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von esther10 30.12.2015 00:22


D: Theologen verlangen grundlegende Kirchenreform


Die Kureinrefom im Vatikan muss zu einer Refomr der Gesamtkirche werden. Das fordern Theologen. - REUTERS

08/12/2015 13:13SHARE:
50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) sprechen sich internationale Theologen für grundlegende Veränderungen in der katholischen Kirche aus. Die Kurienreform im Vatikan müsse zu einer Reform der Gesamtkirche und des kirchlichen Amtes ausgeweitet werden, heißt es in einem am Dienstag in München vorgestellten Papier. Darin plädieren die Wissenschaftler auch dafür, die Laien in der Kirche mehr zu beteiligen und synodale Strukturen zu stärken.
Synodalität müsse „wieder zum Strukturprinzip in der Kirche werden“, heißt es in dem fünfseitigen Papier, das zum Ende eines dreitägigen Kongresses zu den Nachwirkungen des Zweiten Vatikanums vorgestellt wurde. Die Synodalität müsse rechtlich umgesetzt und einklagbar sein. Wichtige Entscheidungen der Kirche dürften nicht hinter verschlossenen Türen getroffen werden. Die Wissenschaftler erinnern an ein Wort von Papst Franziskus: „Was alle angeht, muss auch von allen behandelt werden.“
Die Erklärung wurde vom Veranstalter der Tagung, dem Eichstätter Fundamentaltheologen Christoph Böttigheimer, vorgestellt. An dem Kongress „Das Konzil eröffnen - Theologie und Kirche unter dem Anspruch des Zweiten Vatikanischen Konzils» nahmen den Angaben zufolge rund 200 Theologen aus aller Welt teil.
(kna 08.12.2015 gs)

*
]Habt Acht vor den Trojanischen Pferden!

Erwartungen an die kommende Synode zu Ehe und Familie:
Einige Punkte zur Unterscheidung der Geister

Von Edouard Ade

Indem er 1965 die Bischofssynode als ständige Einrichtung etablierte, wollte der selige Papst Paul VI. einem von den Konzilsvätern ausgedrückten Wunsch entsprechen und den auf dem Konzil erlebten Geist der Kollegialität lebendig halten. Zu jener Zeit, als die Kirche dabei war, ihr aggiornamento durch eine grössere Öffnung auf die Welt hin umzusetzen, zeigte sich die grosse Notwendigkeit eines gemeinsamen Weges der Nachfolger der Apostel mit jenem unter ihnen, der das petrinische Amt innehat. Man brauchte ein Organ, welches gewährleistete, dass in einer mehr und mehr beschleunigten Welt die über die Erde hin verstreuten Hirten der Kirche untereinander im Dialog blieben und ihre Informationen und Erfahrungen teilten, um so gemeinsam nach pastoralen Lösungen zu suchen, die in der Kirche universell gültig und anwendbar waren, denn es gibt nur einen Leib Christi, dessen Glieder durch einen einzigen Glauben, eine einzige Taufe und die Teilhabe an einem einzigen Brot verbunden sind. Durch die von der Globalisierung verursachten Umwälzungen, die die Kulturen und religiösen Traditionen dampfwalzenartig betreffen, spürt die Kirche mehr und mehr die Notwendigkeit, diesen synodalen Geist zu stärken. In der Vereinzelung können sich die Jünger Jesu nicht den Herausforderungen der heutigen Welt stellen.

Papst Franziskus hat dies mit grosser Genauigkeit gespürt – er, der von der geographischen Peripherie der römischen Kirche kam – und hat deshalb gewünscht, dass das Sekretariat der Bischofssynode einen Angelpunkt in der Kurienreform darstelle. Der erste Testfall dieser Vision ist die Frage nach jener Zelle des Gottesvolkes, die die Konzilstexte und die nachkonziliare Lehre der Päpste in der Tradition der Kirchenväter “ecclesia domestica” (Hauskirche) nannten und die der heilige Papst Johannes Paul II. als “den wichtigsten Weg der Kirche” präsentierte, weil die Heiligste Dreifaltigkeit ihn selbst für die Inkarnation des ewigen Wortes gewählt hat. Diesen Testfall werden wir gemeinsam bestehen, wenn am Ende der kommenden Synode die folgenden Bedingungen erfüllt sein werden:

Am Ende der XIV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode sehen sich die Familien in ihrer Identität, ihrer Berufung und ihrer Mission gestärkt.
Die Hirten helfen den christlichen Familien, ihren heutigen Herausforderungen durch eine Welt zu begegnen, die andere Werte verkündet als jene des Evangeliums.
Die Familien werden auf ihrem Pilgerweg des Glaubens begleitet, erfahren Hilfe, um konstruktiv mit ihren Niederlagen und Wunden umzugehen, sowie Unterstützung bei ihren Anstrengungen, sich nach einem Fall neu zu erheben.
Die Erwartungen

Eine klare Verkündigung des Evangeliums der Familie:

Es ist zu wünschen, dass die Synode in ihrem Schlussdokument das Evangelium von der Familie nicht einfach voraussetzt, so als sei die diesbezügliche Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils, des seligen Pauls VI., des heiligen Johannes Pauls II. und Papst Benedikts XVI. bereits von allen oder einer grossen Zahl der Katholiken zur Kenntnis und angenommen worden und es ginge jetzt nun noch um eine Pastoral für jene, die dieser Lehre noch nicht oder nicht mehr folgten. Andernfalls würden diese nicht einmal verstehen, warum die Kirche ihnen einen Weg hin zur vollen Aussöhnung mit dem Leben nach dem Evangelium vorschlägt. Die Lehre muss allen in Erinnerung gerufen werden, mit Klarheit – gelegen oder ungelegen.

Der grösste Schaden für die Kirche geschieht, wenn ihre Kommunikation der Wahrheit des Evangeliums von einer anderen Form der Kommunikation übertönt wird. Aus diesem Grund erwarten sich die christlichen Familien ein klares Wort von den Synodenvätern darüber, was die biblische Offenbarung über ihre Identität sagt. Die Kirche darf nicht darin nachlassen, diese offenbarte Wahrheit zu verkünden. Die gläubigen Familien erwarten, noch einmal darin bestärkt zu werden, dass die Ehe dem Willen Gottes gemäss in einem einzigen Mann und einer einzigen Frau besteht, die lebenslang verbunden sind, ohne jegliches Recht, weder untreu zu werden, noch sich zu trennen, noch eine neue Ehe einzugehen in dem Fall, dass einer der Partner aus diesem oder jenem Grunde den anderen verlassen hat. Es ist notwendig, dass die Kirche den Familien gelegen oder ungelegen die Eigenschaften und Ziele der christlichen Ehe in Erinnerung ruft. Sie erwarten, dass die Kirche nicht müde wird, diese Wahrheiten zu wiederholen. Wir dürfen nicht darin nachlassen, die Wahrheit des Evangeliums zu wiederholen.
Die pastorale Sorge muss sich in der gleichen Weise auf alle erstrecken: auf solche, die unter nicht geringen Kämpfen und Opfern dem Weg des Evangeliums treu bleiben, auf solche, die auf diesem Weg ein Scheitern erlebt haben, aber in der Treue verharren, wie auf solche, die nicht standhalten konnten und neue Verbindungen eingegangen sind.

Umsicht in der Ausdrucksweise:

Die Kirche muss in ihrem Lehramt bei einer präzisen Sprache bleiben. Da ihre Ehelehre weder Scheidung noch Wiederheirat kennt, darf sie nicht von “wiederverheirateten Geschiedenen” sprechen, sondern von “Getrennt-Neuverbundenen”. In dem Fall, dass man die erstgenannte Bezeichnung übernimmt, welche im Zivilrecht verankert ist, sollte man klugerweise voranstellen: “…jene, die als wiederverheiratete Geschiedene bezeichnet werden”.

In Bezug auf die Gradualität unterscheidet das Lehramt seit dem heiligen Johannes Paul II. klar zwischen dem “Gesetz der Gradualität” und der “Gradualität des Gesetzes”, wobei die letztere im Widerspruch zur katholischen Lehre steht. Die erstere hingegen räumt ein, dass ein Sünder Schritt für Schritt und Abschnitt für Abschnitt voranschreiten kann, um aus einer sündhaften Situation herauszutreten, dass er deshalb dabei auf die Gnade Gottes zählen kann, die in ihm die Reue und die Anstrengung zur Busse wachruft und die sich auf das “Gute“ stützen kann, das in ihm bleibt und das die Sünde nicht völlig zerstören konnte.

Die Synode wird darauf achten, dass klar unterschieden wird zwischen dem “Gut”, das im Sünder verbleibt, und der davon völlig verschiedenen Behauptung eines “Guten” in Lebenssituationen, die dem Evangelium widersprechen. Wäre dies anders, warum sollten sich dann jene, die sich in solchen Situationen befinden, bemühen, diese hinter sich zu lassen? Wenn die Gradualität im Sinne einer Proportionalisierung der Wahrheit auf die jeweilige Lebenssituation hin verstanden würde, wäre das gefährlich, denn dies hiesse “ausserhalb des Weges voranzuschreiten“ (Thomas von Aquin). Derselbe doctor communis merkt an, dass “es besser ist, auf dem Weg zu hinken, als mit grossen Schritten ausserhalb des Weges zu laufen. Denn wer auf dem Weg hinkt, nährt sich dem Ziel, auch wenn er kaum vorankommt; jener aber, der ausserhalb des Weges läuft, entfernt sich je weiter vom Ziel, desto angestrengter er läuft” (Kommentar zum Johannesevangelium 14,2).

Die den Getrennt-Neuverbundenen schon gewährten Konzessionen:

Die Synode muss die schon von der Kirche gewährten Zugeständnisse in Erinnerung rufen. Sind sie bekannt und werden sie angewendet? Mit welchen Ergebnissen? Worin stellen sie gegebenenfalls in Bezug auf das Ziel, das das Seelenheil ist, nicht zufrieden; und sollten daher weitere Konzessionen gewährt werden?

“Die Wiederversöhnung im Sakrament der Busse, das den Weg zum Sakrament der Eucharistie öffnet, kann nur denen gewährt werden, welche die Verletzung des Zeichens des Bundes mit Christus und der Treue zu ihm bereut und die aufrichtige Bereitschaft zu einem Leben haben, das nicht mehr im Widerspruch zur Unauflöslichkeit der Ehe steht. Das heisst konkret, dass, wenn die beiden Partner aus ernsthaften Gründen – zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder – der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen können, ‘sie sich verpflichten, völlig enthaltsam zu leben, das heisst, sich der Akte zu enthalten, welche Eheleuten vorbehalten sind‘ (Johannes Paul II., Homilie zum Abschluss der VI. Bischofssynode (25.10.1980), 7: AAS 72 (1980) 1082).”
(Johannes Paul II., Familiaris Consortio, 84)

“Zweifellos ist die volle Teilnahme an der Eucharistie dann gegeben, wenn man auch selbst die Kommunion empfängt. Trotzdem muss darauf geachtet werden, dass diese richtige Aussage bei den Gläubigen nicht zu einem gewissen Automatismus führt, so als habe man, nur weil man sich während der Liturgie in der Kirche befindet, das Recht oder vielleicht sogar die Pflicht, zum eucharistischen Mahl zu gehen. Auch wenn es nicht möglich ist, die sakramentale Kommunion zu empfangen, bleibt die Teilnahme an der heiligen Messe notwendig, gültig, bedeutungsvoll und fruchtbar. Unter diesen Umständen ist es gut, das Verlangen nach der vollen Vereinigung mit Christus zu pflegen, zum Beispiel mit der Praxis der geistlichen Kommunion, an die Johannes Paul II. erinnert (vgl. Ecclesia de Eucharistia, n. 34) und die von heiligen Lehrmeistern des geistlichen Lebens empfohlen wird. (Darunter zum Beispiel Thomas von Aquin, Summa Theologiae, III, q. 80, a. 1,2; Theresia von Jesus, Weg der Vollkommenheit, Kap. 35. Die Lehre ist vom Konzil von Trient massgebend bestätigt worden: 13. Sitzung, Kap. VIII.).“ (Benedikt XVI., Sacramentum Caritatis, 55)

Indessen muss auch in Erinnerung gerufen werden, dass der in Ecclesia de Eucharistia und in Sacramentum Caritatis benutzte Ausdruck “geistliche Kommunion” analog ist und in Wahrheit drei Realitäten beinhaltet, die nicht verwechselt werden dürfen. Er bedeutet:

Die Gnade des empfangenen Sakramentes: jemand kommuniziert sakramental und geistlich.
Die Kommunion der Sehnsucht eines getauften Kindes, das noch nicht die Erstkommunion empfangen hat.
Die Sehnsucht nach der Kommunion, wenn ein Hindernis besteht, die Kommunion zu empfangen. Benedikt XVI sagt: “Sehnsucht nach der vollen Gemeinschaft mit Christus“.

Die Frage der Homosexualität:

Kann die Kirche in Bezug auf die sexuelle Orientierung etwas anderes lehren als sie bis jetzt gelehrt hat, ohne dabei der biblischen Offenbarung zu widersprechen? Tatsächlich müssen wir schon die Ausdrucksweise von der “Orientierung“ hinterfragen, welche suggeriert, es gäbe zwei gleiche Möglichkeiten für die menschliche Sexualität: eine homosexuelle und eine heterosexuelle. Zu sagen, die homosexuelle Orientierung sei nicht das, was Gott vorgesehen hat, als er den Menschen “als Mann und Frau” erschuf, heisst nicht, homosexuell empfindende Menschen anzugreifen.

Die Frage der Polygamie:

Es wäre wichtig für die kirchliche Pastoral in Afrika, wenn die Synode in ihrem Schlussdokument klar unterscheiden würde zwischen: (erstens) polygamen Heiden, die in der Situation der biblischen Patriarchen leben und von der Gnade Gottes berührt werden, und (zweitens) Getauften, die sich später zur Polygamie hin orientieren. Es wäre wichtig für die Mission der Kirche in Afrika, dass die Synode klar jede Form von Polygamie für Getaufte ausschliesst. Indes sollte die Synode die Praxis des paulinischen und des petrinischen Privilegs neu bewerten, um zu vermeiden, dass zur Sünde der Herzenshärte, die die Polygamie ermöglicht hat, auch noch die Sünde der Ungerechtigkeit hinzukommt, insbesondere gegenüber den Frauen.

Die Anerkennung von Fällen der Ehenichtigkeit:

Die Synode muss sich damit beschäftigen, wie Ehenichtigkeitsverfahren für Betroffene leichter erreichbar und flexibler gemacht werden können, wobei aber beide kanonischen Instanzen beibehalten werden müssen, weil es notwendig ist, die moralische Gewissheit des Urteils zu garantieren. Man könnte zum Beispiel dafür sorgen, dass die Verfahren nicht unnötig lang dauern, eine ausreichende Zahl von kompetenten Mitarbeitern für die kirchlichen Ehegerichte ausbilden und (wenigstens für die Armen) die Verfahren kostenlos durchführen. In jedem Abschnitt des Verfahrens muss auf alle Fälle ausgeschlossen sein, dass seine flexiblere Gestaltung der Anerkennung einer Scheidung ähnlich sieht, was einen schweren Angriff auf die Unauflöslichkeit der Ehe darstellen würde.

Wenn die Vorbereitung auf die Priesterweihe und auf das Ordensleben eine kanonisch vorgeschriebene Dauer haben, kann man sich dann bei der Ehevorbereitung mit vagen Schritten wie der “weiteren“ und der “unmittelbaren Vorbereitung” auf das Sakrament begnügen, welche noch dazu oft durch das Feuer der Leidenschaft aufs Äusserste verkürzt werden? Müsste man nicht eine nicht reduzierbare kanonische Mindestdauer der Ehevorbereitungszeit einführen?

Eine genaue Unterscheidung der Geister

Die Fallen der ideologischen Kolonisierung und der isolierten Sicht auf die eigene Situation:
Papst Franziskus hat mehrmals die Bischöfe der Entwicklungsländer auf die Gefahr der ideologischen Kolonisierung hingewiesen. Auch wenn der Westen nicht glauben darf, seine Probleme seien die einzigen auf der Welt, so bedroht doch die von ihm durchlebte Krise der Familie auch die Länder Asiens und Afrikas (vgl. die Konferenzen von Peking und Kairo, das Protokoll von Maputo usw.). Sich dieser Herausforderung zu stellen, ist darum nicht nur die Aufgabe Europas und Nordamerikas.
Doch wenn es auch vermieden werden muss, dass die jungen Kirchen in die Falle tappen, sich auf jene Fragen zu beschränken, die als die für sie typischen gelten, so müssen sie doch unbedingt gleichzeitig den Westen auffordern, dass er sich anderen kulturellen Horizonten öffnet; die eigene kulturelle Gesundheit der jungen Kirchen hängt davon ab.

Die Illusionen einer Pseudo-Öffnung:

Die Synodenväter müssen sich im Klaren sein über die Illusionen einer Pseudo-Öffnung der Welt gegenüber. Wenn man den Medien glaubt, scheint Deutschland das Land zu sein, das sich an die Spitze derer gestellt hat, die die katholische Lehre den Erwartungen der Welt gegenüber öffnen wollen. Doch wenn wir die Statistiken der religiösen Praxis jenes Landes vergleichen, offenbaren sie eine grosse Illusion: die protestantischen Gemeinschaften, die bereits homosexuelle Verbindungen segnen, die Scheidung, Abtreibung und Euthanasie akzeptieren, zählen nur 3,5 Prozent Gottesdienstbesucher gegenüber 10,8 Prozent bei den Katholiken. Es ist also ein Irrtum, dass eine Öffnung der Welt gegenüber die Zahl der praktizierenden Katholiken erhöht. Im Gegenteil: Eine solche Auflösung im Geist der Welt würde die Kirche der enormen Chance berauben, den jungen Menschen die Werte des Absoluten zu verkünden, die sie unglücklicherweise mangels besserer Möglichkeiten bei extremistischen Gruppen suchen, bei Djihadisten, Terroristen und so weiter. Denn die heraufziehende Generation ist, mehr als viele glauben, auf der Suche hoher spiritueller Werte. Sie hat die konsumistische Kultur satt, die ihr die globalisierte Welt aufdrängt; und ohne es zu sagen erwartet sie von der Kirche, dass diese fest in Jesus Christus verankert den Mut hat, ihr hohe Werte und die Heiligkeit als einen für alle möglichen Weg vorzuschlagen.

Anwendung der Regeln zur Unterscheidung der Geister:

Papst Franziskus hat als guter Sohn des heiligen Ignatius einen feinen Sinn für die Regeln zur Unterscheidung der Geister. Die auf der Synode versammelte Kirche darf ihr Ziel nicht auf krummen Wegen zu erreichen suchen. Dieser Weg zum Ziel erfordert Geradheit im Denken und Reinheit in der Intention gemäss der Lehre des Baudouin de Ford. Es kommt nämlich vor, dass “manche Dinge, etwa Laster, den Anschein echter Tugenden annehmen und die Augen des Herzens betrügen. Durch ihre Verführungen können sie die Sicht unserer Intelligenz soweit stören, dass diese etwas Schlechtes für gut hält und umgekehrt dazu gelangt, etwas Schlechtes dort zu erkennen, wo keines ist. Das ist ein Aspekt unseres elenden Zustandes und unserer Unwissenheit, den wir sehr bedauern und fürchten müssen”. Hier liegt der Grund, warum uns der heilige Apostel Johannes empfiehlt, die Geister zu unterscheiden, um zu sehen, ob sie wirklich von Gott stammen.

Dank dieses Sinnes für die Unterscheidung der Geister müssen die Synodenväter wachsam bleiben für die Strategie des Feindes des Menschengeschlechtes, der wie ein brüllender Löwe herumgeht und sucht, wen er verschlingen kann. Wir alle sind aufgerufen, ihm im Glauben zu widerstehen (vgl. 1 Petr 5, 8-9).

Die künstlichen Gegensätze:

Eines seiner grossen Manöver besteht darin, viel Wind zu machen um künstlich aufgerichtete Gegensätze: Man wird die Medien viel sprechen hören von “Konservativen” und “Fortschrittlichen”, von jenen, die für eine “elitäre Doktrin” seien, und jenen, die eine “relativistische Pastoral” verfechten. In diesen bis zum Extrem vorangetriebenen künstlichen Gegensätzen wird er mittlere Standpunkte schaffen und dabei emotional rührende Positionen mit “minimalen Änderungen” vorschlagen. Aber wie uns schon die Geometrie lehrt, wird die geringste Änderung am Ausgangspunkt zu grossen Abweichungen am Ziel führen. Die Strategie ist hier, die kleinste “Öffnung” zu finden, die alle Parteien für die Zeit der Synode zufriedenstellt. Aber die Hermeneutik dieses “kleinen Zugeständnisses” – denken wir hier an die Einzelfälle, für die einige, an deren Rechtgläubigkeit man nicht zweifeln kann, eine barmherzige Aufmerksamkeit fordern – kann morgen zu grossen doktrinären Divergenzen führen. Den Medien muss darum erläutert werden, dass die Synodenväter nicht zu einem Wettkampf nach Rom fahren, um Trophäen für ihre Lokalkirchen nach Hause zu bringen. Es gibt nur einen Sieg zu erhoffen: den des Geistes des Evangeliums über den Geist der Welt.

Die gewagten pastoralen Antizipationen:

Gewisse Hirten haben bereits ohne Autorisierung durch den Heiligen Stuhl Praktiken eingeführt, die der allgemeinen Disziplin widersprechen, und wirken darauf hin, dass die Synode diese Praktiken billigt. Solche pastoralen Haltungen müssen mit grösster Strenge angeprangert werden.

Punkte besonderer Wachsamkeit:

Die Methode des Fürsten dieser Welt, der versucht, die Kirche zu destabilisieren, entspricht der des “Trojanischen Pferdes”. Daher im Folgenden die Trojanische Pferde, die während der Synodenversammlung auftreten könnten:

Trojanisches Pferd Nummer 1:

Eine “neue Sprache” für unantastbare Wahrheiten finden:

Diese Forderung nach einer neuen Sprache ist sehr präsent in der Relatio Synodi und in den Debatten, die im Anschluss an die Ausserordentliche Synode vom Oktober 2014 geführt werden. Es ist wahr, dass die Neuevangelisierung und die Anstrengungen zur Inkulturation des Glaubens in die heutige Welt eine der zeitgenössischen Welt entsprechende Kommunikationsform erfordern, ein wenig so wie Jesus selbst zu seiner Zeit Gleichnisse anwandte, um sich seinen Zuhörern verständlich zu machen. Aber wie das Evangelium uns zeigt, wurden diese Gleichnisse nicht von allen verstanden, nicht einmal von den Jüngern, die das Leben Jesu teilten. Es war notwendig, dass er ihnen die Gleichnisse im Einzelnen erklärte. Haben wir das Recht, diese notwendige Erklärungsarbeit zu vernachlässigen? Ist es wirklich das Wort, das den Zeitgenossen stört, und nicht vielmehr die Wirklichkeit, auf die das Wort verweist? Wir könnten noch so sehr die Worte wandeln, wir würden uns doch an der Nichtreduzierbarkeit ihrer Bezugswirklichkeit stossen, ausser es ginge darum, auch jene zu ändern. In jenem Fall stünden wir nicht mehr auf dem Boden der katholischen Glaubenslehre. Worin zum Beispiel würde die Theologie des Leibes, wie sie von Johannes Paul II. entwickelt worden ist, die gegenwärtige Welt stören, warum sollte sie durch eine Theologie der Liebe ersetzt werden, wenn es nicht den offensichtlichen Willen gäbe, die in die Leiblichkeit eingeschriebene Differenz auszulöschen, jene von Gott gewollte Geschlechterdifferenz, der den Menschen als Mann und Frau erschaffen hat. Den Leib zu eliminieren, heisst das Mysterium des Kreuzes zu eliminieren, heisst das Mysterium der Familie zu eliminieren.

Trojanisches Pferd Nummer 2: Die Rede von den Werten:

In der Relatio Synodi geht es auch viel um die positiven Werte bei den “wiederverheirateten Geschiedenen”, den “homosexuellen Verbindungen” und so weiter. An dieser Stelle muss in der Schule des heiligen Thomas von Aquin nachdrücklich an der Unterscheidung zwischen der Behauptung eines “Guten” beim Sünder selbst einerseits und der Behauptung eines “Guten2 in der sündhaften Situation andererseits festgehalten werden.

Andernfalls müsste man auch sagen, dass die Polygamie unter Getauften einen Wert darstelle, denn genau darum handelt es sich im Fall der “Getrennt-Neuverbundenen”. Um den Vergleich auf die Spitze zu treiben: Zu behaupten, dass es positive Werte in dem Evangelium widersprechenden Verbindungen gibt, hiesse auch anzuerkennen, dass es solche positiven Werte in terroristischen Vereinigungen, bei der Mafia oder einer ähnlichen Gruppe gibt, aus dem einfachen Grund, dass die Mitglieder einer solchen Vereinigung zu selbstvergessenem Handeln, zu Solidarität, zu Treue und vielen anderen Werten fähig sind, die man auch in Wohltätigkeitsvereinen findet.

Trojanisches Pferd Nummer 3: Die Idealisierung der Anforderungen des Evangeliums:

In der gegenwärtigen Diskussion um die christliche Familie, die katholische Ehe mit ihrer Unauflöslichkeit, ihrer Einheit, ihrer Forderung nach Treue und Offenheit für Nachkommenschaft werden diese ihre Eigenschaften oft als “Ideale” dargestellt. Hinter solcher Darstellungsweise verbirgt sich eine grosse Gefahr, denn auf diese Weise wird die Befolgung der Gebote Gottes als ein hohes, aber für den Normalsterblichen unerreichbares Ideal vor Augen gestellt. Entspräche dies den Tatsachen, dann wäre das Evangelium keine Frohe Botschaft für den Menschen, sondern ein Joch, das auf sich zu nehmen ein unnützer Vorschlag wäre.

Trojanisches Pferd Nummer 4: Die Zweideutigkeiten und die doppelsinnigen Vorschläge:

Schon in der Relatio Synodi, aber auch in den heute geführten Debatten wird mit Verschiebungen in den Formulierungen gearbeitet. Man beginnt damit, etwas lehrmässig völlig Unanstössiges zu behaupten, und am Ende gelangt man zu einem unzulässigen oder zweideutigen Vorschlag.

Es heisst: Wir wollen keine “Ehe für alle”, aber wir plädieren dafür, dass die Kirche den in anderen Verbindungen gelebten Werten Rechnung trägt, die auf Dauer angelegt, treu sind und so weiter.

Der heilige Ignatius nun hat uns vor solchen Ideen gewarnt: Man muss Obacht geben, ob der gute Beginn auch zu einem guten Ziel führt, denn der Feind des Menschengeschlechtes beherrscht die Kunst, sich in einen Engel des Lichtes zu verwandeln. Er flösst der frommen Seele gute und heilige Gedanken ein und führt sie am Ende zu seinen verkehrten Absichten hin. Das ist der Grund, wegen dem uns der heilige Ignatius rät, die Schlange an ihrem Schwanz zu erkennen.

Schlussfolgerung:

Die Veröffentlichung des provisorischen Zwischenberichtes der Ausserordentlichen Bischofsversammlung in den Medien, in welchem eine Anzahl von Vorschlägen wiedergegeben wurde, die von einem bedeutenden Teil der Synodenväter zurückgewiesen worden waren, hat der katholischen Kirche nicht zur Ehre gereicht. Die Bischofssynode ist nicht die Synode der internationalen öffentlichen Meinung. Die Kirche ist gerufen, nicht zu vergessen, was sie ist. Sie darf nicht an Zivilorganisationen Mass nehmen, bei deren Versammlungen oft die Ergebnisse schon im Vorhinein formuliert und dann zur Abstimmung vorgelegt werden, wenn alle schon müde sind.

Wenn wir glauben, dass es der Heilige Geist ist, der seine Kirche leitet, müssen wir die Geduld haben, den Weg unter seiner Eingebung zu gehen und dabei wirklich gemeinsam voranzuschreiten. Auf diesem synodalen Weg müssen wir hören, was der Geist den Kirchen sagt. Und er kann nichts Anderes sagen als das, was der Sohn uns offenbart hat. Wenn es eine Erwartung der Gesamtheit der Christgläubigen gegenüber ihren bischöflichen Synodenvätern gibt, dann ist es die, dass diese auf den Heiligen Geist hören und wachsam sind gegenüber den Trojanischen Pferden, die der Feind des Menschengeschlechtes in ihre Überlegungen einschleusen könnte.
http://katholisch-informiert.ch/
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von esther10 30.12.2015 00:12

30.12.2015

Letzte Generalaudienz im Jahr 2015
Papst: Von Kindern über Jesus lernen


Papst Franziskus küsst ein Kind
© Angelo Carconi (dpa)

Papst Franziskus hat seine letzte Generalaudienz in diesem Jahr gehalten. Darin rief er die Gläubigen dazu auf, der Kindheit Jesu mehr Beachtung zu schenken. Davon könnte man viel für das eigene Leben lernen.

In seiner letzten Generalaudienz im Jahr 2015 hat Papst Franziskus dazu aufgerufen, der Kindheit Jesu mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Zwar berichteten die Evangelien nur wenig über die ersten Jahre Jesu, so der Papst. "Aber wir können viel von ihm lernen, wenn wir das Leben der Kinder beobachten", sagte Franziskus am Mittwoch auf dem Petersplatz.

Jesus beschützen

"Mit einem Kind zu spielen bedeutet, unsere eigene Logik hinter uns zu lassen und in seine Logik einzutreten", sagte Franziskus. Dies sei eine Lehre für den Glauben. Auch Jesus rufe auf, angebliche Autonomie aufzugeben, um die wahre Form der Freiheit zu erlangen. Diese bestehe darin, zu erkennen, "wen wir vor uns haben, und ihm zu dienen".

Kinder verlangten Aufmerksamkeit und wollten im Mittelpunkt stehen, weil sie das Gefühl des Beschütztseins brauchten, sagte der Papst. Ebenso müsse für die Gläubigen Jesus im Zentrum stehen; auch ihm gegenüber hätten sie, "selbst wenn es paradox erscheinen mag, die Verantwortung, ihn zu beschützen", so Franziskus.

Gebet für Unwetteropfer

Der Heilige Vater rief außerdem zum Gebet für die Opfer der Unwetter und Überschwemmungen in den USA, Großbritannien und Lateinamerika auf. Zum Abschluss der Generalaudienz forderte er zudem "brüderliche Solidarität" mit den betroffenen Bevölkerungen.


Petersplatz während des Angelus-Gebetes
© Giuseppe Lami (dpa)

In den USA starben in den vergangenen Tagen 43 Personen durch schwere Stürme und Überschwemmungen. In Paraguay, Argentinien und Uruguay kamen durch Überschwemmungen mindestens zehn Personen ums Leben, etwa 160.000 Menschen mussten vor dem Hochwasser fliehen. Auch im Norden Englands mussten in den vergangenen Tagen Tausende Menschen ihre Häuser wegen Überschwemmungen verlassen.

(KNA)

von esther10 30.12.2015 00:07

Synoden-Sekretär: „Papst stärkt Bischofskonferenzen “


Papst Franziskus und Kardinal Baldisseri bei der Synode - ANSA

30/12/2015 11:37SHARE:
Die Rolle der nationalen Bischofskonferenzen wird künftig stärker hervor gehoben. Dies sei der ausdrückliche Wunsch des Papstes, sagt im Gespräch mit der Vatikanzeitung „L´Osservatore Romano“ der Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri.

Der Papst habe explizit auf die Bedeutung von „regionalen Synoden“ gesprochen, so Kardinal Baldisseri. Wie dies konkret geschehen soll und welche Möglichkeiten es für Übertragungen umfangreicherer Kompetenzen an die nationalen Bischofskonferenzen geben soll, dazu werde im Februar ein Seminar in Rom mit Spezialisten aus den Bereichen Kirchenrecht und Ekklesiologie [Lehre von der Kirche] zum Thema Synodalität veranstaltet, kündigt der italienischen Kurienkardinal an. Man wolle zu einem tieferen Verständnis dieses Prinzips beitragen und weitere Studien zu diesem Thema fördern. „Die Synodalität spricht das gesamte Volk Gottes an“, so Baldisseri wörtlich und fügt an, dass die Gläubigen als Gemeinschaft nicht „passiv, sondern aktiv gemäß ihren Funktionen, Charismen und Dienste“ an das Leben der Kirche teilnehmen.

Bereits im Oktober hatte Papst Franziskus in einer Rede zum 50-jährigen Bestehen der Bischofssynode eine stärkere Verwirklichung des Prinzips der Synodalität auf allen kirchlichen Ebenen angemahnt. Er sprach sich damals für mehr Kompetenzen der nationalen Bischofskonferenzen aus. Ein ähnlicher Passus findet sich auch bereits in seinem Schreiben Evangelii Gaudium vom November 2013. Die Ansprache vor den Teilnehmern der Bischofssynode für Ehe und Familie am 17. Oktober wurde von vielen Kirchenvertretern als „historisch“ bezeichnet.

(or/kap 30.12.2015 mg)

von esther10 30.12.2015 00:01

“Die Welt vergeht mit ihrer Lust”
Veröffentlicht: 30. Dezember 2015 | Autor: Felizitas Küble |

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Joh 2,12-17:

Ich schreibe euch, ihr Kinder, dass euch durch den Namen Jesu die Sünden vergeben sind. Ich schreibe euch, ihr Väter, dass ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, dass ihr den Bösen besiegt habt. Ich schreibe euch, ihr Kinder, dass ihr den Vater erkannt habt.(…) P1020947 - Kopie

Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht. Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, der Augen und die Hoffahrt des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.

Die Welt vergeht mit ihrer Lust, wer aber den Willen Gottes erfüllt, bleibt in Ewigkeit.

von esther10 29.12.2015 23:55

Die Menschen haben Gott vergessen…

29. Dezember 2015 Linus Schneider Zitiert 3


„Die Menschen haben Gott vergessen, und das ist der Grund für die Probleme der Gegenwart. Wir werden keine Lösung finden ohne die Umkehr des Menschen zum Schöpfer aller Dinge“


Alexander Issajewitsch Solschenizyn

Bild: I, Evstafiev

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3 KOMMENTARE ZU DIE MENSCHEN HABEN GOTT VERGESSEN…

fredius 29. DEZEMBER 2015 UM 17:04
Was Solschenizyn der weltbekannte Schriftsteller ausspricht, ist wie ein rufender
in der Wüste der Welt, Menschen kehrt um zu eurem Gott, den ihr vergessen habt.
Unfriede, Krieg und Elend in der Welt nehmen zu, weil die Welt gottlos geworden ist
und dem Zeitgeist huldigt. Friede kann nur von Gott kommen, denn Konferenzen und
falsche Ideologien ohne Gott, führen zu nichts, wie man sehen kann.

Die einzige Ge-
genbewegung die dagegen halten könnte, ist die Kirche. Gerade in dieser ernsten Zeit,
wo Führung von Nöten wäre, erkennen Kardinäle Bischöfe und Papst nicht ihre Stunde,
das Steuer der Kirche herum zu reißen und vom Glauben her, die Menschheit aufzurüt-
eln und zu aufzuwecken. Niemand ist da, abgesehen von einigen wenigen, der die Men-
schen zu Gebet und Umkehr zu Gott aufruft. Da werden lieber Synoden und Konferen-
zen abgehalten die keinen Segen bringen. Weil das so ist und bleiben wird, müssen
wir uns darauf einstellen, die Folgen zu tragen.

ANTWORTEN
Shuca 29. DEZEMBER 2015 UM 17:39
Man vergißt besonders die Dinge sehr schnell an denen man keine Interesse hat. Suchet und ihr werdet finden beschränkt sich heute bei den meisten auf das nächste Angebot im Supermarkt.

Wenn die Menschen von heute sich nur einen Tag im Jahr so für ihren Gott interessieren würden wie jetzt für die Feuerwerkskörper zu Silvester dann würde machen ein Licht aufgehen und das ohne ohrenbetäubenden Krach. Aber es könnte sich auch alles sehr schnell ändern und die Kirchen sind bis zum Anschlag voll. Aber ob es dann noch was nützt?
Per Mariam ad Christum.

Konrad Georg 29. DEZEMBER 2015 UM 20:54
Natürlich hat Solschenizyn recht.

Wenn doch unser Klerus nicht eine solch panische Angst vor Privatoffenbarungen hätte. 1917 hat die Gottesmutter in Fatima den 2. Weltkrieg angekündigt; oder davor gewarnt, gar damit gedroht? Die Katholiken allein hätten also diesen verhindern können! Wer denn sonst sollte sich zum Rosenkranzgebet animiert fühlen?

Nach dem Krieg das Gebet von Amsterdam mit den genauen Ursachenfolgen: Verfall bringt Unheil und Krieg. Wieder verschlafen!

Der Geist des Konzils, die Pille, das ZdK und die 68er haben zusammengewirkt, um den Verfall zu bewirken bis hin zur Verwahrlosung. Abtreibungs-“Recht“, Zerstörung von Ehe und Familie, Schwulismus usw.
http://www.katholisches.info/2015/12/29/53732/
Und jetzt: DEUTSCHLAND SPINNT!
[Vom Boa weg]

von esther10 29.12.2015 23:44

Saudi-Arabien finanziert Islamisierung der Philippinen, einschließlich den Terrorismus

29. Dezember 2015 Giuseppe Nardi Christenverfolgung, Interviews, Top 0


Islamisten auf den Philippinen

(Manila) Auf den Philippinen wurden neun Christen bei Attentaten islamischer Terroristen getötet. Zu den Anschlägen bekannte sich die Islamistenmiliz Bangsamoro Islamic Freedom Fighters (BIFF). Die 2008 gegründete Miliz verwendet als Symbol dieselbe schwarze Fahne wie der Islamische Staat (IS). Zu Verbindungen mit dem Kampfverband des „Kalifen“ bekannten sich die BIFF in einem im Internet veröffentlichten Video. Die Christen wurden auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen getötet.

Der Kamillianerpater Amelio Toietto ist als Missionar und Chirug auf der Insel Dolores im Westen der Philippinen tätig. Mit ihm führte Pietro Vernizzi von Il Sussidiario ein Interview. Der Missionar sieht in Saudi-Arabien den Hauptgeldgeber für die Islamisierung auf allen Ebenen. Und das nicht nur auf den Philippinen.

Beginnt der Islamische Staat (IS) auch auf den Philippinen zuzuschlagen?

Pater Amelio: Nein, auf den Philippinen gibt es nicht nur eine islamische Gruppe. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Gruppen. Jede handelt auf ihre Weise. Viele dieser Gruppen handeln vor allem für Geld, während der religiöse Aspekt zweitrangig ist. Die Gruppe Abu Sajaf, benannt nach einem afghanischen Moslemführer, der in 1980er Jahren mit US-amerikanischer Unterstützung gegen die sowjetischen Truppen kämpfte, sammelt Geld ein. Sie behaupten, daß sie das Geld für die Revolution und ihre Sache brauchen. In Wirklichkeit entführen sie Personen, verlangen Kopfgeld und töten nur, um sich zu bereichern.

Gibt es Dokumente über diese islamistische Galaxie der Philippinen?

Pater Amelio: Besonders nützlich für das Verständnis ist das Buch „In the Presence of My Enemies“ von Gracia Burnham. Es schildert das von dieser Frau Erlebte, die zusammen mit ihrem Mann von Islamisten von Abu Sajaf entführt wurde. Das amerikanische Ehepaar wurde anderthalb Jahre von den Terroristen gefangengehalten. Der Mann wurde getötet, die Frau befreit. Im letzten Kapitel schreibt Burnham: „Diese Leute, die mich entführt haben, sind Diebe.“

Was sind die Ursachen für die Situation auf der Insel Mindanao?

Pater Amelio: Auslöser war ein Fehler, der 1976 von der philippinischen Regierung begangen wurde. Damals unterzeichneten die First Lady Imelda Marcos und der libysche Staatspräsidenten Muammar al-Gaddafi den Vertrag von Tripolis, der besagte, daß Manila der Nationalen Befreiungsfront der Moros (MNLF), einer islamischen Guerillagruppe auf Mindanao einen Staat gewähren würde.

Warum wurde die Frage seit 1976 nicht gelöst?

Pater Amelio: Eine entsprechende Proklamation von Staatspräsident Ferdinand Marcos wurde von den meisten Moslemgruppen nicht akzeptiert. Der Kampf ging daher weiter und gegen Ende der Regierungszeit von Marcos war es Verteidigungsminister Juan Ponce Enrile gelungen, den MNLF zu besiegen. 1986 wurde dann aber Corazon Aquino zur neuen Präsidentin der Philippinen gewählt. Aquino stoppte die Bekämpfung und ließ aus falschverstandenem Gutmenschentum soviel Spielraum, daß sich der MNLF neu organisieren konnte und wegen der kaum reagierenden Regierung schnell noch stärker als zuvor wurde.

Kann der Dialog eine Lösung sein?

Pater Amelio: Viele katholische Bischöfe und Missionare der Philippinen versuchen mit den Moslems zusammenzuarbeiten. Doch eine sehr große Gruppe von ihnen lehnt das ab. Man darf nicht vergessen, daß sich die Gebietsforderungen islamischer Gruppen auf zwei Gebiete beziehen: einmal das Sulu-Archipel und zum anderen einen Teil von Mindanao. Aquino errichtete in ihrem Entgegenkommen 1989 die Autonome Region Muslimisches Mindanao (ARMM). Im Gebiet von Mindanao, das Aquino der ARMM angliederte, sind aber die Katholiken in der Mehrheit. Die ARMM verfügt über eine eigene Regierung und ein eigenes Parlament. Die Autonomie wurde jedoch schlecht genützt. Anstatt dem Wohl aller Bürger zu dienen, wurden im Schutz der Autonomie neue Ausbildungslager für die Guerilla errichtet. Auch der amtierenden Staatspräsident, Benigno Aquino, der Sohn und Nachfolger von Corazon Aquino, legte seiner Mutter folgend einen Gesetzentwurf, die sogenannte Bangsamoro Basic Law vor, die den Moslems weitere Zugeständnisse machen soll. Bereits der Name des Gesetzes weist darauf hin. Die Moslemrebellen nennen das von ihnen beanspruchte Gebiet Bangsamoro.

Wurde der Gesetzentwurf angenommen?

Pater Amelio: Nein, das Gesetz ist vom Parlament noch nicht bestätigt worden. Es gibt heftigen Widerstand dagegen, weil es wirklich sehr ungerecht ist. Es würde den Moslems sehr viele Privilegien verschaffen und die Christen offen benachteiligen. Öffentliche Ablehnung findet vor allem, daß den Moslems darin kostenlose Universitätsstudien versprochen während, während die Christen daneben regelrecht verhungern. Vor allem hat sich der Terrorismus verändert. Konnte man in den 1970er Jahren von einer ethnisch-religiös motivierten Unabhängigkeitsbewegung sprechen, dann von Geldeintreibern, sind inzwischen radikalere Gruppen am Werk, die einem Islam huldigen, wie man ihn zuvor auf den Philippinen nicht kannte. Ein Islam saudischer Prägung.

Wie ist die Lage in dem Teil der Philippinen, in dem Sie sich befinden?

Pater Amelio: Bis vor zwei Jahren gab es keinen einzigen Moslem auf der Insel Dolores. Dann tauchte plötzlich an einer Hausmauer die Schmierschrift „Vereinigung der Moslems von Dolores“ auf. Was war geschehen? Ein Filipino ging aus Arbeitsgründen nach Saudi-Arabien. Dort wurde er Moslem und kehrte mit einer unglaublichen Menge an Geld zurück. Seither finanziert er alle möglichen Aktivitäten zur Verbreitung des Islams. Neuerdings sieht man auf dem Markt sogar junge Frauen mit Ganzkörperverschleierung. In dieser radikalen Form ist die Verschleierung nur durch ein kleines Gitter vor den Augen durchbrochen.

Fühlen sich die Christen bedroht?

Pater Amelio: Noch nicht. Die islamische Präsenz auf Dolores ist noch minimal. Und doch hat sich etwas geändert im Gegensatz zu vor zwei Jahren. Bisher konnte ich 20 Personen zählen, die sich durch ihre Kleidung als Moslems zu erkennen geben. Es scheint aber nur eine Frage der Zeit zu sein. Wenn die von mir erwähnte Person mit einem Berg Geld zurückgekommen ist, das offensichtlich aus Saudi-Arabien an ihn fließt, dann werden sie bald mit dem Bau einer Moschee beginnen. Es ist damit zu rechnen, daß diese Moschee unübersehbar sein wird.

Wird sich die Gesamtlage mit der Zeit bessern?

Pater Amelio: Wir erleben derzeit keine schöne Zeit. Doch wie es aussieht, müssen wir uns bewußt machen, daß die Dinge noch schlimmer kommen werden. Ein grundlegendes Verständnis der islamischen Welt ist die Umma. Sie verstehen darunter die Gemeinschaft der islamischen Gläubigen. Ein Moslem, der einen anderen Moslem sieht, der falsch handelt, wird ihn nie öffentlich verurteilen, auch wenn er seine Handlung nicht gutheißt. Nach den Attentaten von Paris sind europäische Moslems im Fernsehen aufgetreten und haben die Terroristen mit Eifer verurteilt. Man muß aber wissen, daß das alles nur eine Farce ist. Sie bedienen lediglich das, was die Europäer in dieser Situation von ihnen erwarten. Es ist nur eine Maßnahme, damit die moslemische Gemeinschaft in Europa, wo sie noch verhältnismäßig schwach ist, nicht angegriffen und ihr Wachstum nicht behindert wird. Ansonsten würde ein Moslem nie zu einem anderen Moslem sagen, daß er falsch handelt.
http://www.katholisches.info/2015/12/29/...en-terrorismus/
Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Il Sussidiario (Screenshot)

von esther10 29.12.2015 23:37

Italien rätselt: 2015 68.000 Todesfälle mehr als im Vorjahr – Der „versteckte Dritte Weltkrieg“ von dem Papst Franziskus spricht?

29. Dezember 2015 Giuseppe Nardi Hintergrund, Lebensrecht, Papst Franziskus 6


Der Dritter Weltkrieg: versteckte Euthanasie?

(Rom) Italien verzeichnet eine unerklärliche Zunahme von Todesfällen. In Italien wird davon ausgegangen, daß 2015 um 70.000 mehr Todesfälle zu registrieren sind als 2014. In den vergangenen Tagen fragten sich verschiedene Soziologen in den größten italienischen Tageszeitungen nach dem Warum dieser unerklärlichen Zunahme.

Den Anfang machte der Bevölkerungswissenschaftler Gian Carlo Blangiardo in der Tageszeitung Avvenire. Er thematisierte die vom staatlichen Statistikamt veröffentlichten Zahlen: Zwischen Januar und August 2015 starben 45.000 Menschen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nimmt man dieselbe Sterberate bis Jahresende an, wird es 2015 68.000 Todesfälle mehr gegeben haben, so Blangiardo. Das entspreche einer Zunahme um mehr als 11 Prozent. Viel zuviel, um als natürliche Schwankung erklärt werden zu können.

„Das sind keine normalen Zahlen: Nur 1943 und 1915–1918 gab es im Krieg solche Zunahmen“

„Das sind keine normalen Zahlen“, so Blangiardo. „Um eine vergleichbare Zunahme der Sterberate zu finden, muß man bis ins Kriegsjahr 1943 zurückgehen, und davor bis in die Kriegsjahre 1915–1918. Zwei Perioden unserer Geschichte, die durch Kriege gezeichnet waren, was eine solche Zunahme erklärt.“

„Doch 2015 herrscht kein Krieg“, schreibt der Soziologe Massimo Introvigne. „Einige meiner Kollegen versuchten sich dieses Phänomen mit dem Alterungsprozeß der Bevölkerung zu erklären. Es gibt mehr alte Menschen und daher sterben mehr alte Menschen. Sie haben aber die Studie von Blangiardo nicht genau gelesen. Darin wird die Alterung der Bevölkerung in Rechnung gestellt, da sie bereits seit vielen Jahren wirkt, aber nicht die dramatische Zunahme der Todesfälle im Jahr 2015 erklären kann.“

Nachdem Blangiardo Alarm geschlagen hatte, meldeten sich weitere Experten zu Wort und versuchten den sprunghaften Anstieg damit zu begründen, daß viele Menschen keine Grippeimpfung vorgenommen hätten, was zu einer hohen Sterblichkeit alter Menschen geführt hätte. Die Zahl der Grippetoten wird für den genannten Zeitraum auf 8.000 Menschen geschätzt. „Eine interessante Zahl“, so Introvigne. „Doch selbst wenn man diese 8.000 zusätzlichen Toten annimmt und von den 68.000 abzieht, bleibt eine Zunahme um 60.000 Tote.“

Introvigne: „Ist das der Dritte Weltkrieg, von dem Papst Franziskus spricht?“

Wir sind nicht im Ersten Weltkrieg und auch nicht im Zweiten, „aber vielleicht im Dritten Weltkrieg“, so Introvigne unter Verweis auf Papst Franziskus. Das katholische Kirchenoberhaupt sprach seit seinem Amtsantritt 2013 mehrfach von einem „Dritten Weltkrieg“, der bereits im Gange sei. Es sei ein „Krieg gegen die alten Menschen“, so der Papst.

Erstmals sprach Papst Franziskus am 25. Juli 2013 beim Weltjugendtag in Rio de Janeiro davon: „Man könnte den Eindruck gewinnen, daß eine Art von versteckter Euthanasie im Gange ist, daß man sich nicht um die alten Menschen kümmert“, und sie sterben lasse, wie Introvigne ergänzt.

Am 22. September 2013 wiederholte der Papst seine Aussage bei einem Besuch auf der Mittelmeerinsel Sardinien. In Cagliari sagte er, daß „die Alten fallen, weil in dieser Welt kein Platz für sie ist! Einige sprechen von einer ‚versteckten Euthanasie‘, sie nicht zu pflegen, ihnen nicht Rechnung zu tragen. Sie fallen zu lassen.“

Am 28. Februar 2014 sagte Franziskus zu den Mitgliedern der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika: „Die Alten werden ausgesondert, man neigt dazu, sie wegzuwerfen. Es gibt eine versteckte Euthanasie. Es gibt eine versteckte Euthanasie! Die Sozialleistungen werden bis zu einem bestimmten Punkt gezahlt, dann müssen die armen Alten selbst schauen, wie sie zurechtkommen. […] Die Alten sind Material zum Wegwerfen.“

Am 31. März 2014 wiederholte der Papst erneut seine Aussage gegenüber belgischen Jugendlichen: „Die Alten werden verjagt. Viele alte Menschen sterben durch eine versteckte Euthanasie, weil man sich nicht um sie kümmert und sie sterben.“

Am 26. Mai 2014 sagte er bei der Pressekonferenz auf dem Rückflug aus dem Heiligen Land: „Die alten Menschen werden in vielen Ländern ausgesondert, auch durch Situationen einer versteckten Euthanasie.“

Am 15. Juni 2014 sprach Papst Franziskus zu Angehörigen der Gemeinschaft Sant’Egidio über Bevölkerungsstatistiken: „Die alten Menschen werden ausgesondert durch eine Haltung hinter der eine versteckte Euthanasie steckt, eine Form von Euthanasie. Sie nützen nicht mehr, und was nichts bringt, wird weggeworfen. Was nichts produziert, wird weggeworfen.“

Am 4. September 2014 empfing der Papst Direktoren von Schulen, die sich in der von ihm gegründeten Stiftung Scholas Occurrentes zusammengeschlossen haben: „Es wurde dieses System der versteckten Euthanasie aufgezwungen. Die Sozialleistungen decken sich bis zu diesem Punkt und danach kannst du ruhig sterben.“

Am 28. September 2014 sprach er auf dem Petersplatz zu alten Menschen und daher direkt Betroffenen: „Die vergiftete Wegwerfkultur“, mit der traurigen Realität, daß alte Menschen im Stich gelassen würden: „Wie viele Male werden alte Menschen im Stich gelassen und weggeworfen, das ist eine regelrechte versteckte Euthanasie! Die Folgen dieser Wegwerfkultur schaden unserer Welt sehr.“

Am 15. November 2014 wiederholte der Papst vor der Vereinigung katholischer Ärzte Italiens: „Wir alle wissen, daß man mit vielen alten Menschen in dieser Wegwerfkultur diese versteckte Euthanasie betreibt.“

Diese Auflistung soll genügen. Sie zeigt bereits ausreichend, daß die „versteckte Euthanasie“ ein zentraler Punkt im Lehramt dieses Papstes ist, wenngleich es nicht durch Klarheit glänzt und auch der genaue Kontext der Euthanasie-Aussage vage zu bleiben scheint. Ist die Bezeichnung als „Dritter Weltkrieg“ angemessen? Meint der Papst damit tatsächlich eine sich ausbreitende Euthanasierungsmentalität oder doch mehr? Meint der Papst mit „versteckter Euthanasie“ die Gleichgültigkeit gegenüber alten Menschen? Ein Versagen der Generationen untereinander und der Gesellschaft, indem man sich zu wenig um die alten Menschen kümmert. Oder meint der Papst eine aktive, systematische und daher (versteckte) institutionalisierte Euthanasie, um Kosten im Gesundheitswesen und den Pensionskassen einzusparen? Der Soziologe Massimo Introvigne versucht eine Deutung.

„Sterbehilfe“ ist eine „Sünde gegen den Schöpfergott“

In seiner Rede an die katholischen Ärzte nahm Franziskus auch zur „anderen Euthanasie“ Stellung, der aktiven Euthanasie, die als „Akt der Würde“, „Sterbehilfe“, „süßer Tod“ behauptet wird und in manchen Staaten bereits legalisiert wurde. Die „Sterbehilfe“ sei, als würde man „zu Gott sagen: Nein, das Lebensende mache ich mir, wie ich will. Das ist eine Sünde gegen den Schöpfergott. Denkt gut darüber nach.“

In Belgien, so Introvigne, ließ die Legalisierung der Euthanasie die Sterberate sofort in die Höhe schnellen. In anderen Ländern, wo die Euthanasie nicht erlaubt ist, „gibt es eine versteckte Euthanasie. Aber wo versteckt? Die Antwort fällt nicht schwer“; so Introvigne. „Sie versteckt sich in den ständigen Kürzungen im Gesundheitsbereich: Weil Europa, sprich Brüssel, es so will. Und um Brüssel wenn nicht die gewünschten, so zumindest bessere Haushaltszahlen vorlegen zu können, wird der Staatshaushalt auf dem Rücken der Alten und Kranken ‚verbessert‘. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Nehmen wir ein Beispiel: Wenn ein Arzt einen Verdacht auf Gehirntumor feststellt und eine Computertomographie des Kopfes verschreibt, dann hätte der Patient 2015 in Latina bei Rom 315 Tage, in Viterbo 329 warten müssen. Wer wirklich einen Gehirntumor hat, könnte, wenn er endlich für die Untersuchung an der Reihe ist, bereits tot sein.“

Aus den „Ländern der Alten“ wurden „Länder gegen die Alten“

Laut Introvigne sehe Papst Franziskus vor allem ein „kulturelles Problem“. Im Zuge der Sparzwänge gebe es eine Tendenz, die verbleibenden Summen im öffentlichen Gesundheitswesen auf die „Jungen“ zu konzentrieren und nicht auf die „Alten“. Die Jungen würden arbeiten und eine Leistung erbringen, die Alten seien nur mehr eine Belastung für die Kassen. Mehrere europäische Länder seien „alte Länder“, man könnte auch sagen „Länder von Alten“. Die Geburtenraten sind im Keller. Seit Jahrzehnten werden zu wenige Kinder geboren. Damit wächst die Zahl der Alten, für die die immer weniger werdenden Jungen aufkommen müssen. Das Mißverhältnis werde in seiner Dramatik erst richtig deutlich, wenn man die Einwanderer und Eingebürgerten abzieht, was in den staatlichen Statistiken selten getan werde, um die Zahlen zu schönen.

Der nächste Schritt, nach der Entwicklung zum „Land der Alten“, sei die Entwicklung zum „Land gegen die Alten“, so Introvigne. „In Erwartung der offenen Euthanasie hat die versteckte Euthanasie Einzug gehalten. Die ‚Sünde gegen den Schöpfergott‘ ist bereits jeden Tag an der Arbeit: in unseren Krankenhäusern, unseren Altenheimen und in unseren Städten.“

Text: Andreas Becker
Bild: Skulpturen von Steinunn Thórarinsdóttir/Nuova Bussola Quotidiana


von esther10 29.12.2015 23:30

Jahresrückblick mit Papst Franziskus


Papst Franziskus - AP

26/12/2015 07:50SHARE:

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Familiensynode, Umweltenzyklika, Heiliges Jahr, Reisen in vier Kontinenten: Das Jahr mit Papst Franziskus war dichtgedrängt für den Papst, der vor wenigen Tagen 79 Jahre alt geworden ist. Die vatikanische Bilanz von 2015 mit Gudrun Sailer.

Sri Lanka und die Philippinen

Fernost für Papst Franziskus: Im Januar 2015 reist das Kirchenoberhaupt nach Sri Lanka und die Philippinen, Asiens einziges großes Land mit katholischer Bevölkerungsmehrheit. Mit Sri Lanka besuchte Franziskus ein Land, das noch schwer an den Folgen eines jahrzehntelangen Bürgerkriegs trägt. Nein zu religiös motivierter Gewalt, Ja zu Versöhnung, und Ja zur Religionsfreiheit als „fundamentales Menschenrecht", das schärft Franziskus den Bewohnern ein. Außerdem spricht er den indischen Sri-Lanka-Missionar Joseph Vaz heilig, der um 1700 lebte. Auf den Philippinen wiederum setzt sich der „Papst der Armen" kritisch mit dem Elend weiter Teile der Bevölkerung sowie der grassierenden Korruption auseinander. Zum Abschluss einer siebentägigen Asienreise feiert er in der philippinischen Hauptstadt Manila die vermutlich größte Papstmesse aller Zeiten: bis zu sechs Millionen Menschen. Stichwort Überbevölkerung: Beim Rückflug nach Rom betont Franziskus die Bedeutung einer „verantworteten

Elternschaft", was sich auf die Zahl der Kinder bezieht. Seine Wortwahl - Katholiken müssten sich keineswegs „wie Karnickel" vermehren – sorgt für Debatten.

Am 4. Februar lässt Franziskus abermals mit einer frei gesprochenen Passage aufhorchen. Im Rahmen einer geistlichen Ansprache bei einer Generalaudienz – es ging über das Vaterbild – irritiert der Papst mit einer Aussage zum „würdigen Schlagen“ von Kindern. Zahlreiche Kirchenvertreter, unter ihnen auch Bischöfe, kritisieren die Worte.

Neue Kardinäle und ein vorangekündigtes Heiliges Jahr

14. Februar: Konsistorium im Vatikan. Papst Franziskus nimmt in Rom 20 Bischöfe neu ins Kardinalskollegium auf. Mit den Ernennungen treibt das Kirchenoberhaupt die Internationalisierung des Kardinalskollegiums weiter voran. Die 20 neuen Kardinäle kommen aus 18 Ländern. Vier von ihnen stammen aus Staaten, die noch nie zuvor einen Kardinal gestellt haben: Tonga, Myanmar, Panama und den Kapverdischen Inseln. Beim Konsistorium, also der Versammlung der Kardinäle, äußern sich zuvor 150 Kardinäle aus aller Welt auch zur geplanten Kurienreform, die unter Papst Franziskus langsam, aber beständig vorangeht.

Das ist ein Paukenschlag: Am 13. März – das ist der 2. Jahrestag seiner Wahl auf den Stuhl Petri – kündigt Franziskus ein Heiliges Jahr an. Von 8. Dezember 2015 bis 20. November 2016 feiert die katholische Kirche das „Jubiläum der Barmherzigkeit". Er wünsche sich, dass das Heilige Jahr eine „neue Etappe auf dem Weg der Kirche" sei, das Evangelium der Barmherzigkeit allen Menschen zu bringen, so der Papst. Das letzte Heilige Jahr hatte Papst Johannes Paul II. (1978-2005) im Jahr 2000 begangen. Das Jubiläum der Barmherzigkeit ist ein außerordentliches Heiliges Jahr, und es beruft sich vom Datum her nicht auf ein Heilsereignis wie die Geburt oder die Auferstehung Christi, sondern auf 50 Jahre II. Vatikanisches Konzil.

Neu ist auch, dass das Heilige Jahr dezentral gefeiert wird. Heilige Pforten gibt es nicht nur in Rom, sondern in jeder Diözese der Weltkirche.

Kampf dem Missbrauch und der Mafia

Wir bleiben in der Fastenzeit: Am 20. März entzieht der Papst dem schottischem Kardinal Keith Michael Patrick O'Brien die Kardinalsvorrechte, ein äußerst seltener Vorgang. Der Kardinal hat sich des Missbrauchs von Seminaristen schuldig gemacht. Die Null-Toleranz-Politik von Papst Franziskus gegen klerikale Missbrauchstäter setzt sich einen Monat später fort: Franziskus entlässt den US-amerikanischen Bischof Robert Finn wegen Nachlässigkeit bei der Verfolgung von Kinderpornografie. Erstmals muss damit ein Diözesanbischof zurücktreten, weil er gegen Fälle von Missbrauch in seinem Klerus nicht energisch genug vorgegangen ist.

Am 26. März ein Vatikan-Termin für Very Important People aus Papst-Sicht: 150 Obdachlose beteiligen sich an einer Exklusiv-Führung durch die Vatikanischen Museen. Beim anschließenden Gang in die Sixtinische Kapelle überrascht der Hausherr die Gäste, Papst Franziskus kommt vorbei und grüßt alle.

Am 31. März besucht Franziskus Neapel und richtet einen emotionalen Appell gegen soziale Ungerechtigkeit, Korruption und Mafia an die Bewohner der süditalienischen Stadt. Arbeitslosigkeit raube den Menschen die Würde, sagt er vor Zehntausenden Menschen im Armenviertel Scampia.

Ostern 2015 mit dem Papst

Bei der Abendmahlsmesse am Gründonnerstag wäscht Papst Franziskus im römischen Rebibbia-Gefängnis zwölf Häftlingen die Füße, sechs Männern und sechs Frauen. Zusätzlich vollzieht er den Ritus an einem kleinen Kind, das auf dem Schoß seiner in der Strafanstalt inhaftierten Mutter sitzt. Beim Karfreitags-Kreuzweg am Kolosseum beklagt Franziskus die Verfolgung von Christen wegen ihres Glaubens. Am Ostersonntag ruft er beim „Urbi et orbi"-Segen die Weltgemeinschaft erneut zum Handeln im Nahen Osten auf. Der Lärm der Waffen in Syrien und im Irak müsse aufhören und ein friedliches Zusammenleben wiederhergestellt werden. Prophetische Worte, die mit der massiven Flüchtlingswelle Richtung Europa wenige Monate später neue Aktualität gewinnen werden.

Der Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren wird auch im Vatikan zum Politikum. Bei einer Messe im Petersdom am 12. April bezeichnet Franziskus das Vorgehen des Osmanischen Reiches gegen die armenischen Christen während des Ersten Weltkriegs öffentlich als „ersten Genozid des 20. Jahrhunderts" – und stellt die Verfolgung der Armenier damit in eine Reihe mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und des Stalinismus. Die türkische Regierung ist verstimmt, sie bestellt den Vatikanbotschafter in Ankara ein und zieht ihren Vertreter beim Heiligen Stuhl ab.


Die Umweltenzyklika „Laudato si" erscheint

Seine große Umweltenzyklika „Laudato si" veröffentlicht der Papst am 18. Juni. Franziskus entwickelt darin eine ganzheitliche Ökologie, die sich nicht nur auf Natur- und Klimaschutz beschränkt, sondern das "große Ganze" im Blick hat. Der Papst ruft die Weltgemeinschaft zu einem fundamentalen Umdenken und jeden Einzelnen zu einem umweltbewussten und nachhaltigen Lebensstil auf. Die Reduzierung der Umweltverschmutzung und die Bekämpfung von Armut gehören zusammen, schreibt der Papst und plädiert für eine „ganzheitliche Ökologie", „um die Klage der Armen ebenso zu hören wie die Klage der Erde". Franziskus wendet sich dabei ausdrücklich nicht nur an Katholiken, sondern an „alle Menschen guten Willens". Tatsächlich erhält das Schreiben internationale Aufmerksamkeit wie selten zuvor ein päpstliches Dokument.

Franziskus besucht Südamerika

5. bis 13. Juli: Papst Franziskus reist nach Südamerika: Ecuador, Bolivien und Paraguay. Dabei betont er den Wert der Familie, prangert die Zerstörung der Regenwälder im Amazonasgebiet an und kritisiert autoritäre Tendenzen unter lateinamerikanischen Regierungschefs. Internationale Aufmerksamkeit erlangt Franziskus' Visite beim Welttreffen der Volksbewegungen in Santa Cruz, wo er Bürgerinitiativen, Basisgruppen und indigenen Bevölkerungsgruppen den Rücken stärkt und scharfe Kritik am „neuen Kolonialismus" der reichen Länder übt: "dieses System verstößt gegen den Plan Gottes", sagt der Papst. Außerdem bittet er bei dem Treffen um Vergebung für das Unrecht, das katholische Missionare an der Urbevölkerung Lateinamerikas begangen haben.

Schlagartig meldet sich der Papst nach der Sommerpause wieder zu Wort. Am 1. September erteilt er zum bevorstehenden Heiligen Jahr der Barmherzigkeit allen Priestern weltweit die Vollmacht, im Jubiläumsjahr auch im Fall von Abtreibungen die Absolution zu erteilen und empfängt den seit 20 Jahren suspendierten französischen Bischof Jacques Gaillot zu einem privaten Gespräch. Am 6. September ruft Papst Franziskus alle Pfarren, religiöse Gemeinschaften, Klöster und Heiligtümer in Europa auf, eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen; denn die beispiellose Welle an Vertriebenen und Kriegsflüchtlingen erreicht in nie zuvor gesehenem Ausmaß Europa.

Franziskus besucht Kuba und die USA

Von 19. bis 28. September steht die bisher längste Auslandsreise von Papst Franziskus auf dem Programm: Kuba und die USA. In Kuba trifft der lateinamerikanische Papst den sozialistischen Präsidenten Raul Castro und dessen Bruder, den vormaligen Revolutionsführer Fidel Castro. Bei einer Messe in Havanna verurteilt Franziskus Cliquenwirtschaft und warnt vor einer Vereinnahmung christlicher Werte durch politische Ideologie. In den USA spricht er als erster Papst vor dem US-Kongress, also dem Parlament in Washington, außerdem hält er eine Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York. Er besucht „Ground Zero" und spricht den spanischen Franziskaners Junipero Serra heilig. Anlass der Reise ist das Weltfamilientreffen in Philadelphia. Dort sagt Franziskus vor einer Million Menschen, die Zukunft des Planeten hänge vom Zusammenhalt der gesamten Menschheit ab. Die Frage, welche Welt die Menschen von heute ihren Kindern hinterlassen wollen, müssten sie über alle Grenzen von Herkunft und Religion hinweg gemeinsam beantworten.

Zweite Bischofssynode zum Thema Ehe und Familie

4. bis 25. Oktober tagt die Vollversammlung der Bischofssynode im Vatikan, das vielleicht wichtigste kirchliche Ereignis des Jahres. Mit einem Appell für Barmherzigkeit und einem Bekenntnis zur Unauflöslichkeit der Ehe eröffnet der Papst die Synode und ermutigt die rund 270 Bischöfe, Kardinäle und Ordensobere und 90 Beobachter zu offenem Reden. Drei Wochen lang wird im Vatikan über Ehe und Familie diskutiert. Zwischendurch entsteht Wirbel um die Veröffentlichung eines Beschwerdebriefes an den Papst, in dem 13 Kardinäle Sorge über eine Manipulation der Bischofssynode durch reformorientierte Kräfte äußern. Papst Franziskus selbst fordert bei einem Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Welt-Bischofssynode eine synodale Kirche auf allen Ebenen. Am 21. Oktober veröffentlichen die Sprachgruppen bei der Familiensynode in Rom ihre Abschlussberichte. Theologisch sehr breit aufgestellt, aber konsensorientiert ist die deutsche Sprachgruppe. Sie schlägt u.a. vor, dass für

wiederverheiratete Geschiedene ein Priester im Gespräch mit dem jeweils Betroffenen klären soll, ob nach der Schließung einer weiteren Zivilehe „ein Zugang zu den Sakramenten möglich ist". Die Kardinäle und Bischöfe der Kleingruppe formulieren zudem ein bemerkenswertes Schuldbekenntnis und beklagen, dass die Seelsorge durch „harte und unbarmherzige

Haltungen" oft Leid über Menschen gebracht habe. Am Ende der gesamten Bischofssynode steht ein Kompromiss, der einige Fortschritte und viel Vertiefung in Theologie und Pastoral zu Ehe und Familie bedeutet. Mit seinen 94 Absätzen schlägt das Schlussdokument in strittigen Fragen wie beim Thema wiederverheiratete Geschiedene keine Türen zu, sondern lässt Raum für eine wachsende Integration. Worauf es allerdings ankommt, ist nicht dieses Papier, sondern der Papst und sein Nachsynodales Schreiben, das noch aussteht.

Von Skandalen, Skandälchen und Enthüllungsbüchern

4. November - Zwei neue Bücher der italienischen Enthüllungsjournalisten Gianluigi Nuzzi und Emiliano Fittipaldi über Misswirtschaft im Vatikan und Widerstände der Kurie gegen Papst Franziskus sorgen für internationales Aufsehen. Veröffentlicht werden darin auch vertrauliche Unterlagen und ein geheimer Audiomitschnitt, auf dem der Papst zu hören ist. Ein ranghoher vatikanischer Geistlicher, sein ehemaliger Mitarbeiter und eine italienische PR-Fachfrau sollen den Journalisten die interne Dokumente zugespielt haben. Ende November eröffnet der Vatikan in der Causa einen Strafprozess gegen die fünf Beteiligten wegen Geheimnisverrat.

15. November - Papst Franziskus besucht die deutschsprachige evangelisch-lutherischen Gemeinde in Rom. Für Verwirrung sorgt seine Antwort auf die Frage einer mit einem italienischen Katholiken verheirateten Protestantin nach einer möglichen Abendmahlsgemeinschaft. Manche Kommentatoren folgern aus den Worten Franziskus', er habe zur Interkommunion ermuntert. Stimmen aus dem Vatikan widersprechen einer solchen Deutung.

Franziskus besucht Afrika

Ende November reist Franziskus zum ersten Mal in seinem Pontifikat nach Afrika: Zielländer sind Kenia, Uganda und - ungeachtet vieler Sicherheitsbedenken im Vorfeld - die Zentralafrikanische Republik. In einem Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi prangert der Papst die Verelendung von Millionen Menschen an. Kleine Minderheiten horteten Macht und Reichtum und frönten egoistischer Verschwendung, während die wachsende Mehrheit in verwahrlosten und verseuchten Randzonen hausen müsse. In Uganda besucht Franziskus nicht nur das Heiligtum der katholischen Märtyrer des Landes, sondern auch das der anglikanischen. Bemerkenswert das Treffen mit dem obersten Vertreter der Muslime in Kenia, einem Land, das besonders schwer von islamistischem Terror betroffen ist. In Bangui in der

Zentralafrikanischen Republik besucht der Papst ein Flüchtlingslager und mahnt zum Frieden in dem Land, wo es gewaltige Spannungen zwischen Christen und Muslimen gibt. Besonders symbolträchtig: In Bangui eröffnet der Papst bereits eine Woche vor dem offiziellen Beginn in Rom das „Heilige Jahr der Barmherzigkeit".

Am 8. Dezember öffnet Franziskus die Heilige Pforte des Petersdoms. Im Heiligen Jahr sollten sich die Gläubigen die Haltung des barmherzigen Samariters zu eigen zu machen, fordert der Papst zum Auftakt des Jubeljahres. „Wir müssen die Barmherzigkeit dem Gericht voranstellen." In seiner Predigt ruft er am 50. Jahrestag des Konzilsendes 1965 auch zu einer weiteren Öffnung der Kirche für die Welt im Sinne des Zweiten Vaticanums auf.

Weihnachtsansprache an die Kurie

Advent im Vatikan: am 22. empfängt der Papst die Kurienmitarbeiter zur traditionellen Weihnachtsansprache. Letztes Jahr präsentierte er einen von vielen als Kritik empfundenen Katalog der 15 kurialen Krankheiten, diesmal legte er – unter dem Stichwort „Antibiotika“ - einen „Katalog der notwendigen Tugenden" vor und forderte die Kurienleute unter anderem zu Großherzigkeit, nüchternem Lebensstil und Rechtschaffenheit auf. Und er äußerte sogar Lob. Alle Skandale und „Kurienkrankheiten“ könnten nicht die „Effizienz der Dienste“ überdecken, die die römische Kurie mühevoll „mit Verantwortung, Engagement und Hingabe für den Papst und die ganze Kirche“ leiste, so Papst Franziskus zwei Tage vor Weihnachten.

Der Christbaum auf dem Petersplatz ist in diesem Jahr made in Germany, er stammt aus der Oberpfalz in Bayern. Die Krippe hingegen kommt aus der Provinz Trient, und wenn sie am 2. Februar auf dem Petersplatz abgebaut wird, dann wird sie verpackt und weitergeschenkt: auf ausdrücklichen Wunsch von Papst Franziskus kommt die lebensgroße Krippe nach Betlehem und wird dort die Geburtskirche schmücken. Leise und versöhnlich klingt das Jahr aus.
(rv/kap 26.12.2015 gs)


von esther10 29.12.2015 22:52

Beunruhigung um Verschwinden eines Franziskanerbruders


Franziskanerpater Dhiya Azziz, O.F.M., Pfarrer von Yacoubieh im Norden Syriens Quelle: Custodia Terrae Sanctae, Courtesy of Custodia of Terra Santa Copyright

Erneute Entführung befürchtet

Redaktion | 29. Dez | ZENIT.org | Krieg und Terrorismus | Rom | 105

Vom 41-jährigen Franziskanerpater Dhiya Azziz, Pfarrer von Yacoubieh im Norden Syriens, fehlt seit Weihnachten jede Spur. Wie die Kustodie des Heiligen Landes meldet, haben seine Mitbrüder seit dem Morgen des 23. Dezember nichts mehr von ihm gehört. Seine Pfarrei erwartete ihn Weihnachten wieder von einem Familienbesuch zurück.

Der Franziskaner nahm ein Sammeltaxi in der syrischen Hafenstadt Latakia, um wieder zu seiner Gemeinde zu gelangen. Er war aus der Türkei zurückgekehrt, wo er Mitglieder seiner Familie aus dem irakischen Mossul gefunden hatte, die dort Zuflucht gesucht hatten.

Die Franziskaner im Heiligen Land befürchten, Pater Dhiya Azziz könnte ein zweites Mal entführt worden sein. Auf deren Internetseite ist von einer gewissen Gruppe die Rede. Pater Dhiya war von Dschihadisten im Juli entführt worden. Er hatte es geschafft zu entkommen.
http://www.zenit.org/de/articles/beunruh...&utm_term=Image


von esther10 29.12.2015 22:47

Jugendchöre aus verschiedenen Nationen treffen an Silvester Papst Franziskus


Logo des 40. Internationalen Kongresses Pueri Cantores Quelle: puericantores.org, Rev. Seweryn Puchała Copyright

Weiterer Höhepunkt ist die heilige Messe am Neujahrstag

Redaktion | 29. Dez | ZENIT.org | Papst und Heiliger Stuhl | Rom | 38

Am Silvesterabend wird Papst Franziskus Tausende von jungen Sängerinnen und Sängern aus der ganzen Welt empfangen. Wie Radio Vatikan meldet, wird der Papst an diesem Donnerstag mit dem Internationalen Verband Pueri Cantores zusammentreffen. Dessen Mitglieder versammeln sich sechs Tage lang in Rom zum 40. Internationalen Kongress, der Jugendchöre aus verschiedenen Nationen zusammen führt.

Die Chöre, die an dem Festival teilnehmen, werden in einigen der schönsten Kirchen und Basiliken Roms während liturgischer Feiern singen. Zweiter Höhepunkt des Kongresses wird am Neujahrstag die heilige Messe im Petersdom sein, an der mehrere Chöre mitwirken werden.

Die internationale Vereinigung ist aus der alten christlichen Überzeugung gegründet, dass die Stimme als Instrument zur Verehrung Gottes sowie zur Verbreitung der Frohen Botschaft und zur Förderung der geistigen und moralischen Entwicklung dienen kann.

Das Motto des Kongresses lautet in diesem Jahr „Cantate spem vestram! Singt Eure Hoffnung heraus!“ Als Logo dient die Silhouette des Petersdoms in den Farben des Vatikans, Gelb und Weiß. (mk)

***

Im Netz:

Die offizielle Internetseite des Internationalen Verbandes Pueri Cantores:

http://www.puericantores.org/

Spezifische Informationen über den diesjährigen Kongress in Rom (28. Dezember bis 1. Januar):

http://www.puericantores.org/roma-2015-16

von esther10 29.12.2015 22:42

Menschen, bei denen ich mich zuhause wusste“


Kirche St. Johannes in Pentling, bei Regensburg Quelle: WIKIMEDIA COMMONS,
2015 in Regensburg veröffentlicht: die Pentlinger Predigten Kardinal Ratzingers

Redaktion | 29. Dez | Bistum Regensburg | Benedikt XVI. | Regensburg | 73

2015 sind in Regensburg die Predigten erschienen, die Kardinal Ratzinger in den 1980er- und 1990er-Jahren in der Kirche St. Johannes in Pentling, seinem Wohnort vor den Toren Regensburgs, gehalten hat. Der Band bei Schnell & Steiner umfasst 80 Seiten und enthält zehn Predigten. Fundamentaltheologe Prof. Dr. Josef Kreiml nimmt sie in den Blick:

In seinem Vorwort betont Benedikt XVI., dass das Lesen der Tonbandnachschriften für ihn „zu einer Wanderschaft des Herzens in schöne vergangene Tage hinein“ geworden ist. Dabei sei vor ihm „das Glauben, Beten und Singen der Menschen, bei denen ich mich zuhause wusste“, wieder aufgestiegen. Der emeritierte Papst verbindet mit dem Buch die Hoffnung, dass es den Lesern helfe, das Evangelium „zu verstehen und zu leben“.

Die erste Predigt „Das rechte Stehen vor Gott ist aller Mühe wert“ hat der Kardinal am 21. Sonntag im Jahreskreis 1986 anlässlich der Segnung des Missionskreuzes gehalten (S. 9-15). Er verweist dabei auf die russische Exilantin Tatjana Goritschewa, die lebendig und dramatisch geschildert hat, dass viele Menschen in Russland, die die ganze atheistische Erziehung durchschritten haben, „plötzlich neu das Gesicht Jesu Christi entdecken“. – Der zweite Text gibt die Homilie wieder, die Kardinal Ratzinger am 31. Mai 1987 anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Pentling an ihn gehalten hat („Was Pfarrgemeinde und politische Gemeinde zusammenhält“; S. 17-23): Er erinnert daran, dass wir in den grundlegenden Dingen immer wieder neu beginnen müssen; „es versteht sich nicht von selbst, dass die nächste Generation wieder Kirche ist“. Wir können nicht alles selbst machen, sondern müssen wieder glauben lernen, dass es den Herrn wirklich gibt und dass er wirklich handelt in dieser Welt. Damit Kirche werde, „ist Versammlung um den eucharistischen Herrn notwendig“. Das „kann Opfer kosten“, denn oft möchte man seinen eigenen Dingen nachgehen. Auch eine politische Gemeinde kann nur leben, wenn es in ihr gemeinsame tragende Werte gibt. Auch in ihr muss es Wurzeln geben, „die tiefer reichen als der Alltag“. Eine politische Gemeinde kann nur leben, „wenn sie den Sinn des gerechten Miteinander hat“.

„Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?“

Die dritte Predigt (S. 25-29) hat der Kardinal am 21. Sonntag im Jahreskreis 1989 (Lesejahr C) gehalten („Jenseits von Ängstlichkeit und Selbstsicherheit: der Weg geduldigen Mühens“): An Jesus wird die Frage gerichtet: „Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?“ Kardinal Ratzinger zeigt, dass hinter dieser Frage oft Selbstgerechtigkeit, Unsicherheit und Kalkül stecken. Wenn wir uns unter die Augen Gottes und unter das Maß seines Wortes stellen, werden wir sehen, „dass es Bemühung braucht“. – Die Homilie vom 18. August 1991 ist dem Thema „Die Eucharistie – unser ,wesentliches‛ Brot“ (S. 31-37) gewidmet: Wenn das Gerücht aufkäme, dass irgendwo Gott zu sehen sei, würden Touristenströme einsetzen. „Nun aber ist er immerfort da, ganz still und ohne Lärm zu machen in seiner göttlich einfachen und gütigen Weise. Und unsere Antwort ist doch weithin Gleichgültigkeit. Die Kirchen werden leerer.“ Haben wir mit dem Herzen gelernt, was Eucharistie ist? Der Mensch hungert im Letzten nicht nach der ewigen Zerstreuung, sondern nach der „großen, inneren Sammlung“.

Die – bereits 1997 veröffentlichte – fünfte Predigt vom 31. Juli 1994 (S. 39-45) hat der Kardinal anlässlich einer Glockenweihe gehalten („Klang-Zeichen des Ewigen“): In vielen Großstädten der Welt mit ihren Hochhäusern stehen die Kirchtürme oft wie Zwerge daneben. Aber die Städtebauer haben herausgefunden, dass in der eintönigen Wüste der Hochbauten Inseln der Menschlichkeit, Zeichen des Beisammenseins und der Versammlung, des Geborgenseins nötig sind. Die Hochbauten zeigen die Macht der Erde. Wenn wir die Symphonie der Glocken hören, spüren wir etwas von Geborgenheit, vonFriede, von Menschlichkeit.

Streit der Weltgeschichte: zwischen Hochmut und Demut!

Am 22. Sonntag im Jahreskreis 1995 hat der Kardinal über „den ersten und den letzten Platz“ (S. 47-53) gesprochen: Der große Streit der Weltgeschichte findet statt zwischen Hochmut und Demut. Dem Prinzip Hochmut stellt Christus das Prinzip des Einander-gut-Seins und des Sich-annehmen-Lassens von Gott entgegen.

Über „Geist und Freiheit – Freiheit und Bindung“ (S. 55-59) hat Joseph Ratzinger am Vorabend des Pfingstfestes 1996 gepredigt: Freiheit ist nur dort lebbar, wo die rechte Ordnung der Freiheiten, die uns nur Gott geben kann, geachtet wird. Die Gemeinschaft mit Christus durch den Heiligen Geist schenkt Einheit, Offenheit und Weite.

Am 18. Sonntag im Jahreskreis 1998 hat der Kardinal zum Thema „Nur der Gute macht die Güter wahrhaft gut“ (S. 61-65) gesprochen. Er ruft dazu auf, nach der Quelle des Guten, Gott, Ausschau zu halten. Wenn die Frage des Guten in die Beliebigkeit eines jeden Einzelnen gestellt ist und wenn die sittlichen Wertungen, wenn Gott selbst als eine Sache der Beliebigkeit erscheint, sind die Güter aufs Höchste gefährdet. Aus dem leer gewordenen Herzen brechen dann Neid und Gewalt hervor.

Die neunte Predigt (S. 67-73) wurde am Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel 1999 gehalten: Der Hochmut ist der eigentliche Gegensatz zum Glauben. Er verhindert den Glauben, die Liebe und die Ehrfurcht vor Gott. Die Kirchenväter haben gesagt, der Hochmut sei die eigentliche Sünde aller Sünden.

Die Kirche ist „kein Selbstbedienungsladen“

Die letzte Predigt der vorliegenden Textsammlung (S. 75-80) hat der Kardinal am 21. Sonntag im Jahreskreis 1999 zum Thema „Die Schlüssel des Himmelreiches“ gehalten: Die Kirche ist „kein Selbstbedienungsladen“, in dem sich jeder heraussucht, was er für heute noch als passend ansieht. Jesus gibt Petrus und mit ihm der Kirche die Vollmacht, zu lehren und zu leiten, d. h. zu sagen, was der Herr von uns will. Schlüsselgewalt bedeutet „zuerst Lehrvollmacht, Auftrag und Vollmacht, aufzuschließen, was der Herr uns an Erkenntnis gibt“.

Diese Homilien zeigen, dass der große Theologe Joseph Ratzinger auch ein begnadeter Prediger war und ist. Den Verantwortlichen des Institutes Papst Benedikt XVI. in Regensburg ist zu danken, dass sie diese zehn Texte – mit neun farbigen Bildmotiven sehr ansprechend illustriert – der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und damit das Gesamtwerk Joseph Ratzingers um eine wertvolle Facette erweitert haben. Die Publikation beweist, dass „Dogma und Verkündigung“ – ein Buchtitel des papa emerito – in der Person des Predigers eine großartige Synthese gefunden haben. Prof. Dr. Josef Kreiml

Joseph Ratzinger, Pentlinger Predigten, 80 Seiten, Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2015, ISBN 978-3-7954-3017-7, 12,95 Euro.
http://www.zenit.org/de/articles/mensche...&utm_term=Image
(Quelle: Webseite des Bistums Regensburg, 28.12.2015)

von esther10 29.12.2015 19:49

Vatikanum II: „Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen.”

Die Bedeutung der Heiligen Schrift - im Licht der Tradition gelesen - für die Kirche. Dei Verbum Art. 24-26.

Erstellt von Gero P. Weishaupt am 19. Dezember 2015 um 18:01 Uhr
http://geroweishaupt.com/

Vaticanum II, Konzilsväter
Einleitung von Gero P. Weishaupt

In den abschließenden drei Artikeln der Konzilskonstitution Dei Verbum wird die Bedeutung der heiligen Schrift zusammen mit der Tradition für die Kirche – für Theologie, Liturgie und Frömmigkeit – beschrieben.


Seele der Theologie

Während Artikel 24 Schrift und Tradition als Fundament für die theologische Forschung, das inspirierte Wort Gottes in der Heiligen Schrift mit Papst Leo XIII. als „die Seele der heiligen Theologie“ bezeichnet, wird in Artikel 25 die Bibellesung „in die Mitte christlicher Existenz gerückt und der katholischen Frömmigkeit damit eine neue Polarisierung gegeben” (Joseph Ratzinger).

Lectio divina – Bibellesung als Vollzug des Dialoges mit dem Herrn

“Das Gebetsleben der katholischen Christen war bisher neben der Teilnahme an der Liturgie wesentlich durch die verschiedenen Andachtsformen – Rosenkranz, Kreuzweg, Herz-Jesu-Verehrung usw. – bestimmt, die seit dem Spätmittelalter und im Laufe der Neuzeit entstanden sind; die private Bibellesung spielte darin keine hervorragende Rolle und war selbst für die Meditation wie für die Predigt nicht von erstrangiger Bedeutung.

Es darf daher als ein Vorgang von einiger Tragweite für die Entwicklung des spirituellen Lebens angesehen werden, wenn unser Text den persönlichen Umgang mit der Schrift als eine grundlegende Form der Gottesbeziehung in den Mitelpunkt rückt und seine Bedeutung mit dem nachdrücklichen Wort des heiligen Hieronymus unterstreicht: `Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen`“ (Joseph Ratzinger). Es geht dem Konzil dabei um eine Lectio divina, also um eine „Bibellesung als Gebet, als Vollzug jenes Dialogs mit dem Herrn, auf dessen lebendige Realisierung in Glaube und Gebet di Blätter der schrift gleichsam warten“ (Joseph Ratzinger).

In eigener Sache: Kathnews setzt Anfang des nächsten Jahres die Reihe „Vatikanum II“ fort.

Nach der Konstitution “Dei Verbum” sollen ausgewählte Texte aus dem Dekret über das Leben der Priester – “Presbyterorum ordinis” – kurz eingeleitet und veröffentlicht werden. Alle seit Oktober 2012 bei Kathnews bisher aus Anlass des 50jährigen Konzilsjubiläums eingeleiteten und veröffentlichten Konzilstexte können auf der Homepage von Gero P. Weishaupt nachgelesen werden.

http://geroweishaupt.com/vaticanum-ii/
Text Dei Verbum, Artikel 24-26. Deutsch und Latein

24. Die heilige Theologie ruht auf dem geschriebenen Wort Gottes, zusammen mit der Heiligen Überlieferung, wie auf einem bleibenden Fundament. In ihm gewinnt sie sichere Kraft und verjüngt sich ständig, wenn sie alle im Geheimnis Christi beschlossene Wahrheit im Lichte des Glaubens durchforscht. Die Heiligen Schriften enthalten das Wort Gottes und, weil inspiriert, sind sie wahrhaft Wort Gottes: Deshalb sei das Studium des heiligen Buches gleichsam die Seele der heiligen Theologie. Auch der Dienst des Wortes, nämlich die seelsorgliche Verkündigung, die Katechese und alle christliche Unterweisung – in welcher die liturgische Homilie einen hervorragenden Platz haben muß – holt aus dem Wort der Schrift gesunde Nahrung und heilige Kraft.

25. Darum müssen alle Kleriker, besonders Christi Priester und die anderen, die sich als Diakone oder Katecheten ihrem Auftrag entsprechend dem Dienst des Wortes widmen, in beständiger heiliger Lesung und gründlichem Studium sich mit der Schrift befassen, damit keiner von ihnen werde zu “einem hohlen und äußerlichen Prediger des Wortes Gottes, ohne dessen innerer Hörer zu sein” (4), wo er doch die unübersehbaren Schätze des göttlichen Wortes, namentlich in der heiligen Liturgie, den ihm anvertrauten Gläubigen mitteilen soll. Ebenso ermahnt die Heilige Synode alle an Christus Glaubenden, zumal die Glieder religiöser Gemeinschaften, besonders eindringlich, durch häufige Lesung der Heiligen Schrift sich die “alles übertreffende Erkenntnis Jesu Christi” (Phil 3,8) anzueignen.

“Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen.” Sie sollen deshalb gern an den heiligen Text selbst herantreten, einmal in der mit göttlichen Worten gesättigten heiligen Liturgie, dann in frommer Lesung oder auch durch geeignete Institutionen und andere Hilfsmittel, die heute mit Billigung und auf Veranlassung der Hirten der Kirche lobenswerterweise allenthalben verbreitet werden. Sie sollen daran denken, daß Gebet die Lesung der Heiligen Schrift begleiten muß, damit sie zu einem Gespräch werde zwischen Gott und Mensch; denn “ihn reden wir an, wenn wir beten; ihn hören wir, wenn wir Gottes Weisungen lesen”.

Die kirchlichen Vorsteher, “bei denen die Lehre der Apostel ist”, sollen die ihnen anvertrauten Gläubigen zum rechten Gebrauch der Heiligen Bücher, namentlich des Neuen Testamentes und in erster Linie der Evangelien, in geeigneter Weise anleiten durch Übersetzungen der heiligen Texte, die mit den notwendigen und wirklich ausreichenden Erklärungen versehen sind, damit die Kinder der Kirche sicher und mit Nutzen mit den Heiligen Schriften umgehen und von ihrem Geist durchdrungen werden. Darüber hinaus sollen mit entsprechenden Anmerkungen versehene Ausgaben der Heiligen Schrift geschaffen werden, die auch Nichtchristen gebrauchen können und die ihren Verhältnissen angepaßt sind. Die Seelsorger und die Christen jeden Standes sollen auf jede Weise klug für ihre Verbreitung sorgen.

26. So möge durch Lesung und Studium der Heiligen Bücher “Gottes Wort seinen Lauf nehmen und verherrlicht werden” (2 Thess 3,1). Der Schatz der Offenbarung, der Kirche anvertraut, erfülle mehr und mehr die Herzen der Menschen. Wie das Leben der Kirche sich mehrt durch die ständige Teilnahme am eucharistischen Geheimnis, so darf man neuen Antrieb für das geistliche Leben erhoffen aus der gesteigerten Verehrung des Wortes Gottes, welches “bleibt in Ewigkeit” (Jes 40,8; vgl. 1 Petr 1,23-25).

24. Sacra Theologia in verbo Dei scripto, una cum Sacra Traditione, tamquam in perenni fundamento innititur, in eoque ipsa firmissime roboratur semperque iuvenescit, omnem veritatem in mysterio Christi conditam sub lumine fidei perscrutando. Sacrae autem Scripturae verbum Dei continent et, quia inspiratae, vere verbum Dei sunt; ideoque Sacrae Paginae studium sit veluti anima Sacrae Theologiae. Eodem autem Scripturae verbo etiam ministerium verbi, pastoralis nempe praedicatio, catechesis omnisque instructio christiana, in qua homilia liturgica eximium locum habeat oportet, salubriter nutritur sancteque virescit.

25. Quapropter clericos omnes, imprimis Christi sacerdotes ceterosque qui ut diaconi vel catechistae ministerio verbi legitime instant, assidua lectione sacra atque exquisito studio in Scripturis haerere necesse est, ne quis eorum fiat “verbi Dei inanis forinsecus praedicator, qui non est intus auditor”, dum verbi divini amplissimas divitias, speciatim in sacra Liturgia, cum fidelibus sibi commissis communicare debet. Pariter Sancta Synodus christifideles omnes, praesertim sodales religiosos, vehementer peculiariterque exhortatur, ut frequenti divinarum Scripturarum lectione “eminentem scientiam Iesu Christi” (Phil. 3, 8) ediscant. “Ignoratio enim Scripturarum ignoratio Christi est”. Libenter igitur ad sacrum textum ipsum accedant, sive per sacram Liturgiam divinis eloquiis confertam, sive per piam lectionem, sive per institutiones ad id aptas aliaque subsidia, quae approbantibus et curantibus Pastoribus Ecclesiae ubique nostro tempore laudabiliter diffunduntur. Meminerint autem orationem concomitari debere Sacrae Scripturae lectionem, ut fiat colloquium inter Deum et hominem; nam “illum alloquimur, cum oramus; illum audimus, cum divina legimus oracula”.

Sacris autem Antistitibus, “apud quos est apostolica doctrina” fideles sibi commissos ad rectum divinorum librorum usum, praesertim Novi Testamenti et imprimis Evangeliorum, opportune instituere competit per sacrorum textuum versiones, quae necessariis et vere sufficientibus explicationibus instructae sint, ut tuto ac utiliter Ecclesiae filii cum Scripturis Sacris conversentur earumque spiritu imbuantur.

Insuper editiones Sacrae Scripturae, aptis instructae adnotationibus, ad usum etiam non-christianorum eorundemque conditionibus accommodatae, conficiantur, quas quoquomodo sive animarum Pastores sive Christiani cuiuscumque status spargere sapienter curent.

26. Ita ergo lectione et studio Sacrorum Librorum, “sermo Dei currat et clarificetur” (2 Thess 3,1), thesaurusque revelationis, Ecclesiae concreditus, magis magisque corda hominum impleat. Sicut ex assidua frequentatione mysterii Eucharistici Ecclesiae vita incrementum suscipit, ita novum spiritualis vitae impulsum sperare licet ex adaucta veneratione verbi Dei, quod “manet in aeternum” (Is 40,8; 1 Pt 1,23-25).
http://www.kathnews.de/vatikanum-ii-die-...us-nicht-kennen
Foto: Konzilsväter verlassen den Petersdom – Bildquelle: Lothar Wolleh / Wikipedia

von esther10 29.12.2015 18:54

Kindersoldaten: „Die Märtyrer von heute“


Bereits als Kind auf Krieg getrimmt - REUTERS

29/12/2015 10:27SHARE:

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Zum Weihnachtsfest gehören Geschichten von Gewalt und Vertreibung, bereits die Bibel verbindet diese beiden Dimensionen und mit dem Fest der unschuldigen Kinder hat es auch Eingang in die Liturgie gefunden. Zu diesen unschuldigen Kindern müsse man heute Kindersoldaten zählen, das hatte Papst Franziskus bei seiner Weihnachtsbotschaft zum Segen Urbi et Orbi betont, weltweit gibt es derzeit geschätzte 250.000 Kindersoldaten, immer mehr von ihnen auch Mädchen.

Dieses Phänomen nehme derzeit noch einmal stark zu. Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan Marco Rotelli, Generalsekretär des internationalen Hilfswerks Intersos. „Es ist ein globales Phänomen: Afrika, Naher Osten, Asien, Zentralamerika. Und es sind nicht nur die mit Kalaschnikow-Gewehren bewaffneten Jungs, sondern auch die Mädchen, ihre Schwestern, die sexuell missbraucht werden oder andere Dienste leisten müssen, bei der Versorgung und in der Küche etwa.“ Seine Hilfsorganisation arbeite auf zwei Ebenen, so Rutelli. Zum einen müsse man präventiv tätig sein und die Kinder vor Soldaten und Milizen schützen, die sie spontan mitnehmen könnten. Das geschehe vor allem durch Bildungszentren und Ausbildung. Dann aber müsse man sich auch um die Kinder kümmern, die entweder gefangen genommen wurden oder fliehen konnten, hier sei eine Wiedereingliederung sehr schwer, weil die Traumata der Kinder sehr tief säßen.

„Es gibt den Versuch, die UN-Resolution 1612, die sich um diese Fragen kümmert, besser umzusetzen“, berichtet Rutelli. „Diese Resolution wird in fast alle Aktivitäten einbezogen, vor allem die humanitären, aber auch in die Entwicklungsprojekte. Auf rechtlichem Gebiet geht es darum, dass die Schuldigen vor internationalen Gerichten oder im eigenen Land verurteilt werden müssen.“

Bei all den Dramen sei es gut, dass es auch positive Geschichten zu berichten gäbe, so Rutelli. Solche gäbe es etwa im Senegal, in Dakar. Hier habe man es geschafft, Jugendliche aus Mali langsam und Schritt für Schritt wieder in die Gesellschaft einzugliedern. „Etwas Ähnliches ist im Kongo geschehen. Dort ist eine Gruppe von Mädchen von der Miliz „Lord’s Resistance Army“ vertrieben worden, wahrscheinlich weil sie zu krank waren. Hier ist es gelungen, die Mädchen sogar wieder in ihre Dörfer, in ihre Familien zu bringen. Am Anfang waren sie völlig stigmatisiert, auch ihre Familien hatten Angst vor ihnen. Heute aber können wir feiern, dass diese Mädchen zurück in ihren Gemeinschaften sind. Leider ist das nicht das Schicksal von Zehntausenden anderer Kinder.“

(rv 29.12.2015 ord)

von esther10 29.12.2015 17:49

Baldisseri: "Die Reform der Synode geht weiter"
In einem Interview mit dem Kardinal für Februar angekündigt, die Organisation eines Seminars von qualifizierten und bestätigte die Absicht des Papstes, eine Apostolische Schreiben auf die Familie zu veröffentlichen



Eine Zeit der letzten Synode.......29/12/2015

VATIKANSTADT

Das Sekretariat der Synode im Februar organisiert ein "Seminar richtet sich an Fachkräfte im Bereich der Ekklesiologie vorbehalten sowohl in die kanonische" zukunfts die Reform und Ordo Synodi Institut Synoden von Franziskus initiiert zu schieben kündigt Kardinal Lorenzo Baldisseri, Generalsekretär die Bischofssynode, die, in einem Interview mit L'Osservatore Romano, bestätigt ihre Absicht, Jorge Mario Bergoglio, eine Apostolische Schreiben auf den Abschluss der beiden Synoden veröffentlichen, außerordentlichen und ordentlichen, die im Oktober 2014 und Oktober 2015 stattfand, , auf die Familie, wird eine positive Bilanz der methodologischen Innovationen bereits eingeführten überschritten "eine gewisse Müdigkeit" initial, und gibt bekannt, dass im April werden wir beginnen Diskussion über die Frage der "nächsten Sitzung" synodale noch nicht fest.

Der Kardinal Tuscan betont, dass die "Erneuerung" der Synode teil "in dem großen Projekt der Reform der Römischen Kurie und der anderen Institutionen der Kirche, dass der Heilige Vater führt" und erinnert daran, vor allem auf der letzten Rede des Papstes anlässlich des Gedenken an die Geburt dieser Einrichtung, die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil: Francesco "ist eines synodalen ein Multi-Level gesprochen, setzen vor allem unterstreichen die Rolle der Bischofskonferenzen. Der erste Hinweis auf dieses Problem bereits in der Apostolischen Evangelii Gaudium, wo der Papst über die Reform der Kurie und der Beziehung zwischen dem Petrusprimat und dem Kollegium der Bischöfe sprachen gegeben worden war. Die Bischofskonferenzen spielen eine wichtige Rolle in dieser Perspektive. Gerade in der Lage, zu einem besseren Verständnis der Kollegialität beitragen, das Sekretariat der Synode der Bischöfe ist die Organisation für den Monat Februar zu können, wird ein Seminar für Spezialisten auf dem Gebiet der Ekklesiologie sowohl im kanonischen Recht vorbehalten. Die Initiative zielt darauf ab, eine eingehende bieten oder zumindest auf weitere Studien zu initiieren, ausgehend von der Lehre und Forschung, die bereits existieren. "

Während "erwartet, dass die Apostolische Schreiben von Papst auf dem synodalen Prozesses gerade zu Ende gegangen," wird es "eine Sitzung des neuen Ordentlichen Rates des Generalsekretariats der Synode im April. Bei dieser Gelegenheit wird das Generalsekretariat eine Zusammenfassung der Vorschläge kam von den Synodenväter und Bischofskonferenzen in Bezug auf die nächste Sitzung. Zur Zeit haben wir nur die Väter. Es wird auch die Zeit vorzulegen, da in der Zwischenzeit arbeiten wir daran, die Reform des Ordo Synodi. Angesichts des Seminars im Februar und auch die Erfahrung der letzten beiden Synoden, werden wir auch weiterhin die Revision zu untersuchen. "

Heute sagt Baldisseri der Vatikan Zeitung: "Wir sind konfrontiert mit einem Körper von großer Bedeutung für das Leben der Kirche, aber zur gleichen Zeit in überholungsbedürftig." In diesem Sinne: "Wir sind Multiplikation Überlegungen zu diesem Thema und es ist die Kollegialität, die der Papst wünscht, gründlich zu sein. Ein Kollegialität, die nach einer Kreisbahn entwickelt: von unten nach oben und von oben nach unten. Es ist eine Art des Verständnisses der Kirche als lebendiger Organismus, die auf verschiedenen Ebenen ohne wasserdichten Abteilungen bewegt. Eine Kirche, die eine effektive Gemeinschaft lebt, ohne sich zu identifizieren oder nur mit dem Gipfel oder einfach nur mit der Basis, eine Kirche, in der alle Glieder des Volkes Gottes berufen sind, "gemeinsam zu gehen", jeweils ausgehend von den Geschenken und den Zuordnungen gegeben. Die Kollegialität ist, insbesondere, der Horizont, in dem die Funktionen und Einrichtungen für die Führung der kirchlichen Körper verantwortlich zu verstehen. Und "hier, die den Diskurs über liegt der Kollegialität der Bischöfe, Thema eng mit dem Synoden verbunden, aber nicht mit ihm identisch. Kollegialität in der Tat, in Frage stellt die Behörde, dass alle Bischöfe, wie in der Schule gesammelt, haben über die Kirche cum et sub Petro. Synodalität beinhaltet jedoch die ganze Volk Gottes, verstanden nicht als Steuerpflichtiger, sondern nach den aktiven Funktionen, die Charismen und Dienste von jedem. "

Baldisseri zurück auch Spannungen entstanden letzten ordentlichen Sitzung der Synode über die Familie im Oktober letzten Jahres, die bereits aufgezeichnet hat mehrere methodische Änderungen, dann mit Zustimmung des abgeschlossenen Abschlussbericht, Absatz für Absatz, mit qualifizierter Mehrheit: "Die Änderung hat Er versteht sich, obwohl zunächst verursacht einen gewissen Ermüdung, da eine neue Methode, die in der Theorie einfach klingt, führt in der Praxis unweigerlich zu Problemen der Notwendigkeit für Experimente zusammen. Alles in allem haben wir noch verzeichnete einen guten Erfolg ", sagt der Sekretär der Synode.

"Es war eine tolle Arbeit, bei der wir die Ernsthaftigkeit und den Geist der Gemeinschaft, die trotz der natürlichen Meinungsverschiedenheiten, hat es jeder zu vereinbaren, um einen Konsens über einige Probleme erreichen zu erkennen. Dabei gab es eine große Hilfe, um den Papst, der die Synodenväter, die daran erinnert, die Montage ist kein Parlament, sondern ein Raum, in dem Sie es Arbeit des Heiligen Geistes lassen. Die synodale Diskussion wirklich den Grundlagentext eingefügt. Die Väter haben Meinungen, die Zusammenarbeit mit Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit, ohne Täuschung, auch wenn die Medien über bestimmte Aspekte spekuliert ausgetauscht. Auch der Brief an den Papst von einigen Kardinälen geschickt muss gesehen und in dieser Perspektive verstanden werden: Einige Synodenväter haben ihre Schwierigkeiten bei der Annahme der neuen Methodik zum Ausdruck gebracht und wollte, um sich auszudrücken, immer eine fristgerechte Antwort. Ihre Zweifel wurden am nächsten Tag gelöscht. Ich selbst hielt eine Klärung Intervention und der Papst selbst das Wort ergriffen Bereitstellung wichtige Klarstellungen. Jeder war so zufrieden. "

Und "der Synoden bot ein Auftakt für die Jubiläums, was Barmherzigkeit einen wesentlichen Pfeiler, auf dem wir bauen das konkrete Leben der Familien und der gleichen Familie Ministerium."
http://www.lastampa.it/2015/12/29/vatica...bcP/pagina.html


von esther10 29.12.2015 15:26

Franziskus: Familien bringen Kinder zur Reife

29. Dezember 2015 by Papsttreuer Leave a Comment
eigentümlich frei: Warum ich an Bord bleibe

Familien sind DAS Zukunftsthema der Gesellschaft. Allerdings anders, als sich manche Politiker das denken.


von Anonym (Kunstauktionshaus Schlosser) [Public domain], via Wikimedia Commons

Eigentlich ist es ganz einfach, wenn man nur mal zuhören und nachlesen würde. Die Familie ist der Nukleus jeder Gesellschaft, und damit dieser Nukleus für den Einzelnen wie für die Gemeinschaft funktioniert gibt es nur ein paar wenige, aber elementare, Regeln, die es einzuhalten gilt. Hält man sich daran, erhält man eine „funktionierende“ Familie, tut man das nicht, wird die Familie das, was man heute modern „dysfunktional“ nennt – und im großen Maßstab gilt das dann auch für die Gesellschaft.

Und was sollte für uns Christen bedeutsamer sein als das Beispiel Gottes selbst, das Beispiel, in welches Umfeld Gott seinen Sohn gesandt hat, um ihn von Kindheit an dort aufwachsen zu lassen? Ich habe dazu etwas in der Vorweihnachtsausgabe der „Tagespost“ geschrieben (für Online-Abonnenten hier nachzulesen), mit einem Vergleich zu aktueller Werbung, der deutlich macht, wie sehr die Sehnsucht nach einer guten Familie auch heute noch das Streben der Menschen prägt

. Eine meiner Kernaussagen dort: Wenn Gott Jesus in einer Familie gesteckt hat, in der alle Verantwortung übernehmen, in der jeder auch seine Rolle – Maria als Mutter, Josef als Vater – annimmt, wie kann man dann auf den Gedanken kommen, dass eine andere Konstellation – sei es eine Patchworkfamilie oder die frühe Unterbringung der Kinder in der Kita – für Kinder geeigneter sein könnte? Natürlich sind Abweichungen von der „idealen“ Familie nicht immer auszuschließen, aber Abweichungen der „Diskriminierungsfreiheit“ wegen zum Standard von Politik und Gesellschaftsentwicklung zu erheben, fügt eben dieser Gesellschaft am Ende Schaden zu.

Mit viel besseren Worten hat das am vergangenen Sonntag – dem Fest der Heiligen Familie – der Papst im Angelus ebenfalls deutlich gemacht, wenn er auf das Beispiel dieser Familie aus dem antiken Nazaret verweist (Zitate hier wie im folgenden von Zenit):

Aus dem Beispiel und dem Zeugnis der Heiligen Familie kann jede Familie wertvolle Anleitungen für den eigenen Lebensstil ziehen und Kraft und Weisheit für die Mühen des Alltags schöpfen. Maria und Josef lehren uns, die Kinder wie ein Geschenk Gottes aufzunehmen und bei ihrer Zeugung und Erziehung zu Mitarbeitern des wunderbaren Wirkens des Schöpfers zu werden, indem wir der Welt mit jedem Kind ein neues Lächeln schenken. In der geeinten Familie bringen die Kinder ihr Leben zur Reife, indem sie die wichtige und nachhaltige Erfahrung der kostenlosen Liebe, der Zärtlichkeit, der gegenseitigen Achtung, des Verständnisses, der Vergebung und der Freude machen.

Die kleine aber feine Nebenbedingung steht direkt am Anfang des Liste dessen, was Kinder in der Familie lernen: in der „geeinten Familie“! Das bedeutet nicht, dass es in Familien immer konfliktfrei zugehen muss; ich stelle mir manchmal vor, dass es auch im Hause Josefs ab und zu ein Donnerwetter gegeben hat, wenn mir auch nicht recht einfallen will, was Jesus als kleines Kind wohl angestellt haben mag, dass ihn seine Eltern früh ins Bett geschickt haben.

Aber gerade Maria und Josef haben bereits seit der Verkündigung Jesu deutlich gemacht, was es heißt, Verantwortung füreinander zu tragen, Verantwortung auch zu übernehmen, wenn man eigentlich gar nicht verantwortlich ist – wie groß ist dabei auch das Beispiel meines Lieblingsheiligen Josef, der sich Maria und Josef und all der Widrigkeiten annimmt, und doch eigentlich ein recht bequemes Leben in Nazaret hätte führen können?

Dass die Fetzen fliegen ist also kein Widerspruch zu einer „geeinten“ Familie, die sich dann aber eben dadurch auszeichnet, was sie den Kindern vermittelt: „Die wichtige und nachhaltige Erfahrung der kostenlosen Liebe, der Zärtlichkeit, der gegenseitigen Achtung, des Verständnisses, der Vergebung und der Freude“. Eine Familie, in der sich jeder bemüht, genau diese Geschenke zu machen, kann doch am Ende wohl kaum scheitern, schon gar nicht mit Gottes Hilfe: Zu Beginn die Liebe, die bedingungslos geschenkt wird, nicht für Leistungen oder Wohlverhalten sondern einfach, weil der andere geliebt ist und diese Liebe verdient, und am Ende der Liste Vergebung und Freude, die geschenkt wird, und die man sich auch selbst als Mitglied der Familie schenkt.

Vielleicht kann man in der Tat die echte Freude als das Ergebnis all dieser Bemühungen und Anstrengungen, die sie auch sein können, sehen. Wie es der Papst beschreibt:

Ich will ganz besonders bei der Freude verweilen. Die echte Freude, die man in der Familie erlebt, ist nichts Zufälliges, kein Glücksfall. Diese Freude entspringt der tiefen Harmonie zwischen den Menschen. Dank dieser Harmonie spüren wir die Schönheit des Zusammenseins und des gegenseitigen Beistands auf unserem Lebensweg. Aber an der Wurzel der Freude ist immer die Gegenwart Gottes, seine aufnehmende, barmherzige und geduldige Liebe für alle.

Wenn man die Türen der Familie nicht für Gott und seine Liebe öffnet, verliert die Familie ihre Harmonie, nimmt der Individualismus überhand, erlischt die Freude. Eine Familie hingegen, die in der Freude lebt – in der Freude des Lebens und des Glaubens – teilt diese auch spontan mit und wird zum Salz der Erde und Licht der Welt, ist ein Sauerteig für die ganze Gesellschaft.

Interessant ist daran nicht nur die Frage der Beziehung der Familie und ihrer Mitglieder zu Gott sondern auch die des Individualismus, der in einer Familie in der Tat fehl am Platz ist. Eine Familie funktioniert nicht auf Basis von Egoismen, auch wenn das nicht bedeuten muss, dass jeder nur die Interessen des anderen im Sinn haben muss.

Eine Familie wird mit der Liebe zu Gott und zueinander zu einer Art neuem Individuum, einer Einheit, die auch in der Gesellschaft produktiv wird. Die in der Familie erworbene Freude strahlt in die Welt aus, die in der Familie erlernte Liebe, Zärtlichkeit (ein Begriff, den Papst Franziskus immer wieder verwendet), Achtung, das Verständnis und die Vergebung werden in der Welt wirksam. Das unterscheidet auch eine christlich geprägte von einer materialistisch oder utilitaristisch geprägten Gesellschaft. Und das ist es, was die funktionierende Familie auch für ein funktionierendes gesellschaftliches Miteinander nicht nur wertvoll sondern notwendig macht.

Noch einmal: Das Bild der geeinten Familie lässt sich leider nicht immer erreichen. Es ist auch nicht so, als ob Kinder aus Familien, die ein solches Zusammenleben nicht hinbekommen haben, liebesunfähige Menschen wären. Aber das Idealbild der Familie zu schleifen, damit sich ja niemand zurückgesetzt vorkommt, Patchwork-Konstellationen zum Standard zu erheben und die Kita-Betreuung von Einjährigen zu propagieren statt die klassische Familie zu unterstützen, verhindert im Zweifel die notwendigen Erfahrungen, von denen der Papst spricht. Kostenlose

Liebe, Zärtlichkeit, gegenseitige Achtung, Verständniss, Vergebung und Freude sind eben nicht zufällig nicht die Kernkompetenzen der Erziehung einer öffentlichen Einrichtung. Das funktioniert in Reinform nur in einer Familie – da gehören die Kinder hin, zu ihrem eigenen Wohl, zum Wohl der Familie und letztlich auch zum Wohl der Gesellschaft!
http://papsttreuerblog.de/2015/12/29/fra...nder-zur-reife/


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