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von esther10 14.11.2015 19:40

Kardinal Müller besucht Heiligenkreuz


Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, wird am kommenden Wochenende die Philosophisch-Theologische Hochschule in Heiligenkreuz besuchen. Anlass ist das 40-Jahr-Jubiläum des zur Hochschule gehörenden “Überdiözesanen Priesterseminars Leopoldinum Heiligenkreuz”. Müller war als Regensburger Bischof (2002-2012) mit dem Priesterseminar eng verbunden und hat die Geschichte des Leopoldinums “maßgeblich beeinflusst”, betonte Rektor P. Karl Wallner.

http://www.stift-heiligenkreuz.org/

Höhepunkt des Besuchs ist die Sponsion 27 Studierender am Samstag, dem 14. November, um 14 Uhr im Kaisersaal. Müller wird die Sponsion vornehmen. Im aktuell laufenden Wintersemester haben sich 295 Studenten in Heiligenkreuz inskribiert; 253 davon absolvieren ein Vollstudium, 42 sind als Gasthörer gemeldet. 158 der 295 Studierenden sind Ordensleute und Priesteramtskandidaten. Die Hochschule ist somit die größte Priesterausbildungsstätte im deutschen Sprachraum. Von den 27 neuen “Magistri” sind 21 Ordensleute und zukünftige Priester.

Um 18 Uhr folgt eine Pontifikalvesper zum Fest des Heiligen Leopold in der Abteikirche. Tags darauf, am Sonntag, steht Kardinal Müller um 9.30 Uhr einem Pontifikalamt in der Abteikirche vor und wird anschließend das neu errichtete Priesterstudenten-Wohnheim “Pax” segnen.

Der Ausbau des Priesterseminars war aufgrund der steigenden Seminaristenzahl nötig geworden. Aktuell leben 38 Priesteranwärter im Seminar, das aber nur über 28 Zimmer verfügt. Zehn der 38 Seminaristen leben deshalb in Wohncontainern. Im Februar sollen die zukünftigen Priester nun in das neue Wohnheim “Pax” übersiedeln.

Müller hat Geschichte “maßgeblich beeinflusst”

Kardinal Müller habe die Geschichte des Priesterseminar als Bischof von Regensburg “maßgeblich beeinflusst”, sagte Wallner. 1975 war das heutige Leopoldinum von seinem Vorgänger Rudolph Graber als “Collegium Rudolphinum” gegründet worden, um dort Priester für seine Diözese auszubilden. 2006 zog Bischof Müller die Studenten aus Heiligenkreuz ab und holte sie nach Regensburg zurück. Seither ist das Priesterseminar in der Trägerschaft des Zisterzienserstiftes und wird als “Überdiözesanes Priesterseminiar” geführt.

Zugleich setzte die Österreichische Bischofskonferenz 2006 eine Ständige Kommission ein, deren Aufgabe in der Aufsicht des Leopoldinum besteht. Diese Kommission setzt sich aus dem Erzbischof von Wien, dem Diözesanbischof von Graz-Seckau und dem Diözesanbischof von St. Pölten zusammen. Das Seminar hat in den letzten 40 Jahren über 200 Priester hervorgebracht.

Die Feierlichkeiten zum 40-Jahr-Jubiläum des Seminars starten am Montag, 16. November, 9 Uhr, mit einem Festakt. Im Kaisersaal wird eine Festschrift und ein Dokumentarfilm präsentiert. Im Anschluss findet ab 10.30 Uhr eine Festmesse in der Katharinenkapelle des Priesterseminars statt. Hauptzelebrant ist Abt Maximilian Heim. Die Messe wird von EWTN.de live übertragen.

Studierendenzahl seit 1999 vervierfacht

Aktuell studieren 253 Vollzeit-Studenten und 42 Gasthörer an der Hochschule Heiligenkreuz. Seit seiner Gründung 1999 hat sich die Studierendenzahl somit vervierfacht – “ein Zeichen für den außerordentlichen Wachstum und erstaunliche Blüte der Hochschule”, so Wallner.

Die Studierenden im Vollstudium haben alle die Matura, ein Dutzend hat außerdem spezielle Curricula, etwa ältere Ordensleute oder bewährte ständige Diakone auf dem Weg zur Priesterweihe. Zwei Drittel der Studierenden sind deutschsprachig – davon sind 93 aus Österreich, 100 aus Deutschland und sieben aus der Schweiz.

Die größte fremdsprachige Gruppe kommt aus Vietnam. Insgesamt studieren an der Hochschule Menschen aus 35 Nationen, die größte Gruppe darunter sind die Vietnamesen. 14 vietnamesische Zisterzienser absolvieren ihre Ausbildung in Heiligenkreuz.
http://www.stiftspfarre-heiligenkreuz.at...-heiligenkreuz/
(KAP)

von esther10 14.11.2015 19:29

Vatikan: Dem Hass in allen seinen Formen entgegen treten


Nach den Attentaten in Paris - AFP

14/11/2015 09:16SHARE:

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„Ich bin bewegt und betrübt und verstehe das nicht, aber es sind ja auch schwierig zu verstehende Dinge. Ich fühle mich den Franzosen nahe, den Familien der Opfer und ich bete für sie alle“: Papst Franziskus reagierte an diesem Samstag in einem kurzen Interview mit dem Sender TV2000 auf die Terroranschläge von Paris. Es sei ein Stück von dem „Dritten Weltkrieg“, von dem er immer wieder spreche, so der Papst. Für solche Taten könne es keine Rechtfertigung geben, „weder eine menschliche noch eine religiöse. Das ist nicht menschlich, was da geschieht.“

Mit Bestürzung hat der gesamte Vatikan die Nachrichten von den Terroranschlägen von Paris zur Kenntnis genommen, bei denen es mindestens 120 Tote gegeben hat. Das sagte an diesem Samstag Morgen Papstsprecher Pater Federico Lombardi gegenüber Radio Vatikan. „Der Vatikan verfolgt die Entwicklungen, wir sind erschüttert von diesem neuen Ausbruch von terroristischer Gewalt und von Hass, welchen wir aufs schärfste verurteilen, gemeinsam mit dem Papst und allen friedliebenden Menschen. Es handelt sich um einen Angriff auf den Frieden der gesamten Menschheit und verlangt nach einer klaren und solidarischen Entscheidung aller, um der Ausbreitung des mörderischen Hasses in all seinen Formen entgegen zu treten. Wir beten für die Opfer und die Verletzten und für das ganze französische Volk.“

Reaktionen

Ähnlich wie Pater Lombardi drückte sich auch US-Präsident Barack Obama aus: Es ist nicht nur ein Angriff auf Paris und auf die Menschen in Frankreich, so der Präsident in einer ersten Reaktion. An Präsident Francois Hollande gerichtet versicherte er, man werde zusammen arbeiten, um die Geißel des Terrorismus zu besiegen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wandte sich per Twitter an alle Franzosen, ihre Solidarität und Sympathie gelte dem gesamten Volk und seinen Regierenden. Großbritanniens Premier David Camerons Gedanken seien bei allen Franzosen, EU-Ratspräsident Donald Tusk verurteilte die „barbarischen Handlungen“. Indien, die Vereinten Nationen, Italien, von überall her erreichen Präsident Hollande Solidaritätsadressen. Der Präsident Irans, Hassan Rohani, sagte indes seinen für diesen Montag geplanten Besuch in Frankreich ab. Er wird auch nicht den Vatikan besuchen, was für diesen Samstag geplant war, die gesamte Reise findet nicht statt.
(rv 14.11.2015 ord)

von esther10 14.11.2015 19:25

Paris: Gefühle der Angst, Gefühle der Solidarität


Gebet für die Opfer von Paris - AFP

14/11/2015 10:54SHARE:

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Das Böse darf nicht triumphieren: Mit diesem Gedanken meldet sich die Bischofskonferenz des vom Terror heimgesuchten Landes zu Wort. „Die erste Reaktion der französischen Bischöfe ist natürlich ein Erschrecken – und dann vor allem Mitgefühl mit den untröstlichen Angehörigen der vielen Opfer,“ so Olivier Ribadeau Dumas, Generalsekretär und Pressesprecher der Bischofskonferenz des Landes. „Wir lassen alle unsere Gebete aufsteigen zu Gott, der ein Gott des Friedens und auch der Hoffnung ist, in der Gewissheit, dass das Böse nicht triumphieren wird. Wir müssen untereinander geeint bleiben, um diese terroristische Bedrohung zu bekämpfen. Nicht nur Paris ist zur Zielscheibe geworden, sondern eine ganze Gesellschaft, eine Art zu leben wird heute angegriffen.“

In einer schriftlichen Erklärung erinnert der Erzbischof der Stadt, Kardinal André Vingt-Trois, an die Terroranschläge vom Beginn dieses Jahres in Paris, aber auch an die in Beirut und Nigeria und anderen Teilen der Welt. Gegen die Gewalt brauche es ein Herz, dass sich nicht dem Hass ergebe, so der Kardinal, „bitten wir um die Gnade, Aufbauhelfer des Friedens zu sein. Wir dürfen niemals am Frieden verzweifeln, der auf der Gerechtigket aufbaut.“

„Die Gefühle, die die Franzosen im Moment durchmachen, sind zunächst die einer durchaus legitimen Angst, aber auch der Solidarität“, ergänzt Ribadeau Dumas. „Wir haben das in der vergangenen Nacht gesehen: Da haben viele Menschen denen, die nicht mehr nach Hause zurückkommen konnten, ihre Tür geöffnet. Also: das Beste, um dem Schlechtesten etwas entgegenzusetzen. Die Rolle der Christen dürfte darin bestehen, jetzt das Gute zu fördern und dafür zu sorgen, dass das Gute mehr und mehr öffentlich sichtbar wird. Das Gebet ist nötig, es ist für uns das Atmen unserer Existenz; dann das Mitgefühl. Wir stehen an der Seite derer, die jetzt leiden. Und dann müssen wir alle dazu ermuntern, die Ruhe zu bewahren. Wir müssen weiter zusammenhalten und gemeinsam kämpfen, um stark zu sein: Gemeinsam sind wir stark!“

Reaktionen der Religionen Frankreichs

Die religiösen Führer in Paris haben die Anschläge mit mehr als 120 Toten verurteilt und rufen zum Gebet für die Opfer auf. Alle Katholiken von Paris sind am Sonntagabend zu einer Messe in die Kathedrale von Notre Dame eingeladen, die Glocken werden für die Opfer und ihre Angehörigen läuten.

Der französische Islamrat (CFCM) verurteilte „mit Nachdruck“ die „verhassten und verächtlichen Angriffe“. Angesichts der besondere Schwere der Tat sei nun Einheit und Solidarität wichtig. Der CFCM rief die Muslime in Frankreich zum Gebet „in Frieden und Würde“ auf.

Deutsche Kirchen: Anschlag auf Europa

Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben die Attentate von Paris als „Anschlag auf alle Menschen und auf Europa“ verurteilt. „Als Christen und über Religionen und Weltanschauungen hinweg werden wir trotz des Terrors zusammenstehen“, erklärten der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in

Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, am Samstag in Bonn und Hannover. „Wir sind tief erschüttert über die hasserfüllte Welle der Gewalt in Paris“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „In diesen Stunden gilt unsere Anteilnahme den Opfern und Angehörigen. Wo die Worte über die unfassbaren Taten versagen, ist für uns Christen Zeit zu beten.“

(rv/kna 14.11.2015 ord)

von esther10 14.11.2015 17:33

Aktuelles


Flüchtlinge, Familiensynode, Ehe, Ökologie und Jugendbibel

Wortlaut der Presseerklärungen zur Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz im Stift Michaelbeuern, Salzburg

1. Flucht, Migration und Integration

Europa ist in den vergangenen Monaten für hunderttausende Menschen zum Hoffnungsraum geworden. Sie flüchten vor Krieg, Chaos und Elend, oder weil sie - wie viele Christen aus dem Orient - persönlich verfolgt werden. Österreich gehört zu jenen Ländern, die von diesen Fluchtbewegungen sehr stark betroffen sind. Aktuellen Schätzungen zufolge werden bis zu 95.000 Menschen allein in diesem Jahr in Österreich um Asyl ansuchen, zusätzlich sind über 400.000 in den letzten Wochen in unser Land gekommen, um es auf ihrem Weg nach Deutschland oder in andere Zielländer wieder zu verlassen. Die damit verbundenen Herausforderungen sind so groß, dass sie die politischen Verantwortlichen nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa zu überfordern drohen. Das löst bei vielen Menschen Ratlosigkeit, Verunsicherung und Angst aus.

Dem steht eine spontane Hilfsbereitschaft gegenüber, wie sie unser Land schon lange nicht mehr erlebt hat. Tausende Freiwillige empfangen seit Wochen Flüchtlinge an den Staatsgrenzen und an den Bahnhöfen, versorgen die Menschen und helfen bei der Unterbringung. Sie verharren nicht in Ohnmacht, Angst oder Bequemlichkeit, sondern haben das menschliche Gesicht Österreichs sichtbar gemacht. Die Bischöfe sagen für dieses Zeugnis gelebter Nächstenliebe ein tief empfundenes Danke! Das unermüdliche Engagement ist ein großer Schatz in unserem Land, und das verdient Respekt und Anerkennung. Es wurde verstärkt durch den Einsatz von Caritas und Rettungsorganisationen, Pfarren und staatlichen Stellen, aber auch Polizei, Bundesheer und ÖBB, die kompetent, rasch und unbürokratisch helfen. Die vergangenen Wochen haben eindrucksvoll bewiesen, wozu Zivilgesellschaft sowie kirchliche Einrichtungen fähig sind, und geben Zuversicht. Sie machen deutlich, dass bei allen Herausforderungen Menschlichkeit das entscheidende Kriterium ist und bleibt.

Dennoch gibt es viele offene Fragen: Wird es den Mächtigen der Welt gelingen, Frieden in Syrien und in den Ländern zu schaffen, aus denen Menschen jetzt flüchten? Wird die Hilfe in der Region endlich das nötige Ausmaß und Tempo erreichen und auch Österreich seinen Beitrag leisten? Wird die Europäische Union eine solidarische Antwort auf die große Zahl der Flüchtlinge finden und dabei jene Länder entlasten, die davon besonders betroffen sind? Wird das Menschenrecht auf Asyl weiterhin unverbrüchlich in Österreich, Europa und weltweit gelten - ohne das entsetzliche Sterben an so vielen Orten, auch vor den Toren Europas, worauf Papst Franziskus nicht müde wird hinzuweisen? Auf diese fundamentalen Fragen kann und muss es ein klares "Ja" geben, andernfalls würden wir uns in Österreich und innerhalb Europas jener Grundlagen berauben, die für ein menschliches Zusammenleben unabdingbar sind.

Daneben gibt es ganz konkrete Herausforderungen in Österreich, die es rasch zu lösen gilt: Es gibt noch immer zu wenig Grundversorgungsplätze für Asylwerberinnen und Asylwerber, sodass immer mehr Menschen auf der Flucht von Obdachlosigkeit betroffen sind. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben nicht immer jene Unterbringung und Betreuung, die vom Kindeswohl her in gleicher Weise für alle Kinder gefordert sind. Und es gibt noch immer zu wenig winterfeste Notunterkünfte für jene Flüchtlinge, die auf der Durchreise sind. Der Staat ist gefordert, faire, qualitätsvolle und rasche Asylverfahren durchzuführen sowie alle Formen der Schlepperei und des Menschenhandels entschieden zu bekämpfen, nicht zuletzt durch einen gesicherten faktischen Zugang zu Asylverfahren. Dabei ist zwischen Asyl und Migration zu unterscheiden. Gerade weil Menschen aus Chaos und Verderben flüchten und hier Sicherheit suchen, ist die Aufrechterhaltung der rechtsstaatlichen Ordnung in unserem Land für die Politik eine Verpflichtung, die Sensibilität in Wort und Tat erfordert.

Es ist darüber hinaus alles zu unternehmen, dass aus der Quartierkrise von heute nicht die Integrationskrise von morgen wird. Spracherwerb, Bildung und Zugang zu Arbeit sind wichtige Voraussetzungen für eine gelingende Eingliederung in die Gesellschaft. Sie müssen möglichst rasch einsetzen und erfordern entsprechende Mittel. Eine Grundvoraussetzung für Integration ist freilich, dass Asylsuchende wie auch Zuwanderer die unbedingte Geltung der Menschenrechte und die demokratische Verfassung in Österreich anerkennen müssen. Dazu zählen besonders Religionsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und die gleichberechtigte Stellung von Mann und Frau. Ziel der Integration muss die gemeinsame Liebe zu Österreich sein, die die Menschen in diesem Land verbindet.

Die Lösung der anstehenden Fragen und Herausforderungen wird sehr davon abhängen, ob die Verantwortungsträger in Politik und Gesellschaft Sorgen aufgreifen und gleichzeitig diffuse Ängste nehmen können. Die Bischöfe appellieren daher an alle: Wer Österreich liebt, spaltet es nicht. Vielmehr braucht es Vernunft, Mut, Verantwortungsbewusstsein, Ehrlichkeit, Wertschätzung, Zuversicht und vor allem die Bereitschaft zum Teilen. Die katholische Kirche und ihre Einrichtungen mit der Caritas an der Spitze werden daran so wie bisher in Tat und Wort mitwirken. Weil Flucht, Migration und Integration zu den großen Herausforderungen unserer Zeit zählen, hat die Bischofskonferenz dafür einen neuen Aufgabenbereich festgelegt und den Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics damit beauftragt.

Das kirchliche Engagement zeigt sich aktuell darin, dass rund 6.000 Asylwerber in Caritasquartieren im Rahmen der Grundversorgung untergebracht sind. Das sind deutlich über 10 Prozent aller Grundversorgungsplätze, wofür vielfach kirchliche Gebäude genützt werden. Weitere 15.000 Personen werden von der Caritas mobil betreut, sodass derzeit insgesamt 21.000 Menschen - somit jeder dritte Asylwerber in Österreich - von der kirchlichen Caritas betreut werden. Möglich ist dieses große Engagement durch die Unterstützung von Klöstern, Ordensgemeinschaften, Pfarren, Diözesen und zahlreichen engagierten Christinnen und Christen. Gleichzeitig dürfen nicht die Sorgen der Österreicher vergessen werden, etwa im Blick auf die Arbeitslosigkeit oder beim Thema Bildung. Die Nöte von Menschen gegeneinander auszuspielen, hilft jedoch niemandem.

Die Liebe zu Gott erweist sich in der Liebe zum Nächsten, vor allem zu jenen, die von Hunger, Flucht und großer Not betroffen sind. Diese Überzeugung gehört zum Kern der christlichen Botschaft, die gerade im Blick auf Weihnachten deutlich wird. In der ärmlichen Geburt von Jesus Christus identifiziert sich Gott mit den Hilfesuchenden, Flüchtlingen und Armen. Diese Frohbotschaft gilt es zu erkennen und zu leben.

2. Familie und gelebte Synodalität
Nach zweijähriger Vorbereitung ist am 25. Oktober die Bischofssynode über Ehe und Familie mit der Annahme aller 94 Vorschläge für Papst Franziskus zu Ende gegangen. Noch nie in ihrer fünfzigjährigen Geschichte hat eine Bischofssynode ein ähnlich großes Interesse und eine so hohe Welle der Debatte und der Beteiligung ausgelöst. Es lag nicht nur am Thema, das alle Menschen weltweit und zuinnerst betrifft, sondern auch an den Vorgaben des Papstes. Ihnen ist es zu verdanken, dass diese Versammlung zu einer Erfahrung "gelebter Synodalität" werden konnte.

"Der synodale Weg beginnt mit dem Hinhören auf das Volk", hatte der Papst gefordert und damit zwei weltweite Befragungen initiiert, an denen sich sehr viele auch in Österreich beteiligt haben. "Redet mit Freimut und hört zu mit Demut", diese Devise des Papstes an die Teilnehmer und entscheidende Verbesserungen der Arbeitsweise der Synode haben viel bewirkt: Das Endergebnis wurde mehr als nur ein Kompromiss. Vielmehr zeigte sich, dass der synodale Weg zu jenem "Mehrwert" des Heiligen Geistes führt, der die Kirche gemeinsam einen Schritt weiterführt im Verstehen des Glaubensgutes und im Antworten auf die "Zeichen der Zeit". Diese Erfahrung bestärkt die österreichischen Bischöfe auch für ihren Dienst in den Diözesen hierzulande.

Ein Ergebnis dieser Synode überragt alle anderen: das klare, positive und hoffnungsvolle Ja zu Ehe und Familie. Keine menschliche Institution, kein soziales Netz, keine staatliche Fürsorge kommt auch nur annähernd an die Verlässlichkeit von Ehe und Familie heran, trotz aller ihrer vielfältigen Bedrohungen. Die Familie ist Grundlage und Lebenszelle der Gesellschaft. Ohne Familie kann kein Gemeinwesen bestehen.

Dabei wurde im Hinblick auf Ehe und Familie eine Sprache gefunden, die nicht verurteilt. Es ist die kraftvolle Sprache des Evangeliums, der liebenden Aufmerksamkeit und der menschlichen Nähe. Die Kirche hat damit gleichsam eine neue Sprachfähigkeit über einen zentralen Bereich des menschlichen Daseins gefunden. Sie bezeugt damit die doppelte Treue zum Evangelium und zum konkreten Leben der Menschen.

Die Bischofssynode hat erneut in überzeugender Weise dargelegt, was vom Evangelium her unter Ehe zu verstehen ist: die auf Lebensdauer angelegte Bindung eines Mannes und einer Frau, die offen ist für neues Leben. Das Ehesakrament wird dort voll verwirklicht, wo ein Mann und eine Frau miteinander in einer sakramental geschlossenen Ehe im Glauben leben. Die Synode hat aber zudem auf die noch unvollkommenen Formen des Zusammenlebens einen wohlwollenden Blick geworfen. Denn auch außerhalb dieser vollen Verwirklichung im Ehesakrament gibt es positive Elemente und Formen von gelebter Verantwortung und Stabilität.

Im Hinblick auf die Neugestaltung der seelsorglichen Zuwendung zu den Fragen von Ehe und Familie ist noch nichts abgeschlossen, aber die Synode hat mit großer Mehrheit eine Tür einladend geöffnet. Dies zeigt sich auch bei den schwierigen Fragen. So wurde der Umgang mit den wiederverheirateten Geschiedenen vielfach als die Testfrage der Synode gesehen. Dafür bietet die Synode keine Generallösung, sondern sie setzt auf den bewährten Dreischritt "hinschauen, unterscheiden, begleiten", um die Teilnahme am kirchlichen Leben zu gestalten.

Der Weg der Kirche ist anstrengender als ein Patentrezept: Es geht um den aufmerksamen, nüchternen und liebevollen Blick auf die jeweils besondere Situation, um die sorgfältige Unterscheidung und die Begleitung auf dem Weg der Teilnahme am kirchlichen Leben. Dabei ist klar, dass der "Weg der Begleitung" lang vor der Frage nach der Zulassung zu den Sakramenten ansetzen muss. Das gemeinsame Nachdenken, dessen Grundlage zweifellos das Gebet ist, geschieht im geschützten Raum, in dem, was die kirchliche Sprache das "Forum internum" nennt. Diese Begleitung verlangt viel von den Priestern. Gerade in solchen Situationen ist die "Kunst der Seelenführung" gefragt.

Die Synode bestärkt damit diese seelsorgliche Praxis, die vielerorts zur gelebten Realität in Österreich gehört. Ausdruck davon sind die im deutschsprachigen Arbeitskreis der Synode einstimmig beschlossenen Texte, die in der Folge das Synodendokument maßgeblich geprägt haben. Sie könnten ein Ausgangspunkt von ortskirchlichen Konkretisierungen sein, bei denen die Verantwortung des Bischofs sowie von Bischofskonferenzen künftig mehr zum Tragen kommt.

Vor uns steht das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Es ist eine Einladung, bei Christus in die Lehre zu gehen, von seinen Zeichen zu lernen und selber Zeichen der Zuwendung, der Vergebung, des Mitleidens zu setzen. Denn Gottes Barmherzigkeit ist - wie Papst Franziskus sagt - nicht eine abstrakte Idee, "sondern eine konkrete Wirklichkeit", die auch im Bereich von Ehe und Familie Tore der Versöhnung öffnen kann.

3. Vereinfachte kirchliche Ehenichtigkeitsverfahren
Im Blick auf das Heilige Jahr der Barmherzigkeit und noch vor der Familiensynode hat Papst Franziskus das rechtliche Verfahren zur Feststellung der Ungültigkeit einer kirchlichen Ehe reformiert und vereinfacht. Die österreichischen Bischöfe begrüßen und unterstützen die neuen Regelungen. Sie erleichtern es, die persönliche Ehesituation rascher zu klären und haben somit einen pastoralen Zweck. Es geht dabei um das "Heil der Seelen" als oberste Norm, wie das päpstliche Dokument mit dem Titel "Mitis Iudex Dominus Iesus" ("Der milde Richter Herr Jesus") im Titel selbst treffend festhält. Die neuen Regeln wollen Barrieren abbauen, die Gläubige bisher von einem eherechtlichen Verfahren abgehalten haben. Daher ermutigen die Bischöfe alle Betroffenen, diesen Weg für sich ernsthaft zu erwägen und zu gehen, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Die neuen Regeln nehmen nichts von der Unauflöslichkeit einer gültig geschlossenen kirchlichen Ehe weg. Es geht nicht um eine "katholische Scheidung", sondern sie erleichtern ab 8. Dezember 2015 weltweit das Verfahren, um die Ungültigkeit einer Ehe zu beweisen. Damit Betroffene schneller Klarheit erhalten, entfällt die bisherige Verpflichtung, alle Urteile einer zweiten Instanz vorzulegen. Darüber hinaus ist in jenen Fällen, in denen beide Partner von der Ungültigkeit der Ehe überzeugt und die Gründe dafür augenscheinlich und beweisbar sind, ein kürzeres Verfahren möglich, das der Bischof selbst führt. Damit unterstreicht Papst Franziskus die Verantwortung des Bischofs auch als Richter und knüpft dabei am Zweiten Vatikanischen Konzil an. Durch mehrere Maßnahmen wird die Zugänglichkeit zum Verfahren erleichtert, aus dem auch keine ungebührlichen finanziellen Belastungen für die Betroffenen erwachsen dürfen.

Im Blick auf die Situation in Österreich haben die Bischöfe festgestellt, dass jetzt schon einige Punkte des päpstlichen Dokuments umgesetzt sind. Dies gilt besonders für die ausreichend vorhandene Zahl von Ehegerichten. Als hilfreich hat sich erwiesen, wenn im Vorfeld eines Verfahrens eine kostenfreie Beratung der Betroffenen angeboten wird. Die Bischöfe haben festgelegt, dass bei der Umsetzung der neuen Normen eine möglichst große Gemeinsamkeit unter den Diözesen nötig ist. Auf diese Weise soll die Kirche "das Werk der Gerechtigkeit und der Wahrheit erfüllen", wie es Papst Franziskus unter Bezugnahme auf das Konzil formuliert hat.

4. Weltweite Sorge für das gemeinsame Haus
Papst Franziskus hat mit der im Juni veröffentlichen Enzyklika "Laudato si" ("Gelobt seist du") ein epochales Dokument über die ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und spirituellen Gefährdungen und Perspektiven der uns anvertrauten Welt vorgelegt. Die "Sorge für das gemeinsame Haus" ist ein zentrales Thema dieses Pontifikats und der Kirche. Es geht um eine "ökologische Umkehr", die am persönlichen Lebensstil ansetzt und bis zur Etablierung einer weltweiten öko-sozialen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung reicht.

Die Umsetzungsmöglichkeiten der Enzyklika in Kirche und Gesellschaft war Thema des Studientages der Bischofskonferenz. Dabei wurden sowohl aktuelle Projekte der diözesanen Umweltbeauftragten als auch die Ergebnisse aus dem "Zukunftsforum der katholischen Kirche" behandelt, das sich im vergangenen Jahr unter Federführung der Katholischen Aktion Österreich mit Fragen der Umwelt und der internationalen Gerechtigkeit befasst hat.

Um das schöpfungsgerechte Handeln im kirchlichen Bereich weiter zu stärken, haben sich die Bischöfe auf drei konkrete Projekte festgelegt, die in allen österreichischen Diözesen umgesetzt werden sollen. Als erste Maßnahme verpflichten sich die Diözesen dazu, "nachhaltige Leitlinien" zu erarbeiten und zu beschließen. Sie dienen als Kompass und Korrektiv, um in allen Bereichen des diözesanen Wirkens den Aspekt der Schöpfungsverantwortung zu beachten. Sie bilden eine wichtige Grundlage für eine "ökologische Umkehr", wie sie von "Laudato si" gefordert wird.

Das zweite Projekt betrifft die nötige Energiewende. Die Diözesen werden bis 2017 eine Klimaschutz- und Energiestrategie und die dazugehörigen Umsetzungspläne entwickeln. Ihr Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern, den Energiebedarf zu erheben und zu senken sowie den verbleibenden Bedarf möglichst aus erneuerbarer Energie zu decken.

In einem dritten Projekt wollen die Diözesen eine öko-soziale Beschaffungsordnung entwickeln. Mit Kriterien wie regionaler Einkauf und fairer Produktion wird bezweckt, Mensch und Umwelt zu schonen und durch einen gemeinsamen Einkauf Kosten zu reduzieren. Damit soll über gemeinsame kirchliche Kaufentscheidungen die Wirtschaft öko-sozial beeinflusst werden.

Die Klimaveränderung macht deutlich, dass Umweltschutz und schöpfungsgerechtes Handeln weltweit verbindlich angegangen werden müssen. So wie Papst Franziskus erwarten die österreichischen Bischöfe von der bevorstehenden Weltklimakonferenz in Paris (COP 21) eine faire und ambitionierte Übereinkunft, die alle Länder bindet.

Die Bischöfe unterstützen die Forderung zahlreicher kirchlicher Einrichtungen, wonach die Industrieländer - darunter auch Österreich - ihre Emissionen durch Klimaschutzpolitik im Inland bis 2030 um 60 % und bis 2050 um 95 % gegenüber 1990 senken sollen. Österreich soll sich innerhalb der EU dafür einsetzen, dass die Obergrenze der durchschnittlichen Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius (bezogen auf das vorindustrielle Niveau) in einem globalen Abkommen verbindlich verankert wird. Darüber hinaus soll sich Österreich seiner Wirtschaftsleistung entsprechend an der deutlichen Anhebung der internationalen Finanzmittel zum Klimaschutz und zur Klimawandelanpassung beteiligen.

Die Bischöfe danken allen, die sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Dazu zählen auch die zahlreichen "Klima-Pilger", von denen viele an einem internationalen und interreligiösen Treffen am 28. November in Saint-Denis bei Paris teilnehmen werden.

5. YOUCAT-Jugendbibel
Vor fünf Jahren wurde auf Initiative der Österreichischen Bischofskonferenz der Jugendkatechismus YOUCAT herausgegeben. Er ist mit einer Auflage von nahezu sechs Millionen Büchern nach der Bibel inzwischen das meistverkaufte katholische Buch der Welt und liegt inzwischen in 39 Sprachen vor.

Ihm folgt nach mehrjähriger Vorarbeit jetzt die YOUCAT-Bibel. Als Auswahlbibel stützt sie sich auf die ökumenische Einheitsübersetzung und will zentrale Texte der Heilige Schrift jugendgemäß erschließen. "Die Bibel ist nicht dazu da, um in ein Regal gestellt zu werden, sondern um sie zur Hand zu haben, um oft in ihr zu lesen, jeden Tag, sowohl allein als auch gemeinsam." Diese Einladung von Papst Franziskus in seinem Vorwort der neuen YOUCAT-Bibel richtet sich nicht nur an die adressierten Jugendlichen, sondern an alle Christen. Mit dem Erscheinen der Jugendbibel in zeitlicher Nähe zum 50. Jahrestag der Veröffentlichung des Bibeldokuments "Dei Verbum" beim Zweiten Vatikanischen Konzils wird deutlich, wie sehr die Heilige Schrift heute im Zentrum von Kirche und Glauben steht.

"Die Jugendbibel gefällt mir sehr gut. Sie ist so bunt, so reich an Zeugnissen, und sie verlockt dazu, dass man vorne anfängt zu lesen und erst auf der letzten Seite aufhört", urteilt der Papst. Dem entspricht auch das redaktionelle Prinzip, wonach sich junge Leser von der Bibel faszinieren lassen sollen. Ähnlich wie der YOUCAT ist die Jugendbibel vielgestaltig und einladend aufgebaut. Sie enthält zahlreiche Erklärungen, geistliche Impulse, Zitate, Querverweise sowie Bilder und Karikaturen. Damit soll es leichter werden, sich auf das Wort Gottes einzulassen. Gleichzeitig werden die persönliche Spiritualität und der Dialog mit der Welt vertieft.

Herausgegeben wird die durchgehend vierfarbige YOUCAT-Bibel von der Österreichischen Bischofskonferenz. Die wissenschaftliche Begleitung lag bei den Professoren Georg Fischer und Dominik Markl (Altes Testament), Thomas Söding (Neues Testament) sowie Michael Langer (Religionspädagogik). Sie umfasst 432 Seiten, erscheint im Doppelverlag YOUCAT Foundation & Katholisches Bibelwerk Stuttgart und kostet 14,99 Euro. Für 2016 sind Ausgaben in 20 Sprachen geplant.

von esther10 14.11.2015 14:50

Die wirkliche Revolution von Papst Franziskus erfolgt durch Ernennungen
14. November 2015 13:59 | Mitteilung an die Redaktion


Die Revolution Franziskus erfolgt durch Ernennungen

(Rom) „Die wirkliche Revolution von Franziskus erfolgt durch Ernennungen.“ Das schreibt der Vatikanist Sandro Magister zur Ernennung des neuen Erzbischofs von Mecheln-Brüssel. Die Ernennung des neuen Primas von Belgien nennt Magister „die Revanche von Danneels gegen Ratzinger“ und „den Triumph des Clubs von Sankt Gallen“.

Um die Kurienreform und die Vatikanfinanzen kümmere sich Papst Franziskus eigentlich nur, weil er müsse, aber „nicht aus Leidenschaft“. Er habe dazu weder einen „Gesamtplan“ noch setze er auf die richtigen Leute. Mehr noch, der argentinische Papst „setzt zu oft auf die falschen Männer und Frauen“. Inzwischen sei ganz anderes klargeworden: „Papst Franziskus will das Bischofskollegium revolutionieren“. Und das betreibe er, im Gegensatz zur Kurienreform, „systematisch“.

Die Reden an den Episkopat der USA und Italiens

Die beiden Reden, die er im Herbst an die Episkopate der USA und Italiens richtete, „unterscheiden sein Pontifikat von seinen Vorgängern“.

Wenn es zwei bedeutende Länder der westlichen Welt gab, deren Episkopate mehr als 200 Bischöfe zählen, und die am meisten den Vorgaben der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. gefolgt sind, „dann waren das genau jene der USA und Italiens“, so Magister.
Beide wurden von zwei beachtenswerten Führungspersönlichkeiten geleitet: Kardinal Francis George in den USA und Kardinal Camillo Ruini in Italien. Rund um Kardinal George entstand eine „homogene und starke Mannschaft von Kardinälen und Bischöfen“, die ein gemeinsames Kirchenverständnis, aber auch eine gemeinsame Handlungsweise verband. Rund um Kardinal Ruini hingegen nicht.

Als es um Kardinal Ruini altersbedingt ruhiger wurde, bedurfte es für Franziskus nur wenig, „um die italienische Bischofskonferenz zu demolieren, um sie dann ‚ex novo‘“ nach seinen Wünschen und Vorstellungen wieder aufzubauen. Gleiches ist ihm in den USA nicht gelungen, wie die jüngste Bischofssynode gezeigt habe. Die amerikanischen Synodalen bildeten zusammen mit den afrikanischen und osteuropäischen die entscheidende Sperrmauer gegen die Neuerer.

Befehl an die Episkopate der USA und Italiens „Marschrichtung zu ändern“

Am 23. September 2015 hielt Papst Franziskus seine Rede an die Bischöfe der USA in Washington, am 10. November 2015 seine Rede an die Bischöfe Italiens in Florenz.

„Es ist nicht meine Absicht, ein Programm abzustecken oder eine Strategie zu umreißen“, sagte der Papst in den USA. Ebensowenig wollte er, nach eigenen Worten, der in Florenz versammelten Führungsspitze der Kirche in Italien eine bestimmte Agenda diktieren. „Es besteht aber kein Zweifel, daß Papst Franziskus sowohl im einen wie im anderen Fall beiden Episkopaten befohlen hat, die Marschrichtung zu ändern“, so Magister.
Die beiden Reden seien zwar anders ausgearbeitet, „doch beide sind unmißverständlich darin, von den Bischöfen eine Änderung in Sprache, Stil und pastoralem Handeln“ zu verlangen.
„Streitbare Sprache“ aufgeben

Den US-Bischöfen sagte Franziskus:

„Aber weh uns, wenn wir das Kreuz zu einem Banner weltlicher Kämpfe machen und dabei vergessen, dass die Bedingung für einen dauerhaften Sieg darin besteht, sich durchbohren zu lassen und sich selbst zu entäußern.“

„Es ist uns nicht erlaubt, uns von der Angst lähmen zu lassen, indem wir einer Zeit nachtrauern, die nicht wiederkehrt, und harte Antworten auf die schon erbitterten Widerstände vorbereiten.“
„Eine erbitterte und streitbare Sprache der Spaltung ziemt sich nicht für die Lippen eines Hirten, hat kein Heimatrecht in seinem Herzen, und obschon diese für einen Augenblick eine scheinbare Vorherrschaft zu sichern scheint, ist letztlich nur der dauerhafte Reiz der Güte und der Liebe wirklich überzeugend.“

„Mir gefällt eine unruhige Kirche“

Und den italienischen Bischöfen sagte er:

„Wir dürfen nicht auf die Macht versessen sein, auch dann nicht, wenn sie das Gesicht einer nützlichen und funktionalen Macht für das soziale Erscheinungsbild der Kirche hat.“
„Möge Gott die italienische Kirche vor jedem Ersatz durch Macht, durch Ansehen und durch Geld bewahren. Die evangelische Armut ist kreativ, die nimmt an, stützt und ist reich an Hoffnung.“

„Mir gefällt eine unruhige italienische Kirche, die den Verlassenen, den Vergessenen, den Unvollkommenen immer näher wird.“

„Mir ist eine ‚verbeulte‘ Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist. Ich will keine Kirche, die darum besorgt ist, der Mittelpunkt zu sein, und schließlich in einer Anhäufung von fixen Ideen und Streitigkeiten verstrickt ist.“

Synodaler Weg „in jeder Pfarrei, jeder Gemeinschaft, jeder Diözese“

Diese letzten Worte sind dem Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium entnommen, einem Dokument, das Papst Franziskus selbst als „programmatisch“ für sein Pontifikat bezeichnet hat. Franziskus forderte die italienische Kirche auf, in den kommenden Jahren den „synodalen“ Weg „zu vertiefen“, und das auf allen Ebenen, „in jeder Gemeinschaft, in jeder Pfarrei, in jeder Diözese, in jeder Region“.

Seine Forderung unterstrich er mit der Ermahnung, der nie ganz erloschenen Häresie des Pelagianismus zu widerstehen.

„Der Pelagianismus bringt uns dazu, Vertrauen in die Strukturen, in die Organisationen, in die perfekten, weil abstrakten Planungen zu haben. Oft bringt er uns sogar dazu, einen Stil der Kontrolle, der Härte, der Normen anzunehmen. Die Norm gibt dem Pelagianer die Sicherheit, sich überlegen zu fühlen, eine klare Orientierung zu haben. Darin findet er seine Kraft, nicht in der Leichtigkeit des Wehens des Geistes. Vor den Übeln der Probleme der Kirche ist es sinnlos, Lösungen in Konservativismen und Fundamentalismen, in der Restauration von Verhaltensweisen und überholten Formen zu suchen, die nicht einmal kulturell die Fähigkeit haben, von Bedeutung zu sein. Die christliche Doktrin ist kein geschlossenes System, das unfähig ist, Fragen und Zweifel hervorzubringen. Sie ist vielmehr lebendig, weiß zu beunruhigen, weiß zu animieren. Sie hat kein strenges Gesicht, sondern einen Körper, der sich bewegt und sich entwickelt, hat ein zartes Fleisch: die christliche Lehre heißt Jesus Christus.“
Magister dazu: „Es ist geradezu unnötig zu erwähnen, daß die Gedanken der anwesenden italienischen Bischöfe beim Hören eines solchen Verweises nicht nur zur umkämpften Synode vom vergangenen Oktober und dem erwarteten päpstlichen Dokument wanderten, mit denen der Papst die Summe ziehen wird, sondern auch zur Ära Ruini und dessen ‚Kulturprojekt‘.“
Lob für progressive Führung der 1970er Jahre – Richtungswechsel Cupich

In Washington „vergaß es der Papst nicht, positiv die progressistische Führung der amerikanischen Bischöfe in den 70er und 80er Jahren unter Kardinal Joseph Bernardin in Erinnerung zu rufen“, dessen Motto „seamless garment“ Papst Franziskus wiederholte und durch seine eigenen Worte ergänzte: „Die unschuldigen Opfer der Abtreibung, die Kinder, die verhungern oder unter Bomben sterben, die Immigranten, die auf der Suche nach einer Zukunft ertrinken, die Alten oder die Kranken, auf die man gerne verzichten würde, die Opfer von Terrorismus, Krieg, Gewalt und Drogenhandel, die Umwelt, die von einer räuberischen Beziehung des Menschen zur Natur zerstört wird.”

Kardinal Bernardin war Erzbischof von Chicago. Auch Kardinal George war Erzbischof von Chicago und symbolisierte einen Richtungswechsel. „Und nun ist es seit einem Jahr Blase Cupich, der Mann, den Franziskus überraschend auf diesen entscheidenden Stuhl für die künftige Führerschaft eines amerikanischen, an den neuen Kurs angepaßten Episkopats setzte“.
Cupich von „liberalen“ Hauptstadt-Bischöfen McCarrick und Wuerl gewollt


Erzbischof Cupich (Chicago) mit Synoden-Generalsekretär Kardinal Baldisseri
„Cupich“, so Magister, „ist nach dem Urteil vieler nicht auf der Höhe seiner Vorgänger. Und er war unter den anderen Bischöfen nicht einmal beliebt, wie die wenigen Stimmen zeigen, die er 2014 bei den Wahlen zum Präsidenten und Vizepräsidenten der Bischofskonferenz erhielt.

Seine Beförderung nach Chicago war jedoch von zwei amerikanischen Kardinäle der ‚liberalen‘ und ‚moderaten‘ Minderheit wärmsten empfohlen, von Theodor McCarrick und Donald Wuerl, die beide nacheinander Erzbischöfe von Washington waren.“

An McCarrick erinnert man sich in den USA vor allem noch wegen der Vertuschung des Schreibens, das vom damaligen Kardinal Joseph Ratzinger 2004 an die amerikanischen Bischöfe gerichtet war, mit dem sie ermahnt wurden, Politikern, die Abtreibungsbefürworter sind, nicht die Kommunion zu spenden.

Von Wuerl, der soeben altersbedingt seinen Rücktritt einreichte, ist vor allem seine kämpferische Haltung bei der Bischofssynode vom Oktober in Erinnerung. Dabei war er nicht von den amerikanischen Bischöfen zum Synodalen gewählt worden, sondern, genauso wie Cupich, von Papst Franziskus persönlich ernannt worden. Franziskus berief ihn auch gleich in das Redaktionskomitee für den Schlußbericht. Ein zehnköpfiges Komitee, dessen einseitige Besetzung mit Kasperianern so erdrückend war, daß sie schon plump wirkte. „Gestärkt durch diese Ernennungen griff Wuerl öffentlich die dreizehn Kardinäle an, die sich am Beginn der Synode an den Papst wandten, und unter denen sich auch US-Amerikaner befanden, darunter der Erzbischof von New York, Timothy Kardinal Dolan.“

Im Gegensatz zu den Gegenspielern wurde Wuerl auch zu einer der täglichen Pressekonferenzen der Synode eingeladen.

Franziskus‘ progressive Ernennungen in den USA

„Die vier von der amerikanischen Bischofskonferenz gewählten Synodalen gehörten alle der von Wojtyla und Ratzinger geprägten Mehrheitsströmung an. Auch der erste der Nicht-Gewählten, Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco, gehört dieser Richtung an.“ Cupich war erst der zweite Nicht-Gewählte. „Doch Franziskus überging bei den 45 von ihm persönlich ernannten Synodalen den ersten und ernannte Cupich und fügte noch einen weiteren weitgehend unbekannten Bischof derselben Prägung wie Cupich, den Jesuiten Georg V. Murry von Youngstown hinzu.“

Noch zwei weitere Bischofsernennungen des Papstes in den USA wurden von den „Liberalen” begeistert als „Franziskus-konform“ aufgenommen: die Ernennung von John Charles Wester zum neuen Erzbischof von Santa Fe und von Robert W. McElroy zum neuen Bischof von San Diego.

„Nach der Rede von Washington ist vorhersehbar, daß dieser von Franziskus begonnene Austausch des US-Episkopats mit erhöhtem Tempo fortgesetzt werden wird.“
Die im Zweijahresrhythmus stattfindenden Wahlen für den Vorsitz in der Bischofskonferenz werden bereits im kommenden Jahr Auskunft über Verschiebungen geben.
Franziskus‘ progressive Ernennungen in Italien

In Italien „wurde der erste und entscheidende Schlag gegen die von Kardinal Ruini geprägte Bischofskonferenz“ bereits Ende 2013 gesetzt. Papst Franziskus entließ den damaligen Generalsekretär Mariano Crociata und „verbannte ihn in die kleine, periphere Diözese Latina“. An seiner Stelle ernannte der Papst Nunzio Galantino zum neuen Generalsekretär und damit ausgerechnet den Bischof „mit den wenigsten Stimmen auf der langen Liste der Vorgeschlagenen, die das ständige Komitee der Bischofskonferenz dem Papst vorgelegt hatte“.
Doch „die Letzten werden die Ersten sein“, und so bewegt sich Galantino „seither mit absoluter und uneingeschränkter Macht“, da er und alle anderen Bischöfe Italiens wissen, „daß er Papst Franziskus besonders nahesteht“. Damit mußte der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz gar nicht ausgetauscht werden, was für Aufsehen gesorgt hätte. Wer aber achtet schon auf einen Sekretärswechsel. Galantino, der „Mann des Papstes“, hat mit dieser informellen Visitenkarte Kardinal Angelo Bagnasco längst neutralisiert und in den Schatten gestellt.

Es folgten eine ganze Reihe von Ernennungen, die dem Richtungswechsel Konturen verleihen. Darunter wichtige Diözesen: in Padua den Pfarrer Claudio Cipolla, in Palermo den Pfarrer Corrado Lorefice und in Bologna den bisherigen Weihbischof von Rom, Matteo Zuppi.
„Schule von Bologna“ und Geheimzirkel „Sankt Gallen“

Lorefice und Zuppi sind bekannt für ihre Zugehörigkeit zur progressiven „Schule von Bologna“, jener geschichtswissenschaftlichen Richtung, von der die in der Weltkirche noch heute vorherrschende Lesart des Zweiten Vatikanischen Konzils als „Bruch“ und „Neubeginn“ stammt.

„Man kann noch hinzufügen, daß Bergoglio Zuppi seit Jahren persönlich kannte. Als führendes Mitglied der Gemeinschaft Sant’Egidio war Zuppi mehrfach in Buenos Aires, um Hilfe zu bringen. Nie vergaß er, den damaligen Erzbischof der argentinischen Hauptstadt zu besuchen“, so Magister.

Gerade in Italien ernannte Franziskus nicht Bischöfe von Diözesen zu Kardinälen, die traditionell mit der Kardinalswürde verbunden sind, wie Venedig und Turin, sondern kleinere Diözesen wie Perugia, Ancona und Agrigent.

Neo-Kardinal Edoardo Menichelli, Bischof von Ancona, ist eng mit Kardinal Achille Silvestrini verbunden, dessen persönlicher Sekretär er war. „Silvestrini wiederum war Mitglied jenes progressiven Kardinalsclubs, der sich regelmäßig in Sankt Gallen in der Schweiz traf, um über die Zukunft der Kirche zu diskutieren und der in den beiden Konklaven dieses Jahrhunderts zuerst die Wahl von Papst Benedikt XVI. zu verhindern versuchte und dann die Wahl von Papst Franziskus betrieb.“ Ein Club mit den führenden Köpfen Walter Kasper, Karl Lehmann, Carlo Maria Martini, Basil Hume, Cormac Murphy-O’Connor und Godfried Danneels.
Der Rest der Welt am Beispiel Brüssel


Kardinal Godfried Danneels, Geheimzirkel St. Gallen
„Der ultraprogressive Danneels, emeritierter Erzbischof von Mecheln-Brüssel, gehört mit seinen 82 Jahren zu den Bevorzugten von Papst Franziskus. Sowohl 2014 als auch 2015 setzte er ihn an die Spitze der persönlich von ihm ernannten Synodalen, während er den amtierenden Erzbischof von Brüssel und Primas von Belgien, den konservativen André-Joseph Leonard zu Hause ließ“, so Magister.

Der argentinische Papst ließ sich „auch nicht davon beeindrucken, daß Danneels durch den Versuch 2010 die sexuellen Untaten des damaligen Bischofs von Brügge, Roger VanGheluwe zu decken, der seinen eigenen Neffen mißbrauchte, schwer diskreditiert ist“.
Am 6. November ernannte Papst Franziskus den neuen Erzbischof von Mecheln-Brüssel, der gleichzeitig Primas von Belgien, automatisch Vorsitzender der Belgischen Bischofskonferenz und Militärordinarius für Belgien ist. Ernannt wurde Bischof Jozef De Kesel, ein Protegé
Danneels‘ Revanche

„Bereits 2010 wollte Danneels De Kesel als seinen Nachfolger. Benedikt XVI. verhinderte dies jedoch, indem er gegen die Empfehlung Danneels und des Apostolischen Nuntius, dem Deutschen Karl-Joseph Rauber, Leonard ernannte.“ Rauber kritisierte diese Ernennung später öffentlich, was ein offener Affront gegenüber dem Papst war. Ein Zeichen, wie sehr man in bestimmten Kreisen über die Ernennung Leonards, bzw. die Nicht-Ernennung de Kesels verärgert war.

„Doch selbst ein solcher Vertrauensbruch eines Nuntius beeindruckte Papst Bergoglio nicht und er ernannte De Kesel zum Erzbischof und belohnte Rauber mit der Kardinalswürde. Jener Würde, die er Erzbischof Leonard verweigerte. Die Ernennung Raubers erfolgte, weil ‚er sich im Dienst für den Heiligen Stuhl und die Kirche ausgezeichnet hatte‘“, so Magister.
Eine ganze Kette von deutlichen Signalen der Mißbilligung einer Richtung in der Kirche und der uneingeschränkten Förderung einer anderen.

Die „Revolution Franziskus“ erfolgt durch Ernennungen und wird damit noch Jahrzehnte nach seinem Abgang als Papst nachwirken.

von esther10 14.11.2015 14:25

Migranten in Italien: Mehr als die Hälfte Christen


Flüchtlinge an der italienischen Küste - ANSA

30/10/2015 12:35SHARE:

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Italienweit wurde das 50-Seiten umfassende „Dossier statistico immigrazione 2015“ – die aktuellen Daten zur Einwanderung in Italien - vorgestellt. Herausgeber ist die nationale Antidiskriminierungsstelle UNAR.

Von 240 Millionen Migranten weltweit sind fünf Millionen und 14.000 registrierte Einwanderer in Italien. Nur etwas weniger Italiener sind wiederum ins Ausland gezogen. Mehr als die Hälfte der Migranten haben eine europäische Staatsbürgerschaft. Die meisten Einwohner mit ausländischer Staatsbürgerschaft in Italien kommen aus Rumänien (etwas mehr als eine Million), gefolgt von den Albanern (rund 500.000), Marokkanern (etwa 450.000), Chinesen (knapp 270.000) und Ukrainern (zirka 230.000).

Besonderer Schwerpunkt des Dossiers sind natürlich die Flüchtlinge, die zwangsweise ihr Land verlassen mussten, deren Zahl sich im Vergleich zu 2013 mehr als verdoppelt hat. Damit liegt Italien als Einwanderungsland EU-weit an dritter Stelle, gefolgt von Frankreich und Ungarn. Nur Schweden und Deutschland hatten in diesem Jahr mehr Asylanträge zu bearbeiten.
Die meisten Asylbewerber in Italien kamen aus afrikanischen Ländern wie Nigeria, Mali und Gambia. Franco Pittau von dem Redaktionsteam des Dossiers: „Im Jahr 2014 hat sich der Flüchtlingsstrom stark erhöht. Das ist große eine Neuheit: fast viermal mehr als im Jahr 2013. 78.000 sind ihren Familien nachgezogen; 25.000 Menschen kamen auf der Suche nach einem Job.“

Hauptaufgabe sei es nun, alles für die Integration dieser Menschen zu tun, so Pittau. Die Zahlen seien natürlich nur auf der Basis der Registrierungen entstanden, wie die Dunkelziffer also aussehe, könne auch die Statistik nicht sagen. Eines ist aber sicher – laut der Statistik profitiert Italien von den Migranten, denn sie hinterlassen einen Überschuss von drei Milliarden Euro. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Wirtschaft und das Rentensystem.

Claudio Paravati, Direktor der interreligiösen italienischen Zeitschrift „Confronti“, räumt auch mit einem anderen Vorurteil auf:

„Mehr als jeder zweiter Einwanderer mit Wohnhaft in Italien ist Christ. Diese Daten zeigen ganz offensichtlich, dass die Theorie der Einwanderung – dass sie zu einer neuen Religion oder einer religiösen Kolonialisierung führen könnte, ganz offensichtlich falsch ist.“
(rv 30.10.20.15 no)

von esther10 14.11.2015 14:22

Vatikan: Papst ernennt Mitglieder für den Synodenrat


Nach der Synode ist vor der Synode: Abschlussmesse im Petersdom - ANSA

14/11/2015 09:33SHARE:

Der Rat der Bischofssynode ist vollständig: Wie der Vatikan an diesem Samstag bekannt gab, hat Papst Franziskus drei Ernennungen vorgenommen, welche die zwölf von der Versammlung der Bischofssynode gewählten Mitglieder ergänzen. Dabei handelt es sich um Patriarch Louis Raphaël I. Sako von der chaldäischen Kirche, um den Erzbischof von Madrid Carlos Osoro Sierra und um den Erzbischof von Brasilia und Vorsitzenden der größten Bischofskonferenz der Welt, nämlich Brasiliens, Sérgio da Rocha.

Der Rat hat die Aufgabe, bis zur kommenden ordentlichen Versammlung die Synodenleitung zu beraten und die Sitzungen vorzubereiten. Dafür werden für jeden Kontinent drei Mitglieder gewählt, für Europa etwa der Wiener Erzbischof Kardinal Christopf Schönborn, der Londoner Erzbischof Kardinal Vincent Nichols und der Erzbischof von Chieto-Vasto in Italien, Bruno Forte.

Die im Oktober gewählten Mitglieder im Einzelnen:
Kardinal Christopf Schönborn, Erzbischof von Wien
Kardinal Wilfrid Fox Napier, Erzbischof von Durban, Südafrika
Kardinal Oscar Andrés Rodríguez Maradiaga, Erzbischof von Tegucigalpa, Honduras
Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson, Vatikan (gewählt für Afrika)
Kardinal George Pell, Vatikan (gewählt für Asien-Ozeanien)
Kardinal Marc Ouellet, Vatikan (gewählt für die Amerikas)
Kardinal Oswald Gracias, Bombay, Indien
Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle, Erzbischof von Manila, Philippinen
Kardinal Vincent Nichols, Erzbischof von Westminster
Kardinal Robert Sarah, Vatikan (gewählt für Afrika)
Erzbischof Charles Chaput, Philadelphia, USA
Erzbischof Bruno Forte, Chieti-Vasto, Italien

(rv 14.11.2015 ord)

von esther10 14.11.2015 14:14

Papstbesuch der Lutheraner-Kirche: Hoffnung auf Ökumene-Impuls


Martin Luther - Der Kirchenreformator

14/11/2015 08:05SHARE:

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Kommenden Sonntag verlässt Papst Franziskus wieder den Vatikan und macht sich auf den Weg in die Via Sicilia. Sie befindet sich unweit von dem Park der Villa Borghese und der berühmten Luxus-straße Via Veneto. In der Via Sicilia befindet sich die evangelische Kirche Roms, weniger prunkvoll als so manch andere römische Kirche.

Seit 14 Jahren ist die Pastorentochter Dörte Schmidt Teil der lutherischen Gemeinde in Rom, die mit Spannung den Papstbesuch erwartet. Johannes Paul II. war der erste Papst, der die Pforte zur lutherischen Gemeinde überschritt. 1983 war das, anlässlich des fünfhundertsten Geburtstags von Martin Luther. Es war zum ersten Mal seit der Reformation, dass ein Papst den Fuß in eine lutherische Kirche setzte. Am 14. März 2010 kam Benedikt XVI. vorbei. Dörte Schmidt erinnert sich noch:

„Benedikt hatte was von der Kanzel gesagt, das war eigentlich nicht im Programm, etwas zur Ökumene, nämlich dass wir dankbar sein können für das, was Katholiken und die Lutheraner alles schon gemeinsam machen können: nämlich singen, das Wort Gottes hören... aber natürlich gibt es immer noch das Problem, dass wir das Abendmahl nicht gemeinsam feiern können, und das kann eigentlich nur der Heilige Geist erreichen. Vielleicht gibt es ja jetzt einen neuen Impuls…wir finden das ganz toll, dass Franziskus jetzt zu uns kommt, wo wir eigentlich nur eine kleine Gemeinde sind.“

Rund 8.000 Luteraner soll es in Italien geben. Insgesamt sprechen (nicht ganz aktuelle) Statistiken von 435.000 italienischen Protestanten. In Deutschland, von wo der Protestantismus ausgegangen ist, sollen es laut Statistikportal rund 23,4 Millionen Protestanten geben. Wie viele von ihnen am Sonntag in der Kirche sein werden, ist schwierig zu sagen. In der Kirche werden hauptsächlich Mitglieder aus der Gemeinde sein, betont die Lutheranerin. Pastor Jens-Martin Kruse hat die damalige Liste von Benedikt XVI. einfach aktualisiert, aber natürlich dürfen auch Partner und Kinder der Gemeindemitglieder anwesend sein. Sie sollen es sogar. Dörte Schmidt wird zum Beispiel ihren katholischen Lebenspartner mitnehmen. Die Realität der Gemeinde werde also präsent sein und den Papst ganz nah erleben dürfen. Offiziell hat der Pastor bei der letzten Messe erwähnt, dass es ein Abendgebet sein wird um 16:00 – das Detail, dass der Papst anwesend sein wird, sparte er jedoch aus. Vielleicht um einen Ansturm zu vermeiden, so die Deutsche.

„Ich habe am Sonntag den Pastor gefragt, wie läuft es denn mit den Vorbereitungen und er hat gesagt: ‚Unsere Seite haben wir vorbereitet, jetzt muss er kommen und er macht da den Rest. So ist die Stimmung. Es wird eine Begegnung sein, wir werden zusammen feiern. Wir freuen uns darauf. Für uns ist es eine tolle Gelegenheit.“

Schmidt erwartet sich bei dieser Gelegenheit einen neuen ökumenischen Impuls. Auch wenn Benedikt XVI. sich 2010 nicht an seinen Redetext gehalten hat, so denkt sie, wird es diesmal noch intensiver sein.

„Dieser Papst ist eben viel direkter und sehr stark immer auf das Evangelium bezogen und das ist auch das, was damals vor 500 Jahre Luther wollte. Dass eben auch jeder das Evangelium lesen kann. Der große Unterschied ist ja, dass unser Abendmahl nicht akzeptiert wird, weil es nicht von einem ordinierten Priester verteilt wird. Man wird sehen, ob er dazu etwas sagen wird. Auf jeden Fall schätzt er die Unterschiede, weil sie immer eine Bereicherung sind. Der Rahmen ist die Einheit, dass wir alle Christen sind. Gerade jetzt in diesem Moment, denke ich mir, wo es schwierig ist für viele Christen, nicht in diesem Teil der Welt, aber anderswo, und dass wir uns eigentlich darauf besinnen, dass wir eigentlich wirklich zusammen gehören.“
Das vatikanische Konzil, die Erklärung der Rechtfertigungstheorie 1999 oder auch das alljährliche Gebet für die Einheit der Christen jeden 25. Januar zum Tag der Bekehrung von Paulus in der Papstbasilika Sankt Paul vor den Mauern sind aus Sicht der Protestantin wichtige Zeichen. Franziskus, der manchmal auch als katholischer Lutheraner bezeichnet werde, als Reformator, habe „die Macht, uns näher zusammen zu bringen".

Das sehe sie, fährt Dörte Schmidt fort, allein an seiner Sprache. Diese sei nämlich „einleuchtend, sehr einfach. Und diese Einfachheit ist das, was wir in unserer Kirche haben. Auch wenn man in unsere Kirche geht, sieht man das sofort, im Vergleich mit vielen anderen prunkvollen römischen Kirchen. Dagegen ist damals auch Luther losgezogen, ich denke da, haben wir den Papst wahrscheinlich auf unserer Seite. Man ist gespannt, was dann tatsächlich am Sonntag passieren wird.“

Die Lutheraner begehen 2017 das 500-jährige Reformationsjubiläum. Am 31. Oktober 1517 hat Luther die 95 Thesen publik gemacht, in denen er gegen die Missbräuche beim Ablass und besonders gegen den geschäftsmäßigen Handel mit Ablassbriefen auftrat. Luther entwickelte in den folgenden Jahren seine Lehren, die sich rasch über den europäischen Kontinent ausbreiteten. Die dadurch ausgelösten Religionskonflikte mündeten schließlich in den Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648), an dessen Ende die Religionsfreiheit in Deutschland und Europa vertraglich besiegelt wurde.
(rv 13.11.2015 no)

von esther10 14.11.2015 13:26

CSU-Chef: Grenzkontrollen wieder einführen

Veröffentlicht: 14. November 2015 | Autor: Felizitas Küble

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) fordern schärfere Sicherheitsmaßnahmen auch in Deutschland.

Neben der Sicherung der EU-Außengrenzen müsse auch über durchgehende Kontrollen an den deutschen Grenzen nachgedacht werden, erklärte der CSU-Chef am heutigen Samstag (14.11.) beim Landesparteitag der sächsischen CDU in Neukieritzsch. «Wir müssen wissen, wer bei uns ist und wer durch unser Land fährt.»

Ministerpräsident Tillich sprach sich ebenfalls für Kontrollen aus: «Eine faktisch längere unkontrollierte Einreise darf es nicht länger geben», sagte er.

Quellen: http://www.radiozwickau.de/nachrichten/d...nahmen-1179486/
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten....and-noch-nicht/

Klartext-ARTIKEL zu den Pariser Attentaten auf der ACHSE DES GUTEN: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...egserklaerung_a

von esther10 14.11.2015 13:22

Asylsuchender wurde als Terrorist enttarnt
Veröffentlicht: 14. November 2015 | Autor: Felizitas Küble

Die Befürchtungen, dass islamistische Terroristen über den Asylweg nach Europa gelangen könnten, erweisen sich mittlerweile als bittere Tatsache.

Um Panik in der Bevölkerung zu vermeiden, gab die italienische Regierung erst kürzlich bekannt, dass der tunesische Terrorist, Ben Nasr Mehdi, von den italienischen Sicherheitsbehörden aufgegriffen wurde. Asylverfahren-100_03



Als am 4. Oktober ein Boot mit ungefähr 200 Migranten kurz vor der Insel Lampedusa (Sizilien) gerettet werden konnte, befand sich auch Mehdi unter den Passagieren.

Durch die Abnahme von Fingerabdrücken stellte sich heraus, dass es sich bei dem vermeintlichen Asylwerber, der unter einem anderen Namen vorgab, politisches Asyl zu benötigen, um den Terroristen Mehdi handelt, der bereits 2007 aufgrund seiner dschihadistischen Tätigkeiten zu sieben Jahren Haft in Italien verurteilt und danach nach Tunesien abgeschoben wurde.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.unzensuriert.at/content/0019...hadist-enttarnt

HINWEIS: Unser CHRISTLICHES FORUM hat bereits Anfang September 2015 diese Meldung über einreisende Terroristen veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/201...is-terroristen/

von esther10 14.11.2015 13:18

Vermummung und Maskierung wird in Bayern zukünftig als Straftat geahndet
Veröffentlicht: 14. November 2015 | Autor: Felizitas Küble

Wer sich auf Demonstrationen in Bayern maskiert oder vermummt, muss künftig mit einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft rechnen – bisher waren


Vermummte_c0ccd44a67Verstöße als bloße Ordnungswidrigkeit eingestuft. Eine entsprechende Verschärfung des Versammlungsrecht hat der Landtag beschlossen. Damit soll möglichen Ausschreitungen vermummter Gewalttäter vorgebeugt werden.

Die neue gesetzliche Regelung dient neben dem Schutz der Polizeibeamten auch der Aufrechterhaltung des Demonstrationsrechts ohne Gewalt.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: „Es ist richtig, dass wir Leute von vorneherein mit einer klaren Strafandrohung davon abhalten, sich vermummt auf einer Demonstration zu bewegen. Wir wollen friedliche Demonstrationen in unserem Land und wir wollen, dass sie gewaltfrei verlaufen. Leuten, die sich gewaltbereit zeigen und sich deshalb vermummen, sagen wir: Damit habt ihr in Bayern nichts verloren.“

Quelle (Text/Foto): http://www.csu.de/aktuell/meldungen/nove...d-zur-straftat/

von esther10 14.11.2015 13:08

Bundespolizei häufte allein an der dt.-österr. Grenze 500.000 Überstunden an
Veröffentlicht: 14. November 2015 | Autor: Felizitas Küble

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat nach dem Kompromiss der Regierungskoalition zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms nur gedämpfte Erwartungen.

DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt sagte in Berlin: „Nachdem der tagelange Streit um Begrifflichkeiten endlich beendet ist, müssen die nun beschlossenen Registrierzentren schnell eingerichtet werden und den Praxistest bestehen.

Das ändert jedoch nichts an der Zahl der ankommenden Flüchtlinge, aber auch nichts an einer extrem beanspruchten Bundespolizei, die mittlerweile an der deutsch-österreichischen Grenze über 500.000 Überstunden angehäuft hat. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind an der Grenze der Belastbarkeit angekommen. So kann es nicht weitergehen. 033_30



Die Bundespolizistinnen und Bundespolizisten, die seit Wochen an der Grenze ihren Dienst versehen, müssen jetzt entlastet werden. Der Vorschlag, Bundeswehrkräfte für logistische Aufgaben einzusetzen, ist deshalb richtig und notwendig. Das hat auch nichts mit einem – zu recht nicht erlaubten – Bundeswehreinsatz im Innern zu tun.“

Kräfte der Bundespolizei werden dringend auch zum Aufbau einer europäischen Grenzpolizei benötigt. „Mit einer multinational zusammengesetzten Europäischen Grenzpolizei könnten die europäischen Vorgaben an den EU-Außengrenzen umgesetzt werden, ohne einzelne Staaten wie Italien, Griechenland oder Slowenien wie bisher zu überfordern und mit ihren Problemen allein zu lassen oder wie im Falle Ungarns bei notfalls auch unpopulären grenzsichernden Maßnahmen zu stigmatisieren“, so der stellv. Bundesvorsitzende und Chef der DPolG-Bundespolizeigewerkschaft Ernst G. Walter.

Quelle: http://www.dpolg.de/aktuelles/news/bunde...tlastet-werden/

von esther10 14.11.2015 00:55

Terroranschlag in Paris – Präfekt der Glaubenskongregation gibt Statement ab

Kardinal Müller: Alle Feindschaften und Vorurteile überwinden
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 14. November 2015 um 11:55 Uhr


Eiffelturm in Paris

Heiligenkreuz (Kathnews/Stift Heiligenkreuz) In einer Videobotschaft anlässlich seines Besuches des Stiftes Heiligenkreuz bei Wien hat der Präfekt der Glaubenkongregation sich zu den jüngsten Terroranschlägen in Paris geäußert. Kathnews veröffentlicht das Statement im Folgenden in vollem Umfang:

“Liebe junge Freunde, ich bin gerade eingeladen im Kloster Heiligenkreuz zu einer schönen gottesdienstlichen Feier, aber in diesem Moment sind wir alle sehr bedrückt von diesem furchtbaren Anschlag auf die Menschen in Paris.

Manchmal wird dann gesagt, das ist ein religiöser Hintergrund für Gewalt, aber in Wirklichkeit ist ja Religion die Verbindung zu Gott, zu Gott, der uns Menschen erschaffen hat, der uns liebt, der uns zu Brüdern und Schwestern macht. Er ist der Gott des Lebens und der Liebe und der Wahrheit und er ist absolut dagegen, dass wir Menschen uns einander umbringen und uns sogar noch auf seinen Namen berufen.

In dieser Situation ist es ganz wichtig, dass wir zusammenstehen, dass wir alle Feindschaften gegeneinander, Vorurteile überwinden; dass wir verstehen wir sind Brüder und Schwestern vor Gott, auch die Unterschiede im Glauben müssen dazu führen, dass wir uns wechselseitig noch mehr verstehen lernen, wechselseitig helfen, dass wir aber als Christen auch besonders diesen Weg der Zuneigung, der Solidarität und der Liebe miteinander gehen.

Dazu möchte ich alle einladen, dass wir uns darauf besinnen, dass Jesus Christus gekommen ist zu uns Menschen, er ist der Sohn Gottes, er hat unser menschliches Leben geteilt; er hat auch so viel erlitten, ja am Ende hat man ihn sogar ans Kreuz geschlagen als einen Verbrecher, als einen Aufrührer gekreuzigt; aber er ist von den Toten auferstanden und hat und hat uns Menschen Hoffnung gegeben und daraus leben wir in unserem christlichen Glauben. Das ist der Weg, den wir gehen, der Weg der Liebe und der Verständigung, der Überwindung des Leidens und nicht des Zufügens von Leiden anderen Menschen gegenüber. Das gilt für uns alle persönlich in unserem Herzen, dass wir den Frieden Gottes erleben, aber auch in unserem Zusammensein, in unseren Familien, in den Gemeinschaften, in denen wir leben, am Arbeitsplatz, in den Pfarreien, in den Diözesen, in der ganzen Weltkirche. Das ist unser Weg, denn Gott ist der Gott der Liebe und des Lebens. Ich grüße Euch alle ganz herzlich!”



Foto: Eiffeltum in Paris

von esther10 14.11.2015 00:41



Erzbischof Chaput als eines der neuen Mitglieder auf Synodalrat benannt



Erzbischof Chaput von Philadelphia in Rom am 15. September 2014. Credit: Joaquin Perez Piero / CNA.
von Elise Harris

Vatikanstadt, 14. November 2015 / 04.08 (CNA / EWTN Nachrichten) .- Am Samstag werden die Namen der 15 Kardinäle und Bischöfe gewählt, um für die nächste Synode vorbereitet wurden vom Vatikan bekannt gegeben - einer von ihnen war Erzbischof Charles Chaput von Philadelphia.

Die Namen der neuen Mitglieder der Synode des Rates wurden in einem 14. November Kommunique vom Vatikan bekannt gegeben.

Der Rat des Generalsekretariats der Bischofssynode mit der Vorbereitung auf die ordentliche Synode, die alle drei Jahre stattfindet, um eine bestimmte Bedeutung in der Kirche zu diskutieren belastet.


Serving als beratendes Gremium an den Papst, die Bischofssynode wurde von Papst Paul VI im Jahre 1965 durch das Motu proprio Apostolica sollicitudo zu "zu stärken (des Papstes) union" mit anderen Bischöfen und auf "noch engere Verbindungen zu knüpfen", mit ihnen etabliert.

Es besteht aus einer Gruppe von Bischöfen aus der ganzen Welt, die alle drei Jahre ", engere Verbindung zwischen dem Papst und Bischöfen zu fördern, um den Bischof von Rom mit ihrem Rat zu unterstützen ... und Fragen im Zusammenhang mit der Tätigkeit der Kirche in die betrachten treffen Welt ", nach Kirchenrecht.

Vor jeder Erfassung eines Themas wird durch den Papst gewählt, und der Rat bereitet sich auf der Synode nach dem gewählten Thema. Der Papst kann auch eine außerordentliche Synode anrufen, wenn er fühlt, dass das Thema bedarf weiterer Diskussion, wie der Fall mit dem 2014 außerordentliche Synode über die Familie war.

3 von jedem Kontinent, Asien und Oceana (Australien) als einer gezählt - - Die Synode des Rates besteht aus einem permanenten Generalsekretär (Kardinal Lorenzo Baldisseri) und Staatssekretär (Bischof Fabio Fabene) sowie 15 Mitgliedern zusammensetzt und in dem der Drei ernannt Papst.


Von den 15 Mitgliedern 12 von den Kardinälen und Bischöfen am Ende der Ordentlichen Synode nominiert und servieren eine dreijährige Amtszeit. Nach ihrer Amtszeit endet mit dem Ende der ordentlichen Synode, wird ein neuer Rat gewählt, um für den nächsten vorzubereiten.

Neben Erzbischof Chaput wählte andere Mitglieder für die Synode 2018 vorzubereiten: Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Disziplin der Sakramente; Kardinal Wilfrid Fox Napier, Erzbischof von Durban; Kardinal Marc Ouellet, Präfekt der Kongregation für die Bischöfe; Kardinal Óscar Rodríguez Maradiaga, Erzbischof von Tegucigalpa, Kardinal Christoph Shoenborn, Erzbischof von Wien; Kardinal Oswald Gracias, Erzbischof von Bombay; Kardinal Luis Antonio Tagle, Erzbischof von Manila, Kardinal George Pell, Präfekt für das Sekretariat der Wirtschaft; Kardinal Vincent Nichols, Erzbischof von Westminster; Erzbischof Mathieu Madega Lebouakehan der Mouila, Gabun, und Erzbischof Bruno Forte von Chieti-Vasto.

Die drei Mitglieder von Franziskus selbst ausgestattet sind: Erzbischof Louis Sako Raphael, chaldäische Patriarch von Babylon; Erzbischof Carlos Osoro Sierra von Madrid und Erzbischof Sergio Da Rocha Erzbischof von Brasilien und der Präsident der brasilianischen Bischofskonferenz.
http://www.catholicnewsagency.com/news/a...-council-12852/

von esther10 14.11.2015 00:39

09. November 2015
Zulehner: "Priesterkirche" ist passé
Wiener Pastoraltheologe: Konzil löste "Erfolgsgeschichte" in Bezug auf Laienmitwirkung in der Kirche aus - Aber immer noch "latenter Klerikalismus", den auch Papst kritisiert


In Bezug auf die Mitwirkung und Mitverantwortung der Laienchristen in der Kirche hat sich seit dem Zweiten vatikanischen Konzil sehr viel zum Positiven verändert. Insofern kann das Konzil und dessen Dekret über das Laienapostolat "Apostolicam Actuositatem" (18.11.1965) nach Überzeugung des Wiener Pastoraltheologen Paul Zulehner als Auslöser einer "Erfolgsgeschichte" gelten.

Sei vor 50 Jahren noch das Bild einer "Priesterkirche" mit je unterschiedlichen Aufgaben von Klerus ("Heilsdienst") und Laien ("Weltdienst") vorherrschend gewesen, so habe sich inzwischen weitgehend das Konzilsverständnis einer Kirche als "Volk Gottes" durchgesetzt. Dessen Mitglieder kennzeichne durch die allen gemeinsame Taufe auch eine Gleichwertigkeit, jedem und jeder Gläubigen sei eine Berufung und Begabung zuzusprechen. Zugleich ortete Zulehner im "Kathpress"-Interview einen immer noch vorfindbaren "latenten Klerikalismus" in der Kirche, den auch Papst Franziskus kritisiere, sowie eine noch unzureichend umgesetzte Laien-Mitverantwortung.

Unbestreitbar ist nach den Worten des neuen geistlichen Begleiters der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), dass es innerhalb der katholischen Kirche noch nie so viele engagierte Laien gab. Das zeige sich strukturell in Pfarrgemeinde- und Diözesanräten, aber auch aktuell bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme. "Seit dem Konzil ist da viel in Bewegung gekommen", befand Zulehner.

KIRCHE KEIN "DIENSTLEISTUNGSBETRIEB"

Freilich - auch in den Köpfen mancher Laien gebe es eine Form von Klerikalismus, die den Priestern oder zumindest den hauptamtlichen Kirchenmitarbeitern eine "Versorgungsrolle" zuweist. Es sei "bequem", sich nach dem Motto "Ich zahle, also macht!" liturgisch, sakramental und pastoral versorgen zu lassen. Diese Logik eines "Dienstleistungsbetriebes" Kirche sei nicht leicht zu durchbrechen und zu ersetzen durch das Kirchenverständnis einer Gemeinschaft, die "Dienste leistet", ist sich der Wiener Theologe im Klaren.

Einen "Krypto- bzw. Neoklerikalismus" nimmt Zulehner auch unter manchen Priesteramtskandidaten bzw. unter hierzulande wirkende Kleriker aus traditionell katholischen Ländern wahr. Nicht umsonst habe Papst Franziskus in einem Gespräch mit dem italienischen Journalisten Eugenio Scalfari bemerkt, dass auch ihn der Klerikalismus in der Kirche störe und er bei dessen Auftreten "mit einem Schlag antiklerikal" werde. Zulehner forderte demgegenüber von den Laien das Selbstbewusstsein, sich nicht mehr als "Mitarbeiter des Klerus" zu sehen, sondern "unvertretbar als Mitarbeiter Gottes".

Eine Ausweitung der zuletzt von Franziskus auch bei der Weltbischofssynode in Rom forcierten Synodalität in der Kirche hält der Pastoraltheologe auch im Blick auf die Laien für notwendig. Mehr Mitsprache und Beteiligung für sie wäre etwa bei der Ernennung von Bischöfen, aber auch bei der Besetzung von Pfarrern wünschenswert, sagte Zulehner.

IN KAÖ "PASTORALTHEOLOGISCHER ASSISTENZEINSATZ"

Seine neue Funktion bei der Katholischen Aktion als offizieller katholischer Laienbewegung sehe er nicht wie in der Tradition üblich als "Kontrollinstrument", sondern als "pastoraltheologischen Assistenzeinsatz". Inhaltlich habe er sich bisher bereits beim "Zukunftsforum" der KAÖ eingebracht, wo mit hoher Kompetenz gesellschaftlich brisante Themen behandelt würden: "Ökologie und globale Gerechtigkeit", "Bildung", "Arbeit", "Familiale Lebenswelten" und "Kirche in Gesellschaft". Zum Auftakt hatte das Zukunftsforum Ende 2013 unter dem Titel "Wo drückt der Schuh?" mithilfe Zulehners eine große Online-Umfrage zu diesen fünf Themenbereichen durchgeführt.

Mit Sachkompetenz und spiritueller Tiefe wolle er dazu beitragen, die Österreich-Ebene der Katholischen Aktion zu stärken, kündigte Zulehner an. Eine Diözese allein sei von manchen Herausforderungen überfordert, wies er als Beispiel auf das aktuelle Thema Flüchtlinge hin. Hier solle die KAÖ sogar eine grenzüberschreitende Brückenfunktion wahrnehmen, regte Zulehner etwa ein Treffen der mitteleuropäischen Laienorganisationen - aus Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Polen usw. - an. Es zeige sich, dass die Bischöfe dieser Region trotz großer Bemühungen von Kardinal Christoph Schönborn nicht leicht zu einer gemeinsamen Positionierung kommen; hier lohne sich ein Versuch auf Laienebene, meinte Zulehner.

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Zulehners Zölibats-Abneigung nichts Neues – daher gibts als Zugabe ein Mordkomplott

Soweit also nichts Neues unter der Sonne, auch nicht, daß ausgerechnet der Zölibats-Gegner Zulehner im ORF seine Meinung zum Besten geben durfte, und nicht ein Verteidiger des Zölibats und damit der offiziellen kirchlichen Lehre und Ordnung.
Um sich trotz seiner sattsam bekannten Position zum Zölibat doch etwas Aufmerksamkeit zu sichern, legte Zulehner noch einen Scheit drauf. Und das ziemlich dreist. Papst Franziskus wolle die Kirche grundlegend reformieren und eben dabei auch endlich den Priesterzölibat beseitigen. Zulehner hoffe, daß sich der Papst mit seinen Reformplänen durchsetzen könne, die der Pastoraltheologe natürlich genau zu kennen vorgibt, allerdings nur er, denn vom Papst sind keine konkreten „Reformpläne“ bekannt. Nicht genug damit. Wegen der angeblichen Absicht den Zölibat zu beseitigen, habe er, Zulehner, Angst um den Papst. Der Pastoraltheologe sagte, er hoffe, daß Papst Franziskus nicht vorher von seinen Gegner umgebracht werde.
Die Erfindung eines Gerüchts – Mytomanischer Applaus für eine „andere“ Kirche

Wörtlich sagte Zulehner dem ORF-Vorarlberg: „Manche Leute fürchten auch, daß es den Konservativen zu viel ist und daß manche auch daran denken, ihn [den Papst] umzubringen. Es gibt solche Gerüchte.“ Gerüchte, die natürlich wiederum nur Zulehner kennt. Oder anders ausgedrückt: ORF-Zuschauer wurdne Zeugen, wie ein Gerücht erfunden und in die Welt gesetzt wird.
Der ORF ließ auch den Pastoralamtsleiter der Diözese Feldkirch (Vorarlberg), Walter Schmolly, einer Abschaffung des Priesterzölibats applaudieren, der sich über Erzbischof Parolins Äußerung „erfreut“ zeigte. Auch er nennt den Priestermangel und die Zölibatsdebatte in einem Atemzug, als bestehe eine „Notwendigkeit“ zur Aufhebung des Priesterzölibats und als ließe sich damit der Priestermangel, der Ausdruck einer weit tieferen Krise, nämlich einer Glaubenskrise und radikaler demographischer Verschiebungen ist, damit „strukturell“ lösen.
http://www.katholisch.at/site/old/site/home?ts=1447520285

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