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von 23.02.2014 13:38

Kardinalserhebungen mit Benedikt XVI. – Konsistorium zum Ehesakrament ohne Benedikt XVI.?
22. Februar 2014 14:25 | Mitteilung an die Redaktion
Papst Franziskus auf dem Weg ins Konsistorium(Vatikan) Papst Franziskus kreierte am Samstag vormittag 19 neue Kardinäle, darunter mit dem Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, Gerhard Ludwig Müller, auch einen Deutschen. An der Zeremonie im Petersdom nahm auf Wunsch von Papst Franziskus überraschend auch Benedikt XVI. teil. Die Teilnahme stellt die Kirche nach wie vor vor protokollarische Schwierigkeiten. Warum aber wird Benedikt XVI. zu einer solchen Zeremonie eingeladen, nicht aber zum inhaltlich relevanteren Konsistorium der vergangenen Tage?

Am Vormittag leisteten die neuen Kardinäle im Petersdom ihren Treue- und Gehorsamseid. Papst Franziskus überreichte ihnen das Kardinalsbirett, den Kardinalsring und die Ernennungsurkunde für die Titelkirche, der sie nun im Bistum Rom vorstehen. Kardinal Müller wurde als Kardinal-Diakon vom Papst die Kirche Sant’Agnese in Agone an der zentralen Piazza Navona in Rom als Titularkirche zugewiesen.

Der ebenfalls zum Kardinal erhobene neue Staatssekretär Pietro Parolin grüßte Papst Franziskus und anschließend auch Benedikt XVI., den „emeritierten Papst“, so die offizielle Sprachregelung. Eine Geste, die von einem langen Applaus der Kardinäle begleitet wurde.

Die Einladung an den vor fast einem Jahr abgetretenen Papst Benedikt XVI., an der Zeremonie teilzunehmen, soll die Kontinuität in der Kirche unterstreichen. Dennoch erinnert jeder Akt von Benedikt XVI. seit seinem Amtsverzicht an eine irritierende und zwiespältige Situation. Der emeritierte Papst nimmt an der Zeremonie zur Erhebung neuer Kardinäle teil, wie es vom amtierenden Papst aus verständlichen Gründen gewünscht ist. Sollte er nicht ebenso am Konsistorium des Kardinalskollegiums teilnehmen, wie es am Donnerstag und Freitag im Vatikan tagte? Und sollte er nicht dort vielmehr seine Stimme erheben, notfalls erneut gegen seinen theologischen Gegenspieler Kardinal Walter Kasper?

Kasper gehört zum Kreis der emeritierten Kurienkardinäle, er ist über 80, gehört nicht mehr zu den Papst-Wählern. Dies alles hat er mit Benedikt XVI. gemeinsam. Nur: während der deutsche Papst im Kloster in den Vatikanischen Gärten lebt, greift der deutsche Kardinal aktiv in die brisantesten Diskussionen in der Katholischen Kirche ein und dies an führender Stelle. Mit seiner Exklusivstellung, die ihm Papst Franziskus als einzigen Referenten zum Thema Ehesakrament beim jüngsten Konsistorium zuerkannte, gab er der aktuellen Debatte die Richtung vor. Das besondere Lob von Papst Franziskus für Kaspers Ausführungen bestätigt, daß die Wahl nicht zufällig auf den deutschen Theologen fiel und dieser seine Aufgabe wunschgemäß erfüllt hatte. Mit dem Lob wollte Papst Franziskus die Unruhe und Kritik im Kardinalskollegium gegen den deutschen Purpurträger eindämmen.

Die Asymmetrie zwischen Ratzinger und Kasper, den beiden deutschen Theologen und Gegenspielern der jüngsten Zeit, ist unverkennbar.

Text: Giuseppe Nardi

von 23.02.2014 13:15

23.02.Hl. Polykarp 81 - um 167 Schüler des
Apostels Johannes Bischof Märtyrer



Hl. Polykarp "Sechsundachtzig Jahre diene ich Christus und er hat mir nie ein Leid getan; wie könnte ich meinen König lästern, der mich erlöst hat?"

"Herr, Gott, Herrscher des Alls, ich preise dich, dass du mich dieser Stunde für würdig erachtet hast, da ich nun zur Schar der Märtyrer gezählt werde und am Kelch deines Christus teilhaben darf zur Auferstehung des ewigen Lebens von Seele und Leib zur Unverweslichkeit durch den Heiligen Geist."

Polykarp ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der frühen Kirche, doch wir wissen nur wenig über sein Leben. Er kannte noch den Apostel Johannes und ist dessen Schüler gewesen. Auch stand er in Kontakt mit Ignatius von Antiochien und war Lehrer des Irenäus von Lyon. Der Apostel Johannes selbst soll Polykarp als Bischof von Smyrna in Kleinasien (dem heutigen Izmir) eingesetzt haben. Auf Grund seines langen Lebens gilt Polykarp als letzter Zeuge der apostolischen Zeit.

Als Bischof von Smyrna hatte Polykarp großen Einfluss auf die Kirche Kleinasiens. In deren Auftrag reiste er im Jahr 155 nach Rom, um dort mit Papst Anicet über den Termin des Osterfestes zu verhandeln. Er hat gegen Irrlehren innerhalb der Kirche gekämpft und die Kirche gegen Feinde von außen verteidigt. Er gilt als der "Lehrer Asiens, Vater der Christen, Zerstörer der Götter". Von seinen Schriften ist nur sein Brief an die Gemeinde von Philippi erhalten geblieben.
Einen ausführlichen Bericht besitzen wir von seinem Martyrium. Als Polykarp vom römischen Statthalter aufgefordert wurde, Christus zu verfluchen, soll er geantwortet haben:
"Sechsundachtzig Jahre diene ich ihm und er hat mir nie ein Leid getan; wie könnte ich meinen König lästern, der mich erlöst hat?"
Er wurde zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Vor seinem Tod sprach er das folgende Gebet:
"Herr, Gott, Herrscher des Alls, Vater deines geliebten und gepriesenen Knechtes Jesus Christus, durch den wir Kenntnis von dir erhalten haben, Gott der Engel und Mächte, der ganzen Schöpfung und des ganzen Geschlechtes der Gerechten, die vor dir leben!
Ich preise dich, dass du mich dieser Stunde für würdig erachtet hast, da ich nun zur Schar der Märtyrer gezählt werde und am Kelch deines Christus teilhaben darf zur Auferstehung des ewigen Lebens von Seele und Leib zur Unverweslichkeit durch den Heiligen Geist.
Mit einem reichen und dir wohlgefälligen Opfer möchte ich heute unter sie eingereiht werden, mit einem Opfer, wie du es mir im Voraus bestimmt und verkündet hast und wie du es nun erfüllst, du wahrhaftiger Gott, der die Lüge nicht kennt.
Dafür und für alles lobe ich dich. Ich preise und verherrliche dich mit dem ewigen Hohenpriester Jesus Christus im Himmel, deinem geliebten Sohn und Knecht. Durch ihn ist dir mit ihm und dem Heiligen Geist die Ehre jetzt und in Zukunft und in Ewigkeit. Amen."

Nachdem Polykarp das Amen gesprochen hatte, wurde der Scheiterhaufen entzündet, doch die Flammen verbrannten ihn nicht, sondern umgaben ihn wie die Segel eines Schiffes, die vom Wind aufgebläht werden. Da ihn das Feuer nicht tötete, wurde er mit einem Dolch durchbohrt. Christen bestatteten seinen Leib und begingen von da an den Gedenktag an seinem Grab.

von 22.02.2014 09:01

22.02. Margareta von Cortona 1247-1297


Es ist kein Phänomen unserer Zeit, dass hübsche junge Frauen in der Gesellschaft reicher Männer angetroffen werden und dass diese Beziehungen nicht immer dem entsprechen, was fromme Sitte sich unter einem geordneten Zusammenleben von Mann und Frau vorstellt. Es ist aber auch kein Phänomen heutiger Tage, dass bei eben diesen hübschen Frauen hinter der Fassade des heiteren Luxuslebens manchmal tiefes Leid steckt. Zu allen Zeiten ist es aber auch so, dass jeder Mensch mit Gott ein neues Leben beginnen kann - wenn er dies möchte.

Die im Jahr 1247 geborene Margareta (der Name bedeutet Perle oder Blütenknospe) ist ein solches hübsches Mädchen, das in seinem Leben allerlei Stürmen ausgesetzt war. Als sie sieben Jahre alt ist stirbt ihre Mutter. Die Stiefmutter macht ihr das Leben zur Hölle, so dass sie mit 16 von zu Hause auszieht. Neun Jahre lebt sie fortan mit einem Adligen in einer Liebesbeziehung zusammen ohne mit ihm die Ehe einzugehen, sie führt ein luxuriöses Leben und bekommt einen Sohn.
Die frommen Wurzeln, die ihre Mutter in sie gelegt hat, bleiben aber lebendig. Margareta berichtet selbst von jener Zeit als einer Zeit "der Sünde und Schande". Sie wendet sich von diesem Leben ab, als der plötzliche Tod ihres Liebhabers ihr die Vergänglichkeit des Lebens bewusst macht. Er wurde von Räubern im Wald ermordet. Ihr Hund führt Margareta zu dem seit Tagen verschwundenen Leichnam. Ein Hund findet sich daher oft auf den Darstellungen Margaretas.
Sie möchte nun ein neues Leben beginnen und bittet um Aufnahme im Kloster, doch man weist sie ob ihres bisherigen unsittlichen Lebenswandels ab. Sie verdient sich nun ihr Geld damit, dass sie reichen Frauen während der Schwangerschaft und im Kindbett beisteht. Als man ihre Bußfertigkeit erkennt, wird sie 1275 in den Dritten Orden der Franziskaner aufgenommen. Margareta führt nun ein Leben der Buße und Einsamkeit. Sie hat starke Versuchungen und Ängste zu bestehen, Unsicherheit quält sie, doch sie vertraut der Zusage Jesu, ihr nahe zu sein auch in Zeiten der Finsternis und Gottferne. Aufopferungsvoll widmet sie sich der Krankenpflege und gründet in Cortona ein Hospital. Sie stirbt am 22. Februar 1297 in Cortona.

von 21.02.2014 06:45

21.02. Hl. Petrus Damiani 1006 - 1072 Bischof
Kirchenlehrer

Wo Furcht und Gerechtigkeit herrschen, dort ist die Anfechtung durch Widrigkeiten nicht Züchtigung eines Sklaven, sondern väterliche Zucht. Gerade die Züchtigung durch Gott ist seinen Auserwählten ein Trost. Denn die äußerliche Geisel, die sie ertragen müssen, macht sie stark für den Weg einer Hoffnung auf den Glanz der überirdischen Seligkeit.

Es befreie dich Christus,
der für dich gelitten hat,
von allen Strafen,
es befreie dich Christus,
der für dich gekreuzigt worden ist,
von aller Qual,
es befreie dich Christus,
der für dich den Tod auf sich nahm, vom Tode.

Petrus Damiani wurde 1006 in Ravenna geboren. Nach dem frühen Tod seiner Eltern kam er in die Obhut seines Bruders, der Erzpriester von Ravenna war. Nach Studien in Faenza und Parma begann er 1034, in Ravenna Grammatik und Rhetorik zu lehren, trat aber schon ein Jahr später in die benediktinische Gemeinschaft von Fonte Avellana bei Gubbio ein. Dort war er unter anderem in der Unterweisung der Mönche tätig. 1043 wurde er zum Prior dieser Gemeinschaft gewählt.
Im Kloster Fonte Avellana wurde das eremitische Element des monastischen Lebens besonders betont. In seinem Werk "Vita Beati Romualdi" zeigt Petrus Damiani die Bedeutung eines solchen eremitischen Lebens in der Tradition des Hl. Romuald auf. Damit wurde er zu einem der letzten Theoretiker des Eremitenlenbens in der lateinischen Kirche. In seinem eigenen Leben zeigt Petrus Damiani eine glückliche Synthese von Eremitenleben und pastoraler Tätigkeit.
Bald riefen die Päpste den fähigen Mönch in ihre Dienste. 1051 nahm er an der römischen Ostersynode teil und wurde in der Folge von den Päpsten Leo IX. und Stephan IX., später von Nikolaus II. und Alexander II. mit verschiedenen kirchlichen Sendungen betraut. Stephan IX. ernannte ihn 1057 gegen seinen Willen zum Kardinalbischof von Ostia.
Im Dienst der Kirche muss er immer wieder für eine gewisse Zeit seine geliebte Einsamkeit verlassen, um Streitigkeiten zu schlichten und zum Aufbau der Kirche beizutragen. Dabei ist er erfüllt von der Liebe zur Kirche Jesu Christi und bestrebt, deren innere Reinheit und Heiligkeit gegen Mißstände zu verteidigen. So setzt er sich vor allem gegen den Kauf geistlicher Ämter (Simonie) und für die sittliche Hebung des Klerus ein. In Rom hat er engen Kontakt zu Hildebrand, dem späteren Papst Gregor VII. Dieser wird dann unter seinem Pontifikat mit der "Gregorianischen Reform" die Kirche innerlich festigen und gegen Eingriffe der weltlichen Machthaber verteidigen. Sicher war Petrus Damiani an der geistigen Vorbereitung dieses epochalen Reformwerkes mitbeteiligt, wenngleich er dessen Umsetzung nicht mehr erleben konnte.
Seine umfangreiche kirchenpolitische Tätigkeit stand für ihm nicht im Gegensatz zu seinem geliebten Einsiedlerleben, vielmehr verspürte er im Eremitenleben die Gegenwart der Universalkirche. Er sah dieses als Mahnung an alle Christen, dem Herrn Jesus Christus die erste Stellung in der Welt und im eigenen Leben zukommen zu lassen. So sollen alle die Liebe entdecken, die Christus, ausgehend von seiner Beziehung zum Vater, zur Kirche hat. Die Kirche und jedes ihrer Glieder soll ganz durchdrungen sein von dieser Liebe. Nur aus der lebendigen Beziehung zu Jesus Christus, dem Quell der Liebe, kann das Leben des einzelnen und die Kirche als ganze fruchtbar sein und Zeugnis geben für die Erlösung, die Gott der Welt geschenkt hat.
Seine Erfahrungen hat Petrus Damiani in einem umfangreichen literarischen Werk der Nachwelt hinterlassen. Viele seiner Abhandlungen, Predigten, Gedichte, Gebete und Briefe an bedeutende Persönlichkeiten sind uns überliefert. 1828 wurde er daher zum Kirchenlehrer erhoben. Auf der Rückreise von seiner Heimatstadt Ravenna, wo er noch einmal interne Streitigkeiten schlichten konnte, starb er am 22. Februar 1072 im Kloster St. Maria vor den Toren von Faenza, wo er auch beigesetzt ist.

von 19.02.2014 09:02

Ein Eucharistisches Wunder in unseren Tagen


Es war in Perugia, Italien. Ein weitum bekannter Arzt und Chirurg, er hatte bereit an die 2.000 Operationen durchgeführt, wurde selbst schwer krank (Krebs) und alle Bemühungen seiner Berufskollegen waren umsonst. Er war dem Tode geweiht!

Da kam jemand aus seinem Bekanntenkreis auf den Gedanken, sich in dieser äußersten Not an eine Person zu wenden, die schon viel von sich reden gemacht hatte und nicht allzu weit entfernt war: die spanische Klosterfrau Madre Speranza im neu errichteten Heiligtum „Von der Barmherzigen Liebe“ zu Collevalenza bei Todi. Dor war schon ein wunderbares Zentrum entstanden, in dem schon so vielen Menschen geholfen worden war (mystische Erlebnisse, wunderbare Heilquelle usw.). So hoffte man auch in diesen Fall noch am ehesten dort in irgendeiner Weise Hilfe zu finden.

Man wollte gar nicht einmal daran denken, daß der berühmte Arzt selbst wieder gesund werden sollte oder könnte, der war ohnehin schon dem Tode geweiht. Und so brachte man es auch der begnadeten Mutter Speranza vor, sie möge nicht um das Leben des Arztes beten, sondern, daß die nach seinem Tode zurückbleibende Witwe die Kraft erhalten möge, den Schicksalsschlag ertragen zu können. „Wie?“, entgegnete Mutter Speranza, „wer behauptet denn, daß der Herr Doktor sterben muß?“ Lasst ihm die hl. Kommunion bringen!“

Verblüfft und mehr oder weniger ungläubig kehrte die Abordnung nach Perugia zurück. Irgendeinen Glauben aber hatten sie schon und so sagten sie sich: „Hilft es nicht, schadet es nicht!“ Man rief den Priester, ließ dem Sterbenskranken die hl. Kommunion bringen, und siehe da, kaum hatte er sie empfangen, da richtete er sich auf und sprach, als ob nie etwas gewesen wäre: „Nehmt mir doch einmal den Bart ab!“ Die Todesgefahr war vorbei – nur durch den Empfang der hl. Kommunion. Und ein Ungläubiger Arzt-Kollege erklärte: „Wenn ein Todkranker nur durch die hl. Kommunion gerettet wird, dann glaube ich auch!“

Dieses Ereignis ist in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts geschehen

(Aus „Die schönsten eucharistischen Wunder“ Heft 2 von Pfr. Karl Maria Harrer, München)

Quelle: Allianz mit Maria – Aktion „Österreich braucht Mariens Hilfe“

von 17.02.2014 13:32

17. Februar - Hl. Evermod (Ebermut)

Am 17. Februar gedenkt die Kirche des hl. Evermod bzw. Ebermut. Er war der erste Bischof Ratzeburgs. - Im 1995 wiedererrichteten Erzbistum Hamburg gilt der 17. Februar als nicht-gebotener Gedenktag für die drei heiligen Ratzeburger Bischöfe aus dem von St. Norbert (6.6.) gegründten Praemonstratenserorden: Evermod, Isfried und Ludolf.

Im Gebiet der slawischen Wenden des Nordens wurden um 1150 drei Bistümer wiedererrichtet: Mecklenburg, an dessen Stelle 1165 Schwerin trat, Starigard-Oldenburg, dessen Stelle ab 1160 das zwei Jahre zuvor von Heinrich dem Löwen (1139 - 1180) gegründete Neu-Lübeck einnahm, sowie Ratzeburg. Dies entsprach den drei im Norden ansässigen, wendischen Volksgruppen: den Obotriten im Lande Mecklenburg, den Wagriern in Ost-Holstein sowie den Polaben im späteren Herzogtum Lauenburg.

Erster Bischof im mecklenburgischen Obotritenland war der hl. Johann I. Scotus (1053 - 1066) gewesen. Sein Bistum ging 1066 während des Aufstandes heidnischer Slawen unter. Es wurde 1148 wiedererrichtet und Eberhard (1148 - 1162) der erste Bischof. Sitz des Bistums war wie bis 1066 schon die Ortschaft Mecklenburg. Eberhards Nachfolger, der hl. Berno (1162 - 1191), verlegte den Bischofssitz 1165 nach Schwerin. St. Berno gehörte dem Zisterzienserorden an und hatte als Mönch zuvor im Kloster Amelungsborn an der Weser gelebt. Der Heilige gilt als Apostel der Obotriten. Er starb im Jahre 1191.

Im wagrischen Starigard, auf deutsch Oldenburg genannt, hatte bereits ab 952 ein erster Bischof residiert. Zu jener Zeit, unter Otto I. dem Großen (936 - 973), begann auch die Christianisierung des Wendenlandes. Im 12. Jahrhundert wurde das Bistum Oldenburg nach seinem Untergang im Slawenaufstand des Jahres 1066 wiederhergestellt. 1149 setzte Erzbischof Hartwig I. von Bremen-Hamburg (1148 - 1168) einen Bischof in Oldenburg ein. Dies war der um 1090 zu Hameln geborene hl. Vicelin (1149 - 1154). Der hl. Norbert hatte ihn zum Priester geweiht. Vicelin gründete bereits vor seiner Weihe zum Bischof die Augustiner-Chorherrenstifte Neumünster (1127) und Siegberg bzw. Segeberg (1135) als Stützpunkte der Mission unter den Wagriern, als deren Apostel er gilt.

Von Segeberg ging ab etwa 1180 auch die Missionierung des baltischen Livland aus. Der hl. Meinhard, ein Augustinerchorherr des Segeberger Stiftes, wurde erster Bischof Livlands (1186 - 1196). Ihm folgte der hl. Berthold (1196 - 1198), der zuvor Abt des Zisterzienserklosters von Loccum gewesen war. Von feindlich gesinnten Liven vertrieben, sammelte er in Niedersachsen ein Kreuzfahrerheer, mit dem er im Frühjahr 1198 in sein Bistum zurückkehrte. Bischof Berthold wurde von heidnischen Liven am 24. Juli desselben Jahres während einer Schlacht an der Düna getötet. Sein Nachfolger wurde Albert von Buxhoeveden (1199 - 1229), der 1201 an der Stelle einer älteren, livländischen Siedlung die Stadt Riga gründete. Im Jahr darauf rief er auch den nach dem Vorbild der Templer (s. 20.8.) gebildeten Orden der Fratres militiae Christi, der Schwertbrüder, zum Schutz der livländischen Kirche ins Leben. Der Schwertbrüderorden eroberte im Baltikum ein Gebiet, das etwa dem heutigen Lettland sowie dem Süden Estlands entspricht. Im Jahr nach der vernichtenden Niederlage gegen baltische Litauer, Kuren und Semgallen 1236 bei Saule wurde der Rest der Schwertbrüder mit dem Deutschen Orden verschmolzen, der seit 1226 durch Herzog Konrad von Masowien (1199 - 1247) herbeigerufen die heidnischen Pruzzen bzw. Preußen, ein baltisches Volk, unterwarf (vgl. 19.11.). So entstand ein vom Kaiser beschützter, preußischer Ordensstaat, dem 1237 ein baltischer Nordteil angegliedert wurde, der 1561 in polnische Lehensabhängigkeit geriet. Das preußische Gebiet der Deutschordensritter war im ersten Thorner Frieden nach der Niederlage bei Tannenberg 1410, bei dem der Landadel während der Schlacht zum polnischen König überging, noch selbständig geblieben, doch verlor er diese im zweiten Thorner Frieden von 1466 (vgl. 9.12., 4.3.).

1154, fünf Jahre nach Oldenburg, wurde Ratzeburg im Gebiet der Polaben zum Bistum erhoben, nachdem entsprechende Pläne Erzbischof Adalberts I. von Bremen-Hamburg (1043 - 1072) noch zunichte gemacht worden waren, und zwar durch seinen Sturz (s. 5.12.) und den darauf folgenden Aufstand der heidnischen Wenden, bei dem neben St. Johannes Scotus auch die hll. Gottschalk und Ansverus 1066 das Martyrium erlitten (s. 26.12., 19.1.). Die Domkirche errichtete man im 12. Jahrhundert an der Stelle einer heidnischen Kultstätte auf einer Insel im Ratzeburger See.

Nachdem Evermod den hl. Norbert von Xanten, den Gründer des Praemonstratenserordens für Kanoniker, zu Cambrai predigen gehört hatte, wurde er dessen Schüler. Norbert setzte als Bischof Magdeburgs (1126 - 1134) noch im Jahr seines Todes den hl. Evermod als Propst des Praemonstratenserstiftes Gottesgnaden bei Kalbe an der Saale ein. Vier Jahre später wurde St. Evermod Propst des Praemonstratenserstiftes St. Marien in Magdeburg. Sein späteres bischöfliches Wirken unter den Slawen (1154 - 1178) trug ihm den Ehrentitel „Apostel der Wenden“ ein, womit hier die Polaben gemeint sind. - Als Bischof von Ratzeburg ließ der hl. Evermod um 1170 die Reliquien des hl. Ansverus in die noch unvollendete Ratzeburger Domkirche überführen und wohl innerhalb des Altares in einem Reliquiar beisetzen. Von hier aus verbreitete sich die Ansverus-Verehrung über ganz Norddeutschland und blühte, bis der Sturm der Reformation im 16. Jahrhundert losbrach.

Der hl. Evermod verstarb am 17. Februar 1178. Sein Nachfolger war ebenfalls ein Praemonstratenser, der hl. Isfried (1180 - 1204). Er war zuvor Propst des Praemonstratenserstiftes zu Jerichow westlich von Berlin gewesen. St. Isfried förderte die deutsche Kolonisation im dünnbesiedelten Wendenland. Er war auch der Beichtvater Heinrichs des Löwen bis zu dessen Tod im Jahre 1195. Der Welfe Heinrich hatte sich als Herzog von Bayern und Alt-Sachsen (vgl. 2.2.) dem Staufer-Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152 - 1190) entgegengestellt und war 1180 gestürzt worden (s. 5.3.). Danach wurde Alt-Sachsen in mehrere Gebiete aufgeteilt. Der Name des Landes und die kurfürstliche Würde des Herzogs von Sachsen wanderten später sozusagen elbaufwärts. - Der hl. Isfried starb am 15. Juni 1204.

St. Ludolf (1236 - 1250), der achte Bischof Ratzeburgs, ist der dritte heilige Hirte des Bistums aus dem Orden der Praemonstratenser. Er verteidigte die Rechte der Kirche gegen die Übergriffe Herzog Albrechts I. von Sachsen (1212 - 1260), des Kurfürsten und Erzmarschalls des Heiligen Römischen Reiches. Dieser ließ den Bischof ergreifen und so schwer mißhandeln, daß der hl. Ludolf daran am 29. März 1250 verstarb. So ehrt ihn die Kirche als einen Martyrer.

von 16.02.2014 11:38

Lebensbeschreibung der hl. Äbtissin Walburga

und Geschichte des hl. Walburgis-Öles



I. Walburga, das heilige Kind heiliger Eltern


Die heilige Jungfrau und Äbtissin Walburga gehört zu jenen Heiligen, die mit dem großen Apostel der Germanen, dem hl. Bonifazius in aufopfernder Lebensarbeit unserem deutschen Vaterland den Segen des Christentums brachten. Sie ist ein herrlicher Stern am Himmel der Heiligen, der in den vielen Jahrhunderten, die seit ihrem Erdendasein verflossen sind, nichts von seiner ursprünglichen Leuchtkraft verloren hat. Nicht nur Deutschland, das ihr so viel verdankt, sondern fast alle Länder unserer Erde lieben und verehren in ihr eine mächtige mütterliche Fürbitterin und eine große Wundertäterin. St. Walburgas Leben und Wirken ist mit dem ihres heiligen Oheims Bonifazius und ihrer heiligen Brüder Willibald und Wunibald so eng verknüpft, daß wir beinahe ihren ganzen Lebenslauf nur in Verbindung mit dem der heiligen Glaubensboten verfolgen können.

Walburga war das heilige Kind heiliger Eltern, die durch ihr frommes Beispiel und gottseliges Leben ihre Tochter zu ihrem späteren großen Beruf als Ordensfrau und Glaubensbotin würdig vorbereiteten. Walburgas heiliger Vater war der angelsächsische Fürst Richard, in der Grafschaft Dorset ansäßig, ihre Mutter die selige Wuna, die der Kirche Gottes nicht nur eine heilige Tochter, sondern auch zwei heilige Söhne, Willibald und Wunibald schenkte, die einzigen Geschwister Walburgas, deren Namen uns die Geschichte überliefert hat. Walburgas Geburtsjahr wird um 710 angenommen. Sie muß noch ganz jung gewesen sein, als ihre zwei älteren Brüder, von Glaubensgeist und Verlangen nach einem heiligen Leben beseelt, ihren schon bejahrten Vater baten, eine Pilgerfahrt nach den heiligen Stätten mit ihnen anzutreten; es war im Jahr 720. Willibald war in der Benediktinerabtei Waltham in Essex erzogen worden und wahrscheinlich schon Mönch, als er mit dem begeisterten Plan einer Pilgerfahrt vor seinen Vater trat, um mit Erlaubnis seines Abtes die Reise zu unternehmen. Wunibald, der Jüngere und Zartere, Walburgas Lieblingsbruder und Spielgefährte, wuchs im elterlichen Hause auf. Vom heiligen Richard berichtet die Überlieferung weiter, daß dieser Mann nach dem Herzen Gottes vor der Fahrt ins Heilige Land auf den größten Teil seiner irdischen Güter verzichtete, für seine Familie väterlich sorgte und seine kleine, ihm so teure Walburga der Äbtissin Tetta im Kloster zu Wimborn in Dorset zur Erziehung übergab.

II. Walburga im Kloster zu Wimborn

Zu jener Zeit war Wimborn ein blühendes Doppelkloster von Benediktinermönchen und -nonnen, weit berühmt als Pflegestätte des Gotteslobes und der Wissenschaft, wo sich die gottgeweihten Jungfrauen auch der Erziehung der weiblichen Jugend widmeten. Tetta wird uns als eine gelehrte, an Herzens- und Geistesgaben hervorragende Frau geschildert; mit großer Klugheit leitete sie ihren zahlreichen Konvent von 500 Nonnen nach der Regel des heiligen Vaters Benediktus und wußte klösterliche Disziplin und Ordnung wohl aufrecht zu erhalten. Klein Walburgas Stimmung nach dem Abschied vom geliebten Vater mag wohl eine etwas furchtsam wehmütige gewesen sein; doch gar bald fand sie sich, als Fürstentochter an ein höfisches Leben gewöhnt, in den neuen Verhältnissen zurecht. Dazu verhalf ihr ganz besonders das liebreizende Wesen und Gemüt ihrer Tante, der heiligen Lioba, ihrer späteren Novizenmeisterin. Walburga wurde in allen ihrem Stande entsprechenden Wissenschaften und Künsten wohl unterrichtet, und ihre Biographen sagen, daß sie sowohl durch außergewöhnliche Begabung als auch durch ungemein anziehende, liebenswürdige Charaktereigenschaften unter den Klosterschülerinnen hervorragte und darum bald aller Herzen gewann. In Wimborn lernte Walburga auch die ganze Schönheit der Liturgie unserer heiligen Kirche kennen und lieben. Denn in der herrlichen Abteikirche, die vom Westsachsenkönig Ina erbaut war, entfaltete sich der Gottesdienst mit größtmöglicher Pracht und Freierlichkeit. Der Choralgesang wurde damals bereits von Orgenspiel begleitet und die reichen priesterlichen Gewänder wurden von den Nonnen selbst gearbeitet, die mit kunstgeübter Hand in Gold, Silber und buntfarbigen Seidenfäden die kostbarsten Stickereien fertigten; denn die angelsächsischen Frauen besaßen für diese Arbeiten besonders Talent und Geschick. So nahm denn Walburga in dieser Pflanzstätte christlichen und klösterlichen Lebens und Wirkens all das in reicher Fülle in sich auf, was sie zur späteren großen Glaubensbotin befähigte. Schon ihrem Vater hatte Walburga ihr Verlangen mitgeteilt, sich Gott ganz im Ordensstand zu weihen. Hier in Wimborn reifte mit Gottes Gnade während einer langen Reihe, in Gebet, Studium und Arbeit verbrachter Jahre, die Neigung zum festen Entschluß.

In diese Zeit fällt die Trauerbotschaft vom Tod des heiligen Richard. Dem frommen Fürsten war es nicht vergönnt gewesesen, das Ziel seiner Pilgerfahrt, das Heilige Land, zu schauen, ja nicht einmal die heiligen Stätten zu Rom. Die lange, beschwerliche Reise, die ungenügenden Herbergen, der Klima- und Witterungswechsel hatten zu große Anforderungen an den alternden Mann gestellt. Zu Lucca ereilte ihn ein heftiges Fieber, dem er trotz der liebevollsten Pflege seiner beiden Söhne in kurzem erlag. Dort wo er starb, wurde er auch in der Kirche des heiligen Frigidian begraben und von Gott durch viele Wunder verherrlicht. Sein Fest wird am 7. Februar begangen. Erst ein Jahr nachher oder später kam die Kunde nach Wimborn. Walburga, mit Herz und Sinn ganz auf Gott gerichtet, ertrug geduldig und ergeben den ersten großen Schmerz ihres Lebens. Auch Willibald und Wunibald hatten Krankheit und Mühsal genug zu bestehen und konnten erst nach längerer Zeit die heiligen Stätten aufsuchen. Willibald genas schneller und pilgerte 722 mit einigen Gefährten ins Heilige Land, während Wunibald, dessen Gesundheit schwächer war, zu Rom im Kloster des heiligen Andreas verblieb. Willibald ist wohl kaum noch einmal in sein Vaterland zurückgekehrt, sondern widmete sich nach siebenjähriger mühevoller Wallfahrt dem stillen Klosterleben auf Monte Cassino unter dem Abt Petronax.

Während all dieser Zeit hatte Wunibald im Kloster des heiligen Andreas zu Rom gelebt, war dann nochmals länger in England gewesen, wo er Familienangelegenheiten ordnete und eine Anzahl Freunde und Verwandte, auch einen jüngeren Bruder, für den Ordensberuf begeisterte und gewann. Mit diesen traf er spätestens 738 in Rom ein, wo der hl. Bonifazius in diesem Jahr schon zum drittenmal Missionare für das große Arbeitsfeld nördlich der Alpen sammelte. Auf Wunsch und Befehl des Papstes Gregor III. schloß Wunibald sich mit mehreren Gefährten dem Apostel der Germanen an. Wunibald wurde von ihm nach Thüringen gesandt und an die Spitze mehrerer Klöster gestellt. Im Jahre 740 wurde auch Willibald anläßlich eines Aufenthaltes in Rom vom gleichen Papst nach Deutschland gesandt, um dem hl. Bonifazius bei der Missionierung notwendige Hilfe zu leisten. Er wurde zum ersten Bischof von Eichstätt geweiht und bei dieser Gelegenheit erst war den frommen Brüdern nach so vieljähriger Trennung ein Wiedersehen beschieden. Die Namen und die Geschichte so vieler, zum Teil längst entschwundener, zum Teil noch blühender Klöster erzählen von der überaus fruchtbaren und segensreichen Wirksamkeit der beiden Heiligen.

III. Walburga wird nach Deutschland berufen;
ihr segensreiches Wirken in Heidenheim

Die Erntearbeit im Weinberg des Herrn war übergroß, der Arbeiter aber immer noch zu wenige. Namentlich machte sich das Bedürnis nach Hilfskräften geltend, die erfahren und geeignet waren, die Erziehung der weiblichen Jugend zu übernehmen. Mehrmals sandte der hl. Bonifazius Bittschriften nach England, besonders in das Kloster Wimborn, wo sich mehrere Verwandte des großen Apostels befanden. Seine Bitte fand Gehör und im Jahr 748 landete ein kleiner Zug angelsächsischer Benediktinernonnen in den Niederlanden, wo unsere Heilige heute noch vielerorts, so in Antwerpen, hoch verehrt wird.

St. Bonifazius und seine heilige Base Lioba hatten schon früher im Briefwechsel miteinander gestanden und sie war es auch, die auf besonderen Wunsch des Heiligen zur Führerin der kleinen Schar ernannt ward, von der nur einige Namen auf uns gekommen sind. Schon auf dieser beschwerlichen und gefahrvollen Reise leuchtet Walburga mit der Gabe der Wunder und stillt einen heftigen Meeressturm. Im Kloster St. Walburg wird am 4. August das Gedächtnis ihrer Ankunft in Deutschland gefeiert. In Mainz sah Walburga zum erstenmal ihren großen heiligen Verwandten Bonifazius und wurde von ihm nach Thüringen gesandt, wo ihr Bruder Wunibald wirkte. Dieser wies ihr zu fernerem Aufenthalt eines der Frauenklöster in Thüringen an, vielleicht Ochsenfurt oder Kissingen. wahrscheinlicher aber blieb sie während der nächsten Jahre in Bischofsheim ob der Tauber unter der Leitung der hl. Lioba, die dort Äbtissin geworden war. Im Jahr 750 war bereits der hl. Wunibald in den zur Diözese erhobenen Sprengel Eichstätt, auf das gleiche Arbeitsfeld zu seinem Bruder Willibald gezogen. Um die vollständige Bekehrung des neuen Bistums leichter zu ermöglichen und zu vollenden, legten die beiden Brüder auf dem sogenannten Sualafeld am Hahnenkamm den Grund zu dem Doppelkloster Heidenheim. Sobald die wüste, unbebaute Gegend einigermaßen urbar gemacht und mehrere Zellen erbaut waren, beriefen die heiligen Brüder ihre Schwester Walburga mit mehreren andren gottgeweihten Jungfrauen dorthin. Wunibald wurde als Abt des Mönchsklostes von nun an auch der geistliche Vater und Führer seiner frommen Schwester, die, zur Äbtissin ernannt, alsbald mit ihren Nonnen ein überaus gesegnetes Wirken begann. Um auch den kommenden Geschlechtern die Früchte des neu erblühten Christentums zu sichern, war ihr erstes Unternehmen die Errichtung einer Schule. Walburga war ganz im Geiste ihrer gelehrten heiligen Base Lioba herangewachsen und -gebildet und shcon durch ihre natürlichen Gaben außerordentlich befähigt, die Herzen der Jugend zu gewinnen. So zeitigte denn ihr opfervolles Wirken die schönsten Früchte. Weit im Umkreis von Heidenheim waren Wunibalds und Walburgas Klöster der Mittelpunkt des ganzen christlich-religiösen und karitativen Lebens. Denn schon damals vereinigten die Nonnen mit derVerstandes- und Herzensbildung der ihnen anvertrauten Jugend im Geist des Christentums auch jegliche Hilfe und Fürsorge in leiblicher Not und Krankheit. Der unermeßliche Segen, der sich nach außen hin kund tat, war die Wirkung des ganz in Gott gegründeten Glaubens- und Gehorsamslebens, das Walburga mit ihren Gefährtinnen aus Liebe zu den Seelen, fern der Heimat, auf sich genommen hatte.

In diese Jahre stillen, heiligen Wirkens fallen zwei wunderbare Begebenheiten, die besonders lieblich und hell das gottgeeinte Leben der hl. Walburga beleuchten. Eines Abends trieb sie die Nächstenliebe zu dem nahen Sitz eines Edelmannes, dessen Tochter, noch ein zartes Mägdlein, in schwerer Krankheit darniederlag. Als die scharfen Wachhunde der Heiligen den Eintritt wehrten, wurden die wild aufbellenden Tiere augenblicklich durch Walburgas Gebet beschwichtigt. Nach einer langen, in inbrünstigem Flehen am Krankenbette des Kindes verbrachten Nacht, konnten die beglückten Eltern ihr Töchterlein gesund und blühend, wie ehedem, in die Arme schließen. Walburga nahm die ihr angebotenen reichen Geschenke nicht an, sondern gab Gott die Ehre und den Dank für die erlangte Gnade.

Das Wunder betraf die Klostergemeinde selbst. Einst, da Walburga länger als gewöhnlich dem Gebete oblag und es bereits dunkel geworden war, bat sie ihren Kirchendiener Gomerandus um Licht. Der aber, des langen Wartens müde, weigerte sich zu gehorchen. Walburga, sanft und geduldig, tastete sich in stockfinsterer Nacht in ihr Kloster, wo die Nonnen wegen Mangel an Licht auch im Dunkeln ihr Abendbrot einnahmen. Walburga aber begab sich zum Beten in ihre stille Zelle. Da geschah das Wunderbare. Ein taghelles Licht durchflutete mit einem Male alle Räume des Klosters. Die freudig erschreckten Nonnen eilten, ihre Mutter aufzusuchen, die sie in tiefem Gebet mit Gott vereinigt fanden. Sogleich wußten sie, wem sie das wunderbare Licht zu verdanken hatten. Die heillige Äbtissin gab wiederum Gott allein die Ehre: "Dir, o Herr, dem zu dienen ich mich von Kindheit an entschlossen habe, danke ich für diese verliehene Gnade und preise dich." Das Licht erlosch nicht bis zum neuen Morgen. -

So verbrachte Walburga viele Jahre in frommem, gottinnigem Wandel und im Wohltun für den Nächsten. Im Jahre 754 ereilte die heiligen Geschwister zu Heidenheim die erschütternde Trauerkunde vom Martertod des heiligen Bonifazius und seiner 70 Gefährten auf Dokkum in Friesland. Die Schüler des großen heiligen Glaubensboten bedurften besonderer Gnade und starken Mutes, um diesen furchtbar harten Schlag in christlicher Geduld zu ertragen; denn sie verloren ja ihren Führer und Vater, den Begründer des Christentums in Germanien, den Felsen, auf dem es bis jetzt geruht. Nicht viele Jahre später sollte über Walburga eine noch größere Prüfung kommen, ihre Tugend noch härter erprobt weren. St. Wunibald, dessen Gesundheit von Kindheit an nicht sehr stark war, hatte seine ganze Kraft der Predigt des Evangeliums gewidmet und sie in diesem mühevollen Werk fast gänzlich verzehrt. Der furchtbare und gewaltame Tod des heiligen Bonifazius war der mittelbare Anlaß zu Wunibalds letztem Siechtum, dem er am 18. Dezember 761 erlag. Er verschied in den Armen des heiligen Willibald, der aber gleich nach der Bestattung seines Bruders zu seiner neubekehrten Herde zurückkehren mußte. Bei Wunibalds Leichenbegängnis sollen die Kirchenglocken von Heidenheim von selbst zu läuten angefangen und die Altarkerzen sich ohne menschliche Hilfe entzündet haben. So wurde schon damals das heilige Leben und Sterben diesees Gottesmannes bezeugt.

Walburgas Trauer um den Verlust ihres geliebten Bruders, ihres heiligen Führers und Beraters, an dessen Seite sie etwa ein Jahrzehnt segensreich gewirkt, war groß und schmerzlich und doch durfte sie sich der Trauer nicht allzusehr überlassen, denn ihrer wartete eine große Aufgabe. Bevor Willibald Heidenheim verließ, übertrug er seiner Schwester auch die Leitung des verwaisten Mönchsklosters. Sie schien ihm vermöge ihrer Tugenden und Geistesgaben mehr als alle übrigen befähigt, die neue Bürde und Würde auf sich zu nehmen. Walburga mag wohl die erste Äbtissin gewesen sein, die in Deutschland ein Doppekloster regierte. Nach ihr bringt die Geschichte noch mehrere solche Beispiele. Gestützt auf Gottes Gnade und die mächtige Fürsprache ihres seligen Bruders Wunibald, der von seinem Tode an allgemein als Heiliger verehrt wurde, stand Walburga mit Festigkeit und Milde, allen ein leuchtendes Vorbild, den beiden Klöstern zu Heidenheim vor.

IV. Walburgas heiliger Tod;
ihre Wunderkraft bis auf den heutigen Tag

Bis zum Jahre 779 wirkte die große Äbtissin und Glaubensbotin unermüdlich durch Gebet und Arbeit an der Christianisierung und Kultivierung des Bistums Eichtstätt. Über ihr seliges Hinscheiden berichtet die Geschichte nur Spärliches. Das Heidenbrünnlein ist noch ein alter stummer Zeuge vergangener Zeit. Könnte es reden, viel Wunderbares und Liebliches würden wir vom opfervollen Leben und Wirken der heiligen Walburga erfahen. So wissen wir nur, daß sie an einem Donnertag, dem 25. Februar 779, umgeben von den trauernden Klosterfrauen, für immer von den Ihrigen ging, um reichen Lohn in lang und heiß ersehnter ewiger Freude zu empfangen. Vielleicht kam der heilige Willibald noch vor ihrem Tode; vielleicht hatte sie den Trost, von ihm die heiligen Sterbesakramente zu empfangen. Walburga ershien nach ihrem Tode, noch vor dem Begräbnis, vielen, sowohl Ordensleuten als wie auch anderen, von einem wunderbaren Licht und Glorienschein umgeben. Von ihrem heiligen Leib ging ein lieblicher Wohlgeruch aus und erfüllte Kirche und Kloster. Willibald bestattete seine heilige Schwester neben dem heiligen Wunibald in der Klosterkirche zu Heidenheim. Obwohl die heilige Walburga von ihrem Tode an verehrt und in vielen Nöten des Leibes und der Seele angerufen wurde, geriet doch schon im folgenden Jahrhundert ihr Grab mehr und mehr in Vergessenheit. Bischof Otkar, auf eine wunderbare Erscheinung der hl. Walburga hin dazu veranlaßt, ließ die hl. Gebeine Wunibalds und Walburgas im Jahre 870 feierlich nach Eichstätt übertragen. Nach dreitägiger öffentlicher Verehrung wurde der Sarg mit St. Wunibalds Gebeinen wieder nach Heidenheim verbracht, die der hl. Walburga in der Kreuzkirche zu Eichstätt verwahrt. Bald darauf gründete die Heidenheimer Nonne Lioba oder Liobilla mit ihrem Vermögen auf den ihr gehörigen Gütern in Monheim ein Kloster für Benediktinerinnen, da in Heidenheim ihres Bleibens nicht länger war. Lioba hatte den sehnlichsten Wunsch, wenigstens einen Teil von Walburgas hl. Gebeinen zu besitzen, und nach vielen dringenden Bitten und Fürbitten verstand sich Bischof Erchanbold zu einer Teilung der Reliquien. Bei dieser Erhebung wurde zum erstenmal das sogenannte Walburgisöl wahrgenommen, welches nach Art großer Tautropfen die hl. Gebeine bedeckte. Man sammelte einiges davon und es erwies sich schon damals als heil- und wundertätig. In diese Zeit fällt auch Walburgas feierliche Heiligsprechung. Einige verlegen diese beiden Ereignisse auf den gleichen Tag, den 1. Mai 892, der bis heute in Eichstätt als Fest der Kanonisation der hl. Walburga mit feierlicher Oktav begangen wird. In Monheimv erblieben die dorthin übertragenen hl. Gebeine bis zum Jahre 1542, als auch dort die Religionserneuerung mit Gewalt eingeführt wurde. Seitdem verlor sich jede Spur dieser hl. Reliquien. Zur selben Zeit, da in Monheim Freude und Jubel über den neuerworbenen Reliquienschatz herrschte, brach unter den Eichstätter Bürgern Trauer und Unwille aus. Da diese nämlich im Glauben waren, alle Gebeine ihrer so hochverehrten heiligen Schutzfrau seien weggebracht worden, ließ Bischof Erchanbold den Schrein, der die hl. Reliquien enthielt, nochmals öffnen und dem versammelten Volk zur Beruhigung zeigen. Von da an nimmt die Verehrung der hl. Walburga beständig zu. -

Im Jahre 1035 wurde vermöge einer Stiftung des Eichstättischen Domherrn, Grafen Leodegar von Graisbach und Lechsgemünd, der Grund zur jetzigen Abtei St. Walburg gelegt. An Stelle der Kreuzkirche und des dazugehörigen, bereits verfallenen Klosters erbaute Bischof Heribert eine neue Kirche zu Ehren der hl. Walburga und daneben ein Kloster, in das er mehrere Benediktinerinnen aus dem Stift Nonnberg bei Salzburg berief. Die erste Äbtissin des neuen Klosters war Imma, eine Nichte des Stifters Leodegar. Bei dieser Gelegenheit wurden die Reliquien der hl. Walburga nochmals erhoben; dann wurden ihre Brustgebeine in einen steinernen Sarg gelegt und hinter dem Hochaltar beigesetzt, wo sie bis auf den heutigen Tag ruhen. Diese letzte Übertragung, die in das Jahr 1042 fällt, wird noch alljährlich von den Bewohnerinnen der Abtei am 12. Oktober gefeiert. Von da an erscheint auch der heilige sogenannte Ölfluß als öffentliches Wunder. Er dauerte fort durch alle folgenden Jahrhunderte, und zwar jedes Jahr vom 12. Oktober, dem Tag der Übertragung, bis zum 25. Februar, dem Todestag der hl. Walburga.

Das sogenannte Walburgisöl ist eine kristallhelle, farb-, geschmack- und geruchlose Flüssigkeit, die perlenartig unter dem Sargstein sich bildet. Wegen des langsamen Herabfließens in dicken Tropfen wurde sie von jeher mit Öl verglichen und daher Walburgisöl genannt. Der Sarg, der die Gebeine der hl. Walburga umschließt, ist aus weißgrauem Kalkstein, wie er in unmittelbarer Nähe der Stadt Eichstätt gebrochen wird. Er ruht mit beiden Enden auf ebensolchen Steinen und bildet so eine kleine Höhle, deren obere Decke der Boden des Sarges ist. Das niederträufelnd "Öl" wird durch silberne Rinnen in vergoldeten Schalen gesammelt. Die Klosterfrauen der Abtei füllen es in kleine Glasfläschchen, und so wird es den Gläubigen nach Verlangen abgegeben und in alle Teile der Erde versendet. Den übernatürlichen Ursprung des hl. Walburgisöles bezeugt neun Jahrhunderte hindurch eine ununterbrochene Kette wunderbarer Heilungen. Viel ist im Laufe der Zeit gesagt, untersucht und geschrieben worden, um das Auftreten des Walburgisöles auf natürliche Weise zu erklären. Weil aber nur gläubige Christen es in jeglicher Krankheit und Not Leibes und der Seele vertrauensvoll anwenden, so erübrigt es sich, in diesem Büchlein, das für andächtige Verehrer der hl. Walburga geschrieben ist, auf die verschiedenen Ansichten und Urteile gläubiger sowie ungläubiger Naturforscher einzugehen. Wunderbar ist auch der Umstand, daß das hl. Walburgisöl bei freudigen, das Kloster betreffenden Ereilgnissen reichlicher und zu ungewöhnlicher Zeit fließt, während bei traurigen Anlässen der Ölfluß gänzlich stillstand, so damals als über Eichstätt (wegen Mißhandlung des Bischofs Friedrich II.) der Kirchenbann verhängt war. Erst als das Interdikt aufgehoben wurde und Bischof und Volk einen gemeinsamen Bittgang zu St. Walburgas Heiligtum machten, zeigte sich der Ölfluß wieder. Andererseits floß das hl. Öl z.B. am 7. Juni 1835, also zu außergewöhnlicher Zeit; es war der Tag, an dem König Ludwig I. die Genehmigung zur Wiedereröffnung des Klosters und zur Aufnahme neuer Novizinnen unterzeichnet hatte; die Urkunde traf jedoch erst mehrere Tage später in Eichstätt ein. Für das außergewöhnliche Fließen des Walburgisöles könnten noch mehrere Beispiele aus neuerer Zeit angeführt werden. Den Hüterinnen des Heiligtums zu St. Walburg gereicht es zu großem Trost und zu heiliger Freude, daß die Verehrung ihrer geliebten heiligen Schutzpatronin und das Vertrauen auf ihre wundertätige Hilfe immer mehr zunimmt. Je weiter sich die Kunde von der wunderbaren Helferin ausbreitet, desto mehr Krankheit wurd geheilt, desto mehr Not und Schmerzen gelindert; heute wird ihr Name allüberall vertrauensvoll angerufen und ihr hl. Öl andächtig gebraucht.

"Wunderbar ist Gott in seinen Heiligen."

Anweisung und Gebete zum Gebrauch des hl. Walburgisöles

Um das hl. Walburgisöl in gottgefälliger Weise zu gebrauchen, muß man das Verlangen haben, alles das gerne zu tun, was Gott von uns verlangt und man durch die Gnade Gottes mit seinen schwachen Kräften wirken kann. Man soll es also niemals ohne Erweckung wahrer Andacht genießen oder sonst verwenden, denn es hängt sehr viel von der Art und Weise ab, wie man es braucht. Die heilsame und wundertätige Wirkung dieses hl. Gnadenöles erfordert von Seite des Gläubigen, welcher dazu seine Zuflucht nimmt, eine gewisse Vorbereitung.

Vor allem muß man Sorge tragen, daß man im Stande der Gande und auch guten Willens ist, in dem Streben nach einem gottgefälligen Lebenswandel der hl. Walburga nachzufolgen. Der Empfang der hl. Sakramente der Buße und des Altares ist sehr anzuraten. Auch ist es sehr nützlich, eine neuntätige Andacht zu halten und in dieser Zeit bestimmte Andachtsübungen und andere gute Werke zu verrichten. Gelübde mache man nur nach sorgfältiger Überlegung und nicht ohne Beirat des Beichtvaters.

Beim Gebrauche des hl. Öles beachte man folgendes:
1.Vor allem erwecke ein kindliches Vertrauen auf die Fürbitte der hl.Walburga und eine unbegrenzte Zuversicht auf die Allmacht und Güte Gottes, welcher helfen kann und will, wenn es zu seiner Ehre und deinem Seelenheile gereicht.
2.Das hl. Öl vermische man nicht mit irgendeinem künstlichen Getränke, sondern man genieße es aus einem reinen Löffel, höchstens mit frischem Brunnenwasser gemischt.
3.Bei äußeren Wunden, kranken Augen und dergl. bestreiche man mit einer reinen Feder, die hernach ins Feuer geworfen wid, den leidenden Teil.

Gebet vor dem Gebrauch des hl. Öles

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der du uns deshalb mit Kreuz und Leiden heimsuchest, damit wir uns zu dir wenden und um Hilfe anrufen: mit kindlichem Vertrauen falle ich vor dem Throne deiner Barmherzigkeit nieder: ich bete dich an als meinen Herrn und Gott, dem ich allein mich zu unterwerfen schuldig bin. Ich bin auch bereit, mit deiner Gnade alles zu leiden, was du über mich verhängst; denn ich weiß, daß du ein gütiger Vater bist, der alles zu unserm Seelenheil liebevoll und weise anordnet. Weil es aber dein heiliger Wille ist, daß wir in unseren Trübsalen nicht verzagen, sondern im Gebete unsere Zuflucht zu dir nehmen, so rufe ich flehentlich zu dir und bitte dich demütig im Namen meines gekreuzigten Heilandes, durch die Fürbitte meiner lieben Mutter Maria und der hl. Walburga, du wollest mir zu Hilfe kommen und meine bedrängte Seele gnädig heimsuchen. Für solche Gnade will ich mich zeitlebens dankbar erzeigen und alle meine Kräfte aufbieten, um durch ein frommes Leben und Übung guter Werke mich deiner Erbarmung würdig zu machen. Ich bitte dich, o mein Herr und Gott, du wollest das geringe Opfer meines guten Willens gnädig aufnehmen und meine Bitte gewähren, wenn es zu deiner Ehre und zu meinem Seelenheil gereicht.

Bitte für uns, o hl. Jungfrau Walburga.

Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.

O gütiger Gott, auf den allein wir hoffen und vertrauen, verleihe gnädigst, daß wir durch die großen Verdienste und die mächtige Fürbitte der hl. Walburga, welche du mit unzählbaren Wunderwerken verherrlicht hast, von den Leiden und Beschwerden der Seele und des Leibes befreit werden. Du hörst ja nicht auf, o Herr, durch die hl. Walburga die Geschenke deiner Gnade uns mitzuteilen und voll Erbarmung deine Allmacht und Liebe uns zu offenbaren; laß auch mich erfahren, wie mächtig die Fürbitte dieser hl. Jungfrau ist und wie viel sie bei dem Thron deiner Barmherzigkeit vermag, damit ich nicht nur dem glänzenden Tugendbeispiele dieser Heiligen nachfolge, sondern auch durch die wundertätige Kraft ihrer Fürbitte erfreut werde. Durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen.

Gebet zu hl. Walburga

O hl. Jungfrau Walburga, schon seit mehr als achthundert Jahren läßt Gott an deinem Grabe und durch den Gebrauch des heiligen Öles viele Trausende ihre Gesundheit wieder finden, auch solche, welche von aller menschlichen Hilfe verlassen, bereits alle Hoffnung aufgegeben haben.

Siehe, o hl. Jungfrau Walburga, auch ich habe keine Menschenhilfe mehr zu erwarten und komme nun voll kindlichen Vertrauens zu dir. Deine Liebe, dein zärtliches Mitleid steht auch mir offen. Laß dein heiliges Öl auch an mir zu einem Öle des Heiles und der Freude werden und hilf mir in diesem meinem Anliegen... Ich werde dir dafür danken, o große Heilige, und mein Herz und meine Zunge werden den Herrn preisen für seine große Erbarmung.

Nun gebrauche das hl. Öl mit großem, kindlichem Vertrauen, Gott werde dir die erflehte Gnade undf Hilfe durch die Fürbitte der hl. Walburga gewähren, wenn es zu seiner Ehre und deinem Seelenheile gereicht.

Nach dem Gebrauch des hl. Öles

Man betet gewöhnlich noch drei Vaterunser, Ave Maria mit Ehre sei dem Vater usw. zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Hierauf kann man noch folgendes Gebet verrichten:

Bitte für uns, o hl. Walburga!

Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.

O Gott, der du reich bist an Erbarmung gegen alle, welche dich anrufen, und niemand verstoßest von denen, welche mit Demut und Vertrauen sich dir nahen, laß auch uns die Fürbitte dieser hl. Jungfrau zuteil werden und komm uns mit den Segnungen deiner Gnade zuvor, auf daß wir, gleich wie wir dich als wunderbaren Gott in deiner hl. Dienerin und Jungfrau Walburga erkennen und lobpreisen, dich ebenso als unseren barmherzigen Vater dankbar lieben und anbeten mögen. Durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen.

Heilige Walburga, die du voll Mitleid alle Kranken und Bedrängten, welche bei dir Hilfe suchen, zu deinem göttlichen Bräutigam, zu Jesus, dem barmherzigen Samaritan, hinführest, damit sie alle von ihm geheilt werden, führe auch mich hin zu Jesus, erflehe auch mir Heilung und Befreiung von den Leiden, die mich umgeben, von den Schmerzen, die meine Seele niederbeugen. Sei du meine Trösterin, meine Helferin! Du kannst ja und willst mir helfen, wenn es der göttliche Wille ist. Voll Zuversicht bitte ich darum, und wenn du mir geholfen, willl ich voll Liebe dir danken. Amen.

Es geschehe, werde gelobt und in Ewigkeit über alles verherrlicht der gerechteste, höchste und liebenswürdigste Wille Gottes in allen Dingen.

100 Tage Ablaß, einmal täglich, vollkommener Ablaß einmal im Jahre mit Gebet für die heilige Kirche, wenn täglich gebetet, und vollkommener Ablaß in der Todesstunde, wenn oft im Leben gebetet. Pius VII., 19. Mai 1818.


Gebete zu Ehren der hl. Walburga und für besondere Anliegen

Am 25. Februar, dem Todestage der hl. Walburga

Gebet

O Gott, der du unter unzähligen Gaben deiner Gnade auch im schwachen Geschlechte deine Großtaten wirkest: verleihe gnädiglich, daß wir den Schutz deiner heiligen Jungfrau Walburga bei deiner Barmherzigkeit erfahren, da wir durch das Beispiel ihrer Keuschheit erleuchtet und durch den Ruhm ihrer Wunder erfreut werden! Durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen.

Am 1. Mai, dem Tage derHeiligsprechung der hl. Walburga*

Gebet

O Gott, der du die hl. Walburga gelehrt hast, dem himmlischen Reiche das irdische nachzusetzen, verleihe uns durch ihre Fürbitte, also durch die zeitlichen Güter hindurchzugehen, daß wir die ewigen nicht verlieren! Durch unsern Herrn Jesum Christum. Amen.

*) Dieses Fest wird in Eichstätt am ersten Sonntag im Mai (Maifest) mit großer Feierlichkeit und einer Oktav begangen.

Am 4. August, dem Tage ihrer Ankunft aus England

Gebet

Würdige uns, o Herr, die Gnade deines Segens durch die Fürbitte deiner heiligen Jungfrau Walburga zu erlangen, damit wir, da wir ihren glorreichen Namen preisen, auch ihre Hilfe in allen unsern Nöten fühlen mögen! Durch Christum, unsern Herrn. Amen.

Am 12. Oktober, dem Feste der Erhebung ihrer hl. Gebeine

Gebet

O Gott, der du durch den wunderbaren Ölfluß den Namen der hl. Walburga gleich einem Öle in die Herzen deiner Gläubigen ausgegossen hast, verleihe, daß wir durch ihre kostbaren Verdienste von dem Strome deiner Gnade in diesem Leben erquickt werden und in dem zukünftigen das ewige Leben schöpfen! Durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen.

An diesen Festen können unter den gewöhnlichen Bedingungen, verbunden mit einem Besuchin der St. Walburgiskirche, viele hl. Ablässe gewonnen werden. Auch kann jedes dieser Gebete zu einer neuntätigen Andacht vor den einzelnen Festen dienen.

Litanei zur hl. Walburga

(zum Privatgebrauch)
•Herr, erbarme dich unser!
•Christus, erbarme dich unser!
•Herr, erbarme dich unser!
•Christus, höre uns!
•Christus, erhöre uns!
•Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser!
•Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser!
•Gott Heiliger Geist, erbarme dich unser!
•Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser!
•Heilige Maria, bitte für uns!
•Heilige Gottesgebärerin, bitte für uns!
•Heilige Jungfrau aller Jungfrauen, bitte für uns!
•Heilige Walburga, bitte für uns!
•Du Lilie der Reinigkeit, bitte für uns!
•Du duftendes Veilchen der Demut, bitte für uns!
•Du immerwährendes Brandopfer der göttlichen Liebe, bitte für uns!
•Du Muster ausdauernder Nächstenliebe, bitte für uns!
•Du glänzendes Beispiel des Gehorsams, bitte für uns!
•Du Zierde der gottgeweihen Jungfrauen, bitte für uns!
•Du Beispiel der Abtötung, bitte für uns!
•Du Lehrerin immerwährenden Gebetes, bitte für uns!
•Du strenge Nachfolgerin des Gekreuzigten, bitte für uns!
•Du auserwähltes Gefäß christlicher Vollkommenheit, bitte für uns!
•Du große Patronin Eichstätts, bitte für uns!
•Du Zierde des Benediktiner-Ordens, bitte für uns!
•Du glorreiche Heilige im Himmel, bitte für uns!
•Du unsere wundertätige Schutzfrau, bitte für uns!
•Du Zuflucht der Bedrängten, bitte für uns!
•Du Trösterin der Betrübten, bitte für uns!
•Du Beschützerin der Sterbenden, bitte für uns!
•Du unsere Zuflucht in aller Not, bitte für uns!
•Du unsere auserwählte Beschützerin, bitte für uns!
•Hl. Walburga, die Gott durch unzählige Wunder verherrlicht hat, bitte für uns!
•Hl. Walburga, aus deren hl. Brustgebeinen ein wundersames, heilsames Öl fließt, bitte für uns!
•In allen Nöten und Anliegen, bitte für uns!
•Zur Zeit schwerer Kämpfe und Versuchungen, bitte für uns!
•In allen Bedrängnissen und Drangsalen, bitte für uns!
•In allen Gefahren, bitte für uns!
•In der Todesstunde und beim Gerichte, bitte für uns!
•O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Verschone uns, o Herr!
•O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erhöre uns, o Herr!
•O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erbarme dich unser, o Herr!
•Christus, höre uns!
•Christus, erhöre uns!
•Bitte für uns, o hl. Jungfrau Walburga!
•Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi!

Gebet

Allmächtiger, barmherziger Gott, welcher du alle unsere Schwachheiten heilest, verleihe uns, wir bitten dich, in Ansehung der Verdienste deiner großen Dienerin Walburga, daß wir, da wir in all unseren Ängsten und Nöten zu ihrem Schutz und ihrer Fürbitte fliehen, von allen Übeln des Leibes und der Seele durch deine Barmherzigkeit befreit werden.

Barmherzigster Jesus, der du die heilige Jungfrau Walburga mit fortgesetztem Glanze der Wunderzeichen verherrlichst, verleihe uns gnädig, daß wir das, was wir durch ihre Verdienste eifrig begehren, durch ihre Fürbitte wirklich erlangen. Der du lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

O Gott, dessen Allmacht und Güte wir in dem gnadenreichen Ölfluß der hl. Walburga anbeten und preisen, wir bitten dich demütigst im Namen und durch die Verdienste dieser deiner heiligen Dienerin, daß wir, mit dem Öle deiner Barmherzigkeit erfreut, die Gesundheit der Seele und des Leibes erhalten mögen. Durch Christum, unsern Herrn. Amen.

Gebet in körperlichen Leiden

Heilige Walburga, die du mitleidigen Herzens alle Kranken und Bedrängten, welche bei dir Hilfe suchen, zu deinem göttlichen Bräutigam, zu Jesus, dem barmherzigen Samaritan hinführest, damit sie alle von ihm geheilt werden; führe auch mich hin zu Jesus, erflehe auch mir Heilung und Befreiung von den Leiden, den Schmerzen, die meine Seele niederdrücken. Sei du meine Trösterin, meine Helferin; du kannst und willst mir ja helfen, wenn es der göttliche Wille ist. Voll Zuversicht bitte ich dich darum, und wenn du mir geholfen, will ich voll Liebe dir danken.

Will Gott den Kelch des Leidens aber nicht von mir hinwegnehmen, so erflehe du, meine hl. Beschützerin, mir die noch größere Gnade, daß ich beharrlich im Gebete, fröhlich in der Hoffnung und geduldig in der Trübsal sei und so voll Zuversicht entgegenharre jenem Augenblicke, in dem der Herr das Kreuz mir abnehmen und mich barmherzig in die Zahl derjenigen aufnehmen wird, welche aus großer Trübsal kommen, und ihre Kleider weißgewaschen haben in dem Blute des Lammes und in den Tränen der Buße. Amen.

Gebet um eine Gott wohlgefällige Berufswahl

O große hl. Walburga, du wunderbare Jungfrau, die du dem Rufe Gottes so bereitwillig gefolgt bist und die vielen Gnaden so treu benützt hast, erlange mir die Gnade, zu erkennen, zu welchem Stande mich die göttliche Vorsehung bestimmt hat! Lasse nicht zu, daß ich bei dieser so wichtigen Wahl irre gehe, von welcher mein Glück und vielleicht mein ewiges Heil abhängt! Mache vielmehr, daß ich, über den göttlichen Willen erleuchtet, treu demselben folge und den Weg antrete, den mir der Herr bestimmt hat und der mich zur ewigen Glückseligkeit führen soll! Amen.

Gebet um die Gnade der Beharrlichkeit

O mein göttlicher Heiland, du hast einst verheißen: "Siehe, ich bin bei euch, alle Tage bis ans Ende der Welt", o bleibe auch bei mir bis an das Ende meines Lebens und laß mich nie von dir geschieden werden. Flöße mir den tiefsten Abscheu vor jeder, auch der kleinsten Sünde ein; denn nur die Sünde kann mich von dir trennen und mich unglücklich machen. Siehe, Herr, ich will bei dir bleiben; ich will dir anhangen; ich will dich lieben bis zum Tode. O verleihe mir die unschätzbare Gnade, daß mein letzter Seufzer, mein letzter Atemzug ein Akt vollkommener Liebe zu dir sei, damit ich dich dann lieben kann in alle Ewigkeit.

Du aber, heilige Walburga, du getreue und beharrliche Dienerin und Braut Jesu, erflehe mir die notwendigste aller Gnaden, daß ich im Dienste und in der Liebe Jesu und Mariä getreu ausharre, bis der Herr mich ruft, um dann mit dir und allen Heiligen Gott ewig zu lieben und zu loben. Amen.

Gebet um eine glückselige Sterbestunde

O liebreiche Jungfrau, hl. Walburga, ich erinnere dich an die kostbaren Gnaden, die dir Gott in deiner Todesstunde verliehen hat, an den süßen Trost und die Zuversicht, mit der du deinem himmlischen Bräutigam entgegengehen konntest und bitte dich demütig, du wollest mir durch deine Fürbitte die Gnade erflehen, mein Leben nach dem deinigen einzurichten, um dann einmal glücklich zu sterben. Deinem mütterlichen Herzen empfehle ich die Sorge für mein ewiges Heil. Bricht der Tag an, welcher mein armes Leben beschließen soll, so erlange mir von unserm Herrn Jesus Christus die Gefühle, welche mich Gnade vor meinem Richter werden finden lassen. Mit Maria, der süßen Zuflucht der Sünder, und meinem Schutzengel erbitte mir durch die Verdienste meines Erlösers, daß der letzte Seufzer meines Herzens ein Akt der vollkommenen Liebesreue über alle meine Sünden sei. Amen.

Ein vollkommener Ablaß für die Sterbestunde

Papst Pius X. hat durch ein Dekret der Ablaß-Kongregation vom 9. März 1904 allen Gläubigen einen vollkommenen Ablaß für die Sterbestunde gewährt, wenn sie einmal während ihres Lebens an einem beliebigen Tage nach würdigem Empfang des hl. Bußsakramentes und der hl. Kommunion andächtig folgendes Gebet verrichten:

Herr, mein Gott, schon jetzt nehme ich jede Art des Todes, wie es dir gefallen wird, mit allen ihren Ängsten, Leiden und Schmerzen mit voller Ergebung und Bereitwilligkeit an.

Durch diese Ablaßgewährung ist es jedem Gläubigen sehr leicht gemacht, sich schon in gesunden Tagen die große Gnade zu sichern, einst in der Todesstunde eines vollkommenen Ablasses teilhaftig zu werden. Außer den angegebenen Bedingungen ist weiter nichts erfordert. Diese Bedingungen kann man an einem beliebigen Tage erfüllen, des Ablasses teilhaftig wird man aber erst im Augenblick des Todes. Auch geht der Ablaß nicht verloren, wenn man nach Erfüllung der Bedingungnen das Unglück hätte, in eine schwere Sünde zu fallen, wenn man nur dann im Augenblicke des Todes selbst wieder im Zustande der Gnade sich befindet.


Transkription P.O. Schenker, © by Immaculata-Verlag, CH-9050 Appenzell

von 15.02.2014 21:22

15.02.2014 12:30:01
Valentinstag: Papst begegnet verlobten Paaren
(radiovatikan.de) „Liebe junge Menschen, scheut euch nicht, eine Ehe einzugehen. In einer treuen und fruchtbaren Gemeinschaft werdet ihr glücklich sein.“ Mit diesem Tweet kurz vor seinem Eintreffen auf dem Petersplatz begrüßte der Papst die tausenden jungen verlobten und frisch vermählten Paare, die zum Valentinstag Franziskus trafen. Es war die erste Begegnung dieser Art, noch nie hatte ein Papst zu einer solchen Begegnung am Valentinstag eingeladen. Bei dem Treffen mit musikalischen und Gebetsmomenten sprachen junge Paare nicht nur über ihre Hoffnungen, sondern auch über ihre Sorgen in Bezug auf die lebenslange Bindung an einen Partner. Der Papst machte den 30.000 Anwesenden Mut:
„Die Ehe ist auch eine Arbeit, die man jeden Tag neu angehen muss. Es ist ein Handwerk, sowie ein Uhrmacher. Der Ehemann hat die Aufgabe, die weibliche Seite seiner Ehefrau zu verstärken und die Ehefrau hat natürlich die Aufgabe, die männliche Seite des Ehemanns zu unterstützen. Wenn man das erreicht, hört man dann auf der Straße sagen: welch schöne Frau, die hat bestimmt einen guten Mann und umgekehrt. Dieses Handwerk bedeutet vor allem eines: gemeinsam wachsen. Schaut, dass ihr euch gegenseitig darin bestärkt.“
Ein junges Paar überreichte dem Papst ihre Hochzeitseinladung. Ob er die Einladung wahrnehmen werde, sagte Franziskus nicht. Er erinnerte sie aber an die Bibelstelle mit der Hochzeit von Kanaan.
„Schaut, dass ihr ein schönes Fest herrichtet und zwar ein christliches und kein mondänes Fest! Und vergesst nicht, dass es für die Gäste auch Wein geben soll, denn ohne Wein gibt es kein Fest. Gleichzeitig soll euer Fest auch einfach und bescheiden sein, damit das im Mittelpunkt steht, was bei dem Hochzeitsfest wichtig ist: eure gegenseitige Liebe. Viele sind bei Hochzeitsfeiern auf das Fotografieren oder den Blumenschmuck oder das Essen konzentriert und vergessen dabei, dass es um ein Fest der Liebe und den Segen Gottes zu dieser Liebe geht.“
Franziskus wiederholte ein Konzept, das er mehrmals schon angesprochen hat, wenn es um Verheiratete geht: man müsse jeden Tag dem Ehemann oder der Ehefrau drei Schlüsselworte sagen und zwar „Darf ich, Danke und Entschuldigung“.
„Es geht darum, mit Freundlichkeit in das Leben des anderen einzutreten. Oft ist es doch so, dass man auch in der Ehe wie mit schweren Bergstiefeln auftritt. Die wahre Liebe kann nicht aufgedrängt werden und vor allem nicht mit Gewalt und Härte. In der heutigen Welt, die voll Gewalt und Arroganz ist, braucht es mehr Freundlichkeit.“

von 14.02.2014 11:06

14.02.Cyrill und Methodius Cyrill + 869
Methodius + 885 Bischof, Glaubens- boten, Schutz-
patrone Europas


Cyrill und Methodius


Cyrill wurde um das Jahr 826/27 in Thessaloniki als Sohn eines hohen byzantinischen Hofbeamten geboren. Mit Taufnamen hieß er Konstantin. Er ist der jüngere Bruder des Methodius (geboren um 815, Taufname Michael). Beide erhielten in Konstantinopel eine ausgezeichnete Ausbildung. Cyrill gilt als der große Denker, weshalb er den Beinamen "Philosoph" erhielt. Methodius hatte bereits um das Jahr 850 einer Karriere in der kaiserlichen Verwaltung den Rücken gekehrt und war in das Kloster Polychorion eingetreten. Auch Cyrill verspürte den Ruf zu einem Leben in Einsamkeit und Gottverbundenheit. Er hatte eine vorteilhafte Eheschließung ausgeschlagen und zog sich auf den Berg Olymp zurück.

Die Missionierung der Slawen

Im 9. Jahrhundert bildeten sich unter den Slawen, die in die Gebiete zwischen dem Frankenreich im Westen und dem byzantinischen Reich im Osten eingewandert waren, erste feste staatliche Gebilde. Sowohl die Kirche des Ostens als auch die des Westens bemühten sich um eine Missionierung der heidnischen Slawen, die selbst großes Interesse am christlichen Glauben zeigten. Jedoch bedeutete die fremde Sprache eine große Hürde für die Evangelisierung. Fürst Ratislaw von Mähren bat daher den byzantinischen Kaiser Michael III. ausdrücklich darum,

"einen Bischof und Lehrer zu schicken, ... der in der Lage sei, ihnen den wahren christlichen Glauben in ihrer eigenen Sprache zu erklären."

Cyrill, der bereits in seiner Jugend die slawische Sprache erlernt hatte, wurde um das Jahr 861 vom Kaiser aus der Einsamkeit seines Klosters gerufen und mit der Mission unter den slawischen Völkern beauftragt. Zusammen mit seinem Bruder Methodius machte er sich auf den Weg und hielt sich lange Zeit im Gebiet um die Halbinsel Krim auf, wo sich beide der Verkündigung des christlichen Glaubens widmeten. Sie fanden auch die Gebeine des heiligen Papstes Clemens I., der dort im Exil gestorben war.
Die Slawen hatten bisher noch keine Schrift für ihre Sprache. Es ist das große weltgeschichtliche Verdienst des heiligen Cyrill, dass er eine Schrift erfunden hat, die der slawischen Sprache angemessen war. Aus ihr hat sich das bis heute gebräuchliche kyrillische Alphabet entwickelt.
Cyrill wusste um die Bedeutung der Sprache für die Verkündigung des Evangeliums und machte sich daran, die Heilige Schrift und liturgische Texte in die slawische Sprache zu übersetzen. Er beginnt sein Übersetzungswerk mit der feierlichen Bitte:

"Hört, all Ihr slawischen Völker, hört das Wort, das von Gott kommt, das Wort, das die Seelen nährt, das Wort, das uns Gott erkennen lässt."

Bald kam es zu Spannungen, mit den ebenfalls im Gebiet der Slawen missionierenden fränkischen Priestern. Hier ging es auch um eine machtpolitische Dimension, welche die Slawen unter die Hoheit des Frankenreiches und des fränkischen Klerus bringen wollte. Besonders die Verwendung einer neuen Sprache für die Texte der Heiligen Schrift und die Liturgie stieß auf Kritik. Die Vertreter der sogenannten Drei-Sprachen-Häresie behaupteten, dass Gott nur durch die drei biblischen Sprachen Hebräisch, Griechisch und Latein verehrt werden dürfe. Kyrill und Methodius machten sich daher im Jahr 867 auf den Weg nach Rom, um vom Papst eine Entscheidung in diesen Streitigkeiten zu erbitten.
Papst Hadrian II. empfing die beiden Missionare mit großen Ehren. Sein Nachfolger Johannes VIII. erklärte im Jahr 880:

"Derselbe Gott, der die drei hauptsächlichen Sprachen, nämlich das Hebräische, Griechische und Lateinische geschaffen hat, er hat auch alle anderen Sprachen zu seinem Lob und seiner Ehre geschaffen."

Somit wird deutlich:


"Die vollkommene Gemeinschaft in der Liebe bewahrt die Kirche vor jeglicher Form von völkischer Einseitigkeit oder Ausschließlichkeit oder rassischem Vorurteil wie auch vor jeder nationalistischen Überheblichkeit." (Papst Benedikt XVI.)

Cyrill erlebte diese Krönung seines Lebenswerkes nicht mehr. Er verstarb noch im Jahr 869 im Alter von nur 42 Jahren in Rom. Sein Bruder Methodius jedoch setzte das Missionswerk unter den Slawen fort. Er verstarb im Jahr 885.

Im Zusammenhang mit der Ernennung von Cyrill und Methodius zu Patronen Europas im Jahr 1980 schreibt Papst Johannes Paul II.:

"Cyrill und Methodius bleiben im Gedächtnis der Kirche zusammen mit dem großen Werk der Glaubensverkündigung, das sie vollbracht haben. Man kann sogar sagen, dass ihr Andenken in unseren Tagen besonders lebendig und aktuell geworden ist."

von 13.02.2014 15:57

13. Februar

Der heilige Martinian, Einsiedler und Bekenner im hl. Land,+ 13.2.400 - Fest: 13. Februar


Dieser Heilige wurde zu Cäsarea in Palästina, unter der Regierung des Constantius, geboren. In seinem achtzehnten Jahr zog er sich in eine nahe gelegene Einöde zurück, wo er sich in allen Tugenden übte. Bald erreichte er die erhabenste Stufe der Vollkommenheit; und das Gerücht von den Wundern, die er wirkte, machte seinen Namen überall sehr berühmt. In dieser Einsamkeit hatte er schon fünfundzwanzig Jahre gelebt, als Gott zuließ, dass er durch eine der gefährlichsten Versuchungen geprüft wurde. Der Geist der Finsternis suchte ihn durch die verabscheuungswürdigten Künste einer Buhlerin von Cäsarea, namens Zoe, zu Fall zu bringen. Diese boshafte Frau bedeckte sich mit ärmlichen, zerrissenen Kleidern, ging eines Abends zur Zelle des Heiligen und gab sich für eine arme Person aus, die sich in der Wüste verirrt habe. Sie befinde sich in der Gefahr, erbärmlich umzukommen, wenn ihr ein gastfreundliches Obdach verweigert werde. Martinian, durch ihren Jammer gerührt, nahm sie in seine Zelle auf.

Am folgenden Morgen warf Zoe ihre zerrissenen Kleider ab und stand in prachtvollem Schmuck da, den sie aus der Stadt mit sich gebracht hatte, und sagte zu dem Einsiedler, sie sei von Cäsarea in der Absicht gekommen, ihm ihre Person mit großem Reichtum anzubieten. „Der Antrag, den ich dir mache,“ sagte sie, „darf dich keineswegs erschrecken, er ist mit der frommen Lebensweise, die du führst, wohl vereinbar. Und du weißt wie ich, dass die Heiligen des alten Bundes reich waren und im Ehestand lebten.“ Martinian hätte ohne Zweifel, nach dem Beispiel des keuschen Josef, sein Heil durch schleunige Flucht suchen sollen; allein Gott ließ zu, vielleicht um ihn wegen eines geheimen Übermutes zu bestrafen, dass er diese verführerische Rede anhörte, und in seinem Herzen in den Vorschlag Zoes einwilligte. Als die Stunde nahe war, in der mehrere Personen zu ihm kamen, um seine Mahnungen und seinen Segen zu empfangen, ging er ihnen in der Absicht entgegen sie abzuweisen. Kaum war er aber wieder allein, als heilsame Gewissensbisse ihn aus dem Sirenen-Schlaf weckten. Errötet über seine Schwäche, kehrte er in seine Zelle zurück, zündete ein großes Feuer an und legte seine Füße hinein. Die Buhlerin lief herbei, als sie den Jammer hörte, den ihm der Schmerz auspresste. Wie groß aber war ihr Staunen, als sie ihn auf der Erde hingestreckt sah. Er war in Tränen zerflossen mit halbverbrannten Füßen. „Ach, sagte Martinian, wie werde ich das Feuer der Hölle vertragen, wenn ich dieses, welches doch nur ein Schatten davon ist, nicht auszustehen vermag?“ Zoe konnte einem solchen Augenblick nicht widerstehen. Die Gnade erweichte ihr Herz, und es wurde aus einer Sünderin eine Büßerin. Sie bat den Heiligen, sie auf den Weg des Heils zu führen. Martinian schickte sie in das Kloster der heiligen Paula zu Betlehem, wo sie ihre übrige Lebenszeit in den strengsten Übungen der Buße zubrachte.

Unser Heiliger hatte seine Füße so verbrannt, dass er lange Zeit nicht mehr gehen konnte. Als er sich wieder aufrecht zu halten vermochte, zog er sich auf einen steilen Felsen zurück, der auf allen Seiten vom Meer umgeben war, um sogar den Schatten der Gefahr von sich fern zu halten. Da lebte er unter freiem Himmel, allem Ungemach der Witterung preisgegeben, ohne irgend einen Menschen zu sehen, einen Schiffer ausgenommen, der ihm zwei Mal im Jahr Brot, Wasser und Palmblätter zur Arbeit brachte. Auf diese Weise brachte er sechs Jahre zu. Ein unvorhergesehener Vorfall störte aber auch hier wieder den Einsiedler. In einem Sturm scheiterte ein Schiff an seinem Felsen. Alles ging im Wasser zugrunde, mit Ausnahme eines Mädchens, das sich auf einem Brett rettete. Dieses nahm Martinian wahr und rief ihn um Hilfe an. Der heilige Einsiedler fühlte sich verpflichtet, einer Person, die in Todesgefahr schwebte, das Leben retten zu müssen. Er entschloss sich aber zugleich, seine Einsamkeit zu verlassen, aus Furcht, ein zweites Mal versucht zu werden. Da er noch Lebensmittel bis zur Rückkehr des Schiffers hatte, überließ er sie der Unglücklichen, die ein Muster wahrer Buße wurde, und später auf dem Felsen starb. Nach diesen Vorkehrungen stürzte sich Martinian im Vertrauen auf Gott ins Meer und erreichte durch Schwimmen das feste Land. Nach langer Irre in verschiedenen Wüsten kam er endlich nach Athen, wo er gegen Anfang des fünften Jahrhunderts, in einem Alter von ungefähr fünfzig Jahren, starb. Sein Name steht nicht im römischen Marterbuch; allein man findet ihn in den Menäen der Griechen. Er wurde im Morgenland und besonders zu Konstantinopel in einem nahe bei der Sophienkirche gelegenen Gotteshaus hoch verehrt.

„Rette deine Seele, und kämpfe für dein Heil! Wende dich von der Buße nicht mehr ab; denn keiner, der seine Hand an den Pflug legt und sich wieder umsieht, ist für das Reich Gottes tauglich! Sei auf deiner Hut; kehre nicht mehr zurück zu den Gelüsten der Welt! Harre aus in der Buße, damit deine Feinde dich nicht verspotten! Gott ist mit denen, die Buße tun.“

„Das zeitliche Feuer kann man mit Wasser auslöschen; jenes ewige Feuer aber löscht kein Wasser aus, jener Wurm in der Hölle stirbt nie, und die Teufel, welche die Menschenseelen peinigen, sind unbarmherzig.“

(Heiliger Martianus)




Der heilige Gregor II., Papst und Bekenner zu Rom,

+ 13.2.731 – Fest: 13. Februar



Der heilige Gregor war ein geborener Römer aus einer ansehnlichen Familie und erhielt seine Erziehung und Geistesbildung vom heiligen Papst Sergius, der mit inniger Liebe den unschuldigen und blühenden Jüngling unterrichtete und in sein zartes Herz den Grund zu allen den Tugenden legte, mit denen er als Mann die Kirche Gottes erleuchtete und verherrlichte. Wegen seiner Treue wählte ihn der Papst zum Schatzmeister der Kirchen in Rom und nahm ihn im Jahr 710 als seinen Begleiter mit auf einer Reise nach Konstantinopel und Nikomedia, wo Kaiser Justinian sein Hoflager hatte, der den Gregor wegen seiner ausgezeichneten Frömmigkeit und Gelehrsamkeit mit besonderer Achtung behandelte. Im Jahr 715 wurde der heilige Gregor von den Gläubigen und der Geistlichkeit einstimmig zum obersten Kirchenhirten erwählt und er erfüllte alle die Erwartungen vollkommen, die man sich in jenen unruhigen Zeiten von seinem Eifer und seiner Klugheit gemacht hatte. Er war ein getreuer Wächter der ihm durch Gottes Vorsicht anvertrauten Kirche und strafte ohne Ansehen der Person die Vergehen gegen das Christentum. Den Patriarchen Johannes in Konstantinopel, der die Ketzer unterstützte, schloss er aus der Gemeinschaft der Kirche aus und mehrere Bischöfe, die ihre Würde durch ein weichliches Leben entehrten, entsetzte er ihrer Bistümer, und hielt im Jahr 721 in Rom einen Kirchenrat, wo er die strengsten Verordnungen gegen das sittenlose Leben der Geistlichen machte. Mit unerschütterlichem Mut kämpfte er für die Freiheit der Kirche und für die Reinheit der christlichen Lehre und zwang den König der Langobarden, dass er alle der Kirche entrissene Güter zurückgab und einen ungerechten Krieg endigte. Damals richtete der ketzerische Kaiser, Leo Isaurus, durch seine Bilderstürmerei großes Unheil in der Kirche Gottes an und als ihn der heilige Gregor durch seine Gesandten ermahnen ließ, aufzuhören mit der schändlichen Verheerung der heiligen Bilder, dieser aber der Kirche den schuldigen Gehorsam versagte und sogar die päpstlichen Gesandten misshandelte, versammelte der heilige Papst die Bischöfe und belegte dem Patriarchen Anastasius von Konstantinopel mit dem großen Kirchenbann.

Um das Seelenheil der Gläubigen zu befördern und Unglauben und den Götzendienst zu vertilgen, sendete der heilige Gregor den heiligen Bonifatius und Korbinian nach Deutschland als Glaubensprediger, die unzählige Heiden zur Erkenntnis des wahren Gottes führten und überall christliche Gemeinden stifteten. Für die Kirchen in Italien weihte er während seiner Regierung einhundertfünfzig Bischöfe, fünfunddreißig Priester und vier Diakonen. Er verwendete hohe Kosten für die Zierde der Stadt Rom und erbaute nicht nur mehrere Gotteshäuser und Klöster, sondern schmückte mit größtem Fleiß die schon vorhandenen und verbesserte die Mauern der Stadt vom Grund aus. Eine Überschwemmung der Tiber, die Rom zu zerstören drohte, wies er durch sein Gebet in ihre Grenzen zurück und machte sie unschädlich. Der Ruhm seines heiligen Lebens verbreitete sich so weit, dass aus den entferntesten Ländern Menschen nach Rom strömten, um den Segen des Dieners Gottes zu empfangen. Unter diesen befand sich auch der bayerische Herzog, Theodo V., und die heiligen Könige von England, Richard und Ina, der in Rom für die Engländer eine Schule stiftete und eine Kirche erbaute. Der heilige Gregor starb am 13. Februar 731, nachdem er die Kirche Jesu fünfzehn Jahre und beinahe neun Monate mit apostolischer Treue regiert hatte.




Der heilige Kastor, Priester und Einsiedler zu Karden bei Trier,

+ 4. Jhd. – Fest: 13. Februar



„Das Geheimnis des Königs zu verbergen, ist gut, aber die Wunder Gottes zu verkünden, ist ruhmvoll.“ Wunderbar ist Gott in seinen Heiligen, wie wir es im Leben des heiligen Kastor beobachten können. Schon von Kindheit an erfüllte ihn die Gnade des Heiligen Geistes, so dass er mit seinem ganzen Geist mehr im Himmel, als auf der Erde weilte. Ein Tag in den Vorhöfen des Herrn war ihm lieber, als tausend in der Welt. Mit außerordentlichen Anlagen ausgestattet, trug der Junge das Spiegelbild seiner späteren Frömmigkeit in sich. Wäre es nötig, von seiner hohen Abkunft zu sprechen, da bei Gott kein Ansehen der Person gilt, vielmehr die Gottesfurcht und Rechtschaffenheit? Die Frömmigkeit der Eltern fand sich im Sohn wieder. Wären sie gottlos gewesen, wie hätten sie zu so guten Sitten ihren Sohn erziehen können? Als ihn seine Eltern studieren ließen, verlegte er seinen Fleiß nicht auf die Weltweisheit, da nach dem Ausspruch des Apostels die Weisheit dieser Welt Torheit vor Gott ist, vielmehr gab er sich ganz der Beobachtung der göttlichen und kirchlichen Gebote hin. Bald erwarb er sich einen solchen Schatz von Kenntnissen, dass er mit der Braut im Hohenlied singen konnte: „Mein König führte mich in die Weinkeller und ordnete in mir die Liebe.“ Die Liebe Gottes war in der Tat im Herzen des Gottesmannes so wohl geordnet, dass er Gott liebte aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele, aus allen seinen Kräften und seinen Nächsten wie sich selbst. Erst lernte er das Himmlische lieben und dann das Irdische verachten.

Wie einst der Patriarch Abraham dem göttlichen Ruf folgte: „Geh aus deinem Land und deiner Verwandtschaft“, so eilte der gottbegeisterte junge Mann Kastor mit den Flügeln der Liebe aus seiner uns unbekannten Heimat zu dem hl. Bischof Maximinus II. von Trier, um unter der Führung des Heiligen selbst ein Heiliger zu werden. Als der Bischof die Liebe, die Enthaltsamkeit und Keuschheit des edlen Jünglings erkannte, erteilte er ihm nach und nach die niederen Weihen und beförderte ihn dann zum Diakon.

Als Prediger Christi erfüllte der Levit Kastor seinen Dienst mit großer Ehrfurcht und Demut und Herzensreinheit, so dass er dem hl. Maximin, der gesamten Geistlichkeit und dem katholischen Volk sehr angenehm war. Aller Mund floss von seinem Lob über, er selbst aber lenkte alle Lobsprüche von sich ab und wollte lieber das Kreuz Christi tragen, als an seiner Verherrlichung teilnehmen.

Um der Eitelkeit und den Verführungskünsten der trügerischen Welt zu entfliehen, beschloss Kastor, sobald ihn der Bischof Maximin zum Priester geweiht hatte, sich in eine Einöde zurückzuziehen. Nachdem er lange in Bergen und Wäldern umhergeirrt, in Höhlen und Felsenklüften verweilt, Hunger und Ungemach, Elend und Erschöpfung erlitten hatte, zeigte ihm Christus einen wüsten Ort, an dem später eine Stadt, namens Karden, entstand. Voll Freuden rief der Heilige aus: „Diesen Ort habe ich mir erwählt; hier will ich für immer ruhen.“ Das glänzende Licht konnte nicht verborgen bleiben, es sollte auch anderen leuchten. Um den ausgezeichneten, tugendreichen Einsiedler sammelten sich bald gleichgesinnte junge Männer, um von ihm Anleitung zur Vollkommenheit zu erlangen.

Gott verherrlichte seinen treuen Diener auch durch Wunder. Als einst ein mit Salz beladenes Schiff die Mosel hinauffuhr, an deren Ufer der heilige Einsiedler sich angebaut hatte, bat er die Schiffer, ihm etwas Salz für seine Brüder zu schenken. Die unbarmherzigen Schiffer verweigerten ihm jede Gabe. Da entstand plötzlich ein Sturm, so dass das Schiff dem Untergang nahe war. In dieser Not, die die Schiffer als eine gerechte Strafe Gottes für ihre Unbarmherzigkeit erkannten, bereuten sie ihre Sünde und erhielten Begnadigung. Der Diener Gottes machte das heilige Kreuzzeichen über das untergehende Schiff und sogleich erhob es sich wieder unbeschädigt aus dem Wasser. Dieses Wunder schrieb der Heilige nicht sich, sondern Gott allein zu, und hocherfreut rief er aus: „Deine Rechte, o Herr, zeigte Kraft; deine Rechte, o Herr, erhob mich.“

Der edle Bekenner Christi blieb an jenem Ort, bis er hochbetagt der Welt, der er schon lange abgestorben war, für immer Lebewohl sagte, um für den Himmel, in dem sein Geist schon von Jugend an lebte, wiedergeboren zu werden. Sein Todestag war der 13. Februar. Von den irdischen Banden befreit, vereinigte sich seine reine Seele mit seinem göttlichen Erlöser, dem er sein ganzes Leben in Heiligkeit geweiht hatte.

Wie auf göttliche Einladung kamen Geistliche und Christgläubige von allen Seiten herbei, um in Gebeten und Psalmen Gott zu verherrlichen, der in seinem verklärten Diener so großes getan, und die Fürbitte ihres geistlichen Vaters anzurufen. Unter großen Feierlichkeiten wurde die eure Leiche in der Kirche, die er zu Ehren Jesu Christi und seiner jungfräulichen Mutter Maria erbaut hatte, beigesetzt.

Nach den Verwüstungen durch die Hunnen und Normannen geriet das Grab und die Verehrung des hl. Kastor mehr und mehr in Vergessenheit. Zur Zeit des Bischofs Weomat von Trier gefiel es Gott, die verborgene Perle wieder ans Licht zu ziehen und von neuem zu verherrlichen. Er zeigte in einer Erscheinung einem heiligmäßigen Priester, namens Martius, wo der kostbare Schatz verborgen sei, und er solle dem Erzbischof von Trier seine Erscheinung offenbaren. Nachdem die Erscheinung zum zweiten und dritten Mal sich wiederholt hatte, erfüllte der überzeugte Priester den höheren Auftrag. Der Erzbischof Weomad in Begleitung zahlreicher Mönche und Geistliche und Laien beiderlei Geschlechts kam die Mosel herab, veranstaltete ein dreitägiges Fasten und Beten und erhob unter feierlichen Lob- und Jubelgesängen die Reliquien des heiligen Kastor. Ein Teil der hl. Gebeine verblieb in der St. Paulini-Kirche in Karden, ein Teil von ihnen wurde am 12. November 837 in die von Ludwig dem Frommen neu erbaute Klosterkirche in Koblenz übertragen, wo sie heute noch vom Volk in der prächtigen St. Kastorkirche hochverehrt werden.

von 12.02.2014 10:01


Wie EVANGELII GAUDIUM zu verstehen ist, das Apostolische Schreiben von Papst Franziskus


Der Papst hat ein Apostolisches Schreiben veröffentlicht, das die ganze Welt jubeln lässt. Die linken „Katholiken“ verstanden diesen Papst von Anfang an richtig, wie ich schon vor einigen Monaten erkennen musste. Mittlerweile habe ich mir den linken Sprachcode selber beigebracht habe, was nicht so schwer ist, und kann jetzt auch verstehen, was sie verstehen, wenn Papst Franziskus sich äußert.
Einige englischsprachige bloggende Priester wollen immer noch nicht glauben, dass Linke den Papst besser verstehen als sie selber, die sich immer noch an längst überholte "Hermeneutiken" klammern.

Der im englischen Sprachraum besonders unter linken Katholiken sehr bekannte John L. Allen, Vatikankorrespondent einer berühmt-berüchtigten linken "katholischen" Zeitung, hat das Wesentliche des neuen Apostolischen Schreibens schon gestern kurz zusammengefasst. Wie er in Windeseile die 225 Seiten noch am Tage ihres Erscheinens durchlesen und die wichtigsten Punkte herausfiltern konnte, bleibt sein Geheimnis.
Die wichtigsten Punkte in "Evangelii Gaudium" sind für John L. Allen (und ich muss ihm leider beipflichten):

dass der Papst an „eine Neuausrichtung des Papsttums denkt“ und „die Notwendigkeit spürt, in einer heilsamen „Dezentralisierung“ voranzuschreiten“
und

dass der Papst diejenigen verwarnt, die sich zu "auffällig mit der Pflege der Liturgie, der Lehre und dem Ansehen der Kirche beschäftigen".
Weitere Punkte hier
Das alles kommt für den, der die Worte und Taten dieses Papstes - inklusive seiner täglichen hl. Messen in der unsäglich hässlichen Kapelle von Santa Marta - in den letzten Monaten verfolgt hat und dabei nicht alles durch die rosarote Brille der Papolatrie gesehen hat, nicht überraschend. Dass die linken Katholiken und die restliche Welt zum versprochenen Kirchenabbruch jubeln, ist auch üblich.

Was man als rechtgläubiger Katholik unter solchen Umständen tun muss, außer unbedingt den wahren Glauben unversehrt zu bewahren, erklärt John Vennari, der die Nachkonzils-Katastrophe schon seit Jahrzehnten unbeirrt durchhält.
Keiner muss irrenden Päpsten in ihrem Irrtum folgen, im Gegenteil, wenn ein Papst etwas gegen die Heilige Schrift, gegen die Glaubensartikel, gegen die Wahrheit der Sakramente oder gegen das Naturrecht oder das göttliche Gesetz befiehlt, in solchen Befehlen sollte man ihm nicht gehorchen.
Es ist notwendig einem Papst zu gehorchen, solange er sich nicht gegen universale Gebräuche der Kirche wendet, aber wenn ein Papst sich selbst gegen die universalen Gebräuche der Kirche wendet, muss man ihm ihn diesen Punkten nicht folgen, wie Papst Innozenz III. sagte (De Consuetudine).


Dem "Papsttum eine Neuausrichtung zu geben" und die "Kirche zu dezentralisieren" fällt laut Dogmatik auch nicht unter den Befugnisbereich eines Papstes. Seine Macht ist einem Papst von Gott zum Aufbau und nicht zur Zerstörung der Kirche gegeben und wozu das Papsttum da ist, was die Aufgaben des Papstes sind und wie die Kirche dem Willen Gottes nach aufgebaut ist und wozu die Kirche da ist, steht alles in der Dogmatik, das muss kein Papst neu erfinden, er muss sich nur demütig an das Vorgegebene halten.
Leider wird bei diesem Papst noch deutlicher als bei den anderen vier davor, dass ihn die Dogmatik nicht sonderlich interessiert. Da heutzutage auch nur wenige Katholiken die Dogmatik wirklich kennen, fällt das kaum jemandem auf.
So kommt es, dass fast niemanden stört, was in gesunden Zeiten eigentlich zu einem Aufschrei aller Katholiken führen müsste: ein Papst zeigt überdeutlich, dass er das überlieferte Glaubensgut nicht unversehrt bewahren und weitergeben möchte, sondern, dass seiner Meinung nach etwas Abgewandeltes "für die Welt von heute" her muss.

Weil seit 50 Jahren nicht neu ist, dass modernistische Päpste Neues eingeführt haben, haben sich alle daran gewöhnt.

Und so geht es weiter, bis Gott eines Tages sagt: jetzt reicht es.
Wann das sein wird, kann jeder in der Offenbarung des hl. Johannes nachlesen, am besten in einer Bibel mit lehramtlichen Erklärungen aus besseren Zeiten, in denen sich Päpste noch für Dogmatik interessiert haben.

Vielleicht kommt auch der Antichrist bald. Die antichristliche Weltmacht, die bei seinem Erscheinen laut der Heiligen Schrift an der Macht sein muss, ist jedenfalls schon da.

Ob Er noch den Glauben findet auf Erden, wenn Er wiederkehrt, hat der Heiland gefragt (Luk. 18,8).
Mit Glauben hat Er nicht den seit Luther modernen "Vertrauensglauben" auf Gottes Barmherzigkeit gemeint und auch und nicht „Fabeln, die den Ohren angenehm sind“ (2. Tim 4,3 ).
Siehe auch:
Welcher Glaube und welche Werke zur Rettung erforderlich sind
und
Die Dogmen der katholischen Kirche

und
Ist der Papst ein Modernist?

und
"Papst Franziskus hat die Katholiken des rechten Flügels überrumpelt"
und
Papst Franziskus, einer der 50 prominentesten Juden in 2013

Buchtipp:

Grundriß der katholischen Dogmatik

von Ludwig Ott
und
Katholische Dogmatik
„nach den Grundsätzen des hl. Thomas von Aquin“ von Franz Diekamp

von 11.02.2014 11:00

Kirchenschändung: Die Serie geht weiter

In der Kenzinger Stadtkirche St. Laurentius geht die Serie der Kirchenschändung weiter. Diesmal ist es Brandstiftung – Unbekannte setzten den Vorhang eines Beichtstuhls in Brand.

In den vergangenen Wochen kam es mehrfach zu Zerstörungen von Inventar in der Kenzinger Stadtkirche St. Laurentius. Wie die Polizei mitteilte, kam es jüngst zu einer Brandstiftung, bei der bislang unbekannte Täter, mutwillig einen Vorhang des Beichtstuhls in Brand setzten. Durch die Hitze wurde auch die Aufhängung beschädigt und Streichhölzer wurden im Weihwasserbecken gefunden. Zur genauen Tatzeit kann die Polizei keine Angaben machen. Die Pfarrgemeinde hat Anzeige erstattet.

Schon Mitte Januar hatten unbekannte Täter die geweihte Osterkerze zerstört, die Steine herausgerissen und in der Kirche verstreut. Alle Opferlichter wurden angezündet und Weihwasserbecken- und Kelle wurden beschädigt.

Die Täter zeigen überhaupt keinen Respekt mehr sind sogar in den abgeschlossenen Chorraum eingedrungen um das “Ewige Licht“ beim Tabernakel auszulöschen.

Weiter geht es mit einem Pfarrhausbrand in Hillesheim

Ein Schaden von mehr als 100.000 Euro verursachte ein Brand eines alten Pfarrhauses in der Verbandsgemeinschaft Hillesheim. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 42-Jährigen wegen schwerer Brandstiftung erhoben.

An einem Wochenende im August 2013 brannte ein altes Pfarrhaus in Hillesheim. Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass an und in dem als Wohnhaus genutzten Gebäude ein Schaden von mehr als 100.000 Euro entstand. Menschen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht in dem Pfarrhaus. Leider wurde auch der Innenraum der angrenzenden Kirche durch den Qualm des Feuers verschmutzt. Der Schaden an der Inneneinrichtung soll 30.000 Euro betragen.

Nach Ermittlungen der Kriminalpolizei soll das Feuer von einem 42-Jährigen Hillersheimer gelegt worden sein, der sich wegen schwerer Brandstiftung vor Gericht verantworten musste.

Mit Informationen aus der Witticher- und Badische Zeitung

von 10.02.2014 09:10

10.02. Hl. Scholastika + um 547 Jungfrau

Die Geschichte der Heiligen Scholastika erzählt von der Liebe. Von einer Liebe zwischen Schwester und Bruder, die so tief ist, dass sie Gott sogar dazu bewegen kann, etwas Aussergewöhnliches zu tun.
Über die Kindheit der Geschwister Benedikt und Scholastika, die um das Jahr 480 in Nursia in Italien geboren wurden, erfahren wir nichts. Vielleicht sind sie in einem behüteten Elternhaus aufgewachsen und haben schon früh ein Leben aus dem Glauben gelernt.
Benedikt zog sich als junger Erwachsener in die Einsamkeit zurück. Das Leben der Gesellschaft des untergehenden römischen Reiches widerte ihn an. Nach Jahren der Einsamkeit scharten sich Gleichgesinnte um ihn. Er gründete eine Gemeinschaft von Brüdern, die mit ihm in die Nachfolge Jesu eintraten und errichtete schließlich das Kloster Monte Cassino.

Auch seine Schwester Scholastika führte ein gottgeweihtes Leben. Zunächst trat sie in ein Kloster bei Subiaco ein, welches sie ein Jahr später jedoch wieder verließ. Die Ordensfrau lebte für einige Zeit in einem Kloster zu Piumarola, bevor sie schließlich in ein anderes in der Nähe von Monte Cassino eintrat.
Sie war gewohnt, ihren Bruder einmal im Jahr zu besuchen. Der Mann Gottes ging jedesmal zu ihr hinunter zu einem Gut des Klosters, das nicht weit entfernt lag. Sie verbrachten den ganzen Tag im Lob Gottes und im geistlichen Gespräch. Bei Einbruch der Dunkelheit hielten sie miteinander Mahl. Nachts musste Benedikt wieder in seinem Kloster zurück sein. So verlangt es die Regel, die er selbst für die Mönche aufgestellt hat.
Nun war es wieder einmal Zeit für das jährliche Treffen. Am Abend drängt Benedikt wie gewohnt zum Aufbruch. Da fleht ihn seine Schwester an:

"Ich bitte dich, lass mich diese Nacht nicht allein, damit wir noch bis zum Morgen von den Freuden des himmlischen Lebens sprechen können."

Als ihr Bruder ihr diese Bitte abschlägt und immer energischer zum Aufbruch drängt, beginnt Scholastika Gott um Hilfe anzuflehen. In kürzester Zeit verdunkelt sich der bisher klare Himmel und es kommt ein derartiges Unwetter, dass es Benedikt unmöglich ist, in sein Kloster zurückzukehren.
Da tadelt Benedikt seine Schwester:

"Der allmächtige Gott vergebe dir! Was hast du da getan?"

Scholasika aber antwortet, nicht ohne ein Fünkchen Ironie:

"Sieh, ich habe dich gebeten, und du hast mich nicht erhört; da habe ich meinen Herrn gebeten, und er hat mich erhört. Verlass mich und kehre zum Kloster zurück!"

Sehr schön ist dieser Satz in einer Antiphon des heutigen Tages vertont:



Hl. Scholastika So geh doch hinaus mein Bruder,
geh doch hinaus, wenn du kannst.
Und lass mich zurück und geh
nach Hause in dein Kloster.



So musste Benedikt einsehen, dass es keinen Sinn hatte, dem Wunsch seiner Schwester zu widersprechen. Er blieb und sie durchwachten die ganze Nacht, tauschten in heiligen Gesprächen ihre Erfahrungen über das geistliche Leben aus und stärkten sich so gegenseitig. Am nächsten Tag gingen die beiden auseinander, Scholastika kehrte in ihre Zelle zurück und Benedikt in sein Kloster.
Drei Tage darauf stand Benedikt in seiner Zelle. Er erhob die Augen zum Himmel. Da sah er die Seele seiner Schwester, die aus dem Leib geschieden war, in Gestalt einer Taube zum Himmel aufsteigen und in die Vollendung eingehen. Er freute sich über ihre so große Heiligkeit, dankte dem allmächtigen Gott mit Hymnen und Lobliedern und teilte den Brüdern ihren Tod mit.
Sie holten ihren Leichnam und er wurde in dasselbe Grab gelegt, das Benedikt für sich vorbereitet hatte. So traf es sich: Selbst das Grab konnte ihre Leiber nicht trennen, war doch ihr Geist immer in Gott eins gewesen. Im 7. Jahrhundert wurden die Gebeine der beiden Heiligen in die Benediktinerabtei Fleury übertragen. Später wurden sie nochmals nach Le Mans überführt und im Jahr 874 teilweise nach Juvigny-sur-Loison.

von 09.02.2014 12:56

9. Februar ::Die heilige Martyrin Apollonia,

+ 9.2.249, und mehrere andere heilige Martyrer zu Alexandria

- Fest: 9. Februar




Noch im Jahr vorher, als die Verfolgung unter Kaiser Dezius über die Christen hereinbrach, am Anfang des Jahres 249, erregten die Heiden in der Stadt Alexandria einen plötzlichen Aufstand, in dem sie gegen die Christen so unmenschlich wüteten, dass mehrere von ihnen, und unter ihnen auch die heilige Apollonia, im grausamen Martertod vollendet wurden. Der Urheber des Aufstandes war ein Wahrsager, der in seinem Hass gegen das Christentum das heidnische Volk aufwiegelte und in solche Wut versetzte, dass es sich ein desto größeres Verdienst zurechnete, je unmenschlicher es gegen das Leben der Christen raste. Der Bischof der Stadt, der heilige Dionysius war Augenzeuge dieser blutigen Auftritte, die er in einem Brief an Fabius, den Bischof von Antiochien, beschreibt. Den beträchtlichsten Teil dieses Briefes hat uns der Geschichtsschreiber Eusebius im sechsten Buch seiner Kirchengeschichte aufbewahrt. In diesem Brief beschreibt der heilige Bischof auch die Grausamkeiten, die während der Verfolgung des Dezius an den Christen in Alexandrien verübt worden sind. Auch in dieser Zeit der harten Prüfung haben viele ihr Bekenntnis zu Jesus Christus durch ihr Blut bekräftigt. Wir lesen hier wörtlich, was Dionysius sowohl von dem Volksaufstand, als auch von der Verfolgung schreibt:

„Das von dem Wahrsager in Wut versetzte Volk ergriff zuerst einen christlichen Greis, Metras, und wollte ihn zwingen, Lästerungen auszusprechen. Als er sich weigerte dies zu tun, schlug es ihn mit Knitteln, stach ihn mit spitzen Stäben ins Gesicht und in die Augen, schleppte ihn endlich vor die Stadt hinaus und warf ihn mit Steinen tot. Darauf führten die Rasenden eine Frau, Quinta mit Namen, in einen Götzentempel; und als sie sich dem Antrag, die Götzen anzubeten, mit Abscheu widersetzte, banden sie ihr die Füße zusammen, schleiften sie durch die Straßen der Stadt auf dem Steinpflaster, schleuderten sie an große Steine hin, schlugen sie mit Geißeln und steinigten sie endlich außerhalb der Stadt auf dem Platz, auf dem sie den Metras gesteinigt hatten.“

„Jetzt stürmten sie gewaltsam in die Häuser der Christen ein, ein jeder in das nächst beste, von dem er wusste, dass Gläubige darin wohnen. Diese Quälten sie, raubten was kostbar war, und warfen weg und verbrannten öffentlich auf der Straße die hölzernen Geräte und die Habseligkeiten von geringerem Wert. Alexandrien bot den Anblick einer von wilden Feinden eroberten Stadt.“

Die Gläubigen zogen sich zurück und flohen, so gut sie konnten, vor der Wut des aufgebrachten Pöbels. Freudig ertrugen sie den Verlust ihrer Habseligkeiten. Obwohl doch mehrere in die Hände der rasenden Verfolger gerieten, so war fast keiner darunter, der den Glauben verleugnete.

Die Heiden ergriffen auch eine betagte Jungfrau, Apollonia, gaben ihr solche Backenstreiche, dass sie ihr alle Zähne ausschlugen, schleppten sie dann zur Stadt hinaus, machten einen Scheiterhaufen, zündeten ihn an, und drohten, sie lebendig zu verbrennen, wenn sie nicht mit ihnen Lästerworte gegen Christus und den heiligen Glauben aussprechen würde. Die heilige Jungfrau blieb noch nachdenklich stehen. Die Henker meinten, sie wolle nachgeben und ließen sie los. Alsbald stürzte sie sich selbst in die Flammen und verbrannte. Sie, welche vom Feuer des Heiligen Geistes entzündet war, verachtete die Qualen des irdischen Feuers. Die Heiden selbst entsetzten sich, eine Frau zu erblicken, die bereitwilliger war zu sterben, als ihre grausamen Verfolger sie zu peinigen. Einen gewissen Serapion ergriffen sie in seinem Haus, marterten ihn auf die schrecklichste Weise, zerbrachen ihm alle Knochen, und stürzten ihn von dem obersten Stockwerk auf die Straße hinunter. Auf keiner Straße waren Christen sicher, in keinem Gässchen, weder bei Tag noch bei Nacht. Überall hörte man das wilde Geschrei, man müsse jeden, der nicht lästern wolle, herbeischleppen und verbrennen. Diese harten Drangsale dauerten noch längere Zeit, bis endlich die Heiden in Alexandrien unter sich selbst in Uneinigkeit gerieten, ihre Wut gegeneinander ausließen, und dadurch für die Christen Ruhe eintrat. Diese Ruhe aber dauerte nicht lange; denn kaum hatte Dezius den kaiserlichen Thron bestiegen, auf den er sich den Weg durch die Ermordung des Kaisers Philippus, dessen Herrschaft den Gläubigen sehr günstig war, gebahnt hatte, als sich das jammervolle Schauspiel grausamer Verfolgung der Christen in Alexandrien schon wieder erneuerte.

Das Verfolgungsedikt des Dezius, versetzte die Gläubigen in dieser Stadt in großen Schrecken, denn es war, wie Dionysius sagt, so grausam, dass selbst die Auserwählten, wenn es möglich wäre, hätten zaghaft werden können. Viele der Vornehmsten wurden auch wirklich zaghaft, so wie auch viele von denen, die öffentliche Ämter verwalteten. Einige wurden selbst von ihren Verwandten vor die Richtstühle geschleppt. Andere wurden namentlich aufgerufen und nahmen Teil an den Gräueln des Götzendienstes. Einige erblassten dabei und zitterten, als sollten sie selbst geopfert werden, und wurden daher, wenn sie opferten, vom heidnischen Volk verspottet. Andere traten frech hinzu und bezeugten, dass sie nie Christen gewesen seien. Diese waren größtenteils solche, die zu sehr an den Reichtümern des Lebens hingen, von denen der Herr vorhergesagt hat, dass es ihnen schwer sein werde, ins Himmelreich einzugehen. Die anderen folgten entweder denen nach, die den Götzen schon geopfert hatten, oder entzogen sich durch die Flucht, oder wurden ergriffen. Unter diesen erlagen manche schon im Kampf, sobald sie in Fesseln gelegt wurden. Manche beharrten längere Zeit im Kerker, verleugneten aber dennoch, bevor sie vor das Gericht geführt wurden. Einige erduldeten die ersten Martern, schwuren aber dennoch dem Glauben ab, aus Furcht vor härterer Peinigung.

Es fehlte indessen auch nicht an solchen, die durch Gottes Kraft gestärkt, als unerschütterliche Pfeiler der Kirche Gottes da standen und im heiligen Bekenntnis standhaft verharrten.

Julian, der von Gliederschmerzen so heftig gequält wurde, dass er weder stehen noch gehen konnte, musste von zwei Christen zum Richterstuhl getragen werden.

Einer von diesen beiden verleugnete sogleich Jesus Christus, der andere aber, der Chronion Eunus hieß, bekannte mit Julian den Sohn Gottes. Sie wurden deswegen auf Kamele gesetzt, durch die ganze große Stadt geführt, auf den Kamelen gegeißelt und zuletzt im Angesicht einer zahllosen Menge Volk in ungelöschtem Kalk verbrannt. Gegen Besas, einen Soldaten, der dabei stand, als sie zum Tod geführt wurden, und denen, welche jetzt noch die Bekenner misshandeln wollten, Einhalt tat, erhob sich das Geschrei des Volkes. Er wurde vor den Richterstuhl geführt und nachdem er Jesus Christus unerschrocken und standhaft bekannt hatte, enthauptet. Ein anderer mit Namen Maker, gebürtig aus Lybien, wurde von dem Richter auf alle mögliche Weise zum Abfall gereizt. Allein er blieb standhaft, und wurde lebendig verbrannt. Epimachus und Alexander waren lange Zeit in Fesseln gelegen, hatten vielerlei Peinen ausgestanden, waren mit schneidenden Werkzeugen und mit Geißeln zerfleischt worden und wurden jetzt in ungelöschtem Kalk verbrannt.

Auch Frauen bekräftigten ihren Glauben an Jesus Christus durch den Martertod. Ammonarium, eine sehr gottselige Jungfrau, wurde lange und sehr grausam gefoltert, weil sie erklärt hatte, dass sie nichts von dem sagen werde, was der Richter von ihr erzwingen wolle. Sie bestand in der Prüfung und wurde zum Tode abgeführt. Drei andere, nämlich Merkuria, eine ehrwürdige alte Frau, Dionisia, die Mutter mehrerer Kinder, die sie zwar zärtlich, aber doch nicht mehr als den Herrn liebte, und eine zweite Ammoniarium wurden enthauptet, ohne dass sie vorher andere Peinigung erdulden mussten, weil der Statthalter nicht noch einmal durch die Standhaftigkeit schwacher Frauen überwunden und beschämt werden wollte.

Jetzt wurden Heron, Ater und Isidorus, alle drei Ägypter, und mit ihnen Diskorus, ein Junge von fünfzehn Jahren, vor den Statthalter gebracht. Dieser versuchte den Jungen zuerst durch schmeichelndes Zureden zu gewinnen, dann durch Drohungen zu schrecken. Aber alles blieb fruchtlos. Die anderen wurden mit Schlägen grausam zerfleischt, und da sie standhaft verharrten, dem Feuer übergeben. Der Junge Dioskorus, welcher großen Mutes vor allen dastand und die ihm vorgelegten Fragen mit bewunderungswürdiger Geschicklichkeit beantwortete, wurde von dem Richter selbst bewundert, und mit dem Bescheid entlassen, dass er ihm seiner Jugend wegen Zeit zur Besinnung lassen wolle. Der heldenmütige junge Mann gesellte sich den übrigen standhaften Gläubigen bei, einen schwereren und länger dauernden Kampf erwartend.

Nemesius, ebenfalls ein Ägypter, wurde zuerst fälschlich beschuldigt, dass er ein Mitglied einer Räuberbande sei. Dann aber, als er diese arge Verleumdung widerlegt hatte, angeklagt, dass er ein Christ wäre. Gebunden wurde er dem Statthalter vorgestellt, der ihn doppelt so stark, als die Räuber, geißeln und peinigen, und dann mit diesen verbrennen ließ. Der heilige Kämpfer rechnete es sich zur besonderen Gnade, nach dem Beispiel seines göttlichen Meisters, unter Räubern sterben zu können.

Vier Sodaten, Ammon, Zeno, Ptolomäus und Ingenus, nebst Theophilus einem Greis, standen nicht fern vom Richterstuhl. Und als ein Christ vor dem Gericht bereit schien, den Namen Jesu zu verleugnen, winkten sie ihm, streckten die Hände nach ihm aus, und versuchten durch alle möglichen Bewegungen und Gebärden des Körpers den gefährdeten Bruder im Bekenntnis zu stärken. Aller Augen wurden auf sie gerichtet. Aber noch bevor sie ergriffen wurden, liefen sie selbst zum Richterstuhl und erklärten, dass sie Christen seien. Der Statthalter und die Beisitzer erschraken. Jene aber standen da mit freudiger Bereitwilligkeit, alles zu erdulden. Die Richter verloren darüber alle Fassung und die Soldaten gingen hinweg, froh über ihr Zeugnis und Gott preisend, dass er ihnen diesen herrlichen Triumph verliehen hatte.

Nicht nur in Alexandrien, sondern auch in anderen Städten und Flecken Ägyptens wurden viele Christen von den Heiden gewaltsam getötet, wie Dionysius in dem oben angeführten Brief noch weiter berichtet und davon Beispiele anführt. Ischrion stand als Verwalter im Dienst eines öffentlichen Beamten, der durch Befehle, durch Schmähungen und durch Misshandlungen ihn zwingen wollte, den Götzen zu opfern, und ihn, da er alles standhaft ertrug, tötete, indem er ihm einen Pfahl durch den Leib rammte.

Eine große Zahl von Gläubigen, die geflohen waren, irrten in den Gebirgen und Wüsten herum. Viele verhungerten, verdursteten oder erfroren ode starben hilflos an Krankheiten. Andere wurden von Räubern ermordet oder von wilden Tieren zerrissen. Die, welche unverletzt zurückkamen, zeugten von der ausharrenden Geduld und dem freudigen Tod der Mitchristen. Chäremon, ein hochbetagter Greis, Bischof von Nikopolis, floh auf das arabische Gebirge und kam von da nicht wieder zurück. Nach der Verfolgung suchten die Gläubigen nach ihm, fanden ihn aber nicht, auch nicht seine Leiche. Viele andere Christen wurden von den Sarazenen ergriffen und in die Sklaverei geschleppt, mehrere von ihnen aber um einen sehr hohen Preis wieder eingelöst.

Nachdem der heilige Dionysius in seinem Brief den Kampf der Martyrer erzählt hat, führt er in ihm noch an, dass mehrere von den gefallenen Christen, die ihren Abfall bereuten, auf die Fürsprache der heiligen Martyrer in die Kirchengemeinschaft wieder aufgenommen worden sein. Er sagt: „Die gottseligen Martyrer, welche nun Beisitzer Christi, die Mitgenossen seines Reiches und Richter mit ihm sind, haben (als sie noch lebten) einige der gefallenen Brüder, die den heidnischen Göttern geopfert hatten, mit Güte wieder aufgenommen, weil sie ihre Bekehrung und Buße sahen, und deswegen meinten, dass diese Buße demjenigen angenehm sein werde, der nicht den Tod des Sünders will, sondern, dass er sich bekehre. Sie haben daher solche aufgenommen, sie gesammelt, sie empfohlen (dem Bischof und dem Volk), sie teilnehmen lassen am Gebet und an den Liebesmahlen.“

Die Sünde ist ein Zustand des Todes und die Buße ist eine wirkliche Auferstehung von den Toten. Der ganze Himmel feiert, wie uns das Evangelium versichert, ein Auferstehungsfest, so oft ein Sünder Buße tut. Würde doch jeder Sünder aufwachen aus seinem Todesschlaf, erkennen den bejammernswürdigen Zustand seiner Seele und sich mit Reuesinn und Zuversicht Jesus Christus nahen, durch den allein kommt Erbarmen, Gnade, Vergebung der Sünden und ewiges Leben! Wie ermunternd schreibt der Apostel Johannes durch Eingebung des Heiligen Geistes im zweiten Kapitel seines ersten Briefes: „Meine Kinder! Solches schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher beim Vater, Jesus Christus, den Gerechten, der selbst die Versöhnung für unsere Sünden ist, nicht allein aber für unsere Sünden, sondern auch für die Sünden der ganzen Welt.

Die katholische Kirche feiert das Gedächtnis des heiligen Metras am 30. Januar, der heiligen Quinata am 3. Februar, des heiligen Julian und Chronion am 19. Februar, des heiligen Makarius 8. Christmonat, des heiligen Epimachus, Alexander, der Ammonarium, Merkuria und Dionisia am 12. Christmonat, des heiligen Heron, Ater, Isidorius und Dioskorus am 14. Christmonat.




Der heilige Alto, Einsiedler-Mönch von Altomünster, Bayern,

+ 9.2.760 - Fest: 9. Februar




Von heiliger Begeisterung getrieben, ihren stammverwandten heidnischen Brüdern in Deutschland das Licht des Glaubens anzuzünden, und die christliche Kultur unter die barbarischen Völker zu tragen, verließen im siebenten und achten Jahrhundert viele fromme und edle Männer ihre schöne Heimat England und Irland und verkündeten unter vielen Anstrengungen und Opfern die Lehre des Heils in der westlichen Hälfte der deutschen Länder. Dem heiligen Virgilius schlossen sich der heilige Bischof Marinus und sein Diakon Theklanus, der Priester Lullus und der heilige Alto an. Die beiden ersten ließen sich nach vielem Hin- und Herziehen bei Freising nieder. Ihr Gedächtnis wird am 1. Dezember gefeiert, ihre Reliquien werden im Kloster Neustift bei Freising aufbewahrt. Lullus stiftete mit Unterstützung des bayerischen Herzogs Theobald das Kloster Ilmmünster.

Der heilige Alto entstammte einer sehr vornehmen Familie Schottlands. Schon von früher Jugend an reifte in ihm ein männlicher Ernst, die kurzen irdischen Genüsse setzte er hintan und strebte nur nach den dauernden Freuden des geistigen Lebens. Nicht die Pracht seines weiten Besitztums, nicht die Liebe seiner Eltern und Verwandten konnte ihn von seiner begonnenen Richtung ablenken, vielmehr ruhte sein Wille im Gesetz Gottes und in seinem Gesetz betrachtete er Tag und Nacht. Da sein Vorsatz mehr und mehr reifte und sein Streben nach Vollkommenheit immer glühender wurde, verließ er, in einer Erscheinung von Gott ermahnt, wie einst der Erzvater Abraham, seine Heimat und seine Verwandten, um im fernen Deutschland ein Ruheplätzchen aufzusuchen. So kam der Gottesmann nach Bayern, wo er sich in einem Wald eine Zelle baute und von seiner Hände Arbeit lebte, um niemand lästig zu fallen, eingedenk des Psalmwortes: „Glücklich wirst du sein, weil du isst von der Arbeit deiner Hände.“ (Psalm 127)

Da der Ruf seiner Heiligkeit zu den Ohren des Frankenkönigs Pipin drang, der für fremde und arme Gottesdiener väterlich sorgte, schenkte er dem heiligen Alto einen großen Teil des Waldes, in dem er wohnte. Daher kam es, dass von nah und fern viele Gläubige aus Bayern und Baden herbeieilten und wetteiferten, um ihn mit ihrem Vermögen zu unterstützen. Mit Hilfe dieser Wohltäter rodete er den größten Teil des ihm geschenkten Waldes, und verwandelte den Boden in fruchtbares Ackerland.

Als nach einigen Jahren die Arbeit seiner Hände durch eine reiche Ernte belohnt wurde und die Liebesgaben der Gläubigen in bedeutendem Maße zunahmen, erwog der Mann Gottes, wie er diese Wohltaten dem Geber alles Guten vergelten könnte. Und er baute ein Gotteshaus und ein Kloster und lud Liebhaber des geistlichen Lebens zu sich ein. Nach dem Gründer heißt dieses Kloster bis auf den heutigen Tag Altomünster.

Der heilige Bonifatius, der in jener Zeit das göttliche Wort mit dem gesegnetsten Erfolg verkündete, wurde durch ein göttliches Gesicht aufgefordert, schleunigst das neue Kloster Altomünster einzuweihen und zwar ein Mönchskloster und ein Frauenkloster. Freudig folgte der Apostel Deutschlands dem höheren Ruf und weihte beide Klöster.

Nachdem der heilige Abt Alto längere Zeit dem neuen Kloster in Heiligkeit vorgestanden und mit dem Glanz seiner Tugenden und Wunderwerke seinen Wirkungskreis erfüllt hatte, ging er im seligen Tod in die himmlische Wohnung, nach der er sich von Kindheit an gesehnt hat, und für die er allen Reichtum, alle Ehren und Annehmlichkeiten dieser Erde freudig geopfert hatte.

Nach dem Tod des heiligen Alto bemächtigte sich des Klosters ein Graf Welf, aber der Heilige sorgte noch vom Himmel her für sein Lieblingswerk. Er erschien einem frommen Mann im Traum und sprach zu ihm: „Gehe zu den Ältesten jenes Ortes, wo mein Leib ruht, und sage ihnen: Alto zürnt sehr, dass seine Ruhestätte vernachlässigt und kein Gottesdienst dort gehalten wird. Wenn sie dies bessern, werden sie großen Lohn empfangen, wenn sie es aber vernachlässigen, wird die Rache über sie hereinbrechen.“ Der Mann teilte die Erscheinung seiner Frau mit, die meinte, eine solche Botschaft könne ihm Ungelegenheiten verursachen. Deshalb schwieg er. Nach einigen Tagen erschien ihm der heilige Alto wieder und sprach: „Warum hast du meinen Befehl verachtet? Gehe sofort hin und verkündige, was ich dir gesagt habe, sonst wirst du Hartes erleiden.“ Aber auch dieses Mal verschob er den Auftrag.

Zum dritten Mal erschien ihm ein Mönch und sprach zu ihm: „Mein Herr hat mich zu dir gesandt, um zu fragen, weshalb du seine Befehle verachtest?“ Jener antwortete: „Wer ist dein Herr?“ Der Mönch antwortete: „Der heilige Alto ist mein Herr und er hat mich gesandt. Damit du dies einsiehst, wirst du augenblicklich die angedrohte Strafe fühlen.“ Und sogleich fühlte sich der Mensch am ganzen Leib so zerschlagen, als ob er mit Rutengepeitscht wäre.

Nun säumte der Mann nicht länger, dem Grafen seine Erscheinung zu offenbaren. Welf stellte das verfallene Kloster wieder her, beschenkte es mit mehreren Grundgütern und gab ihm einen ausgezeichneten Vorsteher in dem Abt Rudolf, der mit aller Strenge auf die genaue Beobachtung der Ordensregeln achtete. Seine Nachfolger, die Äbte Eberhard und Heinrich, brachten die Stiftung des heiligen Alto zu immer schönerer Blüte. Auch die Mutter des Grafen, namens Itha, sowie seine Gemahlin Irmentrud vermehrten die Stiftungen des Klosters, so dass dies immer mehr im Ansehen stieg und eine Quelle des Segens für die ganze Umgegend wurde.

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts war Altomünster ganz verfallen, aber Herzog Georg erhob es aus dem Schutt. In neuerer Zeit ist es nur noch Frauenkloster, in dem gottgeweihte Jungfrauen nach der Regel der heiligen Brigitta leben und dankbar das Andenken an den heiligen Alto feiern.




Der heilige Nicephorus, Laie und Martyrer von Antiochia,

+ 9.2.260 – Fest: 9. Februar



Zu Antiochia in Syrien lebten unter der Regierung des Kaisers Valerian Sapricius, ein Priester, und Nicephorus, ein gottesfürchtiger Christ, seit ihren Jugendjahren in der innigsten Freundschaft und einer suchte es dem anderen in der Frömmigkeit und guten Werken zuvor zu tun. Dieser edle Wettkampf wurde durch eine heftige Feindschaft unterbrochen, die aus einer geringen Veranlassung entstand, und in eine solche Erbitterung der Gemüter ausartete, dass jeder sich schämte, mit dem anderen ein Wort zu sprechen. Nach einiger Zeit wagte es Nicephorus, der ein sanfteres Herz hatte und diesem Ärgernis eines unchristlichen Hasses ein Ende machen wollte, einige seiner Bekannten zu Sapricius zu schicken und ihn um Verzeihung und um seine vorige Liebe bitten zu lassen; aber der hartherzige Priester fuhr sie mit rauen Worten an und wies trotzig jeden Antrag zu einer neuen Freundschaft ab. Aus Liebe zum Frieden ging schließlich Nicephorus selbst zu Sapricius, fiel vor ihm auf die Knie und beschwur ihn bei dem teuren Blut, das Jesus einst am Kreuz auch zur Versöhnung seiner Todfeinde vergoss, allen Groll auf die Seite zu setzen und sich wieder mit ihm auszusöhnen. Aber mit größter Erbitterung stieß dieser den demütig Bittenden mit den Füßen zurück und verharrte in seiner Bosheit.

Damals, es war im Jahr 260, erregten die Heiden eine Christenverfolgung in Antiochia und unter anderen wurde auch der christliche Priester Sapricius ergriffen und vor den heidnischen Richter gebracht, dem er unerschrocken gestand, dass er nicht nur ein Christ, sondern sogar ein Priester sei. Der Richter ermahnte ihn, die strengen Befehle der beiden Kaiser Valerian und Gallus zu erfüllen und den Göttern zu opfern, wenn er sich nicht den grausamsten Strafen aussetzen wolle. Ihm antwortete der Bekenner: „Wir Christen opfern nur dem alleinwahren Gott, der ein Schöpfer Himmels und der Erde ist, und verfluchen eure Götter als eine Erfindung der Geister der Hölle,“ Über diese Worte geriet der eifrige Heide in eine solche Wut, dass er ihn zu Boden reißen und mit den qualvollsten Martern zu peinigen befahl, die aber Sapricius mit freudiger Geduld ertrug und dem Barbaren zurief: „Meinen hinfälligen Körper kannst du vernichten, doch über meine unsterbliche Seele hast du keine Gewalt!“ Und als alle Martern fruchtlos waren, ihn zur Verleugnung seines Glaubens zu bewegen, und als der Martyrer laut Jesus den Erlöser als den wahren Gott verkündete, verurteilte ihn der Richter zur Enthauptung.

Sapricius frohlockte, dass ihn Gott der Martyrerkrone gewürdigt habe und ging mit vor Freude glänzenden Augen auf den Richtplatz. Mitten auf dem Weg dahin kam ihm Nicephorus entgegen und bat ihn unter vielen Tränen, seine Feindschaft nicht mit in die Ewigkeit zu nehmen. Und als ihn jener keiner Antwort würdigte, fiel er zu seinen Füssen und beschwur ihn nochmal im Namen Jesus, für dessen Ehre er sein Blut zu vergießen bereit sei, sich mit ihm vor seinem Tod noch auszusöhnen. Aber Sapricius achtete seiner Tränen und bewegenden Bitten nicht und trat standhaft in seinem Hass der Marter entgegen. Doch der barmherzige Gott sah an die Tränen des frommen und demütigen Nicephorus und strafte die Härte des stolzen Priesters dadurch, dass er ihm seine Gnade entzog. Denn als Sapricius auf der Richtstätte ankam und ihn der Henker ermahnte, sich auf seine Knie niederzulassen, damit er enthauptet werden können, überfiel ihn eine schreckliche Angst und er schrie laut auf: „Warum soll ich Unglücklicher denn enthauptet werden?“ – „Weil du“, entgegnete ihm der Henker, indem er das Schwert empor hob, „den Befehl des Kaisers verachtet und dich geweigert hast, den unsterblichen Göttern zu opfern.“ – „Ach, schont nur mein Leben“, rief der von Gott Verlassene in seiner Todesangst, „ich opfere und huldige den Göttern!“ Plötzlich trat aus der Menge Volkes Nicephorus hervor, umarmte den gefallenen Priester und sprach: „Mein Bruder, was tust du? Wo ist der Mut und die Standhaftigkeit, mit der du bisher deinen Glauben verteidigt und Jesus bekannt hast? Unglücklicher! So willst du die Krone, die du dir durch die Marter schon erworben hast, im letzten, entscheidenden Augenblick verlieren?“ Und als ihn Sapricius nicht hörte, bestieg er, entflammt von der Liebe zu Gott, mutig den Richtplatz und schrie mit lauter Stimme: „Ich bin ein Christ und bekenne öffentlich meinen Glauben an Jesus Christus, den jener zu seinem ewigen Verderben verleugnet hat. Mich also schlachtet für den Abtrünnigen!“

Die Gerichtsdiener erstaunten über den heldenmütigen Kämpfer und brachten dem Richter die Nachricht von dem Abfall des Sapricius und von dem Mut des Nicephorus, der sich freiwillig für seinen Glauben dem Henker auslieferte. Auf seinen Befehl wurde Nicephorus enthauptet und Sapricius erhielt die Freiheit und lebte noch wenige Jahre, verachtet von den Heiden und Christen und starb schließlich in Raserei und Verzweiflung.




Der heilige Ansbert, Erzbischof und Bekenner von Rouen,

+ 9.2.698 – Fest: 9. Februar



Ansbert wurde unter der Regierung des fränkischen Königs Clotar, eines Sohnes des Clodoväus und der Bathildis, aus einem vornehmen Geschlecht geboren und in seiner Jugend in allen Wissenschaften unterrichtet. Als ein sehr gebildeter und frommer junger Mann kam er an den königlichen Hof, wo er sich durch seine ausgezeichneten Sitten die Achtung und Liebe aller Menschen erwarb und von Rothbert, dem ersten Minister des Königs, so hoch geschätzt wurde, dass er ihm seine Tochter Angadeisina zur Gemahlin gab. Da aber sie schon in ihrer Jugend das Gelübde einer immerwährenden Enthaltsamkeit Gott gemacht hatte, überredete sie auch ihren Gemahl zur Haltung des Versprechens. Damit sie ihrem Entschluss getreu bleiben möchten, verließen sie den königlichen Hof, verzichteten auf alle Lebensfreuden und Reichtümer und wählten die klösterliche Armut. Ansbert begab sich in das Kloster zu Fontanelle, in der Gegend von Rouen und wurde von dem heiligen Abt Wandregisil mit väterlicher Güte empfangen und unter die Ordensmänner aufgenommen, unter denen er sich bald sowohl durch seine gründlichen Kenntnisse in den heiligen Schriften, als durch seine Demut und Liebe zum Gehorsam auszeichnete. Er verrichtete die niedrigsten und beschwerlichsten Dienste mit Freude und arbeitete eben eines Tages mit einigen Brüdern im Weinberg des Klosters, als Theodorich, ein junger Mann, der den König auf der Jagd bediente, den Heiligen um seinen Segen bat. Ansbert erteilte ihm den Segen nebst rührenden Ermahnungen zu einem gottesfürchtigen Leben und sagte ihm voraus, dass er in kurzer Zeit Regent des fränkischen Reiches werden würde.

Nach dem Tod des heiligen Abtes Wandregisil, der zwanzig Jahre lang mit allem Ruhm seinem Kloster vorstand, wurde Lantbertus zu dessen Nachfolger erwählt, der aber bald als Bischof nach Lion kam und bei seinem Abschied den Brüdern keinen würdigeren als Abt anzuempfehlen wusste, als den frommen Ansbertus. Übereinstimmend wählten sie ihn zu ihrem Oberen und er entsprach den Erwartungen vollkommen, die man sich von ihm gemacht hatte. Mit Sanftmut und Liebe behandelte er seine Mönche und war allen ein Muster in der christlichen Vollkommenheit. Streng gegen sich selbst, war er der liebreichste Vater aller Armen und Unglücklichen und stiftete zwei Häuser neben dem Kloster als eine Zuflucht für die Bedrängten und Verfolgten. Allenthalben verbreitete sich der Ruf des heiligen Abtes und als um diese Zeit der erzbischöfliche Stuhl von Rouen durch den Tod des heiligen Audönus erledigt wurde, ernannte Theodorich, der nun fränkischer König war, den heiligen Ansbert zu dessen Nachfolger, über dessen glückliche Wahl die Geistlichkeit und die Gläubigen frohlockten. Mit Demut und christlicher Liebe regierte der Heilige seine Herde, stiftete allenthalben Friede und Eintracht und beförderte Sittlichkeit und Tugend, bis er das Opfer seiner Feinde wurde. Damals gerieten die fränkischen Fürsten unter sich in Uneinigkeit und böse Menschen verklagten den heiligen Erzbischof bei dem Fürsten Pipin, dass er gegen ihn einen Anhang sammle, um ihn zu stürzen. Sogleich wurde er von seinem bischöflichen Sitz vertrieben und zur Verbannung verurteilt. Der unschuldige Heilige wanderte geduldig und ohne sich zu verantworten in das Elend und fand endlich eine Zuflucht in dem Kloster Hautmont im Hennegau, wo ihn der ehrwürdige Abt Halidulphus mit brüderlicher Liebe aufnahm. Da lebte er wie der geringste Laienbruder unter Gebet, Fasten und Wachen in einer engen Zelle in der größten Armut und bereitete sich auf ein seliges Ende. Als schließlich Pipin seine Ungerechtigkeit einsah und ihn auf seinen erzbischöflichen Stuhl zurückrief, bat ihn der Heilige um Erlaubnis, dass sein Leichnam nach seinem Tod in das Kloster zu Fontanelle überbracht werden dürfe. Da er die Bewilligung seiner Bitte erhalten hatte, wohnte er am folgenden Tag noch dem feierlichen Gottesdienst bei und nachdem er mit innigster Andacht die heilige Kommunion empfangen hatte, gab er sanft und ruhig seinen Geist in die Hände Gottes auf am 9. Februar 695, beweint von allen Frommen und verherrlicht von Gott mit den größten Wundern.




Die selige Anna Katharina Emmerick,

+ 9.2.1824 - Fest: 9. Februar




Vor vielen Jahren geschah es, dass einmal in dem Weiler Flamske bei Coesfeld in Westfalen ein kleiner Bauersmann, der eine geschickte Hand hatte, einem Nachbarn aus Gefälligkeit eine wackelige Holzbank ausbesserte und sie zum Teil mit neuen Brettern aus dem eigenen Besitz wiederherstellte. Dabei fielen Späne von den alten und den neuen Brettern. Ein siebenjähriges Mädchen, des schreinernden Mannes Tochter Anna Katharina, sammelte die Späne für den Hausbrand. Das Kind hob jedoch nur die Späne von den neuen Brettern auf und ließ die Späne von den alten Brettern liegen. Erstaunt beobachtete der Vater Anna Katharinas Tun und fragte, warum sie denn nicht alle Späne sammle. Darauf entgegnete die Angeredete, das tue sie deswegen nicht, weil die Späne von den alten Brettern doch nicht ihnen, sondern dem Nachbarn gehörten. Bei dieser Antwort schüttelte der Vater den Kopf, blickte betroffen die Mutter an und sprach: „Was haben wir doch ein wunderliches Kind!“

Besser hätte der Mann getan, wenn er gesagt hätte: „Was haben wir doch ein Wunderkind!“, denn wenn ein Kind eine solche Zartheit des Gewissens besitzt, wie sie Anna Katharina bei dem erwähnten Vorfall an den Tag legte, so ist das nicht wunderlich, sondern wundervoll.

Anna Katharina Emmerick war aber nicht nur wegen ihrer Ehrlichkeit, sondern ganz allgemein ein Wunderkind. Im Jahre 1774 wurde sie am Fest Mariä Geburt geboren, und gleich nach der Taufe erhielt sie als eine besondere Gnade Gottes den vollen Gebrauch der Vernunft. Die Engel spielten mit dem Kind. Gemeinsam sammelten sie Blumen auf den Wiesen und am Rand der Getreidefelder, wanden sie zu Kränzen und brachten die Kränze dem Jesuskind und seiner Mutter. Das alles sah Anna Katharina mit ihren hellen begnadeten Augen. Zuweilen begegnete ihr auch der kreuztragende Heiland, und die Armen Seelen umschwebten sie als leuchtende Flämmchen, und von all diesen Dingen plauderte Anna Katharina arglos, denn sie war der Meinung, dass alle Menschen ohne Ausnahme sähen, was sie allein schauen durfte. Erst als sie merkte, dass es sich nicht so verhielt, sprach sie auch nicht mehr von den Schauungen.

Früh musste Anna Katharina kräftig bei der Arbeit helfen, musste den Ackergaul von der Weide holen, musste mit dem Vater auf das Feld, musste das Pferd an der Leine führen, die Egge heben und andere Dinge tun. Weil auch der Vater ein frommer Mann war, beteten die beiden häufig miteinander. Wenn sie beim Ackern wendeten oder ein Weilchen ruhten, wies der Vater auf den Kirchturm hin und sagte: „Da wollen wir den lieben Heiland im Sakrament von weitem grüßen, und dann grüßt er auch uns und segnet unsere Arbeit.“

Nachdem Anna Katharina im Alter von sieben Jahren die erste heilige Beichte abgelegt hatte, erschien ihr immer häufiger der kreuztragende Heiland und forderte sie auf, ihm das Kreuz tragen zu helfen. Gern war sie dazu bereit, und es kamen daher mancherlei Beschwerden über sie, wie Kopf- und Zahnschmerzen, die sie zur Sühne für die Sünden der Menschen geduldig ertrug. Auch zähmte sie die Gaumenlust, indem sie auf Speisen, die ihr gut schmeckten, verzichtete, und weil sie ein solch gutes Herz hatte, dass sie keinen Menschen leiden sehen konnte, bat sie Gott, ihr die Krankheiten der anderen aufzulegen, was dann auch oft eintrat.

Als Anna Katharina mit vierundzwanzig Jahren einst in der Kirche betete, trat der göttliche Heiland sichtbar auf sie zu und bot ihr zur Wahl einen Blumen- und einen Dornenkranz. Sofort griff sie zu dem Dornenkranz , und von diesem Augenblick an wurde sie die Leidensbraut des Herrn; sie empfing, allen sichtbar, die heiligen Wundmale und hat bis zu ihrem Tod am 9. Februar 1824 unerhörte Schmerzen ausstehen müssen. Es geschah das zur Sühne für die Sünden der Welt in Vereinigung mit dem bitteren Leiden des lieben Heilandes, an das uns die Fastenzeit eindringlich erinnert.

Am 3. Oktober 2004 waren viele Blicke nach Rom gerichtet: Anna Katharina Emmerick, die "Mystikerin des Münsterlandes", wurde von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

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