für eine volle Versöhnung ist die Unterzeichnung einer lehrmäßigen Präambel, um die volle Übereinstimmung in den wesentlichen Glaubensfragen zu garantieren."

Konflikt mit US-Ordensfrauen "weitgehend überwunden"

Den Konflikt zwischen dem Vatikan und dem Dachverband der US-amerikanischen Ordensfrauen LCWR sieht Müller als weitgehend überwunden an. Die Schwierigkeiten "konnten gottlob im Wesentlichen gelöst werden", sagte er. "Ein langer und geduldiger Dialogprozess, die Mitarbeit kompetenter US-Bischöfe sowie die Bereitschaft der Dachorganisation, die eigenen Statuten zu überarbeiten und die kirchliche Grundausrichtung zu bekräftigen, haben zu diesem positiven Ergebnis geführt."

2012 hatte der Vatikan eine Untersuchung des Dachverbands angeordnet. Es gebe bei den Themen Homosexualität, Frauenweihe, Abtreibung und Verhütung Positionen, die von der katholischen Lehre abwichen, hieß es damals.

Diser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/71590.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.
https://charismatismus.wordpress.com/201...priesterschaft/

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